Back on track
Der USC Heidelberg ist zurück in der Erfolgsspur! Zu Gast bei den Saar-Pfalz Braves gelang den Neckarstädtern ein rundum überzeugender 98:81-Derbysieg. Das letzte Viertel wurde 21:8 gewonnen – Ein Gegensatz im Vergleich zur Leistung in der Schlussphase gegen Nürnberg (10:22). Erstmals verließen die Kurpfälzer das Sportzentrum Homburg-Erbach mit zwei Punkten im Gepäck. Mit einer Bilanz von 6 Siegen und 6 Niederlagen hat man sich wieder einen Playoffplatz geangelt.
Die beiden Verletzten, Jerrell Williams beim USC und Dmitriy Cheremnykh bei den Braves, waren beide wieder spielbereit. Doch zunächst begann Headcoach Uwe Sauer mit Burgess, Sargent, Heindel, Watts und Schoo. Auch sein Gegenüber, Nenad Josipovic, ließ den frisch genesenen Russen zunächst auf der Bank.
Die Partie begann rasant, ein ums andere Mal fielen Würfe auf beiden Seiten. Clint Sargent traf einen Dreier zum 10:10 in der 4. Minute. Es entwickelte sich ein hin und her in Viertel eins, das erst durch schnelle sechs Heidelberger Punkte in der letzten Minute entschieden wurde (17:23). In Abschnitt zwei konnten sich die USCler ein wenig absetzen.
Björn Schoo, der wieder eine grundsolide Leistung zeigte und seine ansteigende Formkurve bestätigen konnte, traf zum 25:32 in der 14. Minute. Schoo ging dieses Mal auch ganz klar wieder dorthin, wo es weh tat: Nach einem Stoß fiel der 2,13m-Hüne gegen Ende der ersten Halbzeit auf die Hüfte und konnte für einige Zeit nicht eingesetzt werden. Letztendlich rappelte er sich aber auf und spielte die letzten 20 Minuten durch – ohne Foultrouble. „Im Moment geht’s noch, solange es warm ist, aber mal sehen, wie es sich morgen anfühlt.“, sagte Schoo nach dem Spiel. Jedenfalls merkte man ihm die Verletzung kaum an.
Beim Stand von 41:47 ging es in die Kabinen. Dann kam der große Auftritt von Rob McKiver, den die Heidelberger in dieser Phase nicht unter Kontrolle bringen konnten. Glücklicherweise hielt Clint Sargent sehr engagiert dagegen.
Sprung in die 23. Minute: Schoo klaut Lee Jeka den Ball und wundert sich, dass dieser nicht hinterherrennt – Schoo dunkt einhändig zum 49:57. Auszeit Braves. Weitere Treffer von McKiver und Robert Cardenas brachten die Kurpfälzer nicht in Verlegenheit. Burgess verwandelte einen Dreipunktwurf zum 60:68 in Minute 28. Doch dann ein letztes Aufbäumen der Saarländer: Ein 8:0-Lauf brachte die Homburger nochmal auf 68:70 heran. Getragen von seinem lautstarken Anhang ließ der USC dann aber in Viertel vier keine Frage mehr offen, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Sanijay Watts, Paul Zipser, Björn Schoo und Clint Sargent sorgten für eine komfortable 76:86-Führung. Den Game Winner erzielte abermals Paul Zipser – der 17-jährige frisch gekürte Youngster des Monats November netzte einen Dreier zum 76:89 ein. Spätestens jetzt hatte der Gästeblock die Halle fest im Griff.
Der „Game Plan“, basierend auf einer guten Verteidigungsarbeit, konnte gut umgesetzt werden. Die Braves waren nur bei 37 % ihrer Feldwürfe erfolgreich – selbst traf man 51 %. Überragend auch die 17/19-Freiwurfquote. Bemerkenswert auch, dass die Heidelberger Point Guards Kai Barth und Charlie Burgess die besten Wurfquoten aller Spieler der Partie hatten. Burgess spielte wie ausgewechselt und erzielte 21 Punkte, 9 Assists und 5 Rebounds – mit seiner Leistung steht und fällt der Erfolg des Teams. Auch Barth nutzte seine Einsatzzeit sehr effektiv.
Auf dem Fahrplan steht nun das Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins am kommenden Sonntag im OSP, danach fahren die Neckarriesen zum Aufsteiger nach Ehingen. Zwei hoch interessante und wieder einmal richtungsweisende Spiele für den USC stehen somit noch vor der kurzen Weihnachtspause an. Die Rückrunde beginnt am 8. Januar 2012 mit einem Heimspiel gegen Chemnitz.
Saar-Pfalz Braves: McKiver 29 Punkte (4 Dreier, 3 Assists, 3 Rebounds), Karamatskos 11, Cardenas 10 (7 Reb), Jeka 10 (4 Reb, 4 Ass), Damjanovic 9, Reed 8, Catovic 2, Cheremnykh 2, Land – Valentic, Göhring.
USC Heidelberg: Sargent 22 (4/8 Dreier, 3 Reb, 3 Ass, 2 Blocks), Burgess 21 (5 Reb, 9 Ass, 4 Turnovers), Watts 16 (4 Reb), Schoo 13 (7 Reb, 1 Blk), Zipser 11 (5 Reb, 2 Blk), Heindel 8, Komarek 4, Barth 3, Williams (3 Reb), von Fintel – Kuhn.
Text und Bilder: Robin Herbert
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