Neuigkeiten der ProA
James Wright komplettiert die USC-Stammformation
Freitag, 3. September 2010 um 21:35 UhrMit Beginn der Vorbereitungsspiele konnte der USC Heidelberg nunmehr auch die letzte noch offene Position im aktuellen Spielerkader besetzen. James Wright heißt der neue amerikanische Guard, mit dem ein Vorvertrag abgeschlossen wurde. Seine Ankunft in Heidelberg ist für Mitte kommender Woche vorgesehen. Der 29jährige Aufbauspieler ist 1,86 m groß. Sein großer Vorteil ist, dass er bereits Europaerfahrung in Lettland, Ungarn und vor allem Finnland aufweist. Seine Collegezeit verbrachte er bis 2006 auf der Colorado University. Zuletzt spielte er zwei Jahre in der amerikanischen NBA Development League und kam hier in der Saison 2009/2010 für die Los Angeles Defenders in 30 Spielen bei durchschnittlich 26,5 Minuten Spielzeit auf beachtliche 13,4 Punkte, 1,5 Rebounds und 3,0 Assists. Er erzielte hierbei 52,6 % aus dem Feld und 38,6 % Dreier. Drei Wochen vor Saisonbeginn ist damit auch der letzte Mosaikstein für das neue USC-Team gefunden und die Vorbereitungen können in die heiße Phase übergeleitet werden.
USC-Trainer Torsten Daume zum letzten USC-Neuzugang: “James kann uns mit seiner Erfahrung aus der D-League und auch seinen herausragenden Leistungen in der finnischen Liga nur helfen. Mit 29 ist er im besten Basketballeralter”
Claus Ebert
Presseteam USC Heidelberg
Kräfte tanken für die Testspielphase
Donnerstag, 2. September 2010 um 20:36 UhrGemeinsames Abendessen im “Freihof”, Wiesloch
Langsam wird es ernst für den USC Heidelberg. Die ersten Testspiele stehen bevor und somit die ersten groben Gradmesser für die Leistungsfähigkeit unserer diesjährigen Mannschaft. Zwar wartet man derzeit noch auf die letzte US-Verpflichtung. Die Vorbereitung der Mannschaft läuft dennoch auf Hochtouren. Torsten Daume ist sichtlich zufrieden mit seinem bisherigen Team: „Die Jungs haben in den vergangenen Wochen richtig hart gearbeitet. Die Trainingsintensität ist sehr hoch.“
So kam es genau zum richtigen Zeitpunkt, dass der neu eröffnete „Freihof“ in Wiesloch am Mittwochabend die komplette Mannschaft nach Wiesloch zur Restauranteröffnung einlud und die Spieler mit einem 3-Gänge Power-Menü verköstigte.
Echte Sportlernahrung, persönlich vom neuen Inhaber des Freihofs, Max Neuweiler, zubereitet, sollte den Spielern Kraft für die kommenden Aufgaben geben. Wenn man einer deutschen Weisheit Glauben schenken darf, muss es in den kommenden Tagen gutes Wetter geben. Denn alle Teller waren am Ende restlos leer. Max Neuweiler fügte schmunzelnd hinzu: „Eine sehr sympathische Mannschaft! Ich hatte allerdings keine Vorstellung davon, wie viel eine Basketballmannschaft an einem Abend verdrücken kann.“
Über zwei Stunden saß die komplette Mannschaft in gemütlichem Ambiente zusammen und philosophierte bei einem 400g Steak über die Niederlage des DBB-Teams bei der WM gegen Angola und über die kommende Saison in der ProA.
Das Management des USC Heidelberg ist zuversichtlich, in Kürze den letzten Neuzugang vermelden zu können.
In den nächsten Tagen stehen nun erst mal folgende Testspielbegegnungen an:
Sa. 04.09. in Basel
Die. 07.09. in Steinsel (Lux)
Mi. 08.09. in Ludwigsburg
Fr. 10.09. gegen Crailsheim (in der Zeit zw. 18 – 21 h), OSP oder ISSW
Paul Zipser – die neue Nachwuchshoffung beim USC
Samstag, 28. August 2010 um 0:20 UhrBester deutscher Spieler bei der U 16-Europameisterschaft
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Mitte der neunziger Jahre verhalf 2,06m-Center Dieter Zipser, unter anderem zusammen mit 2,08m Mann Horst („Horschek“) Wolf, dem USC Heidelberg zum Wiederaufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga, jetzt hat es sein Sohn Paul Zipser gar zu internationalen Meriten bei der Mitte August in Montenegro stattgefundenen U-16-Europameisterschaft gebracht. Paul war dabei mit durchschnittlich 11,4 Punkten, 4,1 Rebounds, 1,3 Assist und 1,7 Steals effektivster Spieler des deutschen Teams. Ein schöner Erfolg für den jungen USC-Spieler und seinen Entdecker und langjährigen Trainer Alexander Schönhals.
Der Weg bis zur Euro war mit großem Aufwand und vielen Entbehrungen, aber auch unvergesslichen Eindrücken verbunden. Immerhin gingen nicht weniger als sechs Vorbereitungsturniere dem großen Ereignis voraus – in der Türkei, in Israel, Italien, Tschechien, Frankreich und Dänemark. Da ist es terminlich nicht einfach, dies alles mit den schulischen Pflichten am Bunsengymnasium, wo man sich sehr kooperativ verhielt, in Einklang zu bringen. Training, Schule, Reisen – der Rhythmus war vorgegeben. Anstrengend? Eintönig? „Nein, ich mache es ja gerne“, meint Paul „die Euro war mein großes Ziel“.
Bei der Europameisterschaft gab es fünf Siege – einen davon gegen den späteren Europameister Kroatien -, vier Niederlagen und einen abschließenden 13. Platz für das deutsche Team. Immerhin wurde damit der Klassenerhalt in der A-Gruppe geschafft – für das nächstjährige deutsche U 16-Team. Paul wird dann aber nicht mehr dabei sein. „Ich spiele dann hoffentlich schon U18, zusammen mit Julius Wolf, dem ein Jahr älteren Sohn von Horst Wolf“. Da wird sich der USC-Kreis also wieder schließen.
Trotz seiner Größe von inzwischen stattlichen 1,98m spielt Paul meist Aufbau – sicherlich ein beachtlicher Vorteil für seine spätere Karriere. Die Trainer des U16-Nationalteams, Headcoach Harald Stein und Ex-Nationalspieler Marvin Willoughby als Assistenzcoach, sehen in ihm jetzt schon einen Allrounder. „Sie haben mich auf den Positionen eins bis vier eingesetzt, je nach Größe der jeweiligen Gegenspieler. Variabel ist Paul auch, was seine berufliche Zukunft anbelangt. „Ich will einmal mit Basketball mein Geld verdienen. Das ist mein Traumziel, aber ich weiß, dass es ein sehr langer und beschwerlicher Weg bis dahin ist und dass ich daneben die Schule und sonstige berufliche Entwicklung nicht außer Acht lassen darf“.
Nach der Europameisterschaft hat Paul erst mal eine Trainingspause eingelegt. Doch der weitere Weg ist vorgezeichnet: Aufnahme in den erweiterten Kreis des USC-ProA-Teams. „Gegen richtige Profis hab ich bisher noch nicht gespielt. Ich freu mich drauf, mich gegen starke Gegner im Training weiterentwickeln zu können.“ Spielpraxis wird Paul voraussichtlich erst einmal im NBBL-Team des Basket College Rhein-Neckar und im Regionalligateam des USC Heidelberg genügend bekommen – und natürlich hoffentlich in der deutschen U18-Nationalmannschaft mit dem überaus reizvollen Fernziel Albert-Schweitzer-Turnier 2012 in Mannheim, dem Paul jetzt schon entgegenfiebert.
Claus Ebert
Dave Noel nicht im USC-Trikot
Freitag, 27. August 2010 um 14:37 UhrEigentlich war alles für ein Pro A-Engagement des kanadischen Aufbauspielers Dave Noel klar, die Vertragsbedingungen waren im pre contract endgültig geklärt. Dave sollte dieser Tage in Heidelberg erscheinen. Einziges Problem war noch die Verlängerung seines dem USC in Kopie vorliegenden Passes. Dem Spieler wurde von Seiten des USC eine Frist gesetzt, diese Formalität umgehend zu lösen und dann nach Heidelberg anzureisen. Da dies dem Spieler bis gestern nicht gelungen ist, hat der USC nunmehr die Konsequenz gezogen und von der Verpflichtung des Spielers Abstand genommen. Ein Ersatz wird in den nächsten Tagen in Heidelberg erwartet.
Claus Ebert
Presseteam des USC Heidelberg
Interview mit Oliver Komarek
Dienstag, 24. August 2010 um 10:46 UhrHallo Oli, erst mal herzlichen Glückwunsch! Du wurdest von „Eurobasket“ nach der Saison 2009/2010 in das „ALL-Domestic Players Team“ der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gewählt. Deine herausragenden Stats lauteten 17,2 Punkte, 6,4 Rebounds, 34,9 % Dreier und 15,4 Effektivitätspunkte. Schon nach der Saison 08/09 wurdest Du von derselben Basketball-Website aufgrund von 16,8 PpG, 5,5, Rebounds, 32,8 % Dreiern und 14,2 Effektivität als „Most improved Player“ der Liga ausgezeichnet. Was bedeuten Dir solche Auszeichnungen?
Solche Auszeichnungen zeigen einem natürlich, dass sich harte Arbeit auszahlt, jedoch ist Basketball ein Teamsport und man wird daran gemessen, wie der Erfolg der Mannschaft war. Und dort sehe ich gerade für die Zukunft noch viel Potenzial, sowohl bei der Mannschaft als auch bei mir persönlich, und ich werde alles dafür tun, um der Mannschaft bestmöglich zu helfen!
Du bist vor der letzten Saison ja auch von Bundestrainer Dirk Bauermann ins A2-Nationalteam berufen worden und hast an der Universiade teilgenommen. Wie sind Deine schönen Erinnerungen daran? Was hast Du dabei gelernt?
Es gab in der Tat viele schöne Erinnerungen und eine besondere war mit Sicherheit die Eröffnungsfeier in der Beogradska Arena!
In jenem Sommer habe ich enorm viel gelernt! Die Nominierung war für mich eine wirklich tolle Sache. Mich den ganzen Sommer mit den besten Junioren Deutschlands und schließlich auch der Welt zu messen war eine schöne, aber auch interessante Erfahrung, bei der man ganz klar erkennen konnte, woran man arbeiten muss!!
Was waren Deine schönsten und wichtigsten Erfahrungen in den vergangenen 2 Spielrunden Pro A für den USC Heidelberg?
Die schönste Erfahrung war zu Beginn der Saison, die Jungs wiederzusehen, mit denen man ein Jahr vorher auch schon zusammengespielt hat. Als wichtigste Erfahrung werde ich mit in die neue Saison nehmen, dass es trotz guter Stimmung im Team keineswegs ein Selbstläufer wird und man ab und zu auch mal die „Komfort-Zone“ verlassen muss, um als Mannschaft und als Spieler Erfolg zu haben.
Was meinst Du zur neu sich entwickelnden Fan-Entwicklung gegen Ende der Saison? Wie wichtig sind die Fans für Euch Spieler?
Ich denke, man kann sehr zufrieden sein, wie die Entwicklung vor allem gegen Ende der Saison war. Wir hatten ein schwieriges Jahr, in dem es nicht immer leicht war uns zu unterstützen, da wir in wichtigen Spielen manchmal den absoluten Willen haben vermissen lassen.Fans sind sehr wichtig für uns Spieler. Ich persönlich genieße es, die Fans mitzureißen und ihnen einfach noch mehr Spaß an unserem tollen Sport zu vermitteln! Jedoch ist es für mich auch reizvoll, in gegnerischen Hallen gegen ein großes und euphorisches Publikum anzuspielen wie zum Beispiel in Crailsheim! In deren Halle herrscht immer eine unfassbar aufgeheizte tolle Stimmung und es macht Riesenspaß, dort als Gegner zu spielen!
Die letzte Pro A-Saison war anstrengend. Wie erholst Du Dich diesen Sommer? Und wie bereitest Du Dich auf die neue, Deine dritte Saison in Folge für den USC Heidelberg, vor
Im Gegensatz zur vorherigen Saison, wo ich im Sommer überwiegend mit der A2-Nationalmannschaft unterwegs war, war diesmal etwas mehr Zeit für Regeneration und individuelles Fitnesstraining vorhanden. Nun trainieren wir allerdings bereits die zweite Woche schon wieder sehr hart als Team und ich bin absolut überzeugt, dass wir zum Saisonbeginn sehr gut vorbereitet sein werden.
Wie und wann bist Du eigentlich zum Basketball gekommen? Wem hast Du bisher am meisten zu verdanken?
Ich habe mit 14 Jahren im Ferienlager Peter Eberhardt kennengelernt und dieser hat es dann geschafft, mich durch Einzeltraining relativ schnell vom Basketball zu überzeugen – außerdem war ich einfach schon immer viel größer als alle anderen :)
Ich habe im Grunde jedem meiner Trainer etwas zu verdanken, da ich von allen natürlich das Beste mitgenommen habe, viele verschiedene Auffassungen und Spielarten von Basketball kennenlernen durfte. Mit Sicherheit haben Peter Eberhardt und Torsten Daume die größten Eindrücke hinterlassen, da ich viel mit ihnen zusammengearbeitet habe und weiterhin arbeiten werde! – Und klar ist es natürlich für jeden Basketballer eine tolle Erfahrung, mit dem Bundestrainer zusammenarbeiten zu dürfen!!
Welchen Stellenwert hat Basketball in Deinem Leben überhaupt? Hast Du neben dem Basketball schon eine berufliche Entwicklung ins Auge gefasst?
Basketball hat natürlich einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben…ich liebe einfach diesen Sport!! Aber für mich sind auch andere Dinge wichtig wie Familie, Freundin und Freunde. Ich denke, es ist als Sportler sehr wichtig, dass es auch im Umfeld passt, um sich total auf seine Aufgaben als Basketballer konzentrieren zu können!
Ich werde ab Oktober mit meinem Studium in Ludwigshafen an der FH anfangen. Ich denke, es wird ein interessantes Jahr für mich werden.
Kommen wir zur neuen Saison: Du hast Deinen Vertrag verlängert, Dir scheint es in Heidelberg und Umgebung zu gefallen Was hat Dich dazu bewogen? Wie man hört, lagen viele Angebote, auch aus der Beko BBL, auf dem Tisch…
Für mich war Heidelberg immer eine Herzensangelegenheit. Ich mag den Verein, das Umfeld. Ich fühle mich hier einfach sehr wohl, was aber nicht heißt, dass ich hier für immer spielen werde. Ich bin jedoch mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden und ich denke, dass Heidelberg mir alles bietet, was ich als Sportler momentan brauche.
Woran wirst Du vor allem arbeiten, um noch besser zu werden?
In meinem Alter ist es wichtig an allen Aspekten des Spiels zu arbeiten, aber mit Sicherheit werde ich diese Saison ein Hauptaugenmerk auf Defense und Athletik legen, weil ich da wahrscheinlich noch am meisten Entwicklungspotenzial habe und es vor allem diese zwei wichtigen Aspekte sind, um den nächsten Schritt auf ein besseres Niveau machen zu können!
Die Weichen sind beim USC neu gestellt. Die Stammformation für die neue Saison steht weitgehend fest. Vom Verein wurden die Ziele höher gesteckt. Wie siehst Du die Situation aus der Spieler-Perspektive derzeit? Hast Du ein persönliches Ziel oder Motto für die Saison 2010/11?
Ich habe den Eindruck – soweit man dies nach knapp zwei Wochen Training schon sagen kann -, dass wir dieses Jahr insgesamt kompakter sind. Vor allem direkt unter dem Korb sind wir jetzt mit Björn Schoo und Nate Montgomery sehr stark besetzt. Von daher war es sicher richtig und berechtigt, von Vereinsseite die Ziele dieses Jahr anzuheben. Auch für mich und für Danilo wird es vorteilhaft sein, dass wir einen (zwei) richtige(n) Big Man unter den Körben wissen. Wir haben dadurch größere Chancen, unsere Variabilität in die Waagschale zu werfen. Mein persönliches Ziel ist es, in jedem Spiel alles für den Sieg zu geben und – soweit es in meinen Kräften steht – die Mannschaft und die Fans mitzureißen.
Man hört derzeit sehr viel über andere Vereine. Bayern München strebt mit einem offenbar überproportionalen Etat wohl den Durchmarsch in die BBL an. Es gibt andere hoch ambitionierte Vereine wie etwa Würzburg, Karlsruhe, Saar-Pfalz Braves und Cuxhaven. Auch bei Kirchheim, Chemnitz, Osnabrück zeichnen sich hochwertige Spielerkader ab. Wie siehst Du – zum jetzigen Zeitpunkt – die Relationen? In welchen Regionen kannst Du Dir den USC nach einem 13. und zwei 11. Plätzen der vergangenen drei Jahre vorstellen?
Wir werden auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung der Tabellenplätze anstreben. Auf eine genaue tabellenmäßige Platzierung möchte ich mich gar nicht unbedingt festlegen. Es sieht tatsächlich so aus, als würde sich das Niveau der Pro A von Jahr zu Jahr verbessern. Aber wir müssen uns vor keinem Team verstecken. Bei allem Respekt vor der starken Konkurrenz kann ich eines sagen: Wir werden in jedes Spiel mit dem festen Vorsatz gehen, es zu gewinnen. Man wird sehen, was dabei herauskommt.
Hey Oli, vielen Dank, für die Zeit und Mühe, die Du für dieses Interview aufgewendet hast.
Robin Herbert, Claus Ebert
MLP-Sommercamp des USC in der letzten Ferienwoche
Montag, 23. August 2010 um 15:03 UhrVom 6.9. bis zum 10.9. veranstaltet der USC Heidelberg sein nunmehr 31 stes Basketballcamp für Jungen und Mädchen.
Eingeladen sind sowohl Vereinsspieler als auch Freizeitspieler bis 17 Jahre, um mit dem qualifizierten Trainerteam fünf Tage lang an den basketballerischen Skills zu arbeiten und viel Spaß zu haben.
Wie bei jedem Camp leiten auch hier wieder als Highlight die Spieler und Trainer der ersten Mannschaft einTrainingseinheit und weihen die Camper in den Tricks und Kniffe der Bundesliga ein. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.usc-hd.de oder 06221/7252198.
Oli Komarek beim Wurfspiel mit den Camp-Kindern
Praktikumsplatz in der USC-Geschäftsstelle zu vergeben
Donnerstag, 19. August 2010 um 11:19 UhrBeim USC Heidelberg ist ein Platz in der Geschäftsstelle freigeworden, nachdem bisherige Mitarbeiter studienbedingt ab sofort weniger Zeit investieren können. Die Arbeitszeit wird zwischen 10 und 12 Stunden pro Woche betragen.
Sie haben dabei zum Beispiel die Möglichkeit, Projekte und Abläufe eines professionellen Sportvereins hinter den Kulissen näher kennenzulernen und dabei unterstützend tätig zu sein, sie werden in engem Kontakt mit den Profispielern sein und teils einfache, teils auch etwas anspruchsvollere Arbeit verrichten.
Tätigkeitsfeld: Vielseitig, lehrreich, interessant.
Wann sie anfangen können? Am besten sofort!
Für weitere Informationen und Rückmeldungen senden sie bitte eine E-Mail an geschaeftsstelle@usc-hd.de
Trainingsauftakt
Dienstag, 17. August 2010 um 11:01 UhrDas erste Saisontraining ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Für die Spieler, die Trainer und die Verantwortlichen. Nur wenige kennen sich, manche kennen niemand und alles ist ein wenig fremd nach 3 Monaten Basketballpause.
Doch jeder weiß, dass der Sport seine eigene Sprache spricht und Grenzen überschreiten kann. So fanden die Spieler gestern Abend schnell Kontakt und manche mussten feststellen, dass sie noch einiges an Kondition zulegen müssen bis zum Saisonauftakt am 25. September. Aber alles der Reihe nach:
Zu Beginn gab es ein kleines „Shootaround“, gefolgt von einigen Übungen zur Beweglichkeit und Athletik mit Manuel Ruep. Auch Übungen zum gegenseitigen basketballerischen Kennenlernen waren Teil des zweistündigen Trainings. Später kam dann auch wieder der Ball ins Spiel; es wurden Freiwürfe geworfen und endlich folgte auch noch ein kleines Spielchen in zwei Teams. Nach dem Duschen kamen die Spieler mit den Coaches, dem Management und anderen Funktionären zu einem kleinen Treff zusammen, um sich vorzustellen und mit den neuen und alten Gesichtern zu plaudern. Der wichtigste Punkt dabei war, dass jeder der Anwesenden schon mal sagte, was er vor der neuen Spielzeit denkt, welche Erwartungen oder Hoffnungen er hat und was er gerne über die Saison sagen würde, wenn sie vorbei wäre. Es war ein munterer Abend, teilweise anstrengend, aber optimistisch stimmend. In einem Punkt war man sich einig: Mit harter Arbeit und viel Willen kann man seine Ziele erreichen, besonders in sportlicher Hinsicht. Mit dieser Einstellung will der USC Heidelberg durch die Saison gehen.
Anfang September sind einige Testspiele geplant, unter anderem gegen die Crailsheim Merlins. Vermutlich noch davor wird ein öffentliches Training für die Fans stattfinden. Das „Season-Opening“ steigt am 12.9. Am Samstag, 25.9. ist dann pünktlich zum Oktoberfest das erste Spiel zu Gast beim höchst ambitionierten absoluten Aufstiegsfavorit FC Bayern München. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit.
Bilder vom ersten Training folgen in den nächsten Tagen auf usc-hd.de
Robin Herbert
Der USC Heidelberg auf den Spuren von Julia Roberts
Montag, 9. August 2010 um 11:38 UhrDas harte Vorbereitungs-Training für die 4. Pro A-Saison kann wie geplant am 16. August beginnen, denn mit dem 23jährigen Amerikaner Leonard Mendez (geb. 6.8.87) wurde auch der letzte Mosaikstein für das USC-Stammteam gefunden, welches noch durch einige Nachwuchsspieler ergänzt werden wird. Und es kann doch nur ein gutes Omen für eine erfolgreiche USC-Saison sein, dass Leonard Mendez seine Highschoolzeit ausgerechnet auf der Campbell High School in Smyrna, Georgia, verbrachte, auf der auch die berühmte amerikanische Schauspielerin Julia Roberts 1985 ihren Highschoolabschluss machte, ehe sie auszog um Weltruhm zu erlangen.
Ganz so weit hat es der 1,96 große Leonard Mendez noch nicht gebracht. Er spielte nach seiner High-School-Zeit vier Jahre für die Georgia State University und legte dort in seinem besten Jahr 2007/2008 für die „Panthers“ mit 16 Punkten und 3,6 Rebounds bei einer 40,5 %igen Dreierquote und 43,4 % aus dem Feld immerhin beeindruckende Zahlen vor. In seinem Senior-Jahr 08/09 gingen diese Werte etwas nach unten (8,8 Punkte, 2,9 Rebounds, 32,8 % Dreier, 40,1 % aus dem Feld), dies hing jedoch in erster Linie mit einer veränderten Rolle innerhalb des Teams zusammen. 09/10 absolvierte er seinen Studienabschluss und durfte währenddessen an den Spielen nicht mehr teilnehmen. Er machte in dieser Zeit jedoch das volle Trainingsprogramm des Teams mit und hielt sich körperlich absolut fit.
Er war drei Jahre lang Starter und zwei Jahre Kapitän seines Teams und hatte damit absoluten Vorbildcharakter. Er wird sich sicherlich rasch wieder auf den Spielrhythmus einstellen können und fiebert seiner neuen Aufgabe beim USC Heidelberg bereits entgegen.
Mendez war sechstbester Shooter in der Geschichte seiner Universität, seine 40,5 % Dreierquote war dort historisch die zweitbeste Marke. Er ist beim USC in erster Linie für die Position zwei vorgesehen, kann aber auch als Small Forward eingesetzt werden.
Aus der Zusammensetzung der nunmehr neunköpfigen Stammspielerformation ergeben sich somit inzwischen zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Die „heiße Phase“ kann starten!
Claus Ebert
Presseteam USC Heidelberg
Zwei viel versprechende Neuverpflichtungen für den USC Heidelberg!
Mittwoch, 4. August 2010 um 21:47 UhrMit großer Sorgfalt und besonderer Akribie gingen die Verantwortlichen des USC Heidelberg, insbesondere Trainer Torsten Daume, in diesem Sommer ans Werk, um den beim USC bisher stärksten Zweitligakader für die am 25. September mit dem Kracher beim Aufstiegsaspiranten Nr. 1, FC Bayern München, beginnende vierte Pro A-Saison der 2. Basketball-Bundesliga zusammen zu stellen. Das Ergebnis kann sich momentan sehen lassen!
Die Konturen für das neue Team des Heidelberger Traditionsvereins nehmen rechtzeitig eineinhalb Wochen vor Trainingsbeginn deutlich Gestalt an. Mit der Verpflichtung eines weiteren „Big Man“ sowie eines starken amerikanischen Aufbauspielers ist die Stamm-Formation mit nunmehr acht Spielern weitgehend komplettiert. Die Verhandlungen mit einem weiteren amerikanischen Guard laufen noch. Nicht verlängert werden konnten unterdessen die Verträge mit Jibril Hodges, Lyndale Burleson, Eric Vierneisel und Darrin Williams. Allen gilt der besondere Dank des USC Heidelberg für den gezeigten Einsatz und der Wunsch für eine erfolgreiche private und sportliche Zukunft.
Mit dem 29jährigen Björn Schoo hat der USC Heidelberg nach dem Amerikaner Nathan („Nate“) Montgomery einen zusätzlichen Centerspieler neu verpflichtet, so dass nun zusammen mit Oliver Komarek und Danilo Barthel für sehr viel Größe und Präsenz unter den Körben des Basketball-Bundesligisten gesorgt ist. Mit dem 2,13 m-Riesen dürfte die Achillesferse des USC der vergangenen Jahre, die Reboundproblematik, erst einmal ad acta gelegt werden können.
Björn Schoo hatte seine Karriere beim USC Freiburg begonnen und spielte danach drei Jahre für die Northern State University (USA). Dort erzielte er in seinem letzten Jahr 6,6 Punkte und 3,2 Rebounds. Inzwischen war Bundestrainer Dirk Bauermann auf den aufstrebenden Centerriesen aufmerksam geworden und lud ihn 2006 zu einem Trainingslehrgang der deutschen A-Nationalmannschaft auf Mallorca ein. Für den Sprung ins Nowitzki-Team reichte es allerdings letztlich nicht. – Nach zwei Kurzauftritten in Griechenland und Frankreich lief Schoo 2006/2007 für TuS Lichterfelde (9,3 Punkte, 8,3 Rebounds) auf. 2008 half er zum Saisonende für 10 Spiele bei den – damals noch – Kaiserslautern Braves aus und bestritt 08/09 für das BBL-Team der Köln 99ers 17 Spiele mit durchschnittlich 4,2 Punkten und 2,3 Rebounds. In der vergangenen Saison gelangen ihm für den ProA-Ligisten Hannover in 14 Partien 10,4 Punkte und 6,4 Rebounds, ehe eine alte Fußverletzung wieder aufbrach. Diese ist inzwischen aber behandelt und Björn ist wieder voll belastbar. Am Montag erfolgte an der orthopädisch-chirurgischen Gemeinschaftspraxis am St. Elisabeth-Krankenhaus diesbezüglich durch USC-Vereinsarzt Dr. Markus Weber nochmals eine ärztliche Untersuchung, bei der der gute Zustand des Heilungsprozesses bestätigt werden konnte, so dass einem Engagement beim USC Heidelberg nichts mehr im Weg steht. Der besondere Dank des USC geht auch an die SRH-Fachhochschule, die maßgeblich daran beteiligt war, dass Björn Schoo nach Heidelberg kommt. In diesem Zusammenhang ist man beim USC froh darüber, dass dieser Tage wieder Gespräche zwischen USC und SRH über eine erneute offizielle Partnerschaft aufgenommen werden.
Torsten Daume zur Verpflichtung von Björn Schoo: „Ich bin sehr stolz und auch froh, dass unsere engagierten Zielsetzungen und unser Konzept am Ende Björn davon überzeugt haben, nach Heidelberg zu kommen“.
Ein besonderer Coup könnte Trainer Daume und den USC-Verantwortlichen auch mit der Verpflichtung des 1,91 m großen amerikanischen Combo-Guards Dave Noel (geb. 27.9.85 in Montreal) gelungen sein. Er kommt diesmal nicht – wie allgemein üblich – direkt vom College, sondern weist darüber hinaus eine zweijährige Erfahrung in der renommierten NBA-Development-League (D-League) auf. Dies ist eine Liga, in der junge und zumeist höchst talentierte Spieler sich entwickeln und auf hohem Spielniveau zu potentiellen NBA-Spielern heranreifen sollen. Er agierte zunächst drei Jahre lang für die UCF (University of Central Florida, NCAA 1), wo er in seinem „senior-year“ 13,3 Punkte bei 51,8 % Trefferquote aus dem Feld und 45,3 % Dreier erzielte. Danach wechselte er für zwei Jahre zu den Reno Bighorns in die D-League, wo er 09/10 in 27 Spielen mit 5,3 Punkten, bei 50.7 % aus dem Feld und 33,3 % Dreiern aufwartete.
Torsten Daume: „Dave ist als Starter auf den Positionen eins oder zwei vorgesehen und wird uns mit seinem variablen Spiel weitere Flexibilität geben. Ein klasse Spieler, der in seiner College-Zeit bei UCF mit Jermaine Taylor ((Houston Rockets) den Backcourt bildete und ihm eigentlich in nichts wirklich nachstand“.
Jetzt noch – wie von vornherein geplant – ein weiterer amerikanischer Guard sowie einige Ergänzungsspieler vornehmlich aus dem Nachwuchsbereich und die Basketballfans der Metropolregion dürfen sich auf eine „USC-Saison der besonderen Art“ freuen. Allmählich scheint man für die anspruchsvolle Zielsetzung, in der vermutlich stärksten Pro-A-Saison aller Zeiten im Bereich der ersten Sechs mitmischen zu wollen, recht gut gerüstet zu sein
Claus Ebert
Presseteam USC Heidelberg
Gut Ding will Weile haben, …
Freitag, 23. Juli 2010 um 14:15 Uhrweiß der Volksmund. Im Sinne dieser oft bewährten Lebensweisheit sieht man derzeit beim USC Heidelberg voller Zuversicht der am 25./26. September mit dem Auftaktspiel beim FC Bayern München beginnenden neuen, mittlerweile vierten, Pro A-Saison entgegen. Das erste Heimspiel findet – aufgrund einer DBB-Sichtungsmaßnahme zu etwas ungewohnter Zeit –am Samstag, 2. Oktober um 20 Uhr statt. – Noch ist das Team nicht komplett, doch bis zum Trainingsauftakt Mitte August will man die personellen Weichen für eine erfolgreiche Saison gestellt haben. Das Grundgerüst steht. Mit Oliver Komarek, Kai Barth vom TV Langen und den beiden Amerikanern Greg Baker und Nathan Montgomery hat man bisher vier Spieler mit Starting-Five-Qualität unter Vertrag, zudem die beiden Nachwuchsspieler Sebastian Dietz und Danilo Barthel, die sich zuletzt gut entwickelt haben und in dieser Saison einen wichtigen Schritt nach vorn machen sollen. Die Suche nach drei weiteren Stammspielern, voraussichtlich zwei Amerikanern und einem Deutschen, ist in vollem Gange. Eine Weiterverpflichtung von Jibril Hodges und Eric Vierneisel ist derzeit eher unwahrscheinlich. Jibril Hodges beispielsweise hat die ihm mit neuem Vertragsangebot gesetzte Frist inzwischen verstreichen lassen.
Das vor fünf Wochen durchgeführte try-out war zwar richtungsweisend, ein konkretes Ergebnis sprang allerdings noch nicht dabei heraus. Die Spöler-Zwillinge sind inzwischen bekanntlich bei anderen Pro A-Vereinen untergekommen. Also streckt man derzeit weiterhin die Fühler insbesondere nach einem großen und reboundstarken deutschen Team-Spieler und nach zwei amerikanischen Guards – wie von Anfang an geplant – aus. Aber auch Variationen dieser Grundüberlegung sind denkbar. `Nicht nervös werden` lautet jedenfalls die Devise. Auch in den vergangenen Jahren waren späte Verpflichtungen (etwa Jibril Hodges) nicht die schlechtesten. – Und: Geduld ist ein Baum, dessen Wurzel bitter, dessen Frucht aber sehr süß ist (chinesisches Sprichwort).
Claus Ebert
Presseteam USC Heidelberg
GGH und USC bringen Emmertsgrund-Kindern und -Jugendlichen das Basketballspiel näher.
Samstag, 17. Juli 2010 um 23:13 UhrDie GGH hat sich in diesem Jahr mit einer besonderen Aktion am Stadtteilfest Emmertsgrund beteiligt: Für den 17. Juli hat sie die Bundesliga-Basketballspieler Oliver Komarek und Sebastian Dietz vom USC eingeladen, den Emmertsgrunder Kindern und Jugendlichen Grundzüge des Basketballspiels beizubringen. Rund 80 ballbegeisterte Mädchen und Jungen haben mit Unterstützung der beiden Profis Freiwürfe und Korbleger geübt.
„Die Aktion hat uns viel Spaß gemacht, weil die Kinder so begeistert bei der Sache waren“, so die beiden USC-Spieler. Einige Kinder sind fast den ganzen Nachmittag dabei geblieben. Zur Stärkung haben die Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums Emmertsgrund am GGH-Stand noch selbst gebackene Waffeln angeboten.
Den krönenden Abschluss fand die gemeinsame Aktion von GGH und USC mit der Verlosung eines Platzes für das Basket-Sommercamp. Alle Mädchen und Jungen zwischen 10 und 16 Jahren waren eingeladen, ihr Glück zu versuchen. Gezogen wurde ein 13jähriger Junge, der sogar bereits schon einmal bei einem solchen Camp dabei war. An seinen basketballerischen Fähigkeiten feilen in der letzten Woche der Sommerferien USC-Profis, Sportlehrer und Trainer.
GGH und USC auf dem Stadtteilfest Emmertsgrund
Dienstag, 13. Juli 2010 um 17:43 UhrDie GGH beteiligt sich in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Aktion am Stadtteilfest Emmertsgrund am 17. Juli 2010: Kinder und Jugendliche können unter Anleitung der Bundesliga-Spieler Oliver Komarek und Sebastian Dietz Grundzüge des Basketball-Spiels lernen und selbst üben.
Dazu wird am GGH-Stand vor dem Dienstleistungszentrum in der Emmertsgrundpassage 17 ab 15.30 Uhr ein Korb aufgestellt. Die Teilnahme für die Nachwuchs-Basketballer ist kostenlos. Obendrein können basketballbegeisterte Jungen und Mädchen einen Platz für das Sommercamp des USC gewinnen, sofern sie zwischen 10 und 16 Jahre alt sind. Das Camp findet statt vom 6. bis 10. September, trainiert wird in den Sportinstituten im Neuenheimer Feld.
Danilo Barthel verlängert beim USC Heidelberg
Freitag, 2. Juli 2010 um 14:12 UhrWiederum freudige Kunde für die USC-Fans! Danilo Barthel hat trotz einiger Angebote aus der ProA und der Beko-BBL seinen Vertrag beim USC Heidelberg verlängert. Der 18 jährige U20-Nationalspieler unterzeichnete einen Vertrag für eine weitere Saison beim USC Heidelberg. „Ich hätte gerne schon früher unterschrieben, da für mich klar war, dass ich in Heidelberg bleiben möchte. Allerdings war ich viel mit der U 20-Nationalmannschaft unterwegs. Ich freue mich auf die neue Saison, in der ich einen weiteren Schritt nach vorne machen möchte“ so Barthel, der mit einer sehr starken ProA rechnet. Auch Trainer Thorsten Daume freute sich sehr über eine weitere Vertragsverlängerung Barthels: „Danilo ist für mich eines der größeren Talente im deutschen Basketball, das bisher jede sich ihm gestellte Herausforderung angenommen und bewältigt hat. Wenn er gesund bleibt, wird er auch weiterhin, noch größere Herausforderungen meistern.“
Danilo erzielte in der abgelaufenen Saison 4,3 Punkte und 3,5 Rebounds bei einer durchschnittlichen Einsatzzeit von fast 18 Minuten und einer Trefferquote von über 50%. Neben Kai Barth, Sebi Dietz und Oliver Komarek ist Barthel nun bereits der vierte deutsche Spieler im Kader des USC Heidelberg. Derzeit laufen Verhandlungen mit weiteren Spielern. Der USC Heidelberg ist hierbei zuversichtlich, bald Vollzug melden zu können.
Claus Ebert
Presseteam USC Heidelberg
Kai Barth spielt für den USC Heidelberg!
Donnerstag, 24. Juni 2010 um 12:59 UhrSebi Dietz bleibt an Bord – Jens Hirschberg nur noch für die SG Kirchheim
Erneut frohe Kunde für Freunde und Fans des USC Heidelberg! – Mit dem 21jährigen Pointguard Kai Barth vom TV Langen wird in der kommenden Saison einer der auf dem Pro A- Spielermarkt begehrtesten jungen deutschen Spieler für den Heidelberger Traditionsverein auflaufen. Der 1,85 m große Playmaker befindet sich bereits seit der Saison 2006/2007 im Zweitligakader des für seine hervorragende Nachwuchsarbeit bekannten TV Langen und gehörte auch schon in Doppellizenz zum erweiterten Kader der Frankfurter Skyliners. Kai Barth hat alle Auswahlmannschaften des DBB durchlaufen und nahm 2007 und 2009 an den U-18 und U-20-Europameisterschaften teil. In diesem Zeitraum wuchs er parallel zu einem absoluten Leistungsträger des Pro A-Teams des TV Langen heran. Hier verbesserte er jede Saison seine persönlichen Statistiken und legte in der Saison 2009/2010 bei durchschnittlich 33 Minuten Spielzeit 11,9 Punkte bei einer 45,2 %igen Wurfquote, 11,5 % Effektivitätswert und 3,9 Assists auf. Insbesondere gelang es ihm hierbei zusehends, auf der wichtigen Pointguard-Position neben einem amerikanischen Guard viel Verantwortung bei der Führung seines Teams auf Pro A-Niveau zu übernehmen. Im Januar 2010 wurde er von der Liga als bester Nachwuchsspieler der Liga („Youngster des Monats“) ausgezeichnet.
„Mir wurde in einem sehr angenehmen und offenen Gespräch mit den USC-Verantwortlichen über Möglichkeiten und Konzept des USC schnell klar, dass ich meine sportlichen und beruflichen Ziele (Sport/Mathematik-Studium) in Heidelberg sehr gut in Einklang bringen kann“, so der neue USCler. – Andererseits stellt Kai Barth eine bemerkenswerte und vielversprechende Ergänzung innerhalb der Spielstruktur im Team des USC Heidelberg dar. Trainer Torsten Daume: „Mit der Verpflichtung von Kai eröffnen sich erhebliche Variationsmöglichkeiten“. – Kein Geheimnis ist es, dass der USC darüber hinaus plant, wieder zwei amerikanische Spieler für den Backcourt zu verpflichten, wobei nun keiner mehr ein reiner Pointguard sein muss.
Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass auch Sebastian („Sebi“) Dietz dem USC für ein weiteres Jahr erhalten bleibt. Auch für diesen ist die große Backcourt-Konkurrenz kein Problem. “Ich weiß, dass der USC in dieser Saison höhere Ziele verfolgt. Bei dem weiter steigenden Niveau der Pro A muss man auch auf den Guard-Positionen mit einem tieferen Kader agieren. Ich werde mich der neuen Herausforderung stellen und freue mich sehr auf die neue Spielzeit, zumal ich weiterhin in Doppellizenz für die KuSG Leimen in der Regionalliga an den Start gehen werde“, so der sympathische 21-Jährige. Auch Trainer Daume hatte bereits am Ende der vergangenen Saison das klare Signal gesetzt, dass er gerne mit „Sebi“ weiterplane: „Sebi hat sich sehr gut weiterentwickelt und passt auch von seiner Persönlichkeit und Einstellung weiterhin hervorragend in unser Team“.
Bereits zu alt für die U-22-Doppellizenz ist hingegen Jens Hirschberg. Er hat sich inzwischen entschieden, in der kommenden Saison für die SG Kirchheim in der 1. Regionalliga an den Start zu gehen. Er möchte dort eine tragende Rolle spielen und sich zugleich auf seinen Studienabschluss im kommenden Sommer konzentrieren. – Jens hat drei Jahre lang mit stets großem Einsatz und vorbildlicher kämpferischer Einstellung agiert und im gesamten Umfeld des USC einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Der USC Heidelberg bedankt sich sehr herzlich bei Jens Hirschberg und wünscht ihm sportlich und beruflich das Allerbeste.
Claus Ebert
Presseteam des USC Heidelberg
USC Heidelberg trennt sich von Kapitän Sebastian Adeberg
Donnerstag, 10. Juni 2010 um 12:43 UhrVor 4 Jahren kam Sebastian Adeberg vom TV Langen nach Heidelberg. Der 1,98m große Small Forward begeisterte das Heidelberger Publikum mit seinem enormen Kampfgeist, unbedingten Einsatzwillen und einer über Jahre hinweg sehr konstanten Leistung auf höchstem Niveau. In den 4 Jahren verpasste Adeberg gerade einmal 7 Spiele und steuerte im Schnitt 13,1 Punkte und 4,8 Rebounds bei. Schon bald avancierte er zum Kapitän beim USC Heidelberg und war mehrfach für den Klassenerhalt mitverantwortlich. In seiner Rolle als Kapitän glänzte er vor allem in der Saison 2008/2009, in welcher er die sehr junge Mannschaft mit seiner vorbildlichen Einstellung anführte und am Ende zu einem Lauf von 8 Siegen aus den letzten 10 Spielen antrieb.
Gerade in einer Liga, in der sich die Zuschauer regelmäßig auf neue Gesichter einstellen müssen, war Adeberg d i e Identifikationsfigur des USC Heidelberg der letzten Jahre, war er doch der einzige Spieler, der die letzten 4 Jahre mit an Bord war.
Unvergessen bleibt vielen wohl der hart umkämpfte und für den Klassenerhalt wichtige Sieg gegen Chemnitz 2007/2008, in dem Adeberg mit seinen 27 Punkten herausragender Akteur war und den USC Heidelberg auf die Siegerstrasse brachte. Aber auch in der vergangenen Saison zeigte Sebastian sehr gute Leistungen und verpasste kein einziges Spiel. Insbesondere an den Siegen in Osnabrück (103:98 nach Verlängerung), bei Bayern München (95:82), in Essen (95:94) und gegen Hannover (105:96) hatte er einen ganz maßgeblichen Anteil.
Trotz seiner doppelten Belastung mit dem anspruchsvollen Medizinstudium war Sebastian immer in der Lage, Top-Leistungen abzurufen und Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bringen. Vor allem diese Disziplin machte ihn zum Vorbild innerhalb der Mannschaft. Nun folgt allerdings ein neuer Abschnitt in Sebastians Karriere. Das praktische Jahr, welches eine sehr intensive Phase innerhalb des Medizinstudiums darstellt, steht unmittelbar bevor. Die neu formulierte Zielsetzung des Vereins und die zeitliche Inanspruchnahme Sebastians durch das praktische Jahr veranlasste die Führung des Vereins, den Vertrag mit Sebastian nicht um ein weiteres Jahr zu verlängern. Mit Sicherheit die schwierigste Entscheidung der letzten Jahre.
Der USC Heidelberg wünscht Sebastian Adeberg für seinen weiteren Werdegang nur das Beste und bedankt sich bei seinem Vorzeigeathleten und Vorbild für seine beispiellose Leistung in den vergangenen 4 Jahren!
Claus Ebert
Presseabteilung USC Heidelberg
Try-Out beim USC Heidelberg
Mittwoch, 2. Juni 2010 um 17:41 UhrAutogrammstunde mit Ademola Okulaja
Die Saisonvorbereitungen für die Pro A Saison 2010/2011 laufen beim USC Heidelberg weiter auf vollen Touren. Vom Mittwoch, 16.Juni bis Freitag, 18. Juni, jeweils 18 Uhr bis 20:30 Uhr, findet im Heidelberger Olympiastützpunkt ein Try-Out-Training statt, zu dem einige interessante Spieler aus der Basketball-Szene eingeladen wurden.
Mit dabei sein werden die Spöler-Zwillinge, Ben und Tom Spöler aus dem Team der Giants Düsseldorf der vergangenen BBL-Saison, Edwin Ofori-Attah, Mitglied verschiedener Nachwuchs-Nationalmannschaften Deutschlands, Janis Heindel (letzte Saison beim Ligakonkurrenten Giants Nördlingen, beim USC als Eigengewächs in mehreren früheren USC-Teams bestens bekannt) und Martin Rittinger (SB Kirchheim) aus dem NBBL-Team Kurpfalz, also ebenfalls aus der Rhein-Neckar-Region. Sie alle werden drei Tage lang zusammen mit einigen Jungs aus dem letztjährigen USC-Team kräftig schwitzen und ihre Ambitionen für die neue Saison unter Beweis stellen.
Das Try-Out findet unter Leitung von USC-Trainer Torsten Daume statt.
Auch an die Fans des USC Heidelberg wurde natürlich gedacht: Am Freitag, 18. Juni ist das gemeinsame Training öffentlich, so dass sich die USC-Anhänger einen eigenen Eindruck vom Geschehen und dem einen oder anderen möglichen künftigen neuen USC-Spieler verschaffen können. Als besondere Attraktion wird im Rahmen der Freitags-Veranstaltung auch eine Autogrammstunde mit Ademola Okulaja, einem der erfolgreichsten deutschen Nationalspieler der vergangenen 10 Jahre, stattfinden.
Claus Ebert
USC-Presseabteilung
Erste Spielerverpflichtungen beim USC Heidelberg
Donnerstag, 27. Mai 2010 um 17:42 UhrDer USC Heidelberg hat seine ersten drei Spieler für die Saison 2010/2011 unter Vertrag genommen. Die Fans dürfen sich als Erstes darüber freuen, dass 2,10 m-Mann Oliver Komarek an Bord bleiben und trotz zahlreicher Angebote aus der BBL und von namhaften Vereinen der Pro A sein drittes Jahr in Folge in den USC-Farben absolvieren wird. Die Ambitionen des Vereins haben ihn überzeugt und er möchte seinen Teil dazu beitragen, die für die neue Saison höher gesteckten Ziele zu erreichen. Der A2-Nationalspieler war in den letzten beiden Spielzeiten eine große und nicht wegzudenkende Stütze des USC. In der Saison 2009/2010 trug er in 29 Spielen 17,2 Punkte, 6,4 Rebounds, 34,9 % Dreier und einen Effektivitätswert von 15,4 bei, womit er sich gegenüber dem Vorjahr in allen diesen Kategorien leicht steigern konnte.
Eine spektakuläre Spielweise mit krachenden Dunks dürfen die USC-Fans bei Greg Baker erwarten. Der 26jährige Small Forward spielte in der vergangenen Pro A-Saison beim Tabellenfünften BG Karlsruhe und kam dort auf 13,8 Punkte, bei 36,3 % Dreiern und 60,5 % Zweiern. Er kann auch auf der Shooting-Guard-Position eingesetzt werden, wird voraussichtlich von der Bank kommen und soll vor allem auch der Defense Impulse verleihen. Im direkten Aufeinandertreffen schenkte der 1,95 m große Forward dem USC in beiden Partien durchschnittlich 19,5 Punkte ein und verzeichnete 5 Rebounds sowie 3,5 Assists.
Trainer Torsten Daume: „Greg Baker war in der vergangenen Saison einer der besten Allrounder der ganzen Liga und wird vor allem mit seiner Athletik und Defensivqualität Akzente setzen können.“
Dritter im Bunde ist 2,03 Center Nathan (“Nate“) Montgomery, der in der vergangenen Saison sein Senior-Jahr in der Whitworth University, NCAA 3, absolvierte. Er legte dort mit einer Trefferquote von nahezu 60 % 16,8 Punkte und 8,3 Rebounds auf und führte damit sein Team in beiden Kategorien an. Am Ende wurde er für das Second All-American Team nominiert. Trainer Daume ist überzeugt, dass der neue Mann mit seinen 100 kg auch in der Pro A ordentlich dagegenhalten und auf der Centerposition einige USC-Probleme lösen kann.
Es laufen derzeit Gespräche mit weiteren Spielern. Vor allem mit Danilo Barthel und Sebastian Dietz will man sich bald einig werden. Zudem suchen die Verantwortlichen des USC Heidelberg nach einem neuen PointGuard.
USC mit zwei Teams beim MLP-Marathon
Montag, 17. Mai 2010 um 14:34 UhrNach einem der letzten Heimspiele des USC Heidelberg kam im VIP-Raum im Gespräch mit Maik Brian von der MLP-Marketingabteilung die Rede darauf, der USC könne doch am MLP-Dämmermarathon in Mannheim teilnehmen.
Gesagt. Auch getan? Harald Rupp vom USC-Organisationsteam: „Was wir beim USC versprechen, das halten wir auch“. – Und so kam es: Am Samstagabend waren rund um den Wasserturm nicht nur ein USC-Profi-Team („Sebi“ Dietz, Julian Debus, Angela Oehler von den „MLP-Bascats“ und Danilo Barthel), sondern mit Axel Tietz, Thomas Bösinger, USC-Abteilungsleiter Malte Luckenbach und Harry Rupp auch noch ein „Manager-Team“ am Start. Die USC-Aktiven erhielten beim Zieleinlauf schließlich mit den größten Applaus, als Danilo Barthel als Schlussläufer mit einem Basketball dribbelnd die Ziellinie überquerte. 42,195 km gedribbelt? Oder waren es vielleicht doch nur die letzten 500 Meter? „Etwas später“ näherte sich dann auch das „Manager-Team“ mit Harry Rupp als Zielläufer dem Zielbereich, das dann dafür aber auch etwas länger bei der anschließenden MLP-Party verweilte.
Rundum eine tolle Geschichte, die allen viel Spaß gemacht hat!
Claus Ebert
USC erhielt Lizenz für die neue Pro A-Saison
Dienstag, 11. Mai 2010 um 11:56 UhrTorsten Daume bleibt Trainer
Der USC Heidelberg hat für die Saison 2010/2011 der Basketball-Bundesliga Pro A die Lizenz ohne jede Auflage erhalten. Alle Voraussetzungen, die die Liga für eine Teilnahme am Spielbetrieb für erforderlich hält, sind in Heidelberg gegeben. Somit können die Heidelberger Verantwortlichen konstruktiv die Planungen für die neue Spielzeit fortsetzen.
Die erste Entscheidung ist bereits gefallen: Torsten Daume, der das volle Vertrauen des USC-Führungsgremiums genießt, bleibt Trainer und wird damit in seine 4. Pro A-Saison mit dem USC Heidelberg gehen.
Somit ist der Weg für die Einzelplanung hinsichtlich der Zusammensetzung des neuen Spielerkaders frei. Es werden Gespräche mit allen in Betracht kommenden Spielern geführt. Danach werden weitere Entscheidungen bekannt gegeben.
Alle Freunde des Heidelberger Basketballgeschehens dürfen sich also wieder auf eine interessante Saison freuen.
Claus Ebert
USC-Pressewart
Tel.: 06221-863320
Handy: 0176-18990022
Rückblick auf die Saison 2009/2010
Sonntag, 9. Mai 2010 um 19:58 UhrNach dem Heidelberger Frühlingsmärchen am Ende der Saison 2008/2009 mit acht Siegen aus den letzten zehn Saisonbegegnungen und einem abschließenden 11. Tabellenplatz war man rund um den USC Heidelberg sehr gespannt auf die Saison 2009/2010 gewesen. „Aufbruchstimmung“ hieß die Devise mit einem zu einem „Fünferteam“ erweiterten Management. Nachdem man sich mit fast allen bisherigen Sponsoren auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt hatte und einige neue Sponsoren hinzugewinnen konnte, setzte man sich das Ziel, mit Trainer Torsten Daume und dem unerwartet erfolgreichen jungen USC-Team möglichst kontinuierlich weiterzuarbeiten und den begonnenen Erfolgsweg fortzusetzen.
Das ist aber im Profigeschäft nicht immer ganz so einfach. Ausgerechnet Ben Beran, in sportlicher und vor allem menschlicher Hinsicht ein enorm wichtiger Antriebspol des USC-Spiels, entschied sich für eine anderweitige berufliche Perspektive und auch Japhet McNeil, der Ideengeber und Verteidigungskünstler, war nicht mehr mit dabei. Damit fehlten zwei enorm wichtige Korsettstangen im USC-Getriebe. Trainer Daume musste neu disponieren und erst mal die Neuzugänge, Lyndale Burleson, Eric Vierneisel und später Darren „Boomer“ Williams ins Mannschaftsgefüge integrieren. – Gleichzeitig hatte die Pro A weiter an Kontinuität zugenommen. Alle vier Aufsteiger, die Crailsheim Merlins, die Ballers Osnabrück, die Hannover Tigers und der USC Freiburg, erwiesen sich als spielstarke Teams, welche die Stabilität der Liga weiter erhöhten. Kennern der Szene musste klar sein, dass es nicht einfach werden würde, unter den gegebenen Voraussetzungen das neue USC-Saisonziel, einen einstelligen Tabellenplatz, zu erreichen.
Zum Saisonauftakt verpasste man gegen den späteren Vizemeister Cuxhaven nur hauchdünn den optimalen Start. 84:85 lautete das Ergebnis in einem hochdramatischen Match. Sebastian Adeberg hatte bei seinem dynamischen Zug zum Korb in letzter Sekunde den USC-Sieg in den Händen. Traum-Premiere knapp verpasst! 28 Punkte von Oliver Komarek und 26 von Jibril Hodges hatten am Ende nicht gereicht. Unglaublich dann der 103:98-Verlängerungstriumph in Osnabrück, wo man zu Beginn des letzten Viertels mit sage und schreibe 21 Punkten zurücklag. Das neue amerikanische Trio Burleson (24 Punkte), Hodges (23) und Viereisel (17) ließ aufhorchen. Beim 100:122 gegen den späteren Meister und BBL-Aufsteiger wurde die USC-Stärke, eine starke Offensive, ebenso evident wie die eklatante USC-Schwäche, enorme Probleme im Defensivverhalten. Nach dem überlegenen 95:82-Auswärtssieg bei Bayern München folgte postwendend die nächste Heimniederlage, ein 89:100 gegen BV Chemnitz 99, trotz 27 Punkten von Hodges. Beim 82:114 in Hannover war man absolut chancenlos. Auch das 86:97 gegen die Saar-Pfalz Braves verlief relativ deutlich. Die beeindruckende Auswärtsstärke des USC in dieser Saison (8 Siege, 7 Niederlagen) kam dann insbesondere beim 105:98 in Kirchheim/Teck zum Tragen. Hodges erreichte überragende 37 Korb- und 41 Effektivitätspunkte. „Der USC kann auch zuhause gewinnen“, lautete die RNZ-Überschrift nach dem 96:83 gegen Giants Nördlingen, dem mit 98:90 in Jena der dritte Sieg nacheinander folgte. Hodges erzielte wiederum 37 Zähler – diesmal 43 Effektivitätspunkte und wurde von der Liga-Jury zum „Spieler des Monats November 2009“ gekürt! In roten Auswärtstrikots folgte dann dennoch wieder eine 89:101-Heimniederlage gegen die BG Karlsruhe. In einem unwahrscheinlichen Krimi gab das Daume-Team am nächsten Wochenende in Crailsheim in den letzten 12 Sekunden der regulären Spielzeit bei einer 3-Punkt-Führung den fast schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. In der Verlängerung war die Luft raus (89:102 lautete das Endergebnis). „Crailsheim umgekehrt“ hieß die RNZ-Schlagzeile eine Woche später gegen den USC Freiburg. 85:90 stand es 27 Sekunden vor Spielende, ehe Hodges per Dreier und Burleson noch ausglichen. In der erneuten Verlängerung triumphierte das USC-Team noch mit 108:94. Burleson (34) und Hodges (31) waren die „Matchwinner“. Das 95:94 in Essen ging auf das Konto von Oliver Komarek, der trotz kaum überstandenem grippalem Infekt mit 21 Punkten und 5 Rebounds maßgeblich zum Sieg beitrug und anschließend von der Liga zum „Spieler des Tages“ gewählt wurde. Gegen den TV Langen verpasste das USC-Team zum Abschluss der Vorrunde eine ganz große Chance. Mit einem Heimsieg hätte man nach der Vorrunde auf einem ausgezeichneten 6. Platz gelegen und hätte das Plansoll übererfüllt gehabt. Doch „dem USC fehlte der unbedingte Wille“ titulierte die RNZ nach dem enttäuschenden 82:83. Dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene war man 79:71 in Führung gelegen – und verlor noch, weil man nicht geduldig genug weiter spielte. Schade! So war man nach der Vorrunde Neunter in der Tabelle.
Die Rückrunde begann spiegelgleich wie die Vorrunde: Niederlage gegen Cuxhaven – diesmal an der Nordseeküste (81:108), Sieg gegen Osnabrück (84:82), Niederlage in Bayreuth (71:85). Es folgte die erste größere Enttäuschung – ausgerechnet vor der Rekordkulisse von 1150 Zuschauern gegen Bayern München (62:85). Das Auf und ab dieser Achterbahn-Saison nahm mit einem überraschenden 96:91-Erfolg in Chemnitz seine Fortsetzung. Hodges (31) und Burleson (24) hießen einmal mehr die Protagonisten. Endlich folgte einmal ein überragender Heimauftritt! Beim 105:97 gegen Hannover begeisterte der USC mit einer hervorragenden Teamleistung. Doch – fast schon erwartungsgemäß – folgte beim 67:94 in Homburg wieder die Kehrseite der Medaille. Mit viel Pech gab es – nach Verlängerung und guter Leistung – in letzter Sekunde ein 95:97 gegen die Kirchheim Knights. Nach dem 95:88 in Nördlingen (42 Punkte Burleson!) schien die USC-Welt wieder in Ordnung. Man lag nach 24 Spielen auf Platz 10 und durfte noch gegen vier Gegner aus dem Hinterfeld der Tabelle antreten. Platz 7 war noch in Reichweite. Doch diese Rechnung ging nicht auf. Gleich gegen Jena gab es eine völlig enttäuschende 75:94-Heimniederlage. Nach dem – gewinnbaren – 84:91 in Karlsruhe folgte eine weitere 90:105-Heimschlappe gegen Crailsheim und auch beim 72:93 in Freiburg war man völlig ohne Chance. Damit hatte man die einzig wirklich enttäuschende Saisonphase hinter sich. Zum Abschluss folgten dann nochmals zwei versöhnliche Erfolge gegen Essen (87:78) und in Langen (85:79). Damit hatte man als Elfter das Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) zwar knapp verfehlt, konnte sich aber mit dem Gedanken des Klassenerhalts in dieser sehr ausgeglichenen Liga und mit der Schlussfolgerung trösten, dass man bei zwei weiteren – durchaus möglichen – Siegen Tabellenachter geworden wäre.
Insgesamt mag man das Saisonergebnis als befriedigend bezeichnen. Man hat es verstanden, den absoluten Überraschungserfolg der Vorsaison immerhin zu bestätigen. Dies unter größerem Druck, weil die Erwartungshaltung im Umfeld diesmal – zu Recht? – höher war. Vielleicht war hierbei nicht immer genügend berücksichtigt worden, dass mit Beran und McNeil zwei sehr wichtige Eckpfeiler ersetzt werden mussten.
Der USC Heidelberg war mit 88,4 Punkten pro Spiel das „stärkste Offensivteam“, mit 93,6 Gegenpunkten aber auch das deutlich „schwächste Defensivteam“ der Liga. Mit lediglich 958 Rebounds belegt man ebenfalls den letzten Platz der Statistik, noch hinter München (976), Osnabrück (989) und Langen (991). Problematischer noch als die absoluten Zahlen ist dabei ein anderer Gesichtspunkt: Die Trefferquoten aller 15 anderen Pro A-Teams betrugen (inclusive der Begegnungen gegen den USC, also insgesamt) 45,6 %. Gegen den USC kamen diese 15 Teams aber auf 51,3 %. Sie hatten also gegen den USC eine um etwa 6 % höhere Trefferquote als bei ihren übrigen Saisonspielen.
Dies ist einerseits eklatant und durchaus betrüblich. Zugleich – und das ist das besonders Erfreuliche daran – steckt darin aber ein enormes Verbesserungspotenzial für die nächste Pro A-Saison bzw. für die Zukunft des USC-Basketballs. Eine günstige Ausgangsposition?
Claus Ebert
Versöhnlicher Abschluss für den USC Heidelberg
Sonntag, 25. April 2010 um 15:52 UhrEs war für alle der Abend, wie man ihn sich vorgestellt hatte. Zum Abschied von der Saison 2009/2010 und zum Abschied vom TV Langen aus der Pro A – die Giraffen spielen seit 1978 mindestens in der zweiten Liga – gab es vor 400 Zuschauern noch einmal eine dramatische Begegnung und letztlich einen knappen 85:79 (41:39)-USC-Erfolg. „Zum heutigen Tag hätten wir uns keinen schöneren Gegner als den USC Heidelberg wünschen können. Wir sind froh, dass wir gerade mit einer Partie gegen den ewigen Weggefährten und Rivalen die Pro A verlassen“, so Jürgen („Jogi“) Barth, einer der „Väter“ des Giraffen-Basketballs in der Pressekonferenz nach dem „Klassiker“. Der Sieg setzte für den USC Heidelberg das Schlusszeichen für eine überaus spannende und leistungsbezogen schwankende Spielzeit. Zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, zwischen Haare raufend und euphorisch feiernd – es gab alles in dieser Saison. Einen einstelligen Tabellenplatz konnten die Neckarstädter zwar nicht erreichen, doch auf Platz 11 steht man nun auf dem gleichen Rang wie vor genau einem Jahr, wo das letzte Auswärtsspiel auch in Langen stattfand. Zwei Siege mehr – bei vielen knappen Ergebnissen durchaus realistisch – und man wäre auf dem achten Tabellenplatz gelandet. Immerhin.
Doch nun zum Spiel: Gleich zu Beginn netzten Eric Vierneisel (3) und Jibril Hodges einige Dreier ein, als die Langener noch etwas in das Derby hineinfinden mussten. Prompt stand es 4:12 für den USC. Es dauerte bis zum Ende des ersten Viertels, dass die Giraffen den USC annähernd eingeholt hatten (21:24). Vor allem Kai Barth, der ein tolles Spiel zeigte, trieb die Mannschaft an. Jetzt konnten die Daume-Schützlinge die Hessen nicht mehr abschütteln und es entwickelte sich eine enge Begegnung auf gutem Niveau. Beim USC brachten „Sebi“ Dietz, Jens Hirschberg und Danilo Barthel erneut starke Impulse in die Partie. Über ein 28:28 (15.) kam es zum 39:41-Pausenstand. In der zweiten Hälfte ging es auf Augenhöhe und mit hohem Tempo weiter. Etwas präsenter waren hier zunächst die Giraffen. Brandon Chappell, Kai Barth, Marco Völler und Alonzo Hird pushten die Langener immer weiter, doch absetzen konnten auch sie sich nie wirklich. Vor der letzten Periode führte der USC, nun überwiegend durch Hodges, wiederum mit zwei Punkten, 65:63. So langsam wurde es spannend. Das Viertel begann mit einem sehenswerten Block von Vierneisel und einigen Aktionen von Oli Komarek und Sebastian Adeberg. Zunächst wechselte die Führung noch mehrfach. Dann kam die „Komarek-Show“: Er trug jetzt das Team auf seinen Schultern und scorte ungewöhnlich oft und abgeklärt am Brett. Nach einem Dreipunkspiel von Oli zum 76:78 und einem weiteren Lay-up zum 77:80 beging Brian Henderson ein Offensivfoul bei 58 Sekunden auf der Uhr. Komarek verwandelte im Gegenzug zum 77:82 und Jibril Hodges machte an der Linie „den Deckel drauf“ (Endstand 79:85).
USC-Coach Torsten Daume: „Wir sahen heute ein vernünftiges, richtig gutes Spiel auf hohem Niveau. Trotz alledem sind wir nur der glückliche Sieger, Langen hätte auch gewinnen können. Dieser Erfolg war wichtig für die Mannschaft, gerade zum Saisonabschluss. Schade, dass wir Langen nächstes Jahr nicht mehr empfangen können.“
Der USC Heidelberg wünscht allen Fans, Spielern, Sponsoren, Basketballfreunden und Helfern einen erholsamen, basketballfreien Sommer um dann im September wieder richtig durchstarten zu können. Dem TV Langen alles Gute in der Pro B und eine erfolgreiche Saison 2010/2011 !
USC Heidelberg: Komarek 20 Punkte (7 Rebounds), Hodges 17 (5 Assists), Adeberg 14 (9 Rebounds, 3 Assists), Vierneisel 11 (6 Rebounds), Williams 10, Burleson 6, Dietz 4, Barthel 2 (4 Rebounds), Hirschberg 1 – Debus, Hug, Laschewski.
TV Langen: Barth 20 (5 Assists), Chappell 18 (4/9 Dreier), Völler 13 (6 Rebounds), Hird 12 (9 Rebounds, 8 gezogene Fouls, 3 Blocks), Butz 5, Henderson 5 (5 Rebounds, 4 Assists), Arts 4, Grauel 2, Jeffers (verletzt) – Domdey, Armbrecht.
Robin Herbert und Claus Ebert
Abschied von einem alten Rivalen – und von der Saison 2009/2010
Mittwoch, 21. April 2010 um 15:14 UhrDer USC Heidelberg und die Langener „Giraffen“ sind seit vielen Jahren Weggefährten in der 2. Basketball-Bundesliga und lieferten sich tolle Duelle. Zum Abschluss dieser Saison stehen sich die Teams allerdings bis frühestens September 2011 das letzte Mal gegenüber. Die Hessen haben nach den jüngsten Ereignissen auch keine theoretische Chance mehr auf den sportlichen Klassenerhalt und müssen erst einmal den Weg in die in der kommenden Saison wieder zweigeteilte Pro B antreten. – Die Langener hatten vor wenigen Wochen noch die schlechteste Bilanz aller Teams, bewiesen dann aber nochmals ein beeindruckendes Stehvermögen und konnten einige Partien gegen starke Gegner für sich entscheiden. Vor allem nach der Rückkehr von US-Hüne Kyle Jeffers rafften sich die Giraffen zu überraschenden Ergebnissen auf: 95:79 in Karlsruhe, 80:68 gegen Bayern München, später dann das legendäre 115:121 gegen Chemnitz – nach sage und schreibe vier Verlängerungen – und noch zwei Siege gegen Hannover (98:88) und in Essen (86:75). Leider jedoch wurden ihre Bemühungen nicht mehr belohnt und nach einer 78:92-Niederlage bei den Saar-Pfalz Braves ist es nun sicher, dass der TV Langen Absteiger ist, auch wenn man die rote Laterne noch an die Giants Nördlingen abgeben konnte. Angesichts der guten Moral, die im Langener Team steckt, dürfte jedoch nicht daran zu zweifeln sein, dass die „Langhälse“ ihren Fans zum Abschied aus der Pro A noch einen Sieg schenken möchten.
Mit dem Centerkracher Alonzo Hird aus den Vereinigten Staaten besitzen die Giraffen den besten Rebounder der Liga: 10,6 pro Spiel. Zudem stehen mit Kyle Jeffers, Brandon Chapell, Brian Henderson und Carl Arts mittlerweile fünf Amerikaner im Giraffen-Team. Hinzu kommen mit Kai Barth, Tobias Grauel und Marco Völler starke deutsche Akteure. Das fehlende Puzzlestück für den Klassenverbleib war sicherlich Robin Benzing, der sich vor der Saison mit ratiopharm Ulm geeinigt hatte. Jetzt ist er BBL-Allstar, Leistungsträger im Schwabenland und spielt in der Nationalmannschaft. Die „Spinne“, wie er liebevoll genannt wurde, konnte natürlich nicht annähernd gleichwertig ersetzt werden. Auch die Abgänge des vor der Saison zum jetzigen Pro A-Meister BBC Bayreuth abgewanderten Sebastian Barth sowie von Koray Karaman (Kariereende) waren kaum zu verkraften.
Die Daume-Schützlinge wollen sich in der Georg-Sehring-Halle nochmals ins Zeug legen. Sie möchten insbesondere demonstrieren, dass der 87:78-Sieg gegen Essen am Sonntag keine Eintagsfliege war. Zudem liegt die 82:83-Heimniederlage vom Hinspiel immer noch schwer im Magen. Da sah man beim 79:71 drei Minuten vor Spielende schon wie der Sieger aus, ging dann aber allzu unüberlegt mit einigen Dreierfehlversuchen um, was die Giraffen nochmals zurück ins Spiel brachte. Alonzo Hird, Kai Barth und Tobis Grauel ließen sich nicht zweimal bitten und Brandon Chappell verwandelte 12 Sekunden vor der Sirene beide Freiwürfe nervenstark zum 83:82-Endstand für Langen. Vielleicht bekommt am Samstag auf beiden Seiten auch der ein oder andere junge Spieler mehr Einsatzzeit als üblich, schließlich geht es für beide Teams auch ein bisschen um die Zukunft der Nachwuchsspieler im Profibasketball – ob in der Pro A oder in der Pro B.
TV 1862 Langen – USC Heidelberg: Samstag, 24. April, 19:30; Georg-Sehring-Halle, Berliner Allee 91, 63225 Langen
Es gibt wieder eine Fahrt für die Fans nach Langen! Preis incl. ticket 15 Euro – Abfahrt: 17:45 h OSP. Bitte Anmeldung bis spätestens Freitag, 15 h per Mail an geschaeftsstelle@usc-hd.de
Robin Herbert und Claus Ebert
Unglaubliche Dramaturgie im Heidelberger OSP
Montag, 19. April 2010 um 0:54 UhrVerteidigung wurde zum Matchwinner
Ob es eine Wiederauferstehung gibt ist religionsphilosophisch eher umstritten. Beim Basketballspiel gibt es so etwas innerhalb einer einzigen Partie! Davon konnten sich am Sonntagnachmittag knapp 600 Zuschauer im Heidelberger Olympiastützpunkt mal wieder einen leibhaftigen Eindruck verschaffen.
Da der 14. Tabellenplatz laut Ausschreibung der 2. Liga unter bestimmten Konstellationen noch zum Abstiegsplatz werden kann, war das Heidelberger Team im letzten Saisonheimspiel gegen den Tabellennachbarn ETB Wohnbau Baskets Essen nochmals gefordert, das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben. Nach zuletzt vier enttäuschenden Niederlagen konnten die Jungs von Torsten Daume aber am Anfang ihre Verunsicherung kaum verbergen und machten bis zum 31:49 in der 22. Minute erst einmal fast alles falsch, was man falsch machen kann…
Schon im 1. Viertel häuften sich „falsche“ Entscheidungen in erschreckendem Maß. Es wurden „schlechte“ Würfe genommen (1/6 Dreier), „leichte“ Korbleger verlegt und das Passspiel erheblich vernachlässigt. Die ohne den verletzten Power Forward Kendall Chones angetretenen Gäste wurden geradezu eingeladen, das Spielgeschehen zu bestimmen. Howell, Ex-Nationalcenter Terdenge und der bis zum Ende des 3. Viertels überragende Spielgestalter der Baskets, der Kanadier Tyler Kepkay, nutzten dies weidlich aus und die Essener lagen nach 10 Minuten mit 25:15 in Führung. Im 2. Viertel bekamen die Heidelberger dieses Trio zwar besser in den Griff, im Angriff gab es aber nach wie vor zu viel Unentschlossenheit und viel zu wilde Aktionen – man vermisste die Ordnung. „Wir haben in dieser Phase mehr mit uns als mit dem Gegner gekämpft“, beschrieb es Torsten Daume nach dem Spiel treffend. Lediglich eine tolle Ballstafette zwischen Adeberg, Burleson und Vierneisel, die Letzterer per Dunk zum 29:36 abschloss, machte etwas Mut. Gästetrainer Krizanoviz unterbrach jedoch den aufglimmenden USC-Hoffnungsschimmer sofort mit einer Auszeit. Frustrierend auf USC-Seite dann 17 Sekunden vor der Halbzeitsirene (bei 31:39) eine Situation, die in dieser Saison schon ungezählte Male passierte: Ein USC-Guard, diesmal Hodges, hat nicht die erforderliche Geduld, zieht 11 Sekunden vor Schluss, also viel zu früh, zum Korb, scheitert und gibt Kepkay die willkommene Chance im Gegenzug in aller Ruhe noch zum 31:41-Halbzeitstand zu erhöhen. Dass Hodges sich bei seiner verfrühten Offensiv-Aktion zu allem Unglück auch noch sein viertes Foul einhandelte, setzte dem Fass die Krone auf und ließ für die 2. Halbzeit nicht viel Gutes erahnen.
So ging es dann auch weiter. Howell mit 5 Punkten und Schröter erhöhten zum 31:49 – das Spiel schien gelaufen, die Stimmung auf der Haupttribüne hatte den absoluten Tiefpunkt erreicht.
Was danach passierte, war sensationell! Das USC-Team, statistisch mit der klar schwächsten Defense der Liga ausgestattet, begann sein Heil in der Verteidigung zu suchen. Plötzlich kämpfte jeder einzelne USC-Spieler wie ein Berserker, die Gäste bekamen keinen freien Wurf mehr, mussten sich jeden einzelnen Punkt ganz hart erarbeiten und wurden zusehends ein Opfer ihrer kleinen Rotation. Erste Konsequenz waren acht schnelle Punkte durch Barthel, Komarek und Burleson (4) zum 39:49. Auf Essener Seite hielt jetzt erst mal nur noch Kepkay dagegen. Zwei Dreier von Vierneisel (45:51) und Komarek (48:53) sowie zwei Freiwürfe vom jetzt enorm viel Verantwortung übernehmenden Oliver Komarek beantwortete er im Alleingang mit 10 Punkten zum 50:59. Doch das gesamte USC-Team war plötzlich wie ausgewechselt und erinnerte an den „Heidelberger Frühling 2009“ (seinerzeit 8 Siege aus den letzten 10 Spielen). Kampfgeist und Moral waren jetzt weiterhin der Schlüssel und darauf aufbauend lief es – nach dem 55:63 – Drittelstand nun auch im Angriff wie am Schnürchen. Dreier Vierneisel, Oliver Komarek mit starken Szenen unter dem Gästekorb und – ganz entscheidend – die Einwechslung von Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg, der sich mal wieder mit allergrößter Energie voll in den Dienst der Mannschaft stellte. 62:63, 62:67, 69:73 (34.). Bei den Baskets sprang inzwischen Howell für den ausgepowerten Kepkay in die Bresche (71:75). Mit 5 Punkten in Folge, darunter ein lupenreiner Dreier, brachte Adeberg die Gastgeber erstmals wieder in Führung (76:75, 2:40 Min. vor Schluss). Das USC-Team hatte das Momentum plötzlich auf seiner Seite und nutzte dies auch ganz konsequent. Das USC-Publikum, das lange Zeit vor einem Rätsel gestanden war, war jetzt völlig aus dem Häuschen. Oliver Komarek spielte wie entfesselt. Sein Dreipunktspiel wurde von Howell nochmals zum 79:77 gekontert. Gegen einen weiteren Korbleger von Komarek und gegen seine beiden Dreier zum 84:77 (1:08) und 87:77 (38 Sekunden vor der Sirene) gab es allerdings keine adäquate Antwort mehr. Endstand 87:78.
Endlich hat das USC-Team mit einer grandiosen Leistungssteigerung seine Fans auch mal wieder vor eigenen Rängen begeistert! Beim 18-Punkterückstand anfangs des 3. Viertels hätte darauf keiner mehr gewettet. – Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Dieser Meinung war offensichtlich auch Torsten Daume nach der Partie: „Nicht die letzten vier Niederlagen waren so schlimm, aber die Tatsache, dass wir dabei keine Chance hatten. Wir hatten in dieser Saison mehr Druck als letztes Jahr und sind damit nicht immer fertig geworden. Heute aber hat die Mannschaft alle Rückschläge immer wieder verkraftet und sich letztlich mit einer Defense auf hohem Niveau am eigenen Schopf aus dem Sumpf herausgezogen. Großes Kompliment!“
Einige Dinge in dieser Saison verlangen sicherlich noch nach einer vernünftigen Aufarbeitung. – Zunächst gilt es aber zum Saisonabschluss am kommenden Samstag beim TV Langen erst mal Abschied von einem jahrzehntelangen Weggefährten zu nehmen.
Essen: Howell 28 (3/6 Dreier, 6 Reb), Kepkay 25 0/5 Dreier, 9/9 Freiwürfe, 7 Reb), Terdenge 16 (5 Reb), Schröter 6 (1/3 Dreier), Jovanovic 3 (1/1).
USC: Komarek 24 (8/12 aus dem Feld, 3/4 Dreier, 5/5 Freiwürfe, 6 Reb), Burleson 19 (4 Ass), Hodges 15 (3/6 Dreier, 4 Ass), Vierneisel 12 (5/7 Feld, 2/4 Dreier, 6 Reb), Adeberg 9 (1/2 Dreier), Barthel 6, Hirschberg 2, Dietz, Williams, Hug, Laschewski.
Claus Ebert
Die letzten Abstiegssorgen aus dem Weg räumen!
Mittwoch, 14. April 2010 um 15:33 UhrAm Sonntagnachmittag ist im Heidelberger Olympiastützpunkt beim letzten Saisonheimspiel zwischen dem USC Heidelberg und ETB Wohnbau Baskets Essen noch einmal Hochspannung angesagt. Eigentlich schien für die Neckarstädter nach dem 95:88-Erfolg bei den Giants Nördlingen vor fünf Wochen das Abstiegsgespenst schon vertrieben zu sein. Bei noch ausstehenden sechs Partien, überwiegend gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenfeld, durfte man gar auf einen einstelligen Tabellenplatz hoffen. Doch nach vier Niederlagen in Folge, gegen Jena (75:94), in Karlsruhe (84:91), gegen Crailsheim (90:105) und in Freiburg (72:93), kann man nun theoretisch sogar noch Vierzehnter werden – und der 14. Platz kann nach der Ausschreibung der Pro A noch zum zusätzlichen Abstiegsplatz werden, wenn auch nur in dem Fall, dass „weniger Mannschaften aus der Pro A in die BBL aufsteigen als von dort absteigen.“
Falls der USC am Sonntag gegen Essen verliert, kann er aber haargenau noch auf diesem 14. Tabellenplatz landen. Den Ausschlag könnte dabei die Tatsache geben, dass gegenüber Freiburg und – nach dem hauchdünnen Hinspielsieg Heidelbergs in Essen (95:94) – dann aller Wahrscheinlichkeit nach auch gegenüber Essen der schlechtere direkte Vergleich bestünde. Eine durchaus brisante Ausgangssituation vor dem Match am Sonntag.
Mit einem Sieg gegen die Essener Baskets könnte man den Rechenschieber andererseits endgültig beiseite legen. Hierzu müsste sich das Daume-Team aber nochmals zu einer enormen Energieleistung aufschwingen, denn die Essener stellen einen sehr gefährlichen Gegner dar. Sie stehen zwar momentan einen Platz hinter Heidelberg, haben aber im Verlauf der Saison nicht weniger als neun Partien mit sechs oder weniger Punkten verloren. Sie könnten genau so gut längst im gesicherten Mittelfeld befindlich sein. Spätestens beim Auswärtssieg nach Verlängerung in Kirchheim konnten die Baskets Essen beweisen, dass sie auch Gegner aus der oberen Tabellenhälfte schlagen können. Vor allem in der Rückrunde zeigten die Jungs von Trainer Krizanovic, was sie drauf haben: 6 Siege aus 13 Spielen sind beachtlich. Besonders auf die beiden Flügelspieler Tyler Kepkay (Canada) und Keonta Howell (USA) müssen die USC-ler aufpassen, denn Kepkay erzielt 21,1 Punkte und Howell 16,4 pro Partie: Ein Super-Duo! Für die Arbeit unter den Körben sind Kendall Chones (2,01m), Gerrit Terdenge (2,05m) und Dario Fiorentino (2,05m) bestens geeignet. Diese drei „Big Men“ greifen sich zusammen durchschnittlich 23 Rebounds. 2,07 m-Mann und zugleich starker Distanzwerfer Sebastian Schröter lief in den letzten Spielen verletzungsbedingt nicht auf. Falls er wieder mit von der Partie ist, muss auch auf ihn sowie auf Dreierspezialist Nikola Jovanovic besonders geachtet werden.
Beim Hinspiel lagen „die Riesen vom Neckar“ kurz vor Schluss 90:94 zurück, ehe „Boomer“ Williams in seinem besten Spiel für den USC auf 92:94 verkürzte und der damals grippegeschwächte Oliver Komarek mit einem Dreipunktspiel noch den hart umkämpften 95:94-Sieg für den USC sicherstellte. Die Essener vergaben danach noch mehrere Chancen, ihrerseits die Partie zu gewinnen.
Auch diesmal darf ein packendes Match erwartet werden – also USC-Spieler und –Fans: Nochmals alles geben!
USC Heidelberg – ETB Wohnbau Baskets Essen; Sonntag, 18. April, 17:00 im OSP
Auch die Zuschauer können am Sonntag etwas gewinnen. In den Pausen der Begegnung wird ein Gewinnspiel durchgeführt. 1. Preis ist ein von Spielern der deutschen Nationalmannschaft signierter Basketball.
Robin Herbert und Claus Ebert














