Neuigkeiten der Damen
Saisonbilanz der MLP BasCats – Der Weg nach oben ist steinig und schwer
Freitag, 19. April 2013 um 11:45 Uhr
Die Enttäuschung bei Trainer Dennis Czygan und den Spielerinnen war riesig. Was hatten Trainer und Mannschaft nicht alles an Arbeit investiert, um das große Ziel 1. Damen-Basketball-Bundesliga zu erreichen. Doch im Halbfinale setzte das Starensemble von Grüner Stern Keltern mit zwei Siegen ein Stoppzeichen. Es waren die Profispielerinnen, die den entscheidenden Unterschied machten und die wie Lisa Koop, Margaret Dwyer oder Alissa Pierce erst während der Saison zum Grünen Stern gekommen waren. Dann wurde kurz vor den Play-offs mit dem slowakischen Frauen-Nationaltrainer Dr. Ivan Vojtko noch ein Proficoach für die Verteidigung verpflichtet. Von diesen finanziellen Möglichkeiten können die MLP BasCats derzeit (noch?) allenfalls träumen. „Eine Mannschaft zusammenkaufen kann natürlich jeder, Nachwuchsarbeit zu leisten ist was ganz anderes“, meinte Trainer Dennis Czygan, wobei er klarstellte, dass „ich nicht neidisch bin und das, was die Verantwortlichen in Keltern wirtschaftlich auf die Beine gestellt haben, absolut anerkenne“. Der Weg der MLP BasCats ist bisher ein anderer. Der USC setzt auf Eigengewächse und holt drei Amerikanerinnen dazu. Die Mannschaft hat sich enorm entwickelt, „vor drei Jahren wären wir mit diesem Kader aufgestiegen“.
Muss man auf mehr Profitum setzen oder sich weiter auf die gute Nachwuchsarbeit besinnen? Eine Berit Adrion ist auf dem besten Weg Erstliganiveau zu erreichen. Andere müssen nun folgen. Doch reicht das für das ersehnte Ziel? Sind die Nachwuchskräfte schon stark genug, Sara Kranzhöfer hin oder her? Müssen die Amerikanerinnen nicht in den entscheidenden Spielen konstant 15 bis 20 Punkte machen und dem Spiel noch mehr ihren Stempel aufdrücken? Die Konkurrenz schläft nicht, neben Keltern gibt es noch Saarlouis, das auch unter Erstligabedingungen trainieren kann. Nur eines der beiden Teams kann aufsteigen, was bedeutet, dass sich Heidelberg auch im nächsten Jahr wieder eines übermächtigen Gegners wird erwehren müssen. Dennis Czygan hat dabei vor Keltern mehr Respekt als vor Saarlouis. Mit Peter Kortmann hat der Klub vor den Toren Pforzheims nämlich einen Trainer verpflichtet, der bekanntermaßen nur mit Profis arbeitet und den maximalen Erfolg sucht.
Sollte Keltern also nicht aufsteigen, wird es mit ziemlicher Sicherheit weitere Anstrengungen geben, Klassespielerinnen zum Grünen Stern zu holen. „Dann müssen wir vielleicht einen Zweijahresplan machen“, so Czygan. Er baut auf weitere Nachwuchstalente, die im WNBL-Team der Basket-Girls Rhein-Neckar heranwachsen. „Wo werden junge deutsche Spielerinnen so gefördert wie bei uns?“, stellt der Trainer in den Raum. Einen Grund wegzugehen sieht er für sie nicht. Selbst Jill Young, die sicherlich 1. Liga spielen kann, fühlt sich nebst Gatte Clint Sargent in Heidelberg sehr wohl. Die Chancen, dass sie bleibt, stehen gut. Die MLP BasCats werden vermutlich auch künftig ein Spitzenteam haben, doch wird es stark genug sein, um den Aufstieg zu schaffen? Der Unterschied zwischen 2. Liga und Bundesliga ist groß. Der Weg dorthin wird kein leichter sein, er ist steinig und schwer.
Michael Rappe
Schade! Der Traum von der 1. Bundesliga ist vorbei
Sonntag, 14. April 2013 um 21:15 Uhr
Niedergeschlagenheit, Enttäuschung, mentale Leere. So war die Stimmungslage bei den MLP BasCats heute Abend kurz nach 19 Uhr, als die 54:67-Niederlage im zweiten Halbfinale bei Grüner Stern Keltern feststand. Der Traum von der 1. Damen-Basketball-Bundesliga ist für die MLP BasCats ausgeträumt, die Saison ist vorbei. Keltern hat die Endspiele gegen die TV Saarlouis Royals erreicht. Saarlouis setzte sich beim TSV Viernheim mit 88:59 durch und hatte schon das Hinspiel klar gewonnen. Das erste Finalspiel findet am 28. April in Saarlouis statt.
Von der blonden Deutsch-Amerikanerin Margaret Dwyer wird die Heidelberger Verteidigung wahrscheinlich noch ein paar Nächte träumen. Und es werden böse Träume sein, denn die 27-jährige Flügelspielerin zeigte eine überragende Leistung und versenkte sechs von neun Distanztreffern. Die frühere deutsche National- und Bundesligaspielerin des TSV Wasserburg, mit dem sie auch Europapokalerfahrung gesammelt hat, war nicht zu stoppen und traf auch in höchster Bedrängnis. „Die haben uns tot geschossen“, konnte Trainer Dennis Czygan kurz nach Spielende nur fassungslos und drastisch feststellen. Schon im ersten Viertel verwandelte Keltern vor rund 300 Zuschauern, darunter 50 aus Heidelberg, fünf Dreipunktewürfe, insgesamt waren es elf. Den BasCats gelang kein einziger Dreier. Jill Young versuchte es vier Mal, hatte aber kein Glück. Ob es der Jetlag nach der abenteuerlichen Reise ins heimische South Dakota war, sei dahingestellt. Letztlich sind fünf Punkte für eine Spielerin ihrer Klasse zu wenig. Auch Erica Carlson, die allerdings nur 17 Minuten spielte, kam lediglich auf vier Punkte und ebenso viele Ballverluste.
Die MLP BasCats kämpften, gaben sich auch bei 16 Punkten Rückstand zur Halbzeit noch nicht geschlagen. „Es gab keine hängenden Köpfe, wir haben uns noch einmal für die zweite Hälfte eingestimmt“, berichtete Czygan. Doch näher als auf elf Punkte kamen seine Schützlinge nicht mehr heran, auch wenn sie viel besser ausboxten als noch im Hinspiel. Stets folgte ein weiterer Dreipunktetreffer der Gastgeberinnen, sei es von Marina Steidl, Alissa Pierce oder eben Maggy Dweyer. Die erneut glänzend aufgelegte Berit Adrion war lange Zeit die Topscorerin Heidelbergs und pflückte noch acht Rebounds, am Schluss war es Serena Benavente, die noch viele Punkte machte. Doch das reichte nicht. Keltern war auf einem ganz anderen Niveau als noch vor einigen Wochen, als die BasCats dort klar siegten. Die Arbeit mit dem Verteidigungsexperten Dr. Ivan Vojtko, seines Zeichens slowakischer Frauen-Nationaltrainer, hat sich mehr als bezahlt gemacht. „Ich bleibe dabei, die haben auch gegen Saarlouis gute Chancen“, meinte Czygan. Keltern war offenbar für die BasCats der falsche Halbfinalgegner. „Alle wären leichter gewesen als Keltern“, haderte der Trainer. Was bleibt, ist die große Enttäuschung, dass der Finaleinzug zum dritten Mal in Folge verpasst wurde.
Stenogramm: 23:12 (10.), 40:24 (Halbzeit), 61:42 (30.), 67:54 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Benavente 16, Adrion 15, Young 5, Carlson 4, Meusel 4, Stage 4, Kranzhöfer 3, Mütze 2, E. Hofmann 1.
Punkte Keltern: Dwyer 25/6, Pierce 15/2, Koop 10, Steidl 9/2,, Hronsky 3/1, Grigoleit 3, Rosche 2, Karner, Alte, Gross.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: “Wir haben mehr Rebounds geholt, hatten weniger Turnover und haben besser ausgeboxt als im Hinspiel. Doch gegen diese ‘scoring machine’ hatten wir kein Mittel. Es ist sehr enttäuschend, hier gescheitert zu sein. Wir haben so hart gearbeitet. Mit diesem Kader hätten wir vor drei Jahren die Liga dominiert. Mit der Entwicklung unserer Mannschaft müssen wir zufrieden sein. Wir sind weiter als vor Beginn der Saison. Berit Adrion hat sich super entwickelt, nun müssen die nächsten deutschen Spielerinnen den Schritt machen, in solchen wichtigen Partien eine dominante Rolle zu spielen. Wir wollen nach wie vor die nächsten ein, zwei Jahre aufsteigen, doch es wird nicht einfacher werden”.
Michael Rappe
BasCats wollen in Keltern Krallen zeigen
Freitag, 12. April 2013 um 18:04 Uhr
Es sind wahrlich aufregende Tage für die MLP BasCats USC Heidelberg, die am Sonntag (17.30 Uhr, Speiterling-Halle in Dietlingen) das Halbfinal-Rückspiel der Aufstiegsrunde zur 1. Damen-Basketball-Bundesliga bei Grüner Stern Keltern gewinnen müssen, um ein drittes Spiel am 20. April in heimischer Halle zu erreichen. Im mit 59:72 verlorenen Hinspiel waren Young und Adrion die überragenden Spielerinnen. Die Leistung reichte allerdings nicht aus, so dass man am Ende dem Gast die Führung in der Play-Off-Serie überlassen musste.
Sieg oder Saisonende – das ist die Drucksituation für die BasCats. Mit intensiver Videoanalyse wurde die Hinspielniederlage gegen Keltern aufgearbeitet. Wussten die Spielerinnen direkt nach der Partie noch keine Erklärung, warum sie nach dem starken ersten Viertel so sehr nachgelassen hatten, wurden ihnen die Fehler per Bild „augenscheinlich“. „Sie sind die Systeme nicht mehr durchgelaufen und in der Verteidigung nicht mehr so gestanden wie zuvor“; erklärte Czygan. Im ersten Viertel hatten die BasCats die im Training geübten Dinge noch umgesetzt, hatten Keltern wie beim Auswärtssieg in der Hauptrunde im Griff. “Danach haben wir Energie und Kraft falsch investiert”, so Czygan.
Trotzdem hat er im Training eine „positiv-optimistische“ Grundstimmung konstatiert. Die BasCats müssen nur das wiederholen, was sie in der Hauptrunde geschafft haben: nach einer Heimniederlage in Keltern gewinnen. Dazu müssen jedoch auch die Amerikanerinnen Serena Benavente und Erica Carlson mehr beitragen. Die beiden waren selbst sehr unzufrieden mit ihrer Leistung am letzten Samstag und sind ganz heiß auf das Rückspiel. “Vielleicht wäre es speziell bei Serena anders gelaufen, wenn ihre ersten Würfe gekommen wären”, sagte Czygan. Doch diese drehten sich immer wieder aus dem Korb heraus. Zudem müssen die Heidelbergerinnen Lisa Koop und Marina Steidl wieder so verteidigen wie beim Sieg in der Hauptrunde. Fehlen wird aus beruflichen Gründen Kirsten Veith, dafür ist Angela Oehler von ihrer Studienreise aus Kanada zurück. Sie hatte in Kanada zwar kein Basketballtraining, hat aber etwas für ihre Fitness gemacht.
Der Druck am Sonntag ist beträchtlich. Bei einer Niederlage ist die Saison beendet. Das weiß die Mannschaft. Die Unterstützung im Umfeld der BasCats ist aber auch sehr groß. Nach der Rekordkulisse letzten Samstag mit knapp 700 Zuschauern wollen viele Fans auch mit zum Rückspiel fahren. “Wir werden noch einen weiteren Bus organisieren”, meinte Czygan.
Nur Kanonenfutter war der TSV Viernheim im anderen Halbfinale bei den TV Saarlouis Royals. Sie verloren ohne Kellindra Zackery mit 41:86. Das Rückspiel in Viernheim ist am Samstag um 17 Uhr. Es ist zu erwarten, dass sich Saarlouis in zwei Spielen durchsetzt.
Starkes erstes Viertel reichte nicht – MLP BasCats verlieren das erste Play-off-Halbfinale gegen Grüner Stern Keltern 59:72
Samstag, 6. April 2013 um 21:49 Uhr
Starkes erstes Viertel reichte nicht – MLP BasCats verlieren das erste Play-off-Halbfinale gegen Grüner Stern Keltern 59:72
Die MLP BasCats haben das erste Play-off-Halbfinale gegen Grüner Stern Keltern mit 59:72 (30:36) verloren und müssen am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) in Keltern gewinnen, um ein drittes Spiel am 20. April (18 Uhr, ISSW) zu erzwingen. Sonst ist die Saison beendet.
Alles war bereitet für ein tolles Basketballspiel. Die Halle im ISSW war schon frühzeitig gut gefüllt, letztlich waren es an die 700 Zuschauer, die für eine Rekordkulisse sorgten. Und die kamen gleich richtig in Stimmung, als Jill Young nach nur zehn Sekunden den ersten Dreipunktetreffer landete und Berit Adrion kurz darauf zum 5:0 punktete. Auch Keltern war dann schnell im Spiel, glich das 2:8 zum 8:8 aus, ehe die BasCats einen 10:0-Lauf hinlegten. Energisch zogen sie zum Korb, jeder sah, dass sich das Team viel vorgenommen hatte. Erica Carlson vollendete kurz vor Viertelende zum 21:12. Im zweiten Viertel ließen die BasCats jedoch nach, ließen die letzte Konsequenz, das energische Zupacken beim Rebound vermissen. Der 1,97 m große Center Lisa Koop drehte nun mächtig auf und machte sieben Punkte in schneller Folge. Die Deutsch-Amerikanerin Margaret Dwyer glich Mitte des Viertels erstmals aus, dann besorgte die überragende Berit Adrion das 27:25 – es sollte die letzte Führung der BasCats sein. Nun punktete Marina Steidl bei Keltern sehr gut, ebenso Marie Rosche. Mit 9:24 ging der zweite Spielabschnitt an die Gäste.
„Wir müssen wieder mehr ausboxen und uns mehr zutrauen“, meinte Trainer Dennis Czygan in der Halbzeitpause. Doch der Start ins dritte Viertel misslang völlig. Nach knapp drei Minuten war der Vorsprung Keltern durch Punkte von Steidl (5) und Roche (4) auf 13 Punkte angewachsen. Die BasCats kamen offensiv nicht mehr so recht ins Spiel. Erica Carlson hatte einen unglücklichen Tag, ließ manchen Ball aus den Händen gleiten, wobei sie allerdings auch überaus hart angegangen wurde. Doch das ist Play-off-Härte und wäre in der 1. Bundesliga noch deutlich intensiver. Keltern präsentierte sich in seinem ersten Play-off-Spiel der Vereinsgeschichte sehr abgezockt und selbstsicher. So, als Stefanie Grigoleit einen Dreipunktetreffer von Jill Young direkt mit einem Dreier ihrerseits beantworte. Die BasCats verloren auch das dritte Viertel mit 8:18, bei 16 Punkten Rückstand vor den letzten zehn Minuten schien die Partie für Heidelberg verloren.
Carlson und Adrion setzten mit zwei Körben gleich ein Signal, vielleicht doch noch die Wende zu schaffen. Doch immer wenn die BasCats etwas herankamen, leisteten sie sich unerklärliche Fehler. Carlson verwarf zwei Freiwürfe und ließ sich in der nächsten Szene wieder einen Ball aus der Hand nehmen. Trotzdem war die Chance nach dem vierten Dreipunktetreffer von Young zum 50:58 da, zumal Lisa Koop das Spielfeld mit dem fünften Foul verlassen musste. Das ISSW glich einem Tollhaus. Doch es folgte ein Fehlpass des USC, zwei Punkte von Dwyer, dann sprang Adrion der Ball nach einem harten Pass aus der Hand, Steidl traf für Keltern aus höchster Bedrängnis und ein Wurf von Kirsten Veith sprang wieder aus dem Korb. Ein Dreier von Dwyer entschied die Partie endgültig (50:65/2:24 vor dem Ende).
Nach einem tollen Start haben die BasCats das Spiel aus der Hand gegeben. Sie kämpften bis zum Schluss – hier war Berit Adrion das große Vorbild – und versuchten alles, aber offensiv fehlten Cleverness, Treffsicherheit und ein kühler Kopf. Während Jill Young ein tolles Spiel zeigte – dabei hätte sie wegen eines Trauerfalls in der Familie beinahe nicht gespielt – , müssen Serena Benavente und Erica Carlson angesichts ihrer Qualitäten in solch einem wichtigen Spiel offensiv mehr zeigen. Benavente machte nur fünf Punkte und gab drei Vorlagen, fabrizierte aber fünf Ballverluste.
Die Rekordkulisse sorgte auch dafür, dass Speisen und Getränke am Ende ausverkauft waren. Und das Rhein-Neckar-Fernsehen war auch da. Am Montag um 18.30 Uhr sind Ausschnitte des Spieles im RNF zu sehen.
Stenogramm: 8:2 (3.), 8:8 (4.), 18:8 (8.), 21:12 (10.), 25:25 (15.), 30:36 (Halbzeit), 30:42 (22.), 35:47 (25.), 38:54 (30.), 50:58 (35.), 50:65 (38.), 55:65 (39.), 59:72 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Young 21/5, Adrion 16, Benavente 6, Carlson 5, Meusel 4, Kranzhöfer 3/1, Veith 3, Stage 1, E. Hofmann, Meyer, Mützel.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Wir haben nach dem ersten Viertel in der Verteidigung nicht mehr so schnell rotiert. Die Schritte wurden plötzlich etwas langsamer, vielleicht haben wir gedacht, ein bisschen weniger investieren zu müssen. Dadurch haben wir Keltern zurück ins Spiel gebracht. Offensiv haben wir uns dann zu wenig zugetraut, wir müssen die Fouls noch häufiger wollen und auch ziehen. Berit hat super gespielt, in einigen Szenen hätte sie sich noch mehr belohnen können (5/10 aus der Nahdistanz). Jill hat gezeigt, dass sie Play-off-Erfahrung aus den USA hat. Sie traut sich die Würfe. Keltern hat extrem gut getroffen, wir haben ihnen aber auch zu viele zweite Chancen gegeben. Ich bin dennoch weiter überzeugt, dass wir es schaffen werden“.
Berit Adrion: „Wir haben nach dem ersten Viertel nicht mehr so die Kontrolle über den Ball gehabt. So eine Führung muss man eben halten können. Ich habe gekämpft bis zum Schluss. Die zweite Halbzeit war schwer, als ich von Lisa Koop verteidigt wurde. Sie hält so dermaßen fest. Ich habe alle Kraft gebraucht, um mich zu wehren und war am Ende ziemlich fertig. Die Kulisse war toll heute. Nun müssen wir eben in Keltern gewinnen. Das haben wir ja schon mal geschafft“.
Anna Meusel: „Nach dem ersten Viertel sind wir wieder mal in ein Loch gefallen und haben nicht noch einen drauf gesetzt. Dann war es schwer, wieder ins Spiel hinein zu kommen. Diesmal haben wir Lisa Koop nicht so gut unter Kontrolle gehabt wie beim Sieg in Keltern. Offensiv waren wir manchmal inkonsequent und sind nicht mehr so zum Korb gegangen. Marina Steidl hatten wir nicht so auf der Liste, sie hat gut getroffen. Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir in Keltern gewinnen können. Wir wissen zwar, dass wir bei einer Niederlage ausgeschieden sind, aber Keltern hat auch Druck jetzt“.
Jill Young: „Wir müssen hart am Rebound arbeiten, um uns zweite Chancen zu erkämpfen. Das wird richtig hart in Keltern und eine große Herausforderung für uns. Es gibt viel zu tun diese Woche“.
Michael Rappe
Noch drei Stunden bis zum Play-off-Auftakt: Interview mit Trainer Dennis Czygan
Samstag, 6. April 2013 um 15:17 Uhr
Der Sieger aus unserem Halbfinale wird auch Meister“ – Trainer Dennis Czygan vor dem Play-off-Start seiner MLP BasCats heute gegen Keltern
Heute Abend (18 Uhr, ISSW 700) starten die MLP BasCats in die Aufstiegsrunde zur 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Im ersten Play-off-Halbfinale geht es gegen Grüner Stern Keltern. Es ist die dritte Aufstiegsrundenteilnahme in Folge, diesmal wollen die MLP BasCats den Aufstieg schaffen. Trainer Dennis Czygan (39) sieht sein Team bestens vorbereitet.
Dennis, wer ist für Dich der Favorit in der Aufstiegsrunde?
Dennis Czygan: Es gibt keine eindeutige Favoritenstellung. Aufgrund der personellen Besetzung wird Keltern von vielen als Favorit angesehen. Ich denke, dass es Saarlouis schwer haben wird. Sie haben ein leichtes Halbfinale gegen den TSV Viernheim, sofern dieser auf seine Amerikanerin Kellindra Zackery verzichten muss. Ich tippe, dass der Gewinner aus dem Spiel Heidelberg gegen Keltern auch Meister wird und aufsteigt.
Aber Saarlouis wurde souverän Meister der Hauptrunde.
Dennis Czygan: Ja, aber wir haben beispielsweise gegen Saarlouis sehr gut ausgesehen und hätten beide Partien gewinnen können. Und auch Keltern hat zuletzt gegen Saarlouis gewonnen.
Wie stark sehen Sie Ihr Team?
Dennis Czygan: Wir haben vor niemandem Angst. Die haben wir uns mit dem Sieg in Keltern selbst genommen. Ich sehe uns bestens vorbereitet. Wir haben im Pokal gegen Freiburg sehr gut mitgehalten, haben Bundesligist Rhein-Main-Baskets in einem Freundschaftsspiel geschlagen. Die Mannschaft, die mit dem Aufstiegskader vor vier Jahren noch ziemlich identisch ist, hat sich individuell erheblich weiterentwickelt. Wir sind nicht mehr so „grün“. Unsere Eigengewächse können mittlerweile Spiele entscheiden, dadurch sind wir weniger ausrechenbar. Die Nachwuchsarbeit zahlt sich da enorm aus.
Zwischen der 1. und 2. Liga ist leistungsmäßig ein großer Unterschied. Wäre das Team denn schon erstligatauglich oder müsste es mehr oder weniger ausgetauscht werden?
Dennis Czygan: In der momentanen Besetzung wäre es Abstiegskampf pur. Wir müssten ein bis zwei Verstärkungen holen. Um Spiele zu gewinnen, braucht man zwei bis drei dominante Amerikanerinnen. Aber eines ist klar: Ich habe nicht die Absicht, die Spielerinnen, die den Aufstieg möglicherweise geschafft haben, nur auf die Bank zu setzen. Unser Nachwuchskonzept werden wir beibehalten.
Kann ein großes Talent wie Sara Kranzhöfer schon in der 1. Liga mithalten?
Dennis Czygan: Wie die anderen auch, würde sie sicher Eingewöhnungszeit brauchen. Aber von der Technik und vom Spielverständnis her kann sie schon mithalten. Wir würden sicherlich die eine oder andere Trainingseinheit am Vormittag mehr machen, um vor allem die deutschen Spielerinnen auf ein höheres Niveau zu bringen. Aber so viel mehr als jetzt müssten wir nicht tun.
Ist der Sprung auch wirtschaftlich möglich?
Dennis Czygan: Ja, wir haben die Lizenz beantragt und würden das Aufstiegsrecht im Erfolgsfall auch wahrnehmen. Natürlich müssen wir wirtschaftlich noch zulegen. Da gibt es aber gute Signale. Eine Saison könnten wir auch ohne weitere Sponsoren spielen, würden dann wohl wie Vorjahresmeister Bamberg erst einmal gegen den Abstieg spielen. Für einen Platz im Mittelfeld müsste der Etat verdoppelt werden. Organisatorisch müssen wir uns ebenfalls noch breiter aufstellen. Unsere jetzige Halle ist auch für die 1. Liga zugelassen, nachdem der bisher vorgeschriebene Holzboden keine Voraussetzung mehr ist.
Das Interview führte Michael Rappe
Im Porträt – Kirsten Veith: „Für die jungen Spielerinnen ist die 1. Liga ein großes Ziel“
Freitag, 5. April 2013 um 19:10 Uhr
Seit 2009 ist Kirsten Veith, die alle nur „Kiki“ nennen, für die MLP BasCats USC Heidelberg in der 2. Bundesliga aktiv. Als Aufbauspielerin ist sie zur festen Konstante geworden, auch wenn die Spielzeit im Laufe der Jahre weniger geworden ist. Natürlich wünscht sie sich mehr Einsatzzeit, „ich werde häufig am Ende eingewechselt“, meint Kirsten Veith, die die geborene Teamspielerin ist. „Ich spiele sehr fürs Team, meine Punkte sind mir eigentlich egal“. Ihr Spiel ist es schnell nach vorne zu dribbeln und dann, wenn die Lücke beim Gegner da ist, zu passen. Das Spiel ohne Ball, einen Block stellen, das sind ihre Stärken. Wenn der Blondschopf mit hohem Tempo loszieht, dann ist für den Gegner Gefahr im Verzug. Wobei sie selbstkritisch genug ist, um von sich selbst noch mehr zu fordern. Es gab eine Phase in dieser Saison, wo „ich weit unter meinen Möglichkeiten gespielt habe“, gibt sie zu, moniert aber auch, dass sie manchmal nicht gesehen wird, wenn sie frei steht. Zuletzt spielte sie aber durch den Ausfall von Angie Oehler deutlich mehr.
Nun ist die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga erreicht, was ihr großes Ziel war und auch das der Mannschaft. „Ich wollte mit einer Medaille aus der Saison kommen, Fünfter zu werden, das wäre komisch gewesen, denn dann wäre Ende März ja schon Saisonschluss gewesen“, meinte Veith. Nach der Niederlage in München war die Situation für die BasCats aus ihrer Sicht durchaus kritisch. Doch es folgten die tollen Spiele gegen Würzburg und in Keltern, und schließlich wurde die Qualifikation recht eindeutig geschafft.
Einen Aufstieg in die Bundesliga würde sie nicht zwingend mitmachen. „Dann muss ich mir überlegen, ob ich bleibe“. Schließlich hat sie die 1. Bundesliga mit Herne schon erlebt. Sie weiß, dass sich Damen-Basketball in der höchsten deutschen Spielklasse nicht unbedingt lohnt. „Zeitlich würde ich es wohl hinbekommen“, meint sie trotz der Fahrten durch ganz Deutschland. „Aber man verliert meistens, und finanziell lohnt es sich einfach nicht“. Für die jüngeren Spielerinnen sei die 1. Liga natürlich ein Ziel, sie sieht das nicht mehr so eng, weil Basketballspielen mittlerweile mehr ein Hobby für sie ist. Die Physiotherapeutin arbeitet vier Tage die Woche, lernt noch für eine weitere Qualifikation in Sportphysiotherapie.
Kirsten Veith ist sportlich überaus vielseitig. Sie macht sehr viele Sportarten, im Sommer vor allem Mountainbiking, Inliner fahren, Klettern. Bei so viel Sport ist ihre Leidenschaft für Eis kein Problem.
Michael Rappe
Zur Person: Kirsten Veith
Geboren: 16.02.1986
Größe: 1,68 m
Beruf: Physiotherapeutin
Wohnort: Dossenheim
Beim USC: seit 2009
Bisherige Vereine: ETB SW Essen, Herner TC, uniVersa Oberhausen
Erfolge: Teilnahme am Bundesjugendlager 2003, zweifache deutsche Meisterin mit Oberhausen, Erstligaerfahrung bei Herne
Position: Aufbau
Die Spannung steigt – Samstag 1. Play-off-Halbfinale der MLP BasCats
Donnerstag, 4. April 2013 um 19:04 Uhr
Nun gilt es für die MLP BasCats USC Heidelberg. Mit dem ersten Play-off-Halbfinale am Samstag um 18 Uhr (ISSW 700) gegen Grüner Stern Keltern beginnt der Kampf um den Aufstieg in die 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Der finanzstarke Klub aus dem Raum Pforzheim ist ein harter Brocken für die Heidelbergerinnen, die mit fieberhafter Spannung und viel Optimismus an diese Aufgabe herangehen. „Die Stimmung ist sehr gut“, sagte Trainer Dennis Czygan, der seinem Team über Ostern nur bedingt frei gab. Karfreitag und Ostermontag wurde trainiert. Bis auf die Langzeitverletzten Antonia Hofmann und Julez Koch sowie die noch bis Dienstag in Kanada weilende Angie Oehler sind alle Spielerinnen einsatzfähig. „Wir haben keine weiteren Verletzten“, atmete Czygan auf. Er hat mit dem Team ganz viel im taktischen Bereich gearbeitet, die beim Sieg im Hauptrundenspiel in Keltern gezeigte Zonenverteidigung wurde weiter verfeinert. Die Vorbereitung war sehr intensiv. „Keltern hat individuell richtig starke Spielerinnen“, verweist der Coach auf die Stärken des Gegners. Die deutsch-amerikanische Flügelspielerin Margaret Dwyer, der 1,97 Meter große Center Lisa Koop, der 1,91 Meter große Center Marie Rosche, Alissa Pierce und Stefanie Grigoleit gehören zum Besten, was die 2. Liga zu bieten hat. „Keltern darf man nicht ins Laufen kommen lassen, da müssen wir in der Verteidigung bestens stehen“, so Czygan. In der Hauptrunde verloren die BasCats zu Hause durch einen verschlafenen Start mit 55:64. Damals konnte vor allem Marie Rosche schalten und walten wie sie wollte. Beim Rückspiel in Keltern dominierte Heidelberg durch die überragende Berit Adrion sowie Jil Young und Erica Carlson. Gespielt wird nach dem System „Best of Three“. Nach dem Rückspiel in Keltern am 14. April würde ein drittes Spiel am 20. April um 18 Uhr wieder in Heidelberg stattfinden. Im zweiten Halbfinale sind die TV Saarlouis Royals klarer Favorit gegen den TSV Viernheim, bei dem noch unklar ist, ob die Amerikanerin Kellindra Zackery zu den Play-offs aus den Staaten zurückkehrt. Saarlouis belegte am vergangenen Wochenende als einziger Zweitligist Platz drei beim Final Four um den DBBL-Pokal in Freiburg. Übrigens holte sich BasCats-Bezwinger Freiburg den deutschen POkalsieg. Der souverän errungene Platz eins in der Hauptrunde zeigt die Klasse des mehrmaligen deutschen Meisters und Pokalsiegers aus Saarlouis, der zurück in die 1. Liga will. Dorthin wollen erstmals auch die BasCats, die die Lizenz beantragt haben und im Falle der sportlichen Qualifikation den Aufstieg auch wahrnehmen würden. Die Mannschaft ist heiß auf die Play-offs und hofft auf eine gut gefüllte und stimmungsvolle Halle.
Michael Rappe
APRILSCHERZ: Vor den Play-offs: Dennis Czygan im Oster-Interview
Montag, 1. April 2013 um 12:33 Uhr
Das Exklusiv-Interview vor den Play-offs (Natürlich nur ein Aprilscherz)
Während die Spielerinnen der MLP BasCats heute Eier suchen und keinen Gedanken an die Play-offs verschwenden, stellte sich Trainer Dennis Czygan beim Osterbrunch am heutigen Montag den kritischen Fragen der USC-Presseabteilung.
Herr Czygan: Sie haben mit Ihrer Mannschaft zum dritten Mal in Folge die Play-offs erreicht. Samstag geht es los gegen Keltern. Wie bewerten Sie die Teilnahme an der Bundesliga-Aufstiegsrunde?
Dennis Czygan: Es ist einfach furchtbar. Zum dritten Mal in Folge habe ich komplett versagt. Statt die nächsten Wochenenden im April und Mai gemütlich auf der Couch zu verbringen und das vorzeitige Scheitern zu betrinken, muss ich jetzt wieder in der Halle rumstehen und meiner talentierten Mannschaft zuschauen. Meine Frau ist sauer, dass wir den Urlaub verschieben müssen. Deshalb herrscht eine Bombenstimmung zu Hause. Meine Ostereier musste ich gestern selbst verstecken. Ein Geschenk gab es auch nicht. Ich hasse meine Mannschaft.
Was sind die Gründe dafür, dass Sie Ihr Saisonziel nicht erreicht haben?
Dennis Czygan: Ich kann mich einfach nicht durchsetzen. Dabei habe ich vieles versucht. Durch ständige Systemwechsel wollte ich die Mannschaft verunsichern. Ich habe die Intensität im Training erhöht, damit sich mehr Spielerinnen verletzen. Das hat auch nur teilweise geklappt. Völlige Fehleinkäufe waren auch unsere beiden Amerikanerinnen Erica Carlson und Jill Young. Die haben getroffen, was das Zeug hält. Und Serena Benavente macht auch im vierten Jahr ihrer Zugehörigkeit zum USC immer noch, was sie will. Sie kämpft und spielt und trifft… es ist einfach furchtbar.
Erreichen Sie die Mannschaft denn nicht?
Dennis Czygan: Das ist ja keine Mannschaft, das ist eine Frauenvereinigung. Und Frauen machen ja eh nicht, was Männer sagen. Trotzdem hat sich das Team immer wieder Aussetzer geleistet und zwischendurch taktische Anweisungen umgesetzt. Dadurch haben wir viel zu viele Spiele gewonnen. Außerdem spreche ich so schlecht Englisch, dass meine Absichten bei Teilen der Mannschaft einfach nicht ankommen.
Konnten Sie bei den Erfolgen nicht gegensteuern?
Dennis Czygan: Auch da habe ich das Wenige getan, was in meiner Macht steht. Ich habe ständig die Schiedsrichter angepöbelt, damit wir mehr Technische Fouls kriegen. Ich bin nur ein einziges Mal aus der Halle geflogen. Dabei mag ich es sehr, mal früher Feierabend zu haben. Stattdessen sollte ich mich dauernd über irgendwelche Siege freuen. Ich beneide meine Kollegen, für die die Saison beendet ist. So ein Nicht-Play-Off-Platz, das ist doch was. Da hat man jetzt schon Sommerpause und muss seine Mannschaft nicht mehr sehen.
Was wollen Sie jetzt in den Play-offs ändern?
Dennis Czygan: Nun, der Jugendkurs ist jetzt endgültig vorbei. Diese vielen Talente bleiben jetzt draußen. Ich hole Katja Schneider zurück, zudem bin ich gerade auf der Suche nach einigen alten Spielerinnen, die ihren Zenit überschritten haben. Ich muss noch unseren Sponsor überzeugen, dass wir nicht ständig Geld für gute Amerikanerinnen verbrennen, sondern eher auf Erfahrung setzen. Auf langsame und konditionell schwache Spielerinnen, die garantiert gegen Keltern keine Chance haben. Man stelle sich vor, wir kommen auch noch ins Play-off-Finale. Das wäre eine Katastrophe. Dann muss ich ja noch länger arbeiten, und zu Hause gibt es dann auch richtig Ärger.
Was stört Sie denn an Ihrem Job?
Dennis Czygan: Vieles. Vor allem auch dieses ständige Medieninteresse. Dauernd kommen irgendwelche Pressefritzen und Fernsehteams und wollen wissen, warum wir so gut spielen und so viele Spiele gewinnen. Ich weiß es doch nicht. An mir liegt es jedenfalls nicht.
Herr Czygan, weiter viel Erfolg!
Dennis Czygan: Um Gottes Willen! Bloß nicht. Kann ich jetzt endlich weiter brunchen? Der Sekt wird warm. Außerdem kommt gleich mein Freund Holger Stanislawski. Der hat genauso unter seinen Erfolgen zu leiden.
Auch der zweite Anzug passt – MLP BasCats siegen gegen Speyer 78:67
Sonntag, 24. März 2013 um 21:31 Uhr
Bei den MLP BasCats USC Heidelberg passt auch der zweite Anzug. Das ist die beruhigende Erkenntnis für Trainer Dennis Czygan vor der Aufstiegsrunde zur 1. Damen-Basketball-Bundesliga, die am 6. April mit dem Heimspiel gegen Grüner Stern Keltern beginnt. Im bedeutungslosen letzten Heimspiel der Zweitliga-Hauptrunde siegten die BasCats mit 78:67 gegen den TSV Towers Speyer-Schifferstadt und konnten dabei nach Belieben testen. So gab Czygan Joana Meyer gute 20 Minuten und Natascha Mützel rund 15 Minuten Spielzeit. Auch Nachwuchs-Center Sophia Rickert fügte sich gut ein. Speyers Trainer hatte zuvor versprochen, den Heidelbergerinnen vor den Play-offs ein gutes Spiel zu liefern und sie zu fordern. Das tat Speyer auch. Die Gäste waren jedoch nicht ganz so wurfstark wie gewohnt. „Wir haben sie aber auch zu schweren Würfen gezwungen“, freute sich Czygan. Emma Duinker 16/1, Mandy Müller 12/2 und Uta Gelbke 11/1 waren am erfolgreichsten. Bei den BasCats warf sich vor allem die Amerikanerin Erica Carlson für die Play-offs ein. 26 Punkte und zehn Rebounds sind das Resultat einer ganz starken Leistung. Jill Young warf gewohnt gut aus der Distanz und holte noch neun Rebounds. Die dritte Amerikanerin, Serena Benavente, konnte von Trainer Czygan weitgehend geschont werden, ebenso Sara Kranzhöfer, die tags darauf noch in der Play-off-Runde um die deutsche U17-Meisterschaft gebraucht wurde. Der Sieg war nie gefährdet. Vom Play-off-Gegner Keltern war Co-Trainer Dr. Ivan Vojtko, der slowakische Damen-Nationaltrainer, anwesend, um sich ein Bild vom Leistungsvermögen der BasCats zu machen.
Stenogramm: 26:11 (10.), 39:28 (Halbzeit), 64:47 (30.), 78:67 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Carlson 26, Adrion 12, Young 9/3 Meusel 9, Veith 7, Meyer 6, Mützel 4, Benavente 2, Kranzhöfer 2, S. Rickert 1.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: “Ich bin sehr zufrieden. Wir haben das ganze Spiel über viel variiert. Ich habe ein gutes Gefühl für die Play-offs, weil wir einige neue Optionen haben. Es werden spannende Spiele gegen Keltern”.
Natascha Mützel: “Wir waren leider oft nicht konzentriert genug und haben einige Lücken in der Defense von Speyer nicht nutzen können. Trotzdem war unser Sieg nie wirklich gefährdet. Joana Meyer, die viel Spielzeit bekam, fiel positiv auf”.
Einspielen für die Play-offs gegen Keltern – MLP BasCats am Samstag gegen Speyer
Donnerstag, 21. März 2013 um 23:55 Uhr
Völlig überraschend fielen am vorletzten Spieltag der 2. Damen-Basketball-Bundesliga am vergangenen Wochenende doch schon alle Entscheidungen hinsichtlich der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Durch den Sieg von Keltern gegen Saarlouis und den Viernheimer Erfolg in Speyer stehen vor dem letzten Spieltag am Samstag die ersten Vier fest. Würzburg verspielte seine Chancen durch eine Heimniederlage gegen München. Damit werden in den Play-offs Saarlouis und Viernheim sowie die MLP BasCats USC Heidelberg und Keltern aufeinander treffen. Die BasCats haben am Samstag, den 6. April (voraussichtlich um 18 Uhr), zuerst Heimrecht. Trainer Dennis Czygan hatte anders kalkuliert und mit Würzburg als Tabellendrittem gerechnet. Der Kelterner Sieg gegen Tabellenführer Saarlouis überraschte ihn gar nicht so. “Es war zu erwarten, dass speziell die Amerikanerinnen bei Keltern jetzt aufdrehen. Es wird schwer gegen Keltern”.
Nun gilt es, im letzten Hauptrundenspiel gegen den TSV Towers Speyer-Schifferstadt am Samstag um 17.30 Uhr (ISSW) verschiedene Dinge auszuprobieren, um für die Play-offs gerüstet zu sein. “Wir werden vor allem an unserer Zonenverteidigung arbeiten”, kündigte Czygan an. Dennoch ist die Partie gegen Speyer ein Prestigeduell, das man gerne gewinnen will. Im Hinspiel gelang es, die Kanadierin Emma Duincker gut zu kontrollieren. Sie spielte in den letzten Partien äußerst stark. Auch Uta Gelbke und Mandy Müller darf man nicht frei werfen lassen. Personell weiß Czygan noch nicht, ob er aus dem Vollen schöpfen kann. Die grippalen Infekte greifen weiter um sich. Nina Stage hat einen Rückschlag erlitten, auch Serena Benavente ist krank.
Michael Rappe
MLP BasCats nehmen Revanche – 68:59-Erfolg bei der TG Sandhausen
Samstag, 16. März 2013 um 23:48 Uhr
Die MLP BasCats haben sich für mit einem 68:59-Erfolg bei der TG Sandhausen für die Hinspielniederlage revanchiert und ihre Chancen auf Platz zwei untermauert. Sollte der TSV Speyer-Schifferstadt am Sonntagabend gegen Viernheim verlieren, wäre der zweite Platz schon sicher. Wenn Speyer gewinnt, gibt es am nächsten Samstag ein Endspiel um Platz zwei, wobei die BasCats aufgrund des Hinspielergebnisses mit elf Punkten verlieren dürften.
Das Team von Trainer Dennis Czygan begann sehr stark und führte nach drei Minuten schon 13:4. Gegen Ende des Viertels ließen die BasCats jedoch nach und Sandhausen kam auf sechs Punkte heran. Das zweite Viertel verlief sehr ausgeglichen, es blieb bei sechs Zählern Vorsprung zur Halbzeit. Im dritten Viertel zogen die BasCats wieder davon. Jill Young und Berit Adrion machten viel Rebound-Arbeit, Serena Benavente setzte ihre Mitspielerinnen sehr gut ein. Leider fehlte teilweise etwas Konzentration beim Fangen der Pässe und im Abschluss. Defensiv hatte Czygan die Marschroute ausgegeben, sich mehr auf Di Amber Johnson zu konzentrieren. Dieser Plan ging auf, dadurch kam allerdings Matteke Hutzler zu 24 Punkten und 16 Rebounds. Sie bekam zu viele freie Würfe. Bei den BasCats hatte Erica Carlson schon im dritten Viertel vier Fouls auf dem Konto, Nina Stage schleppte sich nach krankheitsbedingt nicht optimaler Trainingswoche durch. Zwar kam Sandhausen noch einmal auf acht Punkte heran, doch da war das Spiel schon „gegessen“.
Stenogramm: 4:13 (3.), 9:19 (8.), 16:22 (10.), 29:35 (Halbzeit), 32:47 (27.), 40:51 (30.), 54:62 ( 38.), 59:68 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Benavente 14/1, Young 12/2, Meusel 9, Carlson 8, Kranzhöfer 8, Veith 7, Adrion 6, Stage 4, Mützel.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Eigentlich haben wir das Spiel besser im Griff gehabt, als es das Ergebnis aussagt. Vielleicht war unser Start zu gut. Unsere Center haben heute sehr wenig getroffen und waren nicht dominant genug. Wir haben ein paar taktische Dinge für die Play-offs ausprobiert, aber bei höherer Führung hätte ich gerne noch mehr probiert. Jill Young – für einen kleinen Guard sind 13 Rebounds klasse -, Serena Benavente, Sara Kranzhöfer und Kirsten Veith haben unser Spiel heute getragen”.
Sara Kranzhöfer: “Wir haben zwar gewonnen, doch wirklich zufrieden waren wir nicht mit unserem Spiel. Nach einem guten Start machte uns unsere geringe Trefferquote sehr zu schaffen. Trotzdem sind wir guter Dinge, blicken jetzt in Richtung Play-offs und arbeiten weiterhin hart”.
Serena Benavente: “Das war heute ein hartes Spiel für uns. Es war kein schönes Spiel. So sollten wir nicht in die Play-offs gehen. Das Positive ist, dass wir gesehen haben, dass wir weiter arbeiten müssen. Wir werden uns in dieser Trainingswoche auf Speyer fokussieren und vorbereiten”.
Michael Rappe
Taktische Experimente für die Play-offs – MLP BasCats zum Derby nach Sandhausen
Freitag, 15. März 2013 um 14:52 Uhr
Im vorletzten Spiel der Hauptrunde müssen die MLP BasCats USC Heidelberg am Samstag (20 Uhr, Hardtwaldhalle) bei der TG Sandhausen antreten. Nachdem Sandhausen durch die Niederlage in Speyer die Chancen auf eine Play-off-Teilnahme verspielt hat – es gibt nur noch eine sehr theoretische Möglichkeit, wenn am Saisonende vier Teams 22 Punkte haben und die TG dann in der separaten Tabelle dieser Teams Erster ist – ist aus dieser Partie ein großes Stück Brisanz heraus. Dennoch ist es immerhin ein Derby, in dem es um das Prestige geht. „Das wird kein Selbstgänger, auch wenn bei Sandhausen vielleicht die letzte Spannung raus ist“, ist BasCats-Trainer Dennis Czygan überzeugt. Er geht davon aus, dass sich die Amerikanerin Di Amber Johnson und die Kanadierin Matteke Hutzler noch einmal für eine Vertragsverlängerung oder für andere Klubs präsentieren wollen. „Und Sandhausen ist gegen uns immer stark“, meinte Czygan. Er wird taktisch im Hinblick auf die Aufstiegsrunde, die den BasCats nur noch theoretisch verwehrt bleiben kann, einiges ausprobieren und so vielleicht auch Sandhausen überraschen. „Wir wissen, was wir im Hinspiel falsch gemacht haben“, sagte Czygan. Den BasCats geht es weniger um eine Revanche für die 71:75-Niederlage, sondern um die Verteidigung des zweiten Platzes. Dazu ist noch ein Sieg nötig. Keltern, Speyer, Viernheim und Würzburg sind noch mit im Rennen. Speyer kommt im letzten Spiel ins ISSW, gegen die anderen drei Teams ist der direkte Vergleich gewonnen. Dass die Leistung gegen Bad Aibling nicht optimal war, wissen die BasCats und wollen sich dementsprechend in Sandhausen präsentieren. In dieser Trainingswoche gab es den einen oder anderen Ausfall wegen Krankheit oder leichter Blessuren, bis auf die Langzeitverletzten und die aus Studiengründen fehlende Angela Oehler sollten aber alle einsatzfähig sein.
Michael Rappe
Ein hartes Stück Arbeit – Nach 73:65 gegen Bad Aibling sind die Play-offs für MLP BasCats ganz nah
Sonntag, 10. März 2013 um 21:50 Uhr
Das war ein schweres Stück Arbeit! Im Duell zweier Play-off-Kandidaten der 2. Damen-Basketball-Bundesliga siegten die MLP BasCats USC Heidelberg mit 73:65 (15:17, 30:25, 47:45) gegen die TuS Bad Aibling Fireballs und verteidigten ihren zweiten Platz. Die Gäste kämpften um ihre letzte Chance, und das merkte man von der ersten Sekunde an. Es war vor ganz enttäuschender Kulisse eine sehr physische Partie mit vielen Fouls, insgesamt gab es 70 Freiwürfe. Mit Jill Young hatten die BasCats die überragende Spielerin in ihren Reihen. Schon in den ersten fünf Minuten versenkte sie drei Distanzwürfe, zwei sollten noch folgen. Von der Freiwurflinie traf sie hundertprozentig. Young bekam diesmal deutlich mehr Einsatzzeit als Erica Carlson. Bad Aibling „lebte“ in erster Linie von den Amerikanerinnen Ciara Iglehart (21 Punkte) und Alex Guyton (14). Nachdem Aufbauspielerin Lena Bradaric früh mit Fouls belastet war, fiel dieser Aktivposten für einige Zeit weg. Den BasCats fehlte etwas die Intensität der letzten beiden Spiele, erst mit der Zeit realisierten sie, dass es noch immer um die Play-off-Qualifikation geht. Dennis Czygan musste sie zwei Mal „wachrufen“. „Ausboxen“, forderte er schon nach fünf Minuten Spielzeit. Die höchste Führung mit acht Punkten gelang zu Beginn des dritten Viertels, doch Guyton brachte ihr Team schnell wieder heran. Heidelberg schaffte es zu selten, zu schnellen Angriffen zu kommen, und wenn, dann wurden Korbleger vergeben. Auch die Quote aus der Mitteldistanz war schlecht. Insgesamt war das Team aber auf die Stärken des Gegners sehr gut vorbereitet. Die Partie wurde schließlich von der Freiwurflinie entschieden. Neben Jill Young traf hier Anna Meusel sehr gut. Die letzten sieben Heidelberger Punkte erzielte sie von der Linie.
Nächsten Samstag geht es für die BasCats nach Sandhausen. Das befürchtete Endspiel ist es nun nicht mehr, denn Sandhausen verlor am Sonntagabend nach dramatischem Spielverlauf mit 80:86 nach Verlängerung in Speyer und hat keine Play-off-Chance mehr.
Stenogramm: 8:3 (3.), 15:12 (8.), 15:17 (10.), 25:19 (16.), 30:25 (Halbzeit), 35:27 (22.), 47:40 (28.), 47:45 (30.), 51:51 (34.), 60:58 (37.), 73:65 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Young 23/5, Meusel 14, Benavente 11, Kranzhöfer 7, Adrion 7, Carlson 6, Stage 3, Veith 2, Meyer.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Es war wie erwartet ein ganz schweres Stück Arbeit. Wir hatten nicht ganz die Intensität der letzten beiden Spiele, die extrem gut waren. Wir waren aber auf den Gegner eingestellt. Es war das Spiel für Jill Young. Bad Aibling hatte kein Mittel gegen Jill und Serena Benavente. Nun sieht es in Sachen Play-off-Teilnahme gut aus für uns“.
Nina Stage: „Die intensive Analyse des Gegners durch unseren Trainer hat sehr geholfen. Wir waren sehr gut vorbereitet. Es war ein harter Kampf, da oben mitspielen will jeder. Da muss man intensiv dagegen halten. Wir wollten noch mehr Fastbreaks spielen, das hat nicht geklappt. Wir hatten wieder unser berühmtes „Dritte-Viertel-Tief“. Mit mir persönlich bin ich heute nicht zufrieden, aber der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben und mich lange spielen lassen. Es reicht noch nicht für die Play-offs, die Spiele in Sandhausen und gegen Speyer zählen auch noch. Wir dürfen uns nicht ausruhen“.
Michael Rappe
Revanche für die höchste Saisonniederlage – MLP BasCats haben Bad Aibling zu Gast
Freitag, 8. März 2013 um 0:32 Uhr
Es war die höchste Niederlage der Saison. Mit 56:70 unterlagen die MLP BasCats bei den TuS Bad Aibling Fireballs. Am Samstag (16.30 Uhr, ISSW) kommt das Team aus Bayern zum Rückspiel nach Heidelberg. “Wir wollen Revanche”, sagt Trainer Dennis Czygan stellvertretend für das ganze Team. Nach dem Sieg in Keltern ist die Ausgangslage für die BasCats komfortabel. Je nach Ausgang der übrigen Spiele könnte die Play-off-Qualifikation bei einem Sieg schon feststehen. Zwei Siege in den verbleibenden drei Spielen reichen auf jeden Fall, um den derzeitigen zweiten Platz zu verteidigen. Das ist das Ziel der BasCats, um Saarlouis aus dem Weg zu gehen und im Halbfinale Heimrecht zu haben. Bad Aibling hat auch noch Chancen auf die Aufstiegsrunde, muss aber in Heidelberg gewinnen. Die Amerikanerin Ciara Iglehart, eine Flügel- und Centerspielerin, ist die herausragende Akteurin, auch Ex-Nationalspielerin Jezabel Ohanian. Ein Team, das auch mal richtig heißlaufen kann, wie der hohe Sieg in Viernheim belegt. Bad Aibling versucht stets schnell zum Abschluss zu kommen.
“Wir müssen das zeigen, was wir in den letzten beiden Spielen gegen Würzburg und in Keltern gezeigt haben”, meinte Czygan. Neben den Langzeitverletzten wird Angela Oehler für vier Wochen aus Studiengründen ausfallen. Dadurch dürfte Kirsten Veith als Aufbauspielerin gefragt sein. Ansonsten sind alle Spielerinnen an Bord. Serena Benavente hat nach wie vor Schmerzen in der Schulter, doch wer die Kalifornierin kennt, weiß, dass sie die Zähne zusammenbeißen wird. Es ist angerichtet für ein weiteres Highlight im ISSW. Die begeisterten Zuschauer vom Würzburg-Spiel werden sicherlich wiederkommen.
Michael Rappe
Tolle Defensive der BasCats – 62:50-Erfolg im Spitzenspiel bei Grüner Stern Keltern
Sonntag, 3. März 2013 um 22:07 Uhr
Die Leistung gegen Take-Off Würzburg war schon sehr gut gewesen, doch heute Abend haben die MLP BasCats noch eine Schippe draufgelegt. Im Spitzenspiel der 2. Damen-Basketball-Bundesliga siegten sie beim bisherigen Tabellenzweiten Grüner Stern Keltern mit 62:50 (29:35) und übernahmen selbst den zweiten Platz. Nach dem 55:64 im Hinspiel hat Heidelberg auch den direkten Vergleich gewonnen. Die BasCats zeigten vor allem defensiv eine hervorragende Leistung und setzten die Vorgaben des Trainers um. „Das war taktisch richtig klasse“, freute sich Trainer Dennis Czygan. Sein Team legte den Fokus noch mehr auf die Zone und überraschte Keltern damit. Die Gastgeberinnen hatten den besseren Start, man merkte dem Team nach dem Trainerwechsel an, dass es voll zur Sache gehen wollte. Die BasCats ließen sich davon jedoch wenig beeindrucken. Nur eine schwache Trefferquote sorgte für einen Sieben-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel. Dann bearbeitete Nina Stage Ex-Nationalspielerin Lisa Koop (nur sieben Punkte) immer erfolgreicher, Jill Young zog erfolgreich zum Korb und machte ohne einen Dreipunktetreffer insgesamt 15 Punkte. Center Berit Adrion zeigte ein hervorragendes Spiel, wurde mit 16 Punkten Topscorerin und pflückte noch acht Rebounds. Dass Stage mehr Spielzeit als Erica Carlson bekam, überraschte Keltern auch. Ihnen gelang es zwar, Serena Benavente mit harter Gangart bei drei Punkten (alle von der Freiwurflinie) zu halten, doch mit zunehmender Spieldauer zeigte sich, dass Heidelberg das konditionell stärkste Team der Liga ist. Zudem griff Kelterns Trainer taktisch daneben, als er zu Beginn der zweiten Halbzeit die Offensive umstellte. Daraufhin traf Keltern eine Zeitlang kaum etwas. Nur Margaret Dwyer punkteten zweistellig (13/2).Nach dem furiosen dritten Viertel (17:6) geriet der Sieg der BasCats nicht mehr in Gefahr, und nach dem Schlusspfiff tanzten die BasCats im Mittelkreis. Am kommenden Samstag kommen die TuS Bad Aibling Fireballs ins ISSW. Nach dem knappen 71:69 haben die Bayern auch noch Chancen, die Play-offs zu erreichen. Und die BasCats haben nach der 56:70-Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen.
Stenogramm: 17:10 (10.), 35:29 (Halbzeit), 41:46 (30.), 50:62 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Adrion 16, Young 15, Carlson 10, Oehler 7, Meusel 6, Stage 3, Benavente 3, Veith 2, Kranzhöfer, Meyer.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: Diese Teamleistung war allererste Sahne. Das Spiel hat belegt, dass wir im Training jetzt noch einmal deutlich zugelegt haben. Nun wollen wir den zweiten Platz auch halten”.
Berit Adrion: “Wir haben hart gekämpft und dadurch das Spiel gewonnen. Als Team haben wir eine gute Defensive gespielt, nur das Ausboxen müssen wir noch verbessern. Jetzt haben wir einen wichtigen Schritt Richtung Play-offs gemacht und freuen uns auf die nächsten Spiele”.
Michael Rappe
Die nächste hohe Hürde – MLP BasCats am Sonntag in Keltern
Donnerstag, 28. Februar 2013 um 19:15 Uhr
Es gibt in der Tat nur noch Endspiele. Die Tabellensituation in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga ist derart eng und spannend, dass Prognosen nur schwer möglich sind. Tatsache ist, dass die TV Saarlouis Royals seit dem letzten Sonntag Meister der Hauptrunde sind und als Erster und mit Heimrecht in die Aufstiegsrunde gehen. Für die drei restlichen Plätze im Play-off-Halbfinale ab 6./7. April bewerben sich noch sieben Mannschaften: Grüner Stern Keltern, MLP BasCats USC Heidelberg, TSV Speyer, TG Sandhausen, Take-Off Würzburg, TSV Viernheim und TuS Bad Aibling. Keltern und die BasCats treffen am Sonntag aufeinander. „Ich erwarte ein ganz intensives Spiel“, prognostiziert BasCats-Trainer Dennis Czygan. Keltern ist nach drei Niederlagen unter Zugzwang, und bei einer weiteren Niederlage geriete die Teilnahme an den Play-offs ernsthaft in Gefahr. Nach dem Rücktritt von Trainer Thorsten Kustos muss nun die Mannschaft zeigen, was sie kann. Offenbar gab es erhebliche Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft, so dass er nach der Niederlage in Speyer zurücktrat. Nachfolger ist der vorherige Trainer und Abteilungsleiter Heinrich Simon. „Der Trainerwechsel macht es nicht einfacher für uns, die Mannschaft hat nun kein Alibi mehr“, weiß Czygan, der Keltern gegen Sandhausen genau beobachtet hatte. Die Rückschlüsse daraus sind wohl für die Katz. Nach der tollen Leistung gegen Würzburg herrscht bei den BasCats Euphorie und hohe Motivation. „Die Mannschaft weiß, dass die entscheidenden Spiele begonnen haben“, so Czygan. Sie arbeite sehr intensiv und konzentriert an Kleinigkeiten, auch in der Defensive, die eh schon die beste der Liga ist. Es sei ganz wichtig, dass die Mannschaft die Intensität vom Würzburg-Spiel wiederhole. “Das war ein Superspiel von uns, auch die Zuschauer kamen zu uns runter und waren begeistert”, will Czygan den Schwung mitnehmen. Die personelle Lage ist gut, es werden zwölf Spielerinnen zur Verfügung stehen.
Michael Rappe
Beeindruckende Demonstration der Stärke – MLP BasCats deklassieren Würzburg mit 83:46
Sonntag, 24. Februar 2013 um 22:25 Uhr
In eindrucksvoller Manier siegten die MLP BasCats USC Heidelberg am Sonntagabend im Spitzenspiel gegen Take-Off Würzburg mit 83:46 (47:23) und scheinen Richtung Play-offs immer besser in Form zu kommen. Trainer Dennis Czygan hatte sich taktisch einiges einfallen lassen. Die Heidelbergerinnen wechselten zwischen Zonen- und Mann-Verteidigung hin und her, vor allem aber gingen sie sie intensiver zu Werke. Speziell im zweiten Viertel (27:7) ließen sie Würzburg überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Jill Young, die diesmal gegenüber Erica Carlson mehr Spielzeit bekam, traf hervorragend aus der Distanz. Aber auch Carlson setzte in ihren knapp zwölf Minuten Einsatzzeit Akzente und dirigierte sehr lautstark. Serena Benavente führte sehr gut Regie und setzte ihre Teamkameradinnen immer wieder gut ein (elf Assists). Vier Rebounds mehr, und ihr wäre ein Triple-Double gelungen. Anna Meusel war ein wichtiger Faktor unter den Körben. Abgesehen von einer kurzen Schwächeperiode im dritten Viertel boten die MLP BasCats eine Topleistung. Das erkannte auch der Würzburger Trainer an, der zur guten taktischen Leistung gratulierte. Nächsten Sonntag geht es für die MLP BasCats zum punktgleichen Grünen Stern aus Keltern, der in Speyer mit 79:89 verlor. Keltern, Speyer und Heidelberg sind nun punktgleich, dahinter lauern mit einem Sieg weniger Sandhausen und Würzburg. Es bleibt ganz spannend.
Stenogramm: 20:16 (10.), 47:23 (Halbzeit), 60:34 (30.), 83:46 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Young 18/4, Adrion 14, Benavente 13/1, Meusel 12, Carlson 9, Kranzhöfer 6, Stage 6, Oehler 5, Veith, Rickert, Meyer.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Wir hatten heute immer die passende Antwort auf alles, was Würzburg gemacht hat. Wobei noch lange nicht alles so geklappt hat, wie ich es erhofft hatte. Unsere tiefe Bank war ein entscheidender Faktor. Jetzt ist Platz zwei wieder für uns zu greifen“.
Joana Meyer: “Wir waren gut auf das Spiel vorbereitet und konnten das Trainierte auch gut umsetzen. Nach einem sehr guten Start mit starker Defensive wurde es dann zu einem unserer besten Spiele der Saison.”
Jill Young: “Insgesamt denke ich, dass dieses Spiel heute Abend sehr ermutigend für unser Team war. Viele von uns haben heute viel zu dem Spiel und dem Sieg beigetragen. Wir haben offensiv und defensiv gut gespielt. Ich war sehr glücklich, wie wir unsere Verteidigung umgesetzt haben und denke, dass wir den Ball auch in der Offense sehr gut haben laufen lassen.”
Die Spannung steigt – MLP BasCats im direkten Play-off-Duell gegen Würzburg
Freitag, 22. Februar 2013 um 1:17 Uhr
Der Kampf um die Play-off-Plätze in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga wird immer spannender. Nach den überraschenden Ergebnissen des letzten Wochenendes kämpfen fünf Spiele vor Saisonende nicht weniger als acht Teams noch um die begehrten vier Plätze in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Von den MLP BasCats USC Heidelberg konnte man dies erwarten. Sie haben am Sonntag (18 Uhr, ISSW) die Möglichkeit, mit Take-Off Würzburg einen direkten Verfolger zu distanzieren. Es ist das Duell des Dritten gegen den punktgleichen Vierten, schon das Hinspiel war mit 57:53 für Heidelberg höchst spannend. „Bei der derzeitigen Tabellenkonstellation gibt es jetzt jede Woche ein Endspiel“, meinte BasCats-Trainer Dennis Czygan. Würzburg hat nach einer erstaunlichen Vorrunde zuletzt Federn lassen müssen. April Bankston und Raphaela Jochimczyk sind die tragenden Kräfte der Würzburgerinen. “Jochimczyk ist das Herz der Mannschaft. Sie ist eine sehr vielseitige Spielerin.”, so Czygan. Er sieht seine Mannschaft trotz vieler kranker und verletzter Spielerinnen gut vorbereitet. Das Team hat sich taktisch einiges einfallen lassen. “Erst am Mittwoch konnten wir wegen der vielen Kranken und Verletzten mal wieder 5 gegen 5 trainieren. Natascha Mützel und Elena Hofmann fallen neben den Langzeitverletzten Julez Koch und Antonia Hofmann aus. Mützel ist im letzten Spiel leicht umgeknickt, Elena Hofmann ist erkrankt.
Das Restprogramm der MLP BasCats:
Sonntag, 24. Februar, 18 Uhr: Take-Off Würzburg (h); Sonntag, 3. März, 17.30 Uhr: Grüner Stern Keltern (a), Samstag, 9. März, 16.30 Uhr: TuS Bad Aibling Fireballs (h); Samstag, 16. März, 20 Uhr: TG Sandhausen (a), Samstag, 23. März, 17.30 Uhr: TSV Towers Speyer-Schifferstadt (h).
Klare Sache im Derby – MLP BasCats schlagen KuSG Leimen 78:51
Freitag, 8. Februar 2013 um 19:19 Uhr
Die MLP BasCats sind zurück auf der Siegerstraße. Nach der Enttäuschung in München schlugen sie am Donnerstagabend im vorgezogenen Zweitliga-Derby den Tabellenletzten KuSG Leimen 78:51 (42:26). Vor enttäuschender Kulisse waren die BasCats diesmal sofort hellwach, nach elf Sekunden schaffte Serena Benavente den ersten Korb. Sie hatte sich viel vorgenommen, das war deutlich zu merken. Sie war der Motor im Spiel der BasCats, von ihrer Schulterverletzung war nicht viel zu merken. Leimen kam kaum ins Spiel, gedanklich waren die Gäste immer einen Schritt langsamer. Das eröffnete den BasCats viele Möglichkeiten, die sie in der ersten Halbzeit recht guten nutzten, nach der Halbzeit aber nicht mehr. Viele einfach Korbleger wurden vergeben. Die Rebound-Überlegenheit war erwartungsgemäß groß (52:36), Erica Carlson (10), Sara Kranzhöfer (7) und Anna Meusel (6) waren hier am erfolgreichsten. Nina Stage hatte ein unglückliches Händchen von der Freiwurflinie (2/8). Joana Meyer bekam erstmals acht Minuten Spielzeit und deutete an, dass sie eine große Verstärkung sein kann. Sophia Rickert beeindruckte mit guter Trefferquote. Leimen hielt den Rückstand vor allem durch Johnette Walker (15 Punkte, 8 Rebounds) und Martin Kraus (9 Punkte, 11 Rebounds) im Rahmen.
Stenogramm: 8:0 (2.), 14:4 (5.), 22:9 (10.), 36:19 (16.), 42:26 (Halbzeit), 51:34 (25.), 55:39 (30.), 64:49 (35.), 78:51 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Benavente (21), Carlson 12, Adrion 10, Kranzhöfer 8, Rickert 8, Young 5/1, Oehler 4, Stage 4, Veith 3/1, Mützel 2, Meusel 1, Meyer.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: “Diesmal waren wir von Beginn an drin. Serena hat sehr gut gespielt. Joana Meyer hat mir gut gefallen, sie traut sich was zu. Die zweite Halbzeit war nicht mehr gut. Wir haben viel zu viele Chancen vergeben”.
Kirsten Veith: “Der Start war diesmal ganz gut. Wir hätten aber noch mehr Stärke beweisen können. Wir hätten 100 Punkte machen müssen, so viele Chancen haben wir vergeben”.
Michael Rappe
Derby am Schmutzigen Donnerstag – MLP BasCats gegen KuSG Leimen
Mittwoch, 6. Februar 2013 um 17:30 Uhr

Für Erica Carlson ist die Partie am Schmutzigen Donnerstag ein besonderes Spiel. In der letzten Saison pflückte sie die Rebounds noch für die KuSG Leimen. Foto: MLP BasCats
Zu ungewohnter Stunde treffen am Donnerstag (19.30 Uhr, ISSW) die MLP BasCats USC Heidelberg und die KuSG Leimen aufeinander. Wegen einer Faschingsveranstaltung steht das ISSW am Samstag nicht zur Verfügung. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, das Hinspiel gewann Heidelberg mit 60 Punkten (111:51). Doch die derzeitige Form der MLP BasCats ist alles andere als zufriedenstellend. Die Niederlage in München war ein Schock. Schon auf der Rückfahrt gab es die ersten Gespräche, „allen Spielerinnen war bewusst, dass sie Mist gebaut haben“, berichtet Trainer Dennis Czygan. Allgemeiner Tenor: Ab sofort darf das nicht mehr passieren. Gegen Leimen ist daher Wiedergutmachung angesagt, sonst wird es eng mit der Play-off-Qualifikation. Sorgen macht sich Czygan diesbezüglich zwar noch nicht, aber “wenn wir noch ein unnötiges Spiel verlieren, dann wird mir mulmig”. Der Trainer rechnet mit heftiger Gegenwehr Leimens, „mit Johnette Walker sind sie stärker und werden sich nicht noch einmal so abschießen lassen“. Bei der knappen Niederlage gegen Speyer hätte Leimen seine Stärken jüngst gezeigt. Doch für die MLP BasCats gilt es, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. “Wir sind am Brett klar besser”, sagt Dennis Czygan.
Elena und Antonia Hofmann sowie Sandra Heller fallen aus. Bei Antonia Hofmann ist zu befürchten, dass sie diese Saison gar nicht mehr spielen kann. Ihre Verletzung wird einfach nicht besser. Natascha Mützel hat im letzten Regionalliga-Spiel einen heftigen Schlag gegen den Kopf bekommen, ob sie trotz “Brummschädel” auflaufen kann, ist fraglich.
Stimmen zum Derby:
Nina Stage: “Wir müssen uns am Riemen reißen und wieder als starkes Team spielen – in der Offense wie in der Defense“.
Große Enttäuschung bei den MLP BasCats – 53:68-Niederlage in München
Sonntag, 3. Februar 2013 um 22:25 Uhr
Einen herben Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze erlitten die MLP BasCats USC Heidelberg mit der überraschend hohen 53:68 (26:36)-Niederlage beim Tabellenneunten Friendsfactory Jahn München. Das war bereits die sechste Saisonniederlage, und nur weil Viernheim gegen Keltern verlor, blieben die BasCats noch auf Play-off-Platz vier.
Irgendwie war es ein „gebrauchter Tag“. Die Anreise nach München verlief zwar problemlos, aber durch ein vorhergehendes Spiel in der Halle war die Einspielzeit extrem kurz. Die gewohnte Spielvorbereitung war das nicht. Ob es daran lag, dass die Heidelbergerinnen die ersten sechs Minuten total verschliefen (2:13) und sich davon nicht mehr erholten? München spielte zudem ziemlich hart und kaufte den BasCats damit den Schneid ab. Trainer Dennis Czygan monierte denn auch die Leistung der Unparteiischen. Um jedoch eines klarzustellen: Ursächlich für die Niederlage kann das nicht sein. „Das wären alles Ausreden“, meinte Czygan. Die MLP BasCats schlampten in der Verteidigung und ließen viel zu viele Distanzwürfe (19) zu. „Es ist ein Unding, dass Nicole Schmidt so viele Würfe nehmen kann“, schimpfte der Trainer. Auch mit der Wurfquote (32 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz) war er total unzufrieden. Den BasCats fehlte wie schon in der ganzen Saison die Härte und Sicherheit im Abschluss. Die nötige Aufholjagd klappte dadurch nicht. Serena Benavente (sechs Ballverluste) und Erica Carlson spielten auch nicht die dominierende Rolle. Carlson war früh mit drei Fouls belastet und erzielte nur vier Punkte und drei Rebounds. Jill Young zeigte eine recht gute Leistung, pflückte neben ihren zwölf Punkten auch noch die meisten Rebounds (10).
Die Münchnerinnen spielten stärker als zuletzt und haben mit Diana Pop eine Klassespielerin dazubekommen, von der vor allem Magdalena von Geyr profitiert. Die MLP BasCats müssen die immer wieder gezeigte Schläfrigkeit zu Spielbeginn und die fehlende Konstanz schleunigst abstellen, sonst finden die Playoffs völlig überraschend ohne sie statt. Am Donnerstag (19.30 Uhr, ISSW) geht es im vorgezogenen Derby gegen die KuSG Leimen. Auch da ist Halbherzigkeit fehl am Platze. Der Kampf um die Play-off-Plätze wird bis zum letzten Spieltag gehen, und der Kreis der Kandidaten wird immer größer.
Stenogramm: 22:11 (10.), 36:26 (Halbzeit), 52:39 (30.), 68:53 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Young 12/1, Adrion 8, Benavente 7/1, Meusel 6, Stage 6, Oehler 5, Carlson 4, Veith 2, E. Hofmann 2, S. Rickert 1.
Michael Rappe
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Ich weiß nicht, ob das Saarlouis-Spiel doch noch im Kopf war. Vielleicht haben die Spielerinnen gedacht, wenn wir so wie gegen den Tabellenführer spielen, wird es schon reichen. Doch München hat einen ganz anderen Spielstil“.
Nina Stage: „Ein schwarzer Tag für uns. Wir haben den Anfang einfach verschlafen. Die ersten Punkte für München waren viel zu einfach, und sie sind auf 20:5 davongezogen. Wir haben in der Defense heute zu wenig kommuniziert, in der Offense hatten wir zu viele Ballverluste. Das Teamplay, das uns sonst ausmacht, hat mir persönlich gefehlt“.
Jill Young: „Wir wussten, dass München besser ist als in der Tabelle. Wir hatten Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Als wir dann ein paar „runs“ geschafft haben, hat München schwierige Würfe getroffen und seine Führung gehalten. Am Donnerstag müssen wir ein besseres Spiel zeigen, um in die Erfolgsspur zurückzufinden.“
Ein Sieg in München ist Pflicht – MLP BasCats bei Friendsfactory Jahn München
Donnerstag, 31. Januar 2013 um 19:54 Uhr
Tabellen lügen nicht – auch nicht die der 2. Damen-Basketball-Bundesliga. Das Gerangel um die vier Play-off-Plätze wird immer größer. Mittlerweile hat die TG Sandhausen auf Rang acht nur zwei Niederlagen mehr aufzuweisen als die MLP BasCats. Der letztjährige Play-off-Teilnehmer Friendsfactory Jahn München, die große Enttäuschung dieser Saison, gehört nicht mehr zu den Kandidaten. Beim ersten deutschen Nachkriegsmeister von 1949 (damals Jahn München) müssen die BasCats am Sonntag (16 Uhr) gewinnen, um nicht in Sachen Play-off-Qualifikation weiter ins Hintertreffen zu geraten. Dennoch werden sich die MLP BasCats USC Heidelberg hüten, die Münchnerinnen zu unterschätzen. „Das ist eine taktisch sehr gute Mannschaft, die viel mehr Potenzial hat als gezeigt“, weiß Trainer Dennis Czygan. Zudem hat sich München vor zwei Wochen verstärkt. Diana Pop, ein ganz großer Name im deutschen Frauenbasketball und früherer Kopf des deutschen Meisterteams TSV Wasserburg, soll dem von Verletzungen geplagten Team helfen. Neben der bereits 41-jährigen, vielfachen rumänischen Nationalspielerin, soll die 22-jährige amerikanische Flügelspielerin Tanisha Woodard künftig für Schwung sorgen. Zuletzt machte sie in Speyer 15 Punkte und holte 13 Rebounds. Magdalena von Geyr – nach langer Verletzungspause – , Viktoria Wohlers und Hannah Eitel sind weitere Leistungsträgerinnen
Bei den BasCats wirkte die äußerst unglückliche Niederlage gegen Saarlouis einige Tage nach, mittlerweile haben Serena Benavente und Co. aber das Lachen wieder gelernt. “Die Niederlage muss aus den Köpfen raus”, meint Dennis Czygan. Das Team will aus den Fehlern des vierten Viertels lernen und blickt seit Mittwoch wieder positiv nach vorne. Julez Koch und Sarah Heller fehlen weiterhin, Sara Kranzhöfer wird im WNBL-Team spielen.
Michael Rappe
Bitter! MLP BasCats verspielen den Sieg gegen Saarlouis – 58:65
Sonntag, 27. Januar 2013 um 21:53 Uhr
Was für ein tolles Basketballspiel heute im ISSW. In der Spitzenpartie der 2. Damen-Basketball-Bundesliga verloren die MLP BasCats USC Heidelberg mit 58:65 (16:18, 31:29, 51:45) gegen den weiter ungeschlagenen Tabellenfüher TV Saarlouis Royals und belohnten sich dabei nicht für eine über weite Strecken tolle Leistung. Es war fast wie im Hinspiel, als Heidelberg drei von vier Vierteln gewonnenn aber insgesamt mit 68:74 verloren hatte.
Rund 450 Zuschauer, darunter zahlreiche Fans des früheren deutschen Meisters und Pokalsiegers, sahen einen ausgeglichenen Start. Trainer Dennis Czygan überraschte mit der frühen Einwechslung von Center Sophia Rickert. Das große Talent spielte forsch und völlig unbekümmert auf und machte alleine im ersten Viertel sechs Punkte. Am Ende war sie gemeinsam mit Jill Young sogar Topscorerin. Young traf im zweiten Viertel zwei Distanzwürfe und sorgte für die zwischenzeitliche Führung, die Laura Lahn wieder verkürzte. Die BasCats kamen ganz stark aus der Halbzeit, erhöhten die Führung auf 35:29 und gaben diese erst einmal nicht mehr ab. Sie hatten Saarlouis‘ überragende Amerikanerin Meredith Marsh so gut im Griff, dass diese im dritten Viertel keinen Punkt machte.
Mannschaft und Zuschauer witterten die Überraschung, als die BasCats zu Beginn des Schlussviertels auf 53:45 erhöhten. Doch Saarlouis zeigte danach seine Klasse, ließ erst einen 8:0-Lauf folgen, und nach dem 55:53 von Berit Adrion einen weiteren 8:0-Lauf. In dieser Phase verließen die Heidelbergerinnen ihre erfolgreiche Taktik, ruhig und kontrolliert zu spielen. Sie erhöhten plötzlich das Tempo, was Saarlouis in die Karten spielte. Mit Schnellangriffen punkteten nun die Saarländerinnen, zudem verteidigten sie aggressiver. Marsh machte in diesem Viertel zehn Punkte. Auch Rückkehrerin Isabelle Comteße zeigte in dieser Phase ihre große Erfahrung und Klasse. Saarlouis erwies sich im Endeffekt als cleverer. Es gab Lob vom Gegner und viel Beifall von den Zuschauern, doch das konnte die geknickten und tief enttäuschten BasCats zunächst gar nicht trösten.
Stenogramm: 8:7 (6.), 16:18 (10.), 31:29 (Halbzeit), 51:45 (30.), 53:53 (34.), 55:61 (38.), 58:65 (Endstand).
Punkte MLP BasCats: Young 11/3, S. Rickert 11, Adrion 9, Benavente 8, Carlson 8, Kranzhöfer 8, Oehler 2, Veith 1, E. Hofmann, Meusel, Meyer.
TV Saarlouis: Marsh 19/1, Rahn 13/2, Planeta 13, Adams 12/1, Groß 4, Brodersen 2, Comteße 2, Zimmermann.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Dennis Czygan: „Schade, am Ende haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und zu viele einfache Chancen am Brett vergeben. Lange Zeit waren wir taktisch hervorragend. Das Spiel war Werbung für Damen-Basketball”.
Mike Caspers (Pressesprecher Saarlouis): „Wir sehen uns in den Play-offs“.
Story: Antonia und Elena Hofmann – Zwei Polizistinnen auf der Jagd nach Ball und Gegner
Freitag, 25. Januar 2013 um 19:25 Uhr
Antonia und Elena Hofmann.
Foto: Karl-Heinz Lörsch
Es ist die klassische Frage bei Zwillingen: wer hatte bei der Geburt die Nase (oder auch einen anderen Körperteil) vorn? Im Falle der eineiigen Hofmann-Zwillinge war es Elena, die das Licht der Welt zuerst erblickte. „Ich war neun Minuten schneller“, grinst sie mit einem Blick auf die „jüngere“ Schwester. Es war der 3. August 1988, als Mama Hofmann die beiden zur Welt brachte, damals sicherlich nicht ahnend, dass aus Klein-Elena und Klein-Antonia mal erfolgreiche Basketballerinnen und auch Polizistinnen werden würden. Mit elf Jahren begannen die beiden in Neckargemünd Basketball zu spielen, nachdem sie viele Sportarten ausprobiert hatten (Leichtathletik, Ballett, Schwimmen, Turnen). Am Basketball reizt Antonia das schnelle Spiel, dass man kontinuierlich in Bewegung ist und der technische Anspruch. Elena nennt die schnelle Spielweise und den taktischen Anspruch als Anreiz. Die Hofmann-Zwillinge spielten bis zur U16 beim TV Neckargemünd, dann eine Saison Oberliga beim USC und beim TVN. 2006 folgte der endgültige Wechsel zum USC, wo sie mithalfen, zahlreiche Titel zu gewinnen.
2009 begannen beide ihre Ausbildung zu Polizeianwärterinnen. Die Idee dazu hatte Elena. „Polizistin ist kein langweiliger Bürojob, Lehrerin kann ich mir beispielsweise nicht vorstellen“. Antonia ließ sich von dieser Idee auch begeistern, und so machten sie die Ausbildung in Bruchsal gemeinsam. Der nicht einfache Spagat zwischen Sport und Berufsausbildung war im Februar 2010 sogar Thema im LSV-Organ „Sport in Baden-Württemberg“. Schließlich galt es bis zu vier Mal Training die Woche plus Spiele am Wochenende mit dem anstrengenden Polizeidienst zu vereinen. Heute gehören sie zum BAO-Einsatzzug Heidelberg (BAO steht für Besondere Aufbauorganisation). „Wir sind eine spezielle Einheit. Die Woche über machen wir ‚Konzeption‘, ansonsten sind wir natürlich bei Demonstrationen und Fußballspielen präsent“. Da verwundert es nicht, dass die Dienste oft mit dem Basketball kollidieren. „Bei den Fußballspielen von Hoffenheim und Sandhausen sind wir fast immer“, erzählt Antonia, „oft erfahren wir erst am Donnerstag, ob wir am Wochenende Dienst haben.“ Natürlich blocken sich die beiden bestimmte Wochenenden und „AZA“ (Arbeitszeitausgleich) gibt es ja auch. Dennoch, die 1. Bundesliga, die ja mittelfristig das Ziel der MLP BasCats ist, könnten beide zeitlich nicht stemmen. Der Zeitaufwand mit dem vermehrten Training und den weiteren Reisen wäre einfach zu groß.
Beide Hofmanns waren beim Kurdeneinsatz in Mannheim dabei. „Wir haben uns zurückgezogen, die Situation war gefährlich und alles andere als angenehm“, erinnert sich Antonia Hofmann. „Die haben geworfen, mit allem, was geht. Ich wäre weggerannt, wenn die Meute aus der Maimarkthalle herausgekommen wäre“, ergänzt Elena. Auch das Relegationsspiel des Karlsruher SC „war nicht so schön, als die Fans sich im Wald bewaffnet und von dort geworfen haben“. Als Frauen werden sie nicht besonders behandelt, „manche haben allerdings gegenüber Frauen mehr Hemmungen bei Fahrzeugkontrollen oder Fußballspielen“. (Antonia Hofmann).
Für die beiden Zwillinge ist der USC, sind die MLP BasCats alles. „Die komplette Mannschaft ist mein Freundeskreis“, verdeutlicht Elena Hofmann das tolle Verhältnis untereinander. Die meisten kennen sich seit Jahren, einige wenige Spielerinnen sind dazugekommen. Damit hat es sich aber auch mit Gemeinsamkeiten. Da sich beide schon so oft bei der Polizei und beim Basketball sehen, sind sonstige gemeinsame Freizeitaktivitäten eher selten. Zumal die Zeit auch gar nicht da ist. Hobbys? „Keine Zeit“, antworten beide unisono und sind einfach froh, auch einmal nichts tun zu müssen.
Michael Rappe
Trainer Dennis Czygan über die Hofmann-Zwillinge:
„Antonia ist eine Spielerin, wie sie sich jeder Trainer wünscht. Sie hat ein großes Kämpferherz, und man muss sie nicht extra motivieren.
Elena ist eine starke Linkshänderin. Manchmal versteckt sie sich noch zu sehr, aber sie scheint mittlerweile den Drive zu finden. Den Drang zum Korb kann sie noch häufiger zeigen.“
Das Spiel der Spiele – MLP BasCats am Sonntag gegen Saarlouis
Freitag, 25. Januar 2013 um 1:03 Uhr
Es ist das Spiel der Saison. Am Sonntag um 15 Uhr treffen die MLP BasCats USC Heidelberg im ISSW im Schlagerspiel der 2. Damen-Basketball-Bundesliga auf den ungeschlagenen Tabellenführer TV Saarlouis Royals. Die BasCats, die im Hinspiel drei der vier Viertel gewannen und insgesamt nur sehr unglücklich mit 68:74 verloren, sind heiß auf den deutschen Ex-Meister und -Pokalsieger. „Diesmal wollen wir vier Viertel gewinnen“, sagte Trainer Dennis Czygan. Gleichwohl ist Saarlouis der Favorit und stellt mit Spielerinnen wie Meredith Marsh, Colleen Planeta, Jamailah Adams und Laura Rahn ein Klasseteam. Gerade Marsh ist eine Akteurin, die den Unterschied ausmachen kann. “Sie ist das i-Tüpfelchen, sie müssen wir in den Griff kriegen”, so Czygan. Nun hat mit Isabelle Comteße noch eine ganz erfahrene Aufbauspielerin ihr Comeback gefeiert; die ehemalige Nationalspielerin (30) wird das Team weiter verstärken. „Wir müssen ständig Ruhe bewahren, nicht zu schnell agieren und in der Verteidigung noch besser sein als im Hinspiel“, umreißt Czygan die Marschroute. Der Coach muss auf Nina Stage verzichten, die wegen einer Fortbildung ausfällt. “Schade, gerade sie hat in den letzten zwei Spielen einen starken Aufwärtstrend gehabt”, bedauert Czygan den Ausfall seines Centers. Auch auf Sandra Heller wird er verzichten müssen, Antonia Hofmann wird wegen Trainingsrückstand wohl nicht spielen. Nach heutigem Stand ist Zwillingsschwester Elena Hofmann dabei. Joana Meyer, zu Saisonbeginn von Saarlouis nach Heidelberg gewechselt, wird ihre Einsatzzeiten bekommen. “Ich habe sie gefragt, sie hat kein Problem damit, gegen ihre frühere Mannschaft zu spielen”, meinte Czygan. Dass die hoch talentierte Meyer noch nicht zur Leistungsträgerin geworden ist, findet er ganz normal. “Man unterschätzt häufig, wie schwer es ist, wenn eine Spielerin erst nach der Vorbereitung zur Mannschaft stößt. Er ist überzeugt, dass die BasCats noch sehr viel Freude an Meyer haben werden.
So lief das Hinspiel:
Stenogramm: 9:0 (3.), 14:15 (8.), 18:19 (10.), 36:40 (Halbzeit), 56:48 (30.), 59:57 (36.), 74:68 (Endstand).
Punkte BasCats: Kranzhöfer 15/1, Young 14/4, Carlson 12, Heller 6/2, Oehler 6, Benavente 5/1, Meusel 4, Stage 4, Adrion 2, E. Hofmann.
Michael Rappe















