Spannendes Basketballmatch beim Nordbaden-Derby?

Mit frischem Aufwind aus dem 3. Punktspielsieg in Folge bei Science City Jena (98:90) wird der USC Heidelberg am Sonntag um 17:00 im OSP das große Derby gegen die BG Karlsruhe bestreiten.

Der Saisonstart der Basketballgemeinschaft aus der Fächerstadt hätte kaum besser verlaufen können. Die Schützlinge von Dr. Ivan Vojtko sind momentan punktgleich mit den BasCats aus Cuxhaven härtester Verfolger von Tabellenführer BBC Bayreuth. Eine hervorragende Bilanz von 8 Siegen und lediglich 2 Niederlagen steht zu Buche. Die Karlsruher mussten sich allein im Breisgau (67:66) und in Kirchheim unter Teck (94:86) geschlagen geben. In der heimischen Europahalle sind sie unbesiegt, und auch auswärts zeigten sie ihr Können: Ein 81:80 n.V. in Jena (aus Karlsruher Sicht) spricht für starke Nerven. Viele Spieler verließen den Ex-Erstligisten am Ende der letzten Saison, darunter auch etliche Leistungsträger wie die beiden Amerikaner Al Elliott und Justin Howard, Dima Rastatter (Chemnitz), Igor Simin (Speyer) sowie Janis Heindel (Nördlingen) und ihr wohl größtes Talent Michael Baumer zog es nach Ehingen. So blieb der Vereinsführung nichts anderes übrig, als neue Spieler zu verpflichten: Aufbauspieler Marco Grimaldi aus Göttingen, der sich am Mittwochabend beim Nachholspiel gegen Essen (83:72) verletzte, Center Jeremy Black aus Jena und Flügelspieler Greg Baker, der zuletzt in Mexiko aktiv war, füllen die Lücken in der Startformation. Diese drei „Neuen“ bilden normalerweise zusammen mit Israeli Anton Kazarnovski und dem wohl stärksten Spieler der Mannschaft, Rouven Roessler, die erste Fünf. Power von der Bank bringt Dewayne Richardson (2,04m). Der BBL-erfahrene 28-jährige Ex-USCler Stefan Fahrad, kuriert dagegen derzeit leider eine langwierige Knieverletzung aus. Wertvolle Ergänzungsspieler sind Dreierspezialist Alex Rueck sowie ein weiterer ehemaliger USC-Spieler, Tobias Stoll. Die Youngster Peter Schmidt und Matthias Hurst bekommen zwar kaum Spielzeit, haben aber ebenfalls eine Menge Potenzial. Für Roessler, der 19,9 Punkte pro Spiel erzielt, ist das Saisonziel klar: „Ein Grund, warum ich nach Karlsruhe zurückgekehrt bin, war, dass ich noch mal aufsteigen will.“

In der letzten Saison bescherte der „Buzzer-Beater“ von Roessler den Neckarstädtern in der Schlusssekunde eine unglückliche 67:70-Niederlage in der Karlsruher Europahalle. Das Heimspiel konnte der USC dann allerdings vor 1200 begeisterten Zuschauern im OSP für sich entscheiden (92:84). Jibril Hodges (24 Punkte, 4 Dreier), Ben Beran (17) und Sebastian Adeberg (14) waren die herausragenden Kräfte. Am Ende gab es stehende Ovationen vom Heidelberger Publikum.

Aufgrund der Tabellensituation ist der USC am Sonntag Außenseiter, aber die letzten drei Siege geben großen Rückhalt und natürlich wollen die Daume-Jungs gerade diesen Klassiker gerne für sich entscheiden. Ein weiteres erfreuliches Ziel wäre neben dem potentiellen zweiten Heimsieg natürlich erreicht, wenn die 1000-Zuschauer-Marke geknackt werden kann. Durchaus möglich, dass am Sonntag mal wieder ein echtes Basketball-Highlight im OSP stattfindet!

Robin Herbert und Claus Ebert

USC-Basketballer besuchten die Sinsheimer Volleyballerinnen

Am vergangenen Sonntag gaben die USC-Basketballer nach dem erfolgreichen samstäglichen 98:90 in Jena ein weiteres Gastspiel. Ein Teil des Pro A-Teams besuchte das Pokalachtelfinale der Volleyballdamen des SV Sinsheim gegen den deutschen Rekordmeister USC Münster. Die Spieler Adeberg, Barthel, Vierneisel und Williams bestaunten dabei sowohl die Kampfkraft der Sinsheimerinnen als auch das frenetisch mitgehende Publikum, welches der Mannschaft immer wieder in kritischen Situationen den Rücken stärkte. Am Ende eines dramatischen Spiels unterlagen die Sinsheimer Damen denkbar knapp in fünf Sätzen. Für manchen Zuschauer gab es dennoch ein Happy End. Nach dem Spiel wurden von den USC-Spielern nämlich dreimal zwei Karten für das Lokalderby gegen Karlsruhe am 6. Dezember um 17 Uhr im Olympiastützpunkt in Heidelberg verlost. Zudem kann eine glückliche Gewinnerin nun einen von allen Spielern des USC signierten Basketball ihr Eigen nennen. Auch die Spielerinnen des SVS freuten sich über den Besuch und versprachen sobald wie möglich einen Gegenbesuch. USC-Kapitän Sebastian Adeberg: „Es hat richtig Spass gemacht. Tolles Spiel, Riesenatmosphäre! Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn die SVS-Girls mal bei uns vorbeischauen.“ Für das die Spieler begleitende Management war es ebenfalls ein interessantes Erlebnis, bei dem der gegenseitige Gedankenaustausch im Vordergrund stand.


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