Ein paar Minuten bringen Heidelberg den Derbysieg

Von Anfang an war klar, dass das Spiel zwischen dem Vorjahresfinalisten Leimen und der Heidelberg BasCats ein Kampf auf biegen und brechen geben würde. Coach Czygan hatte bereits vor dem Spiel vor der Entwicklung des Gegners gewarnt. Das es aber so lange, so knapp blieb, damit hatten selbst die größten Zweifler nicht mit gerechnet.
Heidelberg begann zunächst nervös und auch den Gegnerinnen merkte man die Anspannung an. Das Spiel schaukelte sich im ersten Viertel hin und her, keins der beiden Teams konnte sich mit mehr als 4 Punkten absetzen. Die BasCats gingen mit einer knappen 14-13 Führung in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel stabilisierten sich zunächst die BasCats ein wenig und gingen in der 16. Minute mit 21-18 in Führung, um dann aber wieder leichtfertige Ballverluste gegen die nun konsequentere Leimener Deckung zu produzieren. Die KuSG nahm diese dankend an und verwandelte kurz vor Pausenpfiff zur 25-26 Führung.
In der Pause wurde noch einmal Konzentration angemahnt und vor allem die besseren Pässe gefordert. Viel zu ungenau kamen bis dato die Anspiele der BasCats, so dass die Empfängerin selten einen Vorteil in der Offense hatte. Aber auch die vielen Turnover sollten mit einfachen taktischen Umstellungen verringert werden.
Im dritten Viertel dann aber wieder das gleiche Bild. Kampf auf höchstem Niveau, einem Derby absolut gerecht werdend kämpfend beide Teams um jeden Ball. Die BasCats kamen weiter nicht richtig ins Spiel und konnten Leimen auch im dritten Abschnitt nicht knacken. Im Gegenteil, der Gegner führte vor Beginn des letzten Viertels mit 41-38, das letzte Viertel sollte also spannend bleiben.
Im letzten Viertel starteten die BasCats nun aber endlich durch. Nina Stage und Angie Oehler (mit einem erfolgreichen Dreier) holten zunächst die Führung zurück (42-41 31.Minute). Hronsky streute noch einmal einen erfolgreichen Dreier für die Gäste ein. Dieser wurde dann aber von Stage und Flaherty direkt gekontert, ehe Busalt in der 33. Minute noch einmal zum 46-46 ausgleichen konnte.
Danach kippte das Spiel aber endgültig zu Gunsten der MLP USC BasCats. Mit einem 14-2 Lauf überannten die BasCats die nun an ihre Grenzen gekommen Leimenerinnen. Benavente, Flaherty und Adrion erhöhten den Punktestand bis zur 37. Minute auf 60-48, die Vorentscheidung war damit gefallen.
Auch als Leimen in den letzten Minuten noch einmal alles gibt und noch einmal bis auf 64-60 wenige Sekunden vor Schluß rankommt, drohte das Spiel nicht mehr zu kippen. Am Ende kann man nur eines sagen, es war ein würdiges Derby zweier nie aufgebenden Teams. Ein wahrer Basketballkrimi und Kampf bis zur letzten Minute. Die BasCats ließen zwar ein wenig die eigene Spielkultur vermissen, aber am Ende zählt der 66-60 Sieg. Die Tür zu den Play-Off’s ist damit weit aufgestossen. Am kommenden Wochenende kommt es dann zum Duell mit dem im Moment wohl stärkstem Gegner der Liga, Friendsfactory Jahn München. Mit einem Sieg ist die Teilnahme an den Play-Off’s so gut wie sicher.
Für den USC spielten:
Benavente 20, Flaherty 14, Stage 9, Oehler 6, Hofmann, E. 5, Adrion 3, Kranzhöfer 3, Koch 2, Veith 2, Heller 2, Meusel, Rickert


Vorherige News:
Nächste News:

Zurück zur Übersicht