USC Heidelberg gegen einen der Aufstiegsfavoriten
Das immer wieder höchst reizvolle Duell zwischen dem USC Heidelberg und den Saar-Pfalz Braves (ehemals 1. FC Kaiserslautern) findet am Sonntagnachmittag zu gewohnter Zeit um 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt seine Fortsetzung. Als Dritter der Saison 07/08 und Neunter der letztjährigen Saison zählen die Saar-Pfälzer in diesem Jahr wieder zu den Favoriten auf einen der ersten Plätze der Pro A. Dabei profitiert das Braves-Ensemble sicherlich auch von der Tatsache, dass in dieser Saison eine Kooperation mit dem Erstligisten TBB Trier mit gegenseitigem Spieleraustausch bei den jungen Spielern stattfindet. Das ambitionierte saar-pfälzer Team besteht aus einer Reihe von überwiegend Pro A-erfahrenen deutschen Akteuren sowie fünf (!) Amerikanern und hat bisher 4 Siege gegen Jena (78:71), Crailsheim (99:90), in Freiburg (76:63) und zuletzt gegen Essen (79:71) sowie zwei knappe Niederlagen in Nördlingen (67:73) und in Karlsruhe (79:83) zu Buche stehen. Bei den Amerikanern ragten dabei bisher der mit durchschnittlich 6,5 derzeit beste Assistgeber der Liga, Holcomb-Faye (19,1 Punkte), sowie Power Forward Marcus Smallwood, ein glänzender Rebounder und mit 21,5 Effektivitätspunkten (3. Platz !) ebenfalls einer der Überflieger der Pro A, heraus. Bei den deutschen Spielern haben sich bislang Eigengewächs Tim Schwartz (17 Punkte gegen Essen, je 13 Punkte in Nördlingen und Freiburg) und der vom MBC gekommene Flügel Robert Cardenas am ehesten profiliert. Vor allem die tiefe Bank der Saar-Pfälzer ist ein besonderes Markenzeichen und dürfte USC-Trainer Torsten Daume neuerliches Kopfzerbrechen bereiten.
An das Heimspiel der beiden Kontrahenten im Vorjahr existieren bei den Heidelbergern besonders gute Erinnerungen. Mit dem hart erkämpften 91:88 leitete damals der USC die große Serie von acht Siegen in den letzten zehn Saisonspielen ein. McNeil erzielte 26, Jibril Hodges 22 Punkte und auch Jens Hirschberg zeigte mit 15 Punkten eine ganz herausragende Leistung. Diesmal werden sich die USC-Spieler vor allem auf die Dreier-Wurfkünste von Holcomb-Faye, Schwartz und Damjanovic einstellen müssen, andererseits gilt es, sich unter den Körben gegenüber Smallwood und dessen Landsmann Theo Tarver zu erwehren. Besonders bei Holcomb-Faye kommt noch hinzu, dass er einen oft unwiderstehlichen Zug zum Korb hat und vor allem in engen Situationen damit versucht, viele Fouls zu ziehen, um eventuell hierdurch das Match zu entscheiden. In jedem Fall steht dem Daume-Team eine schwere Aufgabe gegen das favorisierte Gäste-Team bevor und viel mag auch davon abhängen, inwieweit die erforderliche Rückendeckung von Beginn an von den Rängen der OSP-Tribüne kommt. Mit einer leidenschaftlich geführten, dramatischen Pro A-Partie darf am Sonntag mal wieder gerechnet werden.
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