II. Abwärtsspirale
(1977/1978 bis 1993/1994)

1. Abgesang und Niedergang (77/78 – 80/81)

 

Mit der bereits zuvor erwähnten Professionalisierung auch des deutschen Basketball-Sports ist das Schicksal gerade des Universitäts-Sportclubs Heidelberg und damit allgemein des Heidelberger Basketballs plausibel zu erklären. Studien-/Arbeitsplätze und Wohnungen, von Honoratioren/Gönnern auf Grund ihrer Verbindungen und Möglichkeiten weniger systematisch als fallweise und nebenbei angeboten, schieden am Ende dieses Zeitraums als Argument für die Verpflichtung eines Spielers immer mehr zu Gunsten einer handfesten Bezahlung, möglichst mit PKW und Wohnung, aus. Dazu bedurfte es zahlungskräftiger und -williger Sponsoren, die zu gewinnen man sich als USC per se schwer tat, was zumindest nicht nur mit akademischer Überheblichkeit begründbar ist.

Interessant ist übrigens, dass lange Zeit ein Teil des Etats der Basketballer aus dem Gewinn bestritten wurde, den die Tennishalle, deren Miteigentümer der USC noch immer ist, abwarf. Doch konnte dieses Finanzierungsmodell spätestens dann nicht mehr greifen, als mit der oben beschriebenen Entwicklung der Betrieb eines Bundesliga- Teams immer höhere Geldmittel erforderte. Zudem war die Tennishalle in die Jahre gekommen und benötigte ihrer- seits Mittel zur Sanierung.

Rückblickend lässt sich feststellen, dass der Niedergang zweifellos unmittelbar nach der letzten Meisterschafts- saison 76/77 begann, als der USC zurückgetretene oder abgewanderte Spieler nicht mehr gleichwertig ersetzen konnte. Diese unheilvolle Spirale nach unten setzte sich in den nächsten beiden Spielzeiten fort, so dass die Mannschaften jeweils schwächer als im Vorjahr waren. Drei Jahre nach dem letzten großen Triumph musste der USC schließlich den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten.

Saison 1977/78

Vizemeister hinter MTV Gießen, Pokalsieger gegen SSV Hagen

Aufgebot 77/78:
Jochen Schmitt, Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Hans Niklas, Mark Veenstra, Wolfgang Fengler, Rainer Frontzek, Achim Strüven, Bernd Lipfert, Michael Vogel, Bernd Kimpel, Jordan Arnold, Max Utech
Trainer: Roland Geggus

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
TuS 1863 Aschaffenburg (Aufsteiger), 1. FC Bamberg, Post-SV Bayreuth, MTV Gießen, SSC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg, ASV Köln, TuS 04 Leverkusen, MTV Wolfenbüttel

Mit den Altinternationalen Didi Keller und Hans Riefling, die ihre aktive Laufbahn beendeten, hatten langjährige Kor- settstangen den USC verlassen. Auch Trainer Hans Leciejewski stellte sein Traineramt zur Verfügung. So stand eine Zäsur bevor.

Auf dem Trainerstuhl nahm nun Roland Geggus Platz. Er hatte in der Meisterschaftssaison bei Hans Leciejewski hospitiert und kannte daher das Team bestens.

Unerwartet kam Hershel Lewis, den man gerne wieder im Team gehabt hätte, nicht mehr zum USC zurück. Aus plausiblen personellen Gründen entschloss man sich nun, die für Lewis vorgesehene Position mit eigenen Kräften zu besetzen und stattdessen einen starken Center zu verpflichten. Den fand man dann in Mark Veenstra, einem weißen US-Amerikaner mit dem Gardemaß von 2,06 m. Er sollte zu den stärksten Centern der Liga zählen.

Im Vergleich zum Vorjahr spielte das Team schneller, aber auch weniger kontrolliert. Es gab nun wesentlich höhere Spielergebnisse als zuvor. So erzielte der USC am 7. Spieltag in einem mitreißenden Spiel in Gießen 105 Punkte (Veenstra 34, Frontzek 32, Fengler 29) – und Gießen behielt doch mit 110 Punkten (Hundley 31, Strauss 28, Minor 27) die Oberhand.

Der Verfasser war Zeuge, als der USC an einem regnerischen und stürmischen Novemberabend bei TuS 04 Lever- kusen (12.11.1977) einen sensationellen 111:109-Sieg n. V. erringen konnte. Hans Niklas hatte Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den 98:98-Ausgleich erzielt, Kapitän Wolfgang Fengler gegen Ende der Verlängerung mit einem Drei-Punkte-Spiel (erfolgreicher Korbwurf und Bonusfreiwurf nach Foul von Rudi Kleen) zum 109:109 egali- siert. Dem Neuling Bernd Lipfert war es dann vorbehalten, zum 111:109 einzulegen. Erst wenige Sekunden zuvor in’s Spiel gekommen, nachdem Hans Niklas und „Lukas“ Kaltschmitt mit jeweils 5 Fouls ausgeschieden waren, wurde er doch Matchwinner, indem er den Pass Rainer Frontzeks eiskalt verwandelte (Veenstra 32, Frontzek 25, Niklas 20, Fengler 14 – Kleen 36,Thimm 25, Lee 23).
In Bamberg unterlag der USC am folgenden Spieltag mit 108:110!

Das Team der Post-Champion-Saison 1977/1978.
Von links: Achim Strüven, Rainer Frontzek, Michael Vogel, Wolfgang Fengler, Bernd Kimpel, Mark Veenstra, Hans Niklas, „Lukas“ Kaltschmitt, Harry Rupp, Jochen Schmitt; auf dem Bild fehlt Neuzugang Bernd Lipfert (Slg. Peter Wittig)

Die Hauptrundenspiele des USC:

USC – 1. FC Bamberg 88:68 (44:30) – Rupp 8, Kaltschmitt 12, Niklas 8, Veenstra 21, Kimpel 2, Fengler 14, Vogel 4, Frontzek 19, Strüven, Lipfert

SSV Hagen – USC 84:73 (46:38) – Rupp 6, Kaltschmitt 3, Niklas 4, Veenstra 7, Kimpel 3, Fengler 16, Frontzek 34, Strüven

Post-SV Bayreuth – USC 86:84 n. V. (38:35, 75:75) – Schmitt 9, Rupp 6, Kaltschmitt 14, Niklas 14, Veenstra 14, Kimpel 2, Fengler 8, Vogel, Frontzek 17, Strüven

USC – ASV Köln 97:83 (51:42) – Schmitt 6, Rupp 2, Kaltschmitt 8, Niklas 8, Veenstra 26, Kimpel 4, Fengler 11, Frontzek 26, Strüven 6

TuS 1863 Aschaffenburg – USC 81:85 (29:40) – Rupp 4, Kaltschmitt 12, Niklas 14, Veenstra 16, Kimpel, Fengler 10, Vogel, Frontzek 27, Strüven, Lipfert 2

USC – SSC Göttingen 83:75 (47:43) – Rupp 9, Kaltschmitt 1, Niklas 18, Veenstra 25, Kimpel 8, Fengler 8, Frontzek 12, Strüven 2

MTV Gießen – USC 110:105 (53:57) – Rupp 6, Kaltschmitt, Niklas 2, Veenstra 34, Kimpel, Fengler 29, Vogel, Frontzek 32, Strüven 2, Lipfert

USC – MTV Wolfenbüttel 75:70 (37:35) – Rupp, Kaltschmitt 6, Niklas 7, Veenstra 6, Kimpel 5, Fengler 12, Frontzek 33, Strüven 6

TuS 04 Leverkusen – USC 109:111 n. V. (54:50, 98:98) – Kaltschmitt 8, Niklas 20, Veenstra 33, Kimpel 6, Fengler 15, Vogel, Frontzek 25, Arnold, Strüven 2, Lipfert 2

1. FC Bamberg – USC 110:108 (56:49) – Rupp 1, Kaltschmitt 6, Niklas 9, Veenstra 24, Kimpel 2, Fengler 12, Vogel, Frontzek 40, Strüven 14, Lipfert

USC – SSV Hagen 90:83 n. V. (45:30, 80:80) – Rupp 2, Kaltschmitt 14, Niklas 19, Veenstra 23, Fengler 7, Vogel 2, Frontzek 21, Strüven 2

USC – Post-SV Bayreuth 110:93 (54:43) – Kaltschmitt 14, Niklas 5, Veenstra 43, Vogel 2, Frontzek 30, Arnold 2, Utesch, Strüven 6, Lipfert 8

ASV Köln – USC 75:76 (41:33) – Schmitt, Kaltschmitt 2, Niklas 7, Veenstra 22, Fengler 16, Vogel, Frontzek 29, Arnold, Strüven, Lipfert

USC – TuS 1863 Aschaffenburg 106:65 (53:35) – Schmitt 2, Kaltschmitt 5, Niklas 9, Veenstra 31, Fengler 7, Vogel 5, Frontzek 26, Arnold 2, Strüven 14, Lipfert 5

SSC Göttingen – USC 83:92 (43:47) – Schmitt, Rupp 4, Kaltschmitt 9, Niklas 5, Veenstra 24, Kimpel, Fengler 6, Vogel 4, Frontzek 36, Strüven 4

USC – MTV Gießen 87:78 (36:36) – Schmitt 2, Rupp 2, Kaltschmitt 5, Niklas 5, Veenstra 26, Fengler 11, Frontzek 34, Strüven 2

MTV Wolfenbüttel – USC 81:93 (43:51) – Schmitt 2, Rupp 4, Kaltschmitt, Niklas 10, Veenstra 25, Kimpel, Fengler 10, Vogel, Frontzek 38, Strüven 4

USC – TuS 04 Leverkusen 89:71 (49:28) – Schmitt 3, Rupp 6, Kaltschmitt 6, Niklas 17, Veenstra 14, Kimpel, Fengler 16, Frontzek 27, Strüven

Am Ende der Hauptrunde fand sich der USC mit 28:8 Punkten etwas überraschend auf dem 1. Tabellenplatz vor den punktgleichen MTV Gießen und TuS 04 Leverkusen – und gehörte plötzlich zum engsten Favoritenkreis. Es war klar, dass die drei „üblichen Verdächtigen“ den Meister unter sich ausmachen würden, da der Abstand zu den anderen Teams bereits zu deutlich war (MTV Wolfenbüttel und SSV Hagen jeweils 20:16 Punkte).

Scharfschütze Rainer Frontzek nimmt mit einem lehrbuchreifen Sprungschuss Maß. Greg Lee und Norbert Thimm (TuS 04 Leverkusen) kommen zu spät; links Wolfgang Fengler/USC (Slg. Peter Wittig).

Schützenkönig der Liga war Rainer Frontzek mit 506 Punkten (Q 28,1!), während sich Mark Veenstra mit immerhin 412 Punkten (Q 22,9) den 8. Platz sicherte.

Der USC ging mit einem günstigen 16:4-Konto in die Endrunde, während die Konkurrenten MTV Gießen 14:6 und TuS 04 Leverkusen 12:8 verbuchten. Dies lag daran, dass seinerzeit lediglich die Hauptrundenspiele gegen die Endrundenteilnehmer in die Bilanz eingingen, die USC-Niederlagen in Bamberg und Bayreuth daher nicht zählten. Doch sollten sich die Dinge rasch ändern.

Völlig überraschend heimste der USC am 1. ER-Spieltag gegen Wolfenbüttel (83:87) und am 2. in Köln (84:93) gleich zwei Niederlagen ein. Niederlage Nummer 3 gab es anschließend in Gießen (94:102), worauf eine kleine Siegesserie folgte (83:81 gg. Leverkusen, 99:95 in Hagen, 90:88 in Wolfenbüttel, 87:81 gg. Köln) – und plötzlich war alles wieder offen, hatte der USC wieder alle Trümpfe in der Hand. Dann folgte die unglückliche (in letzter Se- kunde) und alles entscheidende 80:82-Heimniederlage gegen Gießen am 8. ER-Spieltag. Der Rest war lediglich noch Formsache: Der MTV Gießen wurde Meister, der USC Vizemeister.


Packender Luftkampf. Links Kapitän Wolfgang Fengler (10), am Ball Mark Veenstra, es beobachten „Lukas“ Kaltschmitt (6) und Rainer Frontzek (rechts). (Slg. Peter Wittig)

Die Endrundenspiele des USC:

USC – MTV Wolfenbüttel 83:87 (40:51)
USC: Schmitt, Rupp 4, Kaltschmitt, Niklas 11, Veenstra 19, Kimpel, Fengler 15, Frontzek 32, Strüven 2
MTV: Casault 11, Apeltauer 21, Wohlers 13, Ammon 2, Biskup 3, Loibl 13, Wiese 6, De Witt 18; Trainer: Albu

ASV Köln – USC 93:84 (53:51)
ASV: Mock 12, Heidrich 8, Kapicic 31, Zander 28, Ludwig 2, Schiefer 4, Schulte 4, Steffen 4; Trainer: Samberger
USC: Schmitt, Rupp 7, Kaltschmitt 6, Niklas 2, Veenstra 25, Kimpel, Fengler 15, Vogel, Frontzek 27, Strüven 2

MTV Gießen – USC 102:94 (57:42)
MTV: Lindenstruth, Froese 16, Strack 4, Strauss 8, Hess 7, Hundley 34, Dr. Ampt 10, Peters 3, Minor 18, Bauernfeind 2; Trainer: Prof. Dr. Neumann
USC: Schmitt, Rupp, Kaltschmitt 9, Niklas 8, Veenstra 26, Kimpel, Fengler 24, Vogel, Frontzek 25, Strüven 2

USC – TuS 04 Leverkusen 83:81 (52:36)
USC: Schmitt 3, Rupp, Kaltschmitt 4, Niklas, Veenstra 24, Kimpel 4, Fengler 7, Vogel, Frontzek 37, Strüven 4
TuS 04: A. Kuczmann 12, Burmeister 2, Ecker 12, Kleen 26, Lee 9, v. Stegmann, Thimm 20; Trainer: Trapp

SSV Hagen – USC 95:99 (56:44)
SSV: Pollex 16, Schmunz 2, Risse 2, Diestelhorst 4, Kadlec 21, Asshoff 10, Knezevic 36, Kuhtz 4; Trainer: Krüsmann
USC: Schmitt, Rupp, Kaltschmitt 4, Niklas 3, Veenstra 21, Kimpel 6, Fengler 23, Vogel, Frontzek 40, Strüven 2

MTV Wolfenbüttel – USC 88:90 n. V. (38:30, 75:75)
MTV: Casault 21, Apeltauer 23, Wohlers 10, Löwe 6, Loibl 14, Kück 3, De Witt 11
USC: Rupp 4, Kaltschmitt 2, Niklas 4, Veenstra 10, Kimpel 4, Fengler 22, Frontzek 41, Strüven 1, Lipfert 2

USC – ASV Köln 87:81 (45:48)
USC: Rupp 10, Kaltschmitt 2, Niklas 12, Veenstra 10, Kimpel, Fengler 12, Vogel, Frontzek 36, Strüven 5, Lipfert
ASV: Mock 2, Heidrich, Kapicic 14, Molito 4, Zander 29, Ludwig 4, Schiefer 6, Schulte 11, Steffen 11

USC – MTV Gießen 84:86 (40:40)
USC: Rupp 2, Kaltschmitt 4, Niklas 6, Veenstra 23, Kimpel 2, Fengler 9, Vogel, Frontzek 34, Strüven 4, Lipfert
MTV: Lindenstruth, Froese 6, Strack 19, Strauss 16, Hess 7, Hundley 18, Peters 5, Minor 15, Bauernfeind, Nöcker

TuS 04 Leverkusen – USC 106:69 (50:37)
TuS 04: Reintjes, A. Kuczmann 24, Röhrich 5, Burmeister 8, Ecker 10, Jansen, Kleen 25, Lee 19, v. Stegmann 6, Thimm 9
USC: Rupp 2, Kaltschmitt 8, Niklas 11, Veenstra 16, Kimpel, Fengler 14, Frontzek 15, Strüven 2, Lipfert 1

USC – SSV Hagen 81:71 (41:30)
USC: Rupp 4, Kaltschmitt 1, Niklas 6, Veenstra 22, Kimpel 5, Fengler 6, Vogel 4, Frontzek 25, Strüven 4, Lipfert 4
SSV: Pollex 4, Henzler 2, Schmunz 6, Schimke 6, Risse 4, Diestelhorst 6, Kadlec 6, Asshoff 8, Knezevic 26, Kuhtz 3

Immerhin reichte es gegen den SSV Hagen zur Verteidigung des Deutschen Basketball-Pokals. Im Heimspiel konnte der USC die Gäste aus Westfalen mit 78:69 besiegen. Das Spiel in Hagen verlief ähnlich dramatisch wie zwei Jahre zuvor in Heidelberg, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal reichte der 90:82-Sieg des SSV nicht aus, dem USC den Pokal noch zu entreißen.

1. Endspiel in Heidelberg 78:69
USC: Rupp 2, Kaltschmitt 4, Niklas 6, Veenstra 22, Kimpel 1, Fengler 20, Vogel, Frontzek 19, Strüven 2, Lipfert 2
SSV: Pollex 4, Henzler 2, Schimke 2, Diestelhorst 15, Kadlec 10, Asshoff 7, Knezevic 29, Weiß

2. Endspiel in Hagen 90:82
USC: Rupp 6, Kaltschmitt 2, Niklas 4, Veenstra 30, Fengler 12, Frontzek 28, Strüven
SSV: Pollex 13, Henzler 2, Schimke 4, Schmunz 4, Diestelhorst 9, Kadlec 20, Asshoff 10, Knezevic 28

Saison 1978/1979

8. Platz in der deutschen Meisterschaft

Aufgebot 78/79:
Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Hans Niklas, André Means, Wolfgang Fengler, Thomas Jung, Achim Strüven, Bernd Lipfert, Michael Vogel, Wilfried Sambel, Jordan Arnold, Max Utech
Trainer: Roland Geggus

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
TuS 1863 Aschaffenburg, 1. FC Bamberg, Post-SV Bayreuth, MTV Gießen, SSC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg, BSC Saturn Köln, TuS 04 Leverkusen, MTV Wolfenbüttel

Weiterhin mit Roland Geggus als Trainer und Coach, doch wiederum starken Veränderungen ging es in die Saison. Mark Veenstra verlängerte seinen Kontrakt leider nicht, überdies zog es Rainer Frontzek nach Leverkusen, Jochen Schmitt zum MTV nach Wolfenbüttel und Bernd Kimpel zurück zur Frankfurter Eintracht. Mit André Means konnte immerhin für die Centerposition eine 2,07 m große, sprungstarke, korbgefährliche und technisch versierte schwarze US-Perle verpflichtet werden, die den in sie gesetzten Erwartungen durchaus gerecht werden sollte. Mit ihm bilde- ten nun Harry Rupp, Kapitän Wolfgang Fengler, Hans Niklas und Achim Strüven die Korsettstangen des neuen Teams. Größere Verantwortung mussten nun auch „Lukas“ Kaltschmitt im Aufbau, Bernd Lipfert auf dem Flügel und Michael Vogel unter dem Korb übernehmen. Die Nachwuchsspieler Max Utech und Jordan Arnold, beide Außen- spieler, sollten stärker in das Team integriert werden. Neu hinzu gekommen war aus Hagen Thomas Jung, ein soli- der Flügelspieler. Kaum Akzente sollte dagegen Wilfried Sambel, ein vom Regionalligisten TSV Berghausen ge- wechselter Aufbauspieler, setzen können.

Das USC-Team der Saison 1978/1979

Nach einer wechselhaften Saison ließ sich das Fazit ziehen, dass man zwar mit diesem Team einen sicheren Mittelfeld-Platz erreicht hatte, aber nicht mehr in den Meisterschaftskampf eingreifen konnte. Gerade die Offen- sivkraft auf den Außenpositionen war gegenüber der Meistermannschaft von 76/77, als man mit Lewis und Frontzek die ligabesten Flügelspieler im Team hatte, erheblich erlahmt. Im Gegensatz zur Vorsaison, als es noch einigerma- ßen gelang, Hershel Lewis zu ersetzen, war dies nun bei Rainer Frontzek nicht mehr möglich. War es seitens der USC-Verantwortlichen klug, ihm längere Zeit die Freigabe für Leverkusen zu verweigern und damit möglicherweise eigene Verpflichtungen zu blockieren? Der USC fand sich am Saisonende auf dem 6. und damit letzten Platz der Endrunde wieder, was durchaus als schlechtes Vorzeichen für die kommende Saison bewertet werden konnte!

Die Hauptrundenspiele des USC:

USC – BSC Saturn Köln 72:71 (37:35) – Rupp 6, Kaltschmitt 8, Niklas 10, Means 20, Fengler 26, Vogel, Jung, Strüven 2

TuS Aschaffenburg – USC 69:78 (36:33) – Rupp, Kaltschmitt 17, Niklas 12, Means 24, Fengler 17, Vogel, Jung 8, Strüven, Lipfert, Sambel

MTV Gießen – USC 89:72 (45:27) – Rupp 4, Niklas 11, Means 18, Fengler 16, Vogel 2, Jung 17, Strüven 4, Sambel

USC – 1. FC Bamberg 84:70 (42:29) – Rupp 14, Kaltschmitt 4, Niklas 16, Fengler 27, Vogel 4, Jung 14, Strüven 5, Utech, Arnold

MTV Wolfenbüttel – USC 72:67 (31:31) – Rupp 10, Kaltschmitt 2, Niklas 6, Means 16, Fengler 13, Vogel, Jung 14, Strüven 4

USC – Post-SV Bayreuth 84:81 (46:45) – Rupp 3, Kaltschmitt 4, Niklas 6, Means 24, Fengler 25, Vogel, Jung 12, Strüven 10

SSV Hagen – USC 88:59 (45:31) – Rupp 2, Kaltschmitt 4, Niklas 11, Means 15, Fengler 17, Vogel 2, Jung 8, Ar- nold, Strüven

USC – TuS 04 Leverkusen 75:91 (43:39) – Rupp 10, Kaltschmitt 2, Niklas 4, Means 25, Fengler 16, Vogel, Jung 18, Strüven

USC – SSC Göttingen 65:71 (41:41) – Rupp 10, Kaltschmitt, Niklas 4, Means 21, Fengler 22, Vogel 2, Jung 2, Strüven, Lipfert 4

BSC Saturn Köln – USC 85:63 (47:29) – Rupp 2, Kaltschmitt, Niklas, Means 17, Fengler 20, Vogel, Jung 10, Arnold, Strüven 12, Lipfert 2

USC – TuS Aschaffenburg 99:68 (47:24) – Sambel 2, Rupp 8, Kaltschmitt 5, Niklas 8, Means 23, Fengler 24, Vogel, Jung 14, Strüven 10, Lipfert 5

USC – MTV Gießen 83:69 (41:30) – Sambel, Rupp 11, Kaltschmitt 8, Niklas 7, Means 21, Fengler 22, Vogel 4, Jung 2, Strüven 6, Lipfert 2

1. FC Bamberg – USC 72:74 (29:38) – Rupp 4, Kaltschmitt 14, Niklas, Means 22, Fengler 20, Vogel 2, Jung 6, Strüven 6

USC – MTV Wolfenbüttel 78:63 (32:34) – Sambel, Rupp 10, Kaltschmitt 21, Niklas 4, Means 8, Fengler 12, Vogel 2, Jung 11, Strüven 10, Lipfert

Post-SV Bayreuth – USC 109:70 (43:27) – Rupp 6, Kaltschmitt 2, Niklas 6, Means 25, Fengler, Vogel, Jung 11, Strüven 8, Lipfert 12

TuS 04 Leverkusen – USC 68:71 (35:38) – Kaltschmitt 2, Niklas 4, Means 33, Utech, Vogel 6, Jung 12, Arnold, Strüven 14, Lipfert

USC – SSV Hagen 80:75 (42:37) – Rupp 12, Kaltschmitt 7, Niklas 2, Means 22, Fengler 29, Vogel, Jung 8, Lipfert

SSC Göttingen – USC 73:67 (35:36) – Rupp 8, Kaltschmitt 2, Niklas 2, Means 20, Fengler 9, Vogel, Jung 16, Strüven 10

Nach dem letzten Hauptrundenspieltag führte der MTV Gießen mit 26:10 Punkten vor dem punktgleichen TuS 04 Leverkusen die Tabelle an. Auf den Plätzen folgten SSC Göttingen (24:12), SSV Hagen (20:16), USC Heidelberg (20:16), MTV Wolfenbüttel (20:16), BSC Köln (18:18), Post-SV Bayreuth (12:24), 1. FC Bamberg (10:26) und TuS Aschaffenburg (4:32).
Für die Endrunde der besten sechs Mannschaften hatten sich damit MTV Gießen, TuS 04 Leverkusen, SSC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg und MTV Wolfenbüttel qualifiziert.

Die Liste der Korbjäger führte der Wolfenbütteler De Witt mit 500 Punkten vor Geschwindner/Bamberg (462) und Olinde/Göttingen (447) an. Die Heidelberger Means (354) und Fengler (315) belegten die Plätze 9 bzw. 15.

Die Endrundenspiele des USC:

MTV Wolfenbüttel – USC 70:69 (37:32)
MTV: Casault 18, Kück 4, Schmitt 19, Ammon 2, Maschke 3, De Witt 12, Loibl 8, Martinek 4; Trainer: Albu
USC: Rupp 6, Kaltschmitt 6, Niklas, Means 12, Fengler 23, Jung 8, Strüven 14

USC – SSV Hagen 56:68 (34:35)
USC: Rupp 2, Kaltschmitt 2, Niklas 6, Means 18, Utech, Fengler 10, Vogel, Jung 4, Strüven 10, Lipfert 4
SSV: Kuhtz 3, Schmunz 2, Schimke 8, Weiss 6, Risse 4, Diestelhorst 20, Pollex, Asshoff 12, Harnett 13; Trainer: Krüsmann

MTV Gießen – USC 73:65 (33:26)
MTV: Lindenstruth, Froese 13, Strack 12, Strauss 13, Hess 4, Hundley 11, Krausch, Peters 4, Minor 14, Bauernfeind 2; Trainer: Prof. Dr. Neumann
USC: Rupp 2, Kaltschmitt 12, Niklas 2, Means 27, Fengler 10, Vogel, Jung, Arnold 2, Strüven 10

SSC Göttingen – USC 79:61 (37:26)
SSC: Lorenz, Apeltauer 12, Olinde 25, Schneider 2, Sowa 6, Hahne 12, Lodders 8, Grahl 2, D. Weitemeyer 12, B. Weitemeyer; Trainer: Schofield
USC: Rupp 4, Kaltschmitt 2, Niklas 8, Means 24, Jung 8, Strüven 6, Lipfert 9

USC – TuS 04 Leverkusen 69:79 (22:42)
USC: Rupp 6, Kaltschmitt 6, Niklas 4, Fengler 18, Vogel, Jung 12, Strüven 18, Lipfert 5
TuS 04: Kuczmann 2, Burmeister 6, Ecker 10, Röhrich, Kleen 17, Kruschewski 9, v. Stegmann 6, Thimm 20, Lee 9; Trainer: Trapp

USC – MTV Wolfenbüttel 84:77 (36:25)
USC: Sambel, Rupp 2, Kaltschmitt 5, Niklas 5, Means 25, Fengler 19, Jung 8, Strüven 10, Lipfert 10
MTV: Casault 16, Kück 10, Schmitt 6, Ammon, Maschke 2, De Witt 26, Loibl 12, Martinek 5

SSV Hagen – USC 86:85 n. V. (36:32, 81:81)
SSV: Schmunz 1, Schimke 12, Weiss 8, Diestelhorst 22, Pollex 8, Asshoff 14, Harnett 21
USC: Kaltschmitt 11, Means 20, Fengler 20, Vogel 2, Jung 20, Strüven 8, Lipfert 4

USC – MTV Gießen 76:72 (35:36)
USC: Rupp 8, Kaltschmitt 5, Niklas 6, Means 28, Fengler 15, Vogel 4, Jung 8, Strüven, Lipfert 2
MTV: Lindenstruth, Strack 7, Strauss 16, Hess 12, Hundley 18, Krausch, Peters 4, Minor 15

USC – SSC Göttingen 71:83 (38:43)
USC: Kaltschmitt 17, Means 13, Fengler 17, Vogel 6, Jung 10, Strüven 8, Lipfert
SSC: Apeltauer 10, Olinde 14, Sowa 12, Hahne 18, Lodders 7, D. Weitemeyer 22

TuS 04 Leverkusen – USC 111:76 (35:38)
TuS 04: Kadlec 9, Kuczmann 6, Burmeister, Ecker 24, Röhrich 6, Kleen 24, v. Stegmann 11, Thimm 7, Lee 24
USC: Rupp 4, Means 20, Utech 1, Fengler 20, Vogel 2, Jung 16, Arnold, Strüven 13, Lipfert

Deutscher Meister wurde überlegen TuS 04 Leverkusen mit 44:12 Punkten vor MTV Gießen (34:22), MTV Wolfen- büttel, SSC Göttingen (je 32:24), SSV Hagen (30:26) und dem USC (24:32).

Saison 1979/1980

Absteiger: 4. und letzter Platz in der Abstiegsrunde der 1. BL

Aufgebot 79/80:
Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Hans Niklas, André Means, Richard Sattel, Thomas Jung, Achim Strüven, Bernd Lipfert, Michael Vogel, Wilfried Sambel, Jordan Arnold, Max Utech, Anti Kucker
Trainer: Roland Geggus

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
Post-SV Bayreuth, Eintracht Frankfurt (Aufsteiger), MTV Gießen, SSC Göttingen, SSV Hagen, Hamburger TB (Aufsteiger), USC Heidelberg, BSC Saturn Köln, TuS 04 Leverkusen, MTV Wolfenbüttel

Roland Geggus übernahm nun bereits im 3. Jahr die Verantwortung für das Team. Dieses hatte mit der Abwan-derung des Kapitäns Wolfgang Fengler nach Gießen erneut einen herben Verlust zu verkraften. Das (leider längst verstummte) Heidelberger Tageblatt kommentierte seinerzeit treffend: „Der schon früh beschlossene Wechsel von Wolfgang Fengler zum MTV Gießen magerte die Heidelberger endgültig zu einer Nichtspitzen-mannschaft ab, die für potentielle oder momentane Nationalspieler nicht mehr zur Diskussion stand.“ Genauso war es! Gewonnen werden konnten nur noch Spieler, die einen geordneten Trainingsbetrieb ermöglichten, im Spiel aber allenfalls spo- radisch Wirkung zu erzielen vermochten. Dass mit André Means der gute amerikanische Center der Vorsaison gehalten werden konnte, war nur ein schwacher Trost. Denn nun existierte auch das in der Vorsaison bewährte Centerduo Means/Fengler nicht mehr.


Das USC-Team der Saison 1979/1980

Die USC-Spiele der Hauptrunde:

USC – SSC Göttingen 76:83 (33:43) – Rupp 6, Jung 10, Kaltschmitt 5, Niklas, Strüven 2, Means 26, Lipfert 25, Vogel 2, Sambel, Sattel

BSC Saturn Köln – USC 91:52 (39:28) – Jung 6, Kaltschmitt 4, Strüven 8, Means 28, Lipfert 4, Sattel 2

Hamburger TB – USC 92:97 n. V. (46:40, 84:84) – Arnold, Rupp 6, Kaltschmitt 23, Niklas, Means 29, Jung 7, Sattel, Strüven 12, Lipfert 20, Sambel

USC – Eintracht Frankfurt 73:93 (38:50) – Rupp 6, Jung 2, Kaltschmitt 10, Niklas 5, Strüven 6, Means 21, Lipfert 16, Vogel 5, Sambel

TuS 04 Leverkusen – USC 91:53 (50:25) – Rupp 2, Jung 4, Kaltschmitt 6, Strüven, Means 26, Lipfert 13, Vogel 2, Sambel

USC – SSV Hagen 71:60 (34:24) – Rupp 5, Jung 12, Kaltschmitt 8, Strüven 12, Means 12, Lipfert 20, Vogel 2, Sambel, Utech

USC – MTV Gießen 60:77 (22:43) – Jung 4, Lipfert 10, Rupp 13, Vogel 6, Strüven 6, Kaltschmitt 6, Means 17

USC Bayreuth – USC HD 81:86 (41:50) – Rupp 4, Jung 20, Kaltschmitt 17, Means 32, Lipfert 8, Sattel 2, Vogel 3

USC – MTV Wolfenbüttel 62:60 (36:35) – Rupp 6, Jung 10, Kaltschmitt 2, Strüven 6, Means 26, Lipfert 8, Vogel 4

SSC Göttingen – USC 98:76 (44:31) – Rupp 2, Kaltschmitt 10, Strüven 4, Means 33, Lipfert 12, Sattel, Vogel 15, Utech, Kucker

USC – BSC Saturn Köln 65:68 (33:41) – Rupp 6, Jung 12, Kaltschmitt 9, Strüven 7, Means 25, Lipfert 4, Vogel 2, Sattel

USC – Hamburger TB 71:73 (35:38) – Rupp 6, Jung 12, Kaltschmitt 6, Strüven 4, Means 33, Lipfert 8, Vogel 2, Sattel, Sambel, Utech

Eintracht Frankfurt – USC 80:91 (47:43) – Jung 5, Rupp 14, Kaltschmitt 11, Strüven 2, Means 26, Lipfert 17, Vogel 16

USC – TuS 04 Leverkusen 71:80 (32:38) – Rupp 4, Jung 2, Kaltschmitt 12, Strüven 4, Means 32, Lipfert 14, Vogel 2, Sattel, Sambel, Utech 1

SSV Hagen – USC 107:83 (56:46) – Jung 2, Rupp 20, Kaltschmitt 11, Strüven 2, Means 34, Lipfert 15, Vogel 3, Sambel, Sattel, Utech

MTV Gießen – USC 72:71 (31:25) – Arnold 1, Jung, Rupp 10, Kaltschmitt 11, Strüven 2, Means 34, Lipfert 10, Vogel 3, Sambel, Sattel

USC – USC Bayreuth 64:66 (33:40) – Rupp 9, Jung 5, Kaltschmitt 4, Strüven 10, Means 16, Lipfert 16, Vogel 2, Sattel 2, Sambel, Utech

MTV Wolfenbüttel – USC 82:53 (45:29) – Jung 7, Rupp 2, Kaltschmitt 10, Strüven, Means 12, Lipfert 16, Vogel 4, Sambel, Sattel 2

Es kam schließlich, wie es kommen musste. Mit dem 7. Platz in der Hauptrunde konnte sich der USC nicht mehr für die Endrunde qualifizieren. Mangelnde Erfahrung in dieser für den USC neuen Situation des Abstiegskampfes mag mitgespielt haben, dass die in der Tabelle der Hauptrunde hinter dem USC platzierten Hamburger TB und USC Bayreuth den USC in der Abstiegsrunde noch passieren konnten und ihn damit zum Abstieg verurteilten. Es stand ein Neubeginn an!

Die USC-Spiele der Abstiegsrunde:

Eintracht Frankfurt – USC 83:78 (41:36) – Jung 2, Lipfert 12, Niklas, Rupp 4, Vogel 12, Strüven 6, Sambel, Sattel, Kaltschmitt 28, Means 12

USC HD – USC Bayreuth 58:60 (31:40) – Rupp 4, Jung 10, Niklas 7, Kaltschmitt 7, Strüven 2, Means 23, Vogel 4, Sambel

USC – Hamburger TB 71:73 (30:31) – Rupp 2, Jung 10, Kaltschmitt 4, Strüven 4, Means 13, Lipfert 16, Vogel 7, Sattel 2, Niklas

Hamburger TB – USC 57:56 (28:24) – Rupp 4, Vogel 2, Kaltschmitt 10, Niklas, Means 23, Jung, Sattel, Strüven 10, Lipfert 7, Sambel

USC Bayreuth – USC HD 75:76 (45:34) – Rupp 6, Jung 10, Strüven 6, Kaltschmitt 10, Means 33, Lipfert 6, Sattel, Vogel 5, Sambel

USC – Eintracht Frankfurt 90:96 (28:36) – Rupp, Jung 12, Kaltschmitt, Strüven 4, Means 27, Lipfert 16, Vogel 16, Sambel 3, Sattel 12

Der USC belegte nach der abschließenden Niederlage gegen Frankfurt mit 12:36 Punkten den 4. und damit letzten Tabellenplatz der Abstiegsrunde und stieg zusammen mit Eintracht Frankfurt (14:34) in die 2. Bundesliga Süd ab, während der USC Bayreuth und der Hamburger TB mit jeweils 16:32 Punkten die Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga behaupteten.

Deutscher Meister wurde der SSC Göttingen mit 48:8 Punkten vor TuS 04 Leverkusen (44:12). Es folgten MTV Gießen, Saturn Köln, MTV Wolfenbüttel und SSV Hagen.

2. Up and down (80/81 – 84/85)

 

Charakteristisch für jene Jahre waren die wiederholten Versuche, sich wieder in der 1. Bundesliga zu etablieren. Basketball-Bundesliga ohne USC – USC in der Zweitklassigkeit waren Vorstellungen, an die man sich obschon veränderter Rahmenbedingungen kaum gewöhnen konnte und wollte. Trotz der notorischen Finanzknappheit des Hauptvereins konnten zunächst auch durchaus noch gute BL-Spieler verpflichtet werden. Noch immer galt der USC als solides Sprungbrett für eine Basketball-Karriere. Gerade diese Sichtweise begann dann allerdings zu bröckeln. Auch zeigte sich wiederholt, dass die jeweiligen USC-Kader sich im Abstiegskampf schwer taten, gegen vermeint- lich leichtere Gegner (die sich dann jedoch als Hauptkonkurrenten herausstellten) häufig wie gelähmt wirkten. Er- schwerend hinzu kamen beim nominell gut besetzten Kader 81/82 massive interne Zwiste, die ja gerade in Krisen- zeiten besonders heftig auftreten und wirken können.

Saison 1980/1981

Aufsteiger in die 1. BL: 1. Platz der Aufstiegsrunde der 2. BL Süd

Aufgebot 80/81:
Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Hans Niklas, Ted Hundley, Klaus Henzler, Thomas Jung, Michael Vorhoff, Bernd Lipfert, Jordan Arnold, Horst Wolf, Martin Kolb, Thomas Auer, Attila Hasrany
Trainer: Hans Leciejewski

Die Konkurrenz der 2. Bundesliga Süd:
BG Bamberg, 1. FC Bamberg, BC Darmstadt, TV Eppelheim, Eintracht Frankfurt, TG Hanau, USC Heidelberg, TV Langen, DJK SB München, SB DJK Rosenheim

Nachdem Roland Geggus als Trainer und Coach nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm Hans Leciejewski wieder das Steuer. Dieser Umstand war als Ausrufezeichen zu bewerten und bedeutete nichts anderes, als dass der USC dauerhaft in das Oberhaus zurückkehren wollte. Entsprechend ambitioniert war die Zusammensetzung des Kaders. Sensationell gelang es „Lambi“, mit Ted Hundley einen der besten Erstligacenter aus Gießen zum USC zu locken. Aus Hagen bzw. Minden kamen die talentierten Flügelspieler Klaus Henzler und Michael Vorhoff. Mit Horst Wolf stieß ein erst 16-jähriger, 2.07 m große Rohdiamant aus Amorbach zum USC, der jedoch in der 1. Mannschaft zunächst nur sporadisch eingesetzt werden sollte. Aus dem Vorjahr standen Achim Strüven, Max Utech, Michael Vogel (beendeten aktive Laufbahn), André Means (Luxemburg), Richard Sattel (TV Eppelheim) und Wilfried Sambel (Berghausen) nicht mehr zur Verfügung. Auch Hans Niklas wollte aus beruflichen Gründen kürzer treten, ggf. aber gelegentlich aushelfen. So hatte „Lambi“ eine Mannschaft zur Verfügung, die im Rückraum mit Harry Rupp und Hans-Peter Kaltschmitt sowie auf den Flügeln mit Bernd Lipfert, Thomas Jung, Klaus Henzler und Jordan Arnold für die 2. BL sehr gut besetzt war. Auf der Centerposition war der USC mit Ted Hundley erstklassig vertreten, doch fehlten hier ein starker Power Forward (4) und Wechselmöglichkeiten.


Mit dieser Mannschaft ging der USC in der Saison 1980/1981 den Wiederaufstieg in die 1. BL an.

Es kam auch zu zwei Lokalderbys gegen den Aufsteiger TV Eppelheim, bei dem Didi Keller als Spielertrainer fungierte.  Beide Spiele gingen an den USC. Die Saison entwickelte sich dann zu einem Duell um den Aufstieg zwischen dem USC und dem TV Langen, zwei Rivalen, die sich später noch häufig begegnen sollten. Nach Ab- schluss der Hauptrunde hatten die Hessen noch die Nase vorne. In bester Dramaturgie fiel die Entscheidung erst am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde im ausverkauften BLZ, wo der USC den TV Langen mit 56:51 niederkämp- fen und damit punktgleich den Aufstieg sichern konnte. „Der USC leistete Maßarbeit.“ (Heidelberger Tageblatt) und „Unter Konfettiregen ins Basketball-Oberhaus“ (RNZ) lauteten die Schlagzeilen der heimischen Presse. Der TV Langen konnte jedoch dann durch eine Entscheidung am grünen Tisch ebenfalls in das Oberhaus einziehen.

Die Hauptrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

BC Darmstadt – USC 63:93 (30:50) – Henzler 8, Hundley 32, Arnold 10, Jung 2, Kaltschmitt 9, Lipfert 20, Rupp 10, Auer, Vorhoff, Hasrany

USC – BG Bamberg 72:67 (41:38) – Henzler 4, Hundley 19, Arnold 4, Jung 12, Kaltschmitt 6, Lipfert 15, Rupp 12, Auer, Vorhoff

USC – TG Hanau 94:65 (48:34) – Hundley 21, Arnold 6, Jung 16, Kaltschmitt 14, Lipfert 24, Rupp 10, Wolf 2, Henzler

TV Langen – USC 89:87 (44:41) – Henzler 4, Hundley 34, Arnold 2, Jung 10, Kaltschmitt 10, Lipfert 21, Rupp 6, Auer, Wolf, Kolb

USC – SB DJK Rosenheim 91:72 (48:28) – Henzler 10, Hundley 38, Arnold 4, Jung 4, Kaltschmitt 4, Lipfert 17, Rupp 14, Wolf, Kolb

DJK SB München – USC 81:90 (45:42) – Henzler 16, Hundley 43, Arnold 6, Jung 8, Kaltschmitt 2, Lipfert 6, Rupp 9, Auer, Wolf, Kolb

Eintracht Frankfurt – USC 62:98 (43:56) – Henzler 14, Hundley 23, Arnold 18, Jung 14, Kaltschmitt 2, Lipfert 10, Rupp 13, Auer 2, Wolf 2

USC – 1. FC Bamberg 87:70 (49:39) – Henzler 14, Hundley 31, Arnold 4, Jung 8, Kaltschmitt 8, Lipfert 7, Rupp 13, Wolf 2

TV Eppelheim – USC 52:72 (24:27) – Bläsius 4, Pledger 10, H. Sattel 4, R. Sattel 4, Schmitt 6, Wegscheider 6, Keller 16, Niepert, Strubel, Zimmermann – Henzler 8, Hundley 26, Jung 6, Kaltschmitt 10, Lipfert 12, Rupp 4, Auer, Wolf 6, Kolb

USC – BC Darmstadt 79:75 n. V. (40:37, 68:68) – Henzler 20, Hundley 16, Arnold 2, Jung 11, Kaltschmitt, Lipfert 20, Rupp 9, Wolf 1, Auer, Kolb

BG Bamberg – USC 62:71 (44:39) – Henzler 25, Hundley 19, Arnold, Jung 4, Kaltschmitt 18, Lipfert 3, Rupp 2, Auer, Wolf, Kolb

TG Hanau – USC 58:57 (34:28) – Henzler 16, Hundley 12, Jung 12, Niklas 2, Lipfert 11, Rupp 4, Auer, Arnold, Kaltschmitt

USC – TV Langen 57:63 n. V. (31:34, 53:53) – Henzler 8, Hundley 19, Jung 4, Kaltschmitt 14, Lipfert 6, Rupp 6, Arnold, Wolf , Auer, Niklas

SB DJK Rosenheim – USC 79:90 (48:47) – Henzler 9, Hundley 38, Jung 18, Niklas 2, Lipfert 16, Rupp 7

USC – DJK SB München 75:66 (32:27) – Henzler 14, Hundley 28, Arnold, Jung 10, Kaltschmitt 4, Lipfert 8, Rupp 6, Wolf 5, Niklas, Kolb

USC – Eintracht Frankfurt 110:69 (61:36) – Henzler 12, Hundley 10, Arnold 8, Jung 29, Kaltschmitt 17, Lipfert 17, Rupp 6, Wolf 5, Niklas 4, Kolb 2

1. FC Bamberg – USC 86:78 (54:41) – Henzler 12, Hundley 25, Jung 13, Kaltschmitt 5, Niklas 2, Lipfert 9, Rupp 8, Wolf 4, Arnold, Kolb

USC – TV Eppelheim 61:56 (31:35) – Henzler 10, Hundley 26, Jung 8, Kaltschmitt 7, Lipfert 2, Rupp 2, Wolf, Niklas 6  – Heiß 4, Schmitt 9, Unverfehrt 6, Wegscheider 19, Keller 14, Zimmermann 4, Höhnle

Nach dem letzten Spieltag der Hauptrunde führte der TV Langen mit 32:4 Punkten (1601:1392) die Tabelle an. Es folgte der USC (28:8/1468:1239) vor den beiden Bamberger Clubs 1. FC (26:10/1552:1415) und BG (22:14/1609: 1517). Diese vier Vereine hatten sich für die Aufstiegsrunde zur 1. BL qualifiziert.
Der TV Eppelheim hatte mit 8:28 Punkten den drittletzten Platz inne vor dem BC Darmstadt (4:32) und dem Schlusslicht Eintracht Frankfurt (2:34). Sie gingen mit Rosenheim, Hanau und München in die Abstiegsrunde.

Mit zwei Auftaktsiegen bei zwei Niederlagen des Widersachers hatte der USC den TV Langen bereits am zweiten Spieltag der Aufstiegsrunde gestellt. Am 4. Spieltag schienen den „Akademikern“ aber die Felle davonzuschwim- men, als sie beim 1. FC Bamberg untergingen. Doch fingen sie sich und beendeten die Saison mit dem Sieg im letzten Endrundenspiel gegen den Rivalen Langen, der den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga bedeutete.

Die Aufstiegsrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

TV Langen – USC 67:70 (36:40) – Henzler 14, Hundley 18, Arnold, Jung 10, Kaltschmitt 6, Lipfert 12, Rupp 8, Niklas 2, Wolf, Kolb

USC – BG Bamberg 68:60 (38:31) – Henzler 18, Hundley 28, Arnold, Jung 6, Kaltschmitt 4, Lipfert 4, Rupp 8

USC – 1. FC Bamberg 76:59 (42:24) – Henzler 8, Hundley 28, Arnold, Jung 10, Kaltschmitt 11, Lipfert 6, Rupp 10, Wolf 3, Niklas, Kolb

1. FC Bamberg – USC 86:56 (36:24) – Henzler 14, Hundley 20, Arnold, Jung 8, Kaltschmitt 2, Lipfert 2, Rupp 8, Wolf, Niklas 2, Kolb

BG Bamberg – USC 59:68 (30:37) – Henzler 20, Hundley 18, Arnold, Jung 18, Kaltschmitt 1, Lipfert 5, Rupp 4, Wolf, Niklas 2, Kolb

USC – TV Langen 56:51 (36:31) – Hundley 28, Arnold, Jung, Kaltschmitt 3, Lipfert, Rupp 11, Wolf, Niklas 14, Kolb

Der TV Eppelheim erreichte in der Abstiegsrunde der 2. BL Süd unter dem Spielertrainer Didi Keller den 4. Tabel- lenplatz und sicherte sich damit die weitere Zugehörigkeit zur Spielklasse.

 

Saison 1981/1982

Absteiger in die 2. BL Süd

Aufgebot 81/82:
Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Ted Hundley, Klaus Henzler, Thomas Jung, Bernd Lipfert, Jordan Arnold, Horst Wolf, Rainer Frontzek, Christoph Kruschewski, Bernd Kimpel, Jochen Weiss, Wolf Armbruster, Uwe Sauer
Trainer: Hans Leciejewski

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
USC Bayreuth, DTV Charlottenburg (Aufsteiger), MTV Gießen, ASC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg (Aufsteiger), BSC Saturn Köln, TV Langen (Aufsteiger), TuS 04 Leverkusen, MTV Wolfenbüttel

Mit großen Erwartungen ging der nun wieder erstklassige USC in die neue Saison. „Lambi“ konnte einen Kader melden, mit dem der USC fürwahr im Oberhaus vorne mitspielen konnte. „Läßt der Rekordmeister die Muskeln spielen?“, stellte der Chronist Claus-Peter Bach von der RNZ am 10.6.1981 die rhetorische Frage. Angesichts der Neuverpflichtungen konnte man diesen Eindruck durchaus gewinnen. Aus Leverkusen kamen Rainer Frontzek und Christoph Kruschewski, ein großer Flügelspieler. Bernd Kimpel kam aus Haifa zum USC zurück. Der talentierte Centerspieler Jochen Weiß stieß vom SSV Hagen zum USC. Aus Waiblingen kam mit Wolf Armbruster ein Juni- orennationalspieler, der beim letzten Albert-Schweitzer-Turnier als technisch bester Spieler ausgezeichnet worden war, aus Karlsruhe mit Uwe Sauer ein sehr begabter Aufbauspieler, ebenfalls Juniorennationalspieler. Zwar beende- te Hans Niklas seine aktive Laufbahn. Doch mit den letztjährigen Spielern Ted Hundley, Harald Rupp, Hans-Peter Kaltschmitt, Bernd Lipfert, Thomas Jung, Klaus Henzler, Jordan Arnold und Horst Wolf sowie den Neuzugängen hatte der Kader nicht nur Spitzenspieler in seinen Reihen, sondern auch eine beachtliche Tiefe.

Der Erstligakader der Saison 1981/1982.
Obere Reihe, von links: Kruschewski, Frontzek, Lipfert, Bartmann; mittlere Reihe v. l.: Co-Trainer Glasauer, Physiotherapeut Bauer, Wolf, Kimpel, Weiß, Hundley, Arnold, Trainer Leciejewski; kniend v. l.: Henzler, Sauer, Rupp, Jung, Kaltschmitt. Es fehlt der verletzte Wolf Armbruster. (Slg. Peter Wittig)

Doch es zeigte sich leider auch hier, dass gute Einzelspieler eben noch kein gutes Team ausmachen. Der Team- Spirit stimmte nicht, es gab Eifersüchteleien, Konkurrenzneid und Gruppenbildung.

Dabei begann die Saison mit Siegen in Wolfenbüttel und gegen Göttingen sehr vielversprechend. Es folgten un- glückliche Niederlagen gegen den Deutschen Meister Saturn Köln (mit Trainer Torry Schober), beim SSV Hagen nach Verlängerung und gegen Gießen. Dann kassierte der USC gegen den nominell wesentlich weniger gut be- setzten Mitaufsteiger TV Langen eine schmerzhafte Heimpleite. Vom Rückspiel beim Meister Köln konnte der USC jedoch die Punkte vom Rhein an den Neckar entführen. Dann setzte es wiederum Niederlagen gegen Hagen und in Langen.

Trotz eines Sieges im letzten Vorrundenspiel gegen den DTV Charlottenburg musste der USC zusammen mit sei- nem Gegner sowie Wolfenbüttel und Langen in die Abstiegsrunde.

Die USC-Spiele in der Hauptrunde der 1. Bundesliga:

MTV Wolfenbüttel – USC 79:84 (41:36) – Frontzek 19, Hundley 16, Jung 4, Kaltschmitt 14, Kimpel 6, Weiss 23, Arnold 2, Henzler, Kruschewski, Sauer

USC – ASC Göttingen 66:65 (33:33) – Henzler 19, Rupp, Kaltschmitt 3, Hundley 15, Kimpel 5, Weiss 12, Kru- schewski, Frontzek 12, Arnold, Jung

USC – BSC Saturn Köln 68:69 (32:38) – Henzler 2, Rupp 1, Kaltschmitt 3, Hundley 24, Kimpel 5, Weiss 10, Kru- schewski 14, Frontzek 9, Lipfert, Sauer

SSV Hagen – USC 73:70 n. V. (31:30, 63:63) – Rupp, Frontzek 15, Hundley 11, Jung 6, Kaltschmitt 6, Kimpel 6, Weiss 6, Henzler 19, Kruschewski 1

USC – MTV Gießen 71:72 (28:38) – Henzler 12, Rupp 2, Kaltschmitt 7, Hundley 24, Kimpel 5, Weiss 6, Kru- schewski, Frontzek 11, Arnold, Jung 4

USC – TV Langen 72:74 (36:36) – Henzler 17, Rupp, Kaltschmitt 5, Sauer 2, Hundley 18, Kimpel 4, Weiss 16, Kruschewski, Frontzek 10, Arnold, Jung

TuS 04 Leverkusen – USC 56:65 (32:31) – Henzler 6, Rupp 2, Kaltschmitt 10, Hundley 21, Kimpel 2, Weiss 6, Kruschewski, Frontzek 6, Jung 12, Lipfert

USC HD – USC Bayreuth 73:69 (44:30) – Henzler 8, Rupp, Kaltschmitt 16, Hundley 21, Kimpel, Weiss 13, Kruschewski 2, Frontzek 12, Lipfert, Jung 1

DTV Charlottenburg – USC 89:75 (44:24) – Henzler 11, Rupp 2, Kaltschmitt 6, Hundley 16, Kimpel 7, Weiss 8, Kruschewski 2, Frontzek 10, Jung 9, Lipfert 4

USC – MTV Wolfenbüttel 90:79 (49:44) – Henzler 8, Rupp 7, Kaltschmitt 8, Hundley 31, Kimpel 13, Weiss 5, Kruschewski, Frontzek 16, Sauer, Jung 2

ASC Göttingen – USC 73:69 (33:34) – Rupp 4, Kaltschmitt, Sauer 2, Hundley 22, Kimpel 10, Weiss 8, Frontzek 15, Jung 2, Lipfert 6

BSC Saturn Köln – USC 72:74 (33:39) – Rupp 2, Kaltschmitt 4, Hundley 27, Kimpel 9, Weiss 8, Kruschewski 4, Frontzek 17, Jung, Lipfert 3

USC – SSV Hagen 67:69 (32:38) – Henzler, Rupp 5, Kaltschmitt 3, Hundley 31, Kimpel 7, Weiss 9, Kruschewski, Frontzek 4, Jung 6, Lipfert 2

MTV Gießen – USC 80:72 (38:32) – Henzler, Rupp 6, Kaltschmitt 12, Hundley 25, Kimpel 6, Weiss 9, Kruschewski 2, Frontzek 6, Jung 4, Lipfert 2

TV Langen – USC 94:72 (38:32) – Rupp 6, Hundley 16, Kimpel 4, Weiss 21, Kruschewski 5, Frontzek 14, Jung 4, Lipfert 2

USC – TuS 04 Leverkusen 75:65 (37:30) – Rupp, Kaltschmitt 10, Hundley 24, Kimpel 11, Weiss 6, Kruschewski, Frontzek 12, Jung 8, Lipfert 4, Sauer

USC Bayreuth – USC HD 80:65 (38:30) – Kaltschmitt 4, Sauer 2, Hundley 29, Kimpel 2, Weiss 12, Kruschewski 2, Frontzek 8, Jung 4, Lipfert 2, Armbruster

USC – DTV Charlottenburg 81:68 (39:30) – Rupp, Hundley 28, Kimpel 3, Weiss 7, Kruschewski 6, Frontzek 16, Jung 11, Lipfert 5, Sauer 5, Armbruster

Nach Abschluss der Hauptrunde führten Saturn Köln und ASC Göttingen die Tabelle punktgleich mit 26:10 an. Es folgten SSV Hagen (22:14) und TuS 04 Leverkusen (20:16). Wiederum punktgleich platzierten sich mit jeweils 16: 20 der USC Bayreuth, der MTV Gießen und der USC Heidelberg vor dem MTV Wolfenbüttel (14:22), DTV Charlot- tenburg und TV Langen (beide 12:24).

In die Endrunde zogen damit Köln, Göttingen, Hagen, Leverkusen, Bayreuth und Gießen ein. Der USC aber ging zusammen mit Wolfenbüttel, Berlin und Langen in die Abstiegsrunde. Hätte es nicht den überraschenden 79:78- Sieg des USC Bayreuth am letzten Spieltag in Gießen gegeben, wäre Heidelberg in die Endrunde und Bayreuth in die Abstiegsrunde eingezogen (doch gebührt dem Namenskollegen aus Bayreuth dafür alles andere als ein Tadel).

Die USC-Spiele in der Abstiegsrunde der 1. Bundesliga:

TV Langen – USC 67:66 (36:46) – Henzler, Kaltschmitt 6, Hundley 11, Kimpel 2, Weiss 18, Kruschewski, Frontzek 18, Jung 11, Lipfert, Sauer

USC – DTV Charlottenburg 87:76 (48:41) – Henzler 1, Rupp 12, Kaltschmitt 9, Hundley 28, Kimpel 16, Weiss 6, Kruschewski 4, Frontzek 5, Jung 6, Sauer

USC – MTV Wolfenbüttel 73:63 (43:30) – Henzler 6, Rupp, Kaltschmitt 8, Hundley 16, Kimpel 16, Weiss 9, Jung 6, Sauer 12

MTV Wolfenbüttel – USC 75:65 (40:32) – Henzler 10, Rupp, Kaltschmitt 1, Hundley 24, Kimpel 8, Weiss 4, Kru- schewski 10, Jung 6, Armbruster 2, Sauer

DTV Charlottenburg – USC 66:55 (36:46) – Henzler 6, Kaltschmitt 2, Hundley 14, Kimpel 4, Weiss 11, Kruschews- ki 4, Jung 4, Lipfert 10, Rupp, Armbruster

USC – TV Langen 81:83 (38:35) – Henzler 8, Rupp 6, Kaltschmitt, Hundley 18, Kimpel 12, Weiss 9, Kruschewski 2, Jung 6, Lipfert 10, Sauer 10

Obwohl Jürgen Schieck im Tageblatt nach dem 73:63-Sieg gegen Wolfenbüttel am 3. AR-Spieltag verkündete, der USC sei so gut wie über den Berg, sollte es doch noch ganz anders kommen. Im letzten Saisonspiel unterlag der bis dahin führende USC ausgerechnet dem Mitaufsteiger und bereits frühzeitig abgestiegenen TV Langen, der sich damit endgültig zu einem Angstgegner entwickelt hatte. Wolfenbüttel hatte sich im letzten Spiel gegen DTV Char- lottenburg gerettet und 22:26 Punkte erreicht. DTV Charlottenburg und der USC folgten mit 20:28 Punkten, während der TV Langen 16:32 Punkte aufwies. Wieder entschied der Rechenschieber und wies dem USC den Abstiegsplatz zu, während der DTV Charlottenburg den Klassenerhalt feiern konnte.

Deutscher Meister wurde der BSC Saturn Köln mit 40:16 Punkten vor ASC Göttingen und SSV Hagen (beide 36: 20). Es folgten TuS 04 Leverkusen (30:26) vor USC Bayreuth und MTV Gießen (beide 22:34).

Der USC hatte beim späteren Meister Köln und gegen den späteren Vizemeister Göttingen gesiegt, gegen den Endrundenteilnehmer TuS 04 Leverkusen gar beide Spiele gewonnen. Zum Verhängnis wurde ihm zweifellos, gegen den Mitauf- und -absteiger TV Langen alle vier Spiele verloren zu haben.

Der USC war wieder zweitklassig!

Saison 1982/1983

Aufstieg in die 1. BL

Aufgebot 82/83:
Hans-Peter Kaltschmitt, Bernd Lipfert, Horst Wolf, Christoph Kruschewski, Wolf Armbruster, Uwe Sauer, Tom Norwood, Herwig Picht, Jochen Schmitt, Andreas Strubel, Marcus Egin
Trainer: Hans Leciejewski, Co-Trainer: Didi Keller

Die Konkurrenz der 2. Bundesliga Süd:
TuS Aschaffenburg-Damm, VfL TB Jahn Bamberg, TG Hanau, USC Heidelberg, TV Langen, SpVgg Ludwigsburg, Post-SG Mannheim, Bayern München, DJK SB München, SB DJK Rosenheim


Der Zweitliga-Kader 82/83
Stehend von links: Andreas Strubel, Bernd Lipfert, Marcus Egin, Horst Wolf, Tom Norwood, Christoph Kruschewski, Trainer „Lambi“ Leciejewski
Kniend von links: Kapitän „Lukas“ Kaltschmitt, Herwig Picht, Wolfgang Armbruster, Uwe Sauer, Jochen Schmitt, Masseur Elmar Bauer

Weiterhin mit „Lambi“ Leciejewski als Trainer ging der USC in die Zweitligasaison. „Der USC darf, muss aber nicht aufsteigen“, hieß nun die Devise. Das Aufgebot änderte sich wieder sehr stark: Ted Hundley zog es zurück in die USA, Rainer Frontzek nach Wolfenbüttel, Klaus Henzler und Bernd Kimpel zum 1. FC Bamberg, Jochen Weiß zum DTV Charlottenburg und Thomas Jung nach Leimen. Mannschaftskapitän Harald Rupp wollte seine sehr er- folgreiche Laufbahn beim Regionalligisten TSV Viernheim ausklingen lassen.
Aus Osnabrück kam der starke 2-Meter-Mann Tom Norwood zum USC. Jochen Schmitt und Andreas Strubel ka- men vom TV Eppelheim, welcher sein Aufstiegsrecht in die 2. BL nicht wahrnahm. Mit ihnen stieß Didi Keller als Trainerassistent ebenfalls zum USC zurück. Weitere Neugänge waren Herwig Picht (Hamburger TB) und Marcus Egin (Post-SV Karlsruhe).

Trotz einer peinlichen Heimniederlage gegen den vom Ex-USCler Hans Riefling trainierten Lokalrivalen Post SG Mannheim (die Revanche in Mannheim fiel dann überzeugend für den USC aus) wurde der USC mit 30:6 Punkten vor Bayern München (28:8) Meister der 2. BL Süd. Den Rivalen TV Langen konnten die Kurpfälzer in beiden Spielen schlagen.

Die Spiele des USC in der Hauptrunde der 2. BL Süd:

TG Hanau – USC 72:80 (34:46) – Kaltschmitt 2, Sauer 12, Wolf 4, Norwood 28, Armbruster 8, Kruschewski 9, Egin 9, Lipfert 8, Strubel

USC – TuS Aschaffenburg-Damm 87:67 (59:27) – Kaltschmitt 4, Sauer 17, Wolf 2, Norwood 19, Armbruster 10, Kruschewski 3, Egin 4, Lipfert 28, Strubel

SpVgg Ludwigsburg – USC 71:68 (31:32) – Schmitt 2, Kaltschmitt 4, Sauer 14, Wolf 12, Norwood 13, Armbruster 6, Kruschewski 3, Egin, Lipfert 12, Strubel 2

Bayern München – USC 89:90 (42:49) – Schmitt 4, Sauer 16, Wolf 8, Norwood 38, Armbruster 10, Kruschewski 6, Lipfert 6, Strubel 2

USC – TV Langen 76:62 (36:36) – Kaltschmitt, Sauer 9, Wolf 10, Norwood 30, Armbruster 4, Kruschewski 4, Egin 2, Schmitt 17, Lipfert, Strubel

USC – VfL TB Jahn Bamberg 73:69 (44:28) – Kaltschmitt, Sauer 18, Wolf 4, Norwood 18, Kruschewski 8, Egin 2, Schmitt 11, Lipfert 8, Strubel 4, Picht

BBC Linz – USC 72:78 (44:37) – Schmitt 6, Kaltschmitt 8, Sauer 11, Wolf 6, Norwood 36, Kruschewski 2, Egin 3, Lipfert 6, Strubel

USC – Post-SG Mannheim 73:75 (36:39) – Kaltschmitt 4, Sauer 15, Wolf, Norwood 17, Kruschewski 10, Egin 1, Schmitt 17, Lipfert 6, Strubel 3, Armbruster

SB DJK Rosenheim – USC 86:99 (46:56) – Schmitt 4, Kaltschmitt 10, Sauer 14, Wolf 14, Norwood 24, Kruschews- ki 10, Egin 4, Lipfert 19, Picht, Strubel

USC – TG Hanau 99:73 (43:34) – Schmitt 6, Kaltschmitt 18, Sauer 25, Wolf 8, Norwood 27, Kruschewski 6, Egin 5, Lipfert 2, Strubel 2, Picht

TuS Aschaffenburg-Damm – USC 79:70 (37:39) – Schmitt 2, Kaltschmitt 4, Sauer 19, Wolf 15, Norwood 21, Kru- schewski 6, Egin 3, Picht, Strubel 3

USC – SpVgg Ludwigsburg 82:72 (38:35) – Schmitt 2, Kaltschmitt 8, Sauer 10, Wolf 23, Norwood 28, Kruschewski 9, Egin, Lipfert 2, Strubel, Picht

USC – Bayern München 71:56 (38:21) – Schmitt 8, Kaltschmitt 7, Sauer 14, Wolf 12, Norwood 24, Kruschewski 4, Egin, Lipfert, Strubel, Picht 2

TV Langen – USC 73:75 (41:43) – Schmitt, Kaltschmitt 4, Sauer 20, Wolf 4, Norwood 31, Kruschewski 6, Egin, Lipfert 6, Picht, Strubel 4

VfL TB Jahn Bamberg – USC 72:73 (40:34) – Schmitt 19, Kaltschmitt 8, Sauer 16, Wolf 2, Norwood 24, Lipfert, Kruschewski 4, Egin,  Picht, Armbruster

USC – BBC Linz 93:65 (40:34) – Schmitt 2, Kaltschmitt 6, Sauer 15, Wolf 13, Norwood 28, Kruschewski, Egin 10, Lipfert 15, Strubel 4

Post-SG Mannheim – USC 66:84 (33:41) – Schmitt, Kaltschmitt 10, Sauer 16, Wolf 10, Norwood 29, Strubel 3, Kruschewski 8, Egin 2, Lipfert 4, Picht 2

USC – SB DJK Rosenheim 101:86 (59:40) – Schmitt 20, Kaltschmitt, Sauer 6, Wolf 17, Norwood 31, Kruschewski 5, Egin 6, Lipfert 6, Strubel 5, Picht 5

Die Korbjägerliste der 2. BL Süd führte nach Abschluss der Hauptrunde der Heidelberger Tom Norwood mit 466 Punkten vor Johnson/Ludwigsburg (449) und Smith/Aschaffenburg (444) an.

Zusammen mit Bayern München, TuS Aschaffenburg und SpVgg Ludwigsburg qualifizierte sich der Südmeister USC für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Die Post-SG Mannheim erreichte mit 14:22 Punkten den 7. Tabellenplatz und ging mit dem TV Langen (18:18), dem VfL TB Jahn Bamberg, dem SB DJK Rosenheim (beide 14:22), dem BBC Linz (12:24) und der TG Hanau (8:28) in die Abstiegsrunde.

In der Aufstiegsrunde blieb der USC ohne Niederlage und kehrte damit unangefochten in das Basketball-Oberhaus zurück. Am 2. Spieltag hatte der Verfolger Bayern München in der Kurpfalz anzutreten, blieb jedoch auf dem Weg hängen, ohne den USC rechtzeitig zu informieren. So warteten die USC-Cracks zusammen mit 1000 Zuschauern vergeblich auf den Gast. Die Punkte wurden dem USC zugesprochen.

Die Spiele des USC in der Aufstiegsrunde der 2. BL Süd:

TuS Aschaffenburg-Damm – USC 70:76 (35:31) – Schmitt 12, Kaltschmitt 2, Sauer 4, Wolf 6, Norwood 30, Picht, Kruschewski 8, Egin, Lipfert 12, Strubel 2

USC – Bayern München 2:0 (kampflos)

SpVgg Ludwigsburg – USC 68:76 (34:32) – Statistik liegt nicht vor.

USC – SpVgg Ludwigsburg 79:66 (36:33) – Schmitt 10, Sauer 6, Wolf, Norwood 25, Egin  11, Lipfert 23, Strubel 4, Picht

Bayern München – USC 67:84 (33:40) – Schmitt 20, Kaltschmitt 8, Sauer 2, Wolf 8, Norwood 30, Kruschewski, Egin 8, Lipfert 6, Strubel 2, Picht

USC – TuS Aschaffenburg-Damm 80:76 (38:41) – Schmitt 13, Kaltschmitt 2, Sauer 10, Wolf 17, Norwood 12, Picht 4, Kruschewski 2, Egin 14, Lipfert 6, Strubel

Die Post-SG Mannheim konnte mit 28:28 Punkten den 2. Platz der Abstiegsrunde erreichen und damit die weitere Zugehörigkeit zur Liga frühzeitig sichern. Auf den ersten Platz kam der TV Langen mit 36:20 Punkten. Absteiger waren der BBC Linz (18:38) und die TG Hanau (10:46).
Deutscher Meister wurde der ASC Göttingen vor dem BSC Saturn Köln.

 *

Abgerundet wurde dieser Triumph der USC-Herren durch großartige Erfolge im Jugendbereich. Die B-Jugend unter Trainer Thomas Riedel wurde im heimischen BLZ ungeschlagen Deutscher Meister im Turnier gegen PSV Berlin, 1. FC Bamberg und VBC Paderborn.


Deutscher Meister 1983 – die B-Jugend des USC

Die von Prof. Manfred Ziegler gecoachte A-Jugend musste sich in Hagen nur dem Gastgeber SSV, und dies mit 57:58 sehr unglücklich in letzter Sekunde, geschlagen geben und wurde damit Vize-Meister.

Der in Hagen nur denkbar knapp unterlegene Vize-Meister: Die A-Jugend des USC

Saison 1983/1984

3. Platz der Qualifikationsrunde der 1. BL (Klassenerhalt)

Aufgebot 83/84:
Hans-Peter Kaltschmitt, Horst Wolf, Christoph Kruschewski, Uwe Sauer, Tom Norwood, Marcus Egin, Peter Reissaus, Andreas Dahn, Moritz Roßner, Vernon Freeman, Dietmar Ihle
Trainer: Hans Leciejewski, Co-Trainer: Didi Keller

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
USC Bayreuth, DTV Charlottenburg, MTV Gießen, ASC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg (Aufsteiger), BSC Saturn Köln, TuS 04 Leverkusen, Giants Osnabrück (Aufsteiger), MTV Wolfenbüttel

Bernd Lipfert (TSV Speyer), Jochen Schmitt (unbekannt), Wolf Armbruster (SSV Hagen), Andreas Strubel und Her- wig Picht verließen den USC. Für sie kamen vom TV Langen der kampfstarke Flügelspieler Peter Reissaus und aus Karlsruhe der Aufbauspieler Andreas Dahn. Kapitän war weiterhin Hans-Peter Kaltschmitt. Die jungen Spieler Horst Wolf, Uwe Sauer und Marcus Egin sollten behutsam an die höhere Klasse herangeführt werden. Dies galt auch für das erst 18-jährige Eigengewächs Moritz Rossner, ebenfalls Mitglied des Vizemeister-Teams der A-Jugend des USC.

Aufgebot der Saison 83/84
Stehend von links: Trainer „Lambi“ Leciejewski, Kapitän „Lukas“ Kaltschmitt, Vernon Freeman, Horst Wolf, Tom Norwood, Christoph Kruschewski
Kniend von links: Uwe Sauer, Marcus Egin, Peter Reissaus, Moritz Rossner, Andreas Dahn

Das erst 16-jährige Centertalent Dietmar Ihle sollte mittrainieren, aber noch nicht in der 1. Mannschaft eingesetzt werden.
Die wichtigste Personalie hing aber mit Tom Norwood, der weiterhin beim USC spielte, zusammen. Er sollte im Zu- sammenhang mit seiner deutschen Ehefrau im Oktober die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Somit konnte dann die Position des einzigen ausländischen Spielers, den die Statuten erlaubten (sic!), neu besetzt werden. Da- für war Ted Hundley vorgesehen, der im Team und bei den USC-Verantwortlichen bestens akzetiert war. Leider ver- letzte er sich bei einem Unfall und musste absagen. Kurzfristig verpflichtete der USC darauf-hin auf Empfehlung Tom Norwoods dessen Freund Vernon Freeman, der zuvor in Helsinki gespielt hatte. „Free“, ein bulliger 2,07-Cen- ter, erwies sich durchaus als Verstärkung, wenngleich er als trainingsfaul und kaum zu coachen galt.

Die Spiele des USC in der Hauptrunde der 1. BL:

TuS 04 Leverkusen – USC 87:74 (48:38) – Egin 2, Kaltschmitt 4, Kruschewski 12, Norwood 21, Reissaus 10, Sau- er 15, Wolf 10, Dahn, Ihle, Rossner

USC – SSV Hagen 68:72 (36:32) – Egin 10, Kaltschmitt 4, Kruschewski 6, Norwood 36, Reissaus 2, Sauer 6, Wolf 4

MTV Gießen – USC 75:72 (40:31) – Dahn 4, Egin 14, Kruschewski 4, Norwood 19, Reissaus 13, Wolf 18

USC HD – USC Bayreuth 73:50 (34:32) – Dahn 2, Egin 10, Kaltschmitt 2, Kruschewski 10, Norwood 22, Reissaus 6, Sauer 7, Wolf 14, Rossner

USC – Giants Osnabrück 68:65 (37:34) – Egin 4, Freeman 14, Kaltschmitt 4, Kruschewski 2, Norwood 18, Wolf 6, Reissaus 4, Sauer 16, Rossner, Dahn

BSC Saturn Köln – USC 97:72 (46:27) – Dahn, Egin 5, Freeman 24, Kruschewski 2, Norwood 13, Reissaus 4, Wolf 8, Sauer 16, Kaltschmitt, Rossner

USC – MTV Wolfenbüttel 84:71 (39:34) – Egin 3, Freeman 24, Kaltschmitt 1, Kruschewski, Norwood 19, Reissaus 13, Sauer 10, Wolf 14, Rossner, Dahn

DTV Charlottenburg – USC 83:82 (46:40) – Egin 6, Freeman 24, Kruschewski, Norwood 28, Reissaus 10, Sauer 13, Wolf, Kaltschmitt 1, Rossner

USC – ASC Göttingen 66:67 (28:41) – Egin 2, Freeman 32, Kaltschmitt, Kruschewski 2, Norwood 7, Reissaus 8, Sauer 8, Wolf 7, Rossner, Dahn

USC – TuS 04 Leverkusen 51:60 (32:29) – Egin, Freeman 10, Kaltschmitt, Kruschewski 2, Norwood 26, Reissaus 2, Sauer 9, Wolf 2, Rossner, Dahn

SSV Hagen – USC 87:69 (49:31) – Egin 12, Freeman 5, Kruschewski 2, Norwood 20, Sauer 8, Kaltschmitt 8, Wolf 14

USC – MTV Gießen 68:60 (34:34) – Egin 4, Freeman 34, Kaltschmitt 2, Kruschewski, Norwood 20, Reissaus, Sauer 4, Wolf 4, Rossner, Dahn

USC Bayreuth – USC 68:89 (34:36) – Egin 10, Freeman 24, Kruschewski 4, Norwood 16, Sauer 24, Kaltschmitt 1, Wolf 10, Dahn, Reissaus, Rossner

Giants Osnabrück – USC 66:64 (35:31) – Egin 9, Freeman 15, Kruschewski 4, Norwood 20, Sauer 6, Kaltschmitt 4, Wolf 6,  Dahn, Reissaus, Rossner

USC – BSC Saturn Köln 70:81 (39:37) – Egin 9, Freeman 26, Kaltschmitt 2, Kruschewski, Norwood 15, Reissaus, Sauer 10, Wolf 8, Rossner, Dahn

MTV Wolfenbüttel – USC 81:82 n. V. (32:36, 72:72) – Egin, Freeman 20, Kruschewski 2, Norwood 30, Sauer 17, Wolf 9, Kaltschmitt 4, Dahn, Reissaus, Rossner

USC – DTV Charlottenburg 60:76 (26:40) – Egin 2, Freeman 4, Kaltschmitt 2, Kruschewski 4, Norwood 26, Wolf 6, Reissaus, Sauer 8, Rossner, Dahn 8

ASC Göttingen – USC 74:70 (36:38) – Egin 8, Freeman 28, Kruschewski 2, Norwood 16, Sauer 10, Wolf 6

Nach Abschluss der Hauptrunde nahm der USC den 8. Tabellenplatz ein. Die Korbjägerliste führte der Hagener Richardson mit 472 vor dem Kölner Pappert (438) und dem Wolfenbütteler White (431) an. Der Heidelberger Tom Norwood rangierte mit 372 Punkten auf Platz 6. Vernon Freeman verfehlte eine Platzierung unter den ersten Zehn, da er drei Spiele weniger hatte.

Die Tabellensituation der 1. Bundesliga nach Abschluss der Hauptrunde in der Saison 83/84

Vorgesehen war nun eine aus zwei Gruppen bestehende Qualifikationsrunde, die in einer Vor- und Rückrunde von allen Mannschaften zu bestreiten war. Die Punkte der Hauptrunde wurden in die Qualifikationsrunde übernommen.
Teilnehmer der Gruppe A waren der ASC Göttingen, TuS 04 Leverkusen, SSV Hagen, MTV Gießen und MTV Wolfenbüttel.
In der Gruppe B waren neben dem USC noch BSC Saturn Köln, DTV Charlottenburg, BCG Osnabrück und USC Bayreuth vertreten.

Die Spiele des USC in der Qualifikationsgruppe B:

USC – Giants Osnabrück 80:69 (41:28) – Egin 2, Freeman 18, Kaltschmitt 8, Kruschewski 1, Norwood 26, Wolf 8, Reissaus 3, Sauer 14, Rossner, Dahn

DTV Charlottenburg – USC 91:90 n. V. (49:49, 86:86) – Egin 6, Freeman 23, Kruschewski 6, Norwood 27, Wolf 8, Reissaus 8, Kaltschmitt 12, Rossner

USC – BSC Saturn Köln 93:90 (44:41) – Egin 10, Freeman 36, Kaltschmitt 2, Kruschewski 4, Norwood 23, Wolf 2, Reissaus 6, Sauer 8, Rossner, Dahn 2

USC Bayreuth – USC HD 82:80 (39:41) – Egin 8, Freeman 27, Kruschewski 6, Norwood 28, Wolf 4, Kaltschmitt 2, Dahn, Reissaus 5, Wegscheider

Giants Osnabrück – USC 100:94 (59:48) – Egin 19, Freeman 13, Kruschewski 2, Norwood 15, Sauer 24, Wolf 2, Kaltschmitt 6, Dahn, Reissaus 13

USC – DTV Charlottenburg 101:100 n. V. (47:51, 91:91) – Freeman 15, Kruschewski 8, Norwood 30, Reissaus 8, Sauer 21, Wolf 9, Dahn 10

BSC Saturn Köln – USC 97:72 (46:27) – Dahn, Egin 5, Freeman 24, Kruschewski 2, Norwood 13, Reissaus 4, Sauer 16, Wolf 8, Kaltschmitt, Rossner

USC HD – USC Bayreuth 111:93 (55:38) – Dahn 4, Egin 6, Freeman 17, Kruschewski 2, Norwood 33, Reissaus 11, Sauer 15, Wolf 21, Rossner 2

Der USC erreichte in seiner Fünfergruppe einen achtbaren 3. Platz und konnte damit die Klasse sicher halten.
Erfolgreichster Korbjäger der Qualifikationsgruppe B war der Bayreuther Oldham mit 229 Punkten vor dem Heidel- berger Tom Norwood (205) und dem Charlottenburger Malis (187). Vernon Freeman (USC HD) erreichte mit 175 Punkten den 5. Platz.

Die Tabellensituation der beiden Qualifikationsgruppen nach Abschluss der Spiele

Absoluter Saisonhöhepunkt war für den USC das Spiel am 3. Qualifikationsspieltag im BLZ gegen Saturn Köln. „Vernon Freeman entzauberte den Pokalsieger“, schwärmte seinerzeit Hasso Waldschmidt in der RNZ. „Free“ gelang an diesem Tag alles. Viele seiner 36 Punkte erzielte er aus Positionen, die später als „Dreier“ gezählt hätten. Tom Norwood steuerte 23 Punkte zum Sieg gegen den vorjährigen Pokalsieger bei.
Meister wurde Göttingen vor Köln, Absteiger waren Wolfenbüttel und Bayreuth.
Für den USC galt es nun, sich in der BBL zu etablieren!

*

Nachzutragen ist, dass die von Thomas Riedel trainierte A-Jugend des USC im heimischen BLZ wie im Vorjahr deutscher Vizemeister wurde. Der Rechenschieber musste herangezogen werden, um zwischen drei Teams mit je 4:2 Punkten den Meister herauszudeuten. Es war der ASC Göttingen vor dem USC und dem MTSV Schwabing.
Immerhin blieb festzustellen, dass offenbar gute Nachwuchsspieler bereitstanden, den USC voranzubringen

 

Saison 1984/1985

Abstieg in die 2. BL Süd

Aufgebot 84/85:
Hans-Peter Kaltschmitt, Horst Wolf, Marcus Egin, Peter Reissaus, Larry Knight, Markus Jochum, Harald Nicklas, Andreas Schreiner, Wolf Armbruster, Bernd Lipfert, Dietmar Ihle
Trainer: Hans Leciejewski, Co-Trainer: Didi Keller

Die Konkurrenz der 1. Bundesliga:
1. FC Bamberg (Aufsteiger), DTV Charlottenburg, BG Düsseldorf (Aufsteiger), MTV Gießen, ASC Göttingen, SSV Hagen, USC Heidelberg, BSC Saturn Köln, TuS 04 Leverkusen, Giants Osnabrück

Wieder gab es einen starken Umbruch im Team. Vernon Freeman zog es in die Schweiz, Uwe Sauer in ein College nach Santa Clara, Andreas Dahn nach Ludwigsburg. Moritz Rossner wollte bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Warendorf seinen Wehrdienst ableisten, während Christoph Kruschewski sich mit unbekanntem Ziel abmeldete. Am schwersten aber wog zweifellos der Abgang Tom Norwoods mit dem Ziel Leverkusen. Seiner vorherigen Zusage für die neue Saison hatte man vertraut. Was nutzte es nun dem USC, dass er für eine längere Sperre Norwoods in Leverkusen sorgte, da er doch gerade ihn nicht gleichwertig ersetzen konnte? Aus St. Etienne kam der amerika- nische Flügelspieler Larry Knight, aus Dillingen der 20-jährige Junioren-Nationalspieler Markus Jochum, aus Bay- reuth der Flügelspieler Harald Nicklas, von Post Mannheim der Centerspieler Andreas Schreiner. Zurück zum USC zogen es Wolf Armbruster aus Hagen und Bernd Lipfert aus Speyer.
Weiterhin fungierten Hans Leciejewski als Coach, Didi Keller als sein Assistent. Wieder stand ein Kampf gegen den Abstieg bevor, in den man mit gedämpftem Optimismus ging.

USC-Kader 84/85

Alle Teams hatten sich auf deutliche Änderungen im Regelwerk einzustellen. Mit der Dreipunkte-Regel aus einer Distanz von 6,25 m oder mehr wollte man kleineren Spielern bessere Chancen geben. Die neue 24-Sekunden- anstatt der 30-Sekunden-Periode sollte das Spiel schneller und dadurch attraktiver machen.

Mit einem Erfolg gegen den alten Südrivalen MTV Gießen am 1. Spieltag begann die neue Saison durchaus viel- versprechend. Es war ein Sieg der gesamten Mannschaft, da neben Larry Knight (24) noch Peter Reissaus (16), Wolf Armbruster (15), Horst Wolf und Marcus Egin (beide 13) zweistellig punkteten. Es folgten dann allerdings Niederlagen in Berlin, gegen Hagen, in Göttingen sowie gegen Köln. Endlich gelang am 6. Spieltag wieder ein Sieg (in Düsseldorf), dem aber gleich am 7. Spieltag die Ernüchterung mit einer weiteren Heimpleite gegen Bamberg folgte. Sensationell gelang dann ein Auswärtssieg in Leverkusen, wo Larry Knight (39) und Horst Wolf (20) beson- ders erfolgreich scorten. Dem anschließenden Heimsieg gegen Giants Osnabrück folgte eine Serie von fünf teils knappen, teils deftigen Niederlagen, die erst am 15. Spieltag (72:67 gegen Düsseldorf) beendet wurde.

Die Hauptrundenspiele des USC:

USC – MTV Gießen 87:80 (41:44) – Armbruster 15, Egin 13, Kaltschmitt 2, Knight 24, Lipfert, Jochum 4, Nicklas, Reissaus 16, Schreiner, Wolf 13

DTV Charlottenburg – USC 86:82 (49:34) – Armbruster 2, Egin 17, Kaltschmitt 8, Knight 34, Lipfert 4, Jochum 7, Nicklas 2, Reissaus, Schreiner, Wolf 8

USC – SSV Hagen 73:78 (35:42) – Armbruster, Egin, Kaltschmitt 2, Knight 44, Lipfert, Jochum 7, Nicklas 3, Wolf 17, Reissaus, Schreiner

ASC Göttingen – USC 94:70 (44:38) – Egin 2, Kaltschmitt 4, Knight 28, Lipfert, Jochum 8, Nicklas, Reissaus 2, Schreiner, Wolf 26

USC – BSC Saturn Köln 85:107 (44:49) – Egin 4, Kaltschmitt 2, Knight 34, Lipfert, Jochum 4, Nicklas, Reissaus 25, Schreiner 6, Wolf 10

BG Düsseldorf – USC 73:80 (38:36) – Armbruster, Egin 12, Kaltschmitt 2, Knight 27, Jochum 6, Nicklas 2, Wolf 18, Reissaus 11, Schreiner 2

USC – 1. FC Bamberg 82:92 (42:43) – Armbruster 1, Egin 16, Kaltschmitt, Knight 31, Lipfert, Jochum 8, Nicklas, Reissaus 17, Schreiner, Wolf 9

TSV Bayer 04 Leverkusen – USC 91:93 n. V. (48:37, 80:80) – Armbruster 6, Egin 12, Kaltschmitt 7, Knight 39, Jochum 2, Nicklas, Reissaus 7, Schreiner, Wolf 20

USC – BC Giants Osnabrück 81:74 (43:34) – Armbruster, Egin 7, Kaltschmitt 11, Knight 14, Lipfert 6, Jochum 15, Nicklas, Reissaus 16, Schreiner, Wolf 12

MTV Gießen – USC 86:80 (43:44) – Armbruster, Egin 4, Kaltschmitt 5, Knight 16, Jochum 22, Nicklas, Reissaus 15, Wolf 18

USC – DTV Charlottenburg 74:79 (38:43) – Armbruster, Egin 6, Kaltschmitt, Knight 37, Lipfert 6, Jochum, Nicklas 2, Reissaus 13, Schreiner 8, Wolf 2

SSV Hagen – USC 70:69 (40:35) – Armbruster 5, Egin 12, Knight 17, Nicklas 9, Reissaus 12, Schreiner 2, Wolf 12

USC – ASC Göttingen 72:85 (39:40) – Armbruster 2, Egin 12, Kaltschmitt 2, Knight 23, Lipfert 4, Jochum 12, Wolf 10, Reissaus 7, Schreiner

BSC Saturn Köln – USC 107:66 (59:22) – Armbruster, Egin 2, Kaltschmitt, Knight 15, Lipfert 6, Jochum 13, Wolf 22, Reissaus, Schreiner 8

USC – BG Düsseldorf 72:67 (32:29) – Armbruster 4, Egin 22, Kaltschmitt 2, Knight 22, Lipfert, Jochum 10, Wolf 11, Reissaus 1, Schreiner

1. FC Bamberg – USC 82:79 n. V. (35:32, 72:72) – Armbruster 13, Egin 2, Kaltschmitt 2, Knight 25, Lipfert 1, Wolf 22, Jochum 10, Reissaus 4, Schreiner

USC – TSV Bayer 04 Leverkusen 61:74 (42:41) – Armbruster 2, Egin 12, Kaltschmitt 5, Knight 21, Lipfert, Jochum 6, Nicklas, Reissaus 4, Schreiner, Wolf 11

BC Giants Osnabrück – USC 75:65 (41:32) – Armbruster 2, Egin 9, Kaltschmitt, Knight 26, Lipfert 2, Jochum 9, Reissaus 2, Schreiner 3, Wolf 12

Tabellenbild der 1. Bundesliga nach Abschluss der Hauptrunde

Es gab wegen des strittigen Einsatzes des Ex-USClers Bernd Kimpel beim 1. FC Bamberg nach einer Disqualifi- kation mit Passeinzug einen Rechtsstreit, an dem der USC nicht beteiligt, wohl aber direkt betroffen war. Bei Aber- kennung der Bamberger Punkte im Spiel gegen Düsseldorf wäre USC als Tabellenachter in die Zwischenrunde ein- gezogen und damit aller Abstiegssorgen ledig gewesen, während Bamberg in der Qualifikationsrunde hätte antreten müssen. Das Ergebnis war dann ein Entscheidungsspiel um den Einzug in die Zwischenrunde zwischen dem USC und Bamberg. In diesem Spiel unterlag der USC sehr unglücklich mit 79:80 (43:47) (Jochum 10, Wolf 8, Schreiner 5, Nicklas 8, Knight 40, Reissaus 6, Kaltschmitt 2, Armbruster, Arnold – Sweet 32, Geschwindner 12, Bezucha 2, Andres 16, Goppert 12, v. Waaden 6), so dass er nun doch in die Qualifikationsrunde musste. Dort hatte er mit den vier besten Teams der 2. BL Süd die beiden Plätze in der 1. BL auszuspielen.
In der Korbjägerliste belegte Larry Knight mit 478 Punkten den 1. Platz, der junge Horst Wolf mit 253 Punkten im- merhin Rang 12.

Die USC-Spiele in der Qualifikationsrunde:

USC – BG Bayreuth 76:71 (40:33) – Armbruster 2, Egin 12, Kaltschmitt, Knight 22, Jochum 14, Nicklas 11, Wolf 13, Reissaus, Schreiner 2, Arnold

Bayern München – USC 77:84 (35:39) – Armbruster, Egin 13, Arnold, Knight 14, Lipfert 6, Jochum 16, Reissaus 7, Schreiner, Wolf 28

USC – TV Langen 71:77 (40:33) – Armbruster 5, Egin 21, Knight 19, Jochum 7, Nicklas 4, Reissaus 9, Schreiner 2, Wolf 4

Jahn Bamberg – USC 70:83 (38:38) – Armbruster 2, Egin 10, Kaltschmitt 9, Knight 23, Lipfert 2, Jochum 10, Wolf 22, Nicklas 5, Reissaus, Schreiner

BG Bayreuth – USC 78:70 (36:34) – Armbruster 10, Egin 14, Kaltschmitt 2, Knight 24, Lipfert, Jochum 9, Nicklas 7, Reissaus, Schreiner, Wolf 4

USC – Bayern München 93:75 (40:43) – Armbruster 2, Egin 22, Kaltschmitt 2, Knight 16, Lipfert 4, Jochum 13, Nicklas 4, Reissaus, Schreiner, Wolf 30

TV Langen – USC 62:49 (33:38) – Armbruster, Egin 4, Kaltschmitt, Knight 17, Lipfert 1, Jochum 7, Nicklas 10, Reissaus, Schreiner, Wolf 10

USC – Jahn Bamberg 89:66 (49:33) – Armbruster 5, Egin 14, Kaltschmitt 10, Knight 18, Lipfert 4, Jochum 6, Nicklas 2, Reissaus 4, Schreiner 4, Wolf 22

In der Qualifikationsrunde erreichte der USC schließlich mit 10:6 Punkten punktgleich den 3. Platz hinter der BG Bayreuth und musste somit wieder in die 2. BL Süd absteigen. Wieder einmal hatte der TV Langen (14:2 Punkte), der zusammen mit der BG Bayreuth in das auf 12 Mannschaften aufgestockte Oberhaus einzog, dem USC mit zwei Siegen die Suppe versalzen. Umso bitterer, da doch gerade in diesem Jahr eben wegen der Aufstockung die Chancen auf einen Klassenerhalt besonders günstig waren.
Deutscher Meister wurde der TSV Bayer 04 Leverkusen, bei dem der USC in der Vorrunde noch mit 93:91 gesiegt hatte. Dafür gingen alle drei Begegnungen (einschließlich Entscheidungsspiel) mit dem Tabellennachbarn 1. FC Bamberg verloren – ein weiteres Indiz dafür, dass das USC-Team sich kaum auf wichtige Spiele fokussieren konnte.

Für den USC sollte aber nun eine neue Ära anbrechen. „Lambi“ Leciejewski gab seine Trainertätigkeit endgültig auf, Didi Keller übernahm. Die Fahrstuhl-Zeit war erst einmal vorbei, die 1. Bundesliga geriet immer mehr aus dem Blick, obwohl diese Einsicht manchen USC-Verantwortlichen (und -Anhängern) schwer fiel. Der USC musste sich neu definieren!

3. Sinkflug (85/86 – 87/88)

 

Der USC buk nun kleinere Brötchen. Er schwankte jedoch sichtlich zwischen seinem noch immer vermeintlich angestammten Platz im Oberhaus und dem Bestreben, sich in der 2. BL einzurichten. Auch innerhalb des Vereins sank die Bereitschaft, sich für den Leistungssport zu engagieren. Das Interesse am Basketball bröckelte. Gerne und etwas wehmütig erinnerte man sich an die glorreichen Zeiten, als Heidelberg das deutsche Basketball-Mekka war. Doch Bereitschaft, Fähigkeit und Vision, an diese Zeiten anzuknüpfen, waren nicht vorhanden. Auch die Zu- schauer blieben mehr und mehr aus. Ohnehin verwöhnt, waren sie auf Gegner wie Leverkusen, Gießen oder Hagen und Spiele um die Deutsche Meisterschaft eingestellt. Spiele gegen Hanau, Aschaffenburg und Ansbach erschie- nen wenig attraktiv und eigentlich auch deutlich unterhalb des gewohnten Niveaus. Mangelndes Zuschauerinteres- se (mit Zuschauerzahlen z. T. im zweistelligen Bereich) und interne Strömungen innerhalb des USC beeinflussten sich nun gegenseitig und ließen die Frage aufkommen, inwieweit sich dafür ein Engagement überhaupt noch lohne. Schließlich hatten sich schon zuvor auch andere hochschulnahe Clubs vom Leistungssport verabschieden müssen, so z. B. der USC Mainz. Damit einher gehend, wurden auch die Trainingsbedingungen immer ungünstiger, die Hal- lenzeiten im BLZ immer mehr gekürzt. So nahmen die Dinge eben ihren Lauf.

Saison 1985/1986

2. Platz der Aufstiegsrunde: Verbleib in der 2. BL Süd

Aufgebot 85/86:
Bernd Lipfert, Marcus Egin, Markus Jochum, Harald Nicklas, Andreas Schreiner, Wolf Armbruster, Victor Jordan, Jordan Arnold, Dietmar Ihle, Raoul Arnold
Trainer: Didi Keller

Die Konkurrenz der 2. Bundesliga Süd:
VfL TB Jahn Bamberg, TG Hanau, USC Heidelberg, SpVgg Ludwigsburg, TV Marbach, Bayern München, DJK SB München, SG München, SB DJK Rosenheim, SV 03 Tübingen

Nachdem Hans Leciejewski seine Trainerlaufbahn endgültig beendet hatte, nahm nun der bisherige Co-Trainer Dietrich Keller die Geschicke der 1. Mannschaft in die Hand. Diese Lösung bot sich an, da der langjährige Center des USC und der Nationalmannschaft das Team zuletzt mehrere Jahre gemeinsam mit „Lambi“ Leciejewski geführt hatte und zudem in Eppelheim bereits Zweitliga-Trainer gewesen war. Didi Keller war nicht zu beneiden, da er ein schweres Erbe antreten musste. Gerne wollte auch er in die 1. BL zurück, trat jedoch mit einem Team an, welches Hasso Waldschmidt für die heimische RNZ wie folgt charakterisierte: „Erwartungen zurückgeschraubt. USC Heidel- berg ohne Favoritenbürde. Konkurrenten in der 2. BL haben aufgeschlossen.“ So war es!

Den USC verließen Hans-Peter Kaltschmitt (Laufbahn beendet), Peter Reissaus (zurück zum TV Langen), Larry
Knight (Brüssel) und Horst Wolf (Saturn Köln). Dagegen standen die Zugänge Jordan Arnold (Post Mannheim),
Dietmar Ihle, Raoul Arnold (beide eigene Jugend) und der Amerikaner Victor Jordan. Letzterer war ein kampfstarker, 1,94 m großer Spieler, dem aber die Klasse fehlte, in Larry Knights Fußstapfen zu treten. Per Saldo konnten die Zugänge die Abgänge nicht annähernd gleichwertig ersetzen.

Das USC-Aufgebot 85/86

Die Hauptrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

TV Marbach – USC 60:100 (34:55) – Armbruster 12, J. Arnold 22, R. Arnold, Egin 15, Ihle 7, Jochum 16, Lipfert 8, Nicklas 5, Schreiner 15

USC – VfL Jahn Bamberg 96:91 n. V. (36:36, 81:81) – Armbruster 14, J. Arnold, Egin 15, Jochum 19, Lipfert 10, Nicklas 4, Jordan 13, Schreiner 21

Bayern München – USC 87:92 (41:46) – Armbruster 9, J. Arnold 9, Jochum 31, Lipfert 11, Nicklas 10, Jordan 8, Schreiner 14

USC – DJK SB München 85:70 (45:33) – Armbruster 7, J. Arnold 2, R. Arnold, Ihle 2, Jochum 18, Lipfert 18, Nicklas 13, Jordan 5, Schreiner 20

SpVgg Ludwigsburg – USC 96:78 (48:33) – Armbruster 7, J. Arnold 12, R. Arnold, Ihle, Jochum 17, Lipfert 4, Nicklas 12, Jordan 22

USC – SV 03 Tübingen 112:103 (59:56) – Armbruster 8, J. Arnold 23, Jochum 4, Lipfert 5, Nicklas 30, Jordan 22, Schreiner 20

SB DJK Rosenheim – USC 92:79 (42:45) – Armbruster 21, J. Arnold 5, R. Arnold 4, Egin, Ihle, Jochum 15, Lipfert, Nicklas 3, Jordan 17, Schreiner 14

USC – SG München 89:76 (47:37) – Armbruster 25, J. Arnold 2, R. Arnold 2, Ihle, Jochum 24, Lipfert 9, Nicklas 8, Jordan 11, Schreiner 8

TG Hanau – USC 72:90 (29:46) – Armbruster 15, J. Arnold 8, R. Arnold 12, Ihle, Jochum 21, Lipfert 5, Nicklas 15, Jordan 8, Schreiner 6

USC – TV Marbach 96:74 (45:38) – Armbruster 26, J. Arnold 4, Jochum 24, Lipfert 17, Nicklas 13, Schreiner 12

VfL Jahn Bamberg – USC 68:84 (41:43) – Armbruster 23, J. Arnold 2, R. Arnold, Ihle 1, Jochum 29, Lipfert 7, Nicklas 8, Jordan 6, Schreiner 8

USC – Bayern München 93:87 (41:39) – Armbruster 22, J. Arnold 19, R. Arnold, Ihle, Jochum 13, Lipfert 7, Nicklas 13, Jordan 7, Schreiner 12

DJK SB München – USC 77:97 (39:51) – Armbruster 19, J. Arnold 12, R. Arnold, Ihle 2, Jochum 9, Lipfert 4, Nicklas 12, Jordan 21, Schreiner 18

USC – SpVgg Ludwigsburg 72:101 (31:34) – Armbruster 9, J. Arnold 7, R. Arnold, Ihle 1, Jochum 5, Lipfert 7, Nicklas 12, Jordan 19, Schreiner 12

SV 03 Tübingen – USC 95:98 (42:57) – Armbruster, J. Arnold 16, R. Arnold, Ihle, Jochum 27, Lipfert 15, Nicklas, Jordan 27, Schreiner 13

USC – SB DJK Rosenheim 76:96 (41:53) – Armbruster 21, J. Arnold 6, R. Arnold, Ihle, Jochum 8, Lipfert 6, Nicklas 10, Jordan 8, Schreiner 17

SG München – USC 94:109 (41:59) – Armbruster 9, J. Arnold 6, Ihle, Jochum 38, Lipfert 16, Nicklas 25, Jordan 4, Schreiner 11

USC – TG Hanau 79:82 (35:47) – Armbruster 8, J. Arnold 9, Ihle, Jochum 18, Lipfert 6, Nicklas 5, Jordan 18, Schreiner 15

Letzter Hauptrundenspieltag und Abschlusstabelle der 2. BL Süd

Nach Abschluss der Hin- und Rückrunde fand sich der USC mit 26:10 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz hinter der SpVgg Ludwigsburg (30:6) und Bayern München (28:8), punktgleich mit dem Vierten SV Tübingen. Er hatte sich damit für die Aufstiegsrunde der fünf besten Süd-Mannschaften qualifiziert und damit immerhin eine reelle Chance auf den Aufstieg gewahrt.
Doch hatte sich der USC sichtlich schwer getan. Gerade die drei verlorenen Heimspiele, z. T. nach deutlichen Auswärtssiegen, wogen schwer.

Die Aufstiegsrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

USC – SpVgg Ludwigsburg 79:71 (41:34) – Jordan 7, Jochum 26, J. Arnold 14, Armbruster 4, Schreiner 16,
Nicklas 6, R. Arnold, Ihle 6, Vogel

SV 03 Tübingen – USC 99:102 (50:48) – Jordan 26, Jochum 27, J. Arnold 15, Armbruster 7, Schreiner 15,
Nicklas 12, Egin, R. Arnold, Ihle

USC – Bayern München 100:83 (40:31) – Jordan 17, Jochum 22, J. Arnold 5, Armbruster 21, Schreiner 17,
Nicklas 9, Egin 4, R. Arnold 1, Ihle 4

SB DJK Rosenheim – USC 88:95 n. V. (44:36, 79:79) – Jordan 16, Jochum 26, J. Arnold 13, Armbruster 12, Schreiner 11, Nicklas 17, Egin, R. Arnold, Ihle, Lipfert

SpVgg Ludwigsburg – USC 86:79 n. V. (33:36, 72:72) – Jordan 6, Jochum 19, J. Arnold 15, Armbruster 18, Schreiner 10, Nicklas 11, Egin, R. Arnold, Ihle, Lipfert

USC – SV 03 Tübingen 101:97 (45:51) – Jordan 18, Jochum 22, J. Arnold 12, Armbruster 10, Schreiner 25, Nicklas 8, Egin 2, Ihle, Lipfert 4

Bayern München – USC 82:79 (43:55) – Jordan 6, Jochum 20, J. Arnold, Armbruster 26, Schreiner 14, Nicklas 11, Egin, R. Arnold, Ihle, Lipfert 2

USC – SB DJK Rosenheim 89:87 (48:55) – Jordan 22, Jochum 18, J. Arnold 9, Armbruster 21, Schreiner 12, Egin 2, Ihle, Lipfert 5

Letzter Spieltag und Abschlusstabelle der Aufstiegsrunde der 2. BL Süd

Die Aufstiegsrunde begann mit Siegen gegen Ludwigsburg, in Tübingen, gegen Bayern München und gegen Rosen- heim vielversprechend. Doch dann gab es eine unglückliche Niederlage in Ludwigsburg, und Hasso Waldschmidt (RNZ) sah den USC am Ende aller Aufstiegsträume. Trotz einer 55:43-Pausenführung unterlag der USC auch bei Bayern München und musste trotz des abschließenden Sieges gegen Rosenheim am Ende mit dem undankbaren 2. Platz der Aufstiegsrunde und dem Verbleib in der 2. BL zufrieden sein.

Der Vorstand des USC aber erklärte die Zukunft des USC-Basketballs nun zur Chefsache. Er wollte sich um neue Sponsoren bemühen und ein Finanzkonzept erstellen. Es ging ihm darum, frühzeitig einen starken Kader für die kommende Saison aufzubauen, der in die 1. Bundesliga zurückkehren und sich dort etablieren konnte.

Der TSV Bayer 04 Leverkusen verteidigte seinen Meistertitel erfolgreich.

Saison 1986/1987

2. Platz der Aufstiegsrunde: Verbleib in der 2. BL Süd

Aufgebot 86/87:
Bernd Lipfert, Markus Jochum, Andreas Schreiner, Wolf Armbruster, Jordan Arnold, Horst Wolf, Sven Schröder, Ulf Zimmer, Mario Stigler, Christof Krautzik, Thomas Walker (löste Vertrag nach zwei Spieltagen auf)
Trainer: Didi Keller

Die Konkurrenz der 2. Bundesliga Süd:
TSV Ansbach, USC Heidelberg, KuSG Leimen, Bayern München, DJK SB München, SG München, SB DJK Rosenheim, TV Germania Trier, SV 03 Tübingen, SG Würzburger Kickers

Weiter mit Coach Didi Keller wollte der USC erneut den Aufstieg versuchen. Die finanzielle Situation hatte sich je- doch trotz aller Bemühungen nicht verbessert, so dass sich die Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Teams schwierig gestaltete. An diesen unzureichenden Finanzmitteln scheiterte auch die Verpflichtung des wechselwilli- gen 300-fachen, 212 cm großen CSSR-Nationalcenters Jaroslav Skala. Immerhin aber gelang es, Horst Wolf aus Köln zum USC zurückzuholen. Vom Nord-Zweitligisten BG Göttingen kam mit Sven Schröder ein kräftiger Innen- spieler, aus Eppelheim der Allrounder Mario Stigler, zurück aus Tübingen Aufbauspieler Ulf Zimmer. Ferner stieß mit dem Deutsch-Polen Christof Krautzik, der ebenso wie Horst Wolf zunächst noch gesperrt war, ein ehemaliger polnischer Junioren-Nationalspieler zum USC. Er sollte den Aufbau ergänzen.
Der liberianische Center Thomas Walker verließ den USC bereits nach zwei Spieltagen wieder. Als Abgänge muss- te der USC Marcus Egin (BG Bayreuth), Raoul Arnold (BC Osnabrück), Harald Nicklas und Dietmar Ihle (beide KuSG Leimen) sowie Victor Jordan (unbekannt) verbuchen. Gehalten werden konnten neben dem von Bundesligis- ten umworbenen Nationalspieler Markus Jochum wenigstens auch die Stammspieler Bernd Lipfert, Andreas Schreiner, Wolf Armbruster und Jordan Arnold.
Mit diesem Team hoffte Didi Keller das Vorhaben „Wiederaufstieg“ angehen zu können, zumal er die Zweite Bun- desliga als personell ausgeblutet betrachtete.
Es sollte wieder zu Lokalderbys kommen, nachdem die KuSG Leimen in die Liga aufgestiegen war. Dort agierte
mit Hans Riefling der langjährige USC- und Nationalmannschaftskollege Didi Kellers als Coach und wollte sich u. a. mit den Zugängen vom USC, dem soliden Amerikaner James Flack, dem langjährigen KuSG-Spieler Reinhard Masgai sowie dem altem HTV-Adel entstammenden Matthias Biller in der 2. BL etablieren.

Das USC-Team der Saison 86/87

Didi Keller begrüßte, dass den USC mit den vier Aufsteigern ein vermeintlich einfacher Saison-Aufgalopp erwarte- te. Diese Aussicht erwies sich allerdings als trügerisch, zumal in den ersten Spielen Horst Wolf und Christof Krautzik noch fehlten, Markus Jochum aber wegen einer längeren Verletzungspause  in der Vorbereitungsphase seine alte Form noch finden musste. So startete der USC gleich mit einer Heimpleite gegen den TSV Ansbach und musste sich in Würzburg den Kickers(!) beugen. Erstmals mit Horst Wolf konnte sich der USC dann gegen Germa- nia Trier behaupten. Im Derby hatte dann die gastgebende KuSG Leimen keine Siegeschance. Im weiteren Saison- verlauf konnte der USC sich stabilisieren und steigern. Am Ende der Hauptrunde belegte er mit 26:10 Punkten vor dem punktgleichen DJK München den 2. Tabellenplatz. An 1. Stelle stand mit nur einer Niederlage (mit 62:80 ge- gen den USC!) allerdings der FC Bayern München.

Die Hauptrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

USC – TSV Ansbach 94:98 (45:43) – Armbruster 24, Arnold 8, Jochum 17, Lipfert 6, Schreiner 5, Schröder 20, Zimmer, Walker 14

SG Würzburger Kickers – USC 65:60 (30:37) – Armbruster 16, Arnold 11, Jochum 10, Lipfert 4, Schreiner 4, Schröder 4, Stigler, Zimmer 2, Walker 9

USC – TV Germania Trier 71:67 (32:37) – Armbruster 11, Arnold 12, Jochum 7, Lipfert 4, Schreiner 6, Schröder 9, Wolf 22

KuSG Leimen – USC 60:81 (36:38) – KuSG: Nicklas, Benz 2, Li Young, Bräunl 5, Hauck 8, Schäfer 9, Masgai 12, Biller 13, Bergner 4, Ihle 7; USC: Armbruster 10, Arnold 15, Jochum 6, Lipfert 20, Schreiner 2, Schröder 20, Stigler, Zimmer, Wolf 8

USC – Bayern München 67:81 (37:42) – Armbruster 21, Arnold 2, Jochum 12, Lipfert 2, Schreiner 10, Schröder 2, Stigler, Zimmer 2, Wolf 16

SV Tübingen – USC 78:85 (44:47) – Armbruster, Arnold 12, Jochum 13, Lipfert 4, Krautzik, Schreiner 12, Schröder 13, Stigler, Zimmer, Wolf 31

USC – SG München 87:66 (45:27) – Armbruster 6, Arnold, Jochum 11, Lipfert 4, Krautzik 2, Schreiner 14, Schröder 6, Stigler 6, Zimmer 4, Wolf 34

SB DJK Rosenheim – USC 80:88 (33:41) – Armbruster, Arnold 6, Jochum 16, Lipfert 11, Krautzik 4, Schreiner 2, Schröder 6, Stigler 12, Zimmer, Wolf 31

USC – DJK SB München 61:69 (28:40) – Jochum 14, Lipfert 9, Krautzik 6, Schreiner 5, Schröder 13, Stigler 2, Wolf 12

TSV Ansbach – USC 78:89 (33:42) – Armbruster, Arnold, Jochum 31, Lipfert 6, Krautzik 4, Schreiner 17, Schröder 4, Stigler, Zimmer, Wolf 27

USC – SG Würzburger Kickers 108:69 (40:26) – Armbruster 12, Arnold 4, Jochum 16, Lipfert 10, Krautzik 19, Wolf 22, Schreiner 15, Schröder 6, Stigler 2, Zimmer 2

TV Germania Trier – USC 81:68 (43:42) – Armbruster 4, Arnold 11, Jochum 12, Lipfert 2, Krautzik, Schreiner 13, Schröder 10, Stigler 4, Zimmer, Wolf 12

USC – KuSG Leimen 95:92 (48:44) – USC: Armbruster 10, Arnold 28, Jochum 20, Lipfert 7, Krautzik 4, Schreiner 2, Schröder 11, Wolf 13; KuSG: Nicklas 20, Benz 5, Li Young 13, Perlinger 2, Hauck, Schäfer 8, Masgai 12, Biller 20, Bergner 2, Ihle 10

Bayern München – USC 62:80 (34:46) – Armbruster 5, Arnold 8, Jochum 25, Lipfert, Krautzik 8, Schreiner 3, Wolf 12, Schröder 14, Stigler 5, Zimmer

USC – SV Tübingen 91:80 (52:42) – Armbruster, Arnold 10, Jochum 28, Lipfert 6, Wolf 21, Schreiner 12, Schröder 10, Stigler, Krautzik 4

SG München – USC 79:92 (35:53) – Armbruster 2, Arnold 7, Jochum 19, Lipfert 4, Krautzik 6, Schreiner 10, Wolf 31, Schröder 9, Stigler 4, Zimmer

USC – SB DJK Rosenheim 126:75 (59:41) – Armbruster 13, Arnold 31, Jochum 16, Lipfert 4, Krautzik 7, Schreiner 9, Schröder 16, Stigler 8, Wolf 22

DJK SB München – USC 56:64 (29:39) – Armbruster 17, Arnold 4, Jochum 9, Lipfert 7, Krautzik, Schreiner 4, Wolf 14, Schröder 9, Stigler

Tabellensituation nach Abschluss der Hauptrunde der 2. BL Süd

Die Mannschaften auf den Tabellenplätzen 1 – 5 gingen in die Aufstiegsrunde, diejenigen der Plätze 6 – 10 in die Abstiegsrunde.
In der Aufstiegsrunde gelang es dem USC nicht, den FC Bayern München noch abzufangen. Er erreichte auch hier abschließend den 2. Tabellenplatz, der nicht zum Aufstieg berechtigte. Dennoch war dies ein achtbares Ergebnis angesichts der Tatsache, dass der USC als einziges Team keine ausländische Verstärkung einsetzen konnte.

Die Aufstiegsrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

TV Germania Trier – USC 63:79 (24:41) – Armbruster 10, Arnold 10, Jochum 19, Lipfert 8, Wolf 18, Schreiner 8, Schröder, Stigler, Krautzik 6

USC – SV Tübingen 96:83 (40:35) – Armbruster 13, Arnold, Jochum 22, Lipfert 19, Wolf 21, Schreiner 9, Schröder 7, Stigler 2, Krautzik 3

DJK SB München – USC 88:76 (44:40) – Armbruster 13, Arnold 4, Jochum 19, Lipfert 3, Krautzik, Schreiner 6, Schröder 5, Stigler 4, Wolf 22, Zimmer

USC – Bayern München 66:70 (34:30) – Armbruster 2, Arnold 4, Jochum 19, Lipfert 7, Schreiner 7, Schröder 8, Stigler 1, Krautzik, Wolf 18

USC – TV Germania Trier 82:76 (32:36) – Armbruster 11, Arnold, Jochum 21, Wolf 18, Schreiner 2, Schröder 17, Stigler 9, Krautzik 4

SV Tübingen – USC 72:79 (33:31) – Armbruster 11, Arnold 9, Jochum 18, Lipfert 4, Krautzik, Schreiner 1, Schröder 12, Stigler, Wolf 24

USC – DJK SB München 71:69 (32:34) – Armbruster 1, Arnold 16, Jochum 16, Lipfert 10, Schreiner 2, Schröder 7, Wolf 19

Bayern München – USC 88:97 (43:44) – Armbruster 11, Arnold 8, Jochum 26, Lipfert 9, Krautzik 4, Schreiner, Wolf 22, Schröder 17, Stigler


Letzter Spieltag der Auf- und der Abstiegsrunde der 2. BL Süd mit jeweiliger Abschlusstabelle

Die KuSG Leimen konnte sich in der 2. Bundesliga halten.
Deutscher Meister wurde BSC Saturn Köln.

Saison 1987/1988

5. Platz der Abstiegsrunde: Abstieg in die Regionalliga

Aufgebot 87/88:
Ulf Zimmer, Mario Stigler, Christof Krautzik, Robert Bell, Jochen Dörr, Tobias Meysen, Moritz Rossner, Stefan Schael, Peter Alleyne (löste Vertrag nach dem 12. Spieltag auf), Meinhard Erben, Christian Kreilein, Nico Metzke (beide mit maximal 5 Einsätzen)
Trainer: Thomas Benson

Die Konkurrenz der 2. Bundesliga Süd:
TSV Ansbach, USC Heidelberg, MTV Kronberg, KuSG Leimen, DJK SB München, SG München, Post-SV Nürnberg, SB DJK Rosenheim, MTSV Schwabing, TV Germania Trier, SV 03 Tübingen, SSV/SB Ulm

Viel kleinere Brötchen musste der USC nun backen. Die Finanznot hatte sich weiter verstärkt. Didi Keller nahm seinen Hut und gab dafür private Gründe an. Für ihn übernahm der 35-jährige New Yorker Thomas Carlton Benson den Trainerposten. Benson, früher sehr erfolgreicher Collegespieler, spielte 1976 in der Army-Auswahl Europas und war seit 1977 Coach der Mannheimer Army-Mannschaft, mit der er 1987 Vize-Europameister wurde. Die Leistungs- träger des erfolgreichen Vorjahresteam aber wanderten nun allesamt ab: Markus Jochum zum Erstligisten SpVgg Ludwigsburg, Horst Wolf zu dessen Konkurrenten (und altem USC-Rivalen) MTV Gießen, Jordan Arnold und An- dreas Schreiner zum Lokalrivalen nach Leimen, Sven Schröder zurück nach Göttingen. Bernd Lipfert (wurde bei der KuSG Leimen Damentrainer) und Wolf Armbruster beendeten dagegen ihre aktive Laufbahn. Zu den verbliebenen Christof Krautzik, Ulf Zimmer und Mario Stigler gesellten sich nun Peter Alleyne, ein sprungstarker Center, der mit der Army-Auswahl Europameister geworden war, Robert Bell (KuSG Leimen), Jochen Dörr und Moritz Rossner (bei- de SG Kirchheim) sowie Stefan Schael und Tobias Meysen (beide 2. Mannschaft). Aus Münster kam der Außen- spieler Meinhard Erben, der allerdings verletzungsbedingt erst ab dem 19. Spieltag eingreifen konnte. Andres Dahn (SpVgg Ludwigsburg) hatte zunächst seine Zusage gegeben, jedoch vor Beginn der Runde wieder zurückgezogen.

Die USC-Mannschaft 87/88

Es war offensichtlich, dass das Team gegenüber jenem der Vorsaison erheblich an Klasse und Tiefe verloren hatte. Mit Ausnahme des Amerikaners Peter Alleyne hatte man im Kader nur Spieler, die unter regulären Umständen als Nachwuchs- bzw. Ergänzungsspieler zum Einsatz gekommen wären. An einen Aufstieg war nicht mehr zu denken, man musste sich im Gegenteil auf einen harten Kampf gegen den Abstieg einstellen.
Beim ambitionierten Aufsteiger SSV/SB Ulm gab es dann auch gleich eine deftige Abfuhr. Gegen den anderen Auf- steiger MTV Kronberg gelang mit einem Sieg immerhin die Heimpremiere. Vor nur 100 Zuschauern hatte besonders die Abwehr überzeugt. Indes bestätigte sich leider bald, dass das USC-Team nicht konkurrenzfähig war. Nach dem 12. Spieltag kehrte dann auch noch mit dem Amerikaner Peter Alleyne der deutlich beste Spieler dem USC den Rücken. Der für ihn schließlich verpflichtete Pat White war nicht mehr als ein Regionalligaspieler. So war der Gang in die Abstiegsrunde die logische Konsequenz.

Die Hauptrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

SSV/SB Ulm – USC 81:66 (32:35) – Zimmer, Krautzik 12, Meysen 6, Rossner 7, Alleyne 24, Dörr 8, Stigler 9, Bell

USC – MTV Kronberg 58:50 (33:28) – Krautzik 8, Meysen 9, Rossner 7, Alleyne 15, Dörr 12, Bell 7

MTSV Schwabing – USC 66:69 (36:32) – Zimmer, Krautzik 13, Meysen 11, Alleyne 7, Dörr 15, Stigler 12, Bell 9, Dick 2

USC – Post Nürnberg 79:82 (46:40) – Zimmer, Krautzik 12, Meysen 18, Rossner 23, Alleyne 9, Dörr 5, Bell 10, Schael 2

USC – TSV Ansbach 79:89 (40:42) – Zimmer, Krautzik 18, Meysen 12, Rossner 20, Alleyne 13, Dörr 14, Stigler, Bell, Schael 2

TVG Trier – USC 99:69 (42:32) – Zimmer 25, Krautzik 12, Meysen 8, Alleyne 9, Dörr 5, Stigler 10, Bell, Schael

USC – SB Rosenheim 53:67 (35:35) – Zimmer 4, Krautzik 2, Meysen 12, Rossner 7, Alleyne 11, Dörr 7, Stigler 10

SV Tübingen – USC 72:71 (38:30) – Zimmer 4, Krautzik 7, Meysen 8, Alleyne 9, Dörr 23, Stigler 12, Bell 7, Dick 1

USC – DJK München 65:62 (23:25) – Zimmer, Krautzik 7, Meysen 21, Alleyne 15, Dörr 6, Stigler 7, Bell 9, Dick

KuSG Leimen – USC 79:73 (44:35) – KuSG: Nicklas 10, Arnold 6, Li 7, Gieser 4, Hauck 6, Flack 14, Biller 16, Niemzik, Arnold-Sandmann 7, Schreiner 9; USC: Krautzik 14, Meysen 6, Alleyne 18, Dörr 2, Stigler 21, Bell 6, Schael 6, Dick

USC – SG München 72:66 (40:40) – Krautzik 13, Meysen 2, Alleyne 14, Dörr 13, Stigler 25, Bell 5, Schael

USC – SSV/SB Ulm 79:84 (27:49) – Zimmer, Krautzik 5, Meysen 16, Alleyne 16, Dörr 14, Stigler 19, Bell 9, Schael, Dick

MTV Kronberg – USC 38:25 abgebrochen

USC – MTSV Schwabing 66:67 (40:40) – Krautzik 5, Meysen 8, Rossner, Dörr 21, Stigler 15, Bell 6, Schael 8, White 3

Post Nürnberg – USC 83:67 (37:36) – Krautzik 11, Meysen 11, Dörr 11, Stigler 23, Bell 5, Schael 6, Dick

TSV Ansbach – USC 112:72 (61:44) – Krautzik 17, Meysen 6, Rossner, Dörr 12, Stigler 25, Bell 6, Schael 6

USC – TGV Trier 75:92 (29:42) – Krautzik 5, Meysen 16, Metzke 4, Rossner, Dörr 8, Stigler 24, Bell 14, Kreilein, White 4

SB Rosenheim – USC 80:82 (48:36) – Krautzik 2, Meysen 5, Rossner 13, Dörr 25, Stigler 30, White 7

USC – SV Tübingen 81:87 (36:48) – Krautzik 16, Meysen 9, Rossner 8, Dörr 19, Stigler 6, Bell 4, White 5, Erben 14

DJK München – USC 58:60 (36:38) – Krautzik 4, Meysen 2, Rossner 11, Dörr 20, Stigler 5, Bell, White 2, Erben 16

USC – KuSG Leimen 94:106 (49:51) – USC: Krautzik 17, Meysen 9, Rossner 6, Dörr 25, Stigler 20, Bell, Schael, White 6, Erben 11; KuSG: Nicklas 13, Arnold 3, Gieser 8, Hauck 6, Flack 8, Biller 38, Ihle 1, Arnold-Sandmann 10, Schreiner 19

SG München – USC 90:96 (50:39) – Krautzik 12, Meysen, Rossner 20, Dörr 14, Stigler 29, Bell 5, White 2, Erben 14

Abschlusstabelle der Hauptrunde der 2. BL Süd und Korbjägerliste

Damit zog der USC zusammen mit dem SV Tübingen, dem MTSV Schwabing, der SG München, dem SB Ro- senheim und dem DJK München in die Abstiegsrunde ein.
Die KuSG Leimen hatte sich hingegen für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde qualifiziert.

Die Abstiegsrundenspiele des USC in der 2. BL Süd:

SG München – USC 111:89 (52:42) – Krautzik 19, Meysen 14, Rossner 6, Dörr 19, Stigler 27, Bell 4, Erben

USC – SV Tübingen 64:71 (30:40) – Krautzik, Meysen 2, Rossner 20, Dörr 10, Stigler 6, Bell 2, White 6, Erben 18, Schael

SB Rosenheim – USC 84:88 (56:43) – Krautzik 11, Meysen 9, Rossner 13, Dörr 14, Stigler 15, Bell, Schael 2, White 15, Erben 9

USC – MTSV Schwabing 65:68 (35:39) – Krautzik, Meysen 7, Rossner 7, Dörr 14, Stigler 20, Bell, Wagner, White 4, Erben 13

DJK München – USC 94:72 (38:30) – Meysen 13, Rossner 10, Dörr 11, Stigler 7, Bell 4, White 6, Erben 21

USC – SG München 61:72 (34:38) – Krautzik 6, Meysen, Rossner 2, Dörr 26, Wagner 9, Bell 2, White 2, Erben 14

SV Tübingen – USC 109:77 (54:32) – Krautzik 12, Meysen 15, Rossner 14, Dörr 15, Bell 3, White 18

USC – SB Rosenheim 75:81 (43:46) – Krautzik 12, Dörr 19, Bell 11, White 16, Wagner 7, Erben 10

MTSV Schwabing – USC 95:74 (39:34) – Krautzik, Meysen 6, Rossner 18, Dörr 21, Stigler 13, Wagner 4, Erben 2

USC – DJK München 62:81 (27:31) – Krautzik 3, Meysen 11, Rossner 8, Dörr 11, Stigler 10, Bell 6, Wagner 2, Erben 11, White

Abschlusstabelle der Abstiegsrunde der 2. BL Süd und Korbjägerliste

Obwohl der USC hoffnungsvoll in die Abstiegsrunde ging, konnte er dem Abstieg doch nicht entgehen. Der Kräfte- verschleiß war für die häufig mit nur sechs oder sieben Spielern angetretenen „Akademiker“ einfach zu groß. Als auch noch der Leistungsträger Mario Stigler im Spiel bei DJK München disqualifiziert und danach für drei Spieltage gesperrt wurde, war der Gang in die Regionalliga besiegelt. Es ist jedoch zu betonen, dass Spieler wie Christof Krautzik, Mario Stigler, Jochen Dörr, Tobias Meysen, Ulf Zimmer und Moritz Rossner sich durchaus enorm weiter- entwickelt hatten. Während sie aber eigentlich behutsam hätten eingebaut und an die Klasse herangeführt werden müssen, waren sie als Leistungsträger überfordert.
Der USC aber sah sich nicht nur in der Tabelle vom Lokalrivalen KuSG Leimen überflügelt, sondern musste den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Und anders als nach den vorangegangenen Abstiegen aus der 1. BL war völlig klar, dass an einen baldigen Wiederaufstieg nicht zu denken war.

Seine vierte Deutsche Meisterschaft holte der BSC Saturn 77 Köln (mit Uwe Sauer) und schloss damit in der Rang- liste zum Altmeister Turnerbund Heidelberg auf. Dort führte mit neun Titeln noch immer der USC vor dem TSV Bay- er Leverkusen (7).


4. In den Niederungen der Regionalliga (1988/1989 – 1993/1994)

 

Beim USC waren nun fast alle Verantwortlichen bereit, sich mit der Regionalliga abzufinden. Der Aufwand dafür er- schien überschaubar und zu einem beschaulichen Universitätsclub auch eigentlich viel besser zu passen. Rasch zog man die Konsequenz, von dem für die RL zu großen und ohnehin vom USC nur bedingt nutzbaren OSP in die benachbarte Halle des ISSW, wo der Serienmeister große Erfolge errungen hatte, umzuziehen.

In diesen Regionalliga-Jahren gab es auf der organisatorischen Seite zwei Personen, die das Überleben, die Ent- wicklung und schließlich den Wiederaufstieg in die 2. BL ermöglichten. Eher im Hintergrund arbeitete Christian Dick als Geschäftsführer und garantierte so den administrativen Rahmen. Als Abteilungsleiter und immer wieder als Coach wirkte in dieser Zeit Thomas Riedel. Er kümmerte sich nicht nur um das Tagesgeschäft, sondern behielt als Stratege immer das Ziel des Wiederaufstiegs im Auge, so utopisch es zumindest anfänglich auch erschien. Er blieb auch in der Aufstiegssaison ruhig, als verschiedentlich anlässlich der Heimniederlage gegen Leimen Nervo- sität aufkam. Ohne ihn wäre die Basketball-Geschichte des USC sicher anders verlaufen, hätte Heidelberg das Schicksal früherer (wenn auch im Vergleich bescheidenerer) Hochburgen wie etwa Darmstadt, Stuttgart oder Aachen geteilt.

Im Gegensatz zur bisherigen Darstellung sollen nun die Regionalliga-Jahre und -Kader nicht mehr einzeln abge- handelt werden. Vielmehr soll diese Epoche in groben Zügen aufgezeigt werden, wobei es eher um Entwick- lungslinien als um Details gehen wird.

Anfänglich hatte man selbst um den Verbleib in der RL zu bangen. Der Trainer des Vorjahres, Thomas Benson, baute auf dem Restkader (ohne Peter Alleyne, auch ohne den abgewanderten Mario Stigler) auf und brachte einen US-Spieler von den amerikanischen Streitkräften mit. Letzterer aber erwies sich als sehr unzuverlässig und blieb dann einfach weg. Auch Thomas Benson warf schließlich vorzeitig das Handtuch, und Thomas Riedel musste notgedrungen übernehmen.

Wäre der USC seinerzeit in die Oberliga abgestiegen, hätte es wohl kein Zurück mehr gegeben, wäre die alte, vor- nehme und anscheinend müde gewordene Basketball-Hauptstadt endgültig zur Provinz geworden. Doch es sollte anders kommen. Nach zwei Jahren Bangen konnte der USC das Abstiegsgespenst bannen und vorsichtig nach oben schauen.
Diese Jahre des „Erwachens“ waren eng mit der Person des Spielertrainers Eugen Tallo verbunden. Eugen zeigte sich als Basketball-Verrückter im positiven und auch im negativen Sinne. Er war vielfacher CSSR-Auswahlspieler und brachte als Aufbauspieler sehr viel Erfahrung und Klasse mit. Leider aber trug er auch massive Konflikte in das Team, die ihn später scheitern ließen. Ein Konfliktpunkt war seine Funktion als Spielertrainer, der eben auch er mit ihren beiden Grundaspekten nicht gerecht werden konnte. (Vermutlich ist die Doppelaufgabe als Coach und als Spieler gerade dann besonders schwierig, wenn diese Person der Führungsspieler des Teams ist oder sich so sieht.) So waren mit seiner Person Sieg oder Niederlage eng verknüpft. In einer Spitzenbegegnung beim seinerzeit ebenfalls sehr ambitionierten Lokalrivalen DJK Eppelheim war er zunächst für eine hohe Führung des USC haupt- verantwortlich, später ebenso für die endliche knappe Niederlage. Er hatte das Einzelspiel übertrieben, mit den Schiedsrichtern diskutiert, sich nicht ausgewechselt; so war das Spiel trotz lange deutlich überlegenem USC gekippt! Der zweite Konfliktpunkt resultierte aus seiner Herkunft. Als Slowake fühlte er sich in der CSSR (und in deren Nationalmannschaft) notorisch gegenüber den Tschechen benachteiligt (dieser übergeordnete Umstand führte ja bekanntlich nach dem Ende des „Kalten Krieges“ zur Trennung dieser beiden Ethnien und zur Bildung jeweils eigener Nationalstaaten). Im seinerzeitigen USC-Team aber gab es mit Karol Varga einen tschechischen Center- spieler, der häufig die Zielscheibe der verbalen Attacken des hitzigen Eugen Tallo wurde. So war Karol, ebenfalls Leistungsträger, von beiden Konfliktpunkten ohne eigenes Zutun massiv betroffen, was dem Team-Spirit auf Dauer nicht gut tun konnte. Es kam, wie es kommen musste: Eugen Tallo „verabschiedete“ sich in einem Heimspiel mit einer demonstrativen Leistungsverweigerung, so dass Thomas Riedel wieder einmal als Coach einspringen und die Wogen glätten musste.

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass der USC unter Eugen Tallo und auch danach allmählich wieder für Spieler interessant wurde, denen mehr als eine RL-Karriere zuzutrauen war. Dazu gehörten Karol Varga, den es freilich bald beruflich bedingt nach Bayern zog, später Jiri Stastny, ebenfalls vielfacher CSSR-Nationalspieler. In diesen RL-Jahren waren es aber insbesondere einheimische Spieler, die das Gros des Teams stellten. Allen voran jedoch ist ein Spieler zu nennen, der in seinem 1. USC-Jahr mit dem Team aus der 2. BL abstieg, ihm in der RL- Zeit trotz vieler anderer Angebote als Leistungsträger die Treue hielt und seine Karriere wiederum beim USC in der 2. BL beendete: Jochen Dörr. Als Kämpfernatur konnte er zäh verteidigen, zum Korb ziehen und Dreier werfen – einen solchen Spieler hat man in jeder Mannschaft gerne. Er trat dann in Offenburg eine Stelle als Gymnasiallehrer an, pflegt aber heute noch Verbindung zu ehemaligen Mannschaftskameraden. Auch die ebenfalls mitabgestiege- nen Moritz Rossner und Christian Kreilein sollten in der RL eine gute Rolle spielen. Erstgenannter war leider sehr verletzungsanfällig, so dass ihm eine seinem Potenzial angemessene Karriere versagt blieb. Christian Kreilein aber war in all diesen Jahren ein zuverlässiger Teamplayer, sich nicht zu schade, immer wieder auf der von ihm wenig geliebten Position 1 durchaus erfolgreich auszuhelfen. Der Wirtschaftsprüfer trat dann beruflich bedingt kürzer und entschied sich gegen eine weitere Karriere in der 2. BL. Auf der Position 1 zu Hause war der ebenfalls talentierte Ulf Zimmer, auch er von Verletzungspech arg gebeutelt. Aus Leimen kam später mit Ralf Schäfer ein ambitionierter Spieler, der wesentlich zum Aufstieg in die 2. BL und zum Klassenverbleib dort beitragen sollte. Mit Meinhard Erben fand ein Paradiesvogel zum USC. Er konnte kaum als ausgeprägter Mannschaftsspieler bezeichnet werden, riss aber Zuschauer und auch Mitspieler immer wieder durch seine Dynamik, technische Brillanz und seine Kabi- nettstückchen mit (erinnerte das reifere Heidelberger Publikum insoweit an „Watcher“ Körner), glänzte allerdings weniger durch Beständigkeit. Auf der Centerposition konnte der zugezogene Dieter Zipser durch seinen Kampfgeist überzeugen (unvergessen, wie er lange später in der 2. BL einsprang und sich beherzt gegen den in der Klasse le- gendären Karim Aw behauptete). Der aus der USC-Jugend gekommene Dribbelkönig Pascal Roller gab dagegen in der RL nur ein kurzes Gastspiel und wechselte bald zum Zweitligisten TV Langen, später nach Tübingen, Freiburg und Frankfurt, längst Nationalspieler geworden.

Mit Horst Wolf und Joachim Klaehn stießen schließlich im letzten Regionalligajahr Spieler zum USC, die mit ihm unbedingt in die 2. BL aufsteigen wollten. Zusammen mit Ralf Schäfer unterstützten sie Abteilungsleiter und Trainer Thomas Riedel auch vornehmlich im Marketingbereich und schufen so wichtige Voraussetzungen im Umfeld. Der USC war wieder ein Faktor und ging als Favorit in die RL-Saison 93/94, wo freilich mit der im Jahr zuvor abgestie- genen KuSG Leimen ein Konkurrent aufwartete, der nicht bereit war, den USC wieder vorbeiziehen zu lassen. U. a. mit Matthias Biller, Dietmar Ihle, Dirk Sodomann und vor allen anderen dem aus den USA zurückgekehrten Allroun- der Troy Russel konnte Trainer Gerhard Heindel auch durchaus berechtigte Wiederaufstiegs-Ambitionen für Leimen reklamieren. Doch auch beim USC hatte sich noch einiges getan. Pasco Tomic war aus dem kroatischen Ljubljana, Andreas Schreiner vom TSV Speyer, Raoul Arnold vom LSV Ladenburg gekommen. So war ein spannender Saison- verlauf zu erwarten.

Das USC-Team in der RL-Saison 1993/1994:
Joachim “Jogi” Klaehn (Nr. 4), Jochen Dörr (5), Dieter Zipser (6), Ralf Schäfer (7), Horst “Horschek” Wolf (8), Rainer Kloss (9), Meinhard Erben (10), Christian Kreilein (11), Pasco Tomic (12), Jiri Stastny (13), Raoul Arnold (14), Andreas Schreiner (15)

Im Saisonverlauf dominierten der USC und die KuSG dann auch deutlich die Liga. Seine einzige Saisonniederlage verbuchte der USC (ohne den verletzten Jiri Stastny) ausgerechnet zu Hause gegen den Rivalen aus Leimen.
Im Rückspiel in Leimen aber zeigte sich der USC klar überlegen und konnte sich damit auf dem 1. Tabellenplatz behaupten. Leimen kam mit einer weiteren Niederlage unangefochten auf Platz 2.

Die Statuten sahen nun vor, dass der einzige Aufsteiger in die 2. BL unter den jeweils ersten beiden Mannschaften der beiden Südwest-Regionalligagruppen Süd (USC und Leimen) sowie Nord (Saarlouis und Kirchheimbolanden) ermittelt werden sollte. Dabei kam es zunächst zu jeweils zwei Überkreuzspielen. Die beiden Sieger traten an- schließend gegeneinander an, wobei hier zwei Erfolge notwendig waren.

Da sich die beiden Südvertreter problemlos durchsetzen konnten, kam es zu einem Showdown zwischen dem USC und der KuSG, in dem die Karten wieder neu gemischt waren. Dabei hatte zunächst der in der Hauptrunde besser platzierte USC bei der KuSG anzutreten, genoss dann aber beim evtl. notwendigen dritten Spiel Heimrecht.

Im ersten Spiel in Leimen konnte sich die KuSG mit 79:77 durchsetzen und damit den USC gehörig unter Druck setzen. Troy Russel war mit 30 Punkten der Matchwinner für Leimen.
Im Rückspiel aber gab es vor 1.400 Zuschauern im ISSW mit 82:72 einen deutlichen Heimsieg des USC. Entschei- dend war, dass man Troy Russel diesmal auf 15 Punkte halten konnte; Matthias Biller erzielte 18 Punkte für die KuSG. Beim USC verteilten sich die Punkte (Wolf 16, Tomic 15, Klaehn 14, Dörr 13, Stastny 10, Schreiner 9).

Also kam es am 30.4.1994 zum denkwürdigen Tanz in den Mai. Hasso Waldschmidt berichtete in der RNZ vom heißen Duell in der Sauna. Er spielte auf eine außergewöhnlich heiße Walpurgisnacht an. Diese tropischen Tem- peraturen verstärkten für den Gast aus Leimen ein strategisches Dilemma. Die KuSG hatte mit Troy Russel den deutlich besten Spieler der Liga in ihren Reihen, während der USC über ein ausgeglichenes Team mit einer sehr langen Bank, in der auch der 10. Mann bedenkenlos eingesetzt werden konnte (was der Spielverlauf zeigen sollte!), verfügte. Gerade bei den herrschenden Witterungsbedingungen konnte der Leimener Schlüsselspieler unmöglich 40 Minuten durchhalten. Ohne ihn aber war mit einem deutlichen Leistungsabfall zu rechnen.
Die 1.500 Zuschauern sahen in der überfüllten ISSW-Halle ein in der 1. Halbzeit völlig ausgeglichenes Spiel. In der 30. Minute lagen die Gäste gar mit 53:48 in Front. Doch dann verließen Troy Russel, der zuvor immer wieder die USC-Abwehr ausgetrickst und das KuSG-Spiel im Angriff und in der Abwehr getragen hatte, die Kräfte. Pasco Tomic war es vorbehalten, mit 65:60 die Vorentscheidung für den USC zu erzwingen. Der deutliche 70:61-Sieg des USC resultierte dann aus taktischen Fouls der KuSG und genutzten Freiwürfen des USC. Das Konzept des USC war aufgegangen: Das Kollektiv hatte sich gegen die individuelle Klasse eines Einzelspieler durchgesetzt. USC: Klaehn 4, Dörr 3, Zipser, Schäfer, Wolf 14, Kloss 11, Tomic 12, Stastny 17, Arnold, Schreiner 9; KuSG: Russel 25, Stein 2, Rosenkranz, Hauck, Brüning 4, Biller 19, Sodomann 6, Ihle 2, Rösch 2

Die Beharrlichkeit Thomas Riedels hatte sich ausgezahlt, der USC war in die 2. BL zurückgekehrt. Nun aber stell- ten sich neue Fragen. Mit welchem Team sollte die 2. BL angegangen werden? Welcher Trainer sollte es führen, da Thomas Riedel sich angesichts seiner beruflichen Belastungen außer Stande sah, diese Aufgabe auch in der höhe- ren Spielklasse zu übernehmen? Eine Frage aber war von zentraler Bedeutung: Wie sollte der steigende personel- le und organisatorische Aufwand finanziert werden? An dieser Frage war bekanntlich zuvor zunächst der Verbleib des USC in der 1., später dann in der 2. BL gescheitert.

Zurück zur Übersicht