Neuigkeiten der ProA
In Essen gefordert
Donnerstag, 2. Februar 2012 um 18:56 UhrWie schnell es gehen kann, dass man ein bereits verloren geglaubtes Basketballspiel doch wieder dreht, bewies der USC Heidelberg am vergangenen Wochenende gegen Leitershofen eindrucksvoll. Allerdings bewies er auch eindrucksvoll, dass man dieses gedreht geglaubte Basketballspiel ganz schnell wieder verloren hat – am Ende hieß es 82:88 und die zwei Punkte gingen auf das Konto der Red Kangaroos. Eine ganz bittere Angelegenheit für die Heidelberger, schließlich kann man auf dem Weg in die Playoffs nicht einfach so ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten verlieren. Besser früher als später müssen wieder Zähler her, die nächste Möglichkeit bietet sich Janis Heindel & Co. am Samstag in Essen.
Mit Chris Alexander haben die Wohnbau Baskets einen flinken Aufbauspieler in ihren Reihen, der mit durchschnittlich 18,7 Punkten pro Spiel einer der besten Werfer der Liga ist. Auf der Position des Shooting Guard spielt Patrick Carney, den anderen Flügel besetzt Kevin Wysocki. Die Bretter kontrollieren Kendall Chones und Sebastian Schröter. Power von der Bank bringt Joseph Henley (11,4 PPS, 5,9 Reb). So sah bisher das Gefüge der Essener Leistungsträger aus – gut möglich jedoch, dass sich dieses ab sofort erweitert: Kurz vor Ende der Wechselperiode gelangen den Baskets gleich zwei Transfercoups: Von Ligakonkurrent Giants Düsseldorf kam Brettcenter Sascha Kesselring, der eine neue Herausforderung suche, wie es in der Pressemitteilung hieß. Der 2,09m-Mann spielte unter anderem bereits für Würzburg, Cuxhaven, Schalke 04, Kirchheim und Ludwigsburg. Kesselring gehört ohne Frage zu den erfahrensten Big Men der Pro A. Für die Positionen eins, zwei und drei wurde der 1,90m große bosnische Nationalspieler Diego Kapelan verpflichtet. Klar, dass man sich in Essen viel von dem 24-jährigen, der auch eine kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, erwartet. Nominell besitzt Essen also definitiv einen Kader, der playoff-fähig ist. Ob diese Fähigkeit auch umgesetzt werden kann, entscheiden die Schützlinge von Igor Krizanovic selbst. Auf Platz zwölf der Tabelle ist man allerdings noch ein Stückchen von Platz acht entfernt. Dass die Liga aber überaus ausgeglichen ist, ist keine Neuigkeit .
Aus Essener Sicht wird es zentral sein, ob die beiden Neuzugänge schnell genug eingebunden werden können – immerhin ist der USC seit Beginn der Saison zusammen. Aus Heidelberger Sicht wird entscheidend sein, ob die Pleite des vergangenen Wochenendes verarbeitet werden konnte. Wie es sich anfühlt, in Essen zu gewinnen, wissen die Neckarstädter auch: Alle drei Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in Essen seit Bestehen der Pro A gewann der USC. Das ist ganz bestimmt ein gutes Omen, welches den Heidelbergern Kraft geben sollte.
Bleibt abzuwarten, ob das Spiel in Essen ein leckerer Snack für die Kurpfälzer wird, oder ob schwere Kost heruntergeschluckt werden muss. Wir sind gespannt!
ETB Wohnbau Baskets Essen – USC Heidelberg: Samstag, 4. Februar, 19:30 Uhr
Sportpark “am Hallo”, Ernestinenstraße 57, 45131 Essen
Robin Herbert
Eine ganz bittere Pille…
Montag, 30. Januar 2012 um 15:50 Uhr…musste der USC Heidelberg am Sonntag schlucken: Gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen sah man eine über weite Strecken desolate Leistung der USC-Spieler, die dann folgerichtig mit einer 82:88(42:45)-Niederlage bestraft wurde. Sogar als die Kurpfälzer sechs Minuten vor Ende der Partie das Geschehene durch einen 12:0-Lauf ergebnistechnisch kaschiert hatten und erstmals mit 76:74 führten, gelang es ihnen nicht, mehrere Gelegenheiten zu nutzen, diesen Vorsprung auszubauen und “den Sack zuzumachen” wie Forward Oliver Komarek zutreffend konstatierte. Der Gast aus der Nähe von Augsburg spielte effektiven Basketball und überraschte ob seiner Durchsetzungskraft und Siegesentschlossenheit. Zu keinem Zeitpunkt waren die USC-Akteure in der Lage, an ihre überzeugenden Auftritte der vergangenen Spiele beim MBC, gegen Jena oder Chemnitz anzuknüpfen.
Schon zu Beginn rieben sich die 1000 Zuschauer im Olympiastützpunkt verwirrt die Augen. Wer mit Selbstvertrauen, Engagement und Frechheit spielte, waren nicht etwa die Hausherren, sondern die Auswärtsmannschaft: Nach einem Korbleger von Corey Hassan leuchtete ein 4:13 auf der Anzeigetafel. Uwe Sauer sah sich zu einer ersten Auszeit gezwungen. Alles ging blitzschnell: Jan Lipke traf einen weiteren Zweier zum 6:20. Im letzten Moment des ersten Viertels traf Kai Barth für den USC einen Dreier, sodass die BG nur mit sechs Punkten vorne lag. Zehn Zähler von Corey Hassan im zweiten Abschnitt sorgten dafür, dass Aufholjagden des USC absolut erfolglos blieben. Zur Halbzeitpause führte Leitershofen immer noch. Cheftrainer Uwe Sauer war sichtlich bedient. “Heute bin ich das erste Mal in diesem Jahr in der Kabine laut geworden.”, sagte Sauer nach der Partie.
Es hätte sich also hier schon einiges ändern sollen. Diesen Ruck durch die Mannschaft gab es aber nicht: Dewayne Richardson erzielte die ersten vier Punkte der zweiten Halbzeit für Leitershofen. Dominik Veney traf zum 51:60 (25.). Im letzten Viertel dann endlich ein gelungener Run des USC: Punkte von Komarek, von Fintel, Burgess und Watts besorgten die erste und einzige Führung der Neckarstädter – und das in der 34. Minute. Die Bayern waren sozusagen am Ende. Dieses Momentum verspielte der USC trotz der großen Unterstützung der Fans allerdings wieder höchst leichtfertig – ein verworfener Dreier von von Fintel, ein Offensivfoul gegen Janis Heindel, ein versemmelter Wurf von Sanijay Watts – Jan Lipke erzielte den Ausgleich zum 76:76 (37.) “Eigentlich hatten wir sie dort, wo wir sie haben wollten. Irgendwie haben wir es aber trotzdem nicht geschafft, dieses Spiel zu gewinnen.” erklärt Oliver Komarek. Nach zwei Dreiern von Hassan und Lipke war klar, dass die Red Kangaroos ihren dritten Saisonsieg feiern würden.
Der USC Heidelberg ist wahrhaftig in die Falle der Unterschätzung “getappt”. Einen ähnlichen Spielverlauf hätte wohl niemand von dieser Partie vorhergesagt. Das bestätigt aber wiederum die Spannung und Ausgeglichenheit der Pro A. Inzwischen befindet man sich auf dem achten Tabellplatz, hat vier Punkte weniger als der vierte (Paderborn) und vier mehr als der 13. (Karlsruhe). “Vor uns steht eine harte Trainingswoche”, fügt Komarek hinzu. Am Samstag spielt der USC in Essen, dort wäre es gerade jetzt immens wichtig, zwei Punkte einzusammeln. Abgerechnet wird am Ende!
USC Heidelberg – BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: 82:88 (22:28, 20:17, 19:26, 21:17)
Heidelberg: Watts 20, Williams 19, Komarek 12, Barth 8, Zipser 6, Heindel 5, Burgess 5, Sargent 4, von Fintel 3 – Kuhn.
Leitershofen: Lipke 27, Hassan 27, Richardson 14, Bowlin 9, Kronhardt 6, Förster 3, Veney 2, Genck, Chalusiak – Zenk.
Robin Herbert
Ausruhen gilt nicht!
Mittwoch, 25. Januar 2012 um 19:57 UhrZum 20. Spieltag der laufenden Pro-A-Saison empfängt der USC Heidelberg am Sonntag unter dem Motto “Basketball meets Tennis” den Tabellenletzten BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen. Innerhalb von einer Woche verändert sich die Rolle für den USC: Vor wenigen Tagen beim Mitteldeutschen BC noch als Underdog gehandelt, gehen die Kurpfälzer nun als klarer Favorit in das Duell mit dem Pro-B-Vizemeister aus der Nähe von Augsburg. Diese Favoritenrolle nimmt im Grunde genommen jeder Gegner der Mannschaft von Stefan Goschenhofer ein – trotzdem wurden dieser bisher nicht alle Teams gerecht. Augfrund fehlender finanzieller Möglichkeiten gelang es den Bayern als Aufsteiger in der Pro A zu Saisonbeginn noch nicht, einen wirklich wettbewerbsfähigen Kader zusammenzustellen – das Saisonziel ‘Klassenerhalt’ wurde ausgegeben. Um dieses Ziel auch tatsächlich erreichen zu können, hat man zwischenzeitlich neue Spieler nachverpflichtet. Noch sind die Kangaroos zwar Schlusslicht in der Pro A, einige Spiele wurden jedoch nur knapp verloren (gegen Nürnberg 80:82, in Düsseldorf 67:74 und im Crailsheimer Hexenkessel 93:101), zweimal ging die Mannschaft als Sieger vom Feld (gegen Essen 79:77 und bei den Saar-Pfalz Braves 100:86). Auch das Heimspiel gegen Chemnitz am letzten Wochenende war viel enger als es das Ergebnis (68:80) zum Ausdruck bringt. Dass dieses Team Basketball spielen kann, das steht außer Frage – das Aufeinandertreffen wird für den USC kein Selbstläufer.
Das Hinspiel gewann der USC souverän mit 114:78. Damals, am 15. Oktober 2011, lief der USC-Motor rund und geölt, sodass ein deutlicher Auswärtssieg gefeiert werden konnte. Das ist inzwischen jedoch Vergangenheit; die Leitershofener sind in der Liga angekommen.
In der Verteidigung wird man sich vor allem auf den US-Forward Corey Hassan, der pro Spiel im Schnitt 2,4 Dreier einnetzt, konzentrieren müssen. Zu Gast bei den Braves traf er sogar neun. Center Dewayne Richardson ist noch aus Karlsruher Zeiten bekannt, der 34-jährige legt im Schnitt 14,5 Punkte und 7,5 Rebounds auf. Außerdem sind Andreas Kronhardt, Skyler Bowlin und Jan Lipke Leistungsträger bei den Kangaroos.
Der USC Heidelberg wird sich auf diese Partie wie auch auf jede andere vorbereiten. “Leitershofen wird sich bestimmt nicht niederlegen” sagt Cheftrainer Uwe Sauer. Man darf diesen Gegner auf keinen Fall unterschätzen! Der Einsatz von Björn Schoo und Janis Heindel ist nach wie vor unsicher, vor allem deshalb muss das Motto heißen: Ausruhen gilt nicht!
USC Heidelberg – BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Sonntag, 29. Januar, 17 Uhr im OSP
Mit dabei beim Finale sind auch die Spieler der ProA-Mannschaft des USC Heidelberg, die von Matthias Zimmermann, Geschäftsführer der Multifunktionsanlage, zum Brunch ab 11 Uhr und dem anschließenden Finale ab 13 Uhr eingeladen sind.
Seid dabei, wenn es heißt: „Basketball meets Tennis!“
Robin Herbert
Eine Niederlage, mit der man leben kann
Montag, 23. Januar 2012 um 17:21 UhrKeine Sensation: Der USC Heidelberg verlor sein Gastspiel beim Tabellenführer Mitteldeutscher BC mit 94:102 (46:46). Ohne Björn Schoo (Patellasehnen-Verletzung) und Geburtstagskind Janis Heindel (Grippe) waren die Heidelberger nach Weißenfels gefahren – trotzdem kämpften und ackerten alle neun Mann volle 40 Minuten und hatten den Favoriten am Rande einer Niederlage.

Screen: Jerrell Williams (links) hilft Clint Sargent (am Ball), an Whit Holcomb-Faye vorbeizukommen.
 ”In der Crunchtime hatten wir leider einfach einige unglückliche Entscheidungen, die uns den Sieg gekostet haben. Ausnahmsweise war unsere Reboundarbeit diesmal nicht gut genug.” antwortet Cheftrainer Uwe Sauer auf die Frage nach dem Grund der Niederlage. Bis in die letzten Minuten war das Spiel ungemein spannend, erst ein Dreipunktwurf von MBC-Forward Sascha Leutloff zum 96:89 in der 39. Minute brach den Kurpfälzern das sprichwörtliche Genick.

Führte gekonnt Regie: Charles Burgess
Im Vorfeld war klar, dass man es in der Stadthalle Weißenfels ganz schwer haben würde – noch keine einzige Mannschaft hatte diese Saison zwei Punkte aus diesen vier Wänden entführen können. Ein “märchenhaftes Spiel” sollte es für die Wölfe werden, so titelte zumindest die Hallenzeitung “Inside”. Darauf hatten die Heidelberger aber gar keine Lust, allen voran Jerrell Williams. Der 2,03m-Forward eröffnete den Korbreigen per And-One nach 20 Sekunden. Allerdings kamen die MBC-Spieler auch recht gut in Fahrt: Hördur Vilhjalmsson traf einen Dreier zum 18:9 (7.). Darauf startete der USC eine kleine Aufholjagd. Charlie Burgess traf einen Dreier zum 19:18-Anschluss, Jerrell Williams‘ Korbleger zum 19:20 holte sogar wieder die Führung zurück. Nach den ersten zehn Minuten stand es 24:22. Von diesen 22 Heidelbergern Zählern gingen satte 15 auf Williams‘ Konto. Der US-Boy war erstmals in die Startformation vorgerückt und dominierte am offensiven Ende so dermaßen, dass die MBC-Akteure in der zweiten Halbzeit sofort foulten, wenn Williams den Ball bekam. Zu schnell, zu wendig, zu explosiv ist der 24-jährige für Gegenspieler über 2,00m Körpergröße, für kleinere ist er zu groß. Rekordverdächtige 26 Punkte in der ersten Halbzeit, die er noch nicht einmal durchspielte! Wahrhaftig märchenhaft. Anfang des zweiten Viertels brach Williams bereits seinen Saisonrekord, als er seinen 17. Punkt erzielte – Die gesamte Halle rieb sich die Augen. In jenem zweiten Abschnitt durfte auch Alexander Kuhn für gut vier Minuten aufs Parkett – der Mannheimer bedankte sich mit einem Assist. Nach einem Dunking Marke “Silencer” von Williams nahm MBC-Trainer Silvano Poropat eine Auszeit – 28:32. Das half den Sachsen-Anhältern, bis zum Halbzeit-Buzzer hatten sie das Spiel wieder auf Gleichstand gedreht.

Die USC-Truppe während einer Auszeit
Auch nach dem Pausentee setzte der USC ein ums andere Mal Ausrufezeichen: Zunächst blockt Paul Zipser einen Layup von Leutloff, im Gegenzug trifft Oliver Komarek einen Dreier. Komarek war nicht wiederzuerkennen: Strotzend vor Selbstvertrauen zog sich der Power Forward aus seinem Loch heraus und erzielte bärenstarke 24 Punkte! In der 24. Minute schlug das Zipser-Komarek-Duo wieder zu: Paul steckt durch zum hereinschneidenden Oli, der mit Power Move zum 57:56. Im dritten Vietel sorgte vor allem Hördur Vilhjalmsson dafür, dass die USC-Truppe nicht davonzog. Neun Punkte des Isländers taten den Heidelbergern weh. Zum Ende des dritten Viertels fordert Charlie Burgess den Ball nach einem schnellen Einwurf. Als der Point Guard den Ball bekommt, sind noch 0,8 Sekunden zu spielen – Burgess dreht sich um und hält drauf. Von der eigenen Freiwurflinie, aus 20 Metern. Der Ball segelt durch die Luft, fällt, die Sirene ertönt, gegens Brett, drin. Unglaublich! Leider egalisierte wiederum Vilhjalmsson diesen Wurf mit drei Punkten seinerseits. Das Spiel ist noch nicht entschieden, aber so langsam macht sich der Heimvorteil bemerkbar und die Heidelberger geben zu viele Rebounds ab. Somit zieht der MBC zwischenzeitlich auf 13 davon. Komarek und Burgess verhalfen zu weiteren Zählern, aber es reichte dann nicht mehr. Leutloff trifft kaltschnäuzig zum 96:89, als noch eine Minute zu spielen ist, hier ist die Messe gelesen.
Der USC erzielte 94 Punkte, Karlsruhe konnte bisher als einzige Mannschaft in Weißenfels mehr als 94 erzielen, nämlich 95. Für 81 dieser 94 Punkte sind Williams, Burgess und Komarek verantwortlich. Das hört sich zunächst fabelhaft an, jedoch meint Uwe Sauer: “Um diese Mannschaft zu schlagen, brauchen alle einen guten Tag. Selbst wenn drei meiner Spieler einen perfekten haben, reicht das nicht. Wir haben viel Zonenverteidigung gespielt, dabei muss man schlechte Würfe forcieren und die Abpraller einsammeln. Letzteres gelang uns nicht, also wurde es insgesamt schwer.”
Keinesfalls hat dieser Rückschlag die USCler in ihrer Entschlossenheit und ihrer Moral getroffen. Man ging erhobenen Hauptes vom Parkett und verkaufte sich gegen den Tabellenführer teuer. Nach den überzeugenden Erfolgen gegen Jena und Chemnitz ist der Neckardampfer auch weiterhin auf Playoffkurs (7. Platz) und richtet seinen Blick auf das nächste Spiel gegen die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen. “Auch diese Mannschaft wird sich ganz bestimmt nicht niederlegen. Wir bereiten uns so wie immer vor. Wir werden wieder versuchen, den Gegner ins Laufen zu bringen und unsere Stärken auszuspielen.”, erklärt Sauer die Lage der Dinge vor dem Heimspiel am Sonntag.
“Das war heute kein Rückschritt.” ist das letzte Statement des USC-Trainers.
Mitteldeutscher BC – USC Heidelberg: 102:94 (24:22, 22:24, 25:20, 31:28)
MBC: Vilhjalmsson 28 (5 Dreier, 5 Assists), Heyden 21 (16 Rebounds, 4 Assists, 36 Effektivität), Leutloff 15 (6 Reb, 3 Ass, 2 Dreier), Holcomb Faye 11 (3 Ass), Reid 9 (4 Reb), Hinnant 8 (3 Reb, 4 Ass), Wachalski 4 (4 Reb), Lange 4, Cavars 2, Adler.
USC: Williams 33 (26 in 1. HZ, 12/14 FG, 9/14 FT, 12 gezogene Fouls, 2 Blocks, 7 Reb, 3 Ass in 33 Minuten), Komarek 24 (4 Dreier, 4 Reb, 9/14 FG), Burgess 24 (7/12 FG, 4/5 Dreier, 7 Reb, 4 Ass, 1 Steal, 1 Block), Watts 6, Sargent 3 (1 Dreier), Zipser 2 (3 Ass, 2 Blocks), Barth 2 (2 Ass), von Fintel, Kuhn (1 Ass).
Sehen Sie hier den Buzzer Beater von Charles Burgess: http://www.youtube.com/watch?v=gdQaSVLIR0g
Text und Bilder: Robin Herbert
Klare Rollenverteilung
Freitag, 20. Januar 2012 um 0:42 Uhr
Der USC Heidelberg hat in den vergangenen Tagen durch Heimsiege gegen die BV Chemnitz 99 (96:77) und Science City Jena (94:76) eine gehörige Portion Selbstvertrauen getankt und gleichzeitig vier Punkte auf die Haben-Seite addiert. Beste Voraussetzungen für eine gelungene Rückrunde! Jedoch ist dieses Wochenende klar, dass der USC trotz seiner bisher makellosen Bilanz in 2012 als Außenseiter in die Partie beim Tabellenprimus Mitteldeutscher BC geht.
Im Hinspiel musste man sich den „Wölfen“ mit 89:104 geschlagen geben. Hördur Vilhjalmsson und Arizona Reid waren die dominanten Spieler auf Seiten des MBC. Schon damals konnte man erahnen, dass die Korbjäger aus Sachsen-Anhalt ganz bestimmt zu den besten Teams der Liga gehören würden – schließlich ist das klar formulierte Saisonziel derWölfe der Wiederaufstieg. Neben dem MBC wurde auch Düsseldorf als „the team to beat“ bezeichnet, allerdings bekleidet Düsseldorf im Moment „nur“ den siebten Platz der Tabelle. Dafür sind die Wölfe um so besser: Ein Spiel weniger als der zweite (Crailsheim) und trotzdem zwei Punkte mehr.Bisher ohne Heimniederlage, in der gesamten Saisoninsgesamt nur drei Mal verloren – in Jena 69:76, in Ehingen 77:89, in Crailsheim 80:100 – … eine wahrlich starke Serie.Zuletzt gelang dem Team von Silvano Poropat ein knapper Erfolg vor heimischem Publikum gegen die Giants Düsseldorf (70:68), am letzten Wochenende konnte das Derby in Chemnitz mit 94:83 gewonnen werden. Aufgrund einiger Verletzungsprobleme verpflichteten die Wölfe während der Saison weitere Spieler wie Whit Holcomb-Faye (USA), Agnis Cavars (Lettland), Christopher Oakes (USA), Johannes Lange und gerade diese Woche einen Shooting Guard mit jahrelanger internationaler Erfahrung, Louis Hinnant (USA), nach. Der ohnehin schon hochkarätige Kader wurde also mit weiteren routinierten Spielern ergänzt.
Ob der MBC so stark ist wie Bayern München in dervergangenen Saison, das ist eine rein theoretische Diskussion– dass diese Mannschaft das Maß der Liga ist, das hat sich inzwischen herauskristallisiert und ist sicherlich keine große Neuigkeit. „ Auch wenn der MBC als Favorit in die Partie geht, wir werden das Spiel definitiv nicht leichtfertig abgeben. Jede Mannschaft in der Liga verdient den gleichen Respekt, egal ob das die Mannschaft ganz oben oder ganz unten ist. Wir freuen uns auf das Spiel, auf eine tolle Atmosphäre und werden alles geben“ so Axel Tietz vom Management Team des USC. Die Spieler von Uwe Sauer werden sich also nicht verstecken und um ihre Chance suchen. Die Sauer-Truppe möchte als Team präsentieren und ein leidenschaftliches Spiel zeigen. Dass auch grosse Favoriten ab und an straucheln können, dafür gibt es nun wirklich Beispiele genug. Â
Mitteldeutscher BC – USC Heidelberg: Sonntag, 22. Januar, 16:30 Uhr  Sporthalle Weißenfels, Beuditzsraße 69a, 06667 Weißenfels. Text: Robin Herbert
UNI-Campussender “radioaktiv” berichtet absofort über USC
Montag, 16. Januar 2012 um 22:41 UhrCampussender radioaktiv der Uni’s Heidelberg und Mannheim berichtet absofort wieder regelmäßig über den USC Heidelberg:
“Neben dem USC ist Heidelberg vor allem für seine vielen Studenten bekannt. Und für sein Studentenradio. Sportreporter von radioaktiv – deinem Campusradio berichten immer aktuell über die Heimspiele des USC. Den Bericht vom Heimspiel gegen Science City Jena, gibt’s hier zum Nachhören und natürlich Stimmen zum Spiel, unter anderem von Trainer Uwe Sauer: USC vs. Jena
Weitere Infos zum Campusradio findet Ihr unter radioaktiv und unter radioaktiv facebook
TOGETHER WE PLAY
Leistung bestätigt
Montag, 16. Januar 2012 um 10:01 UhrAm Sonntagabend gewann der USC Heidelberg auch sein zweites Spiel im Jahr 2012. Diesmal schlug die Sauer-Truppe Science City Jena mit 94:78 (43:29). Gerade erst vor einer Woche begeisterten die Heidelberger bei ihrem 96:77-Erfolg über die BV Chemnitz 99 – und schon wieder durften sich die 900 Zuschauer im Olympiastützpunkt über einen USC-Sieg freuen. Zum Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC am kommenden Sonntag fährt man mit viel positiver Energie.

Paul Zipser bei einem Korbleger (Foto: Thomas Schippl).
Björn Schoo verletzte sich bereits vor einiger Zeit an einer Patellasehne – gegen Chemnitz konnte er noch auflaufen, gestern gegen Jena ging es nicht. „Ich muss sehen, wie es sich entwickelt, abwarten.“, meint der 2,13m-Center zu seinen Genesungsfortschritten. Da Schoo also erstmals in seiner USC-Zeit verletzungsbedingt ausfiel, starteten Paul Zipser, Sanijay Watts, Charles Burgess, Clint Sargent und Janis Heindel in die Partie. Für Jena agierten Kenny Barker, Eric Vierneisel, Jeremy Black, Tyler Kepkay und Tim Schwartz von Beginn an. Nach einem Dreipunktspiel von Charlie Burgess stand es in der dritten Spielminute 7:7. Kapitän Janis Heindel handelte sich schnell zwei Fouls ein, sodass Oliver Komarek früh eingewechselt wurde. Durch einen Dreier von Eric Vierneisel führte Jena zwischenzeitlich mit 12:9 (4.), allerdings konnten sich die Ostdeutschen glücklicherweise nicht weiter absetzen. Nach den ersten zehn Minuten führte Heidelberg knapp mit 21:18. Es war ein schneller Auftakt mit insgesamt 37 Wurfversuchen, jedoch lagen die Trefferquoten auf beiden Seiten bei unter 50 Prozent. In Viertel zwei kam dann auch Jerrell Williams in Fahrt: Der 2,03m-Forward erzielte einen Korbleger zum 25:23 (12.), später traf er sogar nach einem unsportlichem Foul von Christoph Roquette. Ein 9:0-Lauf bescherte dem USC eine 11-Punkte-Führung in der 26. Minute. Die tolle Stimmung in der Halle verbesserte sich noch weiter als Kai Barth den ersten Dreier des Spiels für die Kurpfälzer in der 17. Minute traf. Mit einem ordentlichen Polster, das in den zweiten zehn Minuten mit einer sehr starken Defensive erarbeitet worden war, gingen die Neckarstädter in die Kabine.
Ein Zweipunktwurf von Janis Heindel schraubte die Führung erstmalig auf 20 Zähler hoch (24.). Sanijay Watts verwandelte einen „Circus Shot“ mit Foul und Bonuswurf zum 64:41 (28.). Nun legte Jena auf der Aggressivitätsskala einige Schippen drauf. Ganze 35 Fouls begangen die Saalestädter, davon 18 in der zweiten Halbzeit.
Trotz dieser Änderung des Charakters des Spiels blieb der USC völlig ruhig und kontrolliert und brachte das Spiel souverän nach Hause. Selbst schnelle, „wilde“ Dreier brachten die Spieler von Trainer Georg Eichler nicht näher als acht Punkte (36.) heran. Das Spiel wurde dann ob der vielen Foulpfiffe recht zäh; Kai Barth zeigte in dieser Phase seine Qualitäten als sicherer Freiwurfschütze (11 von 11!). Als letztes Schmankerl des Spiels konnte das Publikum den zweiten Saison-Dunk von Sanijay Watts zum Endstand von 94:78 bestaunen.
Stimmen zum Spiel:
Ronald Merriwether, Assistenztrainer:
„Wir wissen, dass es spannend wird, denn alle wollen in die Playoffs. Ich kenne diese Drucksituation, wir hatten dieses Jahr eine Niederlagenserie, wir hatten letztes Jahr ganz schwache Phasen. Aber jetzt haben wir das Momentum auf unserer Seite, wir sind inzwischen immerhin Vierter. Am besten packen wir das Momentum mit in den Bus nach Weißenfels.“
Uwe Sauer, Cheftrainer:
„Wir haben Jena heute nie ins Spiel kommen lassen. Wir waren ein bisschen verärgert von dem Kommentar in der Vorschau: Unbeständig und wenig strukturiert sei unser Spiel. Schade für die Fans, dass die Partie sich letztlich so in die Länge zog – aber schön zu sehen, dass kontinuierlich immer mehr Zuschauer zu unseren Spielen kommen. Es wird immer besser hier!“
Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ist Heidelberg optimal ins neue Jahr gestartet; gegen Jena und Chemnitz wurde jeweils der direkte Vergleich gesichert. Diese vier errungenen Punkte sind immens wichtig, wenn man auf das schwere Programm schaut, das sich ankündigt: Am nächsten Sonntag ist man zu Gast beim Mitteldeutschen BC, dem Goliath der Liga schlechthin; darauf folgt das Heimspiel gegen Aufsteiger Leitershofen. Danach müssen die Heidelberger in Essen antreten, spielen dann zu Hause gegen schwer berechenbare Cuxhavener und reisen anschließend nach Paderborn – es stehen ganz schwere Wochen vor den Basketballern des USC Heidelberg. Konstant harte Arbeit ist Trumpf! Gut für alle zu wissen, dass der Tank mit Selbstvertrauen nach den beiden Heimsiegen gut gefüllt ist.
USC Heidelberg – Science City Jena: 94:76 (21:18, 22:11, 22:16, 29:31)
Heidelberg: Barth 20 (11/11 FW, 7 FD), Watts 20 (9/13 FG, 6 Reb), Williams 15 (9 Reb), Burgess 14 (6 Reb, 3 Ass, 8 FD), Heindel 13 (5/6 FG, 6 Reb, 2 Stl, 1 Blk), Sargent 5 (2 Reb, 3 Ass), Zipser 4 (2 Blk), Komarek 3 (2 Reb), von Fintel (2 Reb, 2 Ass) – Kuhn.
Jena: Black 21 (7 Reb, 11 FD, 2 Stl), Kepkay 17 (2 Ass), Barker 13 (6/8 FG, 4 Reb), Reyes-Napoles 10 (3/5 3Pkt, 2 Stl), Vierneisel 6 (4 Reb), Roquette 4, Schwartz 3 (6 Reb, 2 Ass, 1/11 FG), Voigtmann 2 (3 Reb), Adams (3 Reb, 3 Ass, 0/5 FG)
Robin Herbert
Eine Frage der Kontinuität
Donnerstag, 12. Januar 2012 um 17:30 UhrBeim USC Heidelberg hat man derzeit guten Grund, positiv in die Zukunft zu schauen: Alle Spieler kamen guten Mutes und fit aus der Weihnachtspause zurück. Die Vorbereitung, die zwischen den Jahren begann, verlief reibungslos und hat die ohnehin gute Teamchemie noch weiter gestärkt. Das erste Spiel des Jahres gewann man am letzten Sonntag dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit mit 96:77 gegen die BV Chemnitz 99. Doch damit noch nicht genug: Sogar der direkte Vergleich mit den Ostdeutschen wurde gewonnen, außerdem rückte man auf den fünften Tabellenplatz vor. Dass man mit einem vergleichbar deutlichen Sieg in ein neues Kalenderjahr startete, ist schon ein paar Jahre her – am 6. Januar 2008 gewann der USC mit 101:87 gegen Langen.

Ungewohntes Bild: Sanijay Watts beim Dunking (Foto: Thomas Schippl)
In knapp zwei Wochen steht das wohl schwerste Auswärtsspiel der Saison beim Spitzenreiter Mitteldeutscher BC an, der zu Hause alle seiner sieben Spiele gewann. Nicht nur dem Selbstvertrauen würde es gut tun, auch aus dem nächsten Heimspiel gegen Science City Jena am kommenden Sonntag zwei Punkte mitzunehmen. Schließlich befinden sich Mannschaften wie Düsseldorf, Ehingen oder auch Cuxhaven in Lauerstellung auf die Playoffplätze und würden dem USC nur zu gern den hohen Rang abluchsen. Gegen Jena ist eine vergleichbare Leistung wie gegen Chemnitz für einen Sieg erforderlich. Die Jenenser machen zwar im Schnitt etwa elf Punkte weniger als der USC, haben aber trotzdem eine Korbdifferenz von +31. Mit Auswärtssiegen setzte die Mannschaft von Georg Eichler bisher in Düsseldorf (80:66), Crailsheim (81:67) und Karlsruhe (75:66) deutliche Ausrufezeichen. Zuletzt verloren die Hightowers in der heimischen Werner-Seelenbinder-Halle gegen MBC-Verfolger Kirchheim Knights mit 66:70. Ähnlich wie dem USC gelang Jena auch kein versöhnlicher Jahresabschluss 2011 – das Derby in Chemnitz ging mit 58:79 verloren. Der Frust sitzt also tief, Wiedergutmachung ist aus Sicht der Ostdeutschen angesagt. Der USC hat aber noch ein Wörtchen mitzureden.
Das Hinspiel in Jena gewannen die Sauer-Schützlinge mit 104:93, auch weil Charles Burgess alle seiner 16 Freiwürfe traf und insgesamt 30 Zähler markierte. Damals überzeugten auf Jenenser Seite Tyler Kepkay (20 Punkte) und Jeremy Black (18 P., 12 Rebounds). Eric Vierneisel wird dieses Wochenende erstmals in den Olympiastützpunkt zurückkehren: Der für seine Wurfqualitäten bekannte Small Forward erzielte für Jena bisher 7,8 Punkte im Schnitt. Für den USC waren es 2009/2010 noch 11,2 gewesen.
Es wird immer offensichtlicher: Der Kampf um die Playoff-Tickets ist ein harter und langer. Nach jetzigem Stand wären Weißenfels, Kirchheim, Crailsheim, Chemnitz, Heidelberg, Nürnberg, Paderborn und Jena in den Playoffs. Alles ist dicht gedrängt – quasi alle dahinter liegenden Mannschaften haben zumindest noch theoretische, die meisten sogar echte und realistische Chancen auf das Erreichen zumindest des achten Platzes. Somit zählt jeder Sieg, jeder Sieg ist ein weiterer Schritt in Richtung Playoffs. Das Spiel gegen Chemnitz hat gezeigt, was die Mannschaft des USC zu leisten im Stande ist – es geht jetzt darum, das hohe Niveau der zweiten Halbzeit wieder abzurufen und in das Spiele gegen Jena mit zu nehmen. Sicherlich werden die Zuschauer im OSP wieder zahlreich anwesend sein und den USC wie in den letzten Heimspielen auch lautstark unterstützen.
Ein überaus spannendes und wieder einmal richtungsweisendes Spiel steht an.
Tagespreis:
Wie auch beim letzten Heimspiel wird der Tagespreis vom Yacht-Restaurant „Patria“ des Boutique-Hotels „Heidelberg Suites“ zur Verfügung gestellt. Genießen Sie bei einer Fahrt auf dem Neckar ein exklusives 4 Gänge-Menü für 2 Personen!
http://www.heidelbergsuites.com/patria/
USC Heidelberg – Science City Jena: Sonntag, 15. Januar, 17 Uhr im OSP
Robin Herbert
USC und die SRH Hochschule Heidelberg besiegeln Partnerschaft
Dienstag, 10. Januar 2012 um 23:38 UhrDer USC ist stolz darauf, einen alten doch zugleich auch neuen Sponsor wieder als Partner begrüßen zu dürfen. „Die SRH Hochschule Heidelberg mit Ihrem Zweig Sportmanagement als Partner zu gewinnen, bedeutet für uns Wissenstransfer moderner Sportmanagementmethoden auf die Belange des Vereins bzw. der Pro A und gewährleistet uns damit ein schnelleres Vorankommen für unser gemeinsames Ziel. Deshalb freuen wir uns ganz besonders diese Kooperation wiederaufleben zu lassen.“ sagt USC-Manager Thomas Bösinger.
In diesem Kontext soll zukünftig auch die Beziehung der SRH Hochschule Heidelberg bzw. des Arbeitsbereichs Sportmanagement zum USC Heidelberg durch gemeinsame Projekte gestärkt werden. „Der USC ist für uns nicht nur wegen der regionalen Nähe, sondern vor allem auch wegen seiner ehrgeizigen Ziele ein interessanter Partner. Es bewegt sich etwas beim USC. Das kann jeder spüren.“ sagt Prof. Dr. Christian Keller, Studiendekan des Arbeitsbereichs Sportmanagement. „Wir wollen den USC bei seiner Entwicklung gerne unterstützen und ihm das Sportmanagement-Know-how unserer Studierenden zukommen lassen.“ so Keller weiter. Mit Björn Schoo, einem der Lieblinge der Heidelberger Basketballfans, hat der USC dabei die SRH-Sportmanagementexpertise quasi bereits in den eigenen Reihen. Schoo absolviert derzeit seinen Master Sportmanagement an der SRH.
Vor dem Hintergrund dieser gemeinsamen Ziele setzt die SRH Hochschule Heidelberg nunmehr auch ein erstes dickes Ausrufezeichen. Björn Schoo wird ein Leistungssportlerstipendium gewährt, das ihn von einem Großteil der zu entrichtenden Studiengebühren befreit. Prof. Dr. Keller schätzt den Heidelberger Riesen dabei sehr: „Björn ist wirklich ein toller Sportler und ein guter Typ. Wir tragen deshalb sehr gerne dazu bei, dass er seine Spielertätigkeit beim USC und die Sportmanagementausbildung in unserem Haus bestmöglich miteinander verbinden kann.“
Mehr Informationen zur SRH Hochschule Heidelberg finden Sie unter www.fh-heidelberg.de
TOGEHTER WE PLAY
Höchst gelungener Rückrundenbeginn
Montag, 9. Januar 2012 um 9:58 UhrDank einer beeindruckenden zweiten Halbzeit (58:35) feierte der USC Heidelberg den ersten Sieg im ersten Spiel des Jahres 2012. Letztendlich bezwang man die BV Chemnitz 99 deutlich mit 96:77 (40:42). Die Kurpfälzer präsentierten sich vor allem in den Vierteln drei und vier in einer bestechenden Form und schickten die Ostdeutschen, die mit vier Siegen in Folge im Rücken angereist waren, ohne Punkte auf die lange Heimfahrt. Das harte Training seit dem 28. Dezember hat sich ausgezahlt, alle Heidelberger waren topfit, hochmotiviert und taktisch punktgenau eingestellt. Zusammen mit Nürnberg und Paderborn befindet sich der USC nun auf dem fünften Tabellenplatz der Pro A.
„Das war heute ein Erfolg, der der gesamten Mannschaft zuzuschreiben ist. Es war schön zu sehen, dass jeder seine persönliche Leistung zurückstecken kann, wenn es um den Sieg geht. Viel besser konnten wir eigentlich nicht in die zweite Hälfte der Saison starten. Es war so, wie es sein soll!“ meinte ein sichtlich zufriedener Cheftrainer Uwe Sauer nach der Schlusssirene. Tatsache: fünf USC-Akteure punkteten zweistellig. Herausheben wollte Sauer Jerrell Williams („viel Feuer“), Charles Burgess („hat sich im positiven Sinne zurückgenommen“) und Kai Barth („sehr gutes Spiel“).
Bei aller Euphorie der zweiten Halbzeit – die Neckarstädter legten einen ernüchternden Start in 2012 aufs Parkett: Jorge Schmidt netzte einen völlig offenen Dreier zum 2:6 (2. Minute) ein. Nur schwer kam der USC in die Gänge: Vier Offensivrebounds allein im ersten Viertel wurden den Chemnitzern geschenkt. Nach den ersten zehn Minuten war alles völlig ausgeglichen (18:19), jedoch hinterließ Alexander Rosenthals Dreipunktwurf „vom Parkplatz“ beim USC ein „Gschmäckle“. Zu Beginn des zweiten Quartals sahen die 850 Zuschauer im OSP einen erfolgreichen Distanzwurf durch Christian von Fintel (21:21). Weiterhin war die Partie hart umkämpft, bis auf fünf Punkte zogen die Gäste aus Sachsen davon (18.). Der dazu verhelfende Korb von Ishizaki Takumi wurde durch einen Dreier von Clint Sargent postwendend gekontert. Ein vielversprechendes Polster konnten sich die Diners also nicht erarbeiten. Glücklicherweise.
In Halbzeit zwei dann der USC-Blitzstart: Ein überragender 19:4-Lauf zog dem Tabellenvierten aus Sachsen den Zahn. Die Formation Barth-Sargent-Heindel-Watts-Williams spielte sich in einen Rausch und konnte in dieser Phase des Spiels nicht gestoppt werden. „Wir hatten keine Chance gegen die Heidelberger Schnellangriffe in den letzten 20 Minuten. Da waren wir klar die schwächere Mannschaft“, sagte Felix Schreier, Headcoach der Chemnitzer. Im dritten Viertel schnappten sich die USCler fast so viele Rebounds wie in der gesamten ersten Hälfte (16/17). Dank Gary Johnsons Korbleger zum 60:55 (28.) wurde es noch einmal ernst, doch stellte sich zu Beginn des letzten Viertels für die USC-Fans die Frage nach einem Déjà -vu-Erlebnis aus dem dritten Viertel: Ein 9:2-Run der Heidelberger machte den Niners ähnlich wie zehn Minuten zuvor mächtig zu schaffen. Herrlich dann eine Szene in der 35. Minute: Kai Barth stealt den Ball, passt zu Paul Zipser, der alleine vor dem gegnerischen Brett steht. Wer glaubt, dass Paule gleich die Korbanlage auseinandernimmt, hat falsch gedacht: Extrapass zu Sanijay Watts, der hochgeht und das Leder mit vollem Einsatz seiner über zwei Zentner durch die Reuse stopft! Watts‘ erster Dunking in 15 Spielen für den USC – köstlich! Paul „Mister Gamewinner“ Zipser war es dann auch, der den spielentscheidenden Dreier zum 77:64 erzielte. Der 17-jährige Schriesheimer spielte im letzten Viertel durch. In dieser Phase traf er zwei von zwei (!) Dreiern, griff fünf Bretter ab und verteilte zwei Assists – eine absolut krasse Leistung für einen Schüler in einer Profiliga. Man traut Zipser diese Leistungen nicht zu, wenn man ihn zu Fuß in der Wilckensstraße eine Stunde vor Spielbeginn zum Olympiastützpunkt schlendern sieht. „Der Jüngste, aber spielerisch der Älteste“ ist das würdevollste Zitat, dass man Sonntagabend über Zipser einfangen konnte. Inzwischen ist Paul der beste Dreipunktschütze der Liga unter Spielern mit wenigstens 25 Versuchen. Er traf von diesen 15 – satte 60 % … unglaublich.
Zurück zum Spiel: Die Partie wurde ganz offensichtlich im zweiten Durchgang entschieden, in dem die Akademiker ein Feuerwerk abbrannten. Drehbuch ähnlich wie beim 113:93 über Paderborn in der Hinrunde.
Spieler des Abends waren in erster Linie Paul Zipser – über den alles gesagt ist – und Jerrell Williams. Der 2,03m große Forward legte mit 16 Punkten und 14 Rebounds ein Aufsehen erregendes Double-Double auf. Manche sahen in ihm zu Beginn eine Fehlverpflichtung, jedoch hat „J-Willy“ gestern endgültig bewiesen, dass er genau der Typ Spieler ist, den  der USC braucht. Williams hängte den Gegnern zudem sechs Fouls an. Unbedingt auch zu erwähnen ist Kai Barth: Er zog gewohnt kontrolliert und teilweise frech die Fäden im Angriffsspiel und bildete das Fundament für den Triumph. Passend dazu halten Zipser, Williams und Barth die jeweiligen Spieltagsrekorde in Dreiern, Rebounds und Assists.
Zipser selbst behauptet: „Wir haben heute gezeigt, wo wir hingehören: Nach oben! Das müssen wir in den nächsten Spielen einfach bestätigen, dann stehen die Chancen auf die Playoffs gut. Das Publikum ist voll mitgegangen, es hat viel Spaß gemacht!“
Die Universitätsstädter agierten frei nach ihrem Motto „together we play“ und landeten damit einen Volltreffer. So kann es weitergehen!
Das nächste Spiel: Sonntag, 15. Januar, 17 Uhr im OSP gegen Science City Jena
USC Heidelberg – BV Chemnitz 99: 96:77 (18:19, 20:23, 24:13, 34:22)
Heidelberg: Watts 17 Punkte (6 Rebounds, 2 Assists, 8/14 Fieldgoal), Burgess 17 (4 Reb, 4 Ass), Williams 16 (14 Reb, 6/8 FG, 1 Block), Sargent 13 (5/9 FG), Zipser 11 (3/4 Dreier, 6 Reb, 2 Ass), Barth 9 (5 Ass, 2 Steals), Heindel 6 (4 Reb), Schoo 4 (4 Reb), von Fintel 3, Komarek – Kuhn.
Chemnitz: Johnson 19 (6 Reb, 2 Ass, 3 Stl), Schaffrath 13 (4 Reb, 2 Stl), Takumi 13 (3 Reb, 4 Ass), Rosenthal 10 (3 Reb, 1 Blk), Schmidt 7, Shaw 7 (5 Reb, 2 Stl), Lawson 6 (8 Reb), Stachula 2 (3 Reb, 2 Ass) – Daghofer, Nagler.
Robin Herbert
Neujahrsgeschenk: Auto zu gewinnen!!!
Samstag, 7. Januar 2012 um 16:21 UhrLiebe USC-Freunde,
wie bereits beim letzten Heimspiel der Hinrunde gegen Crailsheim angekündigt, können die Basketballfreunde des USC Heidelberg auch in dieser Saison wieder ein Auto gewinnen. Die Verantwortlichen haben in dieser Spielzeit sogar noch einen draufgesetzt: Der Wert des Autos liegt dieses Mal noch über dem des letzten Jahres.
Ligaweit ist der USC Heidelberg wohl erneut der einzige Verein, der seinen Fans ein solches Geschenk zu bieten hat. Sicherlich für viele USC-Freunde ein Grund mehr, die 8 verbleibenden Heimspiele der regulären Saison zu besuchen.
Möglich gemacht hat es wieder einmal der seit vielen Jahren treue Autosponsor des USC Heidelberg, der aus eigener Initiative das Management kontaktierte und anbot, wie im letzten Jahr ein Auto zur Verfügung stellen zu wollen. Der USC ist glücklich, solche Partner an seiner Seite zu wissen und seine Fans an diesem Engagement teilhaben lassen zu können.
Das Auto wird bei jedem Heimspiel vor dem Eingang zur Halle zu sehen sein.
Der Gewinnspielmodus ist dieses Jahr neu:
Bei jedem Heimspiel wird es wieder einen Tagespreis zu gewinnen geben. In der ersten Viertelpause werden drei kleine Bälle ins Publikum geworfen. Die Personen, die diese Bälle fangen, werden gebeten, in der Halbzeitpause aufs Spielfeld zu kommen. Dort warten dann verschiedene kleine Prüfungen auf die Kandidaten, die von Spieltag zu Spieltag variieren. Der jeweilige Tagessieger nimmt dann an der finalen Preisverleihung des Autos teil.
Diese findet entweder am
-Â Â Â Â Â Â Â letzten Spieltag der Hauptrunde, sollte man die Playoffs nicht erreichen
oder
-Â Â Â Â Â Â Â ersten Playoff-Heimspieltag
statt.
Auch hier müssen sich die Kandidaten in einem letzten Wettbewerb gegeneinander beweisen.
Auftakt einer sehr viel Spannung versprechenden Rückrunde
Montag, 2. Januar 2012 um 21:15 UhrErstmals warten in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro A, bekanntlich Playoffs auf die besten 8 Mannschaften der Hauptrunde. Es darf also in der Rückrunde mit sehr viel Dramatik gerechnet werden. Der USC Heidelberg befindet sich dabei zunächst auf der Suche nach mehr Konstanz. In der Vorrunde gab es eindrucksvolle Siege, etwa in Jena, Cuxhaven oder gegen Paderborn und Crailsheim, aber auch eine ernüchternde Niederlagenserie von vier Spielen in Folge. Bei den meisten Spielern wechselten gute und weniger gute Spiele in nachdenklich stimmender Regelmäßigkeit. Das große Ziel für die Rückrunde ergibt sich zwangsläufig: Mehr Kontinuität in den Formkurven der einzelnen Spieler und damit mehr Erfolge zu erreichen.
Zum Jahresauftakt empfängt der USC mit BV Chemnitz 99 ausgerechnet ein Team, das diese Konstanz quasi aus der Vorsaison mit in die Saison nehmen konnte. Mit Gary Johnson, Donald Lawson, Ty Shaw, Alexander Rosenthal, Jorge Schmidt, Felix Daghofer und Pilipp Stachula konnten sieben Spieler gehalten werden, die in der Saison 2010/2011 einen viel beachteten 3. Tabellenplatz belegten – fast schon eine Garantie für eine gute Platzierung auch in der laufenden Saison. Und mit bisher 9/6 Siegen befinden sich die Niners auch tatsächlich auf dem 4. Tabellenplatz und damit auf den Spuren der erfolgreichen Vorsaison. Gerade in den letzten Spielen der Vorrunde haben die Sachsen dabei ihre Stabilität wiedergefunden und kommen mit einer Serie von 4 Siegen nach Heidelberg. Der Lauf begann mit einem 77:70 gegen die Braves, dann wurde überraschend bei den heimstarken Crailsheim Merlins mit 92:90 nach Verlängerung triumphiert und zuletzt Ehingen (64:52) und Jena (79:58) bezwungen. Durch die Verstärkungen mit dem Japaner Takumi Ishizaki und Joleik Schaffrath (zuvor Cuxhaven) verfügen die Chemnitzer über ein ungemein ausgeglichenes Ensemble. Dies mussten die USC-Spieler seinerzeit beim Saisonauftakt in Chemnitz anerkennen. 88:79 hieß es am Ende für die Niners. Garanten für den Erfolg waren Johnson (20 Punkte, 7 Assists), Ishizaki (19), Lawson (17 Punkte, 8 Rebounds) und Schaffrath (11 Punkte, 6 Rebounds). Trotz ausgeglichener Teamleistung (Burgess 17, Watts 16, Heindel 14, Komarek 12, Sargent 10) musste sich das USC-Team am Ende geschlagen geben.
Eines scheint klar: Nur mit einer ganz starken Leistung und guter Unterstützung des Publikums werden die USC-Spieler beim Rückspiel den Spiess umdrehen können.
Claus Ebert
„Ich hoffe, dass man mein Entwicklungspotential erkennt“
Montag, 2. Januar 2012 um 10:23 UhrIn diesem Interview spricht Christian von Fintel, 21-jähriger Shooting Guard des USC Heidelberg, über Weihnachten, die Hintergründe des Ehingen-Spiels und gibt einen Ausblick auf den nächsten Heimauftritt. Außerdem nimmt er klar Stellung zu seinen persönlichen Leistungen.
Hallo Christian! Erste Frage: Wie hast du Weihnachten verbracht? Hast du dich erholen können? Wo bist du gewesen?
Erstmal war es ganz wichtig, den Kopf frei zu bekommen nach dem toughen Ding in Ehingen. Diese Niederlage musste ich erst einmal verdauen. Es war gut, dass dann einfach ein paar Tage frei waren. Die ersten Tage war ich bei der Familie meiner Freundin in Bad Honnef, dort haben wir Heiligabend und den ersten Teil des ersten Weihnachtstags verbracht. Danach sind wir zu meiner Familie gefahren, noch bis zum Abend des 28. Dezembers. Wie gesagt, die Familie stand im Vordergrund und es war für mich auch wichtig, mich zu erholen, weil ich den Sommer in Leipzig verbracht habe und nicht zu Hause. Und dann habe ich jetzt meine Mutter und meinen Bruder wiedergesehen, bei der Familie meiner Freundin fühle ich mich auch wohl, so war das Ganze recht entspannend.
Was ist dein Fazit zum Spiel in Ehingen? Wie hast du die Partie erlebt?
Ich denke es war ein ganz schwieriges Spiel: Ehingen hat mit sehr viel Energie gespielt, war noch etwas „bereiter“ als wir. Wir konnten unsere Intensität nicht wie gewünscht rüberbringen. Vielleicht ist dieser Gegner auch nicht so leicht zu bezwingen wie man denkt, der MBC hatte dort auch verloren. Und diese Mannschaft ist ganz bestimmt die beste der Liga. Ich denke es war ganz allgemein ein extrem schweres Aufeinandertreffen. Dadurch, dass Ehingen sehr energiereich gespielt hat, kamen wir nur schwer in die Gänge. Die Gegner waren heiß, es hat nicht an irgendeiner mangelnden Motivation gelegen, sondern es war eher die Einstellung der Steeples. Ich kann schwer sagen, woran es lag, aber wir konnten die Intensität nicht von Anfang an aufs Spielfeld bringen, das geht eben einfach nicht immer. Das liegt nicht daran, dass du nicht richtig auf das Spiel eingestellt bist, sondern das liegt daran, dass es am Anfang manchmal nicht gut läuft und dann ist es eben so.
Auffällig war, dass die Topscorer des USC die Insideplayer Watts, Schoo und Williams waren. Lief es nicht für die Außenspieler?
Alles war sehr nach innen bezogen, das ist meiner Meinung nach auch wichtig, schließlich haben wir in den Partien zuvor nicht durch Dreipunktwürfe geglänzt. Am Anfang der Saison hatten wir noch kein wirkliches Inside-Game, weil Björn Schoo eine schwierige Zeit hatte, Sanijay Watts hatte viel von außen gemacht. Diesmal waren wir aber unter dem Korb bereit, es kam mir nicht so vor, dass die Flügelspieler untergetaucht sind, vielmehr waren die Großen einfach sehr präsent. Ehingen war echt gut, ganz speziell in der Defense. Da kommen dann viele Dinge zusammen, da hat einer eine schlechte Phase, dann kommt ein komischer Pfiff, da bekommst du einfach ein negatives Gefühl: Hättest du den Ball nicht vielleicht doch lieber rauspassen sollen? Sie waren unsere Topscorer, weil sie gut gespielt haben und nicht, weil sie die Bälle nicht verteilt haben.
Weihnachten ist Vorbei, Vorbereitung ist angesagt. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Wie ist das Training?
Unsere Einheiten sind sehr intensiv, was da unter dem Korb los ist, das sind Dinge, die den Jungs auch wehtun (Anm. d. Red.: hartes Arbeiten unter den Körben zw. Watts und Schoo), aber das ist auch gut so. Lieber ein Schritt zu weit, als dass es dort Streicheleinheiten gibt. Das Training macht einen guten Eindruck, alle haben wieder Lust! Das könnte auch anders aussehen, deswegen ist es ein gutes Zeichen, dass alle so viel Bock haben, die Rückrunde mit Vollgas zu fahren. Immerhin soll diese auch mindestens einen Tabellenplatz höher, gerne auch mehr, abgeschlossen werden als die Hinrunde. Ich glaube: Das kann etwas werden!
Wie beurteilst du deine persönliche Leistung momentan? In der Verteidigung gibst du natürlich immer Vollgas, offensiv läuft‘s dagegen eher nicht so gut (1,2 PPS). Zuletzt in Ehingen hast du gar nicht gespielt, war das frustrierend für dich?
Was heißt frustrierend? Das ist immer so eine Sache, wir haben das Spiel verloren, dann ist es noch einmal ein Unterschied zu einem Sieg, bei dem man nicht eingesetzt wird. Selbstverständlich ist es ein komisches Gefühl: Ich meine, meine Rolle ist nicht die, die ich gerne hätte, das ist glasklar. Ich bin ein Teamspieler, also sage ich „Alles ist in Ordnung“, wenn wir damit gewinnen. Wenn ich der Mannschaft irgendwie helfen kann, dann werde ich das machen, aber es ist eine Situation, die sich jeder vorstellen kann. Ich hoffe, dass auch jemand sieht, dass ich noch Entwicklungspotential habe. Es ist meine Sache zu verteidigen, das mache ich mit Herz, darauf ankert mein Spiel. Ich kann zwanzig oder vier Minuten Fullcourt verteidigen, blöd sind aber null. Die Verteidigung ist meine Rolle und damit finde ich mich ab.
Abschließende Frage: Was können die Fans vom Spiel gegen Chemnitz erwarten? Was prognostizierst du?
Alle drei ostdeutschen Mannschaften spielen defensiv betonten Basketball. Das war auch schon so, als ich in der Jugend gespielt habe. Daraus kann man schließen, dass die Partie auf der einen Seite schnell und auf der anderen langsam gestaltet werden wird. Der Sinn des Sports ist es dann, dem anderen Team deinen eigenen Rhythmus aufzuzwängen. Wir werden versuchen, die Niners ins Laufen zu bringen, sodass sie sich nicht in der Zone verbunkern können. Das wird der Schlüssel des Spiels sein. Einfach wird es auf keinen Fall! Gerade die Guards sind kräftig und können zupacken. Sicherlich können wir wieder wie zuletzt auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans zählen. Jedes der nächsten 14 Spiele wird wichtig – Mannschaft uns Zuschauer müssen sich gegenseitig pushen. Ich habe ein gutes Gefühl…
Vielen Dank, Christian. Dir und der Mannschaft ein erfolgreiches Jahr 2012.
Interview: Robin Herbert
Freitag, 30. Dezember 2011 um 17:40 Uhr
Alle USC-Spieler sind nach kurzem Weihnachtsurlaub wohlbehalten und pünktlich wieder in Heidelberg eingetroffen und bereiten sich seit dem 29. Dezember mit täglich zweimaligem Training intensiv auf die beiden richtungsweisenden Heimspiele am 8. Januar gegen BV Chemnitz 99 und am 15. Januar gegen Science City Jena, jeweils zur gewohnten Zeit um 17 Uhr, vor.
Allen Freunden und Fans wünscht der USC Heidelberg einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2012 und hofft, alle gesund und munter zu den beiden mit Spannung erwarteten Begegnungen im Olympiastützpunkt im Neuenheimer Feld begrüßen zu dürfen.
Das Weihnachtsgeschenk bleibt aus
Sonntag, 18. Dezember 2011 um 11:53 UhrDer USC Heidelberg beendet die Hinrunde der Pro-A-Saison 2011/2012 mit einer Niederlage. Nach einem überzeugendem Heimsieg gegen die Crailsheim Merlins (75:60) vergangenes Wochenende gab es zu Gast bei Erdgas Ehingen/Urspringschule einen 81:90-Dämpfer. Niemand ist damit zufrieden, eine Niederlage mit ins Weihnachtsfest und die Winterpause zu nehmen müssen, doch es kam nun einmal so. Ehingen hatte erst am Donnerstag den Tabellenersten Mitteldeutscher BC geschlagen.
Es dauerte ein wenig, bis die Heidelberger ins Spiel fanden: Zwar traf Janis Heindel einen Dreipunktwurf zum 5:3 (2.), allerdings gingen die Ehinger zwischenzeitlich mit 11:5 in Front. Sanijay Watts, Björn Schoo und Janis Heindel erzielten weitere Punkte und zwangen Ehingens Coach Ralph Junge zu einer Auszeit (8.). Nach weiteren Punkten auf Ehinger Seite von Akeem Vargas, Garrett Williamson und Tobias Jahn lag der USC nach Ablauf der ersten zehn Minuten mit 18:26 doch recht deutlich im Hintertreffen. Es gelang den USClern im zweiten Abschnitt nicht, die Steeples zu kontrollieren. Nach 13 Minuten lag man bereits mit 22:34 zurück. Kevin Bright traf für Urspring zum 44:31 nach 18 Minuten. Nach einem Dreipunktspiel von Björn Schoo stand es 49:37. Dies war dann auch der Halbzeitstand. Vor allem Garrett Williamson (11 Punkte) und Andreas Büchert (10 Punkte) trafen zu hochprozentig, um die Schwaben einholen zu können. Doch es dauerte zwei Minuten, bis die Kurpfälzer in der zweiten Halbzeit ihre ersten Punkte erzielten (53:39, 22.). Durch einen 5:0-Run gestaltete sich der Score wieder etwas ausgeglichener (58:49, 25.), doch im Anschluss fehlten weiterhin die Stops. Daraufhin blieb der USC volle zwei Minuten ohne Treffer aus dem Feld. Björn Schoo schnappte sich den Ball nach einem Fehlversuch von Charlie Burgess und traf den letzten Wurf des dritten Viertels zum 69:60. Neun Punkte – nicht unmöglich, aber verdammt schwer, gerade auswärts. Als noch sechs Minuten zu spielen waren, gelang Björn Schoo der erste Korb des letzten Viertels für den USC. Durch diese weitere offensive Durststrecke brachten sich die Neckarstädter selbst um die Möglichkeit eines Siegs. Kevin Bright erzielte den spielentscheidenden Korb zum 82:70 (37.). Der Rest war Ergebniskosmetik.
Manager Axel Tietz: „Auch wenn wir es uns anders gewünscht hatten – wir müssen anerkennen, dass die Ehinger heute einen verdienten Sieg eingefahren haben. Nach der Winterpause geht es dann weiter; jetzt ist wichtig, dass die freie Zeit zur Erholung genutzt wird.“
Die US-Amerikaner fliegen am Sonntag, den 18. Dezember nach Hause, das Training beginnt zwischen den Jahren wieder. Am 8. Januar startet der USC in die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen die BV Chemnitz 99.
Der USC Heidelberg bedankt sich für alle Unterstützung im Jahr 2011 und wünscht allen Fans, Freunden und Sponsoren eine besinnliches Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Erdgas Ehingen/Urspringschule – USC Heidelberg: 90:81 (26:18, 23:19, 20:23, 21:21)
Ehingen: Büchert 22, Bright 13, Williamson 13, Matthews 10, Creekmore 10, Calvin 8, Jahn 6, Vargas 6, Müller 2, Richter.
Heidelberg: Watts 17, Williams 13, Schoo 13, Heindel 9, Burgess 8, Sargent 8, Barth 6, Zipser 5, Komarek 2 – von Fintel, Kuhn.
Robin Herbert
Kein Zuckerschlecken zum Jahresausklang
Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 15:57 UhrNoch ein letztes Mal müssen die Korbjäger des USC Heidelberg in diesem Jahr am kommenden Samstag ihre Sneakers schnüren. Dies ist eine kleine Besonderheit, da die Kurpfälzer am 16. Spieltag spielfrei haben und nicht wie die anderen Mannschaften der Pro A am 21., 22. oder 23. Dezember noch eine Partie absolvieren müssen. Die Weihnachtspause des USC ist also durch den Terminplan der Liga um einige Tage verlängert worden – ob sie auch verschönert werden kann, haben Heindel & Co. selbst in der Hand: Das hängt davon ab, ob man aus Ehingen samstagnacht mit zwei oder null Punkten nach Hause kommt.

Paul Zipser und der USC Heidelberg sind am Samstag in Ehingen gefordert (Bild: Thomas Schippl).
Ehingen. Eine 25.000 Einwohner zählende Stadt im Alb-Donau-Kreis, gut 30 Kilometer von Ulm, 204 Kilometer vom Olympiastützpunkt. Ralph Junge, Trainer des Pro-A-Teams, gründete 1998 die Urspring Basketball Akademie am Urspring-Internat. Diese anfangs noch eher beliebäugelte Idee des inzwischen 42-jährigen hat sich zum Aushängeschild einer vorbildhaften Ausbildungsförderung im Basketball in Deutschland entwickelt. Talente zieht es geradezu ins Schwabenland, nicht zuletzt wegen dem guten Ruf der Schule und den Aussichten auf eine Karriere als Profisportler. Jermain Raffington, Maurice Stuckey, Cornelius Adler, Philipp Friedel, Christian Standhardinger, Lucca Staiger – nur ein paar Namen von Urspring-Absolventen, die heute allesamt mit dem Basketball ihr Geld verdienen. Auch aus dem hiesigen Raum zog es schon Spieler an die Donau: Akeem Vargas (21), Kevin Bright (19) und Kalidou Diouf (17) sind Aktive und spielen für die Zweitligamannschaft. Die U16- und U19-Mannschaft der JBBL und NBBL sind amtierender deutscher Meister, im letzten Jahr holte man bekanntlich auch die Meisterschaft bei den Herren in der Pro B. Urspring – ein Synonym für Erfolg.
Ein beträchtlicher Teil der Ehinger Mannschaft sind Eigengewächse – die auffallendsten sind sicherlich die oben genannten Vargas und Bright sowie Malik Müller: Der Shooting Guard gilt neben Paul Zipser als das größte deutsche Talent des Jahrgangs 1994. Beim renommierten Jordan Brand Classic Game durfte sich Malik als einziger Deutscher 2010 im Madison Square Garden in New York präsentieren. Malik und Paul kennen sich aus diversen Auswahlmannschaften, aber die beiden werden auf dem Parkett bestimmt nicht zaghaft miteinander umgehen. Die „Steeples“ verfügen neben ihren Nachwuchshoffnungen wie alle anderen Pro A –Mannschaften über eine veritable Anzahl von US-Importen. Andre Calvin (10,7 PPS), Virgil Matthews (9,2 PPS), Garrett Williamson (9,1 PPS) und Will Creekmore (8,2 PPS) sind im Kader. Dazu kommen zwei deutsche Big Men, Tobias Jahn und Andreas Büchert. Letzterer misst 2,06m, die USCler sind also wieder aufgefordert, ihre Größenvorteile in die Waagschale zu werfen.
Das Saisonziel für Ehingen ist der Klassenerhalt. Bis jetzt verzeichneten die Schwaben fünf Siege und acht Niederlagen, alle der fünf Siege feierte man in der eigenen Halle. Zwei Heimniederlagen gab es bisher; gegen Paderborn 105:108 und gegen Düsseldorf 56:78. Am Donnerstag steht ein Heimspiel gegen den MBC an, sodass gerade einmal 24 Stunden für die Vorbereitung auf das USC-Spiel bleiben. „Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen und uns so gut es geht, einzustellen“, berichtet Headcoach Ralph Junge in einem Interview.
Der USC nimmt das Duell mit dem Tabellenzwölften sehr ernst und wird mit höchster Konzentration in das Spiel gehen. Am Neckar ist man sich der ausgeprägten Heimstärke der Steeples mehr als bewusst und wird alles daran setzen, die Leistung aus den letzten beiden gewonnenen Partien im letzten Spiel des Jahres 2011 noch einmal aufs Parkett zu bringen.
Ein Zuckerschlecken wird das nicht – ein Auswärtssieg ist sicherlich aber auch keine Utopie, sondern durchaus machbar. Und mit einem solchen im Gepäck … Weihnachten hätte für Basketball-Heidelberg ein Geschenk mehr unter dem Baum.
Erdgas Ehingen/Urspringschule – USC Heidelberg: Samstag, 17. Dezember, 19:30 Uhr
Längenfeldhalle, Wittumweg 19, 89584 Ehingen
Robin Herbert
“Rundum stolz und glücklich!”
Montag, 12. Dezember 2011 um 10:05 Uhr…. so beschrieb Uwe Sauer, Cheftrainer des USC Heidelberg, seine Gefühlslage nach dem 75:62-Sieg seiner Schützlinge über die Crailsheim Merlins. Erstmals seit April gewann der USC wieder ein Spiel, bei dem man selbst weniger als 80 Punkte erzielte. Es muss also nicht immer Highscoring sein! Die Heidelberger zeichneten sich durch konstant engagierte Verteidigungsarbeit aus und hielten Crailsheim bei einer Feldwurfquote von 35 %. Die Neckarstädter bestätigten die Leistung des letzten Auswärtssiegs bei den Braves (98:81) und schafften sich eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das letzte Spiel des Kalenderjahres am Samstag in Ehingen. Der Playoffplatz wurde gefestigt.
„Wir sind wieder voll im Rennen! Es war von vornherein klar, dass diese Partie kein leichtes Unterfangen werden würde. Crailsheim kam mit Wut im Bauch hierher; trotzdem haben wir die bessere Defensivarbeit gezeigt und konnten offensiv durch Björn, Paul, Jerrell und Kai Impulse setzen. Es ist aber die Mannschaft, die dieses Spiel gewonnen hat.“, beschrieb Sauer weiter seine Eindrücke.
Ingo Enskat, langjähriger Coach der Merlins, gab zu Protokoll: „Glückwunsch an Heidelberg. Ich denke, wir sahen ein kampfbetontes Aufeinandertreffen, letztlich fehlte uns aber der entscheidende Punch, um das Spiel zu drehen. Auf unserer Seite gab es meines Erachtens zu viele forcierte Würfe, die nicht fielen. Wir müssen erst einmal schauen, dass wir den Klassenverbleib sichern, das ist das primäre Ziel.“
Enskat bezog sich sicherlich auch auf die Tatsache, dass die Hohenloher zu keinem Zeitpunkt führten. Das Spiel wurde – dies kann man im Nachhinein sagen – bereits im ersten Viertel entschieden. Eine 11:2-Führung nach fünf Minuten bzw. eine 24:11-Führung nach zehn Minuten verschaffte den Heidelbergern ein ordentliches Polster. Ein Aufbäumen in Viertel zwei brachte die Merlins zwar auf 36:28 heran, ein wirklich enges Spiel war es nach wie vor nicht. Am Ende des dritten Viertels führte Heidelberg mit 60:46, so dass alle Vorteile bereits zu Beginn des vierten Viertels auf Heidelberger Seite lagen. Zwar brachte Blanchard Obiango sein Team in Minute 37 nochmals auf 68:60 heran, doch Paul „ZipsAir“ versenkte den Gamewinner zum 70:60.
Das Erzielen von spielentscheidenden Würfen ist zur Lieblingsbeschäftigung des 17-jährigen geworden: Schon gegen Paderborn (Dreier zum 101:87), bei den Braves (Dreier zum 89:76) und nun gegen Crailsheim (Mitteldistanzwurf) bewies der U18-Nationalspieler eine Coolness, wie man sie nur von erfahrenen Spielern kennt.
Eine absolute Glanzleistung von Björn Schoo erlebten die 900 Zuschauer im Olympiastützpunkt , der mit 21 Punkten, 10 Rebounds und 2 Blocks den überzeugendsten (Offensiv)auftritt des Abends zeigte. Glänzend erledigte auch Jerrell Williams seine Aufgabe, für Oliver Komarek in die Bresche zu springen – 12 Punkte, 7 Rebounds, 1 Block von ihm. Zwei von seinen Zählern erzielte er per 360-Grad-Dunking. Wahnsinn! Der von Sauer zu Recht gelobte Kai Barth hatte gegen Sebastian Kling einen unangenehmen Gegenspieler und lieferte sich intensive Duelle – Kai Barth zog insgesamt sieben Fouls und führte überzeugend Regie. Die beiden Aufbauspeiler des USC – Barth und Kollege Charles Burgess – erhielten beide jeweils 22 Minuten Einsatzzeit und standen sich nie im Weg. Burgess blieb mit sieben Punkten scoringtechnisch recht blass. Seinem Gegenüber, Mark Hill, gelang allerdings nicht einmal ein einziger Score.
Eines dürfen die Kurpfälzer noch nicht tun: Sich in die Feiertage verabschieden. Am Samstag steht ein extrem schweres und wichtiges Auswärtsspiel bei Erdgas Ehingen/Urspringschule an. Der amtierende Meister der Pro B ist sehr heimstark (5 Siege, 2 Niederlagen) und spielt zwei Tage zuvor gegen den Mitteldeutschen BC. Höchste Konzentration ist gefragt, es gilt, ein letztes Mal in 2011 alle Kräfte zu bündeln! Sich mit einem Sieg in die Weihnachtspause zu verabschieden …. damit würde sich die Mannschaft selbst und den vielen Fans ein schönes Geschenk unter den Baum legen.
USC Heidelberg – Crailsheim Merlins: 75:62 (24:11, 12:17, 24:18, 15:16)
Heidelberg: Schoo 21 Punkte (10 Rebounds, 10/15 Fieldgoal, 2 Assists, 2 Blocks), Williams 12 (7 Reb, 1 Blk), Heindel 10 (7 Reb, 2 Ass), Zipser 10, Barth 9, Burgess 7 (3 Reb, 3 Ass), Sargent 4 (3 Reb, 4 Ass), Watts 2 (4 Reb, 3 Ass, 1/6 FG), von Fintel – Kuhn.
Crailsheim: Baptist 15 (16 Reb, 4 Ass, 1 Blk), Webb 12 (4 Reb), Buck 10 (8 Reb), Stohl 9 (3/7 Dreier), Dunbar 6 (2/8 FG), Sivorotka 5, Obiango 4, Kling 1 (4 Ass), Tetzner (0/3 FG), Hill (0/7 Dreier, 0/8 FG, 3 Turnovers, 2 Ass, – 9 Eff).
Robin Herbert
Bilder zum Spiel von Thomas Schippl finden sie unter USC TV – Bilder!
Zauberer zu Gast im Olympiastützpunkt
Donnerstag, 8. Dezember 2011 um 23:56 UhrBeim USC Heidelberg sieht man nach dem letzten Wochenende wieder ein wenig entspannter in die Zukunft. Eine konstante Leistung mit einer überzeugenden Teamarbeit gerade im letzten Viertel der Partie gegen die Saar-Pfalz Braves verschaffte den Kurpfälzern den ersehnten Auswärtssieg und erstmals seit dem 6. November wieder zwei Punkte. Zwei ganz wichtige, schließlich findet man sich auf einem Playoff-Platz wieder. Sechs Siege bei ebenso vielen Niederlagen – das ist die aktuelle Bilanz. Der USC steht nun vor dem letzten Heimspiel der Hinrunde gegen die Crailsheim Merlins.
Eine Woche später fahren die Neckarstädter noch nach Ehingen – und dann ist das Jahr 2011 auch schon wieder geschrieben. Die Heidelberger werden vor der dreiwöchigen Winterpause noch einmal all ihre Kräfte bündeln und wollen sich mit einer gebührenden Leistung von ihren Fans verabschieden.

Darryl Webb ist der gefährlichste Scorer der Crailsheim Merlins (Foto: www.thepenn.org).
Zum Gegner: Die Crailsheim Merlins belegen Tabellenplatz vier mit zwei Siegen mehr als der USC. Nach der jüngsten 90:92-Niederlage nach Verlängerung gegen die BV Chemnitz 99 sind die Hohenloher sicher noch ein wenig genervt: Mit einer Dreipunkte-Führung im Rücken war es den Merlins zwölf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit nicht gelungen, einen Chemnitzer durch ein taktisches Foul an die Freiwurflinie zu schicken – somit passte Alexander Rosenthal zu Ishizaki Takumi, der den Dreier zur Verlängerung mit Ertönen der Sirene im Korb versenkte. Insgesamt aber läuft es rund für die Merlins: In Düsseldorf war zwar nichts zu holen (61:83), dafür besiegte das Team von Ingo Enskat die Kirchheim Knights in der heimischen HAKRO-Arena im Wasserstall mit 83:77. Acht Siege stehen bisher zu Buche – das Duell mit dem Tabellenführer MBC steht noch aus.
Mit Billy Baptist, Mark Hill, Jared Stohl und Darryl Webb verpflichteten die Merlins  ausschließlich US-Amerikaner ohne Pro-A-Erfahrung. Desweiteren kamen mit Joseph Buck und Jeremy Dunbar zwei Deutsch-Amerikaner (mit deutschem Pass) an Bord. Bekannt aus den Jahren zuvor sind Namen wie Sebastian Kling, Blanchard Obiango und Lucian Kieser. Auf der Position des Centers verstärkten sich die Hohenloher außerdem mit Christoph Tetzner (BG Göttingen) und Antonis Sivorotka (SFK Perikos/Arhelaos, Griechenland). In den Statistiken bisher herausragender Akteur ist sicherlich Darryl Webb; er belegt mit 17,7 Punkten und 8,5 Rebounds pro Partie für die Merlins in der jeweiligen Kategorie den Spitzenplatz.
Paul Zipser, Pro A Youngster des Monats November, gibt einen kurzen Ausblick auf die Partie: „Natürlich ist dieses Spiel jetzt sehr wichtig für uns, gerade weil Crailsheim vor uns in der Tabelle steht. Genau dort wollen wir nämlich hin, Platz vier wäre super. Die Merlins sind ein Gegner, der uns liegt. Wir haben richtig gute Matchups“.
Viele Crailsheimer Fans werden es sich nicht nehmen lassen, ihre Mannschaft bekanntermaßen lautstark zu unterstützen. Ein in jeder Hinsicht hoch attraktives Spiel in einem sicherlich gut besuchten OSP steht an.
USC Heidelberg – Crailsheim Merlins: Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr im OSP
Robin Herbert
Zum Nikolaus das letzte Pregame des Jahres 2011 – Verfügbar ab 10.12.
Dienstag, 6. Dezember 2011 um 7:00 UhrDie fröhliche und besinnliche Jahreszeit bricht an und das Jahr 2011 neigt sich dem Ende! Zum letzten Heimspiel des Jahres erscheint die vierte Ausgabe des neu aufgelegten Pregame-Magazins. Wie gewohnt gibt es in diesem Heft die Rückblicke und Ausblicke sowie Homestories der Damen- und Herrenteams
. Außerdem beschäftigen wir uns mit unserem Nachwuchs-Talent Paul Zipser. Sportliches Hintergrundwissen für Neulinge und „alte Basketball-Hasen“ bieten Ihnen auch die Kategorien Regelkunde, Trainingstipps und USC-History.
Verfügbar ab dem 10.12. beim Heimspiel-Derby der MLP BasCats gegen TG Sandhausen und am 11.12. ProA USC gegen Crailsheim Merlins.
Bestellungen gern unter marketing@usc-hd.de
TOGTHER WE PLAY!
Ihr Pregame Redaktion
Back on track
Sonntag, 4. Dezember 2011 um 14:28 UhrDer USC Heidelberg ist zurück in der Erfolgsspur! Zu Gast bei den Saar-Pfalz Braves gelang den Neckarstädtern ein rundum überzeugender 98:81-Derbysieg. Das letzte Viertel wurde 21:8 gewonnen – Ein Gegensatz im Vergleich zur Leistung in der Schlussphase gegen Nürnberg (10:22). Erstmals verließen die Kurpfälzer das Sportzentrum Homburg-Erbach mit zwei Punkten im Gepäck. Mit einer Bilanz von 6 Siegen und 6 Niederlagen hat man sich wieder einen Playoffplatz geangelt.
Die beiden Verletzten, Jerrell Williams beim USC und Dmitriy Cheremnykh bei den Braves, waren beide wieder spielbereit. Doch zunächst begann Headcoach Uwe Sauer mit Burgess, Sargent, Heindel, Watts und Schoo. Auch sein Gegenüber, Nenad Josipovic, ließ den frisch genesenen Russen zunächst auf der Bank.
Die Partie begann rasant, ein ums andere Mal fielen Würfe auf beiden Seiten. Clint Sargent traf einen Dreier zum 10:10 in der 4. Minute. Es entwickelte sich ein hin und her in Viertel eins, das erst durch schnelle sechs Heidelberger Punkte in der letzten Minute entschieden wurde (17:23). In Abschnitt zwei konnten sich die USCler ein wenig absetzen.
Björn Schoo, der wieder eine grundsolide Leistung zeigte und seine ansteigende Formkurve bestätigen konnte, traf zum 25:32 in der 14. Minute. Schoo ging dieses Mal auch ganz klar wieder dorthin, wo es weh tat: Nach einem Stoß fiel der 2,13m-Hüne gegen Ende der ersten Halbzeit auf die Hüfte und konnte für einige Zeit nicht eingesetzt werden. Letztendlich rappelte er sich aber auf und spielte die letzten 20 Minuten durch – ohne Foultrouble. „Im Moment geht’s noch, solange es warm ist, aber mal sehen, wie es sich morgen anfühlt.“, sagte Schoo nach dem Spiel. Jedenfalls merkte man ihm die Verletzung kaum an.
Beim Stand von 41:47 ging es in die Kabinen. Dann kam der große Auftritt von Rob McKiver, den die Heidelberger in dieser Phase nicht unter Kontrolle bringen konnten. Glücklicherweise hielt Clint Sargent sehr engagiert dagegen.
Sprung in die 23. Minute: Schoo klaut Lee Jeka den Ball und wundert sich, dass dieser nicht hinterherrennt – Schoo dunkt einhändig zum 49:57. Auszeit Braves. Weitere Treffer von McKiver und Robert Cardenas brachten die Kurpfälzer nicht in Verlegenheit. Burgess verwandelte einen Dreipunktwurf zum 60:68 in Minute 28. Doch dann ein letztes Aufbäumen der Saarländer: Ein 8:0-Lauf brachte die Homburger nochmal auf 68:70 heran. Getragen von seinem lautstarken Anhang ließ der USC dann aber in Viertel vier keine Frage mehr offen, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Sanijay Watts, Paul Zipser, Björn Schoo und Clint Sargent sorgten für eine komfortable 76:86-Führung. Den Game Winner erzielte abermals Paul Zipser – der 17-jährige frisch gekürte Youngster des Monats November netzte einen Dreier zum 76:89 ein. Spätestens jetzt hatte der Gästeblock die Halle fest im Griff.
Der „Game Plan“, basierend auf einer guten Verteidigungsarbeit, konnte gut umgesetzt werden. Die Braves waren nur bei 37 % ihrer Feldwürfe erfolgreich – selbst traf man 51 %. Überragend auch die 17/19-Freiwurfquote. Bemerkenswert auch, dass die Heidelberger Point Guards Kai Barth und Charlie Burgess die besten Wurfquoten aller Spieler der Partie hatten. Burgess spielte wie ausgewechselt und erzielte 21 Punkte, 9 Assists und 5 Rebounds – mit seiner Leistung steht und fällt der Erfolg des Teams. Auch Barth nutzte seine Einsatzzeit sehr effektiv.
Auf dem Fahrplan steht nun das Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins am kommenden Sonntag im OSP, danach fahren die Neckarriesen zum Aufsteiger nach Ehingen. Zwei hoch interessante und wieder einmal richtungsweisende Spiele für den USC stehen somit noch vor der kurzen Weihnachtspause an. Die Rückrunde beginnt am 8. Januar 2012 mit einem Heimspiel gegen Chemnitz.
Saar-Pfalz Braves: McKiver 29 Punkte (4 Dreier, 3 Assists, 3 Rebounds), Karamatskos 11, Cardenas 10 (7 Reb), Jeka 10 (4 Reb, 4 Ass), Damjanovic 9, Reed 8, Catovic 2, Cheremnykh 2, Land – Valentic, Göhring.
USC Heidelberg: Sargent 22 (4/8 Dreier, 3 Reb, 3 Ass, 2 Blocks), Burgess 21 (5 Reb, 9 Ass, 4 Turnovers), Watts 16 (4 Reb), Schoo 13 (7 Reb, 1 Blk), Zipser 11 (5 Reb, 2 Blk), Heindel 8, Komarek 4, Barth 3, Williams (3 Reb), von Fintel – Kuhn.
Text und Bilder: Robin Herbert
Das nächste Derby steht an
Donnerstag, 1. Dezember 2011 um 18:03 UhrZum 13. Spieltag reist der USC Heidelberg am Samstag nach Homburg an der Saar. Dort warten die Saar-Pfalz Braves auf die Kurpfälzer. Damit steht nur wenige Tage nach dem Baden-Derby gegen die BG Karlsruhe ein weiterer Südwestklassiker auf dem Programm. Es geht für die Sauer-Schützlinge darum, an der verbesserten Verteidigungsarbeit des letzten Spiels gegen den NBC anzuknüpfen und nach Möglichkeit die Saisonbilanz wieder auszugleichen, die zuletzt auf 5 Siege und 6 Niederlagen abgerutscht war.
Vor allem für die beiden Heidelberger Big Men Oliver Komarek und Björn Schoo ist das Aufeinandertreffen mit den Saarländern immer wieder etwas Besonderes: Beide spielten jeweils eine Saison in ihrer Karriere für die Braves. Auch Headcoach Uwe Sauer stand bereits in der Coaching Zone der Braves. Auf der anderen Seite ist es ähnlich: Mario Göhring, inzwischen für Homburg aktiv, spielte 2008/2009 für den USC. In den bisherigen Spielen gegen Heidelberg hatten meist die Braves am Ende die Oberhand: 2010/2011 gewannen die „Mutigen“ ihr Heimspiel denkbar knapp mit 78:75, da Jason Jamerson das Spiel an der Freiwurflinie über die Runden brachte und alle seiner sechs Versuche traf. Im Olympiastützpunkt dagegen ging das Spiel mit 69:82 doch deutlich an die Josipovic-Truppe. Der letzte Sieg gegen die Braves gelang dem USC in der fulminanten Schlussphase der Saison 2008/2009.
Mit Robert McKiver haben die Homburger einen herausragenden Scorer in ihren Reihen (20,7 PPG), der US-Amerikaner konnte von der gegnerischen Verteidigung erst in vier Partien unter 20 Zählern gehalten werden. Auch Lee Jeka, aktueller Spieler des Jahres der Pro A (15,5 PPG; 5,7 APG), Travis Reed (11,0 PPG; 5,8 RPG) sind ganz entscheidend für die Offensivleistung verantwortlich. Außerdem verfügen die Braves auch dieses Jahr über Scharfschützen Mirko Damjanovic (42,6 % 3er) und haben Kosta Karamatskos vom Erstligaclub TBB Trier unter Vertrag genommen. Nach einem Bruch des Schildknorpels wird der 2,13m-Hüne Dmitriy Cheremnykh den Braves unter den Brettern wohl weiterhin fehlen. Auf Heidelberger Seite ist der Einsatz von Jerrell Williams nach dessen Gehirnerschütterung noch offen. Es wird sich zeigen, wie weit Jerrell bis Samstag genesen sein wird.
Die Braves besitzen einen Kader voller Hochkaräter und gehen gerade als Folge des Heimvorteils als Favorit in dieses Spiel. Die Saarländer befinden auf einem nicht gerade komfortablen 12. Tabellenplatz und brauchen jeden Sieg – genau wie der USC. Es ist keine Frage, dass beide Mannschaften mit einem besonderen Ehrgeiz in diese Partie gehen werden. Die Kurpfälzer arbeiten im Training konzentriert auf den Samstag hin und werden versuchen, die positiven Aspekte der vergangenen Rückschläge herauszupicken und diese in das Derby einzubinden, sodass endlich wieder zwei Punkte an den Neckar kommen. Zu wünschen wäre es Heindel & Co. allemal.
Saar-Pfalz Braves – USC Heidelberg: Samstag, 3. Dezember, 19 Uhr
Sportzentrum Homburg-Erbach, Steinbachstraße 111, 66242 Homburg/Saar.
Robin Herbert
Mit zu wenig Kopf in der Crunchtime
Montag, 28. November 2011 um 15:23 UhrEs gibt in diesen Tagen viele Dinge, die man am Spiel der Herren des USC Heidelberg kritisieren kann. Sei es die schwache Offensivleistung (309 Punkte in den letzten vier Spielen), sei es die mangelhafte Trefferquote aus dem Dreipunktbereich (22 Treffer bei 70 Versuchen), sei es das kampflose Ergeben letzte Woche in Karlsruhe (2. HZ: 26:45) – Für die sechste Saisonniederlage gegen den Nürnberger Basketballclub (65:75) war letzten Endes aber das überdrehte und unüberlegte Auftreten in der Schlussphase verantwortlich. Ganze acht Ballverluste im letzten Viertel, kein erfolgreicher Dreier, vier Offensivrebounds von Nürnberg, ein technisches Foul wegen wiederholter Reklamation – so ist ein Spiel auf Augenhöhe nicht zu gewinnen. Wieder einmal muss sich der USC an der eigenen Nase fassen und versuchen, diese Dinge beim nächsten Mal besser zu machen.
Es gab aber auch Schönes an diesem ersten Advent zu beobachten: Durch Björn Schoo, der mit seinem Auftreten an die Saison 2010/2011 erinnerte, gelang den Heidelbergern ein starker Auftakt: elf Punkte vom 2,13m-Gigant, zwei von Janis Heindel, zwei von Sanijay Watts sowie fünf von Charles Burgess trugen zu einer 20:11-Führung nach sieben Minuten bei. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kai Barth, der sehr forsch über das Spielfeld flitzte, traf einen Korbleger zum 28:28 nach einem „coast-to-coast“-Sprint. Der USC wäre mit einem kleinen Punktepolster in die Kabine gegangen, wenn nicht noch der Topscorer des Abends, Jaivon Harris, einen Distanzwurf mit der Halbzeitsirene eingetütet hätte. Somit stand es zur Halbzeit dann 40:39 für den USC.
Unkonzentriert kamen die Neckarriesen aus den Katakomben, erst im sechsten Angriff des dritten Viertels gelang ein Score – Clint Sargent zum 42:46 (23.). Nach einer von den Schiedsrichtern geahndeten Fünf-Sekunden-Regelübertretung von Charles Burgess handelte sich dieser noch ein Technisches Foul ein. Der Floor General der Franken, Will Chavis, verwandelte darauf zum 42:50. Dank Punkten von Paul Zipser, Kai Barth und Björn Schoo gingen die Heidelberger dann aber wieder mit 55:53 in Führung – eigentlich eine gute Ausgangssituation für das letzte Quartal. Dieses wurde dann mit 10:22 verloren. Somit war eine solide Verteidigungsarbeit (man hielt Nürnberg bei einer Fieldgoal-Quote von 38%) nutzlos gemacht worden.
Nach dem Spiel legte Headcoach Sauer aber vor allem die positiven Aspekte dar: „Heute hat mir Vieles besser gefallen als in Karlsruhe letzte Woche. Wir haben uns wirklich reingehängt und alles gegeben, aber in der entscheidenden Phase des Spiels lief es einfach nicht. Defensiv kann ich niemand einen Vorwurf machen.“
Man kann sagen: Es gibt jedes Wochenende eine andere Ursache, weshalb der USC Heidelberg seine Spiele verliert. Die Partien, bei denen alles passte, sind lange her: Gegen Essen, gegen Paderborn, in Leitershofen war den Kurpfälzern kein Vorwurf zu machen. Der November verlief nicht nur wetterlich grau und dunkel – möge der Dezember und die Adventszeit Schöneres bringen.
USC Heidelberg – Nürnberger BC: 65:75 (22:24; 18:15; 15:14; 10:22)
Heidelberg: Schoo 18 Punkte (9 Rebounds, 3 Assists, 23 Effektivitätspunkte), Burgess 15 (5 Turnovers), Watts 8 (11 Reb), Komarek 6, Heindel 6 (4 Reb), Barth 6 (100 % FG), Zipser 4 (3 Blocks), Sargent 2 (1/8 FG), von Fintel – Kuhn.
Nürnberg: Harris 20 (4 Reb), DeMichael 17 (7 Reb), Reile 9 (10 Reb), Barth 9, Okoye 8 (9 Reb, 2 Blk), Chavis 6 (5 Ast), Adler 4, Ides 2, Schröder, Turan.
Das nächste Spiel: Samstag, 3. Dezember, 19 Uhr in Homburg/Saar.
Robin Herbert
Der USC braucht ein Erfolgserlebnis
Donnerstag, 24. November 2011 um 0:35 UhrMan kann es nicht anders sagen – beim USC Heidelberg lief am Sonntag in Karlsruhe gar nichts zusammen. Coach Sauer war nach dem Spiel „sprachlos“ und konnte sich das miserable Auftreten seiner Schützlinge bei der 67:88-Niederlage nicht erklären. Inzwischen ist man auf Platz sieben der Tabelle abgerutscht, punktgleich mit dem zehnten. Es ist vonnöten, dass die Heidelberger in dieser Woche den Akku aufladen und sich neu fokussieren – am Sonntag kommt der Nürnberger BC in den Olympiastützpunkt.

Jaivon Harris (am Ball) war 2009 mit Bayreuth als Spieler des Jahres Pro-A-Meister geworden. Inzwischen ist er für den Nürnberger BC auf Korbjagd (Foto: www.bbc-bayreuth.de)
Auf die meisten der Akteure war in Karlsruhe kein Verlass, sodass in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt wurden. Die Verantwortlichen und Trainer justieren im Moment die Stellschrauben so, dass der USC hoffentlich bald wieder auf die Gewinnerstraße fahren wird. Am Mittwochabend gab es ein Trainingsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen eine Auswahl der US Army, das 115:102 endete. Die erste Halbzeit wurde konzentriert gespielt, gegen Ende ließen es die USC-ler dann etwas lockerer angehen. Topscorer war Clint Sargent mit fünf Dreiern. Leider verletzte sich Jerrell Williams ernst, als er mit einem Soldat zusammenstieß und sein Knie und den Knöchel verdrehte. Er liegt im Moment noch im Krankenhaus, ein Einsatz ist sehr unwahrscheinlich.
Mit dem Nürnberger Basketballclub als Gast hat der USC erstmals in diesem Jahr ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Die Franken waren per Wildcard in die Pro A gekommen, nachdem neben Freiburg und Osnabrück bekanntlich auch Rhöndorf keine weitere Pro-A-Saison antrat. Nürnberg ist sozusagen der Rhöndorf-Ersatz und als Standort für die Pro A wichtig geworden – fast 1000 Zuschauer besuchen die Heimspiele des NBC, jeweils gut 200 mehr als in Ehingen und Leitershofen. Auch sportlich ist die Mannschaft von Derrick Taylor erfolgreich: Letzte Woche gewann man gegen Chemnitz mit 70:68 nach Verlängerung, acht Tage zuvor mit 76:66 gegen Ehingen. Sogar in Düsseldorf gewannen die Pegnitzstädter! Mit Cory Abercrombie, Will Chavis, Jaivon Harris und Ike Okoye wurden sowohl routinierte als auch jüngere US-Amerikaner verpflichtet. Power Forward Ryan DeMichael wurde mittlerweile eingebürgert und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Der 34-jährige ist noch von seinen Bundesligazeiten in Nürnberg und Tübingen bekannt, die letzten Jahre war er für die Kirchheim Knights aktiv. Der letzte Sieg gegen Chemnitz geht dank seiner 20 Punkte, 17 Rebounds, 5 geblockten Würfen und 3 Assists auf seine Kappe. Weitere deutsche Leistungsträger sind Sebastian Barth, der vier Jahre ältere Bruder von USC-Pointguard Kai, sowie 1,98m-Forward Cornelius Adler. Allein durch seine körperliche Erscheinung beeindruckt der Deutsch-Tscheche Martin Ides (2,17m bei 134 Kilogramm). Damit hat Björn Schoo das Duell gegen den einzig größeren Spieler der Liga vor sich. Ebenfalls im Kader steht der 16-jährige Sohn von Trainer Derrick Taylor. Der 1,86m große David erzielte in Cuxhaven 8 Punkte in 12 Minuten. Auch auf solche Spieler müssen die Heidelberger also aufpassen.
Was der Partie aber die entscheidende Brisanz verleiht ist Folgendes: Nürnberg und Heidelberg verloren bisher als einzige Mannschaften gegen Karlsruhe. Wer also in die Playoffs will, sollte eine Mannschaft besiegen können, die gegen Karlsruhe verlieren konnte.
Manager Matthias Lautenschläger: „Wir müssen am Wochenende wieder zurück zu unserem Teamspiel finden, um eine Siegchance zu haben. Nürnberg ist ein individuell sehr starker Gegner mit Harris, DeMichael und Chavis, aber wir verstecken uns nicht. Ich denke, dass die beiden Teams auf dem Blatt ebenbürtig sind. Wir brauchen aber wieder einen Sieg.“
Es wird Zeit für die nächsten zwei Punkte! Kommen Sie und unterstützen Sie die Neckarriesen!
USC Heidelberg – Nürnberger BC: Sonntag, 27. November, 17 Uhr im OSP
Robin Herbert



















