Erfolgreiche DMM Regional- und Landesliga der Frauen und Männer

Schnell, weit und hoch hinaus- so sollten die Zeiten und Weiten der USC-Athleten an diesem Wochenende in Mannheim sein, um möglichst viele Punkte für den Mannschaftswettbewerb zu sammeln. Und verdammt schnell ging es dann in der ersten von insgesamt neun Disziplinen los: Johanna Kedzierski sprintete zu phänomenalen 11,70s über 100m und erreichte damit auch die Tageshöchstpunktzahl bei den Damen. Franziska Foch (13,01s) und Tabea Stehle (13,08s), ebenfalls auf den 100m startend, folgten mit persönlichen Bestleistungen und entsprechendem Jubel. Vielleicht angesteckt von dem 100m-Rausch, konnte Franziska ihre Schnelligkeit für den Weitsprung nutzen und landete bei ordentlichen 5,10m in der Grube. Auch Ellen Köpf zeigte bessere Sprünge als noch vor einer Woche und wurde mit 5,07m belohnt. Sophie Winterhalder fehlte nur 1cm für die fünf vor dem Komma, was sich nächste Woche bei den Mehrkampfmeisterschaften ändern soll. Im Hochsprung überquerte Sophie, zusammen mit Vereinskameradin Antonia Koch, die Latte bei 1,52m. Von Antonia ist man sicherlich andere Höhen gewohnt, allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sie seit einem dreiviertel Jahr kein Training mehr absolviert hat, und somit trotz allem wichtige Punkte erzielte. Als Dritte im Bunde überquerte Christine Rother 1,48m. Ein Mammutprogramm lieferten Annemarie Weigand und Julia Taube ab. Da es sich immer als schwierig erweist, die Langstrecken zu besetzen, liefen beide Mädels sowohl die 800m als auch 3.000m. Da Anne sich auf die Langstrecken konzentriert, sind ihr die 800m schon fast zu schnell (nach eigener Aussage) – trotzdem erlief sie mit 2:37,18min wichtige Punkte, fühlte sich aber auf den anschließenden 3.000m sichtlich wohler und lief respektable 11:44,91min. Für Julia war es der erste Laufwettkampf überhaupt, den sie mit 2:45,32min und 13:13,74min abschloss. Sehr gute Weiten folgten beim Kugelstoßen von Johanna. Der weiteste Stoß landete bei 12,76m. Desíre Lanig (11,10m) und Christine (10,26m) zeigten sich mit ihren Weiten weniger zufrieden, wobei auch hier die Trainingspause von Desí erwähnt werden muss. Besser lief es dann für sie im Diskuswerfen, wo sie den Diskus auf achtbare 42,09m schleuderte. Carla Pütz kam auf 26,65m und gab damit ihr Freiluftdebüt, Tabea erreichte eine Weite von 25,60m. Aus dem emsigen Sonne-Wolken-Mix entwickelte sich dann doch ein kräftiges Regenschauer, welches zu einer 30-minütigen Wettkampfunterbrechung führte. Sichtlich in ihrer Vorbereitung beeinträchtigt, musste auch diese Disziplin von den Hürdenläuferinnen absolviert werden, in der Christine (17,32s) am Ende die Nase vorn hatte. Rhythmusstörungen und harter Hürdenkontakt bescherten Sophie und Franziska Zeiten von 17,52s und 17,95s, die es nächste Woche auf jeden Fall zu verbessern gilt! Die abschließende Staffel um Startläuferin Johanna versprach eine gute zu werden. Zusammen mit Franziska, Tabea und Roswitha Nickel blieb die Uhr am Ende bei guten 49,34s stehen. Auch die zweite Staffel mit Ellen, Giulia Tossmann, Sophie und Christine kam ins Ziel – leider fiel der Stab bei einem Wechsel zu Boden, so dass am Ende lediglich 60,20s zu Buche standen.
Auch wenn sich hier und da etwas mehr erhofft wurde, ergaben sich in der Summe gute 9.548 Punkte, was hinter der MTG Mannheim (9.668) Platz zwei bedeutete. Damit hat der USC seine starke Mannschaftsleistung in Baden-Württemberg unterstrichen. (Roswitha Nickel)

Auch unsere Männer stellten in diesem Jahr eine Mannschaft. Da diese hauptsächlich aus Sprintern bestand, mussten die meisten in den technischen Disziplinen nach nur kurzer Trainingsphase ihr Bestes geben. Zunächst standen aber die 100m Sprint auf dem Programm. Hier konnte jeder USC-Sprinter seinen Lauf für sich entscheiden: Ruben Edelmann, der die 100m zum ersten Mal bestritt, kam auf respektable 11,33s, Christian Staud auf 11,37s und Felix Kommoss auf 11,41s. Währenddessen warf Waldemar Graf den Diskus aus dem Stand auf 30,44m, Christian kam leicht ermüdet vom 100m-Lauf und konnte die Scheibe noch auf 36,43m schleudern. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl bei der Landesliga der Männer mussten die beiden anschließend direkt zum Kugelstoßen, wo sie Unterstützung von unserem 800m-Läufer Matthäus Gaida bekamen. Nach der guten Kugelstoß-Generalprobe in Walldorf wollte aber keinem ein richtig guter Stoß gelingen. Christian kam mit 13,01m noch knapp über die 13m-Marke, Waldemar’s bester Stoß landete bei 11,78m und Matthäus konnte mit 10,69m für einen Mittelstreckenläufer Stärke zeigen. Danach stand wieder Sprint auf dem Programm – die 400m. Hier konnte Felix Trogisch, der noch sichtlich ermüdet von seinem hohen Trainingspensum in den vergangenen Wochen war, seinen Lauf in 51,39s gewinnen. Andreas Keller lief die Stadionrunde stark an, musste dann aber locker in 53,06s ins Ziel laufen, da ihm in letzter Zeit doch einige Tempoläufe aus dem Training fehlten. Ein bisschen unglücklich waren die Athleten Marius Binder und Felix Kommoss beim Weitsprung. Konstante Anläufe uns sauberer Absprünge wollten einfach nicht gelingen. Felix kam auf 5,48m und Marius auf 5,46m, was mit weiterem Training bei beiden sicherlich steigerungsfähig ist. Die 800m bestritten Matthäus und Axel Görlach, die jeweils auf 2:00,22min und 2:29,37min kamen. Anschließend begann ein spannender Hochsprung-Wettkampf. Marius sprang technisch am sichersten, musste aber nach übersprungenen 1,60m mit Fußschmerzen aufhören. Felix Trogisch versuchte sich zur Mehrkampfvorbereitung in dieser anspruchsvollen Disziplin zum ersten Mal und packte noch die 1,64m. Felix Kommoss trat völlig unvorbereitet an, zeigte sich technisch aber enorm lernfähig und übersprang Höhe über Höhe bis zu 1,76m, was schon eine Überhöhung seiner Körpergröße bedeutete, und scheiterte dann nur knapp an 1,80m. Vor den Staffeln standen dann noch die 5000m an. Hier lief Patrick Kimeli ein absolut souveränes Rennen, überrundete sämtliche Mitstreiter mindestens einmal und kam auf 14:08,21min. Matthäus zeigte sich mit seinen16:46,47min zufrieden, war aber total erschöpft. Trotzdem raffte er sich auf, um dann im abschließenden Wettbewerb, den 4x100m, den Schlussmann der zweiten Staffel zu stellen. Axel lief die 5000m auch mit, brach dann aber, als die anderen beiden im Ziel waren, seinen Lauf ab. Ruben, Christian, Felix Trogisch und Andreas liefen abschließend in der ersten Staffel mit relativ guten Wechseln nur knapp hinter der Weinheimer Staffel, die zwei sehr schnelle, französische Sprinter auf den letzten beiden Positionen hatten, in 43,37s ins Ziel. Die zweite Staffel startete mit Waldemar auch mit gutem Vorsprung, den Felix Kommoss und Marius noch weiter ausbauen konnten. Leider ging der letzte Wechsel, auf den ermüdeten, aber dennoch explosiv startenden Matthäus schief.
Alles in Allem zeigten auch die Männer damit eine sehr solide Teamleistung und kamen mit 11.075 Punkten bei neun Mannschaften im Teilnehmerfeld auf den zweiten Platz. (Christian Staud)

Ergebnisse: DMM Mannheim

 


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