MLP USC BasCats in Leimen mit viertem Kantersieg in Folge
Ein 46-67 leuchtete im Leimener Sportpark auf der Anzeigentafel. Minuten vorher noch fast gespenstische Stille bei den Leimener Fans, lediglich die USC-Anhänger waren in der altwehrwürdigen Halle zu vernehmen. Zu deutlich war der Unterschied, zu klar haben die USC-Mädels das Topteam der letzten Jahre dominiert.
Dabei stand das Spiel unter der Woche unter keinem guten Stern bei den Heidelbergerinnen. Zuerst musste KiKi Veith absagen und dann am Donnerstag die Hiobsbotschaft mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Topscorerin Tara Flaherty. Leimen nutzte das im Vorfeld und meinte einen Vorteil auf den Innen- und Außenpositionen ausgemacht zu haben.
Die MLP USC BasCats ließen sich unter der Woche aber nicht aus der Ruhe bringen und konzentrierten sich völlig auf das Spiel.
Doch in den ersten vier Spielminuten sah man die vorhandene Verunsicherung. Wer sollte jetzt die ersten Punkte machen, Flaherty fehlte ja. Vier Minuten mit 5 Turnover und gerade einmal einem schmeichelhaften Wurfversuch dauerte es, bis Coach Czygan eine Auszeit beantragte und die entscheidenden Hebel bewegte. Zu dem Zeitpunkt stand es 7-0 für Leimen.
Denn danach war die Verunsicherung weg und die Auf- und Überholjagd begann. Mit der Einwechslung von Sandra Heller und Sara Kranzhöfer (15 Jahre) kam mehr Ruhe ins Spiel und die Angriffe wurden effektiver ausgespielt.
Das Centerspiel wurde wieder gesucht und Berit Adrion und Anna Meusel punktete ein ums andere Mal. Sandy Heller streute noch einen erfolgreichen Dreier ein und so stand es nach dem ersten Viertel 17-14. Zwar führte Leimen immer noch, aber man merkte, dass das Spiel kippte.
Im zweiten Viertel schalteten sich dann noch die Außenspielerinnen des USC mit ein und kontrollierten nun in der Defensive und Offensive das Spiel. Leimen wurde zu schlechten Abschlüssen gebracht und in der Offense wurde konsequent ans Brett gearbeitet. In der 14. Minute übernahmen die USC-Mädels erstmals die Führung (23-19) und steigerten diese bis zur Pause auf einen komfortablen 34-25 Vorsprung. Herausragend auch der letzte Korb von Debütantin Sophia Rickert. Die 16-jährige kam 33 Sekunden vor Schluß erstmals auf’s Parkett, um sogleich nach einem schönen Spielzug erfolgreich abzuschließen.
Leimen versuchte nach der Pause noch einmal zu kontern, aber bis auf 5 Punkte kamen das Team von Coach Schulz nicht mehr heran. (23. Minute 31-36). Serena Benavente, die in der ersten Halbzeit noch mit Punkten geizte dreht nun endgültig auf und erzielte am Ende insgesamt 19 Punkte und dazu noch 8 Assists und 8 Rebounds. Nach dem dritten Viertel stand es 49-38 für die Heidelbergerinnen, die im letzten Viertel nun völlig entfesselt auftraten.
Mit 18-8 gewannen die USC-Mädels das letzte Viertel und auf der Anzeigentafel leuchtete ein historisches 67-46 für den USC Heidelberg. „Wir haben zu Beginn etwas wild gespielt. Ohne Tara wusste niemand so genau, wer den Abschluss machen sollte. In der Folgezeit wurde es dann besser und besser. Das Team ist stark genug auch diesen Ausfall zu verkraften und wird sich weiter steigern. Wir sind wieder auf einem guten Weg und blicken jetzt schon wieder nach vorne, um uns auf Jahn München vorzubereiten. Das Spiel am kommenden Samstag im ISSW wird ganz schwer werden, umso wichtiger wird die Unterstützung von den Rängen sein.“ so Coach Czygan nach dem Spiel.
Für die MLP BasCats am Ball:
Benavente 19, Adrion 12, Meusel 10, Stage 6, Heller 5, Koch 4, Kranzhöfer 4, Maurer 3, Oehler 2, Rickert 2, Hofmann E., Hofmann, A.
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