USC feiert ungefährdeten Auswärtssieg

Beim amtierenden Pro-B-Vizemeister BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen gewann der USC Heidelberg am Samstagabend völlig verdient mit 114:78 (54:37). Der Aufsteiger aus Bayern erwies sich in allen Belangen als unterlegen und wurde von den Heidelbergern zeitweise nach Belieben dominiert. Dabei debütierte der neue US-Amerikaner Jerrell Williams für den USC und legte 11 Punkte in 16 Minuten auf.

Die USC-Fünf hatte in Leitershofen keine Probleme.

Die USC-Fünf hatte in Leitershofen keine Probleme.

 

Schon zu Beginn der Partie zeichnete sich der Unterschied der beiden Mannschaften ab: Die Kurpfälzer hatten nach fünf Minuten bereits eine 13:4-Führung auf die Anzeigetafel gezaubert. Dank jeweils 9 Zählern von Clint Sargent und Sanijay Watts verlief das erste Viertel absolut einseitig. Paul Zipser durfte das erste Mal in seiner Pro-A-Karriere als Starter das Spielfeld betreten. Im zweiten Abschnitt bekam dann auch der neue Big Man Jerrell Williams Einsatzzeit und erzielte seinen ersten Layup zum 38:13 (13. Minute). Christian von Fintel traf einen Dreipunktwurf zum 44:20 aus USC-Sicht (15.) Zur Halbzeit führten die Heidelberger mit 23 Punkten, zwischendurch waren es sogar schon 28 gewesen.

Uwe Sauer gibt taktische Anweisungen.

Uwe Sauer gibt taktische Anweisungen.

Angesichts der komfortablen Führung dauerte Uwe Sauers Halbzeitansprache dann auch nicht so lang wie gewöhnlich. Allerdings ließen es die Neckarstädter doch ein wenig zu locker angehen und Leitershofen kam mit viel Müh und Not noch einmal auf 46:58 heran, doch hatte die Mannschaft von Stefan Goschenhofer nie die Chance, auch nur annähernd den Ausgleich zu erzielen.
Mit einem schnellen 10:0-Lauf machte Heidelberg in der 33. Minute endgültig den Sack zu. Nach einem Dreipunktspiel von Williams stand es in der 34. Minute 94:67 für den USC. Paul Zipser erzielte den glorreichen 100. Punkt per Freiwurf als noch über 4 Minuten zu spielen waren. Kai Barth erzielte per Korbleger die Punkte 104 und 105, was den neuen Saisonrekord für die Heidelberger markierte. Zipser netzte zusätzlich noch einen Sprungwurf nach Wurftäuschung mit Foul ein. Auch auf der Heimfahrt ist die Stimmung immernoch prächtig.

Stefan Goschenhofer (Cheftrainer BGL):
„Wir werden das ganze Jahr lang Lehrgeld bezahlen müssen, das ist keine Frage. Aber unser Prinzip ist weiterhin „eine Familie“ und wir werden alles versuchen, auch wenn wir finanziell nicht die Mittel haben wie andere Vereine. Kopf-in-den-Sand-stecken gilt nicht.“

USC-Coach Uwe Sauer:
„Heute hat man die Erkenntnis gewonnen, dass wir tatsächlich dauernd rotieren können und gewechselt werden kann, ohne dass ein Bruch ins Spiel kommt. Wir müssen auch weiterhin von Anfang bis Ende als Mannschaft spielen, das ist unsere große Stärke, das macht uns aus. Jerrell war heute natürlich nervös, aber man hat schon sein Potential erahnen können: Er ist ein wahrer „Hustle-Player“ und ist bestimmt eine Art X-Faktor für uns. Wenn er noch ein bisschen relaxter beim Finish wird, könnte er auch noch mehr Punkte erzielen.

Neuzugang Jerrell Williams:
„Es war echt klasse, nach langer Zeit wieder ein Spiel zu bestreiten. Ich hoffe, dass ich mich schnell integrieren kann und werde alles für den Teamerfolg machen. Der Gesamterfolg ist mein großes Ziel.“

U18-Nationalspieler Paul Zipser:

Kai Barth beginnt einen Schnellangriff, Jerrell Williams schaut zu.

Kai Barth beginnt einen Schnellangriff, Jerrell Williams schaut zu.

„Das hat heute natürlich Spaß gemacht. Klar, das war etwas anderes als gegen den MBC, aber dann kann ich mich eher auf die Details konzentrieren. Gegen Essen werden wir am kommenden Wochenende sehen, wo wir wirklich stehen. Dann können wir eine positive Bilanz einfahren, und dafür werden wir auch wieder hart arbeiten.“

Ein Sieg gegen die Wohnbau Baskets würde zu einer positiven Bilanz verhelfen. Die Mannschaft möchte den Fans nach zwei Auswärtssiegen auch zu Hause ihre Erfolge präsentieren. Ein spannendes Match steht bevor.
BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen – USC Heidelberg: 78:114 (13:29, 22:25, 20:32, 12:28)
Leitershofen: Hassan 25 Punkte, Stutz 19 (6 Rebounds), Kronhardt 9 (6 Rebounds), Ellis 7, Bowlin 5, Zenk 4, Chalusiak 4, Genck 3, Veney 2, Förster.

Heidelberg: Sargent 19 (5/8 Dreier), Watts 19 (8/11 FG), Komarek 17, Williams 11 (2 Steals), Zipser 11 (7 Rebounds, 2 Blocks), Burgess 9 (4 Assists), Barth 9, von Fintel 9 (2/3 Dreier), Heindel 7 (7 Rebounds), Schoo 3 (3 Rebounds).

Das nächste Spiel: Sonntag, 23. Oktober gegen ETB Wohnbau Baskets Essen

Text und Fotos: Robin Herbert

 


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