Weihnachtsgeschenk für die Fans des USC Heidelberg?
Für das letzte Spiel des Jahres 2009 hat sich das Team von Trainer Daume noch einmal viel vorgenommen. Schließlich gab es nach der Siegesserie, die beim Pokalspiel in Lich (94:91) begann und in Kirchheim (105:98), gegen Nördlingen (96:83) sowie in Jena (98:90) ihre Fortsetzung fand, für die Neckarstädter zuletzt wieder drei Niederlagen (Karlsruhe 89:101; in Stahnsdorf – Pokal – 79:89; in Crailsheim 89:102 n.V.). Allerdings waren hierbei Leistungsträger wie Jibril Hodges und Eric Vierneisel zeitweise nicht voll belastbar bzw. erst gar nicht mit von der Partie.
Der Gegner beim letzten Spiel vor Weihnachten heißt USC Freiburg. Nach der letzten Saison waren die Breisgauer sehr überrascht, denn im Grunde hatten sich alle bereits auf ein Jahr in der Regionalliga eingestellt. Doch obwohl man eigentlich sportlich abgestiegen war, bekam der USC Freiburg im Nachrückverfahren plötzlich die Möglichkeit aufzusteigen. Die Verantwortlichen zögerten nicht lange und wollten die Gunst der Stunde nutzen, um weiter im Profibereich spielen zu können.
Natürlich hieß das Saisonziel erst einmal „Klassenerhalt“, doch siehe da: am 12. Spieltag steht der USC Freiburg keinesfalls auf einem Abstiegsplatz. Punktgleich mit Jena und Nördlingen belegen die Jungs von Markus Zilch die 12. Tabellenposition. Es könnte sogar noch besser aussehen, wenn es gelungen wäre, gegen direkte Abstiegskonkurrenten in Langen (66:71) oder gegen Essen (59:72) Zählbares zu holen. Demgegenüber handelten die Südbadener nach dem Motto: Wenn man nicht gegen die vermeintlich Schwachen gewinnt, werden eben die Teams aus der oberen Tabellenhälfte zum Duell gebeten. Mit Erfolg: Karlsruhe wurde mit 67:66 geschlagen und sogar bei den Kirchheim Knights konnte die Mannschaft mit 80:66 das Spielfeld als Sieger verlassen .
Der Freiburger Spielmacher der letzten Saison, Lee Jeka, verließ das Team zum Rundenbeginn in Richtung Cuxhaven, von den Stammkräften des Pro B-Teams wurden lediglich der deutsche Center Christoph Roquette (bisher 13,3 Punkte pro Spiel) sowie der erfahrene Guard Marin Petric behalten. Starke Alternativen kamen hinzu: Der bereits zweitligabewährte Andrew Hunter (Kanada), der bisher 12,1 PPS beisteuerte, Aufbauspieler Anish Sharda (bisher starke 4,4 Assists) und Gerald Robinson (USA), mit 2,06m ein sehr großer Flügelspieler, der immer mal wieder für ein “Double-Double“ gut ist. Überhaupt ist das Freiburger Team sehr lang gewachsen. Der kleinste Spieler ist 1,86m groß. Das dürfte für die Heidelberger ein Problem bei der Reboundquote werden. Apropos Rebound: 2,11m und 120 Kilo? Diese Werte schreien förmlich nach Rebounds. Lars Grübler, auf den diese Werte passen, holte davon bisher annehmbare 4,4 pro Spiel.
Das hört sich zunächst wieder nach keiner leichten Aufgabe für die Daume-Jungs an, aber vor heimischem Publikum müsste mit einem gesunden Vierneisel oder einem guten Williams dennoch etwas drin sein. Letzterer demonstrierte am Wochenende in Crailsheim (8 Punkte, 11 Rebounds und ein Monsterblock) endlich, dass er mehr draufhat als er in den ersten Spielen für den USC zeigen konnte.
Die Mannschaft von Torsten Daume ist so oder so voll und ganz auf einen positiven Ausgang des „kleinen“ Baden-Derbys fokussiert und würde sich am Sonntag ab 17 Uhr im OSP natürlich auch selbst am liebsten einen Sieg unter den Weihnachtsbaum legen.
Robin Herbert und Claus Ebert
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