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Herausragende Teamleistung beim überzeugenden Sieg in Freiburg

Sonntag, 24. Oktober 2010 um 23:53 Uhr

Das nur aus acht Spielern bestehende Team des USC Heidelberg – weiterhin ohne den wegen Rückenproblemen pausierenden Danilo Barthel – bestätigte vor 600 Zuschauern in der Freiburger Sepp-Glaser-Halle beim letztlich ungefährdeten 94:78 (50:43)-Erfolg erneut seinen Aufwärtstrend mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung. Symptomatisch dafür war am Ende insbesondere die Tatsache, dass nicht weniger als sechs Spieler im zweistelligen Bereich gepunktet hatten. Keine Frage, das neuformierte USC-Team ist inzwischen in der Liga angekommen, die Harmonie ist erheblich angewachsen. So kann es weitergehen! – Und dies, obwohl die Vorbereitungsphase nicht optimal verlief und Trainer Daume aufgrund einiger Verletzungs- und Krankheitsfälle nur selten mit 10 Spielern trainieren konnte. Auch in diesem Punkt ist jedoch Besserung in Form einer weiteren Spielerverpflichtung bereits  in Sicht.

Der von vielen etwas voreilig als Abstiegskandidat Nr. Eins gehandelte Namensvetter aus dem Breisgau leistete jedoch in der ersten Halbzeit erst einmal erbitterten Widerstand. Vor allem Freiburgs Topscorer Paul Gause, der im 1. Saisonspiel in Osnabrück bei der knappen 89:92-Niederlage der Südbadener mit 38 Punkten den bisherigen Saisonrekord der Liga gebucht hatte, war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Er erzielte bis zur Pause 5 von 6 kaum zu verteidigende Dreier und war überragender Akteur auf dem Parkett. Doch schon beim 26:25 Ende des 1. Viertels und vor allem, als der gut spielende Greg Baker mit einem Dreier die 50:43-Halbzeitführung der Gäste herstellte, hatte man den Eindruck, dass der USC Heidelberg über das deutlich stärkere Kollektiv verfügte.

Die Starting Five des USC (Kai Barth, Leonard Mendez, Greg Baker, Oliver Komarek und Björn Schoo) hinterließ einen sehr kompakten Eindruck und James Wright spielte seine Rolle als sechster Mann, wie schon gegen Paderborn, wiederum perfekt. Sebi Dietz, gegen Ende der 1. Halbzeit, Leonard Mendez und vor allem der erneut stark überzeugende Kai Barth setzten Paul Gause mit zunehmender Spielzeit immer mehr unter Druck und nahmen diesen in der 2. Halbzeit weitgehend aus dem Spiel. Dies war der Schlüssel dafür, dass sich die Neckarstädter zum Ende des 3. Abschnitts auf 55:65 und bis zur 34. Min auf 63:78 vorentscheidend absetzen konnten.

Das letzte Aufbäumen der Breisgauer zum 75:86 zweieinhalb Minuten vor Spielende unterbrach USC-Trainer mit einer Auszeit und Komarek, Wright und Montgomery stellten danach den hochverdienten 94:78-Erfolg sicher. Ein Sonderlob verdiente sich diesmal Björn Schoo, der mit 15 Punkten, 10 Rebounds und 5 Blocks, von denen leider nur einer statistisch festgehalten wurde, eine aus der starken Gesamtvorstellung noch herausragende Partie lieferte. Trainer Daume zeigte sich mit seinen Jungs beim Resümee sehr zufrieden: „Wir haben den Druck auf den Gegner zunehmend aufrecht erhalten und haben zudem unsere Zone gut bewacht“. Überzeugend war das 29:20-Reboundverhältnis und eine absolut außergewöhnliche Trefferquote von 65 % aus dem Feld als Folge einer guten Wurfauswahl.

Die 20-köpfige Heidelberger Fankolonie hatte ihre Mannschaft wieder lautstark unterstützt und war am Ende hellauf begeistert. Schön auch, dass die zu Hause Gebliebenen den Sieg mittels der vom „Basketballportal“ inszenierten Live-Übertragung im Internet verfolgen konnten. –  Das Video vom Spiel ist auf der dortigen website nach wie vor abrufbar.

Das Team von Trainer Daume ist für den “Knüller” gegen die Saar-Pfalz Braves am kommenden Sonntag, 17 h, im OSP bestens gerüstet.

USC Freiburg: Gause 27 (5/7 Dreier), Shoutvin 18, Nutter 13, Green 8, Heindel 8, Onjekachi 2, Hagner 2.

USC Heidelberg: Baker 17 (1/3 Dreier, 6 Reb.), Komarek 16 (1/2 Dreier, 7/11 aus dem Feld), Schoo 15 (10 Reb., 5 Blocks), Barth 14 (2/2 Dreier, 5 Assists), Wright 13 (1/2 Dreier), Mendez 13 (3/ Dreier, 3 Reb.), Montgomery 6, Dietz.

Claus Ebert


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Das Glück kam zum USC Heidelberg zurück

Montag, 21. Dezember 2009 um 0:57 Uhr

Alles gleicht sich im Sport auf die Dauer aus: So unglücklich die Spieler des USC Heidelberg letzte Woche das Spiel in Crailsheim nach Verlängerung verloren, so glücklich durften sie sich am Sonntagnachmittag nach der Partie gegen den Namensvetter aus Freiburg schätzen. Und aufgrund der großartigen kämpferischen Leistung in der 2. Halbzeit war der 108:94-Erfolg nach Verlängerung vor am Ende völlig begeisterten 650 Zuschauern letztlich auch durchaus noch verdient! Beim 85:90 nach vier verwandelten Freiburger Freiwürfen von Sharda und Robinson sah es kurz vor Schluss der regulären Spielzeit allerdings nach allem anderen als nach einem Heidelberger Sieg aus. Time out Heidelberg – noch 27 Sekunden zu spielen!

Doch erst einmal der Spielfilm bis dahin: Die Jungs von Trainer Daume eröffneten die Partie, als handelte es sich um ein Freundschafts- und nicht um ein „Vierpunktspiel“ zweier Teams aus dem hinteren Tabellenbereich. „Fateaway-Shot aus der Drehung von Oliver Komarek, Ballverlust Adeberg, verlegter Korbleger Hodges, Ballverlust Komarek – nicht unbedingt Aktionen, die einem Trainer Freudentränen in die Augen treiben. Folge war ein 0:5 für Freiburg durch den stark spielenden Petric. Vom Ergebnis her nicht besorgniserregend, doch es fehlte auf Heidelberger Seite an der nötigen Konzentration, Freiburg war erst mal im Spiel und vor allem – diese Grundkonstellation setzte sich bis zum 37:45-Pausenstand fort. Nur Jibril Hodges und vor allem Eric Vierneisel waren auf Seiten der Gastgeber zielstrebig und fokussiert in die Begegnung gestartet. Im 2. Viertel gesellten sich Sebastian Adeberg und der später überragende Lyndale Burleson hinzu – doch die beiden Freiburger Guards Petric und Sharda sowie Robinson kontrollierten das Spielgeschehen und unter den USC-Fans auf der Tribüne herrschte zur Pause große Nachdenklichkeit vor. Das sah nicht gut aus! „Unsere Fehlerquote in der 1. Halbzeit war unglaublich hoch“, meinte Trainer Daume in seinem Resümee.

Immerhin kamen die Daume-Zöglinge ganz anders aus der Kabine. Sofort brachten ein Dreier von Hodges sowie schnelle Körbe von Adeberg und Burleson das Heim-Team auf 44:45 heran. Doch die Freiburger hatten während der 1. Halbzeit genügend Selbstsicherheit gewonnen und ließen sich – weiterhin fast nur mit ihrer Startformation agierend – jetzt nicht mehr beeindrucken. Hodges und Burleson spielten nun groß auf, doch Petric, Sharda und der Kanadier Hunter fanden zunächst immer die richtige Antwort und Freiburg führte nach dem 3. Viertel immer noch mit 67:63.

Für die Zuschauer entwickelte sich jetzt ein mitreißendes, dramatisches Match, das die Gastgeber durch zwei technische Fouls, zunächst gegen Barthel, dann gegen Vierneisel, beide ansonsten mit guter Leistung – kurioserweise jeweils nach eigenen Körben – doch wieder aus den Händen zu geben schienen. Vor allem nach dem vielversprechenden 85:86-Anschluss durch Vierneisel und dessen durch Reklamation folgenden „Technischen“ nutzten die Gäste 4 Freiwürfe zum 85:90. Noch 27 Sekunden – die Freiburger hatten den Sieg in der Hand! Doch:

Dreier Hodges, sofortiger Ballgewinn durch Komarek, Burleson zum 90:90 (20 Sekunden vor Ende der regulären Zeit), der letzte Dreier von Sharda geht – nach guter Defense der Gastgeber – daneben. Verlängerung! Und große Begeisterung und Vorerwartung auf der Tribüne. Das Publikum spürte, dass die Partie doch noch zu einem positiven Ende für Heidelberg führen würde. Und so war es dann auch. In der Verlängerung ließen vor allem die insgesamt überragenden Hodges und Burleson sowie Mannschaftskapitän Adeberg den Gästen keine Chance mehr. Über 95:90 und 106:93 kam es zum 108:94-Endergebnis. „Ein glücklicher Sieg“ und „mit blauem Auge davongekommen“ lauteten die Kommentare der USC-Fans nach der Partie. – Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es übrigens am 29. Dezember mit einem Trainingsspiel gegen ein litauisches Team (2. Liga), ca. 19 h OSP, weiter. Und am 2. Januar folgt in Essen das vorletzte Spiel der Pro A-Vorrunde.

USC HD: Burleson 34 (14/20 Feldwürfe, 2/4 Dreer, 5 Assists, 4 Steals), Hodges 31 (5/7 Dreier, 3 Assists, 2 Steals), Vierneisel 13 (5/7 Feldquote, 1/3 Dreier, 4 Rebounds), Adeberg 12 (5 Rebounds), Barthel 8 (5 Rebounds) – für´s U 20 ALLSTAR-GAME am 29.12. in Bonn nominiert! -, Komarek 6 (9 Rebounds), Hirschberg 2, Williams 2, Dietz, Rodriguez, Hug, Debus.

Freiburg: Petric 22 (3/7 Dreier), Sharda 22 (3/10), Robinson 17, Hunter 13, Grübler 10, Roquette 8, Evans 2.

Claus Ebert


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