Das nächste Derby steht an
Zum 13. Spieltag reist der USC Heidelberg am Samstag nach Homburg an der Saar. Dort warten die Saar-Pfalz Braves auf die Kurpfälzer. Damit steht nur wenige Tage nach dem Baden-Derby gegen die BG Karlsruhe ein weiterer Südwestklassiker auf dem Programm. Es geht für die Sauer-Schützlinge darum, an der verbesserten Verteidigungsarbeit des letzten Spiels gegen den NBC anzuknüpfen und nach Möglichkeit die Saisonbilanz wieder auszugleichen, die zuletzt auf 5 Siege und 6 Niederlagen abgerutscht war.
Vor allem für die beiden Heidelberger Big Men Oliver Komarek und Björn Schoo ist das Aufeinandertreffen mit den Saarländern immer wieder etwas Besonderes: Beide spielten jeweils eine Saison in ihrer Karriere für die Braves. Auch Headcoach Uwe Sauer stand bereits in der Coaching Zone der Braves. Auf der anderen Seite ist es ähnlich: Mario Göhring, inzwischen für Homburg aktiv, spielte 2008/2009 für den USC. In den bisherigen Spielen gegen Heidelberg hatten meist die Braves am Ende die Oberhand: 2010/2011 gewannen die „Mutigen“ ihr Heimspiel denkbar knapp mit 78:75, da Jason Jamerson das Spiel an der Freiwurflinie über die Runden brachte und alle seiner sechs Versuche traf. Im Olympiastützpunkt dagegen ging das Spiel mit 69:82 doch deutlich an die Josipovic-Truppe. Der letzte Sieg gegen die Braves gelang dem USC in der fulminanten Schlussphase der Saison 2008/2009.
Mit Robert McKiver haben die Homburger einen herausragenden Scorer in ihren Reihen (20,7 PPG), der US-Amerikaner konnte von der gegnerischen Verteidigung erst in vier Partien unter 20 Zählern gehalten werden. Auch Lee Jeka, aktueller Spieler des Jahres der Pro A (15,5 PPG; 5,7 APG), Travis Reed (11,0 PPG; 5,8 RPG) sind ganz entscheidend für die Offensivleistung verantwortlich. Außerdem verfügen die Braves auch dieses Jahr über Scharfschützen Mirko Damjanovic (42,6 % 3er) und haben Kosta Karamatskos vom Erstligaclub TBB Trier unter Vertrag genommen. Nach einem Bruch des Schildknorpels wird der 2,13m-Hüne Dmitriy Cheremnykh den Braves unter den Brettern wohl weiterhin fehlen. Auf Heidelberger Seite ist der Einsatz von Jerrell Williams nach dessen Gehirnerschütterung noch offen. Es wird sich zeigen, wie weit Jerrell bis Samstag genesen sein wird.
Die Braves besitzen einen Kader voller Hochkaräter und gehen gerade als Folge des Heimvorteils als Favorit in dieses Spiel. Die Saarländer befinden auf einem nicht gerade komfortablen 12. Tabellenplatz und brauchen jeden Sieg – genau wie der USC. Es ist keine Frage, dass beide Mannschaften mit einem besonderen Ehrgeiz in diese Partie gehen werden. Die Kurpfälzer arbeiten im Training konzentriert auf den Samstag hin und werden versuchen, die positiven Aspekte der vergangenen Rückschläge herauszupicken und diese in das Derby einzubinden, sodass endlich wieder zwei Punkte an den Neckar kommen. Zu wünschen wäre es Heindel & Co. allemal.
Saar-Pfalz Braves – USC Heidelberg: Samstag, 3. Dezember, 19 Uhr
Sportzentrum Homburg-Erbach, Steinbachstraße 111, 66242 Homburg/Saar.
Robin Herbert
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