Ohne Chance in der Fächerstadt
Beim USC Heidelberg brennt der (Weihnachts-)Baum: Die Neckarstädter verloren nach Niederlagen in Düsseldorf und gegen Kirchheim nun auch noch ihr Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten BG Karlsruhe mit 67:88 (41:43). Der wunderschöne Saisonstart ist nun endgültig Vergangenheit, die Heidelberger sind auf den harten Boden der Pro-A-Tatsachen geknallt. Man wurde der Favoritenrolle über 40 Minuten nicht gerecht und wurde von dem Karlsruher Duo Samarco (31 Punkte)/Howard (25 Punkte, 17 Rebounds) ausgeknockt. Die Leistung der Heidelberger war indiskutabel.
Martin Samarco traf den ersten Wurf der Partie zum 3:0, der sofort von Sanijay Watts zum 3:2 gekontert wurde (2.Minute). Samarco war es auch, der die weiteren Punkte der Karlsruher bis zum 10:11 (6.) erzielte. Justin Howard fiel auf Karlsruher Seite bis dato durch starke Reboundarbeit auf, was sich auch über das gesamte Spiel fortsetzte. Paul Zipser traf einen Dreier zum 16:18 in der achten Spielminute. Das erste Viertel verlief insgesamt ausgeglichen, Clint Sargent gab die richtige Antwort auf seine schwächeren Auftritte zuvor und erzielte acht Punkte.
Auch in Abschnitt zwei setzte sich zunächst das Kopf-an-Kopf-Rennen fort. Jerrell Williams erzielte für den USC den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 29:29 (14.). Allerdings konnten sich die BG-ler in der 16. Minute durch einen Dreipunktwurf von Michael Stockton erstmals ein wenig absetzen (36:31). USC-Cheftrainer Uwe Sauer sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Leider half diese kurze Anweisung und diverse Spielerwechsel nichts; Martin Samarco traf zum 42:33 (18.). Glücklicherweise fingen sich die Heidelberger wieder und zogen sich durch gelungene Offensivaktionen wieder aus dem Loch. Zuletzt traf Clint Sargent zum 43:41.
In der zweiten Halbzeit gab dann wieder die BG den Ton an: Durch zwei Punkte von Justin Howard und sieben von Samarco waren die Fächerstädter in der 23. Minute mit 52:43 in Front. Es gelang dem USC nun allerdings nicht, den Score gleichwertig zu halten. Durch einen Dreier von Rouven Roessler waren die Karlsruher zwischenzeitlich mit 13 Punkten in Führung (27.). Jedenfalls ging es mit einem 66:55 in die letzte Viertelpause. Die 14 Punkte für Heidelberg im dritten Viertel waren zu wenig. Es musste ein eindeutiger Schub nach vorne kommen, um das Spiel noch gewinnen zu können!
Endlich fiel auch mal wieder ein Dreier von Sargent (68:60, 33.). Leider ließen sich die Daume-Schützlinge auch weiterhin nicht in Verunsicherung bringen und gingen abermals dank Martin Samarco mit 74:60 in Führung (35.) Durch ein Dreipunktspiel machte Samarco in der 36. Minute alles klar: Die BG Karlsruhe gewinnt das Baden-Derby. Zu allem Unglück beging Sanijay Watts dann noch ein Unsportliches Foul an Justin Howard, der die Freiwürfe zum 84:65 verwandelte. Es klappte einfach nichts an diesem Sonntagabend.
Manager Matthias Lautenschläger: „Ich habe das Gefühl, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen heute alle Spieler zu Hause geblieben sind, das war eine unterirdische Leistung. Karlsruhe hat auch nicht gerade überzeugenden Basketball gespielt, trotzdem waren wir eindeutig schlechter. Ich denke, die gesamte Mannschaft ist sich im Moment der Bedeutung der Spiele nicht bewusst, es mangelt an der Einstellung. Die Spieler müssen in sich gehen und ihre Ansprüche mit ihrer eigenen Leistung ins Verhältnis setzen und darüber nachdenken. Dann hoffe ich, dass sie dem Alltag des Mittelfelds wieder entweichen können.“
BG Karlsruhe – USC Heidelberg 88:67 (23:20, 20:21, 23:14, 22:12)
Karlsruhe: Samarco 31 Punkte (4 Rebounds, 3 Assists), Howard 25 (17 Reb), Stockton 16 (7 Ass), Roessler 8 (6 Reb), Hurst 4, Hübner 3, Rüeck 1, Lind – Safaja, Curth, Schmitz.
Heidelberg: Sargent 24, Watts 10 (9 Reb), Zipser 10 (4 Reb), Heindel 8 (4 Reb), Burgess 6 (6 Reb), Komarek 5, Williams 2, Schoo 2 (4 Reb), Barth (4 Ass), von Fintel – Kuhn.
Robin Herbert
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