Neuigkeiten der ProA

Daume-Ensemble reist in den Ries.

Mittwoch, 10. März 2010 um 14:52 Uhr

Nach dem tollen Spiel gegen die VFL Kirchheim Knights (95:97 n.V.) wenngleich mit unglücklichem Ende für den USC geht es am Samstag in Nördlingen, zu Gast bei den Giants, weiter. Ob die Heidelberger den Ausfall von Oliver Komarek ein weiteres Mal gut kompensieren können, wird sich zeigen. Beim Hinspiel am 22. November war der 2,10m-Hüne noch mitten im Geschehen. Er erzielte 17 Punkte und 9 Rebounds beim 96:83-Heimsieg.

Die Rieser haben sich vor Ablauf der Wechselfrist nochmals dreifach verstärkt: Giordan Watson, US-amerikanischer Aufbauspieler, Landsmann Marc Dawson, seinerseits Power Forward und auch Donovan Morris, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten, helfen dem Team ungemein, während andererseits aber Leistungsträger wie Jonathan Toles, anfänglich Osvaldo Jeanty oder Robert „Rob“ Ferguson inzwischen nicht mehr für die Bayern auflaufen. Bereits seit Anfang der Saison aktiv sind der Kanadier Casey Archibald, 1,95m-Flügelspieler (10,5 Punkte pro Spiel), Benjamin Fumey (10,7 Punkte, 4,4 Rebounds), der bundesligaerfahrene Leo Niebuhr und EX-USCler Janis Heindel. Zusammen mit Watson  bilden sie derzeit das Startquintett. So hatten die Nördlinger zuletzt eine Starting Five mit nur zwei Ausländern, eine Seltenheit in der Pro A.

Seit dem sechsten Spieltag haben die Rieser nur zweimal gewonnen und stecken infolgedessen tief im Abstiegskampf. Ihre aktuelle Position ist Rang 15, mit zwei Siegen weniger als der Vierzehnte, Essen. Eigentlich müssten die Giants etwa fünf der restlichen sieben Spiele gewinnen, um den Klassenverbleib eventuell noch  sichern zu können, eine schwere Aufgabe – trotz  Neuverpflichtungen und  Trainerwechsel. Besonders bitter wäre ein Abstieg  für das Team von András Zsoldos vor allem deshalb, weil die Rieser erst letztes Jahr aus der Beko-BBL abgestiegen sind.

Die besagten zwei Siege waren ein 112:99 in Hannover zum Vorrundenabschluss, bei dem die Nördlinger ungewohnt und unerwartet deutlich siegten (Watson 37 Pkte, 5/7 Dreier, 9 Assists), und ein 72:70-Erfolg gegen den Rivalen beim Kampf um den Ligaerhalt, TV Langen. Danach gab es aber wieder fünf Niederlagen in Folge – in Jena (60:70), gegen Karlsruhe (70:82), in Crailsheim (78:93), gegen Freiburg (71:78) und zuletzt in Essen (76:87).

Der USC kann aufgrund der Tabellensituation und der zuletzt gezeigten Leistungen durchaus mit gestärktem Selbstvertrauen nach Nördlingen fahren, die Rieser stehen andererseits unter immensem Zugzwang, was für Spannung sorgt!

Das Heidelberger Team wird diesmal von einem Fanbus begleitet, womit die USC-Verantwortlichen auf das in den letzten Spielen wieder aufgeblühte Interesse unter den USC-Anhängern reagierten. Abfahrt des Fan-Busses: 16 Uhr am OSP. Anmeldung bitte bald, spätestens bis Freitag 14 Uhr per E-Mail an geschaeftsstelle@usc-hd.de. Kosten: 20 Euro incl. Eintrittskarte.   

Den Sprungball gibt es am Samstag, 13. März in der Hermann-Keßler-Halle, Nördlingen, um 19:30 Uhr.

Robin Herbert und Claus Ebert


Auf nach Nördlingen! Abfahrt 16 Uhr OSP

Dienstag, 9. März 2010 um 20:09 Uhr

Am Samstag bietet der USC den Fans eine Fahrt zum Auswärtsspiel in Nördlingen (Spielbeginn 19:30 h) an.

Abfahrt 16 Uhr am OSP

Kosten: 20 Euro (incl. Eintrittskarte)

 Bitte möglichst frühzeitig – spätestens bis Freitag 14 Uhr – per E-Mail an

geschaeftsstelle@usc-hd.de anmelden!

 Die Mannschaft würde sich sehr über möglichst viel Unterstützung bei diesem wichtigen Spiel freuen!

Tolle Gelegenheit, mal wieder Auswärtsatmosphäre zu schnuppern!

 Auf geht´s, USC-Fans!!!


Atemberaubende Dramatik im Olympiastützpunkt

Montag, 8. März 2010 um 0:49 Uhr

USC verliert nach Verlängerung 95:97 (53:48; 82:82)

 800 Zuschauer mussten trotz der hauchdünnen Heidelberger Niederlage nach Verlängerung am späten Sonntagnachmittag ihr Kommen letztlich nicht bereuen, denn sie hatten ein Klasse-Basketballspiel mit außergewöhnlicher Spannung gesehen. Vor allem in der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften auf hohem Niveau  und verwöhnten die Heidelberger Basketballfans mit Tempobasketball der feinen Art, wobei das Fehlen des verletzten Oliver Komarek bei Heidelberg und der Kirchheimer Kooperationsspieler Chenoufi und Heyden beiderseits gut kompensiert  werden konnte. Bei den Gästen drückten  die beiden besten Spieler des Abends, Gordon Scott  (1. Halbzeit 18 Punkte, 4 Dreier) und Cedric Brooks (in der Schlussphase) ihren Stempel auf, die Heidelberger imponierten bis zur Pause demgegenüber mit einem ungewohnt guten Teamplay. Die Youngster, Danilo Barthel als Starter, Jens Hirschberg und Sebastian Dietz, drängten sich mit enorm engagiertem und zugleich effektivem Spiel geradezu auf und bedankten sich für ihre am Ende 55 Minuten Einsatzzeit bei den beeindruckten Fans mit insgesamt 21 Punkten und gaben dadurch Trainer Daume die Möglichkeit, mit einer erfreulich gut funktionierenden Achterrotation zu operieren, aus der Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg und Jibril Hodges als Führungsspieler auf dem Feld noch herausragten. Auch „Boomer“ Williams hatte starke Szenen.  Beide Mannschaften gingen in der ersten Hälfte sehr konzentriert und mit geringer Fehlerquote zu Werk, was sich in – gemeinsam – lediglich  9 Ballverlusten (Heidelberg 5, Kirchheim 4) niederschlug. Die Zwischenstände lauteten 7:13 (4.) und 22:23 (1. Viertel), ehe der USC durch je 7 Punkte von Eric Vierneisel und Jens Hirschberg sowie einige beherzte Aktionen von Sebastian Dietz mit 43:36 etwas wegzogen. Zur Pause hieß es 53:48.

Im 3. Viertel war das zuvor so kompakte Teamplay bei den Gastgebern erst mal wie weggewischt. Unsicherheiten schlichen sich ebenso ein wie einige ineffektive Einzelaktionen. Die Knights nutzten dies, um bis zur 26. Minute das Spiel zu drehen (61:65). Hodges und Hirschberg konnten den USC bis Ende 3. Viertel wenigstens wieder auf 66:67 heranbringen. Der zuvor so gute Spielfluss war allerdings erst einmal dahin, jetzt war Kampf angesagt. Ein Dreier von Hodges brachte wieder die Führung zurück (72:69, 32. Min.), die Stimmung in der Halle stieg, doch Brooks hielt jetzt auf Seiten der Knights dagegen und brachte sein Team mit 7 Punkten in Folge wieder in Front (76:80, 36. Min.). Nach dem 76:82 durch De Michael wurde es hochdramatisch. Burleson, Hirschberg (2 Freiwürfe) und Hodges glichen zum 82:82 aus, ehe Burleson ein Fastbreak 6,7 Sekunden vor Schluss ebenso überhastet wie erfolglos abschloss. Der Gegenzug durch Menck brachte allerdings auch nicht die Entscheidung. Verlängerung!

82:87 durch einen Dreier von Brooks sowie 2 Freiwurfpunkte von Scott, doch wieder kam der USC durch einen Dreier von Hodges, 8 Punkte (darunter 6 nervenstark verwandelte Freiwürfe) von Adeberg und Burleson zurück, 95:95 (noch 16 Sekunden). Die Gäste hatten den letzten Angriff und ausgerechnet „Boomer“ Williams als Centerspieler hatte die undankbare und für ihn ungewohnte Aufgabe, die letzten 10 Sekunden gegen Cedric Brooks zu verteidigen. Dieser tanzte ihn an der Birne aus und verwandelte in der letzten Sekunde zum glücklichen, aber nicht unverdienten 95:97-Erfolg für die Gäste. Auf  USC-Seite war es ein bisschen schade, dass nach der Pause das hervorragende Teamplay der 1. Halbzeit verloren gegangen war, ansonsten konnte man aber mit der knappen Niederlage leben, da man eine insgesamt zufrieden stellende Leistung auf gutem Niveau geboten hatte. 

USC: Hodges 24, Adeberg 22 (7/10 aus dem Feld, 6 Rebounds), Burleson 12 (7 Assists), Hirschberg 11 (6 Rebounds), Williams 9 (10 Rebounds), Vierneisel 7, Dietz 5 (6 Assists), Barthel 5 (5 Rebounds, 3 Assists), Debus, Hug, Laschewski.

Kirchheim: Scott 27 (5 Dreier), Brooks 24 (4), De Michael 12, Menck 10 (2), Tomasevic 9 (2), Gilliam 7, Lischka 6, Michalczyk 2.

Claus Ebert


USC ohne Oliver Komarek gegen VFL Kirchheim Knights

Mittwoch, 3. März 2010 um 11:54 Uhr

Verletzungssorgen überschatten Heimspiel gegen Kirchheim

Ein altes deutsches Sprichwort besagt: „Wer hoch klimmt, der fällt hart.“ Auch Oliver Komarek, Centerspieler des USC Heidelberg, musste feststellen, dass der Volksmund Recht hat. Beim Auswärtsspiel in Homburg (67:94) lag der 2,10m-Hüne in der 24. Minute, nachdem er zum Wurfversuch gegen zwei Gegenspieler hochgestiegen war, auf einmal auf dem Boden und humpelte wenig später mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld. Der Mannschaftsarzt der Braves konnte seinen Knöchel provisorisch tapen, damit Oli die Partie versuchsweise weiter bestreiten konnte. Doch nun der Schock: Der 23-jährige ist aufgrund eines doppelten Bänderrisses mindestens 3 Wochen nicht einsetzbar. Dieser Ausfall des absoluten Leistungsträgers (17,3 Punkte; 6,5 Rebounds) ist besonders zum jetzigen Zeitpunkt eine richtige Hiobsbotschaft für Torsten Daume und sein Team, weil auch Danilo Barthel, der ihn womöglich ersetzen könnte, zuletzt nicht spielen konnte. Er hatte sich vor einigen Wochen bei einem NBBL-Spiel verletzt. Nun müssen wohl andere für die beiden in die Bresche springen. Eric Vierneisel, Sebastian Adeberg und Jens Hirschberg werden ab sofort wohl verstärkt auch unter den Körben ackern, an der Seite von Darrin Williams. Am Sonntag gegen den Tabellenvierten Kirchheim Knights wird sich beweisen müssen, ob die Mannschaft enger zusammenrücken kann, um den Ausfall ihres Leistungsträgers kompensieren zu können.

Am meisten müssen die Neckarstädter wohl auf Point Guard Cedric Brooks aufpassen. Der 1,86m große US-Amerikaner ist ein Alleskönner (15,8 Punkte; 6,4 Rebounds; 4,5 Assists; 2,5 Steals). Auch Power Forward Ryan De Michael muss gut bewacht werden, 11,8 Punkte und 7,1 Rebounds sind mehr als solide. Neuverpflichtung Chris Gilliam ist in Kirchheim angekommen: Er beweist es mit 9,1 Punkten pro Partie. Die beiden Routiniers und gefürchteten Dreierschützen Gordon Scott und  Radivoj Tomasevic sowie Nils Menck und Benjamin Lischka (beide 2,03m groß) sind ebenfalls wichtige Bestandteile des schwäbischen Teams.

 Der Truppe von Trainerfuchs Frenkie Ignjatovic gelang während der Saison das Kunststück, den BBC Bayreuth zu besiegen und war damit die erste Mannschaft in dieser Saison, die die Oberfrankenhalle eingenommen hat. Beim 71:64 überzeugte die gesamte Kirchheimer Mannschaft. Das Hinspiel in Kirchheim gewannen die Metropolitaner mit 105:98. De Michael (25 P./8 Reb.) und Tomasevic (20) drückten dem Spiel auf Seiten der Knights den Stempel auf, beim USC überragten Hodges (37), Komarek (28) und Burleson (20).

 Keine Frage, am Sonntag wird das dezimierte USC-Team auf den Prüfstand gestellt. Klappt es auch ohne Komarek? Wird Danilo Barthel wieder dabei sein und wenn ja, kann er nach der Verlketzungspause schon wieder Impulse geben? Funktioniert das Teamplay? Kann die Mannschaft sich auf die gute erste Halbzeit bei den Braves oder auf die ausgezeichnete Vorstellung aus der Partie gegen Hannover (105:96) besinnen? Wie geht man am besten mit der Problematik um, dass von den vier Amerikanern jeweils nur drei auf dem Parkett stehen dürfen? Wird der Rückhalt durch das Publikum ähnlich stark wie zuletzt sein? Antworten darauf gibt’s am Sonntag, 7. März, 17:00 Uhr, im Olympiastützpunkt im Neuenheimer Feld.

 Robin Herbert und Claus Ebert


USC verliert 67:94 (43:40) bei starken Braves

Sonntag, 28. Februar 2010 um 4:33 Uhr

Nach der Pause war es  für den USC Heidelberg ein Spiel wie gegen den FC Bayern München vor drei Wochen zu Hause (62:85). Die Kräfte der Heidelberger Akteure schienen  verbraucht, es gab zu viele Einzelaktionen, dadurch zu wenig Teamplay und spätestens beim 72:55 (33.) war klar, dass es in diesem Spiel voraussichtlich eine richtige Packung für die Neckarstädter geben würde. Am Ende  verlor man am Samstagabend in Homburg gegen eines der absoluten Spitzenteams der Pro A vor 900 Zuschauern mit 67:94 (43:40).

In der  ersten Hälfte hatten die Daume-Schützlinge allerdings an die hervorragende Leistung aus dem Heimsieg gegen Hannover (105:96) vor einer Woche angeknüpft und lagen hoch verdient mit drei Punkten in Führung. Da war die Welt für Heidelberg noch in Ordnung.

Das Spiel hatte ohne jegliche Nervosität begonnen. Alle Spieler waren sofort hellwach und zogen ein gekonntes Offensivplay auf.  Auf Seiten der Braves war es zunächst Marcus Smallwood, der kräftige US-Center, der  mehrmals per Dunking punktete, auf Seiten der USC-ler hielt insbesondere Jibril Hodges eifrig dagegen, er scorte per Dreier oder mit Vorstößen in die Zone. Beide Akteure markierten zehn Punkte nach der ersten Periode. Die Saarländer waren  bemüht, einen Vorsprung zu erarbeiten, doch der USC hielt stark dagegen. Insbesondere die wechselnden Verteidigungsvarianten der Heidelberger bereiteten den Gastgebern große Probleme.

Nach dem 22:21-Viertelstand für die Braves ging es im zweiten Viertel eben so munter weiter. Doch nun waren es die Heidelberger, die die Nase vorn hatten. Nach 15 Minuten stand es 34:26 für die Universitätsstädter, es sollte der größte Heidelberger Vorsprung der Partie bleiben. Sebastian Adeberg zog mehrfach unwiderstehlich zum Korb, Darrin Williams zeigte seinen Mitteldistanzwurf und Eric Vierneisel überzeugte im 2. Viertel mit solider Leistung und sieben Punkten. Der 43:40-Vorsprung zur Pause hätte sogar höher ausfallen können. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Schiris ihre Linie aus dem ersten Viertel beibehalten hätten“, meinte Trainer Daume in der Pressekonferenz. Damit spielte er diplomatisch auf die 4:10-Foulverteilung zu ungunsten des USC bei Halbzeit an. Zu diesem Zeitpunkt war trotzdem noch alles drin, es roch sogar ein bisschen nach einem USC-Sieg.

 Aus kaum erkennbaren Gründen ließen die Neckarstädter im dritten Viertel dann stark nach. Erst in der 23. Minute konnte Darrin Williams den ersten Punkt der zweiten Halbzeit für den USC erzielen, per Freiwurf. Doch die Braves waren da schon wieder in Führung gegangen. In der 24. Minute dann ein Schreckmoment: Beim Hookshot knickt Oliver Komarek, der sowieso schon angeschlagen ins Spiel gegangen war, um und blieb einige Sekunden auf dem Parkett liegen. Er musste am Spielfeldrand behandelt werden, um nach einigen Minuten wieder ins Spielgeschehen eingreifen zu können. Die Begegnung war auf USC-Seite spätestens ab jetzt zerfahren, es gab viele gezwungene Aktionen an beiden Enden des Felds, folgerichtig nahm Coach Torsten Daume in der 29. Minute eine Auszeit, beim Spielstand von 59:53 für Homburg. Leider brachte sie wenig, die Braves setzten ihr nunmehr souveränes Spiel fort und führten zum Viertelende 67:55.

Die zahlreich angereisten USC-Fans sahen nun kein Teamplay ihrer Mannschaft mehr, die Heidelberger konnten in der zweiten Hälfte kaum noch einen Assist verzeichnen. Jeder Korberfolg resultierte jetzt aus Einzelaktionen oder Freiwürfen.  Walt Baxley und Whit Holcomb-Faye übernahmen für die nach der Pause als Team  wesentlich überzeugender aufspielenden Hausherren das Kommando und begeisterten ihre Fans immer mehr mit Zuckerpässen und gekonnten Aktionen.Über 78:59 (35.) und 83:61 (37.) kam es zum eindeutigen 94:67-Endstand.

Ein Trost: Am kommenden Sonntag, 17 Uhr im OSP, beginnt die Partie des USC gegen Kirchheim/Teck wieder bei 0:0.

USC: Burleson 21, Hodges 16 (4 Steals), Adeberg 9, Vierneisel 9 (7 Rebounds), Williams 8 (7 Rebounds), Komarek 4 (5 Rebounds), Hirschberg (4 Rebounds), Dietz, Hug – Debus, Laschewski.

Saar-Pfalz Braves: Smallwood 18 (10 Rebounds, 3 Assists), Baxley 18 (4 Assists, 2 Steals), Holcomb-Faye 17 (4 Rebounds, 14 Assists), Schwartz 13 (10 Rebounds), Zirbes 11 (5 Rebounds), Cramer 10, Schulze 3, Damjanovic 2 (8 Rebounds), Mbassa 2, Cardenas (5 Rebounds), Kreis – Tarver.

Robin Herbert und Claus Ebert


USC in Homburg in der geliebten Außenseiter-Position

Donnerstag, 25. Februar 2010 um 19:54 Uhr

Nach den letzten Erfolgen des USC Heidelberg (in Chemnitz 96:91, gegen Hannover 105:96) möchte das Team um Torsten Daume am kommenden Wochenende in Homburg gerne den dritten Sieg  in Serie einfahren. Der Gegner ist aber kein Geringerer als die Saar-Pfalz Braves, die acht der letzten zehn Spiele gewonnen haben und sich neun Spieltage vor Schluss noch kleine Hoffnungen auf den Aufstieg in die Beletage machen. Dazu müssten die Braves allerdings ihre Restpartien allesamt gewinnen und  den ein oder anderen Ausrutscher der Cuxhaven BasCats einplanen.

Coach Nenad Josipovic hat für diese Spielzeit der Braves einen sehr starken Kader zusammengestellt: Der Aufbauspieler der Saarländer ist sicherlich einer der Besten der Liga. Whit Holcomb-Faye’s Assist- und Scoringqualitäten sind ligaweit ein Maßstab für jeden Point Guard. Seine Durchschnittswerte sind 17 Punkte und 7,9 Assists. Er erzielte in dieser Saison bereits sechs Double-Doubles. Der 1,85m große US-Amerikaner kann aber auch die zweite Position spielen. Normalerweise ist es jedoch Walt Baxley, ebenfalls US-Amerikaner, der als Shooting Guard starten darf. Eins vorneweg: Er hält den Rekord bei „Punkten in einem Spiel“ (in dieser Spielzeit): Der BV Chemnitz hatte keine Antwort auf ihn, ihm gelangen beim 94:83-Heimspieltriumph sagenhafte 50 Zähler. In einigen weiteren Begegnungen  kam er über 30 Punkte, aber seine fehlende Konstanz ist der Grund für den relativ niedrigen Durchschnitt von 17,9. Im Spiel nach der 50-Punkte-Gala konnte er beispielsweise lediglich 4 Punkte erzielen. Der zweite Flügel wird von Tim Schwartz besetzt. Der 1,99m große Deutsche verbucht 8,8 Zähler und 4,6 Rebounds, die 41-prozentige Dreierquote ist stark. Unter dem Korb sind Marcus Smallwood und Mirko Damjanovic zu Hause. Smallwood, der nach seiner College-Zeit in Finnland, Schweden und Polen sein Geld verdiente, um dann in Deutschland anzuheuern, ist ein ungemein athletischer Forward. 14,0 Punkte, 9,8 Rebounds und 1,0 Blocks sind seine Statistiken. Dreierspezialist Damjanovic macht seine Arbeit bisher mit 9, 5 Punkten und 4,2 „Boards“. Von der Bank kommen Stephen Cramer (Flügel) und der Ex-Karlsruher  (vergangene Saison TV Lich) Theo Tarver (Center). Nicht zu vergessen ist Maik Zirbes, das 20-jährige Ausnahmetalent setzte direkt bei seiner Premiere (94:77-Sieg in Langen) ein Ausrufezeichen: 20 Punkte in 20 Minuten. Der 122-Kilo Mann kam Mitte der Saison vom Erstligisten und Kooperationspartner TBB Trier.

 Die Saarpfälzer besetzen den vierten Platz der Tabelle, punktgleich mit der BG Karlsruhe. Sie haben doppelt so viele Spiele gewonnen wie verloren (14 und 7). Zuletzt gab es Erfolge in Essen (95:94, Baxley 29 Pkte.) oder auch in Crailsheim, wo die Braves als erste Mannschaft seit über einem Jahr gewinnen konnte (85:79; Damjanovic 16; Smallwood 14, 15 Rebounds). Der Vorrundenabschluss gegen Kirchheim endete 92:72 für Homburg (Baxley 29). Das Hinspiel im Olympiastützpunkt am 8. November entschieden die Saarstädter für sich, ein 97:86 war das Resultat. Dabei gelang es den Neckarstädtern nicht, Smallwood (20 Punkte, 12 Reobunds) und Holcomb-Faye (16 Pkte. 11 Assists) und ihr Zusammenspiel unter Kontrolle zu kriegen. Auch  Tim Schwartz zeigte, was er draufhat: 12 Punkte, 11 Rebounds.

Ebenfalls interessant ist, dass die Braves eine Punktedifferenz von +127 haben, obwohl sie schon sieben mal verloren haben. Das heißt also im Klartext: Wenn die Saar-Pfalz Braves gewinnen, dann meistens deutlich und wenn sie verlieren, dann eher knapp. Der USC hat  -90 bei dieser Statistik vorzuweisen, bei 10 Erfolgen und 11 Niederlagen.

Wie schon angedeutet: Die Braves stehen erheblich unter Druck – sie dürfen kein Spiel mehr verlieren. Noch eine Niederlage – und alle Aufstiegsambitionen sind weg! Aufgrund des Aufwärtstrends im Bereich der Heidelberger Unterstützung für die Mannschaft, die man gegen Hannover spüren konnte und der kleinen Rivalität zwischen dem Kurpfälzer Traditionsverein und den Braves, werden sicherlich etliche USC-Fans am Samstagnachmittag die lediglich ca. 130 Kilometern in´s Saarland auf sich nehmen. Auf geht’s !

 Saar-Pfalz Braves – USC Heidelberg, Samstag 27.2.10, 18:00,

Sportzentrum Homburg-Erbach, Steinbachstraße 111, 66424 Homburg/Saar

USC Heidelberg vervollständigt nochmals seinen Kader

 

Anstelle von Nachwuchsspieler Danny Rodriguez, der sich für die Rückrunde dem Pro B-Ligisten BIS Baskets Speyer anschloss, um mehr Spielerfahrung sammeln zu können, hat der USC Heidelberg seinen Kader für die Restsaison in der Pro A nochmals mit Alexander Laschewski ergänzt. Der 1,86 m große 22jährige deutsche Guard absolvierte nach dreieinhalbjährigem USA-Aufenthalt anfangs dieses Jahres einige Spiele für den Regionalligisten BBC Koblenz-Horchheim und nahm Anfang Februar ein BWL-Studium an der SRH in Heidelberg auf. In diesem Zusammenhang schloss er sich  dem USC Heidelberg an und wurde nun nach mehrwöchigem Training mit dem Team  in den offiziellen Spielerkader übernommen. Voraussichtlich wird er bereits am Samstag in Homburg das Trikot des USC Heidelberg tragen.

Robin Herbert und Claus Ebert


Werbung für Offensivbasketball im Heidelberger Olympiastützpunkt!

Montag, 22. Februar 2010 um 1:19 Uhr

Im einzigen Sonntagsspiel der Pro A präsentierten sich Heidelberger Team und  Publikum in herausragender Tagesform, so dass man gemeinsam zu einem überzeugenden 105:96 (46:44)-Erfolg gegen den Tabellennachbarn UBC Hannover kam und damit wenigstens andeutungsweise Revanche für die bittere 82:114-Hinspielniederlage nehmen konnte. Aber auch die Gäste hatten mit dem überragenden Power Forward Willis sowie mit den beiden Guards Moten und Holloway drei Individualisten der Sonderklasse in ihren Reihen und hielten zudem als Team  bis in die Schlussphase eindrucksvoll dagegen, so dass sich von der ersten Minute an ein beiderseitiges Offensivspektakel der Sonderklasse mit hohem Unterhaltungswert entwickelte.

Hannover musste ohne  Jaques Jones, Heidelberg ohne Danilo Barthel (beide verletzt) antreten und da auch Center Björn Schoo (Operation) bei den Tigers nicht mehr an Bord ist, ergab sich die seltene Situation, dass USC-Trainer Daume einmal mit größerer Rotation als der Gegner agieren konnte, vielleicht war das am Ende sogar der ausschlaggebende Faktor. Wichtig war zudem, dass das Rebound-Duell (42:35) dominiert werden konnte. Komarek (13) – sein drittes Double-Double -, Adeberg (8) und Vierneisel (7) zeichneten sich hier besonders aus.

Schon in der ersten Halbzeit bekamen die 750 – diesmal begeistert mitgehenden – Zuschauer eine sehenswerte Partie mit vielen spektakulären Szenen geboten. Jibril Hodges, Heidelbergs Topscorer, lief gleich in den ersten Minuten heiß und brachte sein Team zunächst noch nahezu im Alleingang mit 19:11 (6.) in Führung. Beim 24:21 nach dem 1. Viertel hatte er bereits 14 Punkte auf dem Konto. Danach legte er eine kleine “schöpferische Pause“ ein, dafür wurden Komarek, Adeberg, Vierneisel (2 Dreier im 2. Abschnitt), Burleson (1) und „Boomer“ Williams (mit zwei Monster-Dunks) zusehends stärker und auch Dietz und Hirschberg fügten sich gut ein. Vor allem das Teamplay zeigte sich beim USC diesmal stark verbessert. 20 Assists unterstrichen dies am Ende eindrucksvoll. Bei den „Tigers“ demonstrierte vor allem Emanuel Willis, dass er mehr als nur ein Ersatz für den Langzeitverletzten Antony Slack ist, von dem sich der Verein inzwischen getrennt hat. Der athletische Power Forward der Niedersachsen war kaum zu stoppen und hielt Hannover zusammen mit dem ebenfalls überzeugenden Brian Moten bis zum 70:70 (3. Viertel) im Spiel. Hodges sorgte mit seinem bis dahin vierten Dreier noch für die 73:70-Viertelführung der Neckarstädter.  Den bisher effektivsten Spieler der Liga, Emmanuel Holloway, hatten die Gastgeber bis dahin sehr gut im Griff. Dieser konnte erst im spannenden Schlussviertel nennenswerte Akzente setzen. 77:72 (33.), 77:77 (34.), 81:77 (35.) lauteten hier die Zwischenstände. Durch zwei wichtige Dreier von Hodges und Viereisel sowie einen weiteren Korb von Hodges hieß es 90:83 (37.). Holloway mit 4 Freiwürfen und Willis verkürzten 1:50 Min. vor Schluss nochmals zum 92:89, doch das Daume-Team fand an diesem Abend immer die richtige Antwort. Jetzt waren es Burleson und Adeberg (bestes Saisonspiel!), die bis 50 Sekunden vor der Sirene auf 98:89 erhöhten. Der Dreier mit Brett von Holloway kam zu spät. Hodges und Burleson brachten den 105:96-Sieg an der Freiwurflinie sicher über die Runden.

USC: Hodges 32 (5/12 Dreier, 3 Assists, 2 Steals), Burleson 19 (1/3 Dreier, 7 Assists, 3 Steals), Komarek 18 (13 Reb.), Adeberg 15 (8 Reb., 6 Ass.)Vierneisel 11 (7 Reb.), Williams 5 (5 Reb.), Hirschberg 3, Dietz 2, Hug.

Hannover: Willis 31 (9 Reb.), Moten 23, Holloway 19, Arigbabu 13, Mangold 5, Prasuhn 3, Hennie 2.

Der USC-Erfolg wurde noch abgerundet durch die Präsentation der neuen Merchandising-Artikel in der Halle. Auch die Spieler wurden mit den neuen USC-Pullovern ausgestattet. Der Verkauf ist gut angelaufen – die neue Kreation wird auch bei den nächsten USC-Heimspielen angeboten werden! Näheres siehe auch auf der website von ETsport, www.ETsport.de

Claus Ebert


Mit Hannover hat der USC noch ein Hühnchen zu rupfen

Mittwoch, 17. Februar 2010 um 15:01 Uhr

Zwei Drittel der Pro A-Saison 2009/2010 sind gespielt. Der USC Heidelberg steht mit neun Siegen und elf Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz. Vielleicht kommt es jetzt gerade nach dem 96:91-Erfolg in Chemnitz richtig, dass die UBC Tigers Hannover zu Gast sind, mit denen die Neckarstädter wie oben erwähnt noch eine Rechnung offen haben. Beim 114:82 an Halloween 2009 gelang es den Niedersachsen, das Team von Torsten Daume heftig auseinanderzunehmen. Der USC gewann kein einziges Viertel. Bei Hannover erzielte Brian Moten 30 Punkte, Emmanuel Holloway 22 Punkte und 11 Rebounds, Publikumsliebling Anthony Slack zelebrierte seine „Slack-Attack“: 18 Zähler, 13 Rebounds, 7 Assists, 5 Blocks, Effektivität 39. Fast schon „glücklicherweise“ für den USC  haben sich die Hannoveraner von ihrem wochenlang verletzten US-Amerikaner inzwischen getrennt.

Für Ersatz ist allerdings längst gesorgt: Emanuel Willis, 2,03m großer Power Forward, kam in den letzten beiden Spielen auf 13 Punkte, 13 Rebounds, 2 Blocks und 24 Punkte, 9 Rebounds, 3 Blocks. Der deutsche Center David Arigabu liegt durchschnittlich bei 7,6 Punkten pro Partie. Der 1,90m-Aufbauspieler Andrej Mangold legt 9,0 Punkte auf. Die beiden Guards der Leinestädter sind die gefährlichsten Scorer der Mannschaft: Brian Moten verbucht 15,8 Punkte und ist Dreierspezialist. Der andere ist Emmanuel Holloway, er gehört unumstritten zu den Eliteakteuren der Liga. Abend für Abend zeigt er den Fans durch 22,0 Punkte, 5,0 Rebounds, 5,0 Assists und 2,4 Steals wo der Hammer hängt. Sein Punkteschnitt ist der zweitbeste nach Tyler Kepkay (Essen) und vor Jibril Hodges. Von der Bank strahlen Jan-Peter Prasuhn und Jacques Jones Gefahr aus. Sie sind zusammen für 20 Punkte und 10 Rebounds gut.

Bei einem Saisonwert von zehn Siegen und ebenso vielen Niederlagen belegt das Team von Mahmut Ataman nach einer länger anhaltenden Verletzungsserie inzwischen nur noch den siebten Tabellenplatz. Neben dem Spiel gegen den USC konnte der Aufsteiger vor allem mit Siegen gegen Homburg (99:83; Holloway 24; Jones 16, 10 Reb.), beim Niedersachsenderby gegen Osnabrück (99:94; Holloway 19; Moten 17; Prasuhn 14) und gegen München (83:67; Arigabu 22; Holloway 17, 11 Reb.; Jones 15) von sich reden machen.

 Der USC hofft natürlich, gegen die mittlerweile wieder sehr kompakten Hannoveraner an der guten Leistung vom Chemnitz-Erfolg – 96 Punkte gegen die zweitbeste Defense der Liga! – anknüpfen zu können und mit Unterstützung des Heidelberger Publikums vielleicht die Revanche für die Hinspielniederlage zu schaffen. Viel wird davon abhängen, ob Danilo Barthel wieder einsatzfähig ist. Er ist inzwischen eine feste Größe im Team und durch ihn wären die Erfolgschancen sicherlich ein bisschen erhöht, weil die Norddeutschen nach dem Abgang von 2,13-Center Björn Schoo keine richtig langen Spieler mehr haben.

Der ultimative Revanche-Versuch steigt am Sonntag, 21. Februar um 17:00 im Olympiastützpunkt!

 Robin Herbert und Claus Ebert


Hart erkämpfter Befreiungsschlag im Erzgebirge

Sonntag, 14. Februar 2010 um 13:31 Uhr

Wenn der USC Heidelberg das Spiel schnell machen kann und den Gegner auf offensive Art und Weise beherrscht, hat die Mannschaft sehr gute Chancen, einen Sieg einzufahren. So auch gegen normalerweise defensivstarke Chemnitzer, die ihre letzten drei Spiele verloren hatten. Dass sich das Spiel in den Angriffsaktionen entscheidet, hat das Daume-Ensemble einmal mehr beweisen können. In der verschneiten Sachsenmetropole hieß es vor 1000 Zuschauern am Ende 96:91 aus Heidelberger Sicht. Die Neckarstädter waren ohne Nachwuchsspieler Danilo Barthel angereist, der sich schon letzte Woche bei einem NBBL-Spiel am Sprunggelenk verletzt hatte.

Die Ostdeutschen trumpften im ersten Viertel stark auf. Getrieben vom Druck, der nächsten Niederlage aus dem Weg zu gehen, kamen die BV-ler mit großer Ausstrahlung und körperlicher Präsenz auf das Parkett und spielten harten, aber schönen Basketball. Völlig verdient hieß es nach den ersten zehn Minuten 29:19 für Chemnitz, Gary Johnson hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Punkte erzielt.

Die Chemnitzer Wurfquote betrug 73 Prozent, bis zur 6. Minute erzielten die Sachsen keinen einzigen Fehlwurf. Die USC-Akteure spielten vor allem in der Verteidigung wirklich nicht schlecht, die Chemnitzer trafen aber zunächst einfach alles.  Jibril Hodges konnte man schon hier anmerken, dass er ein Spiel in „Normalform“ haben würde, für ihn waren es 7 Punkte. Beängstigend allerdings, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits drei Fouls zu Papier gebracht hatte.

Im zweiten Abschnitt dann ein völlig anderes Bild: Die Spritzigkeit der Chemnitzer war so gut wie weg, umso mehr trumpfte der USC auf: Nach einem 10-0 Lauf waren die Badener wieder dran, nach 15 Minuten hieß es auf einmal wieder 31:31. Danach gaben die Chemnitzer jedoch nicht nach, und hielten das Ergebnis auf engem Niveau, bis es dann zur Pause 43:42 stand, als ein Tip-In von Stane’s Bufford in letzter Sekunde noch gezählt wurde.  Schon jetzt war relativ klar, dass das Spiel keinen deutlichen Sieger haben würde.

Frisch und unverbraucht kamen die Teams aus den Kabinen, die zweite Halbzeit begann für den USC ähnlich wie das zweite Viertel. Angeführt von Lyndale Burleson, der immer wieder zum Korb gelangte, und dem beherzten und wie immer sehr einsatzfreudigen Sebastian Adeberg lief es für den USC wie geschmiert. Über  48:51 (23. Minute) kam es durch die immer stärker werdenden Burleson und Hodges zum 52:57 (25.). Zusehends fanden alle USC-Spieler ins Spiel und ließen sich von den lautstarken Zuschauern wenig beeindrucken. Entgegen allen Bemühungen der Chemnitzer konnten die Universitätsstädter den Vorsprung halten und fanden immer wieder die richtige Antwort. Nach 30 Minuten lautete das Ergebnis 64:65. Die Partie war auch zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen, es entwickelte sich ein emotionsgeladenes Spiel. Auf der einen Seite die Ostdeutschen, die den USC nie richtig auffangen konnten, auf der anderen die Heidelberger, die die BV-ler mit ihrer Zonenverteidigung gut in den Griff bekamen, aber stets auf ein Comeback der Niners gefasst sein mussten.

Doch die Wende blieb aus, weiterhin waren die Metropolitaner die spielbestimmende Mannschaft und hielten die Mirolybov-Schützlinge auf Distanz. Zwar gingen die Niners in der 31. Minute nochmals in Führung, doch es sollte das letzte Mal gewesen sein. Eric Vierneisel machte einen Turnover mit einem Shotblock gut, im Gegenzug ließ es Darrin Williams richtig scheppern: 76:80 (36.) Ab sofort gehörte den amerikanischen Aufbauspielern  die Show: Burleson und Hodges schaukelten das USC-Schiff zur Vorentscheidung: 84:90 (noch 40 Sekunden zu spielen). Selbst als Hodges nach einem Schlag ins Gesicht blutend vom Spielfeld musste, lief es weiterhin positiv für die Heidelberger. Vierneisel verwandelte – anstelle von Hodges – die beiden Freiwürfe souverän. Als Hodges nach medizinischer Behandlung durch „Aushilfsarzt“ Jonas Kröper in den Schluss-Sekunden nochmals auf´s Feld kam, war alles in trockenen Tüchern. Das 96:91 für den USC war bereits der sechste Auswärtssieg in dieser Saison.

Busfahrer Branko vom „Discipulus Reisebusunternehmen“: „Das Spiel war ungemein spannend. Dass wir gewinnen, war erst sehr spät sicher. Es war wichtig, zu siegen, denn zuletzt hat die Mannschaft einige schwächere Spiele abgeliefert.“

Coach Torsten Daume: “Danilo hat mir heute sehr gefehlt. Wenn ich Komarek vom Feld nahm, musste Hirschberg für ihn ran, das ist aber normalerweise nicht sein Job. Für die Mannschaft war dieser Erfolg sicherlich sehr wertvoll, vor allem gegen einen Gegner, der etwas gutzumachen hatte. Wir haben das Spiel zwar kontrolliert, doch absetzen konnten wir uns nie richtig. Da hat die letzte Konsequenz gefehlt. Als Faktoren des Sieges sehe ich das Reboundduell, das wir gewonnen haben, natürlich auch Lyndale und Jibril, die unser Spiel führten. Jetzt haben wir hervorragende Voraussetzungen für das Heimspiel gegen Hannover.“

Die Revanche für das Hinspiel (89:100) ist geglückt. Durch großen Einsatz, kämpferische Einstellung und eine Spur von Euphorie wurde der neunte Sieg der Saison eingefahren. Es war ein typisches USC-Spiel: Durchaus engagierte Verteidigung, die aber nicht das Spiel entschied, vielmehr die zahlreichen Offensivaktionen machten den Grund für den Erfolg aus. So kann es weitergehen!

USC: Hodges 31 (6/10 Dreier, 6 Rebounds), Burleson 24 (3/5 Dreier, 6 Assists, 3 Steals), Adeberg 17 (7/9 aus dem Feld), Komarek 14 (9 Rebounds), Williams 6 (5 Rebounds), Hirschberg 2, Vierneisel 2, Dietz, Hug.

BV Chemnitz 99: Johnson 31 (6/10 Dreier, 5 Rebounds, 3 Assists), Bufford 26 (6 Rebounds), Ahnsehl 11 (3 Assists), Roberts 10, Rastatter 6 (6 Rebounds), Harbut 4 (6 Rebounds), Lipke 2, Allen 1, Rosenthal, Daghofer, Zyskunov.

Nächstes Spiel: USC – UBC Hannover Tigers, Sonntag 21.2.10, 17:00 im OSP

 Robin Herbert und Claus Ebert


Letzte lange Auswärtsreise der Saison für den USC

Donnerstag, 11. Februar 2010 um 10:56 Uhr

Angesichts der aktuellen Lage des USC Heidelberg in der Tabelle der Pro A und den letzten Ergebnissen steht der Traditionsverein vom Neckar von nun an sichtlich unter Druck: „Ein Sieg muss her!“ lautet prinzipiell von jetzt an die Parole. Die Leistung am letzten Wochenende gegen den FC Bayern München war sicher eine der schlechtesten in dieser Spielzeit. Natürlich möchten alle schnell darüber hinwegkommen und möglichst kurzfristig wieder erfolgreichen Basketball mit schönen Kombinationen und Teamplay zeigen, doch dieses Vorhaben wird beim Gastauftritt in  Chemnitz  am kommenden Samstag nicht einfach zu verwirklichen sein.

Die Starting Five der Ostdeutschen setzt sich – wie bei fast allen Teams – aus drei US-Amerikanern und zwei Deutschen zusammen. Der eine von diesen zweien ist Tom Lipke. Er spielt die Position 3, ist 1,93m groß und für 5,6 Punkte gut. Der andere ist der Ex-Karlsruher Dima Rastatter, er fühlt sich bei einer Größe von genau 2 Metern unter den Körben wohl. Seine Statistiken liegen bei 10,7 Punkten und 8,3 Rebounds, im Schnitt. Für den Spielaufbau ist Gary Johnson zuständig, er kommt auf 10,7 Punkte bei guten 3,4 Assists. Während er den Ballvortrag erledigen soll, hilft ihm Stane’s Bufford dabei; der Shooting Guard hat mit 14,7 Punkten, 3,6 Rebounds sowie 2,6 Assists echte Allrounder-Qualitäten. Davon Roberts gehört mit seinen 1,97m eigentlich schon zu den „langen Kerls“, er verbucht 10,8 Punkte bei 5,2 Rebounds. Frisch von der Bank kommt der US-Amerikaner Terren Harbut, er springt meistens für Lipke ein. Der ligaerfahrene Forward, der letzte Saison anfangs für Herten spielte, legt 9,7 Punkte und 4,4 Rebounds auf. Hüne Alexander Zyskunov, Guard Michael Allen und 2,01m-Mann Alexander Rosenthal bringen den Sachsen zusammen rund 13 Punkte pro Partie, ebenfalls von der Bank.

Die Einsatzzeiten der Niners sind dementsprechend verteilt, die Leistung liegt auf vielen Schultern.

Das Hinspiel im Olympiastützpunkt konnten die Jungs aus der „Stadt der Moderne“ aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit des USC (40:57 für Chemnitz) mit dem Endergebnis 100:89 für sich entscheiden. Bei den Universitätsstädtern waren  es Jibril Hodges (27 Punkte) und Oliver Komarek 13 Punkte, 11 Rebounds), die überzeugten, auf Seiten der Sachsen waren es Bufford mit 18 Punkten und Rastatter, der 15 Punkte mit überlegenen 17 Rebounds garnierte, allein sieben davon holte er am Offensivbrett. Doch nicht nur beim USC gewannen die Jungs vom Finnen Anton Mirolybov, auch andere Ergebnisse sprechen für die Erzgebirgler: Aus Osnabrück entführte man ein 71:64 (Johnson 15 Pkt.), Karlsruhe wurde mit 76:66 erfolglos nach Hause geschickt (Roberts 19, Rastatter 14, 10 Reb.), wenig davor zogen auch die Kirchheim Knights in der Stadt der Wissenschaft 2011 den Kürzeren (76:67, Johnson 21). Zuletzt lief es allerdings nicht so gut bei den Niners, die letzten drei Spiele gingen verloren (in Essen 65:84, gegen Freiburg 57:72, in Crailsheim 72:79). Das heißt, dass auch die Chemnitzer dringend einen Erfolg brauchen, um weiterhin vorne mitzuhalten, im Moment belegen sie den siebten Platz mit zehn Siegen und neun Niederlagen.

Allein dieser Fakt wird für große Spannung sorgen, da ja beide Clubs zügig gegen ihre Tendenz ansteuern wollen. Ein USC-Sieg wäre natürlich gerade in dieser schwierigen Phase sehr wichtig für den Teamgeist und für die Jungs selbst. Klar favorisiert sind  allerdings die Gastgeber.

BV Chemnitz 99 – USC Heidelberg; Samstag, 13.2.10, 19:30; Richard-Hartmann-Halle, Fabrikstraße 9, 09111 Chemnitz

 Robin Herbert und Claus Ebert


USC beim 62:85 gegen Bayern München ohne “Teamplay”

Montag, 8. Februar 2010 um 1:24 Uhr

Kaum zu glauben, dass dies nahezu die beiden gleichen Mannschaften waren, die am 18. Oktober letzten Jahres in der Sporthalle an der Säbener Str. in der bayrischen Landeshauptstadt aufeinander trafen! Damals hatte der USC Heidelberg die klar favorisierten Bayern gut im Griff und gewann am Ende überraschend deutlich, aber hochverdient, mit 95:82 – diesmal hatte man beim 62:85 (37:44) gegen die von Trainer Michael Schwarz ganz offensichtlich sehr gut eingestellten Münchner nicht den Hauch einer Chance.

Beim Hinspiel bestimmten die „Riesen vom Neckar“ fast über die gesamte Spielzeit das Tempo – diesmal war es umgekehrt. „Die Bayern haben heut unser Spiel langsam gemacht“, lautete denn auch eine der Erklärungen von Trainer Daume für die relativ erschreckende Vorstellung seines Teams am frühen Sonntagabend. Besonders ärgerlich war die klare Niederlage  deshalb, weil 1150 Zuschauer, unterstützt durch Werbeaktionen an Heidelberger Schulen, den Weg in den Olympiastützpunkt gefunden hatten. Eine ermutigende Kulisse, gute Stimmung in der Halle – und dann solch eine Ernüchterung! – Nur diejenigen, die zuvor wenigstens noch die Schlussphase des wichtigen Erfolges der USC-Damen, ebenfalls in der zweiten Bundesliga, gegen Herzogenaurach nach Verlängerung erlebt hatten, konnten immerhin halbwegs zufrieden nach Hause gehen, für den Großteil des Publikums war es indes eine einzige Enttäuschung. Wo sind die großartigen Vorstellungen aus der Rückrunde der vergangenen Saison geblieben?

Das USC-Team musste auf die Nachwuchshoffnung Danilo Barthel verzichten, der sich am Vormittag bei einem NBBL-Spiel eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Eine genaue Diagnose seiner Verletzung wird erst nach der montäglichen Untersuchung bei Vereinsarzt Dr. Markus Weber vom Elisabeth-Krankenhaus feststehen. Das Fehlen des Nachwuchsspielers konnte jedoch keine Erklärung für das schwache Auftreten seiner Teamkollegen sein. Schon im ersten Viertel trafen die USC-Spieler zu viele falsche Entscheidungen und ließen vor allem das Teamplay vermissen. Kaum mal eine Passkombination über mehr als drei Stationen, dafür Einzelaktionen ohne Ende, falsche Entscheidungen im Angriff, das sah alles andere als gut aus – und führte zu einem 18:26 nach dem 1. Viertel.

Dann eine vielleicht vorentscheidende Aktion: Jibril Hodges fliegt mit Vehemenz zum Korb, zwei Bayern ihm entgegen – zweites Offensivfoul für Hodges. Sichtlich erschüttert über diese Entscheidung handelte er sich gleich noch ein technisches Foul als Zugabe ein, drittes Foul nach 11 Minuten. Damit war Hodges weitgehend aus dem Spiel – und die Bayern führten nach 13 Minuten mit 33:19.

Es folgte die beste Phase des USC. Hier deutete das Daume-Ensemble zumindest an, dass die Moral nach wie vor intakt ist. Lyndale Burleson, unter anderem mit zwei Dreiern, und Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg spielten groß auf und brachten die Gastgeber mit zusammen 17 Punkten im 2. Viertel wieder bis auf  4 Punkte (35:39) heran. Bei Halbzeit hieß es 37:44. Bei den Gästen überragte bis dahin Kenny Barker, einer der zweifelsohne besten Spieler der Liga, mit 26 Punkten, darunter vier von sieben Dreier, zeitweise allerdings aus völlig freien Wurfpositionen.

Das dritte Viertel wurde von zwei „Monster-Dunks“ des überzeugenden Darrin Williams eröffnet. Beim 41:47 (22.) war die Partie noch offen, doch dann ging im USC-Team jeglicher Zusammenhang verloren. Kampfgeist und Engagement waren vorhanden, doch es fehlte zusehends die mannschaftliche Bindung im Angriff. Hier wirkte man als Kollektiv zeitweise hilflos. „Die Offensive hat heute nicht funktioniert“, da kann man Torsten Daume nur Recht geben. Jetzt ging nicht mehr viel – und die Bayern wurden immer stärker, immer engagierter und aggressiver in der Defense – die Partie war über 41:52 (23.) und 51:67 (3. Viertel) im Grunde gelaufen. In dieser Verfassung konnte das USC-Team auch die Tatsache, dass der neben Ex-Nationalcenter Robert Maras beste Bayern-Spieler Kenny Barker in der 31. Minute mit dem 5. Foul raus musste, nicht mehr im Geringsten nutzen. Am besten hatten auf USC-Seite diesmal Sebastian Adeberg, „Boomer“ Williams und – leider nur im 2. Viertel – Lyndale Burleson gefallen. Das war gegen den allerdings durchaus imponierend aufspielenden Tabellensechsten viel zu wenig. 54:71 (34.), 62:85-Endstand – die Bayern zeigten den Badenern diesmal ganz eindeutig, wer „die Lederhosen anhat“.

Das USC-Team findet sich damit erst einmal wieder in Abstiegsnähe und muss schleunigst neue Moral, vor allem wieder verbesserten „Teamgeist“, entwickeln, um den weiteren Herausforderungen der Saison nachhaltig begegnen zu können. Um eine gesicherte Tabellenposition zu erarbeiten, steht dem Daume-Team nun sehr viel Arbeit bevor.

USC: Adeberg 14 (6/9-Quote), Burleson 13 (2/4 Dreier, 5 Reb., 4 Ass.), Williams 12 (4 Reb.), Komarek 12 (2/3 Dreier), Vierneisel 5, Hirschberg 3, Hodges 3 (1 Dreier), Dietz, Hug, Debus.

B.München: Barker 30 (5/8 Dreier), Maras 18 (1 Dreier, 10 Reb.), Greene 15 (1 Dreier, 10 Reb.), Moore 6, Hübner 6, Mueller 5 (1),  Barrett 3, Wohlers 2.

 Claus Ebert


Der FC Bayern im Olympiastützpunkt!

Mittwoch, 3. Februar 2010 um 19:48 Uhr

Zuvor das Zweitligaspiel der USC-Damen.

 Bei den Herren-Basketballern des USC Heidelberg geht es zur Zeit auf und ab. Das neue Jahr begann mit einem 95:94-Auswärtssieg in Essen, mit einem knappen 82:83 gegen Langen ging es weiter, danach kam die 81:108-Klatsche von Cuxhaven,  es folgte das ebenso spannende wie erfolgreiche Heimspiel gegen Osnabrück (84:82) und zuletzt gab es die achtbare 71:85-Niederlage beim Tabellenführer in Bayreuth. Die Frage ist nun, ob die Berg- und Talfahrt fortgesetzt wird oder die Neckarstädter auch mal wieder eine Erfolgsserie hinlegen können. Der kommende Sonntag ist in dieser Hinsicht eine gute Startmöglichkeit für das Daume-Ensemble. Zu Gast ist allerdings mit dem FC Bayern München immerhin der Tabellensechste.

Das Spiel der Süddeutschen macht der US-Amerikaner Joshua „Josh“ Mueller, ehemaliger Hagener. Der 1,80m große Aufbauspieler ist zu einer tragenden Stütze der Mannschaft geworden. Auf der Position 2 startet Kenny Barker, der wohl gefährlichste Spieler des Teams. Er ist 1,91m groß und legte bisher eindrucksvolle 15,9 Punkte und 4,1 Rebounds auf. Wenn er verschnaufen muss, flitzt Neuzugang Rasheem Barrett über das Parkett, er kann mit 10,6 Zählern wunderbar entlasten. Manchmal startet Barrett sogar anstatt von Barker. Der kleine Forward wird von Sebastian Greene besetzt, er kommt auf 11,9 Punkte und 5,5 Rebounds bei einer Größe von 2,03m. Moritz Wohlers ist zwar genau so groß wie Greene, doch deutlich massiger und spielt deshalb Power Forward. 10,3 Zähler sind ebenfalls bemerkenswert. Der wohl stärkste klassische Center der Liga mit deutscher Nationalität spielt bei den Oberbayern. Robert Maras ist sein Name, ihn erkennt man schnell: Ausmaße von 2,15m und 122 Kilogramm sind gewaltig. Die Statistiken des ehemaligen Nationalspielers lauten im Schnitt 12,8 Punkte, 8,3 Boards und 1,5 Blocks. Anfang November konnte er in Bayreuth sogar 4 Blocks verbuchen. Ein weiterer neuer Spieler der Isarstädter ist Frank Bennett. Der US-amerikanische Zweimetermann kam letzte Saison für Cuxhaven auf sehr beachtliche 14,3 Punkte und 7,3 Rebounds.

Mit 10 Siegen und 8 Niederlagen haben die Jungs von der Säbener Straße noch gute Chancen auf den dritten Tabellenplatz. Hier ein paar herausragende Ergebnisse der Bayern: 68:66 gegen BG Karlsruhe, 78:76 gegen die Braves (Maras 22, Barker 17), in Osnabrück 78:77 (Greene 17, Barker 15), oder auch 85:79 gegen Chemnitz (Barker 17, Wohlers 14). Das Hinspiel gewann der USC aufgrund einer sehr geschlossenen Teamleistung 95:82, auf Seiten der Münchner waren Mueller (18) und Barker (23) stark, bei den Universitätsstädtern waren es Hodges (20), Burleson (18) sowie Komarek und Adeberg (17 und 16 Punkte).

Bayern München kann zwar mit Teams wie Bayreuth oder Cuxhaven nicht ganz mithalten, das Saisonziel „Aufstieg“ wird wohl nicht mehr zu erreichen sein, doch zusammen mit den Neuzugängen verfügen die Bayern über individuell starke Spieler, die auch als Mannschaft glänzen können. Los geht’s in diesem hochinteressanten Duell im vermutlich gut gefüllten Olympiastützpunkt am  Sonntag, 7. Februar um 17:00. Viel Spaß!

Davor steigt – ebenfalls im OSPum 14:30 h der Abstiegsknüller der zweiten Bundesliga der Damen: MLP BasCats Heidelberg gegen TS Herzogenaurach.

Also beste Gelegenheit, in einer Doppelveranstaltung mal beide Bundesligateams des USC nacheinander zu erleben!

 Robin Herbert  und Claus Ebert


USC beim Tabellenführer drei Viertel lang auf Augenhöhe

Sonntag, 31. Januar 2010 um 4:36 Uhr

Es gab keine Überraschung: Der USC Heidelberg hat das Auswärtsspiel beim Basketballclub Bayreuth vor 2000 Zuschauern mit 71:85 verloren. Doch die Neckarstädter schlugen sich erstaunlich gut und konnten mit Ausnahme des zweiten Viertels auf Augenhöhe mit Jaivon Harris, Eddie Seward & Co. agieren. Vor allem Oliver Komarek und Lyndale Burleson setzten dabei deutliche Akzente.

Das erste Viertel gehörte Emeka Erege aus der Wagnerstadt, er fand sofort ins Spiel und hatte bereits nach den ersten 10 Minuten 9 Punkte erzielt. Er und US-Boy Jaivon Harris führten den BBC zu einem 22:17 nach der ersten Periode. Aufgrund einiger vergebener Freiwürfe gelang es den Heidelbergern nicht, das Ergebnis bis dahin noch enger zu gestalten

Das zweite Viertel war dann wohl das spielentscheidende. Die Mannschaft von Andreas Wagner legte los wie die Feuerwehr und hatte nach der Hälfte der Spielperiode bereits 38 Punkte erzielt. Jetzt fanden auch Jermain Raffington und Pete Campbell auf  Seiten des BBC immer mehr zu ihrem Spiel. Dieses Viertel ging am USC – Ausnahme Burleson und Komarek –  weitgehend vorbei und die Oberfranken lagen zur Pause vorentscheidend mit 50:31 in Führung.

 Doch USC-Coach Torsten Daume fand einmal mehr offensichtlich die richtigen Worte in der Kabine und die Spieler, vor allem Komarek, Burleson und Vierneisel,  konnten diese  hervorragend umsetzen. Mit erfolgreichen und schön anzusehenden Aktionen gaben die USC-Spieler jetzt richtig Gas und durch einen 10-0 Lauf hatte der USC nach gut 25 Minuten beim 52:41 wieder die Möglichkeit, in Reichweite zu kommen. Doch von da an bekamen  die Gastgeber die Partie vor allem durch zahlreiche Offensivrebounds (insgesamt 20)  und hieraus resultierenden zweiten oder dritten Chancen wieder besser in den Griff und hielten den Abstand. Das Ergebnis des dritten Viertels lautete immerhin 18:13 aus USC-Sicht, der Zwischenstand 63:49. Die Tür war für den USC noch offen, doch das letzte Viertel hätte optimal laufen müssen, sollte gegen die ausgebuffte Profi-Truppe des BBC noch die Überraschung gelingen.

Doch Drew Williamson, Jaivon Harris, der Bayreuther Topscorer, Erege, Raffington und Campbell (mit zwei sauberen Dreiern) waren jetzt auf der Hut und ließen nicht mehr viel anbrennen.  Jibril Hodges versuchte mit vorbildhaftem Einsatz und nie nachlassender Agressivität (in der Verteidigung) das Geschehen zum Positiven zu wenden, vorne versemmelte er allerdings einige Würfe. Wieder waren es nun Komarek und Burleson, die Verantwortung übernahmen, am Ende auch Eric Vierneisel. Doch die Bayreuther wollten unbedingt einen weiteren Schritt zum Aufstieg machen, was ihnen letztlich mit dem 85:71-Endstand gelang.

Auf USC-Seite konnte man dennoch viel Positives aus dem Spiel mitnehmen. Teambegleiter Jonas Kröper: „Nach der Pause waren wir gegen den Tabellenführer, der in keiner Phase zurücksteckte, absolut gleichwertig. Wir haben die 2. Hälfte sogar 40:35 gewonnen. Das macht Mut für die nächsten Spiele!“

 USC Heidelberg: Burleson 24 (2 Dreier, 3 Steals), Komarek 22 (4 Dreier, 3 Rebounds), Hodges 11 (7 Rebounds, 7 Assists, 1 Block), Vierneisel 10 (8 Rebounds), Adeberg 2 (6 Rebounds), Barthel 2, Williams (4 Rebounds), Dietz, Hirschberg, Hug.

 BBC Bayreuth: Harris 20 (3 Dreier), Erege 16 (3/3 Dreier, 10 Rebounds), Campbell 15 (3 Dreier, 9 Rebounds), Raffington 12 (2 Dreier), Williamson 10, Schröder 4, Jackson 4, Seward 4 (10 Rebounds), Barth, Tetzner.

 Robin Herbert und Claus Ebert


USC zu Gast beim dominierenden Tabellenführer

Mittwoch, 27. Januar 2010 um 14:55 Uhr

Die Oberfrankenhalle ist eine Basketballfestung. Zu den Heimspielen des BBC Bayreuth kommen in dieser Saison regelmäßig 2000 Zuschauer und mehr. Vorletzte Saison kamen gegen Jena einmal sogar über 4000 Besucher, ein Rekord in der Geschichte der Jungen Liga. Kein Wunder, dass der BBC eine solch erfolgreiche Mannschaft ist. Am 17. Spieltag stehen die Wagnerstädter programmgemäß auf dem ersten Platz der Tabelle und verbreiten durch ihre absolute Dominanz und Abgezocktheit einen sehr überzeugenden Eindruck. Eine einzige Niederlage mussten die Bayern hinnehmen, 64:71 gegen die Kirchheim Knights, die damit das ansonsten realistische Saisonziel der Oberfranken von null Niederlagen und Platz eins zunichte machen konnten. Auswärts allerdings sind die Jungs von Coach Andreas Wagner noch immer ungeschlagen.

Logo BBC BayreuthDoch natürlich sind es nicht nur ihre Anhänger, die den BBC so stark machen, sondern vor allem die Tiefe ihres Kaders. Kaum ein Spieler steht mehr als 30 Minuten auf dem Parkett. Einen richtigen Anführer hat die Truppe nicht, Jaivon Harris kann sich allerdings dezent von den anderen abheben, er macht im Schnitt 15 Punkte. Der US-Amerikaner fühlt sich auf der Position 2 wohl, ist 1,97m groß und spielt schon lange in Deutschland. Emeka Erege, deutscher Power Forward, Point Guard Thomas Jackson und Routinier Jermain Raffington haben eins gemeinsam: Sie scoren allesamt um die 10 Zähler pro Partie. Edward „Eddie“ Seward, dessen Markenzeichen das Haarband ist, und Michael Schröder bringen zusammen über 4 Zentner auf die Waage und räumen jedes Wochenende kräftig unter den Brettern auf. Weitere Power von der Bank bringen Flügelspieler Pete Campbell, der gerne Dreier wirft, US-Guard Drew Williamson sowie Christoph Tetzner. Auch Ex-Giraffe Sebastian Barth hat sich  in der Festspielstadt inzwischen gut eingefügt. Jeder einzelne macht seine Arbeit, wobei alle zusammen eine richtige Einheit bilden. Auf den ersten und vielleicht auch auf dem zweiten Blick kann man das Wort „Auswärtssieg“ nicht unbedingt mit der Oberfrankenhalle verbinden, auch weil die Bayreuther mit der richtigen Motivation in die Spiele gehen. Eine Minichance hat man allenfalls dann, wenn man dem Aufstiegsaspiranten – wie die Kirchheim Knights -  den Taktstock abnehmen kann.

Der USC Heidelberg wurde im Hinspiel beim 100:122 extrem dominiert und vor allem mit der eigenen Waffe geschlagen: Offense. Groteske 70 % trafen die Wagnerstädter aus dem Feld, fast 60 % von jenseits der Dreierlinie, nur 4 ihrer 28 Freiwürfe verfehlten den Korb. Ähnlich – mit leicht veränderten Vorzeichen – machte es der Tabellenführer  in Nördlingen, 75:58 war das Endergebnis. Die BBC-ler spielten einfach gute Verteidigung, genau wie Nördlingen es normalerweise macht, nur eben besser.

Der Sieg in Karlsruhe (82:80) war ungewöhnlich knapp, hier spielte auch die Erfahrung eine große Rolle. Der zweite der Tabelle, die Cuxhaven BasCats, wurde 84:70 besiegt.

Aus Heidelberger Sicht ist es sicher ein Spiel, vor dem man sagen kann: Wir haben nichts zu verlieren. „Wir dürfen sie einfach nicht davonziehen lassen“ sagte Kapitän Sebastian Adeberg  Damit hat er natürlich vollkommen Recht,  die einzige kleine Chance, das Spiel zu gewinnen ist vielleicht, als Mannschaft zusammenzuhalten, es den Bayreuthern schwer zu machen und im richtigen Moment das Spiel an sich zu reißen. Sicherlich ein ganz schweres Unterfangen. Aber es soll ja schon  Wunder gegeben haben – auch im Basketball.

Robin Herbert  und Claus Ebert


Bedeutungsvoller USC-Sieg gegen Osnabrück

Montag, 25. Januar 2010 um 1:14 Uhr

Welches sind die wesentlichen Kriterien zur Bemessung einer sportlichen Leistung? Ist es der Erfolg? Vielleicht ja. Beim schwer erkämpften 84:82 (41:39) des USC Heidelberg über den Tabellennachbarn GiroLive-Ballers Osnabrück gab es in den letzten 70 Sekunden jedenfalls Standing Ovations der 510 Heidelberger Zuschauer, die es trotz großer Fußball- (Hoffenheim) und Handball- (Europameisterschaft) –konkurrenz am Sonntagnachmittag in den Heidelberger Olympiastützpunkt gezogen hatte und die plötzlich die große Chance für einen USC-Sieg vor Augen hatten. Das Heidelberger Team hatte in einem keineswegs hochklassigen, aber zum Ende hin immer spannender werdenden Pro A-Match allen Widrigkeiten – auch den eigenen Unzulänglichkeiten – getrotzt und war 1:12 Minuten vor der Sirene nach zwei verwandelten Freiwürfen von Oliver Komarek mit 84:79 in Führung gegangen. Gerade hatte Oliver Komarek, zweifelsohne einer der USC-Helden des Nachmittags, bei einem weiteren USC-Angriff kurz danach ein umstrittenes Offensivfoul gepfiffen bekommen. Seine Aktion hätte schon die Entscheidung bringen können, stattdessen hatten jetzt die Gäste wieder den Ball – dies war aber zugleich das Signal für das Heidelberger Publikum, die gewohnt akademische Zurückhaltung aufzugeben, sich von den Plätzen zu erheben und dem USC-Team nun ebenso lautstark wie emotional den Rücken zu stärken. Vielleicht war es gar   der Schlüssel zum am Ende glücklichen Sieg! Zwar gelang dem im Schlussviertel beeindruckend abgezockt agierenden „go-to-guy“ der Gäste, Jan Rohdewald, mit seinem 4. Dreier der Schlussphase nochmals der Anschluss zum 84:82, Oliver Komarek scheiterte im Gegenzug bei Ablauf der 24 Sekunden mit einem Dreierversuch, doch danach hielt die USC-Defense – auch angesichts der Unterstützung des Publikums. Der letzte Verzweiflungswurf von Rohdewald ging daneben, Lyndale Burleson holte den Rebound – und wurde 3,1 Sekunden vor Spielende gefoult. Seine beiden Freiwürfe gingen zwar vorbei, doch den „Ballers“ reichte die Zeit nicht mehr, im Gegenangriff nochmals zum Wurf zu kommen. Das USC-Team hatte eine ganz entscheidende Partie gegen einen unmittelbaren Kontrahenten – und zudem den „direkten Vergleich“ gegenüber Osnabrück -  gewonnen.

Zuvor war dem Daume-Ensemble deutlich anzumerken gewesen, dass die beiden Niederlagen gegen TV Langen (82:83) und in Cuxhaven (81:108) sowie die sich anschließende Kritik durchaus am Nervenkostüm gezerrt hatten. Im 1. Viertel (13:22) ging kaum etwas zusammen. Die Gäste, bei denen Uwe Hebbelmann sich als sehr guter Buse-Ersatz präsentierte, nutzten dies geschickt – bewiesen aber im 2. Viertel, dass die 85:95-Heimniederlage gegen Essen ebenfalls Spuren der Unsicherheit hinterlassen hatte. Im 2. Viertel lief für die Gäste – Ausnahme einige gute Aktionen der beiden Guards Harrelson und Ansehl – nicht viel.   Dies wiederum führte – vor allem durch den (nicht nur) an diesem Tag zuverlässigsten USC-Spieler, Eric Vierneisel, sowie durch den Elan, welchen die „Jungen“, Jens Hirschberg, „Sebi“ Dietz und Danilo Barthel, in die Partie brachten, zu einem 28:17 des USC in diesem Abschnitt und zu einer, nicht unbedingt beruhigenden,  41:39-Halbzeitführung.

Das 3. Viertel brachte eine erneute Wende. Die Heidelberger hatten es hier dem immer mehr Verantwortung übernehmenden, gegen Ende aber mit zwei Dreierversuchen übertreibenden, Jibril Hodges zu verdanken, dass es nach diesem Abschnitt nur 57:61 stand.

Im Schlussviertel gab es dann – nach all dem Vorgeplänkel – richtig guten Basketball zu sehen. Etwa zwei ganz wichtige Dreier von Komarek, zwei ebenso wichtige Steals von Burleson, leider auch drei, vier haarsträubende USC-Offensivaktionen, ohne die man die Begegnung durchaus frühzeitiger hätte entscheiden können. Und bei den Gästen verbreitete jetzt Rohdewald mit seinen sicheren Dreiern Angst und Schrecken. – Warum wurde er jetzt, wo seine Dreierversuche geradezu zwingend in der Luft lagen,  nicht enger verteidigt? Letztlich zählt – genau! – der Erfolg, und den hatte sich das USC-Team dank einer diesmal vor allem verbesserten Defense  – mit Fortuna im Bunde – am Ende verdient.

Osnabrück: Rohdewald 15 (5/11 Dreier), Wachalski 15 (1), Hebbelmann 14, Harrelson 14 (1), Ahnsehl 11, Michael 5, Simin 4 (1), Baker 4.

USC: Hodges 23 (11/18 insgesamt, 0/6 Dreier, 4 Assists), Komarek 20 (4/9 Dreier, 4 Reb.), Vierneisel 16 (6/9 insg., 1/2 Dreier, 8 Reb.), Burleson 11 (6 Ass.), Adeberg 9 (7 Reb.), Dietz 3, Hirschberg 2, Hug, Debus, Rodriguez.

Claus Ebert


Offensivduell beim Heimspiel gegen Osnabrück

Mittwoch, 20. Januar 2010 um 17:58 Uhr

Die GiroLive-Ballers Osnabrück sind genau wie der USC Heidelberg eine Mannschaft, die auf spektakuläre und zahlreiche Angriffsaktionen gepolt ist. Die Hemmung, erbarmungslose Verteidigung zu spielen, müssen die Daume-Schützlinge also gerade gegen die Niedersachsen überwinden, ansonsten könnte es durchaus sein, dass sie wieder einmal mehr als 100 Punkte kassieren.

Die Truppe des – längst akklimatisierten – Pro A-Neulings hat es in sich!  Der Topscorer der Mannschaft heißt Steve Wachalski und ist – ausnahmsweise – Deutscher. Er konnte bisher 17,3 Punkte pro Spiel erzielen und netzt trotz seiner 2,02 m hochprozentig von außen ein: 48 Prozent lassen keine Fragen offen. Ähnlich gut trifft Routinier Jan Rohdewald, der mit 39 Prozent Dreier auch keine Sekunde aus den Augen gelassen werden darf. Der 1,94m große Small Forward ist bereits 36 Jahre alt. Das gesamte Team ist nicht sehr jung: Der jüngste Spieler, Steffen Behrens, ist 1987 geboren. Also ein absoluter Erfahrungs-Pluspunkt der Mannen aus dem Teutoburger Wald. Bei den langen Kerls sollte man sich den Namen Michael Buse merken, der 2,07m-Mann hat auch schon eine Reihe hervorragender  Spiele in seiner Karriere absolviert und ist mit 13,2 Punkten pro Partie in der Top 50 der Liga zu finden. Auch die Amerikaner der „Ballers“ müssen keinen Vergleich scheuen:  Torvoris Baker ist einer von den vieren, er ist Forward, erzielt 14,3 Punkte und starke 9,3 Rebounds und dürfte nach zwischenzeitlicher Verletzung wieder besonders zu beachten sein. Pointguard Dustin Pfeifer, Ex-Chemnitzer, ist ebenfalls wieder genesen und darf mit 13,6 Punkten und 4,5 Assists natürlich auch nicht vergessen werden, genauso wenig wie 1,93m-Guard Ty Harrelson oder Nicholas Michael, der allerdings in letzterer Zeit nur wenig Einsatzzeit erhielt. Auch Igor Simin, der erst vor zwei Spieltagen aus Speyer kam, hat zweimal hintereinander 17 Punkte erzielt. Auch nicht schlecht! Er gilt zudem als guter Verteidiger.

Als Mannschaft erzielt die Truppe 87,8 Zähler und ist damit in diesem Bereich der größte Verfolger der offensiv ausgerichteten Daume-Truppe.

Am vergangenen Spieltag gab es eine 85:95–Niederlage nach Verlängerung gegen Essen, doch die Osnabrücker haben auch einige hervorragende Ergebnisse vorzuweisen: Gegen „Überflieger“ Bayreuth zogen die Niedersachsen erst nach 45 Minuten den Kürzeren (93:97).  88:66 gegen Freiburg (ohne Pfeifer und Baker), 96:93 n.V. in Kirchheim (Harrelson 25;9 Assists), 103:100 n.V. gegen Kaiserslautern (Buse 25; 9 Reb; Baker 22;13 Reb), 91:83 gegen BG Karlsruhe (Wachalski 27; 3 Dreier; Rohdewald 21; 5 Dreier) ) oder auch 92:80 in Essen am ersten Spieltag (Pfeifer 18/7 Ass). Oder: Trotz der am Ende unglücklichen Niederlage in Crailsheim (91:93) erzielte Steve Wachalski dort ein 30-10-Spiel, 31 Punkte und 11 „Boards“, um genau zu sein.

 Die Ballers Osnabrück haben also hochkarätige Spieler an Bord, was es dem USC keinesfalls einfach machen wird, den ersten 2010-Heimsieg verbuchen zu können. Die Ausgangskonstellation deutet auf eine hochspektakuläre Partie im OSP hin – ähnlich wie in der Hinrunde. Damals gewann der USC nach 62:83-Rückstand zu Beginn des 4. Viertels noch sensationell nach Verlängerung mit 103:98. Es war ein denkwürdiges Match, das man als Augenzeuge nicht so schnell vergessen wird!

 An dieser Stelle nochmals die Info: Die Partie wurde wegen des Allstar-Games der NBBL, an dem USC-Rohdiamant Danilo Barthel teilnehmen darf, von Samstag, 19:30, auf Sonntag, 24.1.2010; 17:00, verlegt. Also ganz gewöhnliche Heimspielzeit und hoffentlich auch Spannung, Unterhaltung und Spaß im Olympiastützpunkt!

 Robin Herbert und Claus Ebert


Heftige USC-Niederlage in Cuxhaven

Sonntag, 17. Januar 2010 um 1:13 Uhr

Die Grenzen des Teams des USC Heidelberg in der Saison 2009/2010 zeichnen sich zusehends deutlicher ab: Gegen die Spitzenteams der Pro A steht man ganz offensichtlich auf  verlorenem Posten. Beim 81:108 (40:61) vor 1300 Zuschauern beim Tabellenzweiten in Cuxhaven hatte man jedenfalls nicht die geringste Chance. Im Grunde ist diese Erkenntnis nicht besonders verwunderlich, denn das Team, mit dem man in der vergangenen Saison erst nach einem allgemein beachteten Endspurt den sportlichen Abstieg vermeiden konnte, hat sich in seinen Grundstrukturen ja nur unwesentlich verändert. Bei realistischer Betrachtung dürfte der von Anfang an angestrebte Mittelfeldplatz das Höchste der Gefühle sein. Und auch das wird nur zu erreichen sein, wenn sich die USC-Spieler im weiteren Saisonverlauf zu einer besseren Teamleistung aufraffen können, als dies in den beiden Spielen gegen den TV Langen (82:83) und nun am Wochenende in Cuxhaven der Fall war.    

Ausschlaggebend für die klare Niederlage an der Nordseeküste war eine desolate Defensiv-Leistung im 2. Viertel, das mit 18:40 abgegeben wurde. Nach dem 1. Viertel hatte es noch danach ausgesehen, als könnte man ähnlich wie im Hinspiel (84:85) gut mit den „Nordlichtern“ mithalten. Vor allem Oliver Komarek zeigte viel spielerische Präsenz und sorgte nach dem anfänglichen 10:16-Rückstand mit 12 Punkten im Auftaktviertel maßgeblich dafür, dass das Spiel gedreht  und das Daume-Team mit einer ebenso überraschenden wie viel versprechenden 3-Punkte-Führung in die Viertelpause gehen konnte. „Bis dahin haben wir sehr gut gespielt“, meinte Torsten Daume nach dem Spiel. „Eigentlich waren wir auf einem guten Weg“.

Doch das zweite Viertel begann  das USC-Team  mit einem kaum erklärlichen Konzentrationsmangel. Dies führte beim Spielaufbau zu einer Reihe von Ballverlusten und in der Verteidigung in dieser Phase zu einer 75%igen Trefferquote der BasCats, denen geradezu „Narrenfreiheit“ eingeräumt wurde. Einem 9:0-Lauf der Gastgeber folgte bald danach gar ein 15:0-Lauf zum 48:29. Damit war natürlich bereits die Vorentscheidung gefallen. Auffallend waren einmal mehr die vielen „zweiten Chancen“, die das USC-Team den Gastgebern einräumte. Mitentscheidend für die klare Führung der BasCats war bis dahin auch deren überragende Dreierquote von 54% (7/13). Doch auch das war die Folge der erschreckenden Defensivleistung des USC. Beim Halbzeitstand von 60:41 für den Tabellenzweiten bestand nur noch wenig Hoffnung.

Im dritten Viertel lief es zwar wieder etwas besser für die Neckarstädter, aber eine nennenswerte Ergebniskorrektur gelang nicht. Die Matkevicius-Schützlinge konnten die Führung bis zum Ende des 3. Viertels gar noch leicht ausbauen (86:63). Beide Trainer setzten danach verstärkt ihre Bankspieler ein, ohne dass sich nochmals eine wesentliche Änderung des Spielgeschehens ergab. Über 93:63 kam der Tabellenzweite zu einem hoch überlegenen 108:81-Erfolg. „Keine Defense, schlechte Wurfauswahl, 0/7 Dreier von Jibril Hodges“, fasste Teambegleiter Jonas Kröper am Telefon seine Eindrücke zusammen.

Neben Oliver Komarek konnten beim USC ansatzweise noch Darren Williams mit neun Punkten und sieben Rebounds, Danilo Barthel (sechs Punkte, 5 Rebounds) und Sebastian Adeberg (15 Punkte, 6/8 Würfe aus dem Feld) den Erwartungen gerecht werden. Enttäuschend war dagegen insbesondere die Team-Leistung. „Cuxhaven hat  – vor allem im zweiten Viertel  - wirklich sehr gut gespielt. Dennoch haben wir beim Heimspiel gegen die Ballers aus Osnabrück als Kollektiv  am kommenden Wochenende viel gut zu machen!“ lautete das Resümee von Torsten Daume.

Cuxhaven: Dorris 28 (1 Dreier), Jeka 23 (5), Williams 15, Fuller 11, Wischnewski 11 (3), Hasenkamm 9 (3), Kesselring 4, May 4, Stachula 3 (1).

USC: Komarek 29 (1/3 Dreier, 8/12 Zweier, 10/11 Freiwürfe), Adeberg 15 (1), Vierneisel 11 (3/4 Dreier), Williams 9 (7 Rebounds), Barthel 6 (5 Reb.), Burleson 5, Hodges 4, Dietz 2, Hirschberg, Rodriguez, Hug.

 Claus Ebert


USC-Rückrundenauftakt im hohen Norden

Mittwoch, 13. Januar 2010 um 22:55 Uhr

Es ist schon wieder so weit: Die Hinrunde der Saison 2009/2010 der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist vorbei. Und so wie diese angefangen hat, beginnt die Rückrunde durch ein Kräftemessen mit den Cuxhaven BasCats, diesmal jedoch in der Stadt an der Nordsee. Satte 640 Kilometer trennen die Hafenstadt vom badischen Städtchen am Ende des Neckartals.

Auf Seiten der BasCats steht diese Saison der Heimkehrer Lee Jeka wieder auf dem Spielberichtsbogen. Und der letztjährige Freiburger schlug hervorragend  ein: Er ist ein absoluter Leistungsträger der Mannschaft und mit 18,2 Punkten bei 5,4 Assists ist der Brite einer der besten Guards der Liga. Auch Andreas Hasenkamm, der deutsche Aufbauspieler mit einer Größe von 1,92m hat seine Qualitäten, die er beim Auswärtssieg in Nördlingen zeigen konnte (12 Punkte, 4 Assists). Das Spiel zu machen ist auch Mark Dorris‘ Aufgabe, der vom College kam. Der 1,88m große US-Boy hat mit 17,4 Punkten und 3,3 Assists bisher eindrucksvolle Spiele zeigen können. Die großen Positionen besetzen der Ex-Schalker Sascha Kesselring, mit 2,09m und über 110 Kg ein reiner Centerspieler, sowie ein weiterer US-Amerikaner, Reggie Fuller. Die beiden kommen zusammen auf gute 20 Punkte und 12 Rebounds pro Partie. Power von der Bank bringt in erster Linie Power Forward Eric Williams, ein sprunggewaltiger Energizer.  

Der litauische Coach Vilmantas Matkevicius hat seine Schützlinge zu einer richtigen Einheit formen können, denn die BasCats sind zweiter in der Tabelle und haben seit dem achten Spieltag nur ein einziges mal verloren (72:80 in Karlsruhe). Hürden wie Nördlingen (94:73) oder auch Freiburg (93:74) nahm die Truppe mehr oder weniger mit links. Aber auch stärkere Gegner wie Kirchheim (86:76), Hannover (93:87) oder Chemnitz (in Chemnitz 81:69) konnten besiegt werden.

Dazu kommen noch weitere Faktoren, die den Metropolitanern zu schaffen machen werden: Die Cuxhavener sind die besten Dreierschützen der Liga (39%) und klauen wie die Elstern: 115 Bälle konnten die Jungs schon gewinnen (vgl. USC 98). Beim Hinrundenspiel, das das Team von der Küste mit 85:84 hauchdünn für sich entscheiden konnte,  bekamen die Heidelberger vor allem die Stärke von Jeka (25 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists) und  Williams (19 Punkte, 13 Reb) zu spüren. (Zusammenfassung auf „usc-hd.de“).

 Die Cuxhaven BasCats sind also wieder eine ganz harte Nuss für das Daume-Ensemble, welches nach der enttäuschen 82:83-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten TV Langen sicherlich auf Wiedergutmachung aus ist, wie schwierig die Aufgabe nun auch sein möge. Ein Sieg gegen den Tabellenzweiten würde ganz bestimmt viel Sicherheit verleihen, wäre aber wohl mehr als nur eine Überraschung.

 Robin Herbert und Claus Ebert


Sponsoren-Sportabend beim USC

Mittwoch, 13. Januar 2010 um 14:54 Uhr

Das Management des USC Heidelberg geht seit einiger Zeit  neue Wege und demonstrierte dies am Dienstagabend mit einem „Neujahrsempfang“ der besonderen Art. Die Sponsoren des Basketball-Bundesligisten waren eingeladen, sich in der ISSW-Halle unter fachmännischer Anleitung selbst ein bisschen sportlich zu betätigen und die „Leichtigkeit des Seins mit dem Basketball“ näher kennen zu lernen und zu erproben.

 Der Abend, der erfreulich großen Anklang fand, wurde mit einigen Übungen von Athletik-Trainer Manuel Ruep eröffnet. Viel Spass und einige akrobatische Einlagen standen beim anschließenden gemeinsamen Fußballspiel im Vordergrund. Es folgte eine kleine Einführung in die Grundlagen und ersten Geheimnisse des Basketballsports durch Alexander Schönhals, den hauptamtlichen Jugendtrainer des USC. Alle nutzten die Gelegenheit mit großer Begeisterung, sich im Werfen auf „die hohen Körbe“ zu versuchen. Zeitweise gab es beim abrundenden Basketballspiel erstaunliche Trefferquoten – beinahe jedenfalls.

 Bei einem netten Beisammensein wurde danach  eine Rückschau auf die traditionsreiche Zeit des USC vorgenommen und die  Zukunft hoffnungsvoll ins Auge gefasst. Vor allem über eines bestand bei den sich hieraus entwickelnden Gesprächen Einigkeit: Es soll weiter aufwärts gehen mit dem Heidelberger Traditionsverein!

 Claus Ebert


“Klassisch” verzockt!

Montag, 11. Januar 2010 um 2:33 Uhr

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es den  „Klassiker“ zwischen dem USC Heidelberg und dem TV Langen bereits und sehr oft war es so, dass dasjenige Team gewonnen hat, von dem man es weniger erwartete. So auch diesmal. Nach dem zuletzt erlebten Aufwärtstrend beim USC Heidelberg hatten viele Basketballfans wohl eher mit einem mehr oder weniger leicht heraus gespielten Heimsieg gegen den Tabellenletzten gerechnet, doch einmal mehr bestätigte sich das „Gesetz der Serie“ – am Ende hatten die „Giraffen“ die Nase vorn und kamen vor 730 Zuschauern im Heidelberger Olympiastützpunkt mit einem aufgrund des besseren Teamplays und der größeren Disziplin letztlich verdienten, wenn auch glücklichen 83:82 (42:45) zu ihrem dritten Vorrundensieg.

Von Anfang an lief es nicht gut beim USC Heidelberg, egal ob die Starting Five auf dem Parkett stand oder ob Trainer Daume kräftig durchwechselte – immerhin hatten acht USCler am Ende mehr als 10 Minuten Spielzeit. So oder so, es gab nur phasenweise ein gutes mannschaftliches Zusammenspiel, insgesamt zu viel Individualismus – und dies kostete letzten Endes auch den Sieg. Der Tabellenletzte machte das besser, ging durch seine drei besten Spieler, die drei Amerikaner Chappell, Hird und Arts, schnell mit 13:3 (5.) in Führung und wusste von da an, dass an diesem Tag eine Überraschung möglich sein würde.

Die Neckarstädter suchten und fanden – zunächst – ihr Heil aus der Dreierdistanz. Mit 5 von 10 Würfen „from downtown“ ging man bis zur Viertelpause 24:22 in Führung – ohne gut gespielt zu haben. Im 2. Viertel steigerten Hodges und Burleson vorübergehend ihre Individualleistung, doch die Gäste lagen hier dennoch zumeist in Führung – 26:28 (12.), 26:32 (14.), 33:36 (16.). Sieben Punkte von Hodges – in seiner besten Phase – sorgten für die zwischenzeitliche Wende – 38:36 (17.), Adeberg, nach tollem Zuspiel von Komarek, Burleson und Hodges stellten den 45:42-Pausenstand sicher. Bei etwas besserer Wurfquote (u.a. 2/8-Freiwürfe) hätten die Giraffen zur Pause allerdings führen können, ja müssen.

Auch im 3. Viertel (63:60) und im Schlussabschnitt (75:71, 36. Min.) plätscherte die Partie wie gehabt dahin, bis Eric Vierneisel mit vier Punkten 3:30 Min. vor dem Ende auf 79:71 erhöhte. Doch anstatt jetzt die Vernunft einzuschalten und unter Berücksichtigung der Uhr die Partie mit sicherem Positionsspiel, möglichst einigen leichten Punkten, eventuell von der Freiwurflinie,  und vor allem guter Defense „nach Hause zu schaukeln“, wollten Hodges und Burleson die Begegnung anscheinend rasch entscheiden und warfen zu früh von der Dreierlinie. Daneben.  Dies brachte Langen durch den besten Spieler des Abends, Alonzo Hird,  sowie durch 2 Freiwurfpunkte  von Kai Barth auf 79:75 (3 Minuten vor der Schlusssirene) heran. Zwei weitere Dreierfehlversuche von Hodges (diesmal mit Ablauf der 24-Sekundenregel) sowie von Vierneisel („in and out“) – und das einmal mehr enorm spannende Derby stand nach weiteren Körben von Kai Barth und Grauel eineinhalb Minuten vor Schluss 79:79. Freiwurf Komarek (80:79), Hird (80:81), „Boomer“ Williams (82:81, noch 40 Sekunden) – und 12 Sekunden vor Schluss verwandelte Chappell nervenstark zwei Freiwürfe zum 82:83-Endstand. Beim abschließenden USC-Angriff suchte Hodges den Weg durch die Mitte und dribbelte sich  fest.

„Eine sehr ärgerliche Niederlage“, meinte der frisch gebackene Vater eines Sohnes, USC-Trainer Daume, nach der Partie. „Die unglücklichen Wurfentscheidungen in der Schlussphase waren es aber nicht allein. Wir haben hier vor allem auch in der Defense die nötige Konzentration vermissen lassen und acht Punkte in 100 Sekunden abgegeben“.

USC: Burleson 23 (3/7 Dreier, 3 Assists), Hodges 16 (2/8 Dreier, 7 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Komarek 11 (2/4 Dreier, 9 Reb.), Vierneisel 9 (1/4 Dreier), Adeberg 7 (7 Reb., 5 Ass., 4 Steals), Barthel 6 (4 Reb.), Williams 6, Hirschberg 2, Dietz 2, Rodriguez, Hug.

Langen: Hird 18 (17 Reb.), Chappell 16 (2/7 Dreier), Arts 14 (2/3 Dreier), Henderson 9 (1/3), Grauel 8, Zazai 7, Völler 5, Kai Barth 4, Wiertel 2.

 Claus Ebert


Positive Vorrundenbilanz für den USC?

Samstag, 9. Januar 2010 um 21:15 Uhr

Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Dieser Grundsatz wird sicherlich auch am Sonntag mal wieder seine Gültigkeit haben, wenn im Heidelberger Olympiastützpunkt um 17 Uhr mit dem USC Heidelberg und dem TV Langen zwei Urgesteine des Zweitligabasketballs aufeinander treffen. Die bessere Ausgangsposition hat diesmal das Heidelberger Team. Nach dem glücklichen aber verdienten 95:94 in Essen könnte man mit einem weiteren Erfolg die Vorrunde sogar mit einer positiven Bilanz abschließen, was die Anzahl von Siegen und Niederlagen betrifft.

Die Aufgabe ist allerdings deshalb als besonders schwierig einzustufen, weil die „Giraffen“ mit dem Rücken zur Wand stehen und alles versuchen müssen, um durch eine Niederlage  im badisch-hessischen Derby den Anschluss zu den übrigen derzeitigen Abstiegskandidaten wie Nördlingen, Freiburg oder Essen nicht völlig zu verlieren. Dem Team von Trainer Fabian Villmeter gelangen bisher in 14 Spielen lediglich zwei Erfolge, gegen Crailsheim (99:75) und gegen Freiburg (71:66), womit man bereits zwei Siege hinter den weiteren Abstiegsaspiranten liegt. Dies liegt wohl in erster Linie an dem großen Aderlass, den die Giraffen nach der vergangenen Saison erlebten. Robin Benzing, als eines der größten Talente des deutschen Basketballs gehandelt, zog es in die BBL (nach Ulm), Sebastian Barth wechselte zum Aufstiegskandidaten nach Bayreuth und mit Koray Karaman (Karriere-Ende) und Topscorer Kyle Jeffers verließen weitere Schlüsselspieler den Verein. Am besten konnte noch der Weggang von Jeffers durch seinen amerikanischen Landsmann Alonzo Hird kompensiert werden. Dieser spielt mit 15,3 Punkten und 10,8 Rebounds bisher eine überragende Saison unter den Körben. Zu den verbliebenen Stammspielern Brandon Chappell (11 P., 3,4 Assists), Kai Barth (10,6 P., 3,1 A.) und Marco Völler gesellten sich Tobias Grauel (aus Wolfenbüttel), Roland Wiertel (Makkabi Frankfurt) sowie der Amerikaner Brian Henderson und zuletzt wurden noch Ahmadschah Zazai – für den zwischenzeitlich verletzten Kai Barth – und der amerikanische Forward Carl Arts verpflichtet. Inzwischen dürfte damit der Kader tief genug sein, um für das Spiel am Sonntag und für die Rückrunde personell gerüstet zu sein.

USC-Trainer Daume und seine Jungs werden gut beraten sein, die Partie mit äußerster Konzentration anzugehen, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. Oliver Komarek -  von der Liga ob seiner Energieleistung in Essen zum „Spieler des Tages“ gewählt -, Kapitän Sebastian Adeberg und die übrigen USC-Spieler haben aber ohnehin längst verinnerlicht, dass man Spiele in der Pro A nur mit allergrößtem Einsatz gewinnen kann. – Es sieht mal wieder nach einem großen, sicherlich hart umkämpften  Basketballspiel im OSP  aus!

 Claus Ebert


Glücklicher 95:94-USC-Sieg in einem hochdramatischen Basketballspiel

Montag, 4. Januar 2010 um 4:16 Uhr

Mit etwas gemischten Gefühlen fuhr der USC-Tross am Samstag zum ersten Spiel des neuen Jahres nach Essen zur Sporthalle „Am Hallo“. Zum einen hatten die Essener „Baskets“ zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen, zum anderen war Oliver Komarek aufgrund von Magen-Darm-Problemen keineswegs im Vollbesitz seiner Kräfte und Sebastian Dietz hatte die Reise nach Essen wegen gleichartiger Probleme erst gar nicht antreten können.

USC-Trainer Torsten Daume ließ zunächst Danilo Barthel anstelle von Komarek starten. Trotz veränderter Anfangsformation fanden die Heidelberger vor 1700 Zuschauern – darunter eine den USC kräftig anfeuernde Damen- und eine Herrenmannschaft aus Daumes früherem Verein Schwelm – im ersten Viertel bald zu ihrem gewohnten Tempospiel. Es entwickelte sich ein sehr flottes run-and-gun-Spiel mit zahlreichen spektakulären Aktionen und einem munteren Dreier-Festival bis zur Pause. Die Gastgeber hatten da 6/12, die Gäste vom Neckar 7/14 Dreier (Komarek 3, Hodges und Vierneisel je 2) zu Buche stehen. Auch sonst waren die beiden Mannschaften sehr ausgeglichen, nur die bessere Reboundquote (25:16) und die daraus resultierenden zweiten Chancen verschafften den „Baskets“, hervorragend geführt von Kepkay, über Howell, den wuchtigen Chones, Schröter und den effektiven Fiorentino bis zur Pause ein leichtes Übergewicht (55:52). Beim USC gefielen bis dahin Vierneisel, Adeberg, Burleson und  – mit einer bemerkenswerten Energieleistung – Komarek (bis dahin 3/5 Dreier) am besten. Bei Essen zog sich Fiorentino kurz vor dem Pausenpfiff eine Knöchelverletzung zu und konnte nicht mehr weitermachen. Ohne Zweifel ein Handicap für die Gastgeber.

In der 2. Halbzeit kam beim USC anstelle des durchaus überzeugenden Vierneisel zusehends Darrin „Boomer“ Williams zum Einsatz – und steigerte sich zu seiner bisher mit Abstand stärksten Vorstellung im USC-Dress. Mit insgesamt sieben Rebounds sorgte er maßgeblich für eine nach der Pause veränderte Reboundsituation und nunmehr leichte Reboundüberlegenheit des USC und auch beim Abschluss zeigte er sich mit 7 von 9 zeitweise äußerst wichtigen Würfen aus dem Feld in diesem so bedeutungsvollen Match von seiner besten Seite. Er war am Ende ein ganz wesentlicher Faktor für den Heidelberger Erfolg – nach welchem es beim fünften Dreier des starken Essener Centers Schröter zum 94:90 80 Sekunden vor Spielende schon  nicht mehr ausgesehen hatte. Doch wie bereits beim letzten Heimspiel gegen Freiburg bewies  das Daume-Ensemble erneut eine hervorragende Team-Moral und verkürzte zunächst durch einen Halbdistanzwurf von Williams zum 94:92. Nach einem Dreierfehlwurf von Schröter startete sofort der entscheidende Schnellangriff des USC, welchen Oliver Komarek mit einem Dreipunktspiel 35,7 Sekunden vor Schluss zum 95:94 abschloss. Längst hatte es keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen gehalten.

Nach Fehlwurf von Kepkay und Essener Offensivrebound wurde der nach der Pause auf Essener Seite überragende Howell 9,3 Sekunden vor der Schlusssirene gefoult, zeigte jetzt aber Nerven und vergab beide Freiwürfe. Nochmals holten die Gastgeber den Rebound, doch der Verzweiflungswurf von Kepkay in letzter Sekunde verfehlte das Ziel.

Torsten Daume zeigte sich in der Pressekonferenz hocherfreut über die Leistung seines Teams: „ Wir treten heute als ein sehr glücklicher Sieger die Heimreise an. Es war eine hoch  interessante Partie mit einer enorm spannenden Schlussphase. Entscheidend war, dass wir über weite Strecken die Attribute zeigen konnten, die uns auszeichnen – hohes Tempo und schnelles Scoring. Wichtig war zudem in der 2. Halbzeit die Umstellung auf Zone und die gute Verteidigung in den Schlusssekunden.“ Und Oliver Komarek verwies nochmals ausdrücklich auf  die gute Teamvorstellung. Auf die Bemerkung, dass Essen den Liga-Topscorer Hodges wohl gut kontrolliert habe, fand er die richtige Antwort: „Jibril Hodges kam zwar nur auf 11 Punkte, mit 7 Rebounds und 8 Assists hat er sich aber voll in den Dienst der Mannschaft gestellt“. Und dass er, Komarek,  selbst angesichts seines geschwächten Zustands die größte Leistung für den Teamgeist erbrachte, sei nochmals ausdrücklich erwähnt. – Ein glücklicher, aber ganz wichtiger, womöglich wegweisender USC-Sieg für das letzte Vorrundenspiel gegen den TV Langen, für die Rückrunde und die weitere Entwicklung des USC-Teams!

Stenogramm: 16:12 (5.), 31:32 (1. Viertel), 46:46 (15.), 55:52 (Halbzeit), 64:54 (25), 70:71 (3. Viertel), 87:83 (35,), 89:90 (38), 94:90 (39.), 94:95 (Endstand).

Essen: Howell 22 (1 Dreier), Schröter 22 (5), Kepkay 20 (3), 8 Rebounds, 5 Assists, Chones 12 (15 Reb.), Fiorentino 12 (1),  Terdenge 4, Obradovic 2.

USC: Komarek 21 (4), 5 Reb., Burleson 20 (1), 10 Ass., Adeberg 16, Williams 15, 7 Reb. Hodges 11 (3), 7 Reb., 8 Ass., Vierneisel 10 (2), Barthel 2, Hirschberg, Hug, Rodriguez, Debus.

Claus Ebert


Reizvolle Ausgangsposition für USC-Team.

Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 3:14 Uhr

Der USC Heidelberg kann ganz entspannt am Samstag in den Ruhrpott reisen. Schließlich hat man zuletzt das wichtige Spiel gegen den USC Freibug – wenn auch sehr glücklich nach Verlängerung mit 108:94 – gewonnen und zudem hat der Weihnachtsurlaub allen wirklich gutgetan, auch wenn die Nach-Hause-Reise nicht für jeden planmäßig verlief: Lyndale Burleson war am Dienstag  vor Heiligabend immer noch in Heidelberg; das Wetter hatte seinen Flug ausfallen lassen. Doch irgendwie konnten alle die wohlverdiente Kurzpause nutzen, ob im Raum Heidelberg  oder doch noch in den Staaten bei der Familie. Rein sportlich hat das Team zum jetzigen Zeitpunkt schon sechs Siege zu verbuchen, auch das macht das Aufeinandertreffen mit den Baskets zu keinem Spiel, das unbedingt gewonnen werden muss.

Andererseits nehmen die Neckarstädter diese Partie selbstverständlich sehr ernst, denn zum einen könnte man sich mit einem Sieg weiter von den hinteren Tabellenregionen entfernen, zum anderen aber haben die Essener  einen starken Kader für 2009/2010 zusammengestellt. Der nachverpflichtete Kanadier Tyler Kepkay spielt bisher eine überragende Saison, ist mit 19,1 Punkten der Dritte auf der Liga-Scoringliste und nach Emanuel Holloway (UBC Hannover) einer der größten Verfolger von Jibril Hodges, der mit exakt 23,0 Punkten pro Partie derzeit ebenfalls Traumzahlen auflegt. Kepkay, der Spielmacher des Teams, verteilt nebenbei noch 3,3 Assists. Auch sein Backcourt-Partner, Keonta Howell, kommt aus Übersee: Der 1,98m große Shooting Guard ist US-Amerikaner und leistete mit 15,4 Punkten bisher ebenfalls gute Arbeit. Sebastian Schröter, der die Position 4 bei den Ruhrstädtern spielt, hält trotz seiner 2,07 m ähnlich oft „from Downtown“ drauf wie Oli Komarek. Und er traf bisher extrem gut: 42,3 % seiner Dreier fanden ihr Ziel. Kendall Chones, 2,01-Forward, kam genau wie Kepkay während der Saison und hilft Schröter, Mirko Anastasov, früherer Tiger aus Tübingen, und Routinier Gerrit Terdenge unter den Körben.

Die Essener haben ihre letzten drei Spiele gewonnen, bei denen die Gegner direkte Konkurrenten waren: in Langen hieß es nach spannender Schlussphase 76:73. Eine Woche zuvor wurde ein 72:59- Sieg aus Freiburg mitgenommen (Kepkay 22 Pkt.) und auch Anfang Dezember konnte die Truppe gegen Crailsheim gewinnen (92:78). Hier steuerte Kepkay 26 Punkte bei (5/8 Dreier) und auch Schröter (20) und Howell (19) spielten sehr erfolgreich . Noch eins für die Statistik-Freaks: Die Jungs aus dem Ballungsraum Rhein-Ruhr haben mit 74,5 Prozent die beste Team-Freiwurfquote der gesamten Liga. Auch das ist sehr bemerkenswert, denn andere Teams rangieren im 60-Prozent-Bereich.

 Natürlich wäre ein Heidelberger Sieg eine schöne Sache, aber wie schnell ein Basketballspiel verloren ist, zeigt eine kleine Reminiszenz an das erste USC-Spiel des Jahres 2009, als in der Karlsruher Europahalle am 3.1. ein Roessler-Dreier zum 70:67 mit der Schlusssirene alle Heidelberger Hoffnungen auf die schon sicher geglaubte Verlängerung zerstörte.

 Am Samstag werden die Jungs von Torsten Daume daran aber sicherlich nicht mehr denken, sondern sich voll und ganz auf das Spiel in Essen konzentrieren. Auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2010!

 Robin Herbert und Claus Ebert


Das Glück kam zum USC Heidelberg zurück

Montag, 21. Dezember 2009 um 0:57 Uhr

Alles gleicht sich im Sport auf die Dauer aus: So unglücklich  die Spieler des USC Heidelberg letzte Woche das Spiel in Crailsheim nach Verlängerung verloren, so glücklich durften sie sich am Sonntagnachmittag nach der Partie gegen den Namensvetter aus Freiburg schätzen. Und aufgrund der großartigen kämpferischen Leistung in der 2. Halbzeit war der 108:94-Erfolg nach Verlängerung vor am Ende völlig begeisterten 650 Zuschauern letztlich auch durchaus noch verdient! Beim 85:90 nach vier verwandelten Freiburger Freiwürfen von Sharda und Robinson sah es kurz  vor Schluss der regulären Spielzeit allerdings nach allem anderen als nach einem Heidelberger Sieg aus. Time out Heidelberg – noch 27 Sekunden zu spielen!

 Doch erst einmal der Spielfilm bis dahin: Die Jungs von Trainer Daume eröffneten die Partie, als handelte es sich um ein Freundschafts- und nicht um ein „Vierpunktspiel“ zweier Teams aus dem hinteren Tabellenbereich. „Fateaway-Shot aus der Drehung von Oliver Komarek, Ballverlust Adeberg, verlegter Korbleger Hodges, Ballverlust Komarek – nicht unbedingt Aktionen, die einem Trainer Freudentränen in die Augen treiben. Folge war ein 0:5 für Freiburg durch den stark spielenden Petric. Vom Ergebnis her nicht besorgniserregend, doch es fehlte auf Heidelberger Seite an der nötigen  Konzentration, Freiburg war erst mal im Spiel und vor allem – diese Grundkonstellation setzte sich bis zum 37:45-Pausenstand fort. Nur Jibril Hodges und vor allem Eric Vierneisel waren auf Seiten der Gastgeber zielstrebig und fokussiert in die Begegnung gestartet. Im 2. Viertel gesellten sich Sebastian Adeberg und der später überragende Lyndale Burleson hinzu – doch die beiden Freiburger Guards Petric und Sharda sowie Robinson kontrollierten das Spielgeschehen und unter den USC-Fans auf der Tribüne herrschte zur Pause große Nachdenklichkeit vor. Das sah nicht gut aus! „Unsere Fehlerquote in der 1. Halbzeit war unglaublich hoch“, meinte Trainer Daume in seinem Resümee.

Immerhin kamen die Daume-Zöglinge ganz anders aus der Kabine. Sofort brachten ein Dreier von Hodges sowie schnelle Körbe von Adeberg und Burleson das Heim-Team auf 44:45 heran. Doch die Freiburger hatten während der 1. Halbzeit genügend Selbstsicherheit gewonnen und ließen sich – weiterhin fast nur mit ihrer Startformation agierend – jetzt nicht mehr beeindrucken. Hodges und Burleson spielten nun groß auf, doch Petric, Sharda und der Kanadier Hunter fanden zunächst immer die richtige Antwort und Freiburg führte nach dem 3. Viertel immer noch mit 67:63.

Für die Zuschauer entwickelte sich jetzt ein mitreißendes, dramatisches Match, das die Gastgeber durch zwei technische Fouls, zunächst gegen Barthel, dann gegen Vierneisel, beide ansonsten mit guter Leistung – kurioserweise jeweils nach eigenen Körben – doch wieder aus den Händen zu geben schienen. Vor allem nach dem vielversprechenden 85:86-Anschluss durch Vierneisel und dessen durch Reklamation folgenden „Technischen“ nutzten die Gäste 4 Freiwürfe zum 85:90.  Noch 27 Sekunden – die Freiburger hatten den Sieg in der Hand! Doch:

Dreier Hodges, sofortiger Ballgewinn durch Komarek, Burleson zum 90:90 (20 Sekunden vor Ende der regulären Zeit), der letzte Dreier von Sharda geht – nach guter Defense der Gastgeber – daneben. Verlängerung! Und große Begeisterung und Vorerwartung auf der Tribüne. Das Publikum spürte, dass die Partie doch noch zu einem positiven Ende für Heidelberg führen würde. Und so war es dann auch. In der Verlängerung ließen vor allem die insgesamt überragenden Hodges und Burleson sowie Mannschaftskapitän Adeberg den Gästen keine Chance mehr. Über 95:90 und 106:93 kam es zum 108:94-Endergebnis. „Ein glücklicher Sieg“ und „mit blauem Auge davongekommen“ lauteten die Kommentare der USC-Fans nach der Partie. – Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es übrigens am 29. Dezember mit einem Trainingsspiel gegen ein litauisches Team (2. Liga), ca. 19 h OSP,  weiter. Und am 2. Januar folgt in Essen das vorletzte Spiel der Pro A-Vorrunde.

 USC HD: Burleson 34 (14/20 Feldwürfe, 2/4 Dreer, 5 Assists, 4 Steals), Hodges 31 (5/7 Dreier, 3 Assists, 2 Steals), Vierneisel 13 (5/7 Feldquote, 1/3 Dreier, 4 Rebounds), Adeberg 12  (5 Rebounds), Barthel 8 (5 Rebounds) – für´s U 20 ALLSTAR-GAME am 29.12. in Bonn nominiert! -, Komarek 6 (9 Rebounds), Hirschberg 2, Williams 2, Dietz, Rodriguez, Hug, Debus.

Freiburg: Petric 22 (3/7 Dreier), Sharda 22 (3/10), Robinson 17, Hunter 13, Grübler 10, Roquette 8, Evans 2.

 Claus Ebert


Weihnachtsgeschenk für die Fans des USC Heidelberg?

Mittwoch, 16. Dezember 2009 um 21:46 Uhr

Für das letzte Spiel des Jahres 2009 hat sich das Team von Trainer Daume noch einmal viel vorgenommen. Schließlich gab es nach der Siegesserie, die beim Pokalspiel in Lich (94:91) begann und in Kirchheim (105:98), gegen Nördlingen (96:83) sowie in Jena (98:90) ihre Fortsetzung fand, für die Neckarstädter zuletzt wieder drei Niederlagen (Karlsruhe 89:101; in Stahnsdorf – Pokal – 79:89; in Crailsheim 89:102 n.V.). Allerdings waren  hierbei Leistungsträger wie  Jibril Hodges und Eric Vierneisel zeitweise nicht voll belastbar bzw. erst gar nicht mit von der Partie.

Der Gegner beim letzten Spiel vor Weihnachten heißt USC Freiburg. Nach der letzten Saison waren die Breisgauer sehr überrascht, denn im Grunde hatten sich alle bereits auf ein Jahr in der Regionalliga eingestellt. Doch  obwohl man eigentlich sportlich abgestiegen war, bekam der USC Freiburg im Nachrückverfahren plötzlich die Möglichkeit aufzusteigen. Die Verantwortlichen zögerten nicht lange und wollten die Gunst der Stunde nutzen, um weiter im Profibereich spielen zu können.

 Natürlich hieß das Saisonziel erst einmal „Klassenerhalt“, doch siehe da: am 12. Spieltag steht der USC Freiburg keinesfalls auf einem Abstiegsplatz. Punktgleich mit Jena und Nördlingen belegen die Jungs von Markus Zilch die 12. Tabellenposition. Es könnte sogar noch besser aussehen, wenn es gelungen wäre, gegen direkte Abstiegskonkurrenten in Langen (66:71) oder gegen Essen (59:72) Zählbares zu holen. Demgegenüber handelten die Südbadener nach dem Motto: Wenn man nicht gegen die vermeintlich Schwachen gewinnt, werden eben die Teams aus der oberen Tabellenhälfte zum Duell gebeten. Mit Erfolg: Karlsruhe wurde mit 67:66 geschlagen und sogar bei den Kirchheim Knights  konnte die Mannschaft mit 80:66 das Spielfeld als Sieger verlassen .

 Der Freiburger Spielmacher der letzten Saison, Lee Jeka, verließ das Team zum Rundenbeginn in Richtung Cuxhaven, von den Stammkräften des Pro B-Teams wurden lediglich der deutsche Center Christoph Roquette (bisher 13,3 Punkte pro Spiel) sowie der erfahrene Guard Marin Petric behalten. Starke Alternativen kamen hinzu: Der bereits zweitligabewährte Andrew Hunter (Kanada), der bisher 12,1 PPS beisteuerte, Aufbauspieler Anish Sharda (bisher starke 4,4 Assists) und Gerald Robinson (USA), mit 2,06m ein sehr großer Flügelspieler, der immer mal wieder für ein “Double-Double“ gut ist. Überhaupt ist das Freiburger Team sehr lang gewachsen. Der kleinste Spieler ist 1,86m groß. Das dürfte für die Heidelberger ein Problem bei der Reboundquote werden. Apropos Rebound: 2,11m und 120 Kilo? Diese Werte schreien förmlich nach Rebounds. Lars Grübler, auf den diese Werte passen,  holte davon bisher annehmbare 4,4 pro Spiel.

 Das hört sich zunächst wieder nach keiner leichten Aufgabe für die Daume-Jungs  an, aber vor heimischem Publikum müsste mit einem gesunden Vierneisel oder einem guten Williams dennoch etwas drin sein. Letzterer demonstrierte am Wochenende in Crailsheim (8 Punkte, 11 Rebounds und ein Monsterblock) endlich, dass er mehr draufhat als er in den ersten Spielen für den USC zeigen konnte.

Die Mannschaft von Torsten Daume ist so oder so voll und ganz auf einen positiven Ausgang des „kleinen“ Baden-Derbys fokussiert und würde sich am Sonntag ab 17 Uhr im OSP natürlich auch selbst am liebsten einen Sieg unter den Weihnachtsbaum legen.

 Robin Herbert und Claus Ebert