Offensivduell beim Heimspiel gegen Osnabrück
Die GiroLive-Ballers Osnabrück sind genau wie der USC Heidelberg eine Mannschaft, die auf spektakuläre und zahlreiche Angriffsaktionen gepolt ist. Die Hemmung, erbarmungslose Verteidigung zu spielen, müssen die Daume-Schützlinge also gerade gegen die Niedersachsen überwinden, ansonsten könnte es durchaus sein, dass sie wieder einmal mehr als 100 Punkte kassieren.
Die Truppe des – längst akklimatisierten – Pro A-Neulings hat es in sich! Der Topscorer der Mannschaft heißt Steve Wachalski und ist – ausnahmsweise – Deutscher. Er konnte bisher 17,3 Punkte pro Spiel erzielen und netzt trotz seiner 2,02 m hochprozentig von außen ein: 48 Prozent lassen keine Fragen offen. Ähnlich gut trifft Routinier Jan Rohdewald, der mit 39 Prozent Dreier auch keine Sekunde aus den Augen gelassen werden darf. Der 1,94m große Small Forward ist bereits 36 Jahre alt. Das gesamte Team ist nicht sehr jung: Der jüngste Spieler, Steffen Behrens, ist 1987 geboren. Also ein absoluter Erfahrungs-Pluspunkt der Mannen aus dem Teutoburger Wald. Bei den langen Kerls sollte man sich den Namen Michael Buse merken, der 2,07m-Mann hat auch schon eine Reihe hervorragender Spiele in seiner Karriere absolviert und ist mit 13,2 Punkten pro Partie in der Top 50 der Liga zu finden. Auch die Amerikaner der „Ballers“ müssen keinen Vergleich scheuen: Torvoris Baker ist einer von den vieren, er ist Forward, erzielt 14,3 Punkte und starke 9,3 Rebounds und dürfte nach zwischenzeitlicher Verletzung wieder besonders zu beachten sein. Pointguard Dustin Pfeifer, Ex-Chemnitzer, ist ebenfalls wieder genesen und darf mit 13,6 Punkten und 4,5 Assists natürlich auch nicht vergessen werden, genauso wenig wie 1,93m-Guard Ty Harrelson oder Nicholas Michael, der allerdings in letzterer Zeit nur wenig Einsatzzeit erhielt. Auch Igor Simin, der erst vor zwei Spieltagen aus Speyer kam, hat zweimal hintereinander 17 Punkte erzielt. Auch nicht schlecht! Er gilt zudem als guter Verteidiger.
Als Mannschaft erzielt die Truppe 87,8 Zähler und ist damit in diesem Bereich der größte Verfolger der offensiv ausgerichteten Daume-Truppe.
Am vergangenen Spieltag gab es eine 85:95–Niederlage nach Verlängerung gegen Essen, doch die Osnabrücker haben auch einige hervorragende Ergebnisse vorzuweisen: Gegen „Überflieger“ Bayreuth zogen die Niedersachsen erst nach 45 Minuten den Kürzeren (93:97). 88:66 gegen Freiburg (ohne Pfeifer und Baker), 96:93 n.V. in Kirchheim (Harrelson 25;9 Assists), 103:100 n.V. gegen Kaiserslautern (Buse 25; 9 Reb; Baker 22;13 Reb), 91:83 gegen BG Karlsruhe (Wachalski 27; 3 Dreier; Rohdewald 21; 5 Dreier) ) oder auch 92:80 in Essen am ersten Spieltag (Pfeifer 18/7 Ass). Oder: Trotz der am Ende unglücklichen Niederlage in Crailsheim (91:93) erzielte Steve Wachalski dort ein 30-10-Spiel, 31 Punkte und 11 „Boards“, um genau zu sein.
Die Ballers Osnabrück haben also hochkarätige Spieler an Bord, was es dem USC keinesfalls einfach machen wird, den ersten 2010-Heimsieg verbuchen zu können. Die Ausgangskonstellation deutet auf eine hochspektakuläre Partie im OSP hin – ähnlich wie in der Hinrunde. Damals gewann der USC nach 62:83-Rückstand zu Beginn des 4. Viertels noch sensationell nach Verlängerung mit 103:98. Es war ein denkwürdiges Match, das man als Augenzeuge nicht so schnell vergessen wird!
An dieser Stelle nochmals die Info: Die Partie wurde wegen des Allstar-Games der NBBL, an dem USC-Rohdiamant Danilo Barthel teilnehmen darf, von Samstag, 19:30, auf Sonntag, 24.1.2010; 17:00, verlegt. Also ganz gewöhnliche Heimspielzeit und hoffentlich auch Spannung, Unterhaltung und Spaß im Olympiastützpunkt!
Robin Herbert und Claus Ebert
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