Basket-Girls Rhein-Neckar lassen sich von Chemnitz aus der Bann werfen
Viel zu hohe 80-107 Niederlage in Chemnitz
Bereits am Samstag machte sich das WNBL-Team ohne ihre Coaches auf nach Chemnitz. Nach einem guten Essen und einer ausgiebigen Irrfahrt in Chemnitz traf man schlussendlich frohen Mutes im Hotel ein und verbrachte eine ruhige, erholsame Nacht. Die beiden Coaches Dennis Czygan und Oliver Muth kamen Nachts, direkt nach dem Bundesligasieg in Keltern ebenfalls noch im Hotel an.
Am kommenden Morgen genoss man dann das hervorragende Frühstücksbuffet im Hotel, um sich dann auf die kurze Suche nach der Halle zu machen. Nach einigen Irrfahrten war dann diese auch gefunden und das Drama nahm seinen Lauf.
Sara Kranzhöfer, einzige gesunde Aufbauspielerin der letzten Woche durfte aufgrund eines formalen Fehlers nicht teilnehmen. Es sei denn, die gegnerische Trainerin, die Sara kennt stimmt zu. Doch leider zeigte sich hier, dass Fairplay an diesem Tag nicht im Vordergrund der WNBL-Partie stehen sollte. Anstatt zuzustimmen, oder ehrlich zu sagen dass man den Fehler ausnutzen will (was ja auch aufgrund des eigenen Fehlers einzusehen wäre) kam nur die flapsige Antwort „Kenne ich nicht. Ich kenne die Spielerin nicht.“ Traurig aber wahr, Sara durfte nicht mitspielen. Dabei hatte die Trainerin Koch und ihr Co-Trainer Scheidhauer noch Wochen zuvor mit Sara beim Bundesjugendlager gearbeitet. Da muss man sich als Verein fragen, ob man seine Spielerinnen zu solchen Auswahltrainern schicken sollte, wenn diese die Spielerinnen nach ein paar Tagen nicht einmal mehr erkennen. Sara war beim BJL ja nicht irgendeine Mitläuferin, sondern wurde im Anschluss für den DBB-Kader gesichtet. An diesem Tag hatte also leider das Fairplay verloren.
Da die Entscheidung erst wenige Minuten vor Anpfiff des Spiels getroffen wurde, waren die Rhein-Neckar-Girls merklich geschockt. Anna-Lea und Janina, die beide eigentlich aufgrund ihrer Grippe von der Bank kommen sollten, starteten und warfen sich für’s Team ins Gefecht. Chemnitz startete wie vermutet mit einer Ganzfeldpresse, die taktisch aber nicht so schwer zu überwinden war. Aufgrund des Schockzustandes präsentierten sich die WNBL-Mädels in den ersten fünf Minuten aber desaströs und spielten den Chemnitzerinnen ein ums andere Mal den Ball in die Hände, so dass man schnell einem viel zu großen Rückstand hinterherlief. 18-32 hieß der Rückstand nach dem ersten Viertel. Im zweiten Viertel rafften sich die Mädels dann noch einmal auf und verkürzten noch einmal auf 9 Punkte, um dann aber wieder den nun auch sehr hart und abseits des Balles auch mit unerlaubten Mitteln arbeitenden Chemnitzerinnen das Feld zu überlassen. Ein 2-18-Lauf in den letzten fünf Minuten vor der Pause besiegelte letztendlich die Niederlage in diesem Spiel. In der Halbzeitpause rafften sich zwar alle noch einmal auf und die zweite Halbzeit wurde auch sehr gut gespielt, aber für den Sieg reichte es nicht mehr. Die zweite Hälfte wurde zwar gewonnen, aber am Ende des Spiels musste man zugeben, dass das Spiel aufgrund der eigenen Fehler vor Spielbeginn und in der ersten Hälfte verschuldet wurde.
Für die Rhein-Neckar-Girls spielten:
Johanna Glutsch 31, Sophia Rickert 13, Anna-Lea Frenzel 10, Janina Klitzke 10, Elena Herold 6, Laura Loesche 6, Selina Wedel 2, Carolin Eibner 2, Anna Pätzold
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