Neuigkeiten der MLP Academics Heidelberg

Academics beenden Saison auf Platz 9

Sonntag, 31. März 2013 um 17:16 Uhr

Mit einem 91:86 (45:41)-Erfolg und einer sehr guten Teamleistung gegen Science City Jena verabschiedeten sich die MLP Academics Heidelberg vor 700 Zuschauern Im Heidelberger Olympiastützpunkt auf dem 9. Tabellenrang von der Saison 2012/2013 und verbesserten sich damit letztlich gegenüber der Vorsaison um einen Platz. Auch wenn dies, gemessen an den höher angesetzten Zielen, insgesamt nicht befriedigen kann, war es immerhin erfreulich, dass die Mannschaft wie schon beim 95:89-Sieg an Gründonnerstag in Kirchheim/Teck unter ihrem Headcoach Tony Garbelotto bis zuletzt an einem Strick zog und zum Saisonausklang nochmals viel Moral, Charakter und Teamgeist bewies. Sechs Heidelberger Spieler punkteten gegen Jena zweistellig.

Von den ersten Sekunden an entwickelten beide Mannschaften ein sehr ansehnliches Spiel auf Augenhöhe. Auf Heidelberger Seite imponierte zunächst Kristian Kuhn mit einer grundsoliden Partie unter den Körben. Bis zur 13. Minute hatte er bereits 10 Punkte auf seinem Konto.  Zwischenstände 3:12 (4.) und 18:20 (1. Viertel). Dann kam die große Zeit von Clint Sargent. Es war eine Augenweide, ihn im 2. Viertel in der Offensive zu beobachten! Er erzielte hier 13 Punkte bei nur einem Fehlwurf. Auch insgesamt harmonierten die “Akademiker” hervorragend, spielten durch gute Passstationen ihre Wurfpositionen heraus und kamen bis zur Pause zu einer überragenden Trefferquote von 62 %.  Hinten blockten Devin White (6) und Yannick Crowder (3) einen Wurf nach dem anderen und machten es damit den hoch ambitionierten Gästen schwer, ihrerseits ihre Würfe ins Ziel zu bringen (40 % Trefferquote).

Auch nach der Pause spielte Devin White sehr konzentriert und teamorientiert. Am Ende lag er mit 13 Punkten, überragenden 9 Blocks und 7 Assists nicht weit von einem Triple-Double (zweistellige Werte in drei Kategorien) entfernt. Sein herausragender Pendant auf der Gegenseite war Kenny Barker mit 17 Punkten, 9 Rebounds und 9 Assists. Heidelberg setzte sich auf 55:43 (24.) ab und ging mit einem aussichtsreichen 68:57-Vorsprung ins letzte Viertel.

Da wollten es dann aber die “Wissenschaftler” aus dem Osten noch einmal wissen. Schließlich ging es für sie noch um die Playoffs! Der herausragende Barker sowie mehrere Dreier von Lee Jeka und Sim machten die Partie ungemein spannend. Bis zur 36. Minute gingen die Thüringer gar mit 71:70, 74:72 und 77:74 in Führung. Die Academics hatten es in dieser Phase Ayron Hardy zu verdanken, dass sie Anschluss halten konnten. White (zum 78:77) und Janis Heindel mit wichtigem Tip in zum 80:79 eroberten die Heidelberger Führung zurück, ehe Sargent und Kai Barth (mit einem sauberen Dreier) die Weichen wieder auf Sieg stellten (85:80, 1:23 Minuten vor Spielende). Kai Barth legte noch 3 Freiwürfe nach, womit den Neckarstädtern über 88:80 der 91:86-Sieg in den Schlusssekunden nicht mehr zu nehmen war. Die Gästefans hatten auf der OSP-Tribüne dennoch viel Grund zum begeisterten Jubel, denn dank der zeitgleichen Chemnitzer 75:90-Niederlage in Gotha war Jena auf dem 7. Tabellenplatz gelandet und trifft in den Playoffs auf Göttingen. Für Heidelberg ging eine “Achterbahn-Saison” zu Ende, die nun für das Management viel Anlass zu sorgfältigen Analysen und Zukunftsüberlegungen liefern wird.

Jena: Barker 17, Sim 14 (4/7 Dreier), Wysocki 14, Jeka 11, Roquette 10, Watts 9, Adomaitis 8, Schwartz 3.

Heidelberg: Sargent 19 (7/10 aus dem Feld), Kuhn 16 (8/9 !, 7 Rebounds), Barth 15 (2 Assists, 2 Steals), White 13 (7 R, 9 Blocks), Hardy 12 (4 R, 5 A, 3 St, 5 To), Heindel 10 (3 R, 3 A), Blackwood 6, Komarek, Crowder,- von Fintel, Okundaye, Hoff.

Trefferquoten: Heidelberg 59,3 %, Jena 45,7 %

Claus Ebert


Trotz 95:89-Sieg in Kirchheim ist nur noch Platz 9 möglich.

Freitag, 29. März 2013 um 2:14 Uhr

Freier Eintritt für je zwei Begleitpersonen von  Dauerkarteninhabern am Samstagabend!

Die Academics bewiesen am vorletzten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga, Pro A, noch einmal Charakter und besiegten die sich verzweifelt gegen den Abstieg wehrenden Kirchheim Knights in deren ausverkaufter Halle vor 1200 Zuschauern mit 95:89 (49:37). Die Playoffs können allerdings von den Academics nicht mehr erreicht werden, da Nürnberg gleichzeitig in Chemnitz mit 78:66 und Jena gegen Düsseldorf mit 88:78 gewannen und damit ebenso wie Ehingen auf den Plätzen sechs, sieben und acht vor dem letzten Spieltag bereits vier Punkte Vorsprung gegenüber den Heidelbergern haben.

Immerhin präsentierten sich die Jungs von Headcoach Tony Garbelotto im Schwabenland noch einmal in guter Verfassung und fanden die richtige Antwort auf den schnellen 1:9-Rückstand nach vier Minuten und das 7:15 nach sechs Minuten. Ein 10:0-Lauf sorgte für die erste Heidelberger Führung (mit 17:15) und mit 21:19  für Heidelberg ging es in die 1. Viertelpause. Nach dem 28:28 (14.) war es den hervorragend harmonierenden Amerikanern Devin White, Clint Sargent und Ayron Hardy zu verdanken, dass man nach einem erneuten 10:0-Run zum 38:28 und nach zwei Dreiern von White und Hardy mit 44:32 und zur Halbzeit mit 49:37 in Front lag.

Nach der Pause schmolz der Heidelberger Vorsprung trotz zweier Dreier von Blackwood bis auf zwei Punkte (Spielstand 59:61, 27. Minute), ehe es mit 59:67 ins letzte Viertel ging. Bis zum 66:72 (33.) blieben die Knights auf Tuchfühlung und es knisterte in der Halle vor Spannung. Dann gab es ein Technisches Foul gegen Kirchheims Trainer Ignjatovic, wodurch Heidelberg mit zwei Freiwürfen von Crowder und einen Korb von Janis Heindel auf 10 Punkte (66:76) wegziehen konnte. Nach zwei Dreiern des einmal mehr mit hervorragender Einstellung ans Werk gehenden Clint Sargent und einen Korb von Hardy hieß es fünf Minuten vor Spielende gar 70:84. Kristian Kuhn, der neben Kai Barth und Janis Heindel auch noch gute Akzente setzte, sorgte mit zwei Körben für das 75:88 (38.).  Nach dem 79:89-Freiwurf von Janis Heindel gelang den Rittern noch eine leichte Ergebniskosmetik, mehr aber nicht, da Kai Barth (4) und Christian von Fintel (2) in den Schlusssekunden fehlerfrei an der Freiwurflinie blieben und den 95:89-Sieg der Academics sicher nach Hause schaukelten.

Kirchheim: Alexander 22 (8/10-Quote), Stommes 16 (6/8), Tomasevic 13, Smallwood 12 (12 R), Adeberg 11 (10 R), Burnette 7, Prodromou 3, Brooks 3, Maier 2.

Heidelberg: Sargent 19 (4/6 Dreier, 5 R, 4 A), White 17 (7/10 Feldquote, 3 Steals), Kuhn 16 (9 R), Blackwood 14 (4/10 Dreier), Hardy 13 (7 Steals), Barth 8 (5 Assists), Heindel 3 (4 R, 3 A), Crowder 3, von Fintel 2, Komarek,- Okundaye.

Am Samstagabend um 20:30 h geht es zum Saisonabschluss gegen Science City Jena für die Academics nur noch um Platz 9 – falls Chemnitz zeitgleich in Gotha verlieren sollte.  Für Jena steht hingegen noch die Qualifikation für die Playoffs auf dem Spiel. Jena, durch den Sieg gegen Düsseldorf auf Platz sechs, kann im Falle einer Niederlage eventuell noch von Ehingen, Nürnberg und Chemnitz überholt werden.

Academics-Dauerkarteninhaber dürfen zu dieser Partie am Samstag um 20:30 Uhr ins OSP als Belohnung für ihre Treue je zwei Begleitpersonen mitbringen! Diese erhalten freie Eintrittskarten für den nicht numerierten Bereich.

Claus Ebert


Spannende Schlussphase in der Pro A!

Mittwoch, 27. März 2013 um 1:33 Uhr

Vor den beiden letzten Spieltagen der diesjährigen Hauptrunde gibt es von Platz 1 bis Platz 16 immer noch unzählige denkbare Konstellationen. Bei den Academics in Heidelberg hat man angesichts dieser Tatsache erst mal den Rechenschieber beiseite gepackt und konzentriert lieber alle Kräfte auf die nächste Partie am Donnerstagabend, 20 Uhr, bei den Kirchheim Knights. Die “Ritter” stehen derzeit auf dem 15. Tabellenplatz, punktgleich mit Gotha, gegen das sie zweimal verloren haben. Die Schwaben stehen also enorm unter Druck und sind gegen die Academics zum Siegen geradezu verurteilt. Im vergangenen Jahr schafften es  die Knights am Ende der Saison bis ins Playoff-Finale gegen den MBC und hatten damit den sportlichen Aufstieg erreicht. Auf diesen mussten sie jedoch verzichten, da sie nicht über eine BBL-taugliche Halle verfügen. Nach der Saison hatten die Kirchheimer mit dem Verlust insbesondere von Devin Uskoski (wechselte zum MBC in die BBL), Nils Menck (zur BG Karlsruhe) und Ahmad Smith (nach Gotha und inzwischen Nürnberg) einen sehr großen Aderlass zu verkraften, den sie offenbar nicht hinreichend kompensieren konnten, so dass sie nun in diese alarmierende Situation geraten sind. Während der Rückrunde verstärkten sich die Knights nochmals mit dem amerikanischen Scharfschützen Justin Stommes, einem der besten Pro A-Spieler der Saison 2011/2012 (damals für Paderborn), doch auch er konnte die Ritter bisher nicht aus der Misere herausführen. Nun haben die Kirchheimer noch zwei Chancen, den drohenden sportlichen Abstieg zu vermeiden, am Donnerstag gegen die MLP Academics Heidelberg, am Samstag beim Tabellenzweiten BG Göttingen.

Die Academics haben ihrerseits nicht den geringsten Grund, das Spiel am Donnerstag auf die leichte Schulter zu nehmen. Gerade nach den beiden zuletzt erlittenen ebenso unglücklichen wie bitteren Niederlagen in Paderborn (67:75) und gegen die Sechser-Rotation von Cuxhaven (84:88) wollen die Garbelotto-Schützlinge Charakter und Moral beweisen und mit einem Sieg aus dem Schwabenlande zurückkehren. Das Hinspiel dominierten die Heidelberger klar mit  99:74. Devin White bot dabei mit 27 Punkten, 8 Rebounds, sechs Assists und 4 Steals eine überragende Leistung, gut unterstützt von Tristan Blackwood (10 Punkte, 9 Assists). Auch Clint Sargent (22 Punkte, 5 Rebounds), Kristian Kuhn (18 Punkte, 4 Rebounds), Janis Heindel (7 Punkte, 7 Rebounds) sowie Kai Barth (7 Punkte, 5 Assists) ragten noch aus der überzeugenden Team-Performance heraus.

Am Samstagabend um 20:30 Uhr  geht es dann für die  MLP Academics  im OSP im letzten Spiel der Hauptrunde gegen Science City Jena.


Academics bleiben im “Niemandsland” der Tabelle.

Montag, 25. März 2013 um 2:00 Uhr

Auch gegen eine nur mit einer Sechs-Mann-Rotation operierende Cuxhavener Mannschaft schafften es die Heidelberger Academics nicht, mit einem Sieg im drittletzten Saisonspiel noch einmal den Kontakt zu den Playoff-Plätzen herzustellen. Stattdessen gab es vor 750 Zuschauern eine ganz bittere 84:88 (31:43)-Heimniederlage und Heidelberg bleibt auf dem 10. Tabellenplatz. Einzig erfreulich für Heidelberg war an diesem Spieltag die Tatsache, dass auch die Mannschaften aus dem Hinterfeld der Tabelle (Crailsheim, Essen, Paderborn, Kirchheim und Gotha) allesamt Niederlagen einsteckten und so den Abstand zu den Academics nicht verringern konnten.

Das Garbelotto-Team war ohne den fußverletzten Janis Heindel, die Gäste verletzungsbedingt gar ohne Thomas, Rockmann und Pluskota, lediglich mit einem 7-Mann-Team, angetreten, von dem sogar nur sechs Spieler zum Einsatz kamen. Zweieinhalb Viertel gelang es den Gastgebern allerdings nicht im Geringsten, diesen Umstand für sich zu nutzen. Anstatt den ständigen Kontakt zu suchen, den Ball rotieren zu lassen und dann vehement den Korb zu attackieren, wirkten fast alle Heidelberger Spieler 25 Minuten lang viel zu abwartend und passiv. Man spielte dem Gegner von der 1. Minute an in die Karten. Am Ende des Spiels standen dann ganze neun Heidelberger Freiwürfe auf dem Spielbogen – von denen fünf verwandelt wurden.

Vor allem in der gesamten 1. Halbzeit ließ man sich Spielgeschehen und –tempo mehr oder weniger vom Gegner diktieren. 9:17 betrug der Spielstand nach 8 Minuten, besser konnte es für die Gäste nicht laufen. Einzig Devin White fand Mittel und Wege, um den Gästekorb wenigstens ein bisschen in Gefahr zu bringen und erzielte 11 Heidelberger Punkte zum 16:17-Viertelstand. Auch im 2. Viertel übte die Heimmannschaft zu wenig Druck auf den Gegner aus. Der Spielplan der Bascats ging auf, mit 10 Fouls zur Pause, gut verteilt auf die sechs Spieler, konnten sie hervorragend leben. Vor allem Pratt, aber auch der wie schon beim 93:83-Hinspielsieg insgesamt herausragende Deutsch-Amerikaner Jeremy Dunbar sowie Harris, Mackeldanz und zwei Dreier von Hasenkamm sorgten für eine total ernüchternde 43:31-Gästeführung zur Halbzeit.

Im dritten Viertel wurde es aus Heidelberger Sicht erst mal noch schlimmer – 37:55 hieß es nach drei innerhalb von 50 Sekunden erzielten Dreiern von Hasenkamm und Dunbar (2) nach 24 Minuten. Erst jetzt – sehr, sehr spät – kam die längst ersehnte Reaktion des Heidelberger Teams in Form einer von jetzt an effektiven Ganzfeldpresse mit zahlreichen Ballgewinnen und die Partie erfuhr eine dramatische Zuspitzung. Durch fünf Punkte von Kai Barth, je einen Dreier von Clint Sargent und Devin  White sowie ein Dreipunktspiel von Kristian Kuhn verkürzte Heidelberg bis zum Viertelende auf 53:63.

Im Schlussviertel ging die Hetzjagd weiter, bis zum 67:78 (36.) fanden aber Dunbar und Pratt immer die richtige Antwort. Ein Dreier von White und ein Steal von Blackwood  mit anschließendem Korbleger zum 72:78 zweieinhalb Minuten vor Spielende brachte die Stimmung im OSP auf den  Siedepunkt. Beim Dreier von Blackwood 1:40 Min. vor der Sirene zum 75:78 schien die Wende nur noch eine Frage der Zeit. Doch ein Foul von Kuhn, sein Fünftes, mit anschließendem technischen Foul gegen ihn wurde vom nervenstarken Dunbar mit vier sicher verwandelten Freiwürfen zum 75:82 (1:12 vor Ende) genutzt. Zwei Dreier von White und Sargent zum 81:85 und 84:87 machten nochmals Hoffnung, ehe Pratt mit einem Freiwurf zum 84:88 den letztlich angesichts der aufopferungsvollen Leistung hochverdienten Cuxhavener Erfolg sicherstellte, da zwei allerletzte Dreierversuche von White und Okundaye nicht mehr ihr Ziel fanden. – Am Ende waren 43 Heidelberger Dreierversuche (davon 15 Treffer) offensichtlich nicht das richtige Mittel, um eine Sechs-Mann-Rotation zu besiegen.

Heidelberg: White 30 (6/13 Dreier, 9 Rebounds, 7 Turnover), Sargent 19 (5/11 Dreier), Blackwood 15 (3/11 Dreier), Barth 8 (1/1 Dreier), Kuhn 5, Hardy 4, Crowder 3, von Fintel (0/3 Dreier), Komarek (0/3 Dreier), Okundaye (0/1 Dreier), Hoff.

Cuxhaven: Dunbar 25, Harris 18, Pratt 16, Mackeldanz 14, Hasenkamm 9, Onwuegbuzie 6.


Playoffs noch immer erreichbar!

Donnerstag, 21. März 2013 um 13:07 Uhr

In einer für nahezu alle Teams unglaublich spannenden Pro A-Saison geht auch der Kampf um das Erreichen der Playoffs allmählich in seine letzte Phase. Die MLP Academics können die für Vereine und Fans natürlich  hoch begehrten Playoffs nach der ärgerlichen 67:75-Niederlage in Paderborn aus eigener Kraft zwar nicht mehr erreichen, aber in dieser ausgeglichenen Liga scheint bis zuletzt alles möglich. Falls  Nürnberg oder Jena an den restlichen drei Spieltagen noch patzen sollten, könnte sich auch den Academics noch einmal die Chance für das Erreichen wenigstens des achten Platzes eröffnen. Theoretisch wäre sogar noch der 7. Platz möglich, falls auch Chemnitz  noch zwei seiner drei Spiele – in Karlsruhe, gegen Nürnberg und in Gotha – verlieren sollte. Absolute Voraussetzung ist selbstverständlich, dass das Team von Trainer Garbelotto seinerseits alle drei Spiele – gegen Cuxhaven, in Kirchheim und gegen Jena -  gewinnt.

Daher steht am Sonntag, um 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt, gegen den Tabellenvierten, die Cuxhaven Bascats, einmal mehr sehr viel auf dem Spiel!  Es gilt also, alle Kräfte zu bündeln und sich zu einer ähnlich kompakten Leistung wie zuletzt beim 75:63-Erfolg gegen Chemnitz aufzuschwingen. Der Gegner ist ähnlich stark, vielleicht sogar noch ein Quäntchen besser als die Chemnitzer, denn die Nordseestädter belegen derzeit den vierten Tabellenplatz und kämpfen zusammen mit Karlsruhe und Ehingen noch um das Heimrecht in der ersten Playoffrunde. Am vergangenen Sonntag rangen sie auch ohne ihren bisherigen Spielgestalter, Jeremy Kelly, mit 65:59 den Tabellendritten Düsseldorf nieder. Die Bascats hatten sich vor dem Spiel für den Rest der Saison von ihrem Pointguard getrennt – laut Pressemeldung “wegen seinem immer häufiger von den mannschaftstaktischen Vorgaben abweichendem Teamverhalten”.  Die Hauptverantwortung im Team   haben jetzt die beiden treffsicheren “Shooter” Scott Thomas und Jeremy Dunbar sowie der sehr athletische Center Evan Harris. Auch Monyea Pratt und der zweite Aufbauspieler Maximilian Rockmann wissen Akzente zu setzen. Die Genannten waren  bisher neben Kelly auch die Hauptscorer im Team:  Scott (18,9 Punkte), Kelly (15,0). Harris (12,5), Dunbar (12,2), Pratt (9,4) und Rockmann (8,4). Als Rebounder profilierten sich insbesonders Scott (6,4), Pratt (5,8) und Harris (5,7).

Das Hinspiel gewannen die Bascats 93:83. Überragend spielte dabei vor allem der Deutsch-Amerikaner Dunbar auf, mit 26 Punkten (10/13 Treffer, darunter 4/6 Dreier). Auch Scott (19) und Harris (19) sowie Kelly (9 P, 7 Assists) überzeugten total. Aus Heidelberger Sicht konnten eine herausragende Vorstellung von Devin White (24 P, 14 R), eine gute Leistung von Mannschaftskapitän Janis Heindel (15 P, 4 R) sowie eine ausgeglichene Gesamtbilanz des Teams die Niederlage nicht verhindern.

Am Sonntag liegt es also am Academics-Team, die Spannung auch über den Spieltag hinaus noch zu erhalten. Auch das Heidelberger Publikum und unser stets engagiertes Trommel-Ensemble werden gefragt sein. Toll wäre eine Gemeinschaftsproduktion und ein daraus resultierender Heimsieg!

Claus Ebert


Rückschlag für Trainer Garbelotto und sein Team

Sonntag, 17. März 2013 um 23:48 Uhr

Durch eine 67:75 (37:40)-Niederlage vor 1550 Zuschauern in Paderborn verpassten  die Academics die große Chance, mit dem Tabellenachten Science City Jena gleichzuziehen und belegen drei Spieltage vor Beendigung der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga  hinter dem mit Jena punktgleichen BC Nürnberg weiterhin den 10. Tabellenplatz. Durch die Parallelniederlagen von Jena (83:85 gegen den Tabellenletzten Leipzig) und Nürnberg (84:89 nach Verlängerung gegen die BG Karlsruhe) bleibt der Kampf um den Einzug in die Playoffs zwar spannend, sehr ärgerlich ist die Niederlage in Paderborn allerdings vor allem unter dem Aspekt, dass man im Falle eines Sieges die Playoffteilnahme bei den drei restlichen Saisonspielen selbst in der Hand gehabt hätte. So aber ist man auf fremde Hilfe angewiesen.

logo_mlpIn einer Begegnung zweier gleichwertiger Mannschaften hatten die Paderborner den besseren Start und gingen in der 4. Minute 12:8 in Front. Mit der Einwechslung von Christian von Fintel und der Rückkehr von Clint Sargent aufs Parkett wurde es auf Heidelberger Seite besser und die Academics kamen zu einem 8:0-Lauf (12:16, 8. Min.). Insbesondere drei Dreiern von Sargent im 1. Viertel war es zu verdanken, dass die “Riesen vom Neckar” mit einer beruhigenden 23:18-Führung in die Viertelpause gingen. Im zweiten Abschnitt gaben aber Jamerson (3) und Rush mit fünf Dreiern die Antwort und brachten ihr Team nach dem 28:33-Zwischenstand (16.) bis zur Halbzeit noch mit 40:37 nach vorn.

Im 3. Viertel drehte sich zunächst die Begegnung erneut. Wiederum waren die Academics insbesondere aus der Distanz erfolgreich und lagen nach vier weiteren Dreiern von Sargent (2), Kai Barth und Tristan Blackwood wieder 56:50 in Führung, ehe die Gastgeber nach dreißig Minuten  wieder den Gleichstand (57:57) erreichten. Auch im Schlussabschnitt lebten dann beide Mannschaften vor allem von ihrer Kampfkraft und verzichteten auf spielerische Glanzlichter. 59:62 (35.), 65:62 (36.) lauteten die Zwischenstände bis zum 67:65 (38.). In der Schlussphase versäumten es die Baskets bei 1/8 Freiwürfen, die Partie frühzeitiger zu entscheiden, doch die Gäste konnten dieses “Angebot” nicht annehmen, sondern setzten weiter auf Dreier, die jetzt aber nicht mehr fielen. Die Paderborner suchten ihr Heil dagegen erfolgreich in Korbnähe, zogen durch Nahdistanzversuche von Jamerson, Rush, Fleischmann und Kittman auf 73:67 (20 Sekunden vor Spielende) davon und landeten einen letztlich verdienten 75:67-Erfolg. Entscheidend war insgesamt die bessere Trefferquote der Paderborner (48 gegenüber 40 %).

Paderborn: Jamerson 22, Jost 12, Fleischmann 10 (8 Rebounds), Adams 9, Kittmann 8 (8 R), Rush 8 (12 R), Aquino 3, Dennis 2, Aud 1 (6 Assists).

Heidelberg: Sargent 17 (5/8 Dreier, 3 Steals), White 15 (7 R), Hardy 8 (6 R, 3 A), Kuhn 8 (5 R), Blackwood 6 (2/4 Dreier), Barth 5, Heindel 4 (5 R), von Fintel 2, Crowder 2, Komarek.


Ganz große kämpferische Leistung der MLP-Academics!

Samstag, 16. März 2013 um 4:26 Uhr

Solche Spiele muss man erst mal gewinnen! In der gesamten ersten Halbzeit (30:35) war die Nervosität aufgrund der schwierigen Tabellensituation auf Seiten der Academics geradezu mit Händen greifbar. In der Offensive gelang bis dahin wenig und in der Defensive bekam man den unwahrscheinlich stark aufspielenden Japaner Takumi Ishizaki zunächst überhaupt nicht zu fassen und auch Jones, Lawson und Schmidt gaben den Heidelbergern und deren Trainerteam allerhand Rätsel auf. In der 2. Halbzeit spielte das Garbelotto-Team dann eine immer stärker werdende Defense, eroberte  mit einer großartigen kämpferischen Vorstellung erst die Herzen der 700 Zuschauer im Heidelberger Olympiastützpunkt und erzwang dann Zug um Zug  die Wende. Mit 75:63 konnte man am Ende sogar noch den direkten Vergleich (Hinspiel 77:71 für Chemnitz) für sich verbuchen.

Trainer Garbelotto hatte es nach den Negativerfahrungen der letzten drei verlorenen Spiele erst mal mit einer neuen Starting Five probiert. Hardy, Sargent, Heindel, White und Kuhn lautete die Formation. Nach sieben Spielminuten und insbesondere drei von drei Dreiern von Ishizaki hieß es aber erst mal 11:20 und eine erste Ernüchterung war auf Seiten der Gastgeber eingekehrt. Dann kam Christian von Fintel und stoppte mit seiner gewohnt energetischen Verteidigung erst mal den Rausch des japanischen Pointguards. Nach den ersten 10 Minuten lagen die Academics nur noch 16:22 zurück. In der Offensive war es einmal mehr vor allem Devin White, zudem Ayron Hardy und Clint Sargent zu verdanken, dass die Heidelberger den Anschluss hielten und zur Pause nach immer noch sehr verkrampftem Spiel “nur” 30:35 zurücklagen. Sie agierten bis dahin zwar durchaus schon mit viel Kampfkraft,  aber noch mit wenig Effektivität und noch weniger Teamplay im Angriff. Ganze 4 Assists standen zur Pause auf dem Scoutingbogen.

Nach dem Wechsel intensivierten die “Akademiker” weiter die Verteidigungsleistung und bereiteten der Achterrotation der Gäste zusehends Probleme. Mit einer unerbittlichen Press- bzw. Mann-Mann-Verteidigung hatte man am Ende Ishizaki zu 7 und das gesamte Chemnitzer Team zu 19 Ballverlusten (Heidelberg 11) gezwungen. 10 Heidelberger Steals stand ein einziger Chemnitzer gegenüber. Diese Aspekte ergaben zusammen mit 8 Heidelberger Blocks (gegenüber 1) den entscheidenden Unterschied.

Im dritten Viertel war die Partie allerdings noch vollkommen offen. Bei 45:44 hatten White, Kuhn, Sargent und Crowder die Führung zurückerobert. Zur Viertelpause sorgten Ishizaki und ein verrückter “Buzzer” von Rosenthal aus der Drehung aber wieder für ein 45:48.

Die Heidelberger Defense ließ jetzt aber nicht mehr locker. Sargent traf einen wichtigen Dreier zum 48:48, von Fintel legte nochmals eine extreme Verteidigungsphase gegen Ishizaki ein und mit sehr viel Willen gingen die Heidelberger über 53:52 (33.) mit 59:52 (34.) in Front. Jetzt, endlich, wurden auch spielerische Akzente gesetzt. Kai Barth, Ayron Hardy und Janis Heindel waren nun die treibenden Kräfte und nutzten das 5. Foul von Jones und Lawson über 64:56 (37.) noch zu einem am Ende überzeugenden 75:63-Erfolg.

Chemnitz: Ishizaki 24, Jones 14, Lawson 9 (7 Rebounds, 5 Assists), Schmidt 6, Rosenthal 4, Cardenas 4, Stachula 2.

Heidelberg: White 21 (8 Rebounds, 4 Blocks), Sargent 16, Heindel 11, Hardy 8 (7 R, 5 A, 2 St), Kuhn 6 (7 R), Barth 5, von Fintel 4, Crowder 4, Komarek, Blackwood – Okundaye.

Damit bleiben die MLP-Academics mit 24:28 Punkten auf dem 10. Rang erst mal im Rennen um die Playoff-Plätze. Wie viel der schwer erkämpfte Heimsieg gegen Chemnitz wert ist, wird sich allerdings erst am Sonntag, ab 17 Uhr,  bei der Partie in Paderborn zeigen. Die Paderborn Baskets stehen nach ihrer knappen 74:77 – Niederlage in Düsseldorf und nunmehr 20:32 Punkten mit dem Rücken zur Wand und werden den Academics sicherlich alles abverlangen. Mit einer ähnlich kämpferischen Einstellung wie gegen Chemnitz dürfen sich die Heidelberger aber sicherlich eine Siegchance ausrechnen. Sie werden am Sonntagnachmittag auf jeden Fall alles auf die Waagschale werfen, um die Chance auf die Playoffs weiter offen zu halten.

Claus Ebert


Academics spielen um die Zukunft!

Mittwoch, 13. März 2013 um 12:57 Uhr

Es klingt pathetisch, enthält aber ein Körnchen Wahrheit: “Wir müssen um unsere Zukunft spielen”, meinte Academics-Headcoch Tony Garbelotto mit Blick auf die restlichen fünf Saisonspiele beziehungsweise zunächst einmal in Bezug auf den bevorstehenden Doppelspieltag – zu ungewohnter Zeit am Freitag, 19:30 Uhr im OSP gegen BV Chemnitz 99 und am Sonntag, 17 Uhr in Paderborn. Sollte hierbei auch nur eine weitere Niederlage herausspringen – wären die Playoffs  praktisch nicht mehr zu erreichen. Jedes einzelne Saisonspiel zählt für die Spieler der MLP Academics also ab jetzt doppelt und dreifach. Eingebrockt haben sie sich diese  dramatische und letztlich unbefriedigende Situation mit einer langen Reihe knapp verlorener Spiele im Laufe der Saison selbst. Für die Verantwortlichen der Academics stellt sich daher die Hauptaufgabe für die nächste Saison schon jetzt quasi von selbst: Man muss das Team um mindestens ein, zwei Spieler ergänzen, die in den entscheidenden Phasen eines Spiels Leaderfunktionen übernehmen können.

Davon abgesehen sind die Spieler von Trainer Garbelotto in nahezu allen Saisonbegegnungen mit überzeugendem Teamplay aufgetreten und werden auch am Freitagabend aller Voraussicht nach wieder eine gesunde Team-Moral beweisen  und mit gewohnt großem Energieaufwand in die Partie gehen. “Ich bin sicher, dass die Jungs am Freitag um jeden Quadratmeter kämpfen werden”, gab jedenfalls Manager Matthias Lautenschläger die Devise für das erste Schicksalsspiel am Freitagabend vor.  Bleibt die Hoffnung, dass durch  einen Sieg im Freitagsspiel die Lage auch für die vier weiteren Saisonspiele  noch  offen bleibt.

Chemnitz ist als Tabellensechster natürlich ein schwieriger Gegner, dem man mit nötigem Respekt begegnen wird.  Die Sachsen haben ein sehr gut eingespieltes Team und liegen nicht ohne Grund auf dem sechsten Platz der Tabelle. Ihre Stärke bewiesen sie am vergangenen Wochenende mit dem 73:67-Triumph über den Tabellendritten  Düsseldorf – und das, obwohl man sich vor zweieinhalb Wochen in gegenseitigem Einvernehmen von John Bynum, immerhin einem der dominanten Akteure im Team, getrennt hatte. Die Chemnitzer sind eines der vier besten Verteidigungsteams der Liga und ließen bisher nur 75,4 Punkte pro Partie zu. Sie erzielten aber auch selbst nur 74,0 Punkte. Im Vergleich dazu kamen die Academics bisher auf 83,88 Punkte im Angriff und kassierten 82,04 Punkte in der Defense. In fast allen Statistik-Kategorien belegen die Niners einen mittleren Platz. Das macht sie schwer ausrechenbar und damit gefährlich. Die besten Saisonleistungen für Chemnitz erzielten bislang: Lawson (15,9 Effektivität, 10,9 P). Ishizaki (11,2 – 12,8), Jones (10,4 – 10,9), Cardenas (9,1 – 10,0) und Schmidt (8,8 – 10,3).

Das Hinspiel gewannen die Sachsen 77:71. Zur Pause hatte unser Team noch mit 43:36 geführt. 3 Minuten vor Spielende hieß es 69:69. Beste Heidelberger Spieler in der Richard-Hartmann-Halle waren Christian von Fintel (14 P, 4/7 Dreier), der den damals verletzten Janis Heindel sehr gut vertrat, und Kai Barth (13 P, 9 Assists).

Es könnte am Freitagabend mal wieder ein Basketball-Krimi der besonderen Art im OSP werden!


Erneute Niederlage für die Academics

Sonntag, 10. März 2013 um 1:22 Uhr

„Wir haben in beiden Halbzeiten die Startphase verschlafen und mussten dadurch nahezu über die gesamte Spieldauer einem Rückstand hinterherrennen“, hatte Academics-Manager Matthias Lautenschläger nach der Partie schnell den Grund für die neuerliche knappe 74:80 (32:33)-Niederlage des Heidelberger Zweitligisten vor 1317 Zuschauern in der Halle des Nürnberger Berufsbildungszentrums gefunden. Mit 0:6 und 5:14 hatten die Gäste in der Tat die  jeweiligen Anfangsminuten der ersten und zweiten Halbzeit abgegeben, dem Gegner dabei also innerhalb von sechseinhalb Minuten einen 5:20-Vorsprung überlassen. Da fällt es dann natürlich schwer, ein Spiel zweier prinzipiell gleichwertiger Mannschaften noch aus dem Feuer zu reißen, obwohl sich das Academics-Team danach jeweils alle Mühe gab.

Im ersten Viertel brachten Kristian Kuhn und der vor der Pause überragende Clint Sargent die ohne Ayron Hardy  (im Training umgeknickt) angetretenen Gäste bis zum 13:12-Viertelstand wieder heran, ehe den Nürnbergern nach dem 13:16 innerhalb von zweieinhalb Minuten ein 12:0-Lauf zum 25:16 gelang. Die Academics verließen sich in der ersten Halbzeit viel zu sehr auf die Wurfkünste von Clint Sargent, der bis zur Pause überragende 18 Punkte (vier Dreier) bei 6/9 Feldwürfen erzielte. Den übrigen Heidelberger Spielern gelang bis dahin sehr wenig.

Auch nach dem 41:32 (21.) ging erst mal viel Heidelberger Energie dafür verloren, sich wieder auf  51:45 (24.) heranzuarbeiten. Prompt folgte ein fränkischer 10:0-Lauf von 54:47 zum 64:47. Mit aus Heidelberger Sicht relativ aussichtslosen 64:49 Punkten ging es ins letzte Viertel. Die Norisstädter hatten im 3. Viertel mit sechs Dreiern von Chavis (2), Smith, Khartchenkov (2) und Adler demonstriert, dass sie auch aus der Distanz mit den Gästen locker mithalten konnten.

Im Schlussviertel mobilisierten die „Akademiker“ nochmals alle Energiereserven und fanden ihrerseits mit einem 9:0-Lauf beim 64:58 in der 33. Minute noch einmal den Anschluss. Insbesondere Blackwood trumpfte jetzt gewaltig auf und brachte sein Team mit seinem vierten Dreier in diesem Abschnitt gar nochmals auf drei Punkte (73:70) – zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene –  heran. Der überragende Spieler der Partie, Ahmad Smith, sowie Nixon bewiesen nun aber Nervenstärke von der Linie und sicherten mit sieben (von acht) Freiwürfen den Nürnberger 80:74-Erfolg, womit die Franken in der Tabelle an den Academics vorbeizogen.

Nürnberg: Smith 23 (15 Rebounds, 7 Assists), Khartchenkov 18, Thompson 13, McDaniel 9, Chavis 6, Nixon 3, Adler 3, Schröder 3, Reile 2.

Heidelberg: Sargent 23 (5/11 Dreier), Blackwood 15 (5/13 Dreier), White 14 (5 Rebounds, 3 Assists), Kuhn 10, Heindel 4 (11 Rebounds, 4 Assists), Barth 4, Komarek 3, Crowder 1, von Fintel.

Claus Ebert


Academics mit Selbstvertrauen nach Nürnberg!

Mittwoch, 6. März 2013 um 20:20 Uhr

Nach der verständlichen Enttäuschung über die hauchdünne Niederlage gegen den Tabellenfünften Karlsruhe sind bei Academics-Headcoach  Tony Garbelotto und seinem  Team inzwischen  wieder alle Antennen auf das nächste Spiel in Nürnberg ausgerichtet. Das 82:85 gegen Karlsruhe ist ebenso Vergangenheit wie das ähnlich knappe 79:85 beim Tabellenzweiten Göttingen am Wochenende zuvor. Teamsport ist kurzlebig. Alle Kraft und alle Trainingsbemühungen zielen längst auf die Partie bei den mit Heidelberg punktgleichen Nürnbergern. Man fährt nach Nürnberg mit erhobenem Haupt und dem Bewusstsein, dass man bisher in der Rückrunde ab dem Heimspiel gegen Vechta auf durchweg hohem Level und mit großer mannschaftlicher Ausgeglichenheit gespielt hat, auf der sich weiter aufbauen lässt. Insbesondere seit die beiden Rückrundenzugänge Ayron Hardy und Yannick Crowder zusehends mehr integriert sind, wurde dem Team gerade auch von den stärkeren Gegnern der letzten Wochen durchweg ein hoher Leistungsstand bescheinigt. Insbesondere gegen  Düsseldorf (86:70), Gotha (84:61) und in Göttingen boten die Academics jeweils eine hervorragende Teamvorstellung. Dieses Niveau soll nun in Nürnberg fortgesetzt und möglichst mit einem Sieg gekrönt  werden.

Dabei wird niemand im und um das Heidelberger Team übersehen, dass sich auch die Franken zuletzt gefestigt gezeigt haben und nicht mehr mit der Mannschaft gleichgesetzt werden können, die in der Vorrunde in Heidelberg mit 71:83 unterlag. Damals hatten die Norisstädter gerade ihren überragenden Aufbauspieler Tyrone Brazelton ziehen lassen und waren in einem mehrere Wochen andauernden Leistungstief gelandet. Danach haben sie aber mit Zamal Nixon und Ahmad Smith gleich zwei ausgezeichnete Pointguards und mit Nikita Khartchenkov einen Erst- und Zweitligabewährten Flügelspieler mit bekannt guten Wurfqualitäten verpflichtet und sind ein ganz anderes Team mit einer Bilanz von seither  5:3 Siegen. Erfolge gab es gegen Kirchheim (83:71), Essen (91:72), überraschend in Vechta (85:84), in Leipzig (87:84) und gegen Ehingen (90:82), dagegen kassierte man Niederlagen in Jena (83:94), gegen Crailsheim (80:92) und zuletzt in Düsseldorf (65:79). Leistungsträger sind die drei „Neuen“, Smith in bisher 8 Spielen 9,6 Punkte, 8,3 Rebounds, 6,4 Assists, Khartchenkov, in ebenfalls 8 Spielen 15,3 Punkte, 39,2 % Dreier und Nixon mit 18,5 Punkten, 37,1 % Dreier und durchschnittlich 3 Assists. Zudem sind vor allem Center Ronald Thompson (10,4 Punkte, 6,5 Rebounds), Will Chavis (9,0 Punkte, 2,5 Assists) und Cornelius Adler (9,6 Punkte, 4 Rebounds)  für Nürnberger Akzente verantwortlich.

So oder so, die Jungs von Tony Garbelotto sind gewappnet und werden mit großer Motivation und positiver Gesamteinstellung in das Match am Samstagabend, 19:30 Uhr, in der Halle am Berufsbildungszentrum am Berliner Platz 26 gehen.

Claus Ebert


Erneut knappe Niederlage für Heidelberg

Montag, 4. März 2013 um 2:59 Uhr

Nach dem überraschenden 82:75-Hinspiel-Triumph in der Karlsruher Europahalle mussten sich die Academics beim Rückspiel gegen die BG Karlsruhe vor 1050 Zuschauern im Heidelberger Olympiastützpunkt in den Schlusssekunden mit 82:85 (42:40) geschlagen geben. Es war in dieser Saison bereits die zehnte Heidelberger Niederlage mit acht oder weniger Punkten Unterschied. Nur drei knappe Spiele (in Leipzig, Gotha und Karlsruhe) konnte man bisher für sich entscheiden.

In der Anfangsphase des Baden-Derbys hatten beide Teams Wurfprobleme, ehe zwei Dreier von Janis Heindel und Clint Sargent sowie zwei Punkte des wie in Göttingen überzeugenden Yannick Crowder Heidelberg mit einem 8:0-Lauf in Führung brachten (12:7, 5. Minute). Karlsruhe konterte durch den überragenden Spieler der 1. Halbzeit, Jaivon Harris, und eine Reihe sicher verwandelter Freiwürfe zum 20:24-Viertelstand.

Im 2. Viertel erhöhten die Gäste auf 25:36 (14.), ehe der Weckruf durch Ayron Hardy in Form eines „Monster-Dunks“ zum 29:36 kam. Hardy und White hatten jetzt eine ganz starke Phase und machten aus dem 35:40 noch eine 42:40-Pausenführung der „Riesen vom Neckar“. Mit einem 17:4-Run war das Heidelberger Team inzwischen auf Betriebstemperatur angekommen, wurde aber dann durch die Halbzeitpause und eine anschließende längere Unterbrechung wegen Problemen mit der technischen Anlage im OSP erst mal wieder aus dem Rhythmus gebracht.

Die Karlsruher kamen mit der  Zusatzpause besser zurecht und drehten die Partie in der Anfangsphase der 2. Halbzeit zum 44:49 (23.). Erst allmählich fanden die „Akademiker“ wieder zu ihrem schnellen Spiel und eroberten durch Crowder und Hardy die Führung zurück (52:51). In der 26. Minute wurde auch der an diesem Nachmittag insgesamt einmal mehr effektivste Spieler auf dem Parkett, Devin White, wieder eingewechselt, der die Heidelberger mit zwei Dreiern prompt zum 64:59 nach drei Vierteln warf.

White und Kai Barth bauten die Führung zum 70:61 (33.) aus und auch beim vierten Dreier von White (bei vier Versuchen) zum 73:65 (34.) sah es noch nach einem Heidelberger Heimsieg aus. Doch in der Schlussphase der Partie fehlte den Academics – nicht zum ersten Mal – ein „Floor-General“, der die Fäden in der Hand gehabt  und die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. So konnte sich Karlsruhe Punkt um Punkt wieder heranarbeiten und vorwiegend durch Hauer, Stockton und Black gar beim 82:83 (31 Sekunden vor Schluss) in Front gehen. Im Gegenzug verpassten Oliver Komarek (Dreierversuch) sowie Janis Heindel (zweimal unter dem Korb) die Entscheidung, ehe Black 2,6 Sekunden vor der Schlusssirene gefoult werden musste. Dieser verwandelte beide Freiwürfe sicher zum nicht unverdienten, aber sehr glücklich zustande gekommenen 85:82-Sieg der Karlsruher. Bei Einwurf Mittellinie (nach Auszeit) wurde Oliver Komarek nochmals mit einem klugen Spielzug in Wurfposition gebracht, doch sein Dreierversuch zur möglichen Verlängerung fand in der Schlusssekunde nicht den Weg in den Korb.

Wie meinte BG-Trainer Torsten Daume vor einigen Wochen gesprächsweise?: „Ich habe in dieser Saison einige Spieler im Team, die wissen, wie man ein Spiel in der Schlussphase entscheidet.“  Als hätte er damit die Quintessenz des gestrigen, nicht unbedingt hochklassigen, aber sehr dramatischen und jederzeit hart umkämpften  Derbys vorwegnehmen wollen.

Karlsruhe: Black 17 (7 R), Roessler 17, Harris 17 (5 A), Hauer 13 (5/7 Feldwurfquote), Stockton 12, Vierneisel 7, Curth 2.

Heidelberg: White 26 (8/11, 3 R, 2 St in 25:55 Min), Sargent 9 (4 A), Komarek 9, Hardy 8 (7 A), Heindel 8 (7 R), Crowder 8 (4/4, 5 R), Kuhn 8 (9 R), Barth 6 (4 R, 3 A), von Fintel, Blackwood,- Okundaye.

Claus Ebert


Große Spannung über dem Baden-Derby!

Mittwoch, 27. Februar 2013 um 19:16 Uhr

Selten stand das Derby zwischen Heidelberg und Karlsruhe unter einer dermaßen dramatischen Ausgangsposition wie am kommenden Sonntag um 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt. Mit einem Sieg könnten die Academics im erbitterten Kampf um die Playoffs mit dem Tabellensiebten (Verlierer der Partie Ehingen gegen Chemnitz) gleichziehen. Aber auch die Karlsruher, derzeit Tabellenfünfter, dürfen sich nicht mehr zu viele Niederlagen leisten, wollen sie nicht noch Gefahr laufen, aus den Playoff-Rängen verdrängt zu werden. Mit Nürnberg und Jena liegen zwei weitere, mit Heidelberg punktgleiche und derzeit recht stabile Teams auf der Lauer.

Die Karlsruher hatten zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Nach dem längerfristigen Ausfall von Nils Menck (Riss des Syndesmosesbandes) war am Sonntag bei der 67:80-Niederlage gegen Düsseldorf auch Jaivon Harris (Ödem im Knie) nicht mit von der Partie, so dass Trainer Torsten Daume zwangsläufig mit einer kleineren Rotation agieren musste. Insbesondere in der Partie gegen Düsseldorf fehlten den Karlsruher Spielern im letzten Viertel denn auch die Kraftreserven. Die Last liegt derzeit vor allem auf den Schultern des 23jährigen Pointguards Michael Stockton – Sohn der NBA-Legende John Stockton von den Utah Jazz  – sowie der Routiniers Rouven Roessler, Jaivon Harris – soweit wieder einsatzfähig -,  Jeremy Black und Dewayne Richardson. Diese bilden natürlich nach wie vor eine sehr starke Formation, ergänzt vor allem durch Pointguard Sajmen Hauer und den in Heidelberg wohlbekannten Flügel Eric Vierneisel – inzwischen mit deutschem Pass ausgestattet.

Beim Hinspiel überraschten die Academics die damals zu Hause noch ungeschlagenen BGler  vor 2000 Zuschauern mit einer grundsoliden Vorstellung und entführten mit einem 82:75 (46:39)-Erfolg die Punkte  aus der Karlsruher Europahalle. Speziell die Ausgeglichenheit des Garbelotto-Teams war beeindruckend. Mit Blackwood (19), Komarek (13), Sargent (13), Heindel (12) und Barth (10) punkteten fünf „Academics“ zweistellig. Die meisten Punkte für die BG markierten Roessler (19), Menck (16), Harris (12) und Stockton (11).

Für die Academics gilt es, ein ähnlich starkes Teamplay wie beim Hinspiel zu demonstrieren und zudem an den in den letzten Wochen gezeigten hervorragenden Leistungen anzuknüpfen.

Freuen wir uns auf ein attraktives und spannendes Basketballspiel!

Claus Ebert


Beinahe ein Husarenstück der MLP Academics

Sonntag, 24. Februar 2013 um 0:39 Uhr

Zweieinhalb Minuten vor Spielende waren die Academics ganz nah an einem großen Überraschungserfolg beim Tabellenzweiten BG Göttingen. Gerade hatte Blackwood die Heidelberger vor 2000  Zuschauern mit seinem zweiten Dreier innerhalb einer Minute mit 75:71 in Führung gebracht.

„Die Mannschaft hat wirklich gut gespielt und kämpferisch ausgezeichnet dagegen gehalten“, war denn nach der Partie auch Heidelbergs Manager Matthias Lautenschläger mit dem Auftreten der „Riesen vom Neckar“ zufrieden. „Am Ende waren es zwei, drei Dinge, die das Spiel zugunsten der Göttinger entschieden. Alles in allem war es aber eine sehr ansprechende Vorstellung unserer Jungs, die ganz nahe am Sieg waren und Werbung für das mit Spannung erwartete Derby am kommenden Sonntag gegen Karlsruhe betrieben haben.“

Mitentscheidend für die Niederlage war die allzu frühe Foulbelastung von White (4. Foul in der 22. Minute) und Crowder (4. Foul gar schon in der 17. Minute), zumal der dritte Big Man, der zuletzt sehr überzeugende Kristian Kuhn, wegen Krankheit nicht eingesetzt werden konnte. Crowder hatte sehr gut begonnen und bis dahin bereits 10 Punkte bei hundertprozentiger Ausbeute (3/3 Feldkörbe, 4/4 Freiwürfe) sowie zwei Rebounds und einen Steal beigetragen. Devin White fand infolge der frühen Foulbelastung überhaupt nicht ins Spiel und war am Ende bei lediglich 8:54 Minuten für seine Verhältnisse ungewohnt ineffektiv. Umso stärker trumpften während der ersten Halbzeit – neben Yannick Crowder -Ayron Hardy (bis dahin 9 Punkte, 4 Ballgewinne) und Clint Sargent ( bis dahin 4/4 Dreier) auf und sorgten zusammen mit Oliver Komarek und Janis Heindel maßgeblich dafür, dass die Gäste zwischenzeitlich mit 16:12 (8. Min.), 30:22 (12.) und 40:37 (15.) vorn lagen.

Auch nach dem 46:46-Pausenstand verlief die auf gutem Pro A-Niveau stehende Begegnung extrem ausgeglichen und die Dramatik nahm von Minute zu Minute zu.  Nach dem 56:53 für Göttingen eroberten Tristan Blackwood mit drei Freiwürfen und Ayron Hardy mit einem Dreipunktspiel die Führung zum 59:56 zurück und nach dem 61:58 verpasste man durch zwei Dreierfehlversuche sogar eine höhere Heidelberger Führung nach drei Vierteln.

Nach dem oben erwähnten 71:75 rettete insbesondere Akeem Vargas den Tabellenzweiten, zuerst mit einem Dreier zum 77:76 und anschließend mit sechs sicher verwandelten Freiwürfen bis zum 85:77. Den Heidelbergern fehlten jetzt  unter den Körben ein bisschen die großen Spieler und von außen das nötige Wurfglück. Immerhin blieb die Genugtuung, dem Tabellenzweiten beim 85:79-Endergebnis  ein großes Match geliefert zu haben.

Göttingen: Vargas 22 (6 Rebounds), Livas 14 (5 Assists), Guede 14, Grimaldi 12, Wenzl 9, Harris 6 (10 Rebounds), Phillips 6, Davis 2.

Heidelberg: Sargent 17 (5/10 Dreier), Komarek 14 (8 Rebounds), Hardy 11 (7 Rebounds, 5 Steals, 4 Assists), Blackwood 10, Crowder 10, Heindel 7 (5 Rebounds), Barth 6, White 4, – von Fintel, Okundaye, Kuhn.

Nahdistanz: Göttingen 63,6 %, Heidelberg 48,4 %, – Dreier: Göttingen 44 %, Heidelberg 37,9 %, Rebounds 38:36, Assists 16:11, Turnover 19:15, Steals 7:8

Claus Ebert


Basketball-Urgestein Oskar Roth 80 Jahre

Samstag, 23. Februar 2013 um 12:08 Uhr

Am 23.2.2013 vollendet Oskar Roth sein 80. Lebensjahr. Er begann seine Basketball-Karriere beim Turnerbund Heidelberg, wo er u. a. mit noch heute bekannten Basketball-Persönlichkeiten wie Spielertrainer Anton Kartak, Theodor Schober, Kurt Siebenhaar, Wolfgang Heinker, Willi Kitzing und Günter Piontek agierte und an drei deutschen Meisterschaften (1951-53) beteiligt war.
Danach wechselte der waschechte Altstädter zusammen mit Anton Kartak und Kurt Siebenhaar zum USC, mit dem ihnen gleich sechs Titel in Folge (1957-62) gelangen, die den Ruf der „Akademiker“ als Serienmeister begründeten. Er war ein athletischer und kampfstarker Spieler und galt als einer der besten deutschen Verteidiger. Seine letzte Meisterschaft feierte er 1962 als Spielertrainer (u. a. zusammen mit Volker Heindel, Werner Lamade, Hannes Neumann, Klaus Weinand und Rassem Yahya) und trat nach einer weiteren Saison in dieser Funktion vom aktiven Sport zurück. „Osse“ Roth blickte als Basketballer auf 63 Länderspiele (als Rekord-Nationalspieler), vier Europameisterschafts-Teilnahmen und als Trainer auf eine Vizemeisterschaft (USC-Damen 1955 gegen HTV 1846) und eine Deutsche Jugendmeisterschaft (1956) zurück.
Auch im Handball feierte der vielseitige Sportler beachtliche Erfolge, errang er doch mit der SG Leutershausen 1965 den 4. Platz der DM und wurde im Jahr darauf gegen den VfL Gummersbach deutscher Vizemeister. Dazu war er auch in diesem Sport als Trainer erfolgreich, bereitete nicht zuletzt seine Zwillinge Michael und Ulrich R. auf deren beeindruckende Karrieren vor.
Der USC ist stolz auf Oskar Roth und wünscht ihm zu seinem „runden“ Geburtstag noch recht viele gute Jahre im Kreise seiner Familie.

Peter Wittig


Funktioniert das Teamplay auch auswärts?

Mittwoch, 20. Februar 2013 um 21:06 Uhr

Es ist ein hoher Anspruch, Teamplay auf gutem Niveau und in einer gewissen Kontinuität zu spielen. Einen kleinen Anfang auf dem Weg, diesem Anspruch gerecht zu werden, haben die Spieler des Academics-Trainerteams um Tony Garbelotto mit den beiden beeindruckend herausgespielten Heimsiegen gegen den Tabellendritten Düsseldorf (86:70) und gegen den Drittletzten Gotha (84:61) gemacht. Jetzt gilt es, den Weg auch bei einem Auswärtsspiel fortzusetzen, dies allerdings auf besonders hoher Anspruchsebene, nämlich beim Tabellenzweiten Göttingen.

Die verheerende 68:108-Hinspielniederlage gilt es dabei aus der Erinnerung zu streichen. Die Vergangenheit ist passe. Im Sport, speziell im Teamsport, zählt das Momentum. Die volle Konzentration der MLP-Academics gilt einzig und allein der Samstagpartie. „Wir können in dieser Liga inzwischen jedes Team schlagen“ betont Headcoach Garbelotto immer wieder. Da versteht es sich von selbst, dass man auch nach Göttingen nicht fährt, nur um zu verlieren. Vielleicht kommt den Academics der Umstand ein bisschen zugute, dass die „Veilchen“ vor sicherlich 2000 Zuschauern in heimischer Atmosphäre natürlich klarer Favorit sind. Unverwundbar sind die Veilchen zu Hause allerdings nicht, wie die drei Niederlagen bei 10 Heimspielen gegen Leipzig (68:79), Karlsruhe (65:74) und zuletzt am 26. Januar gegen Crailsheim (68:74) beweisen. Wenn es gelingt, eine gute Teamdefense gegen sie zu spielen und sie auf einem relativ niedrigen Score zu halten, hat man offenbar eine Chance – womit man wieder beim Teamplay angelangt und der Kreis geschlossen wäre.

Umgekehrt sind die Chancen sehr gering, wenn das gute Passspiel der Göttinger nicht wirkungsvoll unterbrochen werden kann und das dann herausragende Offensivspiel der Veilchen zur Entfaltung gelangt. Hier zeigt die Historie, dass dann Ergebnisse wie 90:77 (gegen Jena), 87:64 (gegen Vechta), 92:77 (gegen Düsseldorf) oder 92:74 (gegen Cuxhaven) – also gegen sehr namhafte Gegner – zustande kommen.

Erstes Ziel muss wohl für die Academics sein, in der Anfangsphase nicht unter die Räder zu kommen, sondern von Beginn an voll konzentriert und mit starkem Willen dagegen zu halten. Die Göttinger sind nach zwischenzeitlich sieben Siegen in Folge zuletzt etwas ins Schwanken gekommen.  Insbesondere die 68:100-Schlappe in Vechta hat womöglich etwas am Selbstbewusstsein gerüttelt. Danach folgte die Heimniederlage gegen Crailsheim, ein 92:80-Sieg in Leipzig, ein 73:64-Erfolg gegen Ehingen und am vergangenen Wochenende beim Spitzenspiel  in Düsseldorf in letzter Sekunde eine bittere 59:60-Niederlage.

Es wird für die Academics sicherlich eine ganz schwere Begegnung, doch wenn es gelingt, den zuletzt eingeschlagenen Weg einer vor allem in der Verteidigung gut funktionierenden Teamarbeit fortzusetzen, kann sich vielleicht auch gegen die favorisierten Veilchen  eine  Chance auf einen Überraschungserfolg eröffnen.

Claus Ebert


MLP-Academics setzen Erfolgsweg fort

Montag, 18. Februar 2013 um 2:08 Uhr

Zwei Heimsiege in Folge, vier der letzten fünf Heimspiele gewonnen, die Heidelberger Basketballzuschauer, diesmal knapp 800 beim hochverdienten  und souverän herausgespielten 84:61 (45:38) gegen die OeTTINGER Baskets Gotha, gewinnen allmählich wieder richtig Spaß am Spiel der „Akademiker“. Nach einigen bitteren Niederlagen zu Beginn der Rückrunde wurden im Trainingsprogramm einige Korrekturen vorgenommen, unter anderem der Trainingsrhythmus umgestellt, und schon präsentiert sich das Team von Tony Garbelotto von seiner besten Seite – mit hoher Verteidigungsintensität und gesteigerter Spielintelligenz.

Nur im ersten Viertel war kein Unterschied zwischen den beiden Teams festzustellen. Die stark abstiegsgefährdeten Gäste waren fünf Minuten lang dank guter Trefferquote sogar das bessere Team und führten durch Dreier von Kuppe und Baker sowie Punkte von Niebuhr, Griffin und Kreis erst mal mit 12:5. Mit der Einwechslung von Devin White und dessen 9 Punkten noch im 1. Viertel änderte sich dies zum 25:25 Viertelstand. Danach gewannen die Heidelberger dank einer intensiven Teamdefense zusehends die Oberhand und kamen über 34:29 (15.) zu einem erst mal beruhigenden 45:38-Pausenstand. Vor allem White, Heindel und Kuhn, aber auch eine hervorragende Kollektiv-Leistung, hatten den Grundstein gelegt. Wegweisend waren 11 gegenüber 6 Assists sowie 6 gegenüber 0 Steals, wodurch das bessere Teamplay der Academics schon zu diesem Zeitpunkt eindrucksvoll dokumentiert wurde.

Auch im dritten Viertel lief das Bällchen zeitweise hervorragend durch die Heidelberger Reihen, die Wurfchancen wurden zumeist geduldig herausgespielt und Ausgangspunkt für die insofern merklich verbesserte Offense war auch jetzt immer wieder eine hohe mannschaftliche Intensität in der Verteidigung. Am Spielende attestierten 20 zu 9 Assists und 11 zu 3 Steals die spielentscheidende Differenz der beiden Teams. Beim 67:50 Ende des 3. Viertels war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Zu klar hatten die Heidelberger bis dahin ihre Gäste im Griff. Gegen die längere Bank der Academics konnten Griffin, Baker, Niebuhr und Kuppe das Niveau nicht mehr halten und verloren immer mehr an Boden.

Ab dem 72:52 (34.) durch den wieder sehr intensiv und effektiv agierenden Ayron Hardy war die Partie gelaufen und Headcoach Garbelotto gönnte seinen Leistungsträgern die wohlverdienten Ruhepausen bis zum 84:61-Endergebnis. Am Ende hatten alle 11 eingesetzten Heidelberger Spieler gepunktet und eine beeindruckende Teamvorstellung erbracht.

Mit den beiden überzeugenden Siegen gegen Düsseldorf und Gotha festigte das Academics-Team den 8. Tabellenplatz, spürt aber nach wie vor zahlreiche Verfolger im Rücken, da Jena, Nürnberg, Essen und Crailsheim am Wochenende ebenfalls gewonnen haben. Der Kampf um die Playoff-Plätze bleibt ungeheuer dramatisch.

Heidelberg: White 21 (7 Rebounds, 4 Steals), Kuhn 12 (7 Rebounds), Hardy 9 (5 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Heindel 9 (3 Steals), Blackwood 8, Komarek 6, Sargent 5, Barth 4, Crowder 4, Okundaye 3, von Fintel 3.

Gotha: Baker 14 (18 Rebounds), Griffin 14, Niebuhr 12, Kuppe 11, Person 6, Kreis 2, Schaffrath 2.

Claus Ebert


Kontinuität ist gefragt!

Mittwoch, 13. Februar 2013 um 19:34 Uhr

Im Kommentar des Rhein-Neckar-Fernsehens zum überragenden 86:70-Erfolg der MLP Academics gegen den Tabellendritten Düsseldorf Baskets hieß es am Montagabend im RNF-Sportreport: „Die Gastgeber liefern eine Leistung ab, die eines Tabellenführers würdig wäre“. Keine Frage, das war am Sonntagnachmittag in der Tat eine Galavorstellung in puncto Teamplay! Doch Vorsicht ist dennoch geboten, denn das Problem der Heidelberger Mannschaft lag  bisher darin, dass nach einem Hoch zumeist ein Tief folgte. Die Saison 2012/2013 gleicht bisher aus Heidelberger Sicht eher einer Achterbahnfahrt denn einem kontinuierlichen Verlauf. Die große mentale Herausforderung für das Team von Headcoach Garbelotto für das Spiel gegen Gotha am kommenden Sonntag zu gewohnter Zeit, 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt besteht also darin, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und mit der gleichen Intensität und Einstellung ans Werk zu gehen wie gegen Düsseldorf. Angesichts der Ausgeglichenheit in der Tabelle kann man sich eine Berg- und Talfahrt in den restlichen neun Saisonspielen nicht mehr leisten, will man am Ende einen der diesmal von so vielen Mannschaften begehrten Playoff-Plätze belegen. Vier Mannschaften liegen nur einen Sieg hinter den Academics und drei weitere haben einen Abstand von zwei Siegen.

Zu diesen drei Mannschaften gehören die OeTTINGER Baskets Gotha, der Gegner vom Sonntag. Es ist klar, dass die Thüringer am Sonntag ebenfalls hochmotiviert sein werden. Sie sind zwar in dieser Saison neu in der Pro A, wurden aber anfangs gar als einer der Favoriten gehandelt, weil hinter dem Verein mit der Brauerei Oettinger ein potenter und sehr ambitionierter Sponsor steckt, der den mittelfristigen Plan eines Aufstiegs in die BBL verfolgt. Dementsprechend hochgradig besetzt ging das Gothaer Team in die Saison. Die ersten Partien verliefen aber alles andere als wunschgemäß, mit der Folge, dass inzwischen einige Spieler und Trainer Simic ausgewechselt wurden. Seitdem haben sich die „Raketen“ stabilisiert und fünf ihrer acht Siege errungen, gegen Nürnberg 103:91, gegen Crailsheim 66:63, in Leipzig 81:67, gegen Cuxhaven 94:85 und zuletzt gegen Kirchheim 107:97. Herausragende Akteure bei diesem jüngsten Gothaer Erfolg waren die beiden Amerikaner Chase Griffin (28 Punkte, 9/12 aus dem Feld), Torvoris Baker (19 Punkte, 10 Rebounds) und die beiden Deutschen Leo Niebuhr (29 Punkte, 9/12 aus dem Feld) und Albert Kuppe (18 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists). Albert Kuppe stammt aus der Region Rhein-Neckar und spielte früher unter anderem beim Basketball College Rhein Neckar NBBL, bei der SG Mannheim und zuletzt bei BIS Speyer in der Pro B). In Gotha hat er sich beeindruckend weiterentwickelt und nimmt dort inzwischen eine Starting Five-Position ein. Ein weiterer Stammspieler, Jan Lipke, musste zuletzt verletzungsbedingt pausieren. Aufgrund eines Achillessehnenabrisses ist der amerikanische Center Dustin Mitchell  bis zum Saisonende nicht mehr dabei. An seiner Stelle kam aber im Spiel gegen Kirchheim der zuvor langzeitverletzte Centerspieler Joleik Schaffrath wieder zurück.

Das Hinspiel gewannen die Academics nach dramatischem Verlauf und Verlängerung mit 99:94. Für Gotha punkteten Niebuhr (20), Baker (18) und Lipke (18) am besten, die meisten Heidelberger Punkte erzielten Clint Sargent (24), Oliver Komarek (24), Devin White (18) und Kai Barth (15).

Auch das Rückspiel könnte spannend werden. Wichtig wird für die Academics, wie schon angedeutet, sein, ob sie es schaffen mit einer Einstellung und einer  Teamdefense wie gegen Düsseldorf in die Partie zu gehen. Besonderer Anreiz kann die Tatsache sein, dass mit einem Sieg der Kontakt zu Platz sechs gewahrt bliebe.

Claus Ebert


Gala der MLP-Academics gegen Tabellendritten!

Montag, 11. Februar 2013 um 2:00 Uhr

Mit einer glanzvollen Vorstellung, vor allem in der Verteidigung, rehabilitierten sich die „Akademiker“ durch ein 86:70 (47:36) vor 750 ab dem 2. Viertel restlos begeisterten Zuschauern im Heidelberger Olympiastützpunkt gegen den Tabellendritten Düsseldorf für vier ebenso unglückliche wie knappe  Niederlagen aus den letzten fünf Partien. Der Heidelberger Sieg am Sonntagnachmittag gewinnt noch einmal an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass sich die Gäste aus dem Rheinland kürzlich  mit den beiden Starting-Five-Spielern Chris Gadley, bisher für Leipzig bester Rebounder der Pro A, und Adam Waleskowski, einem weiteren sehr starken Amerikaner, mit deutschem Pass, unter dem Korb nochmals enorm verstärkt haben. Beide waren zwar zusammen mit Aufbauspieler Gary Johnson auch tatsächlich beste Spieler der Baskets, konnten aber letztlich nicht verhindern, dass am Sonntag für die Düsseldorfer Basketballer bereits Aschermittwoch war.

Dabei fing es für die Rheinländer so gut an. Sie nutzten ihre Athletik in Korbnähe  (Gadley, Waleskowski)  und gingen durch zusätzliche Punkte von Adamczak  über 0:5, 6:13 (4. Min.) und 14:21 in Führung. Kai Barth, deutlich verbessert, verkürzte per Dreier zum 17:21, doch die Antwort kam postwendend, ebenfalls per Dreier, durch Lyanage zum 17:24 nach dem 1. Viertel. Düsseldorf schien die Begegnung im Griff zu haben. Auf Heidelberger Seite hatte vor allem Kapitän Janis Heindel, der mit einer überragenden Leistung seine bisher wohl beste Saisonvorstellung gab, sein Team mit 9 Punkten im Spiel gehalten.

Im zweiten Viertel folgte eine Galavorstellung der Academics! Mit einer energiegeladenen Defense kauften sie den Düsseldorfern jetzt eindrucksvoll den Schneid ab, gingen durch den sehr effektiven Ayron Hardy in der 14. Minute erstmals in Führung (30:29) und insbesondere Devin White drehte  gewaltig auf und steuerte in dieser Phase 11 Punkte zur deutlichen 47:36-Pausenführung bei. Mit 30:12 gewann das in diesem Abschnitt wie aus einem Guss spielende Heidelberger Team das 2. Viertel.

Auch nach der Pause ließ die Intensität des Heidelberger Spiels nicht nach. Heindel und die beiden sehr solide agierenden Sargent und Kuhn erhöhten zum 55:38 (23.), doch insbesondere Waleskowski brachte Düsseldorf nochmals auf Tuchfühlung (57:48, 27. Min.). Danach führten ein Dreier von Sargent sowie ein Korb von Crowder zu einer Vorentscheidung nach dem 3. Viertel. Mit 67:49 war der bis dahin höchste Heidelberger Vorsprung erreicht.

Zwei Dreier von Hardy und Komarek sorgten beim 77:60 (36.) relativ frühzeitig für klare Verhältnisse. Bis zum deutlichen 86:70-Endstand folgte nur noch Ergebniskosmetik.

Das Team von Headcoach Garbelotto hatte sehr eindrucksvoll demonstriert, welche kollektive Qualität in ihm steckt. Wenn es gelingt mit dieser mannschaftlichen Energie und Moral die restlichen neuen Saisonspiele anzugehen, winkt am Ende vielleicht doch ein Playoffplatz, den man momentan mit dem achten Tabellenplatz auch innehat. Allerdings darf man hierbei die ungeheure Ausgeglichenheit der Liga nicht aus den Augen verlieren. Hinter den „Akademikern“ (20 Punkte) folgen in der Tabelle vier Vereine mit 18 Punkten und drei mit 16 Punkten. Es bleibt extrem spannend!

Heidelberg: Heindel 21 Punkte (10/14 Feldwurfquote), White 17 (4 Rebounds, 5 Blocks),  Sargent 10, Hardy 9 (5 Assists), Barth 9 (5 Assists), Komarek 9 (3/7 Dreier), Kuhn 8 (10 Rebounds), Crowder 2, Blackwood 1 – von Fintel, Okundaye.

Düsseldorf: Waleskowski 19 (9 Rebounds), Gadley 12 (10 Rebounds), Johnson 11, Tzakopolous 11, Flomo 8, Adamczak 6, Lyanage 3.

Claus Ebert


Teamgeist ist nicht alles …

Mittwoch, 6. Februar 2013 um 22:46 Uhr

… aber ohne Teamgeist ist alles nichts. Auf diesem Grundprinzip ist die Teamstruktur und das Spielsystem der Academics von Saisonbeginn an aufgebaut. Man hat für jede Position nicht unbedingt völlig herausragende, aber zwei nahezu gleichwertige Spieler, von denen im Grunde jeder zweistellig punkten kann. Auf diese Basis muss man für das restliche Drittel der Saison setzen. Gerade jetzt, da man vier der ersten fünf Rückrundenspiele verloren hat, muss das Team sich unter Führung des Trainergespanns auf seine Grundtugenden besinnen, um gemeinsam noch das bestmögliche Saisonergebnis zu erreichen.

Beim ebenso unglücklichen wie unnötigen 71:73 in Ehingen wurden am Sonntagabend zweifelsohne Fehler gemacht, doch es gilt, gemeinsam daraus zu lernen und sich dann möglichst rasch und intensiv auf die verbleibenden zehn Saisonspiele zu fokussieren. Eine erste schwierige Aufgabe auf diesem Weg steht am Sonntag um 17 Uhr im Olympiastützpunkt gegen den Tabellendritten Düsseldorf Baskets bevor. Die Baskets verkörpern eine andere Basketball-Philosophie. Sie setzen eher auf einige dominante, individualistisch geprägte Spielertypen, allen voran Gary Johnson, seit Jahren einer der besten Guards der Liga, oder Patrick Flomo, einen überaus erfahrenen und bewährten Center sowie einige ebenfalls routinierte Spieler wie Petric, Chones und Tzakopolous. Zudem demonstrierten die Düsseldorfer Verantwortlichen zuletzt ihren absoluten sportlichen Aufstiegswillen mit der zusätzlichen Verpflichtung der beiden gebürtigen Amerikaner Adam Waleskowski (mit deutschem Pass) und Chris Gadley, der bislang bei den Uni-Riesen Leipzig zum besten Rebounder der Liga avanciert war. Wie weit der hierbei eingegangene wirtschaftliche Kraftakt zum Erfolg führen kann, wird sich noch zeigen müssen. Eines scheint sicher: Sportlich könnte das Düsseldorfer Team mit diesen Neuverpflichtungen für die restliche Saison das Maß aller Dinge in der Pro A werden. Seit der Verpflichtung von Waleskowski wurden denn auch alle vier Spiele – gegen Crailsheim 83:66, in Leipzig 84:75, gegen Ehingen 57:48 und gegen Gotha 77:75 – gewonnen, mit Ausnahme von Ehingen allerdings gegen derzeitige Abstiegskandidaten. Waleskowski unterstrich seinen enormen Wert für das Team dabei gleich mal mit 17 Punkten und 7,8 Rebounds pro Partie. Gadley wird am Sonntag erstmals für die Baskets auflaufen.

Beim Hinspiel im Düsseldorfer Castello blieben die Academics bis zum 88:79 knapp drei Minuten vor Schluss halbwegs auf Tuchfühlung, mussten sich am Ende aber mit 82:97 geschlagen geben. Vor allem die sechs Dreier und insgesamt 21 Punkte von Nico Adamczak hatten die Heidelberger damals nicht auf der Rechnung. Bei den Academics überzeugten Clint Sargent (21 Punkte) und Devin White (16).

 

Die Academics hätten die letzten vier Spiele, die sie verlorenen haben, allesamt auch gewinnen können. Diese Erkenntnis bringt keine Punkte ein, aber vielleicht kann sie die Hoffnung auf einen Überraschungserfolg am Sonntag nähren. Auf geht´s, Academics!

Claus Ebert


Academics schlagen sich selbst und nähern sich der Abstiegszone.

Montag, 4. Februar 2013 um 1:38 Uhr

Über die 71:73 (34:37) -Niederlage nach dramatischem Spielverlauf vor 720 Zuschauern in Ehingen wird im Heidelberger Umfeld in nächster Zeit wohl noch viel diskutiert werden. Besonders ärgerlich wird der Spielverlust durch die Tatsache, dass man sich mit einem Sieg einen Abstand von sechs Punkten gegenüber der Abstiegszone hätte verschaffen können.

Die Gastgeber kamen besser in die Partie und erarbeiteten sich bis zur 9. Minute einen 21:15-Vorsprung. Hauptursache war bis zu diesem Zeitpunkt die Reboundüberlegenheit der “Steeples”. Sage und schreibe sieben Offensivrebounds führten bis dahin zu einem klaren Übergewicht an Ehinger Wurfchancen, ohne dass der Spielstand allerdings das Team von Tony Garbelotto zunächst besonders beeindrucken konnte. Im Gegenteil! Die Heidelberger fanden jetzt mit einer gut funktionierenden Ganzfeldpresse zu ihrer besten Phase des Spiels, verzeichneten reihenweise Steals und drehten die Begegnung mit einem 19:1(!)-Lauf zum 22:34(15.).  Doch hier versäumten sie es, “den Sack zuzumachen” und verloren in den nächsten Minuten völlig ihren Rhythmus. Es  folgte ein 18:0 der Steeples bis zu deren 40:34-Führung in der 21. Minute, womit die Partie erneut völlig auf den Kopf gestellt war.

Nach einem Dreier von Blackwood und zwei Freiwurfpunkten von Sargent war Heidelberg wieder dran (40:39). Bis dahin hatte Ehingen 33 Rebounds, Heidelberg 15. Das Momentum lag auf Seiten der Steeples, die jetzt durch Williamson, Unterluggauer und Calvin wieder auf 50:39 davonzogen. Doch noch einmal bewiesen die “Riesen vom Neckar” Moral und bauten in der Defense einen gewaltigen Druck auf. Am Ende des Spiels hatten sie mit einer aggressiven Verteidigung die Gastgeber zu 19 Ballverlusten gezwungen. Clint Sargent war im dritten Viertel bester Heidelberger und führte sein Team mit zwei unmittelbar nacheinander erzielten Dreiern zwischenzeitlich wieder auf 51:48 heran.

Nach dem 56:49-Dreiviertelstand verkürzten Blackwood und Sargent zum 60:58 (33.). Ehingen behielt jetzt ständig einen kleinen Vorsprung, ehe sich die Begegnung in der Schlußphase ungeheuer dramatisch zuspitzte. 71:68 – noch 48 Sekunden. Heidelberg im Ballbesitz. Dreierversuch von Blackwood, Offensivrebound von Fintel, Dreierversuch Sargent, Offensivrebound von Fintel, Dreier durch den einmal mehr klar effektivsten Heidelberger Akteur Devin White – 71:71 (5,7 Sekunden vor Schluss)!  Im Gegenzug stellt aber Williamson 2,8 Sekunden vor Spielende den letztlich verdienten 73:71-Erfolg der Ehinger sicher. Es folgt zwar noch ein allerletzter Heidelberger Versuch: Christian von Fintel bringt hierbei den Ball beim Einwurf gerade noch vor Ablauf der 5-Sekundenregel zu Sargent. Dem bleibt in letzter Sekunde allerdings nur noch ein Notwurf aus der Ecke – daneben. Aus.  - Wieder war ein Spiel für die Academics hauchdünn verloren.

Heidelbergs Manager Matthias Lautenschläger mochte denn auch seinen Frust nach der Partie nicht verbergen: “Ich bin vor allem enttäuscht darüber, dass wir in einem so wichtigen Spiel das Reboundverhältnis mit 20 abgeben”.

Damit befinden sich die Academics punktgleich mit Nürnberg, Jena und Essen zwar immer noch auf Platz neun in absoluter Reichweite der Playoffs, aber auch nur zwei Siege von einem Abstiegsplatz entfernt. Als positiv mag allerdings die Tatsache gewertet werden, dass von den restlichen zehn  Saisonspielen noch sechs im heimischen Olympiastützpunkt stattfinden.

Ehingen: Calvin 18, Unterluggauer 12, Williamson 11, Matthews 10, Rohde 8, Müller 7, Haukohl 4, Theis 3.

Heidelberg: White 17 (6 Rebounds, 4 Steals, 2 Blocks), Sargent 15 (4/10 Dreier), Blackwood 11, Hardy 9 (3 Steals), Kuhn 9, Heindel 5 (5 Rebounds), Komarek 3, Crowder 2, Barth, von Fintel, – Okundaye.

Claus Ebert


Kampf um Platz sieben.

Mittwoch, 30. Januar 2013 um 18:56 Uhr

Mit dem Spieltag am kommenden Wochenende wird das zweite Drittel der Hauptrunde der Pro A-Saison abgeschlossen. Die Entscheidung über eine möglichst gute Platzierung rückt allmählich näher. Die Wechselfrist ist beendet, einschneidende Veränderungen an den Kadern können nicht mehr vorgenommen werden.

Bei der Partie der Academics in Ehingen geht es am Sonntag, 18 Uhr, um die vorläufige Besetzung von Platz sieben der Tabelle zwischen Ehingen, Heidelberg und Jena. Unwesentlich dahinter warten aber mit Nürnberg, Essen, Kirchheim, Paderborn, Gotha und Crailsheim eine ganze Reihe weiterer Clubs im Kampf um die Playoff-Positionen. Die enge Konstellation verspricht ganz im Sinne der Fans noch sehr viel Spannung für die restliche Saison!

Der Academics-Gegner vom Sonntag stellt das jüngste Team der Liga, das sich bisher hervorragend geschlagen hat. Im Kader stehen acht (!) deutsche U-20 Nationalspieler, wesentlich unterstützt von amerikanischen Spielern wie Virgil Matthews und Andre Calvin, die bereits in der Saison 2012/2013 das Trikot der „Steeples“ getragen haben. Dazu gehören als weitere amerikanische Gastspieler Garrett Williamson und seit Beginn der Rückrunde auch Taylor Rohde, der in der Vorrunde bekanntlich noch für die Academics auflief. Beim 77:67-Hinspielsieg der Heidelberger steuerte Rohde immerhin 16 Punkte bei. Zweifellos eine seiner besseren Partien für Heidelberg. Eine herausragende Leistung bot Devin White mit 18 Punkten, 7 Rebounds und 5 Steals. Bei den Steeples verzeichneten der damals noch für Ehingen spielende  Anderson 16 sowie Matthews, Calvin und der junge deutsche Center Tim Unterluggauer je 10 Punkte. Calvin kam zudem auf 11, Unterluggauer auf 8 Rebounds.

Am Sonntag mussten die Ehinger mit 48:57 ihre erste Niederlage in der Rückrunde einstecken. Davor gelangen ihnen sechs Siege aus acht Spielen. Besonders überzeugend war bisher die Defensivleistung der Steeples, die ihren Gegnern bisher lediglich 72 Punkte pro Spiel erlaubten.

Die „Riesen vom Neckar“ schöpften am vergangenen Sonntag mit dem deutlichen 97:70-Triumph gegen Schlusslicht Leipzig den ersten Rückrundenerfolg und damit neues Selbstvertrauen. Darauf möchte das Team von Tony Garbelotto am Sonntag aufbauen und mit einer überzeugenden Teamvorstellung zu einer ausgeglichenen Bilanz kommen.

Claus Ebert


Ungefährdeter 97:70-Sieg für MLP-Academics!

Montag, 28. Januar 2013 um 2:20 Uhr

Die Ergebnisse der Pro A-Samstagsspiele waren nicht gerade günstig für Heidelberg und hatten den Druck für die Partie gegen den Tabellenletzten aus Leipzig nochmals erhöht. Vor 950 Zuschauern im Olympiastützpunkt verlief die Begegnung am Sonntagnachmittag dann aber aus Heidelberger Sicht nahezu problemlos. Janis Heindel ging als Kapitän gewohnt zuverlässig voran und legte mit einem Dreier und insgesamt 9 Punkten bis zur 5. Minute (14:11) den Grundstein, zwei Dreier von Tristan Blackwood und Clint Sargent sowie ein Korb von Kristian Kuhn  schlossen sich zum 22:12 (8.) an und eine starke Phase von Devin White mit zwei tollen Anspielen auf Ayron Hardy und sechs eigenen Punkten zeichnete sich danach für die klare 32:16-Führung nach dem 1. Viertel verantwortlich. Bis dahin eine überzeugende Demonstration, wie man seine Favoritenstellung wirkungsvoll ausspielt! Die Umstellung im Heidelberger Team – Komarek und Crowder in der Starting Five, White und Kuhn als Energizer von der Bank – hatte sich ausgezahlt.

Im zweiten Viertel ließ die Körperspannung der Academics merklich nach, durch ständige Spielerwechsel ging zudem auch die spielerische Harmonie zwischenzeitlich ein bisschen verloren und nach dem ersten (von insgesamt sechs) Komarek-Dreier zum 35:16 kamen die Sachsen vor allem durch Simon und Sollazzo über 40:25 (16.) bis zur Pause auf 49:35 ein wenig heran und die vielen Basketball-Experten im OSP waren zur Halbzeit etwas besorgt, ob man den Tabellenletzten im zweiten Viertel nicht unnötigerweise wieder etwas zu sehr hat ins Spiel kommen lassen.

Die Bedenken waren jedoch nach der Pause bald zerstreut, weil die Gastgeber im dritten Abschnitt die Zügel wieder anzogen und zur konsequenten Spielweise des ersten Viertels zurückfanden. Clint Sargent und Oliver Komarek entwickelten sich zusehends zu Leistungsträgern und nach einem weiteren Dreier von Sargent zum 65:46 (28.) war  beim 72:54 nach dem 3. Viertel die Vorentscheidung gefallen. 57 % Trefferquote aus dem Feld, 9/19 Dreier und 22 gegenüber 9 Assists sprachen bis dahin eine klare Sprache.

Im letzten Viertel stieg der Vorsprung kontinuierlich – am Ende gab es  57 % Treffer, 14/26 Dreier – und es wurde immer klarer, dass die Gäste an diesem Tag absolut kein Maßstab waren. Letztlich war es nicht mehr als ein leicht herausgespielter Pflichtsieg, an dem das Heidelberger Publikum nach drei bitteren Niederlagen dennoch seine helle Freude hatte. Die Academics verteidigten damit immerhin ihre Tabellenposition in einem inzwischen ab dem sechsten (Chemnitz) oder gar vierten Platz (Cuxhaven) sehr dicht besiedelten Mittelfeld. Im Grunde kämpfen da noch zwölf Mannschaften um einen Playoff-Platz und ab Platz sieben (Ehingen) können sich neben Leipzig neun Mannschaften des Klassenerhaltes noch keineswegs sicher fühlen. – Es bleibt ungeheuer spannend in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro A!

Leipzig: Sollazzo 21, Simon 17, Freer 10, Schaffartzik 8 (2), McCammon 8, Heinrich 3 (1), Gadley 3.

Heidelberg: Komarek 20 (6/7 Dreier), White 16 (5 Rebounds), Hardy 13 (1), Sargent 12 (9 Assists), Heindel 11 (1 Dreier, 5 Rebounds), Blackwood 8 (9 Rebounds), Crowder 7, Kuhn 7, Barth 3 (1), von Fintel.

Claus Ebert


Offizielle Verabschiedung von Paul Zipser am Sonntag!

Donnerstag, 24. Januar 2013 um 20:11 Uhr

Im Rahmen der sonntäglichen Partie gegen die Uni-Riesen Leipzig werden die MLP-Academics offiziell von ihrem großen Nachwuchstalent Paul Zipser Abschied nehmen. Wie bereits bekannt gegeben, wechselte Paul vor einigen Tagen zum FC Bayern München.  Dass die Verabschiedung im Heidelberger Olympiastützpunkt stattfinden wird, hat sicherlich auch eine symbolträchtige Bedeutung, waren doch zahlreiche Lehrgänge im OSP oft Ausgangspunkt für die schönen Erfolge, die Paul mit den deutschen Jugendnationalmannschaften auf vielen internationalen Turnieren gefeiert hat.

 

Paul wird sein Original-Akademics-Trikot signieren und dieses wird  dann im Publikum verlost werden.

 

Servus Paul – und nochmals die allerbesten Wünsche für die weitere Basketball-Karriere!


Auf den Siegeswillen kommt es an!

Mittwoch, 23. Januar 2013 um 21:43 Uhr

Alle drei Rückrundenniederlagen der Academics (in Essen 75:78, gegen Vechta 79:85, in Crailsheim 82:86) waren knapp und hätten auch Siege werden können. Kaufen kann man sich für diese Erkenntnis allerdings nichts. Es zählt im Profisport im Wesentlichen nur das Ergebnis. Wie schafft man es, dass dieses positiv ist, lautet die Kardinalfrage, welche sich das Academics-Team für den Rest der Saison stellen muss.

Einen Neuanfang kann man am Sonntag, zu gewohnter Zeit, 17 Uhr, im Heidelberger Olympiastützpunkt starten. Gegner ist der Tabellenletzte, die Uni-Riesen aus Leipzig, die sich noch längst nicht aufgegeben haben.  Wie ernst Trainerfuchs Dr. Vojtko seine Aufgabe nimmt, mag man der Tatsache entnehmen, dass er vor zwei Wochen im OSP beim Spiel Heidelberg gegen Vechta zwei seiner Rückrundengegner aufmerksam inspizierte.

Am Sonntagnachmittag kassierten die Leipziger gegen Düsseldorf ihre siebte Niederlage in Folge (75:84), wobei sie in der 33. Minute noch 72:70 in Führung lagen. Topscorer waren Neuzugang Adam Sollazzo und Kevin Schaffartzik mit je 20 Punkten Lässt man die bisherigen Leipziger Ergebnisse einmal Revue passieren, zeigt sich, dass der Tabellenstand durchaus über die wahre Leistungsstärke hinwegzutäuschen scheint. Neun Spiele haben die Uni-Riesen mit acht oder weniger Punkten verloren, darunter gegen Karlsruhe (90:91), in Nürnberg (81:83), in Paderborn (88:93) und gegen Vechta (90:98). Und vor allem die Siege gegen Chemnitz (90:74), in Göttingen (79:68) und in Kirchheim (67:59) lassen erahnen, dass einiges Potential in der Mannschaft des Tabellenletzten steckt. Zudem signalisierten die Sachsen zuletzt durch die Verpflichtung dreier neuer Spieler, dass sie sich im Kampf gegen den Abstieg nach wie vor eine Chance ausrechnen. Die beiden Amerikaner, Adam Sollozzo auf der Aufbauposition, Flügelspieler Geoffry McCammon und der tschechische Center Jaroslav Tyrna sollen dem Aufsteiger dabei den nötigen Rückhalt verleihen.

Auch die Academics taten sich bei ihrem 86:80-Hinspielerfolg gegen das Vojtko-Team sehr schwer. Nach 22:30-Rückstand gelang den Heidelbergern der 35:35-Ausgleich zur Pause. Viereinhalb Minuten vor Spielende führte Leipzig 67:64, ehe zwei Komarek-Dreier und einige energische Aktionen von Janis Heindel, Kai Barth und Tristan Blackwood noch den Heidelberger Sieg sicherstellten. Der Erfolg war das Ergebnis einer sehr ausgeglichenen Teamleistung. Alle neun eingesetzten Akteure erzielten zwischen 7 und 16 (Komarek) Punkte.

Vor allem ein guter Team-Charakter und ein absoluter Siegeswille werden auch am Sonntag sicherlich besonders wichtig sein, um den unbedingt erforderlichen Erfolg zu garantieren!

Claus Ebert


Zweitligisten senden klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit der Beko BBL

Dienstag, 22. Januar 2013 um 16:00 Uhr

Mit einem klaren Votum für eine noch engere Zusammenarbeit mit der Beko BBL gingen am vergangenen Wochenende die Mitglieder der AG 2. Basketball-Bundesliga nach ihrer turnusmäßigen Sitzung auseinander.

38 von 40 Bundesligisten aus ProA und ProB waren in Nürnberg vertreten und befassten sich schwerpunktmäßig mit den zukünftigen ProA-Standards, der Benennung der Spielgruppen der 2. Bundesliga sowie dem zukünftigen Sitz des Liga-Büros. In allen Bereichen sprach sich die große Mehrheit der Bundesligisten für eine weitere Annäherung an die Beko BBL aus.

Hier geht es zum vollständigen Artikel:_Klares Bekenntnis zur Beko BBL