Leistung bestätigt

Am Sonntagabend gewann der USC Heidelberg auch sein zweites Spiel im Jahr 2012. Diesmal schlug die Sauer-Truppe Science City Jena mit 94:78 (43:29). Gerade erst vor einer Woche begeisterten die Heidelberger bei ihrem 96:77-Erfolg über die BV Chemnitz 99 – und schon wieder durften sich die 900 Zuschauer im Olympiastützpunkt über einen USC-Sieg freuen. Zum Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC am kommenden Sonntag fährt man mit viel positiver Energie.

Paul Zipser bei einem Korbleger (Foto: Thomas Schippl).

Paul Zipser bei einem Korbleger (Foto: Thomas Schippl).

Björn Schoo verletzte sich bereits vor einiger Zeit an einer Patellasehne – gegen Chemnitz konnte er noch auflaufen, gestern gegen Jena ging es nicht. „Ich muss sehen, wie es sich entwickelt, abwarten.“, meint der 2,13m-Center zu seinen Genesungsfortschritten. Da Schoo also erstmals in seiner USC-Zeit verletzungsbedingt ausfiel, starteten Paul Zipser, Sanijay Watts, Charles Burgess, Clint Sargent und Janis Heindel in die Partie. Für Jena agierten Kenny Barker, Eric Vierneisel, Jeremy Black, Tyler Kepkay und Tim Schwartz von Beginn an. Nach einem Dreipunktspiel von Charlie Burgess stand es in der dritten Spielminute 7:7. Kapitän Janis Heindel handelte sich schnell zwei Fouls ein, sodass Oliver Komarek früh eingewechselt wurde. Durch einen Dreier von Eric Vierneisel führte Jena zwischenzeitlich mit 12:9 (4.), allerdings konnten sich die Ostdeutschen glücklicherweise nicht weiter absetzen. Nach den ersten zehn Minuten führte Heidelberg knapp mit 21:18. Es war ein schneller Auftakt mit insgesamt 37 Wurfversuchen, jedoch lagen die Trefferquoten auf beiden Seiten bei unter 50 Prozent. In Viertel zwei kam dann auch Jerrell Williams in Fahrt: Der 2,03m-Forward erzielte einen Korbleger zum 25:23 (12.), später traf er sogar nach einem unsportlichem Foul von Christoph Roquette. Ein 9:0-Lauf bescherte dem USC eine 11-Punkte-Führung in der 26. Minute. Die tolle Stimmung in der Halle verbesserte sich noch weiter als Kai Barth den ersten Dreier des Spiels für die Kurpfälzer in der 17. Minute traf. Mit einem ordentlichen Polster, das in den zweiten zehn Minuten mit einer sehr starken Defensive erarbeitet worden war, gingen die Neckarstädter in die Kabine.
Ein Zweipunktwurf von Janis Heindel schraubte die Führung erstmalig auf 20 Zähler hoch (24.). Sanijay Watts verwandelte einen „Circus Shot“ mit Foul und Bonuswurf zum 64:41 (28.). Nun legte Jena auf der Aggressivitätsskala einige Schippen drauf. Ganze 35 Fouls begangen die Saalestädter, davon 18 in der zweiten Halbzeit.
Trotz dieser Änderung des Charakters des Spiels blieb der USC völlig ruhig und kontrolliert  und brachte das Spiel souverän nach Hause. Selbst schnelle, „wilde“ Dreier brachten  die Spieler von Trainer Georg Eichler nicht näher als acht Punkte (36.) heran. Das Spiel wurde dann ob der vielen Foulpfiffe recht zäh; Kai Barth zeigte in dieser Phase seine Qualitäten als sicherer Freiwurfschütze (11 von 11!). Als letztes Schmankerl des Spiels konnte das Publikum den zweiten Saison-Dunk von Sanijay Watts zum Endstand von 94:78 bestaunen.

Stimmen zum Spiel:
Ronald Merriwether, Assistenztrainer:
„Wir wissen, dass es spannend wird, denn alle wollen in die Playoffs. Ich kenne diese Drucksituation, wir hatten dieses Jahr eine Niederlagenserie, wir hatten letztes Jahr ganz schwache Phasen. Aber jetzt haben wir das Momentum auf unserer Seite, wir sind inzwischen immerhin Vierter. Am besten packen wir das Momentum mit in den Bus nach Weißenfels.“

Uwe Sauer, Cheftrainer:
„Wir haben Jena heute nie ins Spiel kommen lassen. Wir waren ein bisschen verärgert von dem Kommentar in der Vorschau: Unbeständig und wenig strukturiert sei unser Spiel. Schade für die Fans, dass die Partie sich letztlich so in die Länge zog – aber schön zu sehen, dass kontinuierlich immer mehr Zuschauer zu unseren Spielen kommen. Es wird immer besser hier!“

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ist Heidelberg optimal ins neue Jahr gestartet; gegen Jena und Chemnitz wurde jeweils der direkte Vergleich gesichert. Diese vier errungenen Punkte sind immens wichtig, wenn man auf das schwere Programm schaut, das sich ankündigt: Am nächsten Sonntag ist man zu Gast beim Mitteldeutschen BC, dem Goliath der Liga schlechthin; darauf folgt das Heimspiel gegen Aufsteiger Leitershofen. Danach müssen die Heidelberger in Essen antreten, spielen dann zu Hause gegen schwer berechenbare Cuxhavener und reisen anschließend nach Paderborn – es stehen ganz schwere Wochen vor den Basketballern des USC Heidelberg. Konstant harte Arbeit ist Trumpf! Gut für alle zu wissen, dass der Tank mit Selbstvertrauen nach den beiden Heimsiegen gut gefüllt ist.

USC Heidelberg – Science City Jena: 94:76 (21:18, 22:11, 22:16, 29:31)

Heidelberg: Barth 20 (11/11 FW, 7 FD), Watts 20 (9/13 FG, 6 Reb), Williams 15 (9 Reb), Burgess 14 (6 Reb, 3 Ass, 8 FD), Heindel 13 (5/6 FG, 6 Reb, 2 Stl, 1 Blk), Sargent 5 (2 Reb, 3 Ass), Zipser 4 (2 Blk), Komarek 3 (2 Reb), von Fintel (2 Reb, 2 Ass) – Kuhn.

Jena: Black 21 (7 Reb, 11 FD, 2 Stl), Kepkay 17 (2 Ass), Barker 13 (6/8 FG, 4 Reb), Reyes-Napoles 10 (3/5 3Pkt, 2 Stl), Vierneisel 6 (4 Reb), Roquette 4, Schwartz 3 (6 Reb, 2 Ass, 1/11 FG), Voigtmann 2 (3 Reb), Adams (3 Reb, 3 Ass, 0/5 FG)

Robin Herbert


Vorherige News:
Nächste News:

Zurück zur Übersicht