Newsarchiv des Monats Januar, 2010

Hallenhelfer gesucht

Freitag, 15. Januar 2010 um 16:30 Uhr

Die BasCats suchen noch dringend zuverlässige Verstärkung für ihr Hallenhelferteam für den Hallenauf- und abbau, Verkauf, Einlass, uvm.

Die Gelegenheit sich aktiv bei den BasCats zu beteilligen und mitzuhelfen, den Standort zweite Bundesliga weiter zu festigen. Und ganz nebenbei: Basketball-Bundesliga hautnah zu erleben!!!

Bitte meldet euch unter: Dennis.Czygan@heidelberg-basketball.de



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USC-Rückrundenauftakt im hohen Norden

Mittwoch, 13. Januar 2010 um 22:55 Uhr

Es ist schon wieder so weit: Die Hinrunde der Saison 2009/2010 der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist vorbei. Und so wie diese angefangen hat, beginnt die Rückrunde durch ein Kräftemessen mit den Cuxhaven BasCats, diesmal jedoch in der Stadt an der Nordsee. Satte 640 Kilometer trennen die Hafenstadt vom badischen Städtchen am Ende des Neckartals.

Auf Seiten der BasCats steht diese Saison der Heimkehrer Lee Jeka wieder auf dem Spielberichtsbogen. Und der letztjährige Freiburger schlug hervorragend  ein: Er ist ein absoluter Leistungsträger der Mannschaft und mit 18,2 Punkten bei 5,4 Assists ist der Brite einer der besten Guards der Liga. Auch Andreas Hasenkamm, der deutsche Aufbauspieler mit einer Größe von 1,92m hat seine Qualitäten, die er beim Auswärtssieg in Nördlingen zeigen konnte (12 Punkte, 4 Assists). Das Spiel zu machen ist auch Mark Dorris‘ Aufgabe, der vom College kam. Der 1,88m große US-Boy hat mit 17,4 Punkten und 3,3 Assists bisher eindrucksvolle Spiele zeigen können. Die großen Positionen besetzen der Ex-Schalker Sascha Kesselring, mit 2,09m und über 110 Kg ein reiner Centerspieler, sowie ein weiterer US-Amerikaner, Reggie Fuller. Die beiden kommen zusammen auf gute 20 Punkte und 12 Rebounds pro Partie. Power von der Bank bringt in erster Linie Power Forward Eric Williams, ein sprunggewaltiger Energizer.  

Der litauische Coach Vilmantas Matkevicius hat seine Schützlinge zu einer richtigen Einheit formen können, denn die BasCats sind zweiter in der Tabelle und haben seit dem achten Spieltag nur ein einziges mal verloren (72:80 in Karlsruhe). Hürden wie Nördlingen (94:73) oder auch Freiburg (93:74) nahm die Truppe mehr oder weniger mit links. Aber auch stärkere Gegner wie Kirchheim (86:76), Hannover (93:87) oder Chemnitz (in Chemnitz 81:69) konnten besiegt werden.

Dazu kommen noch weitere Faktoren, die den Metropolitanern zu schaffen machen werden: Die Cuxhavener sind die besten Dreierschützen der Liga (39%) und klauen wie die Elstern: 115 Bälle konnten die Jungs schon gewinnen (vgl. USC 98). Beim Hinrundenspiel, das das Team von der Küste mit 85:84 hauchdünn für sich entscheiden konnte,  bekamen die Heidelberger vor allem die Stärke von Jeka (25 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists) und  Williams (19 Punkte, 13 Reb) zu spüren. (Zusammenfassung auf „usc-hd.de“).

 Die Cuxhaven BasCats sind also wieder eine ganz harte Nuss für das Daume-Ensemble, welches nach der enttäuschen 82:83-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten TV Langen sicherlich auf Wiedergutmachung aus ist, wie schwierig die Aufgabe nun auch sein möge. Ein Sieg gegen den Tabellenzweiten würde ganz bestimmt viel Sicherheit verleihen, wäre aber wohl mehr als nur eine Überraschung.

 Robin Herbert und Claus Ebert



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Sponsoren-Sportabend beim USC

Mittwoch, 13. Januar 2010 um 14:54 Uhr

Das Management des USC Heidelberg geht seit einiger Zeit  neue Wege und demonstrierte dies am Dienstagabend mit einem „Neujahrsempfang“ der besonderen Art. Die Sponsoren des Basketball-Bundesligisten waren eingeladen, sich in der ISSW-Halle unter fachmännischer Anleitung selbst ein bisschen sportlich zu betätigen und die „Leichtigkeit des Seins mit dem Basketball“ näher kennen zu lernen und zu erproben.

 Der Abend, der erfreulich großen Anklang fand, wurde mit einigen Übungen von Athletik-Trainer Manuel Ruep eröffnet. Viel Spass und einige akrobatische Einlagen standen beim anschließenden gemeinsamen Fußballspiel im Vordergrund. Es folgte eine kleine Einführung in die Grundlagen und ersten Geheimnisse des Basketballsports durch Alexander Schönhals, den hauptamtlichen Jugendtrainer des USC. Alle nutzten die Gelegenheit mit großer Begeisterung, sich im Werfen auf „die hohen Körbe“ zu versuchen. Zeitweise gab es beim abrundenden Basketballspiel erstaunliche Trefferquoten – beinahe jedenfalls.

 Bei einem netten Beisammensein wurde danach  eine Rückschau auf die traditionsreiche Zeit des USC vorgenommen und die  Zukunft hoffnungsvoll ins Auge gefasst. Vor allem über eines bestand bei den sich hieraus entwickelnden Gesprächen Einigkeit: Es soll weiter aufwärts gehen mit dem Heidelberger Traditionsverein!

 Claus Ebert



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Unnötige 59-72 Niederlage im Derby

Montag, 11. Januar 2010 um 17:12 Uhr

Im Vorfeld war zu hören, dass die Sandhäuser Amerikanerinnen im Spiel gegen die MLP USC BasCats nicht auflaufen würden. Allerdings verzichten die MLP USC BasCats ihrerseits ebenfalls ab sofort auf Sheridan Arredondo und auch Serena Benavente war die Woche über verletzt und es war klar, dass sie in diesem Spiel in der Offensive keine Akzente setzen können würde. Mit diesem Hintergrundwissen bereiteten sich die USC-Damen auf das Spiel vor. Mit hoher Motivation und gutem Training in der Vorwoche begann man dann auch gegen die tatsächlich ohne Amerikannerinnen angetretenen Sandhäuser Damen eindrucksvoll. Das erste Viertel gehörte den USC-Spielerinnen, die aber bereits in dem Viertel eine merkwürdige Wurfschwäche andeuteten. Aufgrund vieler Fastbreaks ging man allerdings trotzdem mit einer 19-10 Führung ins zweite Viertel.

Von nun an, brachte Sandhausen die Fastbreaks besser unter Kontrolle und die ganze Wurfschwäche an diesem Tag offenbarte sich in erschreckender Weise. Ganz 6 Minuten lang viel auf Seiten des USC kein Korb. Der Ring war wie vernagelt. Ein grausamer 18-0 Lauf war die Folge und ein mit 22-8 verlorenes zweites Viertel besorgte einen 5 Punkte Rückstand zur Pause. Gerade Simone Grunert drehte in diesem Viertel völlig auf und schenkte dem jungen USC-Team immer wieder einfache Körbe ein. Das dritte Viertel begann wie das Zweite. Wieder viel kein Korb auf Seiten des USC und Sandhausen zog auf 16 Punkte davon. Dann kam jedoch die Wende. Das USC-Team immer wieder angetrieben von Berit Adrion und Julez Koch kämpfte sich heran. Auf einmal vielen die Würfe. Nach 3 erfolgreichen 3-Punktwürfen von Koch, Veith und Elena Hofmann war man beim 50-54 acht Minuten vor Schluss wieder dran. Doch dann war es aus mit dem Wurfglück. Ein Wurf nach dem anderen schaute in den Ring und sprang wieder heraus. Kein Wurfversuch fand mehr das Ziel, so dass man nur noch mittels erfolgreicher Freiwürfe punktete. Sandhausen nutzte diese aus und zog wieder davon. Am Ende stand eine völlig unnötige Niederlage. 59-72 bei gerade einmal 24 % Wurfquote auf Seiten des USC bedeuten statt eines kleinen Befreiungsschlages weiter Klassenkampf pur. „Natürlich ist es mehr als ärgerlich. Heute war viel mehr drin. Mit konsequenter Spielweise hätten wir heute ein Ausrufezeichen setzen können. Nun stehen wir aber wieder mit leeren Händen da. Die Situation ist nicht einfach. Ich bin mir sicher, dass wir mit einer gesunden Serena Benavente (Oberschenkelverhärtung) das Spiel gewonnen hätten. Es bleibt aber keine Zeit dieser Chance nachzutrauern. Wir müssen weiter konsequent arbeiten und endlich einmal die Big Points machen.” Coach Czygan nach dem Spiel.

Für den USC spielten: Adrion 15, Koch, 11/3, Stage 9, E.Hofmann 8/1, Veith 7/1, Benavente 6, A.Hofmann 2, Meusel 1, Heller, Oehler, Zipser



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“Klassisch” verzockt!

Montag, 11. Januar 2010 um 2:33 Uhr

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es den  „Klassiker“ zwischen dem USC Heidelberg und dem TV Langen bereits und sehr oft war es so, dass dasjenige Team gewonnen hat, von dem man es weniger erwartete. So auch diesmal. Nach dem zuletzt erlebten Aufwärtstrend beim USC Heidelberg hatten viele Basketballfans wohl eher mit einem mehr oder weniger leicht heraus gespielten Heimsieg gegen den Tabellenletzten gerechnet, doch einmal mehr bestätigte sich das „Gesetz der Serie“ – am Ende hatten die „Giraffen“ die Nase vorn und kamen vor 730 Zuschauern im Heidelberger Olympiastützpunkt mit einem aufgrund des besseren Teamplays und der größeren Disziplin letztlich verdienten, wenn auch glücklichen 83:82 (42:45) zu ihrem dritten Vorrundensieg.

Von Anfang an lief es nicht gut beim USC Heidelberg, egal ob die Starting Five auf dem Parkett stand oder ob Trainer Daume kräftig durchwechselte – immerhin hatten acht USCler am Ende mehr als 10 Minuten Spielzeit. So oder so, es gab nur phasenweise ein gutes mannschaftliches Zusammenspiel, insgesamt zu viel Individualismus – und dies kostete letzten Endes auch den Sieg. Der Tabellenletzte machte das besser, ging durch seine drei besten Spieler, die drei Amerikaner Chappell, Hird und Arts, schnell mit 13:3 (5.) in Führung und wusste von da an, dass an diesem Tag eine Überraschung möglich sein würde.

Die Neckarstädter suchten und fanden – zunächst – ihr Heil aus der Dreierdistanz. Mit 5 von 10 Würfen „from downtown“ ging man bis zur Viertelpause 24:22 in Führung – ohne gut gespielt zu haben. Im 2. Viertel steigerten Hodges und Burleson vorübergehend ihre Individualleistung, doch die Gäste lagen hier dennoch zumeist in Führung – 26:28 (12.), 26:32 (14.), 33:36 (16.). Sieben Punkte von Hodges – in seiner besten Phase – sorgten für die zwischenzeitliche Wende – 38:36 (17.), Adeberg, nach tollem Zuspiel von Komarek, Burleson und Hodges stellten den 45:42-Pausenstand sicher. Bei etwas besserer Wurfquote (u.a. 2/8-Freiwürfe) hätten die Giraffen zur Pause allerdings führen können, ja müssen.

Auch im 3. Viertel (63:60) und im Schlussabschnitt (75:71, 36. Min.) plätscherte die Partie wie gehabt dahin, bis Eric Vierneisel mit vier Punkten 3:30 Min. vor dem Ende auf 79:71 erhöhte. Doch anstatt jetzt die Vernunft einzuschalten und unter Berücksichtigung der Uhr die Partie mit sicherem Positionsspiel, möglichst einigen leichten Punkten, eventuell von der Freiwurflinie,  und vor allem guter Defense „nach Hause zu schaukeln“, wollten Hodges und Burleson die Begegnung anscheinend rasch entscheiden und warfen zu früh von der Dreierlinie. Daneben.  Dies brachte Langen durch den besten Spieler des Abends, Alonzo Hird,  sowie durch 2 Freiwurfpunkte  von Kai Barth auf 79:75 (3 Minuten vor der Schlusssirene) heran. Zwei weitere Dreierfehlversuche von Hodges (diesmal mit Ablauf der 24-Sekundenregel) sowie von Vierneisel („in and out“) – und das einmal mehr enorm spannende Derby stand nach weiteren Körben von Kai Barth und Grauel eineinhalb Minuten vor Schluss 79:79. Freiwurf Komarek (80:79), Hird (80:81), „Boomer“ Williams (82:81, noch 40 Sekunden) – und 12 Sekunden vor Schluss verwandelte Chappell nervenstark zwei Freiwürfe zum 82:83-Endstand. Beim abschließenden USC-Angriff suchte Hodges den Weg durch die Mitte und dribbelte sich  fest.

„Eine sehr ärgerliche Niederlage“, meinte der frisch gebackene Vater eines Sohnes, USC-Trainer Daume, nach der Partie. „Die unglücklichen Wurfentscheidungen in der Schlussphase waren es aber nicht allein. Wir haben hier vor allem auch in der Defense die nötige Konzentration vermissen lassen und acht Punkte in 100 Sekunden abgegeben“.

USC: Burleson 23 (3/7 Dreier, 3 Assists), Hodges 16 (2/8 Dreier, 7 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Komarek 11 (2/4 Dreier, 9 Reb.), Vierneisel 9 (1/4 Dreier), Adeberg 7 (7 Reb., 5 Ass., 4 Steals), Barthel 6 (4 Reb.), Williams 6, Hirschberg 2, Dietz 2, Rodriguez, Hug.

Langen: Hird 18 (17 Reb.), Chappell 16 (2/7 Dreier), Arts 14 (2/3 Dreier), Henderson 9 (1/3), Grauel 8, Zazai 7, Völler 5, Kai Barth 4, Wiertel 2.

 Claus Ebert



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Positive Vorrundenbilanz für den USC?

Samstag, 9. Januar 2010 um 21:15 Uhr

Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Dieser Grundsatz wird sicherlich auch am Sonntag mal wieder seine Gültigkeit haben, wenn im Heidelberger Olympiastützpunkt um 17 Uhr mit dem USC Heidelberg und dem TV Langen zwei Urgesteine des Zweitligabasketballs aufeinander treffen. Die bessere Ausgangsposition hat diesmal das Heidelberger Team. Nach dem glücklichen aber verdienten 95:94 in Essen könnte man mit einem weiteren Erfolg die Vorrunde sogar mit einer positiven Bilanz abschließen, was die Anzahl von Siegen und Niederlagen betrifft.

Die Aufgabe ist allerdings deshalb als besonders schwierig einzustufen, weil die „Giraffen“ mit dem Rücken zur Wand stehen und alles versuchen müssen, um durch eine Niederlage  im badisch-hessischen Derby den Anschluss zu den übrigen derzeitigen Abstiegskandidaten wie Nördlingen, Freiburg oder Essen nicht völlig zu verlieren. Dem Team von Trainer Fabian Villmeter gelangen bisher in 14 Spielen lediglich zwei Erfolge, gegen Crailsheim (99:75) und gegen Freiburg (71:66), womit man bereits zwei Siege hinter den weiteren Abstiegsaspiranten liegt. Dies liegt wohl in erster Linie an dem großen Aderlass, den die Giraffen nach der vergangenen Saison erlebten. Robin Benzing, als eines der größten Talente des deutschen Basketballs gehandelt, zog es in die BBL (nach Ulm), Sebastian Barth wechselte zum Aufstiegskandidaten nach Bayreuth und mit Koray Karaman (Karriere-Ende) und Topscorer Kyle Jeffers verließen weitere Schlüsselspieler den Verein. Am besten konnte noch der Weggang von Jeffers durch seinen amerikanischen Landsmann Alonzo Hird kompensiert werden. Dieser spielt mit 15,3 Punkten und 10,8 Rebounds bisher eine überragende Saison unter den Körben. Zu den verbliebenen Stammspielern Brandon Chappell (11 P., 3,4 Assists), Kai Barth (10,6 P., 3,1 A.) und Marco Völler gesellten sich Tobias Grauel (aus Wolfenbüttel), Roland Wiertel (Makkabi Frankfurt) sowie der Amerikaner Brian Henderson und zuletzt wurden noch Ahmadschah Zazai – für den zwischenzeitlich verletzten Kai Barth – und der amerikanische Forward Carl Arts verpflichtet. Inzwischen dürfte damit der Kader tief genug sein, um für das Spiel am Sonntag und für die Rückrunde personell gerüstet zu sein.

USC-Trainer Daume und seine Jungs werden gut beraten sein, die Partie mit äußerster Konzentration anzugehen, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. Oliver Komarek -  von der Liga ob seiner Energieleistung in Essen zum „Spieler des Tages“ gewählt -, Kapitän Sebastian Adeberg und die übrigen USC-Spieler haben aber ohnehin längst verinnerlicht, dass man Spiele in der Pro A nur mit allergrößtem Einsatz gewinnen kann. – Es sieht mal wieder nach einem großen, sicherlich hart umkämpften  Basketballspiel im OSP  aus!

 Claus Ebert



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Glücklicher 95:94-USC-Sieg in einem hochdramatischen Basketballspiel

Montag, 4. Januar 2010 um 4:16 Uhr

Mit etwas gemischten Gefühlen fuhr der USC-Tross am Samstag zum ersten Spiel des neuen Jahres nach Essen zur Sporthalle „Am Hallo“. Zum einen hatten die Essener „Baskets“ zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen, zum anderen war Oliver Komarek aufgrund von Magen-Darm-Problemen keineswegs im Vollbesitz seiner Kräfte und Sebastian Dietz hatte die Reise nach Essen wegen gleichartiger Probleme erst gar nicht antreten können.

USC-Trainer Torsten Daume ließ zunächst Danilo Barthel anstelle von Komarek starten. Trotz veränderter Anfangsformation fanden die Heidelberger vor 1700 Zuschauern – darunter eine den USC kräftig anfeuernde Damen- und eine Herrenmannschaft aus Daumes früherem Verein Schwelm – im ersten Viertel bald zu ihrem gewohnten Tempospiel. Es entwickelte sich ein sehr flottes run-and-gun-Spiel mit zahlreichen spektakulären Aktionen und einem munteren Dreier-Festival bis zur Pause. Die Gastgeber hatten da 6/12, die Gäste vom Neckar 7/14 Dreier (Komarek 3, Hodges und Vierneisel je 2) zu Buche stehen. Auch sonst waren die beiden Mannschaften sehr ausgeglichen, nur die bessere Reboundquote (25:16) und die daraus resultierenden zweiten Chancen verschafften den „Baskets“, hervorragend geführt von Kepkay, über Howell, den wuchtigen Chones, Schröter und den effektiven Fiorentino bis zur Pause ein leichtes Übergewicht (55:52). Beim USC gefielen bis dahin Vierneisel, Adeberg, Burleson und  – mit einer bemerkenswerten Energieleistung – Komarek (bis dahin 3/5 Dreier) am besten. Bei Essen zog sich Fiorentino kurz vor dem Pausenpfiff eine Knöchelverletzung zu und konnte nicht mehr weitermachen. Ohne Zweifel ein Handicap für die Gastgeber.

In der 2. Halbzeit kam beim USC anstelle des durchaus überzeugenden Vierneisel zusehends Darrin „Boomer“ Williams zum Einsatz – und steigerte sich zu seiner bisher mit Abstand stärksten Vorstellung im USC-Dress. Mit insgesamt sieben Rebounds sorgte er maßgeblich für eine nach der Pause veränderte Reboundsituation und nunmehr leichte Reboundüberlegenheit des USC und auch beim Abschluss zeigte er sich mit 7 von 9 zeitweise äußerst wichtigen Würfen aus dem Feld in diesem so bedeutungsvollen Match von seiner besten Seite. Er war am Ende ein ganz wesentlicher Faktor für den Heidelberger Erfolg – nach welchem es beim fünften Dreier des starken Essener Centers Schröter zum 94:90 80 Sekunden vor Spielende schon  nicht mehr ausgesehen hatte. Doch wie bereits beim letzten Heimspiel gegen Freiburg bewies  das Daume-Ensemble erneut eine hervorragende Team-Moral und verkürzte zunächst durch einen Halbdistanzwurf von Williams zum 94:92. Nach einem Dreierfehlwurf von Schröter startete sofort der entscheidende Schnellangriff des USC, welchen Oliver Komarek mit einem Dreipunktspiel 35,7 Sekunden vor Schluss zum 95:94 abschloss. Längst hatte es keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen gehalten.

Nach Fehlwurf von Kepkay und Essener Offensivrebound wurde der nach der Pause auf Essener Seite überragende Howell 9,3 Sekunden vor der Schlusssirene gefoult, zeigte jetzt aber Nerven und vergab beide Freiwürfe. Nochmals holten die Gastgeber den Rebound, doch der Verzweiflungswurf von Kepkay in letzter Sekunde verfehlte das Ziel.

Torsten Daume zeigte sich in der Pressekonferenz hocherfreut über die Leistung seines Teams: „ Wir treten heute als ein sehr glücklicher Sieger die Heimreise an. Es war eine hoch  interessante Partie mit einer enorm spannenden Schlussphase. Entscheidend war, dass wir über weite Strecken die Attribute zeigen konnten, die uns auszeichnen – hohes Tempo und schnelles Scoring. Wichtig war zudem in der 2. Halbzeit die Umstellung auf Zone und die gute Verteidigung in den Schlusssekunden.“ Und Oliver Komarek verwies nochmals ausdrücklich auf  die gute Teamvorstellung. Auf die Bemerkung, dass Essen den Liga-Topscorer Hodges wohl gut kontrolliert habe, fand er die richtige Antwort: „Jibril Hodges kam zwar nur auf 11 Punkte, mit 7 Rebounds und 8 Assists hat er sich aber voll in den Dienst der Mannschaft gestellt“. Und dass er, Komarek,  selbst angesichts seines geschwächten Zustands die größte Leistung für den Teamgeist erbrachte, sei nochmals ausdrücklich erwähnt. – Ein glücklicher, aber ganz wichtiger, womöglich wegweisender USC-Sieg für das letzte Vorrundenspiel gegen den TV Langen, für die Rückrunde und die weitere Entwicklung des USC-Teams!

Stenogramm: 16:12 (5.), 31:32 (1. Viertel), 46:46 (15.), 55:52 (Halbzeit), 64:54 (25), 70:71 (3. Viertel), 87:83 (35,), 89:90 (38), 94:90 (39.), 94:95 (Endstand).

Essen: Howell 22 (1 Dreier), Schröter 22 (5), Kepkay 20 (3), 8 Rebounds, 5 Assists, Chones 12 (15 Reb.), Fiorentino 12 (1),  Terdenge 4, Obradovic 2.

USC: Komarek 21 (4), 5 Reb., Burleson 20 (1), 10 Ass., Adeberg 16, Williams 15, 7 Reb. Hodges 11 (3), 7 Reb., 8 Ass., Vierneisel 10 (2), Barthel 2, Hirschberg, Hug, Rodriguez, Debus.

Claus Ebert



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