Foch gewinnt Bronzemedaille bei BaWü Mehrkampfmeisterschaften
Nachdem sich lange kein Ausrichter für die Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften der Aktiven gefunden hatte, wurde die Veranstaltung am vergangenen Wochenende relativ früh in der Saison im schwäbischen Bernhausen ausgetragen. Die Farben des USC Heidelberg vertraten Franziska Foch, Christine Rother und Sophie Winterhalder im Siebenkampf der Frauen. Dabei standen die Zeichen im Vorfeld dieser ersten Standortbestimmung nicht optimal, laborierten doch in der Woche vor den BaWüs alle Mehrkämpferinnen an Verletzungen. So hieß es am Samstag bei strahlendem Sonnenschein in der ersten Disziplin, den 100m Hürden, in erster Linie: Durchkommen! Dabei war allen Drei die fehlende Wettkampfroutine noch anzumerken, denn keine schaffte es, einen runden Lauf auf die Bahn zu bringen. Dabei war Franzi knapp die schnellste USClerin mit 16,94s vor Sophie (16,96s) und Tine (18,20s). Im Hochsprung lief es dafür teilweise etwas besser, Franzi konnte mit 1,44m eine gute Leistung abrufen, Tine sprang wie in den letzten Wettkämpfen stabile 1,48m. Auch für Sophie war leider schon bei 1,48m Schluss. Sie büßte damit in den ersten beiden Disziplinen, eigentlich ihre Paradedisziplinen, schon wichtige Punkte ein. Anschließend wurde das Kugelstoßen ausgetragen, wo Christine mit 10,25m wieder eine gute Weite gelang. Sophie (9,11m) und Franzi (8,65m) blieben mit ihren Leistungen ebenfalls in einem passablen Rahmen. Im abschließenden 200m Lauf konnte Franzi schließlich ihre im Training gezeigten Leistungen bestätigen und mit furiosen 26,17s persönliche Bestleistung laufen. Diese Zeit brachte ihr tolle 782 Punkte ein und bedeuten gleichzeitig ihre höchste Einzelpunktzahl. Sophie und Christine konnten dem nicht ganz nachkommen und kamen mit 28,54s bzw. 29,55s ins Ziel. Nach dem ersten Tag war klar, dass Franzi in ihrem ersten Siebenkampf überhaupt, mit einem starken zweiten Tag durchaus Chancen auf das Treppchen haben dürfte. Bei insgesamt 5 angetretenen Mannschaften lagen die USC-Mädels ebenfalls noch in ausichtsreicher Position auf eine Medaille. Für Tine und Sophie war das Ziel “4.000 Punkte” dagegen schon in weite Ferne gerückt…
Der zweite Tag begann recht früh (10h) mit dem Weitsprung. Hier gelang es Tine am besten, die Müdigkeit aus den Gliedern zu verscheuchen. Ihr gelang mit 4,85m überrachenderweise der weiteste Satz von allen dreien. Franzi war mit ihren 4,79m nicht ganz zufrieden und auch Sophie konnte auf die 4,77m aus dem ersten Versuch nichts mehr drauflegen und blieb unter ihren Möglichkeiten. Mit dem durchwachsenen Weitsprung schrumpften die Chancen der Mannschaft auf eine Medaille deutlich. Nicht aus der Welt war dagegen die Medaille für Franzi, die noch auf ihre zwei starken Disziplinen Speerwurf und 800m hoffen konnte. Im zweiten Versuch schleuderte sie den Speer auf starke 36,73m nahe an ihre Bestweite heran und konnte sich vor den 800m auf den dritten Platz vorschieben. Tine konnte mit 32,16m ihre guten Trainingsleistungen bestätigen, Sophie kam über 27,03m nicht hinaus. Ein Gewitterschauer vor dem abschließenden 800m Rennen machte die äußeren Bedingungen etwas erträglicher, nachdem es sehr schwül geworden war. Für Tine und Sophie hieß es nun ein gutes Mannschaftsergebnis zu sichern. Nach einer mutigen erste Runde blieb die Uhr für Tine schließlich bei 2:50,11min stehen, Sophie kam nach 2:53,52min ins Ziel. Für Franzi galt hingegen im gleichen Lauf, sich die Konkurrenz um den 3. Platz vom Leib zu halten, nachdem die ersten beiden Plätze schon vergeben waren. Dies gelang ihr in einem tollen Rennen (2:24,11min) wunderbar und sie konnte sich im Ziel über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Für sie waren die insgesamt 4.258 Punkte natürlich eine persönliche Bestleistung. Tine (3.636P) und Sophie (3.604P) komplettierten das ordentliche Mannschaftsergebnis (11.500P, Platz 4) auf den Plätzen 8 und 9.
Für die Mehrkämpferinnen um Trainer und Betreuer Christian Staud war dies ein erfolgreicher aber auch ausbaufähiger erster Siebenkampf der Saison. (Sophie Winterhalder)
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