Schwere Aufgabe für den USC in Jena

Nach dem befreienden ersten Heimsieg gegen Giants Nördlingen (96:83) fährt der USC mit gestärktem Selbstvertrauen am Samstagabend an die Saale, um bei Science City Jena anzutreten, wo allerdings eine schwierige Partie erwartet werden darf.

 Der Kader der Ostdeutschen ist in dieser Saison recht tief besetzt. Die Verantwortlichen landeten mit Simon Schmitz aus Speyer und Frieder Diestelhorst (bisher 9,8 Punkte, 3,9 Rebounds pro Spiel, vergangene Saison MBC)  zwei richtige „Transfer-Coups“, die sich im bisherigen Saisonverlauf als Leistungsträger erwiesen haben. Daneben können sich die Saalestädter mit dem routinierten Micha Zlotowski, Gregor Blossey und Michael Jost (15 Punkte zuletzt in Essen) auf weitere solide  deutsche Akteure stützen. Zudem umfasst das Thüringer  Kontingent sechs US-Amerikaner; darunter mit Michael Lake und Lvi Dyer zwei Langzeitverletzte. Die Statistiken der Stammspieler können sich sehen lassen. Point Guard Gary Tucker legt 14,4 Punkte pro Partie auf; auch Simon Schmitz‘ Werte von 11,4 Punkten und 39 Prozent Dreier sind nicht von schlechten Eltern. Ergänzt wird das gut harmonierende Duo durch Forward Jermyl Jackson-Wilson, der mit knapp 14 Punkten pro Partie und starken 7,8 Rebounds aufwarten kann. Die Shotblock-Qualitäten von 2,16m-Hüne Karim Shabazz stellen den USC vor ein weiteres Problem. So wird USC-Neuzugang Darrin „Boomer“ Williams gefordert sein und hat weitere Gelegenheit, sich zu integrieren. Insbesondere soll der 23-jährige seine physische Präsenz in der Zone zur Geltung bringen. Der erfahrene Michael Lake (36), nach wie vor ein begnadeter Dreierwerfer, ist seit dem dritten Spieltag verletzt. Bleibt abzuwarten, ob er am Samstag wieder mit von der Partie sein kann. Er wäre für das junge Jenaer Team mit seiner Gefährlichkeit von draußen natürlich ein enorm stabilisierender Faktor.   

 Headcoach Tino Stumpf aus der Thüringer Metropole führte sein Team bisher zu drei Auswärtssiegen in sechs Gastspielen. Das Team hat aber noch keines seiner drei Heimspiele gewonnen. Dabei war die 80:81-Niederlage gegen Karlsruhe allerdings äußerst unglücklich: Mit einem Dreier in der letzten Aktion der Verlängerung riss Rouven Roessler die Thüringer aus allen Träumen. Im nächsten Spiel in Crailsheim hielt die Pechsträne an: Auch die  Merlins siegten über Jena nach einer Verlängerung (90:86). Am vergangenen Wochenende ließ  dann aber ein 75:69-Sieg in Essen aufhorchen. Ein tolles Ergebnis erzielten die Thüringer auch zum Saisonauftakt mit dem 98:94-Erfolg in Hannover bei den „Tigers“. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang nur  ungern, dass der USC bei den Niedersachsen 82:114 unterging. Der nächste Beweis für die Tatsache, dass niemand in dieser Liga unterschätzt werden darf.

 Unter diesem Motto wird der USC am Samstag die 380 km auf sich nehmen und dabei hoffen, dass die Heimfahrt ähnlich angenehm wie die aus Kirchheim (nach dem 105:98 für den USC) verlaufen wird. Die Jungs von Trainer Daume sind heiß und werden mit Sicherheit alles daran setzen, den dritten Punktspielsieg in Folge einzufahren. Doch auch in Jena sieht man im USC einen Gegner, den man schlagen kann. Auch das Team von Science City Jena möchte am jüngsten Erfolgserlebnis in Nördlingen anknüpfen.

 Robin Herbert und Claus Ebert


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