Newsarchiv des Jahres 2007

Spielbericht: Dimplex Falke Nürnberg – USC Heidelberg n.V. 96:89 (14:18 – 32:42 – 54:56 – 75:75)

Samstag, 10. November 2007 um 14:20 Uhr

13.10.2007: Das nachträgliche Video-Studium des Spiels auf der Heimfahrt nützte nichts. Auch wenn es den schon während des Spiels entstandenen Eindruck zahlreicher abenteuerlicher Schiri-Entscheidungen gegen den USC eindringlich bestätigte – das Spiel war verloren, 89:96 nach Verlängerung. Es war nicht mehr zu ändern. So hatte auch der bedauernswerte USC-Trainer Torsten Daume zuvor bei der Pressekonferenz brav dem Gegner zum Sieg gratuliert. Er wollte „kein schlechter Verlierer“ sein, über die Schiedsrichter kam kein Wort über seine Lippen. Im Innern mag es anders ausgesehen haben. Selten fühlte man sich beim USC in einem Spiel derart verschaukelt wie an diesem Abend.

Der Reihe nach: Das USC-Team begann vor 800 Zuschauern in der Halle am Berliner Platz sehr konzentriert und schien den Gegner sicher im Griff zu haben (2:11 und 9:18 durch Bynum, Starr, Adeberg und Huber-Saffer). Dann schlichen sich erste Nachlässigkeiten ein, welche das junge Nürnberger Team mit vier Dreiern zum zwischenzeitlichen 14:18 und 32:32 weidlich ausnutzte. In den letzten drei Minuten vor der Pause „klauten“ die Jungs von Torsten Daume den Nürnbergern mit einer gut funktionierenden Zonenpresse dann einen Ball nach dem anderen und sicherten sich mit einem 10:0-„run“ eine beruhigende 42:32-Pausenführung. Alles schien wieder im Lot.

Im dritten Viertel verpasste es der USC aber, „den Sack zu zu machen“. Ein Korbleger nach dem anderen wurde „verlegt“, hinzu kamen weitere Ballverluste und völlig unnötigerweise ließ man den Gegner wieder auf zwei Punkte herankommen. Die nie aufgebenden Gastgeber waren inzwischen endgültig wach – und die Schiedsrichter auch. Haarsträubend das zweite Foul gegen John Bynum – auf dessen zaghafte Reklamation folgte natürlich prompt obendrauf das technische Foul, sein Drittes. Nach seinem Vierten (33. Min.) musste Trainer Daume ihn wohl oder übel kurz rausnehmen (57:63) – der Anfang vom Heidelberger Untergang. Nach dem 63:71 (35.) durch Starr zieht Starr erneut aussichtsreich zum Korb, wird dabei mindestens zweimal grob gefoult und liegt danach schmerzverzerrt am Boden – kein Pfiff. Starr wird von zwei USC-Spielern hinausgeführt. 67: 73. Bynum kommt zurück, erzielt das 67:75 (2:30 vor Spielende). Offensiv-Foul gegen Jones – sehr zweifelhaft. 69:75. Offensiv-Foul gegen Bynum. Wie bitte? Sein Fünftes. 71:75. Starr kommt zurück. Dann die Krönung: Nash – diesmal schon wesentlich besser integriert – holt nach USC-Fehlwurf (1:30 vor Schluss) sauber den Rebound, wird in der Luft von Hauer umgerissen. Das wäre das 5. Foul von Hauer gewesen – geht nicht. Also bekommt Nash das Foul – angeblich zwei Sekunden zuvor begangen.

Unglaublich! Bei 72:75 (1:17) angebliche Schrittfehler Jones. Waren keine – siehe Videostudium. McDuffie vergibt, ebenfalls Tobias Stoll zwei Freiwürfe – und es kam wie es kommen musste: Brütting trifft seinen 3. Dreier zum 75:75. Verlängerung! Starr bekommt sein 5. Foul – ebenfalls zweifelhaft. Ohne Bynum und Starr verliert der USC trotz eines – jetzt erst – mächtig aufdrehenden Jones 89:96. Sehr, sehr bitter!

Stenogramm: 2:11 (5.), 14:18 (1. Viertel), 27:24 (15.), 32:32 (17.), 32:42 (Halbzeit), 38:50 (25.), 54:56 (3. Viertel), 67:75 (38.), 75:75 (Ende reg. Spielzeit), 82:79 (42.), 87:84 (44.), 92:89 (45.), 96:89 (Endstand).

USC: Jones 25 (3 Dreier), Starr 20, Adeberg 16, Huber-Saffer 12, Bynum 10, Nash 6, Stoll, Kirchhoff, – Neuschl, Breuer, Hug.

Nürnberg: Hauer 32 (2), McDuffie 18 (3), Dill 17 (1), Brütting 12 (4), Schneider 8, Stafford 4 (1), Doreth 3 (1), Dühring 2.

Claus Ebert


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Heidelberg-Cup 2007: Larissa Kaufmann und Hauke Hein gewinnen Heidelberger Sprint-Cup

Sonntag, 25. März 2007 um 13:07 Uhr

Vorjahressiegerin Larissa Kaufmann (LG Karlsruhe) ließ auch im Jahr 2007 im Sprintcup des USC Heidelberg nichts anbrennen: Schon die Siege über 100m (12,68sec), sowie sehr gute 25,18sec über die 200m zeigten ihre Überlegenheit. Anschluss konnte da nur Kerstin Novotny (USC Heidelberg) halten, die nach 12,94sec über die 100m mit 25,61sec über die 200m eine neue persönliche Bestleistung aufstellen konnte. Die 300m gewann ebenfalls Larissa Kaufmann in exzellenten 40,75sec vor Novotny (40,89sec). Damit konnte Kaufmann ihren Titel aus dem Vorjahr souverän verteidigen. Auf die Plätze zwei und drei kamen, ebenfalls wie im Vorjahr, Kerstin Novotny und Roswitha Nickel (USC Heidelberg).
Bei den Männern kam es über die 100m und 200m zu einem spannenden Duell zwischen Harry Adu Nfum (Ghana) und dem Frankfurter Stefan Kuhlee (LG Eintracht Frankfurt). Der Ghanaer, der für die LT DSHS Köln an den Start geht, konnte bei starkem Gegenwind die 100m in 10,70sec für sich entscheiden. Zweiter wurde im gleichen Lauf Kuhlee vor dem Mannheimer Ernest Osei (11,04sec).
Auf den 200m ließ es anschließend Stefan Kuhlee so richtig krachen: Schon nach ca. 120m war der 100m-Spezialist Nfum geschlagen. Der Frankfurter trug den Sieg sicher ins Ziel, wo die Uhr bei erstklassigen 21,25sec stehen blieb.

Leider konnte Kuhlee nicht mehr die 300m in Angriff nehmen. So war der Weg frei für den im Vorjahr Drittplatzierten Hauke Hein (LG Karlsruhe), der schon über die 200m in 21,98sec einen Achtungserfolg vor seinem Vereinskameraden Robert Rissmann (22,16sec) erzielen konnte.

Der 400m-Läufer ließ sich den Sieg nun auch nicht mehr nehmen: 34,48sec benötigte er zum Sieg. Zweiter wurde in 34,79sec Florian Gamper (LAZ Salamander), vor dem Karlsruher Robert Rissmann, der in der Gesamtwertung am Ende verdienter Zweiter wurde. Den dritten Platz belegte Werner Häußler (LG Brenztal).
Den Sprintcup der Jugendlichen (100m und 200m) gewannen Mario Parstorfer (SG Walldorf Astoria) und Sabine Blesch (LG Viernheim). Parstorfer konnte vor allem über die 200m in 22,60sec überzeugen. Die 100m der MJA gewann Waldemar Graf von der MTG Mannheim in 11,27sec.

Neben dem Sprint-Cup stand erneut die Heidelberg-Meile im Mittelpunkt der Veranstaltung Auch in diesem Jahr konnte Organisator Walter Abmayr dabei auf einige seiner kenianischen Läufer bauen. Mit am Start: der Rekordhalter und Vorjahressieger Peter Biwott.  Nach den schnellen Rennen der Jahre 2004 und 2006 ging es nun wieder etwas ruhiger Zugange; ein taktikgeprägtes Rennen präge den Verlauf, sodass es am Ende zu einem knappen Zielsprint zwischen Samsun Surum und Isaac Sang kam, den Surum mit 16 Hundertstel Vorsprung für sich entscheiden konnte (4:04,35min). Dritter wurde der Vorjahressieger Peter Biwott in 4:04,59min.

Bei den Frauen kam es zu einem ähnlichen Rennverlauf, wobei sich die Vorjahressiegerin Gladys Kwambai (Kenia) harter Konkurrenz stellen musste: Anitha Kiptum, ebenfalls aus Kenia, konnte sich dabei im Endspurt in 4:47,46min vor Kwambai durchsetzen. Alice Mogiere wurde in 4:49,16sec Dritte.

Der Prof. Dr. Rieder Speerwurfcup wurde in diesem Jahr unter drei Athleten der MTG Mannheim ausgemacht. Dabei konnte Jens Merseburg mit 64,85m den Wettkampf deutlich für sich entscheiden. Seine beiden Vereinskameraden Dominik Theis (49,16m) und Fabian Worms (45,47m) kamen auf die Plätze zwei und drei. Im Kugelstoßen der weiblichen Klassen konnte Carina Angeli (TSV Sandhofen) mit 12,24m und persönlicher Bestleistung das beste Ergebnis erzielen, womit sie den Wettbewerb der WJB deutlich gewann.
(Jörg Wöhe)

Zu den Bildern des Heidelberg-Cup 2007



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