Spielbericht: USC HD II – KIT SC Karlsruhe

Die Monarchs kamen gut in die Partie. Aggressive Defense und gutes Passspiel im Angriff führten zu einer frühen Führung nach 5 Minuten (12:2). Doch nach verschlafenem Start fanden auch die Gäste ins Spiel und erzielten vier erfolgreiche Würfe jenseits der Dreierlinie, wodurch der Anschluss kurz vor Viertelende wieder hergestellt werden konnte (18:17). Zwei darauffolgende Dreier von Stoll und Freiwürfe von Iglesias ergaben nach den ersten zehn Minuten eine 25:17 Führung.

Im zweiten Viertel stellten die Karlsruher auf eine Zonenverteidigung um, mit der die Monarchs deutlich Schwierigkeiten hatten. Das Team blieb sechs Minuten ohne Feldkorb und erzielte in dieser Zeit lediglich zwei Freiwürfe, zudem schenkte man immer wieder Offensivrebounds an die Gäste ab. Karlsruhe hingegen behielt den Rhythmus der vorangegangenen Minuten bei. Folgerichtig wechselte die Führung nach sechs Minuten und wurde von den Gästen mit in die Kabine genommen (32:37).

Auch nach dem Seitenwechsel schienen die Hausherren mit den Gedanken noch nicht auf dem Feld zu sein. Zwei Ballverluste durch Fehlpässe führten zu einfachen Punkten des Gegners. Es haperte nun auch an der Verteidigung am Brett, die Langen konnten sich immer wieder in gute Positionen bringen und daraus abschließen. Karlsruhe setzte sich kontinuierlich weiter ab und führte drei Minuten vor Ende bereits mit 13 Punkten, ehe Held und Pires die Monarchs durch wichtige Dreier vor dem Schlussabschnitt in Schlagdistanz hielten (47:58).

Stoll eröffnete dieses mit einem weiteren Dreier und weckte bei den Zuschauern wieder Hoffnung. Die Gäste ließen sich jedoch nicht beirren und spielten ihren Stiefel vor allem unter den Körben erfolgreich herunter. Heidelberg schaffte es nicht mehr, dass Spiel vor der Crunchtime unter die so wichtige Zehn-Punkte-Marke zu bringen. Die Würfe von außen fanden zu selten ihr Ziel und im Angriff wurde mit zu wenig Bewegung und Kreativität gespielt, um die Zone der Gegner ernsthaft unter Druck setzen zu können. Gegen Ende schien bei den Hausherren die Luft raus zu sein, und so fiel der verdiente Sieg der Karlsruher mit 59:79 aufgrund der letzten drei Minuten vielleicht etwas zu hoch aus, als es der Spielverlauf zeigte.

Es spielten: Stoll 24/5, Iglesias 14, Sommer 8, Pires 5, Held 3, Randall 2, Hug 2, Feist, Breuer

„Wir haben durch die Winterpause deutlich an Rhythmus verloren. Nach starkem ersten Viertel kamen wir gegen die Zone überhaupt nicht zurecht. Dazu stimmte es in der Verteidigung nicht, wir waren immer einen Schritt zu langsam.“

Nächsten Samstag beginnt die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen den MTV Stuttgart. Das Hinspiel konnte, für viele Experten überraschend, in Stuttgart gewonnen werden. Daher dürften die Gäste auf eine Revanche brennen. Stuttgart belegt in der Tabelle Rang Sieben und wird, vor allem durch einige höherklassig erfahrene Spieler, ein schwerer Gegner. Denn diesmal wissen die Schwaben die Monarchs einzuschätzen. Dennoch werden die Heidelberger alles daran setzen, den Erfolg der Hinrunde zu wiederholen und den ersten Sieg im neuen Jahr einzufahren.


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