Wer hat die besseren Zauberer – der USC oder die Merlins?
Seit mehr als einem Monat warten die Fans des USC Heidelberg sehnsüchtig auf den nächsten Heimtriumph. Der letzte Sieg vor der OSP-Kulisse wurde am 21. Februar mit 105:96 gegen Hannover errungen. Überhaupt hat das Daume-Ensemble in heimischer Umgebung in dieser Saison so seine Probleme und konnte da seine Anhänger nur selten voll überzeugen. Doch jetzt, wo sich beim USC gerade eine neue Fankultur zu entwickeln beginnt, soll am Ostersamstag, 19:30 Uhr, gegen die Crailsheim Merlins mal wieder ein Erfolg her. Dabei kommt es den USC-lern vielleicht etwas entgegen, dass die Aufsteiger aus Hohenlohe zwar eine imponierende Heimbilanz aufweisen – nur eine Niederlage, 79:85 gegen die Saar-Pfalz Braves – aber bisher das schlechteste Auswärtsteam der Liga sind (2-11 Bilanz), was aber natürlich dennoch nicht heißt, dass die Neckarstädter leichtes Spiel haben werden, zumal gegen einen Kader solchen Kalibers.
Nicht weniger als sechs Amerikaner stehen Merlins-Coach Ingo Enskat zur Verfügung: Allen voran Ex-USC-ler John Redder Bynum, dem es als einzigem Spieler der Liga – dies sogar zweimal – gelang, in der bisherigen Saison ein „Triple-Double“ (zweistellige Werte in drei Kategorien) zu erreichen. Ein Mal vollführte er dieses im Basketball seltene Kunststück ausgerechnet beim nach Verlängerung erzielten 102:89-Hinspielsieg über den USC. 24 Punkte und je 10 Rebounds wie Assists standen für den Veteran und Dirigenten der Merlins damals im Scouting-Bericht. Gerade in Heidelberg wird John Bynum besonders motiviert sein, da sein damaliger Weggang vom USC doch unter etwas unglücklichen Umständen stattfand. Auf sein Auftreten am Samstag darf man sehr gespannt sein. Aber auch auf die weiteren amerikanischen Guards McAndrew, Plair und Reibel. Regelrechter „Guard Terror“ scheint da auf das Daume-Team zuzukommen, wenn man bedenkt, dass mit den Deutschen John Cadmus und Harald Debelka weitere Aufbauspieler zur Verfügung stehen. Doch auch im Forward- und Centerbereich stehen mit den US-Boys Sean „the beast“ Brooks (115 Kilogramm auf 198 Zentimeter verteilt) und Mike Zuiderveen sowie den starken deutschen Spielern Daniel Dörr und Nachwuchsspieler Femi Oladipo sehr bewährte Kräfte zur Verfügung. Die Merlins sind bisher das deutlich beste Rebound-Team der Pro A. Sie belegen dazu einen hervorragenden siebten Tabellenplatz bei einer Bilanz von 14 Siegen zu 12 Niederlagen und weisen derzeit eine Serie von vier Siegen in Folge auf. Alles in allem also wieder ein ganz harter Brocken, der da auf den USC und seine Fans zukommt.
Am besten, die USC-Spieler besinnen sich auf die durchaus überzeugende Team-Leistung beim Hinspiel. 12 Sekunden vor der Schlusssirene hatte man im Crailsheimer Hexenkessel bei einer 83:80-Führung den Sieg beinahe schon in der Tasche – dann kam Mark McAndrew (seinerzeit in seiner ersten Partie für die Merlins) und glich in letzter Sekunde der regulären Spielzeit mit einem Dreier aus.
Auf Heidelberger Seite ragten beim Hinspiel Komarek (23, 4/9 Dreier), Adeberg (22, 8/12 aus dem Feld, 7 R.), Burleson (18, 6 R., 5 Ass.) und Williams (8, 11 R.) heraus.
USC Heidelberg – Crailsheim Merlins; Ostersamstag 3. April, 19:30 im Olympiastützpunkt
Viel Spaß und gute Unterhaltung!
Robin Herbert und Claus Ebert
Vorherige News: USC-Niederlage beim Tabellenvierten – trotz guter kämpferischer Leistung
Nächste News: USC verlor gegen John Bynum und das beste Reboundteam der Liga
Zurück zur Übersicht













