Nach dem Gewinn des badischen Meistertitels blieb das U16 -Team des USC auch im württembergischen Crailsheim bei den BBW-Titelkämpfen in der Erfolgsspur und sicherte sich mit dem zweiten Platz im Turnier das Ticket für die am kommenden Wochenende stattfindenden Südwestdeutschen Meisterschaften.
Aber der Reihe nach:
Im zweiten Spiel des BBW-Turniers, das die „Crailsheim Merlins“ als Titelträger Württembergs in der Hakro- Arena ausrichteten, traf der USC Heidelberg am Samstag vormittag auf den zweitplacierten der württembergischen Oberliga, den SV Möhringen. Zuvor hatte sich in der ersten Begegnung der TSV Crailsheim gegen den PSK Karlsruhe mit 73: 52 durchgesetzt. Die USC´ler zeigten von Beginn an, wer auf dem Parkett den Ton angibt.
Die Starting-Five mit Kick, Lau, Herbold, Diouf und Chlebicz drehte mächtig auf. Gegen die gut postierte Defense fanden die Möhringer kein Durchkommen, Fastbreaks fanden zielsicher den Weg in den Korb und auch im Setplay waren die Jungs von Trainer Alex Schönhals kaum zu halten. 24:12 hieß es nach den ersten 10 Minuten. Auch im zweiten Viertel das gleiche Bild, der USC diktierte das Geschehen, so dass der Trainer schon die Möglichkeit der Rotation nutzte und den Bankspielern Einsatzzeit gab. Bis zum Halbzeit-Pfiff war man auf 52:28 Zähler davongezogen, die Vorentscheidung war schon gefallen. Nach der Pause blieben unsere Jungs konzentriert, der obligatorische „Hänger“ im dritten Viertel blieb aus und der Punkteabstand wurde mit dem 77:44 Zwischenstand auf über 30 Zähler geschraubt. Vor allem unser Center, Dawid Chlebicz, war von den Möhringern nicht zu kontrollieren, zeigte krachende Dunkings und scorte mit 25 Punkten sein bestes Ergebnis der Saison. Im letzten Abschnitt durfte der 97er Jahrgang ran und bewies, dass die Mannschaft auf ihre „tiefe Bank“ bauen kann. Der Vorsprung wurde verteidigt, alle trugen sich in die Scorerliste ein und am Ende stand ein deutlicher 92:60 Erfolg zu Buche.
Nachdem die Hausherren aus Crailsheim am Nachmittag auch ihr zweites Spiel gegen den SV Möhringen mit 72:56 gewonnen hatten, stand für die USC-Jungs die Partie gegen den PSK Karlsruhe auf dem Programm. Wieder erwischte die Schönhals-Truppe den besseren Start und setzte sich Punkt für Punkt ab. Zwar lief der Ball nicht so flüssig wie im ersten Spiel des Tages, trotzdem kontrollierte man die Partie.
David Diouf und Jonas Herbold waren in dieser Phase die sicheren Punktelieferanten. 29:17 lautete der Zählerstand nach dem ersten Viertel. Der zweite Abschnitt verlief zerfahrener, etliche Turnovers prägten das Bild, klare Aktionen auf beiden Seiten waren selten, ohne dass jedoch der Vorsprung des USC unter die 10-Punkte-Marke fiel. So ging man mit einem 48:34 Zwischenstand in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, beiden Mannschaften merkte man jetzt die kräftzehrenden Partien des Vormittags an. Bei Karlsruhe vermisste man mit dem verletzten Raphael Menken den „Kopf“ und Topscorer des Teams, auf Seiten des USC war mit Julian Kick der Lenker im Spielaufbau durch eine Fußverletzung gehandicapt. Wieder blieb der Vorsprung über das gesamte Viertel konstant und mit einem 65:50 Resultat ging man in die letzten zehn Minuten. Der USC mobilisierte noch einmal alle Kräfte, vor allem Benni Bauer mit 13 Zählern war jetzt ein Aktivposten, während bei Karlsruhe nun doch die „Akkus leer waren“. Mit 24:16 ging das letzte Viertel an die USC-Jungs und so stand auch in der zweiten Partie mit dem 89:66 Endstand ein deutlicher Erfolg zu Buche.
Die erste Partie am Sonntag zwischen Karlsruhe und Möhringen war bedeutungslos geworden, Möhringen setzte sich mit 75 : 49 gegen die Fächerstädter durch und sicherte sich den dritten Platz. Im „Finale“ standen sich dann der TSV Crailsheim und der USC Heidelberg gegenüber. Im Gegensatz zu den Partien am Vortag kam der USC-Zug im ersten Viertel nicht wie gewohnt ins Rollen. Zahlreiche Bälle fanden nicht den Weg in den Korb. Man tat sich schwer gegen die druckvolle Defense der Crailsheimer, die es verstanden, durch eine Überzahl auf der Ballseite das USC-Angriffsspiel immer wieder lahmzulegen, zu selten kam der Ball auf die „weakside“.
Dazu kam, dass Crailsheim in der Offense mit seiner Taktik, durch Penetration Fouls zu provozieren und zu leichten Punkten von der Linie zu kommen, Erfolg hatte. Mit 11:19 musste das Team von Alex Schönhals das erste Viertel abgeben, doch im weiteren Verlauf kamen die USC`ler besser in die Partie. Ausgeglichen verlief dann der zweite Spielabschnitt, beide Teams blieben in Tuchfühlung, 14:12 wurde das Viertel vom USC gewonnen und so ging es mit einem knappen 25:31 Rückstand in die Halbzeitpause. Auch nach dem Wiederanpfiff schenkten sich beide Teams nichts, es entwickelte sich ein kampfbetonter und intensiv geführter Fight um jeden Ball – viele Unterbrechungen, Fouls und Freiwürfe erschwerten den Spielfluss. Crailsheim fand zunächst schneller seinen Rhythmus und konnte sich bis auf zehn Zähler absetzen, doch die Schönhals-Truppe kämpfte sich angeführt von Pointguard Julian Kick, der mit einem Buzzer-Beater von der Mittellinie das dritte Viertel beendete, wieder auf den alten Abstand heran. 42 : 48 hieß es vor den letzten zehn Minuten der Partie, noch war keine Vorentscheidung über Sieg und Niederlage gefallen. Doch an diesem Tag war das Glück nicht auf der Seite des USC, denn während die orange Kugel ein ums andere Mal knapp am Ziel vorbeiflog, tanzte sie auf Crailsheimer Seite immer wieder von der Ringkante ins Netz, so dass die USC´ler den Rückstand im Schlussviertel nicht wettmachen konnten. Herbold, Kick und Bauer scorten auf Seiten des USC zweistellig, während Center Dawid Chlebicz, am Tag zuvor noch der „Turm in der Schlacht“, diesmal einen schwarzen Tag erwischte und mit fünf Fouls vorzeitig vom Feld musste. Die letzten Minuten der Partie gab Trainer Schönhals dann den Bankspielern nochmals Einsatzzeit, so dass das Endergebnis mit 55:71 in der Höhe über den knappen Verlauf der Partie hinwegtäuscht.
Kein Grund zum Trauern auf Seiten des USC, auch wenn man den vergebenen Chancen nach Spielende etwas hinterher weinte, während die Crailsheimer den BBW-Titel feierten. Beide Teams sind für die Südwestdeutschen Meisterschaften als Vertreter aus Baden- Württemberg qualifiziert und so bietet sich schon am kommenden Wochenende die Möglichkeit zur Revanche. „Man sieht sich immer zweimal“ ,lautete auch das Fazit von Trainer Schönhals mit Blick auf die kommenden Titelkämpfe um den süddeutschen Titel.
Es spielten: Bauer ( 2/13/10 ), Baureis ( 8/3/2 ), Bopp ( 4/5/0 ), Chlebicz ( 25/16/5 ), Dejanovic ( 4/0/0 ), Diouf ( 12/22/9 ), Herbold ( 13/17/11 ), Hoffmann ( 2/2/0 ), Kick ( 7/4/13 ), Lau ( 9/3/3 ), Schindelbeck, Schmitt ( 6/4/2 )