BasCats wollen ins Finale – Samstag 1. Playoff-Halbfinale gegen Bamberg

Die Vorfreude ist unheimlich groß. „Alle wollen ins Finale, das ist deutlich zu merken“, stellte Trainer Dennis Czygan in dieser Trainingswoche fest. Normalerweise dient der Montag der Regeneration, doch die Spielerinnen der BasCats waren heiß aufs Training. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Am Samstag um 16.30 Uhr wird es ernst. Dann ist Sprungball zum ersten Halbfinale gegen die DJK Brose Bamberg. Zwei Siege sind notwendig, dann wäre das Finale gegen den Sieger aus Bad Aibling gegen Speyer erreicht. Erstmals, denn die Heidelbergerinnen sind zuletzt fünf Jahre in Folge im Halbfinale gescheitert.

Nach einer tollen Saison mit 17 Siegen und nur fünf Niederlagen hat sich das Team Platz zwei gesichert und damit das Heimrecht gegen den Tabellendritten aus Franken. Sollte nach zwei Spielen noch kein Sieger feststellen, findet die dritte Partie am 2. April wieder im Sportinstitut statt. Für Verdruss sorgt die Ansetzung des Rückspieles in Bamberg am Ostersonntag. „Das verstehe ich nicht, sonst spielt Bamberg nur samstags“, sagte Dennis Czygan.

Trotz des enormen Nachteils, dass Erica Carlson nach ihrer Operation am linken Handgelenk nicht zur Verfügung steht, ist der Coach optimistisch. „Wir haben die zwei Spiele ohne Erica viel probiert und im Training verschiedene Varianten intensiv geübt“. Natürlich ist das Fehlen der Amerikanerin eine große Schwächung, denn sie ist die erfolgreichste Punktesammlerin (15 im Schnitt) und zudem im Rebound (12) am besten. Nun müssen vor allem Berit Adrion, Anne Zipser Anna Klötzl und Anna Meusel versuchen, sie zu ersetzen.

Die bisherigen zwei Duelle in dieser Saison gewann das Heimteam. Die BasCats siegten in der Vorrunde 81:70. Damals erzielte Erica Carlson 17 Punkte und pflückte 13 Rebounds. Berit Adrion markierte 16 Punkte. Im Rebound waren die BasCats mit 47:27 sehr deutlich überlegen. Im Rückspiel unterlagen sie vor zwei Wochen in Bamberg mit 55:74. Ohne Carlson punkteten nur Serena Benavente (14) und Myrto Stampoulidou (11/2) zweistellig. Der Rebound ging mit 40:36 knapp an Bamberg. Miranda Cantrell war mit 19 Punkten und zwölf Rebounds die überragende Spielerin. Zu beachten ist auch Kathrin Guts Wurfstärke aus der Distanz. Sie verwandelte drei Distanztreffer. Gut ist die einzige Bambergerin, die schon beim letzten Playoff-Duell vor vier Jahren dabei war. Nach Zwischenstationen in Nördlingen und Keltern gehört sie wieder zum Team von Cheftrainer Ulf Schabacker.

„In Bamberg hatten wir eine sehr bescheidene Wurfquote, die sonstigen Statistiken waren gut“, will Czygan der hohen Niederlage nicht zu viel Bedeutung beimessen. Sicherlich habe Bamberg durch diesen Erfolg Aufwind bekommen. Das Team ist sehr ausgeglichen, deshalb erwartet er ein intensives Kampfspiel. Die Estin Liisi Sokman, die US-Amerikanerin Miranda Cantrell und die Lettin Ieva Jansone sind die Schlüsselspielerinnen.

Laurien Lummer hat ihre Verletzung am Finger überwunden, auch Helena Chatzitheodorou ist voll belastbar. Der Einsatz von Antonia Hofmann ist noch fraglich. Es fehlen natürlich weiterhin die Langzweitverletzten Angie Oehler und Elena Hofmann.

500 Zuschauer werden im Sportinstitut erwartet. „Die Mädels hätten so eine Kulisse verdient“, sagte Czygan. Wenn die Basketball-Fans zu so einer Partie nicht kommen, wann dann? Ein Rahmenprogramm gibt es auch. Ein Zuschauer hat die Chance, mit einem Wurf 500 Euro zu gewinnen. Das wird von Liga-Sponsor Planet Cards veranstaltet.

Die Saisonstatistiken der BasCats im Überblick (Durchschnitt pro Spiel):

Berit Adrion            22 Spiele, 8 Punkte/5,4 Rebounds/0,8 Assists/1 Steal

Marlene Angol        13 Spiele, 4,6/1,8/0,7/0,/7

Daniela Bauder        2 Spiele, 0/3,0/0/0

Serena Benavente    19 Spiele, 9,8/3,2/2,2/1,8

Erica Carlson           19 Spiele, 15,4/12,2/1,4/0,7

Helena Chatzitheodorou 12 Spiele, 5,2/2,0/1,2/0,6

Sarah Dorlöchter     5 Spiele, 2,4/1,0/0,6/0,2

Antonia Hofmann    8 Spiele, 0,5/1,1/0,8/0,1

Elena Hofmann        8 Spiele, 1,3/0,9/0,9/0,4

Anna Klötzl             18 Spiele, 2,8/1,8/0,5/0,1

Sara Kranzhöfer      21 Spiele, 8,0/5,6/2,0/2,0

Laurien Lummer     22 Spiele 6,5/3,8/1,3/0,6

Anna Meusel           16 Spiele 4,5/2,9/0,6/0,5

Myrto Stampoulidou 22 Spiele 8,7/3,2/0,9/0,7

Anne Zipser             22 Spiele 4,2/2,5/0,2/0,1

 

Sara Kranzhöfer stand in dieser Saison am längsten auf dem Feld (27:40 Min.), knapp vor Erica Carlson (27:31) und Serena Benavente (26:13).

Michael Rappe

Spielszene Würzburg - 13.02.16

Dauerbrenner Sara Kranzhöfer: Sie stand in dieser Saison im Schnitt 27 Minuten auf dem Feld. Foto: Tom Eisele