Monarchs schlagen ersatzgeschwächte Völklinger
Am frühen Samstagabend kam es zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Liganeulinge. Völklingen reiste stark ersatzgeschwächt nur mit 6 Spielern an und musste, wie bereits in der Vorwoche gegen Mainz, auf einige Leistungsträger verzichten. Der Spielverlauf spiegelte dies zu Beginn jedoch nicht wieder. Die Gäste spielten frisch auf und punkteten vor allem unter dem Korb durch häufiges Nachsetzen. Bei den Monarchs schien der Rhythmus zu fehlen, immer wieder produzierte man einfache Ballverluste und vergab einige einfache Punkte am Brett. Dennoch konnte sich der Gastgeber nach den ersten zehn Minuten leicht absetzen (18:15).
Das zweite Viertel verlief zunächst ebenfalls ausgeglichen. Völklingen suchte immer wieder die Möglichkeiten, in der Zone zu punkten. Mitte des Viertels gelang es den Heidelbergern schließlich, einen durch einige erfolgreiche Dreier und Schnellangriffe einen leichten Vorsprung von neun Punkten herauszuspielen (35:26). Auch Nachwuchsspieler Alex Vogel gelangen in dieser Phase einige gute Aktionen. Die Saarländer nahmen ihre Auszeit scheinbar zum richtigen Zeitpunkt, denn nach der Verschnaufspause gelang ihnen ein 9:0 Lauf und das Spiel war zur Halbzeit wieder offen (37:37).
Nach dem Korbwechsel zeigten sich die Hausherren vor allem in der zuvor eher schwachen Verteidigung stabiler. Es dauerte vier Minuten, bis Völklingen die ersten Punkte der zweiten Hälfte erzielen konnte und die Monarchs setzten sich durch einige Schnellangriffe und zweite Wurfchancen erneut ab. Zum Ende des dritten Abschnitts stand eine 13-Punkte-Führung zu Buche (65:52).
Die Monarchs wollten das Spiel zu Beginn des letzten Viertels entscheiden. Weiterhin agierte man konzentriert in der Defense und ließ den Ball im Angriff geduldig laufen. Vor allem Max Hug bewies aus der Distanz ein lockeres Handgelenk und versenkte einige Würfe gegen die Zonenverteidigung. Der kleine Kader der Völklinger machte sich nun deutlich bemerkbar, den Gästen schien es an Kraft zu fehlen, noch einmal einen Lauf zu starten. Dennoch muss man anerkennend sagen, dass die Einstellung zu jedem Zeitpunkt stimmte und ein Aufgeben nicht zu erkennen war – selbst in den letzten zwei Minuten, als, aufgrund von Foulproblemen, nur noch vier Spieler einsatzfähig waren. Den krönenden Abschluss einer starken zweiten Hälfte lieferte Tobi Stoll mit einem Rebound und einem Assist, die ihm kurz vor Ende noch zu einem Triple Double (19-11-11-6) fehlten. Somit holten die Monarchs mit viel Mühe einen verdienten 94:69 Sieg und konnten in der Tabelle an Völklingen vorbeiziehen.
Es spielten: Stoll 19/4, Iglesias 19, Sommer 12, Randall 11/1, Hug 10, Vogel 8/2, Jagla 7/1, Pires 6/1, Feist 2, Held
„In der ersten Halbzeit haben wir wieder einige Fehler der letzten Wochen erkannt. Mit der zweiten Hälfte können wir auf jeden Fall zufriedener sein, vor allem in der Defensive. Allerdings war insgesamt noch Luft nach oben und wir müssen es einfach schaffen, mehr als eine Halbzeit zu überzeugen.“
Am nächsten Wochenende geht es für die Monarchs ins Breisgau nach Freiburg. Das Hinspiel konnte in Heidelberg gewonnen werden. Die Freiburger stehen in der Tabelle mit einer 4-12 Bilanz auf dem 12. Tabellenplatz, zeigte allerdings in der Rückrunde durch überzeugende Siege gegen mögliche Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt Tendenzen nach oben. Die Freiburger stellen ebenfalls ein junges Team und können, sofern man sie im Angriff ins Spiel kommen lässt, unangenehm zu spielen sein. Da die Monarchs am Ende über dem Strich des unteren Tabellenabschnitts stehen wollen, wäre ein Sieg gegen den USC enorm wichtig. Dennoch wird es schwer, in Freiburg zu bestehen.
Vorherige News: Benny Bauer macht den 100. Punkt
Nächste News: Eine ganz bittere Pille…
Zurück zur Übersicht














