III. Aufbruch
(ab Saison 1994/1995)

 

Nach acht Jahren Regionalliga war der USC nun wieder in der 2. Bundesliga Süd angekommen. Ohne Thomas Rie- del hätte es diesen Aufstieg zweifelsfrei nicht gegeben. Als Abteilungsleiter und immer wieder, häufig notgedrun- gen, auch als Trainer und Coach hatte er die Hauptverantwortung getragen. Sogar in bitteren Regionalliga-Zeiten hatte er an diese Mission geglaubt und beharrlich dafür gearbeitet. Hinter den Kulissen trugen auch Christian Dick und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter zur Renaissance des USC bei. Selbstredend wäre ohne die für Regio- nalliga-Verhältnisse hochkarätige Mannschaft der Wiederaufstieg nicht gelungen.

Die 2. Bundesliga hielten fast alle Insider und Anhänger des USC unter den gegebenen Umständen für adäquat. An mehr war kaum zu denken, zumal nach wie vor die Finanzierung selbst der 2. BL durchaus kein Selbstläufer war. So war in den ersten Jahren die Zugehörigkeit zur 2. BL immer wieder durch unzureichende finanzielle Mittel be- droht, was sich erst später, insbesondere Manfred Lautenschläger und MLP sei es gedankt, entscheidend ändern sollte.

Thomas Riedel übernahm nun auch die Zuständigkeit für die Organisation und Finanzierung des neuen Zweitliga- teams. Noch heute (2011) trägt er Verantwortung für den nunmehrigen Pro A-Ligisten, für den der finanzielle und organisatorische Aufwand allerdings immens gestiegen ist. So erwies es sich bereits in den letzten Jahren in der 2. BL als sinnvoll, dem Team als Gesellschaft eine eigene Rechtspersönlichkeit zu geben. Gesellschafter sind Manfred Lautenschläger, Harry Rupp und Thomas Riedel.

Heute ist diese Verantwortung nun auf fünf Personen verteilt: Zu Harry Rupp und Thomas Riedel stießen Matthias Lautenschläger, Axel Tietz und Thomas Bösinger. Mit ihrer Hilfe wurde der Bereich Marketing, ohne den heutzutage Profisport nicht mehr vorstellbar ist, sichtlich belebt. So ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder Gedanken an die BBL und auch eine neue, privat finanzierte Halle aufkommen.

Die Hauptarbeit wird jenseits des Teams beim USC noch immer von nebenamtlichen Kräften geleistet. Bestens organisiert und gestaltet sind von den zahlreichen und z. T. langjährigen Helferinnen und Helfern das Catering, der Ordnungsdienst, das Kassenwesen, die Pressearbeit, der Aufräumdienst, der VIP-Bereich, das Scouting und der Anschreibetisch. Als beispielhaft selbst für die BBL gelten das alljährliche Saisonheft und das Pre Game vor jedem Heimspiel. Immer deutlicher zeigt sich aber, dass dieser Aufwand auf steigendem Niveau ohne eine hauptamtliche Kraft in der Geschäftsführung kaum noch zu bewältigen ist.

1. Hoffen und Bangen (94/95 – 98/99)

 

Bereits im Vorfeld des Aufstiegs in die 2. Bundesliga Süd wurde entschieden, dass der USC seine Heimspiele wei- terhin in der alten Halle des  Sportinstituts (ISSW) und nicht in der größeren Halle des Olympia-Stützpunkts aus- tragen würde. Immerhin verursachte die ISSW-Halle geringere Kosten und bot sogar hinsichtlich Catering, Beleuch- tungseffekten und abschließender Pressekonferenz im „Glaskasten“ günstigere Bedingungen. Das „Post Game“ PK, von Harry Rupp (gelegentlich auch von Didi Keller) professionell moderiert, etablierte sich rasch geradezu als Institution und lieferte überaus interessante und fachlich hochwertige Hintergrundinformationen über Trainerphilo- sophien, Spiele, Teams und Spieler etc., denen wohl nicht nur der Verfasser durchaus ein wenig nachtrauert.

Später erfolgte nicht zuletzt auf Betreiben Manfred Lautenschlägers der Wiedereinzug in die wesentlich größere OSP-Halle, deren Rahmen dann doch den gestiegenen Ambitionen des USC angemessener als die alte ISSW- Halle erschien. Mittlerweile gibt es diesbezüglich (s. o.) weitergehende Überlegungen und gar Pläne.

 

Saison 1994/1995

 5. Platz (von 8 Teilnehmern) der Abstiegsrunde der 2. BL Süd

Sportlich weiterhin qualifiziert für die 2. BL Süd

Aufgebot 94/95:
Horst Wolf (30 Jahre, 2.10 m, Center), Matthias Biller (27, 2,02, Flügel/Center), Jiri Stastny (31, 2,02, Center), Markus Recktenwald (22, 2.02, Center), Pasko Tomic (25, 2.00, Flügel), Joachim Klaehn (35, 1,87, Flügel), Ralf Schäfer (28, 1,85, Flügel), Jochen Dörr (27, 1,91, Flügel), Bernd Klein (26, 1,88, Aufbau), Henrik Stein, 21, 1,83, Aufbau)

Die Vereine der 2. BL Süd:
BG Baunach/Breitengüßbach, Eintracht Frankfurt, USC Freiburg, USC Heidelberg, TG Landshut, TV Langen,
TV Lich, TGS Ober-Ramstadt, TSV Speyer, SV Tübingen, BG Weiden, DJK Würzburg

Zunächst galt es einen neuen Trainer und Coach zu finden, da Thomas Riedel diese Aufgabe in der 2. BL mit seinen beruflichen Verpflichtungen nicht vereinbaren konnte. Mit dem 35-jährigen Thomas Dröll wurde man auch rasch fündig. Der A-Lizenz-Inhaber aus Hessen hatte seine Meriten zuvor beim MTV Gießen, Bayer 04 Leverkusen, TuS Opladen, ART Düsseldorf, TV Lich und der Damen-Nationalmannschaft erworben. Als Co-Trainer stand ihm Christoph Vigano (29 Jahre, B-Lizenz) zur Seite, der bei der SG Kirchheim eine vorzügliche Jugendarbeit geleistet hatte.

Vom Aufstiegsteam verließen den USC Mohammed Babakhani, Dieter Zipser (beide KuSG Leimen), Christian Kreilein (2. Mannschaft), Raoul Arnold (LSV Ladenburg) und Andreas Schreiner (TSV Viernheim). Nach Saison- beginn folgte Rainer Kloss, den es zurück nach Ulm zog.

Neu zum USC stießen von der KuSG Leimen Matthias Biller und Henrik Stein sowie vom Nachbarn und Liga- Konkurrenten TSV Speyer Bernd Klein und Markus Recktenwald.

 

Der Kader des USC für die Saison 94/95 in der 2. Bundesliga Süd

Einem hoffnungsvollen 75:67-Auftaktsieg gegen die Akademikerkollegen aus Freiburg (Claus-Peter Bach, RNZ: „Als wären sie nie abgestiegen gewesen.“) folgte eine 61:80-Schlappe bei der starken BG Baunach/Breitengüßbach. Auch das zweite Heimspiel ging hingegen mit 74:55 gegen die BG Weiden klar an den USC. Dann folgte aber eine Niederlagenserie in Lich (61:84), gegen Ober-Ramstadt (81:84), in Speyer (76:80), gegen Tübingen (78:80), gegen Langen (72:81) und in Frankfurt (53:75). Mit 4:14 befand sich der USC zusammen mit seinem Freiburger Namens- vetter auf dem drittletzten Tabellenplatz und hatte laut RNZ die Talsohle erreicht.

Nachdem auch das anschließende Heimspiel gegen den immerhin ungeschlagenen Tabellenführer TG Landshut mit 90:91 verloren ging, läuteten beim USC die Alarmglocken. Als Schwachpunkt erkannte man die Besetzung der (einzig zulässigen) Ausländerposition. Mit dem US-Amerikaner David Jones (DJ) konnte der USC einen hochkarä- tigen Scorer verpflichten, während Pasko Tomic zum Regionalligisten VfL Kirchheim/Teck wechselte (dem er als Spieler und Trainer lange die Treue hielt, später mit Kirchheim gar in die 2. BL Süd aufstieg und damit zum USC aufschloss). Mit 43 Punkten und einem neuen Liga-Rekord von 12 Dreiern feierte DJ bei der DJK Würzburg zwar einen spektakulären Einstand, konnte aber die 88:103-Niederlage seines Teams nicht verhindern. Die ernüchternde Bilanz zur Halbzeit der Hauptrunde wies 4:18 Punkte und den vorletzten Tabellenplatz mit bereits vier Punkten Rückstand zum rettenden 10. Platz auf, so dass der USC, wie es die heimische Postille RNZ formulierte, bis zum Hals im Abstiegskampf steckte.

Mit weiteren Niederlagen in Freiburg (71:75) und gegen Baunach/Breitengüßbach (80:97) wurde die Lage des USC indes immer prekärer. Zwar unterbrach der USC mit einem 106:57-Kantersieg beim Tabellenletzten BG Weiden diese schwarze Serie. Anschließend folgte jedoch eine weitere Niederlagenserie gegen den starken TV Lich (81:85), im „Schicksalsspiel“ (RNZ) in Ober-Ramstadt (85:102 – „Blamabel“ – RNZ), gegen Speyer (83:90), in Tübingen (86:93), beim TV Langen (77:95), im „Schicksalsmatch“ (RNZ ) gegen Eintracht Frankfurt (90:96) und in Landshut (83:93).

Zudem hatte es im USC-Team Verwerfungen gegeben. Die immer öfter gestellte Frage, ob Thomas Dröll (noch) der richtige Trainer und Coach sei, hatte Thomas Riedel eindeutig mit „ja“ beantwortet. Joachim Klaehn aber zog Ende des Jahres 1994 die Konsequenz, unter Thomas Dröll nicht mehr zu spielen, und hängte seine Basketballstiefel an den berühmten Nagel; er sollte dem USC auch hinter den Kulissen sehr fehlen! Markus Recktenwald hatte sich eine hartnäckige Verletzung zugezogen und fehlte an mehreren Spieltagen. Jiri Stastny dagegen hatte immer grö- ßere Probleme, seine Berufstätigkeit als Architekt mit dem Engagement im Sport zu verbinden. Auch sein Einsatz war immer wieder fraglich.

Wenigstens gelang dem USC am letzten HR-Spieltag ein 97:80-Sieg gegen die DJK Würzburg, der auch hinsicht- lich der Deutlichkeit immerhin etwas hoffnungsvoller stimmte.

Damit stand der USC zum Abschluss der Hauptrunde mit 8:36 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. In die aus acht Teams bestehende Abstiegsrunde ging er mit der kaum auszugleichenden Hypothek von gleich sechs Punk- ten Rückstand zum rettenden drittletzten (6.) Platz, den die TGS Ober-Ramstadt innehatte und zudem gegenüber dem USC mit zwei Siegen im di- rekten Vergleich deutlich vorne lag.

So ging der USC mit bangen Erwartungen in die aus acht Mannschaften gebildete Abstiegsrunde. Doch nun folgte eine Aufholjagd, die durchaus mit jener in der Rückrunde der Pro A-Saison 2008/2009 vergleichbar ist.
Zum Auftakt gab es mit 88:74 einen weiteren Sieg in Weiden, dem mit einem überragenden David Jones (31 Punk- te) ein 78:74-Heimsieg gegen Speyer folgte.  Auch in Würzburg blieb der USC mit 84:82 siegreich. Wieder einmal scorte das Trio DJ (24 Punkte), Horst Wolf (22) und Matthias Biller (17) zweistellig. Freilich gab es im Heimspiel gegen Tübingen (93:103) eine bittere Niederlage. Obwohl DJ gegen Tübingen (mit Pascal Roller – 14 Punkte) wie- der einmal 36 Punkte erzielt und Matthias Biller sich seit Mitte der HR immer mehr zu einem Leistungsträger ent- wickelt hatte (gegen Tübingen 23 Punkte), reichte es gegen diesen Gegner noch nicht. In Frankfurt gelang dann aber mit deutlich verbesserter Abwehr ein klarer 75:62-Erfolg. Gleich fünf Spieler punkteten zweistellig, auch hatte der USC die Lufthoheit inne. Dieser Auswärtserfolg gab enormen Auftrieb, zumal nun Ober-Ramstadt schwächelte. Mit einem „furiosen Endspurt“ (RNZ) folgte dann ein 84:76-Sieg im Heimspiel gegen Freiburg. Obwohl der „Der- wisch“ (RNZ) DJ mit 34 Punkten wieder einmal Topscorer war, beeindruckte der USC durch eine geschlossene Teamleistung. Die Schallmauer durchbrechen konnte der USC mit einem überlegenen 98:80-Sieg ausgerechnet beim Tabellennachbarn Ober-Ramstadt (DJ 41 Punkte). Längst hatte der USC diesen Gegner in der Tabelle über- flügelt. Mit nur sieben Spielern folgte ein ungefährdeter 99:91-Heimsieg gegen Weiden. Dem USC waren lt. RNZ glanzvolle Aktionen gelungen. Matthias Biller (26 Punkte) und David Jones (29) verblüfften danach mit überra- schenden Spielzügen und großer Treffsicherheit, die anderen USC-Spieler steuerten solide Arbeit bei (Wolf 17, Dörr 10, Stein 7, Klein 7, Schäfer 3). In Speyer gab es mit miserabler Trefferquote hingegen eine nicht ganz unerwartete 84:87-Niederlage nach Verlängerung. Es folgte eine 87:90-Heimniederlage gegen Würzburg. Dann aber gab es in den letzten vier Spielen durchweg Siege, so dass der USC bereits zwei Spieltage vor Saisonende die Klasse er- halten hatte. Die Ergebnisse: Tübingen – USC 99:103, USC – Frankfurt 84:73, USC Freiburg – USC HD 78:82, USC – Ober-Ramstadt 102:94 (Biller 32, Jones 30, Wolf 18).

Der USC hatte mit immerhin dem 5. Platz in der Abstiegsrunde das rettende Ufer doch noch sicher erreicht. Die Absteiger hießen BG Weiden und TGS Ober-Ramstadt. In der Korbjägerliste konnten sich DJ (1. mit 410 P., Q 29,3) und Matthias Biller (9., 261, 18,6) prominent platzieren.

Thomas Dröll aber beendete überraschend seine Trainertätigkeit beim USC. Er wollte sich örtlich und beruflich verändern, zudem ein Studium aufnehmen. Mit Jiri Stastny beendete zudem ein langjähriger und hochkarätiger Spieler aus beruflichen Gründen seine Basketball-Karriere, was sich aber bereits zuvor abgezeichnet hatte.

Beim USC galt es nun im Hinblick auf die neue Saison, nicht nur die vakante Trainerstelle neu zu besetzen, sondern dringend auch den Kader zu verstärken und zu ergänzen. Ein angesichts der weiterhin sehr prekären Finanzsituation des USC ausgesprochen schwieriges Unterfangen.


Saison 1995/1996

 

5. Platz der Gruppe 2 der Qualifikationsrunde zur 1. BL Herren

Aufgebot 95/96:
Aufbau: Bernd Klein (27 Jahre, 1,88 m), Henrik Stein (22, 1,83)
Flügel: Jochen Dörr (28, 1,91), David Jones (28, 1,85), Ralf Schäfer (29, 1,85), Stefan Kühner (16, 1,90), Andreas Fell (25, 1,92), Andreas Mühling (24, 1,94), Branko Djurdjevic (20, 1,93 – ab Oktober)
Center: Horst Wolf (31, 2,10 m), Matthias Biller (28, 2,02), Markus Recktenwald (23, 2,02)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Tröster Breitengüßbach, BG Chemnitz, Eintracht Frankfurt, USC Freiburg, USC Heidelberg, BG Post Süd- stern Karlsruhe, TV AXA Direkt Langen, TV Lich, FC Bayern München, TGS Ober-Ramstadt, TSV Speyer, SV Tübingen, DJK S. Oliver Würzburg

Für den vakanten Trainerposten konnte der USC bereits Anfang Juni 1995 die Verpflichtung von Jochen Knell
bekanntgeben. Der 35-jährige Finanzberater war hier kein Unbekannter, hatte er doch bis dahin die Damen der KuSG Leimen, soeben sehr unglücklich aus der 1. Damenbundesliga abgestiegen, betreut. Der gebürtige Karlsru- her, wie sein Vorgänger A-Lizenz-Inhaber, hatte sich ausbedungen, beim USC im Gegensatz zu Leimen, wo er auch für Organisation und Sponsoring zuständig war, ausschließlich für die sportlichen Belange der 1. Herren- mannschaft verantwortlich zu sein.

„Gehen beim USC die Lichter aus?“,  lautete indes die alarmierende Überschrift eines längeren RNZ-Artikels, der am Freitag, dem 23.6.1995, veröffentlicht wurde. Joachim Klaehn beschrieb die eklatante Finanznot des USC, die eine weitere Teilnahme am Spielbetrieb der 2. BL Süd in Frage stelle. Der USC-Vorstand müsse bei seiner Tagung am 26.6.1995 darüber entscheiden.

Nach mehreren Zwischenberichten konstatierte Joachim Klaehn dann am 7.8.1995, es blase ein stürmischer Wind für den gerade noch einmal „geretteten“ USC Heidelberg und den Beginn der heißen Saisonphase.

Spielerkader 95/96

Als Co-Trainer präsentierte der neue Trainer Jochen Knell den angehenden Arzt Michael Dorsch. Für das Team konnte er hingegen substantielle Verstärkungen nicht vermelden. Insbesondere die von Center Jiri Stastny hin- terlassene Lücke ließ sich nicht schließen.
Immerhin blieb der Stamm der letztjährigen Mannschaft ansonsten erhalten. Allerdings würde Bernd Klein wegen eines Kreuzbandrisses frühestens ab Mitte Oktober eingesetzt werden können. Für ihn musste bis dahin Henrik Stein aushelfen, ggf. auch DJ auf der Position 1 spielen.
Verpflichtet werden konnten ausschließlich talentierte Nachwuchsspieler. Aus Karlsruhe kam Andreas Mühling, aus Sandhausen Andreas Fell, von der SG Kirchheim Stefan Kühner, allesamt Flügelspieler, die sich an den rauen Wind der 2. BL erst noch gewöhnen mussten.
Anfang Oktober 1995 wechselte der begabte, 1,93 m große serbische Flügelspieler Branko Djurdjevic, dessen Status als U 22-Spieler die Ausländer-Regelung nicht tangierte, von der KuSG Leimen zum USC.

Trotz der personell und finanziell schwierigen Bedingungen zeigte sich Jochen Knell zuversichtlich, mit seinem Kader die Klasse halten zu können. Er sollte Recht behalten!

Die neue Saison begann mit einem 84:82-Sieg beim Aufsteiger BG Karlsruhe. „Der USC ist auf Kurs“ meldete Joachim Klaehn in der RNZ nach dem gelungenen 84:58-Heimauftakt gegen den allerdings schwachen FC Bayern München (sic!). Unerwartet deutlich und souverän fiel dann der 100:82-Sieg beim alten Rivalen TV Langen aus, der den USC an die Tabellenspitze brachte. Im anschließenden Heimspiel gegen Breitengüßbach sah der Gast lange Zeit wie der sichere Sieger aus. In der Halbzeit stand es 38:50, in der 26. Minute gar 46:62. Joachim Klaehn er- klärte in der RNZ, weshalb dieser Fight mit 85:78 doch noch an den USC ging: „Dagegenhalten“ hieß das Zau- berwort. Hervorragend die Verteidigungsarbeit von Jochen Dörr gegen den gefährlichen Distanzwerfer Volkmar Zapf, der auch beim Erstligisten TTL Bamberg für Furore sorgte. Vorzüglich zudem das Defensiv-Verhalten von „Matse“ Biller gegen den Koloss Gerry Besselink, prima die Aufbauleistung von Henrik Stein. David Jones (34 Punkte) schließlich hatte mit seinem letzten eingesprungenen Dreier zum 81:76 für den Knock-out der Bamberger Filiale gesorgt.

Beim regionalen und tabellarischen Nachbarn Speyer unterlag der USC dann erstmals in der aktuellen Saison mit 111:112 nach Verlängerung. Dabei hatte der USC in diesem hochklassigen Spiel noch 4 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit 97:94 geführt. Trotz eigens genommener Auszeit und Einstellung des Teams genau auf diese Situation konnte der USC den Dreier des TSV-Stars Thomas Krull, der mit der Schlusssekunde den Aus- gleich erbrachte, nicht verhindern. In der Verlängerung war dann Speyer die glücklichere Mannschaft und damit alleiniger Tabellenführer. Beim USC punkteten insbesondere DJ (50), Matthias Biller (19), Jochen Dörr (17) und Horst Wolf (14).

Ausgepowert präsentierte sich der USC bei seiner deutlichen 79:104-Niederlage in Lich. DJ erzielte für ihn be- scheidene 22 Zähler, trat allerdings mit einer fiebrigen Erkältung an. Überzeugend spielte erneut Matthias Biller (27 Punkte).  Auch im dritten Auswärtsspiel in Folge unterlag der USC in Freiburg mit 78:97 und hatte einen raben- schwarzen Tag erwischt. Beim anschließenden Heimspiel wirkte erstmals wieder Bernd Klein mit und konnte mit seinem USC den SV Tübingen mit 81:80 soeben noch in die Schranken weisen. Am folgenden Spieltag setzte es dann erstmals in der aktuellen Saison in eigener Halle gegen die Frankfurter Eintracht mit 81:84 eine Niederlage. Geradezu blamabel war die anschließende 75:92-Schlappe beim bis dahin sieglosen Schlusslicht BG Chemnitz. Im darauffolgenden Heimspiel gab es beim 99:113 gegen das Spitzenteam aus Würzburg ein Festival der Körbe. Jogi Klaehn berichtete in der RNZ vom tollen Niveau des Spiels. Beim USC hatten DJ (33), Matthias Biller (30) und Horst Wolf (26) hoch gepunktet. Für die DJK hatten neben dem finnischen Alleskönner Matti Kuisma (41) Center Klaus Steinbach (20) und „ein 17-jähriger spindeldürrer großer Blonder“ (Joachim Klaehn) namens Dirk Nowitzki (22) die meisten Punkte erzielt. Unverkennbar war der heimische DJ durch die hartnäckige Verteidigungsarbeit des über 20 cm größeren Dirk Nowitzki ausgepowert, so dass sich seine Trefferquote in der 2. HZ mit 4/15 unterirdisch gestaltete. Er hätte dringend einer Pause bedurft.

Erfahrung gegen Jugend bei über 15 cm Größenunterschied. USC-Routinier Jochen Dörr zieht unverdrossen gegen den jungen Dirk Nowitzki, der als “German Wunderkind” seine Dallas Mavericks 2011 zur NBA-Championship füh- ren sollte (Foto RNZ-Archiv).

In Ober-Ramstadt, welches sich in Folge eines Formfehlers doch das Bleiberecht in der 2. BL Süd gesichert hatte, blieb der USC dann mit 93:78 siegreich. Matthias Biller war mit 35 Punkten nicht nur der Topscorer des USC, son- dern verteidigte gegen den 2,10 m großen Amerikaner Davis auch ausgezeichnet. Ebenfalls zweistellig punkteten für den USC DJ (30) und Horst Wolf (14). Damit wies der USC Heidelberg am Ende der Vorrunde mit 12:12 Punkten eine ausgeglichene Bilanz auf.

Endlich wieder einen 2. Sieg in Folge erzielte der USC im Heimspiel gegen die BG Karlsruhe, die er wegen eines zuvor erfolgten Trainerwechsels sehr ernst nahm. Der 101:81-Sieg war aber nie gefährdet. Obwohl DJ 50 Punkte (12 Dreier) scorte, stellte Claus-Peter Bach in der RNZ ein deutlich verbessertes Mannschaftsspiel des USC fest. Ge- rade Matze Biller (17 Punkte) und Jochen Dörr (10) trauten sich immer mehr zu. Auch Horst Wolf (16) punktete standesgemäß.

Obwohl der USC mit breiter Brust bei Bayern München antrat, kassierte er dort mit 99:102 eine unerwartete Niederlage (Jochen Knell lapidar: „Chemnitz zwei“). Inken Wolf, Horst Wolfs Ehefrau, berichtete von der vor dem Spiel am 17.12.1995 stattgefundenen Schneeballschlacht und davon, dass anschließend die gesamte USC- Mannschaft vor nur 100 Zuschauern (!) von den Bayern eingeseift worden sei. Sie hatte sich einlullen lassen und den Gastgeber förmlich aufgebaut, obwohl Bernd Klein erstmals seit seiner Verletzungspause überzeugend aufspielte und auch selbst mit 14 Punkten beachtlich scorte (Biller 36, Jones 29, Wolf 17).

Im ersten Spiel des Neuen Jahres zauberte DJ (34 Punkte) gegen Langen wieder, so dass der Sieg mit 89:78 verdient ausfiel. Matse Biller (24) und Horst Wolf (20) trugen zweistellig dazu bei. Beim tabellarisch besser plat- zierten TSV Breitengüßbach konnte der USC mit 89:88 etwas überraschend die Punkte entführen. Vor allem die Verteidigung der gegnerischen Distanzwerfer durch Jones, Fell und Djurdjevic überzeugte. Andreas Fell und Branko Djurdjevic mussten für den verhinderten Jochen Dörr einspringen und lösten diese Aufgabe bravourös. Es punkte- ten: DJ 34, Horst Wolf 19, Matthias Biller 14, Bernd Klein 10, Branko Djurdjevic 8, Andreas Fell 4.

Gegen den Lokalrivalen aus Speyer gab es einen (Joachim Klaehn, RNZ) „kuriosen Basketball-Abend“. Weiter hieß es: „Nervenstarker USC zieht dem TSV Speyer beim 72:65 den Zahn.“ Vor 1200 Zuschauern lag der USC gegen den Tabellenführer stets vorne. DJ (29 Punkte) hatte den starken Speyerer Flügelspieler Thomas Krull (16) nach anfänglichen Problemen verschlissen. Die Halle stand Kopf, als er mit dem Schlusspfiff einen Dunking zum 72:65 geradezu zelebrierte. Als Matchwinner konnte man aber „Horschek“ Wolf (25) bezeichnen, der mit einer Feldwurf- quote von 15/11 aufwarten konnte. Beim SV Tübingen setzte es hingegen eine knappe 83:88-Niederlage, bei der sich der USC von den Schiedsrichtern nicht eben gut behandelt fühlte. Zweistellig punkteten DJ (35), Wolf (18), Biller (17) und Djurdjevic (11), der wegen einer Verletzung vorzeitig ausscheiden und bis zum Saisonende pausieren musste.
„Alle sangen Lobeshymnen“ (Joachim Klaehn, RNZ) beim 74:70-Sieg im Heimspiel gegen Lich. In einer sehr span- nenden und kämpferischen Begegnung zeichneten insbesondere DJ (21), Biller (18), Wolf (16) und der sehr selbst- bewusst agierende Andreas Fell (11) für die Punkte. Mit dem 89:82-Sieg in Frankfurt (Jones 29, Biller 24, Wolf 15 Punkte) war der „USC aller Sorgen ledig“ (Claus-Peter Bach, RNZ). Doch gegen den Namensvetter aus Freiburg gab es beim nächsten Spieltag eine 79:93-Heimpleite, so dass Joachim Klaehn (RNZ) für den USC kaum noch Aufstiegsrunden-Chancen sah. Nur Matthias Biller (38 Punkte) hatte dagegengehalten, während DJ (27) eine sehr ungünstige Trefferquote verbuchte. Gegen Chemnitz ließ der USC jedoch mit 105:75 (DJ 34, Wolf 24, Dörr 20, Biller 19) nichts anbrennen. So konnte er die gleichwohl zu hoch ausgefallene 99:112-Niederlage (DJ 37, Biller 28, Fell 10) beim Tabellenzweiten Oliver Würzburg verkraften. Gegen Ober-Ramstadt hielten sich die USC-Mannen dann mit einem 106:64-Kantersieg (Jones 37, Wolf 14, Biller, Schäfer, Dörr, Stein je 10) schadlos. Einzig der Ex-USCler Peter Reißaus, mit 34 Jahren inzwischen gereift, hatte in 25 Spielminuten mit 26 Punkten (7 Dreier) wacker dage- gengehalten.

Der USC aber hatte sich mit einem unerwarteten 5. Tabellenplatz das Teilnahmerecht an der Qualifikationsrunde zur 1. Bundesliga gesichert und damit alle Abstiegssorgen frühzeitig gebannt.

Tabelle der 2. BL Süd nach der Hauptrunde der Saison 95/96 sowie Korbjägerliste

Zum Auftakt der in ihrem Modus sehr umstrittenen Qualifikationsrunde gab es für den USC mit einer deftigen 79:96-Niederlage in Würzburg (Jones 28, Biller 22, Recktenwald 14 – Kuisma 28, Nowitzki 24, Steinbach 10) nichts zu holen. Auch im Heimspiel gegen den Erstligisten BG Ludwigsburg war der Ausgang mit 72:89 (Jones 26, Biller 17, Wolf 11 – Locke 20, Jochum 15) standesgemäß. Am Mittwoch darauf kassierte der ausgepowerte USC beim eben- falls höherklassigen Rhöndorfer TV gar eine 57:104-Schlappe (Biller 22, Jones 15). Gleich am folgenden Freitag folgte mit 77:92 (Jones 19, Biller 16, Wolf 16, Fell 13) die vierte Niederlage beim Nord-Zweitligisten Oldenburg. In einem „netten Zock zur Kaffeezeit“ (Joachim Klaehn, RNZ) konnten die “Akademiker” den Nordvertreter Paderborn immerhin mit 100:89 (Jones 31, Biller 21, Stein 12, Dörr 11, Wolf 10) in die Schranken weisen. Als erneut eine Nummer zu groß (Hasso Waldschmidt, RNZ) erwies sich aber im nächsten Heimspiel beim 68:108 DJK Würzburg (Jones 20, Biller 17 – Kuisma 37, Nowitzki 19).

Erwartungsgemäß gab es auch in Ludwigsburg eine 60:100-Niederlage (Jones 27, Biller 22, Wolf, Klein je 11 – Jochum 28). Gegen Rhöndorf (75:69 – Jones 28, Biller 20) und gegen Oldenburg (96:89 – Jones 27, Biller 24, Wolf 17, Dörr 13) aber konnte der USC endlich wieder auftrumpfen. Den nächsten Streich führte der USC dann mit dem finalen 89:77-Sieg beim Nord-Zweitligisten Paderborn (Jones 31, Biller 18, Wolf 11), so dass er in der Gruppe 2 der Qualifikationsrunde abschließend einen ehrenvollen 5. Platz erreichen konnte.

Es ließ sich das Fazit ziehen, dass Jochen Knell mit dem nominell gegenüber dem Vorjahr geschwächten Team gute Arbeit geleistet und einen beachtlichen Erfolg erreicht hatte. Gleichwohl wollte man sich, finanziell nunmehr etwas besser aufgestellt, für die kommende Saison behutsam verstärken.

Gerne berichtet der Chronist auch vom „Fräuleinwunder“ (Joachim Klaehn, RNZ), da die 1. Damenmannschaft des USC den Aufstieg in die 2. BL Süd erreicht hatte.

 

Saison 1996/1997

 1. Platz der Platzierungsrunde der 2. BL Herren Süd

Aufgebot 96/97:
Aufbau: Bernd Klein (28 Jahre, 1,88 m), Markus Hallgrimson (21, 1,91), ab Januar 1997: Markus Jochum (32, 1,84, BG Ludwigsburg)
Flügel: Jochen Dörr (29, 1,91), David Jones (29, 1,85), Michael Heck (25, 1,93), Andreas Fell (26, 1,92), Dejan Relic (16, 1,99), Branko Djurdjevic (21, 1,93)
Center: Horst Wolf (32, 2,10 m), Matthias Biller (29, 2,02), Markus Recktenwald (24, 2,02), Michael Nachreiner (21, 2,10)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Tröster Breitengüßbach, USC Freiburg, USC Heidelberg, BG Koblenz, TG Hitachi Landshut (zog Team vor- zeitig zurück), TV AXA Direkt Langen, TV Lich, DJK Falke Nürnberg, TSV Speyer, SV Tübingen, DJK S. Oliver Würzburg

Jochen Knell blieb Trainer des USC. Obwohl mit Bernd Klein, Jochen Dörr, David Jones, Horst Wolf, Matthias Biller, Markus Recktenwald der Stamm der Mannschaft erhalten blieb, gab es bedeutende Veränderungen. Ralf Schäfer wechselte zum Oberligisten LSV Ladenburg, Henrik Stein wollte sich beruflich fortbilden und daher künftig wieder bei seinem Heimatverein KuSG Leimen spielen. Branko Djurdjevic (Verletzung) und Andreas Fell (Australienauf- enthalt) würden zunächst nicht zur Verfügung stehen.

Aus Langen kamen zum USC der Aufbauspieler Markus Hallgrimson und der Flügelspieler Dejan Relic, aus Karls- ruhe der Center Michael Nachreiner, aus Ludwigsburg der Flügelspieler Michael Heck.

Mit dieser Mannschaft wollte Jochen Knell sicher die Aufstiegsrunde zur 1. BL erreichen. Diesbezüglich konnte er sich weiter bestärkt sehen, da ab Januar 1996 zudem der Ex-USCler Markus Jochum vom Erstligisten Ludwigsburg zum Team stieß.
Es sollte aber anders kommen.

Bzgl. der Spielklasse des USC, der 2. Bundesliga Süd, ist für die Saison 96/97 festzustellen, dass es heftige Ver- werfungen gab. Bereits vor Saisonbeginn hatte sich die Frankfurter Eintracht vom Spielbetrieb der 2. BL Süd zu- rückgezogen. Während der laufenden Saison warf dann auch Hitachi Landshut das Handtuch. Damit geriet die Plat- zierungsrunde, an der unerwartet auch der USC (mit drei weiteren Mannschaften) teilnehmen musste, zur Farce, da es keinen Absteiger gab.

Überraschend siegte der USC im Vorfeld der neuen Saison im Pokal beim letztjährigen Zweitligameister und Lokal- rivalen TSV Speyer sogar noch ohne Markus Hallgrimson klar mit 96:85. Beim Regionalligisten Chemnitz konnte er sich dagegen nur mühsam mit 82:78 durchsetzen. Das Aus bedeutete dann die ehrenvolle 90:100-Niederlage ge- gen den Erstligisten Ludwigsburg.

Aufgebot der Saison 96/97

Beim Saisonauftakt in Würzburg war der „USC diesmal nahe dran“ (Claus Ebert und Joachim Klaehn, in der RNZ). Zweistellig punkteten Horst Wolf (31), Michael Heck (18), David Jones (15), Matthias Biller und Markus Hallgrimson (je 12). Überragend war Horst Wolf mit seiner Quote von 20/15. Als echte Verstärkungen hatten sich Michael Heck und Markus Hallgrimson gezeigt. David Jones blieb hingegen blass. Für Würzburg punkteten insbesondere Nowitzki (28) und Garrett (25).

Bei der 75:87-Heimpleite gegen das Bamberger Farmteam Breitengüßbach, freilich im Vergleich mit dem USC mit doppeltem Etat ausgestattet, zeigten sich erste Unstimmigkeiten hinsichtlich der Rollenverteilung im Team. Jeder wollte im neuen USC-Orchester die erste Geige spielen (Joachim Klaehn, RNZ). Besonders augenfällig galt dies für Markus Hallgrimson (7 Punkte) und Bernd Klein (3), die nicht gut harmonierten. Dagegen bildete der kampfstarke Jochen Dörr (8) eine gute Ergänzung zum ebenfalls enorm einsatzwilligen Michael Heck (16). David Jones (16) blieb offensiv sehr blass und vernachlässigte arg die Defensive. Horst Wolf (13) steigerte sich nach der Pause, während Matthias Biller (9), auch verletzungsbedingt, die Form der Vorsaison noch nicht erreicht hatte. Weiter hatte sich gezeigt, dass Markus Recktenwald (3) und Michael Nachreiner (-) noch keine Akzente zu setzen ver- mochten. So erwies sich der USC unter den Körben als insgesamt zu schwach.

Ohne Michael Heck (Grippe) und Markus Recktenwald (verletzt) holte der USC dann mit einem 103:100-Sieg beim Namensvetter und Mitfavoriten USC Freiburg etwas überraschend die Punkte. Trotz Foulbelastung war der USC als Team aufgetreten und zeigte sich auch individuell verbessert. Für die Punkte sorgten Jones (29), Hallgrimson (21), Wolf (19), Biller (15), Klein (9), Nachreiner (6) und Dörr (4).

Nur mühsam konnte sich der USC dann zu Hause mit 100:94 n. V. gegen den Aufsteiger BG Koblenz behaupten. DJ (27 Punkte) war es vorbehalten, 1,9 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit zum 84:84 auszugleichen. Bis dahin hatte er mit einer schwachen Trefferquote von 30 % aufgewartet, traf dann aber in der Verlängerung hochprozentig. Zweistellig punkteten noch Wolf (22), Biller (20) und der erneut sehr kampfstarke Jochen Dörr (14).

Mit einer überzeugenden Leistung lediglich von Kapitän Horst Wolf (19 Punkte) hatte der USC mit einer 72:95-Niederlage beim TV Lich keine Chance. DJ (17) blieb ebenso blass wie Matthias Biller und Markus Hallgrimson.

Beim Nachbarn Speyer konnte der USC dagegen mit einem genesenen Michael Heck nach dem klaren Pokalsieg auch im Ligaspiel mit 87:85 die Punkte entführen. Joachim Klaehn, RNZ, sah den USC im Kurpfalzderby erst im- ponierend (30. Minute: 69:49 für den USC), dann leichtfertig, da er das Spiel fast noch aus der Hand gab (Jones 27 Punkte, Klein 17, Wolf 12, Heck 12, Biller 9, Hallgrimson 8, Nachreiner 2).

Im dritten Auswärtsspiel in Folge kam der USC bei der DJK Nürnberg nie richtig ins Spiel und kassierte eine ver- diente 71:84-Niederlage. Nur Jones (28) und Heck (13) punkteten zweistellig.

Trotz der 41 Punkte des Hellenen Sidiropoulos ließ sich der USC nicht austanzen (Hasso Waldschmidt, RNZ), sondern siegte gegen den starken SV Tübingen überzeugend mit 105:88 (45:50). Erst in der 2. Halbzeit gelang es Michael Heck und Jochen Dörr, den Griechen durch zähe Defensivarbeit einigermaßen zu kontrollieren, was dann spielentscheidend war (Jones 31, Heck 16, Hallgrimson 13,  Wolf 12, Biller 11, Klein 11, Dörr 7, Nachreiner 4 Punkte).

Mit einem überzeugenden 86:75-Sieg (Jones 23, Wolf 19, Biller 17, Heck 12, Hallgrimson 7, Dörr 6, Recktenwald 2) kehrte der USC aus Landshut zurück.

„Klassiker hielt, was er versprach“ schrieb Hasso Waldschmidt in der RNZ über den 83:80-Sieg des USC gegen den TV Langen. Aus einem guten Team ragten beim USC David Jones (26 Punkte), Markus Hallgrimson (16) und Horst Wolf (14) noch heraus. Die übrigen Punkte erzielten Bernd Klein (9), Michael Heck (8), Matthias Biller (8) und Jochen Dörr (2).

Eine Punktehatz mit negativem Ausgang gab es für den USC mit einer 103:111-Niederlage einmal mehr gegen die DJK Würzburg. Nach einem ungerechtfertigten technischen Foul gegen Matthias Biller protestierte Jochen Knell heftig und musste schließlich die Halle verlassen. Selbst die Galavorstellung David Jones´ (39 Punkte, 9 Dreier) half nichts mehr (Biller 19, Wolf 13, Hallgrimson 12, Heck 9, Dörr 8, Klein 3 – Laine 30, Roberson 21, Garrett 21, Nowitzki 19).

Nach der Heimniederlage gegen den Tabellenletzten DJK Nürnberg zog Hitachi Landshut seine Mannschaft vom Spielbetrieb der 2. BL Süd zurück. Nürnberg wurden nun alle vier gegen Landshut erzielten Punkte wieder aber- kannt (dem USC zwei). Einen Absteiger würde es nicht geben.

Kurz vor der Weihnachtspause gab es für den USC dann noch eine doppelte Bescherung. Zuerst konnte er die Verpflichtung des in Heidelberg wohlbekannten Markus Jochum vermelden, der über die Jahre beim Erstligisten Ludwigsburg den Kontakt zum USC nie hatte abreißen lassen. Sodann konnte er, noch ohne Jochum, dem Mit- Spitzenreiter Tröster Breitengüßbach eine bittere 98:103-Heimniederlage bereiten. Insbesondere Wolf (20), Biller (11) und Dörr (8) stemmten sich gegen die stürmisch vorgetragenen Angriffe der Gastgeber, Hallgrimson (20) überzeugte erneut als Joker. Nach Jochen Knell war dies das bisher beste Saisonspiel (Jones 26, Heck 11, Klein 5, Nachreiner 2).

Die 84:94-Heimspielpleite gegen den USC Freiburg im ersten Spiel des neuen Jahres und erstmals mit Markus Jochum warf ein grelles Schlaglicht auf ein Problem, das den USC nun bis zum Saisonende verfolgen sollte. In der heimischen Gazette RNZ brachte Joachim Klaehn es mit „Chef Jochum – oder die Suche nach Harmonie“ auf den Punkt. Spieler wie Bernd Klein, Markus Hallgrimson oder Michael Heck mussten nun Spielanteile an einen neuen Spieler abtreten, der überdies die Chefrolle reklamierte – in abgeschwächter Form bereits ein Problem zu Saison- beginn. Im aktuellen Spiel beherrschte der Gast aus dem Breisgau überdies auch die Körbe.

Auch bei der BG Koblenz musste sich der USC mit 83:87 beugen. Markus Jochum (3 Punkte) konnte im Angriff (noch) keine Impulse geben. Markus Hallgrimson (19 – 5 Dreier) ließ wieder seine wilden Würfe los, spielte viel zu eigensinnig und neutralisierte damit seine zeitweise hervorragende Leistung. Bernd Klein (3) konnte etwas Ruhe in das Spiel bringen. Einen schwachen Tag hatte David Jones (14) erwischt. Michael Heck (17), Horst Wolf (14) und Matthias Biller (11) hatten sich sehr in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Im folgenden Heimspiel verdribbelte sich der USC auch gegen Lich (Thomas Sulzer, RNZ). Beim 100:107 n. V. sah er aber lange wie der sichere Sieger aus. David Jones (48) traf traumhaft. Wegen Reklamierens erhielt Horst Wolf noch vor der Halbzeit zu seinem s. M. n. ungerechtfertigten dritten Foul gleich das vierte. Dennoch lautete der Pausenstand 57:41. Ein phantastisches Mannschaftsspiel hatte der USC inszeniert. Auch nach der Pause ging es ordentlich weiter. Knackpunkt war dann das 5. Foul Horst Wolfs, der den Liga-Topscorer Steven Branch bis dahin zur Bedeutungslosigkeit degradiert hatte, in der 34. Minute beim Stand von 77:68 (Biller 16, Jochum 5, Heck 10, Wolf 9, Nachreiner 2 – Bernard 33, Branch 23). Markus Hallgrimson musste wegen Disziplinlosigkeit im Training das Spiel in Zivilkleidung verfolgen.

Die ersten Pluspunkte im Neuen Jahr holte der USC beim 86:78-Arbeitssieg gegen den Kurpfälzer Nachbarn TSV Speyer und durfte so weiterhin auf einen Platz in der Aufstiegsrunde hoffen. Zu spät hatten die Pfälzer gegen die starken Individualisten Jones (31 Punkte), Jochum (21) und Wolf (12) auf Zonenverteidigung umgestellt (Biller 10, Dörr 5, Nachreiner 5, Klein 2).

Wieder mit einer überragenden Leistung David Jones‘ (38 Punkte – 5 Dreier) ließ der USC Falke Nürnberg mit 93:70 keine Chance. Glänzend hatte Markus Jochum (12) gegen den Gast von der Noris Regie geführt. Vor der Pause zaghaft und verhalten, zeichnete sich der umstrittene Markus Hallgrimson (15) in HZ 2 aus. Weiter punkte- ten: Wolf 12, Biller 9, Klein 3, Heck, Nachreiner je 2.

Von seinen Leitfiguren Jones und Jochum enttäuscht (Hansjörg Lösel, RNZ) sah sich Jochen Knell bei der 77:83-Niederlage in Tübingen. In einem gleichwohl spannenden und teilweise hochklassigen Spiel fand der USC kein Mittel gegen den Griechen Nicolas Sidiropoulos, mittlerweile Topscorer der Liga. Freilich waren die USC-Langen auch beim Rebound den Schwaben deutlich unterlegen. Immerhin lieferte Horst Wolf (21 Punkte) eine solide Leis- tung. Auch Michael Heck (15) überzeugte an alter Wirkungsstätte durch starken Drang zum Korb. Jones (16) leis- tete sich dagegen ungewöhnlich viele Fehlwürfe, Jochum (6) fiel kaum auf (Hallgrimson 7, Biller 5, Klein 4, Dörr 3).

Die „Zeit für Schonkost“ sah Joachim Klaehn, RNZ, nach der verdienten 91:102-Niederlage in Langen für den USC gekommen, musste dieser doch dem Sieger den angestrebten Platz in der Aufstiegsrunde überlassen. Der RNZ- Chronist sah starke Defizite im Mannschaftsspiel und den Entscheidungen von der Bank. So erreichte der USC am Ende der Hauptrunden trotz wesentlich verstärkter Mannschaft nur den 7. Tabellenplatz und musste in die Platzie- rungsrunde, in der es um nichts mehr ging (Jones 26, Biller 19, Jochum 15, Wolf 12, Heck 8, Hallgrimson 7, Dörr und Nachreiner je 2 Punkte).

Ungefährdet besiegte der USC im ersten Spiel der Platzierungsrunde den schwachen TSV Speyer mit 94:75 (Jones 27, Wolf 15, Jochum 12, Biller 9, Dörr 7, Heck 6, Klein, Hallgrimson je 5, Recktenwald, Nachreiner je 4).

Auch in Koblenz zeigten sich die „Akademiker“ mit 102:97 (Jochum 38, Wolf, Biller je 18, Jones 17) verbessert.

Bei Falke Nürnberg präsentierte sich der USC dagegen peinlich indisponiert und unterlag mit 89:111 (Jones 27, Wolf 17, Jochum 16, Hallgrimson 13, Dörr 6, Biller, Klein je 4, Nachreiner 2, Recktenwald 1).

Hui war wiederum angesagt im Rückspiel gegen den Gast von der Noris bei einem „Tag der offenen Tür“ mit einem „historischen“ (Joachim Klaehn, RNZ) 134:104-Kantersieg. Unvorstellbar, dass der USC vor Wochenfrist demselben Gegner mit 22 Punkten unterlegen war (Jones 38, Jochum 25, Biller 22, Wolf 17, Hallgrimson 16, Djurdjevic 8, Dörr 4, Klein, Nachreiner je 2).

In Speyer unterlag der müde USC dann mit 92:101 (Jones 34, Biller 20, Wolf 16, Jochum 14, Hallgrimson 6, Nachreiner 2).

Das letzte Saisonspiel gegen Koblenz offenbarte Defensivschwächen beider Teams. Beim 108:98-Sieg des USC punkteten: Jones 42, Wolf 26, Biller 12, Jochum, Dörr je 9, Klein, Nachreiner je 4, Heck 2.

Damit hatte sich der USC in der Saison 96/97 als kleinen Trost den 1. Platz der Platzierungsrunde gesichert. Gleichwohl war er angesichts des nominell gegenüber der Vorsaison deutlich verstärkten Teams unter den Er- wartungen geblieben. Bernd Klein war immerhin drei Jahre lang unangefochtener Starter auf der Position 1 gewe- sen. Mit dem enorm selbstbewussten und ehrgeizigen Markus Hallgrimson hatte er nun seit Saisonbeginn einen Rivalen, der solche Erbhöfe keinesfalls akzeptieren wollte. Seit Januar 1997 kam nun mit Anspruch auf das Startrecht der vielfache Nationalspieler Markus Jochum hinzu. Für die neue Saison erschienen daher personelle Konsequenzen unausweichlich.

Nachzutragen ist, dass die großartige B-Jugend des USC die Südmeisterschaft erringen und damit die Austragung der Deutschen Meisterschaft im heimischen ISSW sichern konnte.
Nach 1 ½ Jahren ohne Niederlage unterlagen die USC-Boys dann im Halbfinalspiel dem späteren Meister Halle mit 89:93 (Holm-Hadulla 30, C. Stoll 23, Reljic 16). Den 3. Platz sicherte sich der USC mit einem 97:94-Sieg gegen Kassel (Tzelepakis 35, Holm-Hadulla 24, Reljic 13, C. Stoll 12). Halle besiegte im Endspiel Leverkusen klar mit 82:63.

 

Saison 1997/1998


5. Platz der Aufstiegsrunde zur 1. BL

Aufgebot 97/98:
Aufbau: Markus Jochum (33, 1,84), Federic Holm-Hadulla (16, 1,86, eigene Jugend), David Jones (30, 1,85)
Flügel: Jochen Dörr (30, 1,91), Steffen Weber (18, 1,99, Bayer Leverkusen), Dirk Sodomann (25, 1,91, TSV Speyer), Allesandros Tzelepakis (17, 1,93, eigene Jugend), Christian Stoll (17, 1,87, eigene Jugend), Ashkan Tralau (17, 1,86, eigene Jugend)
Center: Horst Wolf (33, 2,10 m), Matthias Biller (30, 2,02), ab 29.11.1997: Olaf Schindler (28, 2,04, FC Seixal/ Lissabon)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Tröster Breitengüßbach, USC Heidelberg, BG Karlsruhe, BG Koblenz, TV Langen, TV Lich, BSG Ludwigs- burg, DJK Falke Nürnberg, TSV Speyer, SV Tübingen, DJK S. Oliver Würzburg

Jochen Knell blieb auch in der Saison 97/98 Trainer des USC; als Co-Trainer fungierte nun Christian Dick. Michael Heck und Michael Nachreiner kehrten beide zur BG Ludwigsburg zurück, Bernd Klein und Branko Djurdjevic zog es zum kurpfälzischen Nachbarn TSV Speyer, Markus Recktenwald nach Straßburg und Markus Hallgrimson in die USA.

Mit Dirk Sodomann konnte ein guter Nachfolger für Michael Heck gewonnen werden. Dazu kamen lediglich einige talentierte Nachwuchsspieler. Besonders trübe sah es auf den korbnahen Positionen 4 und 5 aus, wo es für die beiden Abgänge keinen Ersatz gab.  So konnten die sehr solide spielenden Horst Wolf und Matthias Biller, beide mit 33 bzw. 30 Jahren nicht mehr zu den jungen Wilden zählend, von der Bank kaum Entlastung erwarten (was sich erst ab der Rückrunde mit Olaf Schindler etwas ändern sollte).

Wieder einmal hinderte die Finanznot den USC an einer vernünftigen Personalplanung, die den gestiegenen Er- wartungen der Anhängerschaft gerecht zu werden vermochte.

Aufgebot des USC mit Neuzugängen in der Saison 97/98 der 2. BL Süd

Beim Aufsteiger BG Karlsruhe erlebte der USC am 1. Spieltag sein blaues Wunder (Joachim Klaehn, RNZ). Mit nur zwei langen Spielern zeigte sich der USC überfordert und unterlag 75:99, zumal die Fächerstädter im Angriff konse- quent ihre korbnahen Spieler einsetzten. Horst Wolf (6 Punkte) kassierte nach seiner Verletzungspause bereits nach 30 Minuten sein 5. Foul. Stärkste Kräfte beim USC waren Matthias Biller (22) und der unermüdlich rackernde Jochen Dörr (11), während Markus Jochum (4) einen schwächeren Tag erwischt hatte (Jones 23, Weber 5, Holm-Hadulla 4).

Auch im 1. Heimspiel gegen den TV Lich kassierte der USC eine bittere 81:96-Niederlage. Gegen das starke Kol- lektiv aus der mittelhessischen Bierstadt zeigte der USC Schwächen in der Abwehr. Gefallen konnte dagegen der reaktivierte 34-jährige, 2,06 m große Dieter Zipser, der unerschrocken kämpfte und 14 Punkte scorte – er hatte sich trotz seiner starken beruflichen Beanspruchung bereit erklärt, bei Heimspielen fallweise auszuhelfen. Für den USC punkteten ansonsten: Jones 22, Biller, Wolf je 15, Jochum 7, Sodomann 4, Dörr, Weber je 2.

Nach diesen beiden deftigen Auftaktniederlagen startete der USC aber nun eine unwiderstehliche Siegesserie.

Mit einem wie entfesselt aufspielenden Markus Jochum (Joachim Klaehn, RNZ) gelang dann im Spiel gegen die BG Koblenz mit 96:79 der erste Saisonsieg. Die anfangs auftrumpfenden Gäste verloren nach einer taktischen Umstel- lung des USC auf eine variable 2-1-2-Zone völlig den Faden, so dass die Akademiker zahlreiche Steals erzielen und Fastbreaks laufen konnten (Jochum 35, Jones 18, Biller 12, Sodomann 9, Dörr 7, Wolf 4, Zipser 1).

Wie die Feuerwehr legte Falke Nürnberg (9. Minute 21:6) los. Nachdem Jochen Dörr bereits nach 8 Minuten wegen einer harmlosen Bemerkung (“Das gibt’s doch gar nicht!”) disqualifiziert wurde, sah es für den USC gar nicht gut aus. Mit der „kleinen Zone“ (Sodomann für Wolf) stand aber nun die Deckung, und vorne war DJ (32 Punkte) nicht mehr zu halten. So konnte die verbliebene USC-Sieben an der Noris doch noch einen verdienten 83:59-Sieg errin- gen (Biller 15, Jochum 13, Sodomann 11, Wolf 9, Tralau 2, Weber 1).

„So macht’s Riesen-Spaß“, lautete die Schlagzeile der RNZ nach dem 94:92-Heimsieg n. V. gegen den überaus starken Gast SV Tübingen. Horst Wolf (17 Punkte) und Matthias Biller (19) hatten unter beiden Körben aufop- ferungsvoll gekämpft, Markus Jochum (27) schwang mit einer wahnsinnigen Power das Zepter und traf zudem sensationell, David Jones (19) erzielte die „Big Points“ (Sodomann, Weber je 6).

Mit gleich drei Ex-Ludwigsburgern (Wolf, Biller, Jochum) trat der USC in der Barockstadt an und zeigte dort keine Schwächen. Zum glanzvollen 103:84-Sieg trugen „Die drei Musketiere“ kräftig bei. Die Trefferquote war mit 65 % aus dem Feld überragend, auch die Freiwurfquote mit 80 % ordentlich (Jones 28, Jochum 25, Wolf 24, Biller 14, Sodomann 8, Dörr, Tzelepakis je 2).

Beim 95:79-Sieg gegen die Bamberger Filiale Breitengüßbach waren (Hasso Waldschmidt, RNZ) die „Kleinen“ beim USC die Größten, schenkten doch David Jones (42 Punkte – 10 Dreier) und Markus Jochum (29 – 6) den Gästen gleich 16 Dreier ein. Für den homogen und abgeklärt agierenden Gastgeber punkteten ansonsten: Biller 8, Dörr, Wolf je 5, Sodomann 4, Weber 2.

„USC schafft die Sensation“ titelte Jürgen Berger in der RNZ nach dem wahrhaft historischen 110:107-Sieg im He- xenkessel der Carl-Diem-Halle beim bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter DJK Oliver Würzburg. Die „Akademi- ker“ hielten bei den sehr ambitionierten Mainfranken von Anfang an voll dagegen. In diesem hinreißenden Schlagab- tausch auf höchstem Niveau zeigte sich Markus Jochum (34 Punkte) als Chef im Ring. Wie von einem anderen Stern (Jochen Knell) spielte Dirk Sodomann (26), der mit einer Wurfquote von 100 % (9/9) aufwartete. Das gesamte Team verdiente ein Sonderlob. Bände sprach die Freiwurfquote von 32/28 (Jones 21, Biller 14, Dörr 6 – Nowitzki 27, Garrett 22, Laine, Davis je 19).

Nach einer Gala-Show David Jones‘ (40 Punkte – Quote 65 %!) und dem „bösen Wolf“ (15) als Matchwinner (Joachim Klaehn, RNZ) konnte der USC im heimischen ISSW auch den TV Langen mit 88:82 in die Schranken weisen. Matthias Biller (10) fiel durch eine vorzügliche Reboundarbeit unter beiden Körben auf, Jochen Dörr (6) verteidigte aufopferungsvoll gegen den starken Robert Wintermantel. Zu bemängeln war beim USC allerdings, dass der gut aufgelegte Horst Wolf trotz seines Größenvorteils viel zu selten angespielt wurde (Sodomann 10 – Wintermantel 29, Stafford 23).

Auch im Vorrundenfinale beim kurpfälzischen Nachbarn TSV Speyer ließ sich der USC nicht beirren und nahm mit einem 97:86-Sieg die Punkte mit an den Neckar. Freilich zeigten die USC-Spieler große Nachlässigkeiten in der Verteidigung. Einige seltsame Wechselentscheidungen des Coaches der Speyer Towers brachten sichtlich das eigene Team aus dem Rhythmus (Jones 27, Wolf 21, Jochum 19, Biller 17, Sodomann 7, Dörr 4, Weber 2).

Zum Abschluss der Vorrunde stand der USC nun mit 16:4 punktgleich mit dem Tabellenzweiten TV Lich auf Platz 3 (1. DJK Würzburg, 18:2) und sah der Rückrunde gelassen entgegen, zumal mit Olaf Schindler, 2,04 m, endlich die erwartete Verstärkung für die korbnahen Positionen verpflichtet werden konnte.

Beim Rückrundenauftakt gegen die BG Karlsruhe beeindruckte Olaf Schindler auch gleich mit starker Präsenz un- ter den Körben und trug 17 Punkte zum 99:85-Revanchesieg bei. Auch Jones (25), Jochum (19) und Wolf (17) punkteten zweistellig (Sodomann, Biller je 8, Dörr 4, Holm-Hadulla 1).

Nicht ganz unerwartet endete die neun Spiele andauernde Siegesserie des USC mit einer 105:114-Niederlage im „Herzen der Natur“ beim TV Lich. Verschaukelt fühlten sich freilich Trainer und Mannschaft des USC wegen unver- ständlicher Schiedsrichter-Entscheidungen zu ihren Ungunsten. Dabei hatte der USC den Gastgeber bis zur 18. Minute mit 65:44 glatt an die Wand gespielt. Insbesondere Markus Jochum (42 Punkte) hatte bis dahin traumhaft agiert und nahezu hintereinander sechs Dreier ohne Fehlwurf getroffen. Dann kam mit einem technischen Foul ge- gen die Bank des USC der Bruch, weitere „Technische“ folgten später gegen Biller und Sodomann. Der USC verlor völlig den Rhythmus, Lich triumphierte am Ende (Jones 42, Sodomann 12, Wolf 10, Schindler 9).

Bei der 79:95-Niederlage in Koblenz war der USC-Akku leer (Claus Ebert). „DJ“ (13 Punkte) tat sich, zumal von hartnäckigen Schmerzen geplagt, gegen die knüppelharte Verteidigung der Gastgeber schwer. Klar bester USC- Akteur war Markus Jochum (29). Weiter punkteten für den USC Wolf 13, Schindler 11, Biller 9, Holm-Hadulla, Dörr je 2).

Beim 88:76-Sieg gegen Nürnberg fiel u. a. die verbesserte Reboundarbeit (11 Boards) des USC-Kapitäns Horst Wolf (17 Punkte) positiv auf. Auch David Jones (32) zeigte sich erholt (Jochum 22, Biller 12, Sodomann 5).

Sehr gut aufgelegt war das Geburtstagskind Olaf Schindler (16 Punkte, 9 Rebounds, 2 Blocks) in Tübingen und trug so maßgeblich zum 92:87-Sieg seines USC bei. Da auch Jochum (29) und Jones (23) kräftig scorten, u. a. 16 Dreier erzielten, zudem Wolf  (11), Sodomann (11) und Biller (2) kräftig gegenhielten, gingen die Punkte verdient an den USC.

„USC-Hit unter keinem guten Stern“ betitelte Joachim Klaehn von der heimischen Postille RNZ die unglückliche 68: 78-Niederlage gegen Erstliga-Absteiger SG Ludwigsburg. „Matse“ Biller fehlte nach einem in Ludwigsburg erlittenen Bänderriss, Steffen Weber wurde vor Spielbeginn nach einem Kreislauf-Zusammenbruch in die Klinik eingeliefert, Markus Jochum schied bereits nach 17 Minuten wegen eines Innenband-Anrisses verletzt aus, DJ ging mit einer Virusinfektion und leerem Magen ins Spiel. Gleichwohl führte der USC zur Pause verdient mit 40:30. David Jones (20 Punkte) hatte wie gewohnt Wahnsinnsdreier verwandelt und bis dahin bereits 17 Punkte erzielt. Auch die an- deren USC-Spieler hatten ihre Wurfauswahl geschickt vorgenommen und gut zum Ergebnis beigetragen. Trotz einer guten Vorstellung des Youngsters Federic Holm-Hadulla (10 – 2 Dreier) kippte die Partie nach der Pause, zumal David Jones mit seinen Kräften am Ende war (er wurde nach dem Spiel in eine Klinik eingewiesen und musste Infusionen bekommen) – Wolf 12, Schindler 11, Sodomann 10, Jochum 5.

Trotz sehr ungünstiger personeller Voraussetzungen (der verletzte Jochum und der erkrankte Schindler fehlten, Biller und Weber gingen angeschlagen in die Partie) behauptete sich der USC mit 89:74 klar in Breitengüßbach. Horst Wolf (29 – 2 Dreier) ackerte beim Rebound und scorte auch hervorragend, David Jones (33 – 8) steigerte sich nach einer schwachen Trefferquote in der 1. HZ (2/5 Zweier, 1/7 Dreier) auf 7/9 Dreier in der 2. HZ. Auch Matthias Biller (14) trug mit sehr effektiven 7/8 kräftig bei (Dörr 7, Sodomann 5 – 1, Holm-Hadulla 1).

An seine Grenzen stieß dann der USC beim 83:103 gegen den Spitzenreiter DJK Würzburg. Dabei konnte der USC bis zur Pause (45:40) noch gut mithalten. Dann verließen David Jones (27), der in der 1. HZ gegen den 24 cm grö- ßeren Dirk Nowitzki noch 20 Punkte erzielt hatte, die Kräfte. Trotzdem überzeugten Horst Wolf (21), Olaf Schindler (13) und Dirk Sodomann (10). Einen guten Eindruck hinterließ auch Federic Holm-Hadulla (7) mit ruhiger Spielfüh- rung und überraschenden Pässen (Biller 5 – Nakic 37, Nowitzki 29).

Beim alten Rivalen Langen unterlag der USC mit 97:106, da der gut aufspielende Horst Wolf (23 Punkte) wegen seiner Foulbelastung früh ausscheiden musste. Auch der ebenfalls gut aufgelegte David Jones (39 – 9 Dreier) konn- te das Ruder nicht mehr herumreißen (Schindler 17, Dörr 10, Weber 6, Biller 2).

Im die Hauptrunde abschließenden Kurpfalzderby gegen die Speyer Towers wirkte beim knappen 83:81-Sieg erst- mals nach seiner Verletzung Markus Jochum (8) wieder mit. Aktivposten waren bei den Hausherren einmal mehr David Jones (33 Punkte, 9 Dreier) und der sehr kampfstarke Olaf Schindler (16). Ansonsten punkteten für den USC Wolf (13), Biller (8), Sodomann (5).

Mit 26:14 Punkten nahm der USC in der Abschlusstabelle den 4. Platz ein und hatte sich damit sicher für die Auf- stiegsrunde qualifiziert. Die Aufstiegsspiele sollten in der wesentlich moderneren Halle des Olympiastützpunktes ausgetragen werden.

Abschlusstabelle der Hauptrunde der 2. BL Süd in der Saison 97/98

Ernüchternd verlief für den USC am Freitag, dem 13.3.1997, die 1. Partie der Aufstiegsrunde mit der 78:96-Nie- derlage in Langen. Nur Horst Wolf (26 Punkte) zeigte Normalform (Jones 28, Jochum 11, Biller 9, Schindler, Sodomann je 2).

Auch der fulminante Auftritt David Jones‘ (53 Punkte – 12 Dreier) in der schmucken OSP-Halle sollte gegen Jo- hanneum Hamburg mit 92:100 n. V. nicht zum Sieg reichen. Trefferquote und Verteidigung waren beim USC gegen den Gast aus dem Norden zu bemängeln (Biller 12, Jochum 10, Wolf 8, Sodomann 5, Schindler 4).

Mit nur sechs Spielern (Jones war verhindert, Schindler und Weber fehlten verletzungsbedingt) hatten die „Aka- demiker“ beim Erstligisten Hagen keine Chance und unterlag dort mit 72:94. Die verbliebenen sechs Spieler er- ledigten ihre Aufgabe dennoch unverdrossen und gewannen sogar die 2. HZ (Jochum 30, Wolf 17, Biller 14, Sodomann 5, Dörr 4, Holm-Hadulla 2).

Gegen den MTV Gießen zeigte der USC ein starkes Spiel und führte zur HZ verdient mit 41:39. Unbeeindruckt spielte Markus Jochum (19 Punkte) gegen den Erstligisten groß auf. Auch Olaf Schindler (8) gefiel unter dem Korb. David Jones (35) steigerte sich zu gewohnter Form. Auf der Gegenseite war aber dann der BL-Topscorer Keith Gatlin 40) nicht mehr zu halten. Die 81:95-Niederlage des USC fiel dann doch noch standesgemäß aus (Wolf 14, Sodomann 3, Biller 2).

Trotz einer 48:39-Halbzeitführung verpasste der USC beim Nordligisten Quakenbrück überflüssigerweise mit einer 86:90-Niederlage den ersten Aufstiegsrundensieg. Der USC zeigte im flachen Artland insgesamt deutliche Schwä- chen im Teamplay. Markus Jochum (38 Punkte) spielte 25 Minuten großartig, rieb sich aber dann zu sehr auf und kassierte ein technisches Foul. David Jones (14) stand neben sich und traf ungewohnt schwach (2/11) aus der Dreierdistanz (Wolf 18, Biller 6, Sodomann, Schindler je 4, Dörr 2).

Gegen Langen fehlte dem USC die richtige Einstellung, so dass er mit 80:91 eine neuerliche Niederlage kassierte. Zu viele Angriffe waren über die schwächelnden David Jones (22 Punkte) und Markus Jochum (18) gelaufen. Horst Wolf (17) wartete dagegen mit einer makellosen Trefferquote auf (Schindler 10, Biller 7, Sodomann 6).

Anzumerken ist, dass nach dem Langen-Spiel Jochen Knell nach drei Jahren als Trainer und Matthias Biller nach vier Jahren als Spieler beim USC ihren Rückzug zum Saisonende ankündigten.

Im 7. Spiel der Aufstiegsrunde zeigten sich die Kurpfälzer bei Johanneum Hamburg mit 73:91 ausgepowert und ab- wehrschwach (Jones 22, Wolf 15, Jochum 12, Biller, Schindler je 6, Holm-Hadulla, Sodomann je 4, Dörr, Stoll je 2).

Gegen Brandt Hagen kämpfte der USC aufopferungsvoll und unterlag schließlich mit fliegenden Fahnen 91:99. Oh- ne Jochen Dörr (Grippe) und Federic Holm-Hadulla (spielte beim Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim) setzte der USC dem Erstligisten immerhin 19 Dreier in die Reuse (Jochum 8, Jones 7, Sodomann und Stoll je 2). Trotz zwi- schenzeitiger Führung sollte es dann doch nicht reichen (Jones 31, Jochum 28, Wolf 10, Sodomann 8, Schindler 7, Stoll 6, Biller 1).

Beim MTV Gießen zog sich der USC ebenfalls recht gut aus der Affäre, unterlag aber doch klar mit 85:109. Als Schwachpunkt war dort die sehr magere Ausbeute aus der Dreierdistanz (3/20) zu beobachten (Jones 22, Wolf 20, Schindler 15, Jochum 12, Sodomann 7, Dörr 4, Biller 3, Stoll 2).

Endlich den ersten Sieg gab es dann mit 72:62 gegen den Gast aus Quakenbrück. Ohne den erkrankten Kapitän Horst Wolf bemühte sich das Quartett Jones (21), Jochum (20), Biller (15) und Schindler (11) erfolgreich, gegen die Nordlichter wenigstens im direkten Vergleich den vorletzten Platz zu erreichen (Dörr 3, Stoll 2).

Als Saisonfazit ließ sich feststellen, dass sich das USC-Team in der Hauptrunde nach schwachem Start zu einem echten Kollektiv entwickelt hatte. In der Aufstiegsrunde war davon nur noch wenig zu sehen, was sicher auch eine Folge der vorherigen Verletzung Markus Jochums war. Zudem fiel auf, dass der Leistungsträger Matthias Biller we- niger als zuvor in das Spiel eingebunden war.

Mit den Abgängen von Trainer Jochen Knell und Power Forward Matthias Biller stellten sich für die USC-Macher nun neue Fragen und Aufgaben.


Saison 1998/1999

3. Platz der Aufstiegsrunde der 2. BL Süd

Aufgebot 98/99:
Aufbau: Markus Jochum (34, 1,84), Federic Holm-Hadulla (17, 1,87) ), Björn Bernard (26, 1,83, TV Lich)
Flügel: Jochen Dörr (31, 1,91), Dirk Sodomann (26, 1,91), Christian Stoll (18, 1,87), Ashkan Tralau (18, 1,86), Thilo Grams (22, 2,00, TG Sandhausen)
Center: Olaf Schindler (29, 2,04), Darren Deschryver (26, 2,11, Croatia Line Rijeka), Andreas Steckbauer (26, 2,02, 1. FC Kaiserslautern), Arne Kaiser (17, 2,03, eigene Jugend)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Breitengüßbach, USC Heidelberg, BG Karlsruhe, TV Langen, TV Lich, VfR 1919 Limburg, BG Ludwigsburg, DJK Falke Nürnberg, SpVgg Rattelsdorf, TSV Speyer Towers, SV Tübingen

Mitte Juli 1998 konnte der USC die Besetzung der nach dem Rückzug Jochen Knells verwaisten Trainerstelle mel- den. Verpflichtet wurde Achim Waßong, der zuvor den Regionalligisten TG Sandhausen trainiert hatte, auch Erfah- rungen als Verbandstrainer aufweisen konnte und im Speyerer Internat Talente ausgebildet hatte. Der 43-jährige hatte den Ruf, Nachwuchsspieler sehr erfolgreich zu fördern. Das Amt des Co-Trainers übte weiterhin Christian Dick aus.

Nachdem Matthias Biller frühzeitig sein Karriereende zum Saisonablauf 1997/1998 angekündigt hatte, verlor der USC mit Horst Wolf nun auch noch den zweiten Centerspieler. Ihn zog es wegen günstigerer beruflicher Aussichten nach Göttingen, der Heimatstadt seiner Ehefrau Inken, wo er seine Basketball-Karriere beim dortigen Nord-Zweitli- gisten BG auslaufen lassen wollte. Für den USC ein weiterer herber Verlust, wenngleich die dringende Verjüngung des Teams nun auch dadurch zu erreichen war. Doch nun benötigte der USC für die Innenpositionen einen Starter und zumindest einen Ergänzungsspieler. Da sich ein gleichwertiger deutscher Ersatz als für den USC nicht bezahl- bar erwies, sah er sich gezwungen, die Ausländerposition entsprechend zu besetzen. Dies bedeutete, dass der Vertrag mit Publikumsliebling David Jones nicht verlängert werden konnte. DJ schloss sich dann dem TSV Speyer an.

Mit dem US-Amerikaner Darren Deschryver konnte ein Center gefunden werden, der sich als reboundstark und durchsetzungsfähig entpuppte, freilich auch als sehr jähzornig. Als Ergänzung wurde der kampfstarke und athle- tische Andreas Steckbauer verpflichtet. Bislang lediglich in der Oberliga aktiv, sollte er sich den Anforderungen der 2. BL durchaus gewachsen zeigen. Arne Kaiser aus der eigenen Jugend sollte mittrainieren und fallweise einge- setzt werden.

Die zweite substanzielle Spielerverpflichtung erfolgte mit dem Aufbauspieler Björn Bernard. Er erwies sich rasch als kongenialer Partner Markus Jochums und damit als echte Verstärkung. Als Ergänzung für den Flügel kam der ta- lentierte Thilo Grams zum USC.

Indes konnte der USC endlich auch an der Finanzfront einen wichtigen Erfolg verbuchen. Mit der Gewinnung des regionalen Bauträgers SÜBA als Hauptsponsor trat eine deutliche Entspannung auf diesem Feld ein.

Kader des USC in der Saison 98/99

Beim 81:65-Sieg zum Saisonauftakt gegen den Neuling VfR Limburg hatte der USC nach Joachim Klaehn, RNZ, den Kampf kultiviert. Gegenüber den angriffsbetonten letzten Jahren schien tatsächlich ein Paradigmenwechsel mit nun stärkerem Gewicht der Abwehr eingetreten zu sein. Den gleich bestens harmonierenden Björn Bernard (18 Punkte) und Markus Jochum (27 Punkte) eröffneten sich so zahlreiche entlastende Schnellangriffe gegen die Gäste von der Lahn, die mit Steven Branch, Thomas Krull und dem Ex-Nationalspieler Jan Villwock enorme Verstärkungen aufboten (Schindler 14, Deschryver 7, Dörr 6, Sodomann, Steckbauer je 3, Holm-Hadulla 2, Grams 1).

In Koblenz ging mit dem 74:50-Sieg über die BG Post SV die Post nur für den USC ab. Erneut imponierten die „Akademiker“ mit einer starken Defensive und zeigte überdies eine geschlossene Mannschaftsleistung Jochum 17, Bernard 15, Schindler 13, Deschryver, Steckbauer je 12, Sodomann 3, Grams 2). Dieser Sieg sollte sich rasch als wertlos erweisen, da sich die BG Koblenz bald darauf vom Spielbetrieb zurückzog.

Am schicksalhaften Wahlsonntag 27.9.1998 verlor nicht nur Bundeskanzler Helmut Kohl seine Mehrheit und sein Amt, sondern auch der USC mit 71:72 gegen den SV Tübingen. Freilich benötigten die Gäste sehr viel Glück, da der beste Freiwerfer der Liga, Björn Bernard, beim Stande von 71:70 für den USC gleich deren zwei nicht verwan- deln konnte, im Gegenzug dann ausgerechnet der bis dahin erfolglose Tübinger Ersatzspieler Axel Kohler den Ball 1,4 Sekunden vor Schluss in die Reuse setzte (Jochum 20, Bernard 14, Schindler, Deschryver je 13,  Sodomann 6, Steckbauer 3, Dörr 2).

Zittern musste der USC beim freilich hochkarätig besetzten Neuling SpVgg Pfister Rattelsdorf, bevor er den 94: 91-Sieg bejubeln konnte. Eine hochprozentige Ausbeute von der Linie (32/40) und ein Schuss mehr Coolness machten schließlich den Unterschied aus (Jochum 25, Bernard 20, Sodomann 15, Schindler 15, Steckbauer 6, Deschryver 5, Dörr, Grams je 4, Holm-Hadulla 2).

Kein Mitleid hatte der USC (Jürgen Berger, RNZ) und besiegte den Gast aus Breitengüßbach mit 82:61. Dabei beherrschte er den Gegner nach Belieben, ließ allerdings zu viele einfache Korbchancen ungenutzt. Einmal mehr erwies sich die starke Abwehr als Schlüssel zum Erfolg (Jochum 20, Schindler 13, Deschryver, Steckbauer je 11,  Sodomann 6, Dörr 5, Bernard 4).

Im Pokalhit gegen den Erstligisten DJK Oliver Würzburg hatte der USC freilich keine Chance. Der Jungstar Dirk Nowitzki, der nun auch in der BBL Furore machte, hatte kurz vor seinem Wechsel nach Dallas auch im ISSW für eine volle Halle und große Begeisterung gesorgt. Das Spiel endete 70:97 (Jochum 28, Deschryver, Bernard je 11, Steckbauer 9, Holm-Hadulla 7, Sodomann, Schindler je 2 – Nowitzki 23).

Beim Ligaalltag steigerte sich der USC nach schwachem Beginn gegen DJK Falke Nürnberg und siegte noch klar mit 97:79. Über eine aggressive Verteidigung fand der Gastgeber schließlich auch zu guten Offensivleistungen. Ein- mal mehr zeichneten sich die „Kleinen“ Markus Jochum (24 Punkte) und Björn Bernard (17) besonders aus. Sein bestes Spiel im USC-Dress aber bot Darren Deschryver (27), der nicht nur hochprozentig scorte, sondern sich auch zahlreiche Rebounds griff (Schindler, Sodomann je 9, Holm-Hadulla 5, Steckbauer 4, Dörr 2).

Im Spitzenspiel bei der BG Ludwigsburg zeigte der USC aber Schwächen und unterlag mit 66:82. Markus Jochum blieb bei seinem alten Verein weit unter seinen Möglichkeiten (Jochum 15, Sodomann 14, Deschryver 13, Schindler 11, Bernard 7, Steckbauer 4).

Auch die Giraffen aus Langen erwiesen sich (noch) als eine Nummer zu groß für den neuformierten USC, der den Gästen mit 83:98 unterlag. Rick Stafford (32) und Robert Wintermantel (29) setzten dabei dem Gastgeber beson- ders zu. Andreas Steckbauer (22) vertrat mit einem beherzten Spiel den verletzten Olaf Schindler bestens (Bernard 21, Jochum 20, Deschryver 16, Sodomann, Holm-Hadulla je 2).

Bei der BG Karlsruhe trat der USC mit Teamgeist und viel Herz (Jürgen Berger, RNZ) an und siegte mit 80:74. Als „Spiritus rector“ zeigte Markus Jochum (35) ein großes Spiel. Andreas Steckbauer (12) vertrat neuerlich den noch immer fehlenden Olaf Schindler sehr gut. Auch Darren Deschryver (10 Punkte – 15 Rebounds) und  Dirk Sodomann (9) ackerten unermüdlich. Björn Bernard (5) musste bereits nach 15 Minuten verletzt aufgeben (Stoll 4, Holm-Hadulla 3).

In einem Herzschlagfinale unterlag der USC dem TV Lich mit 79:80. Mit den verletzten Björn Bernard (Abriss der Patellasehne), Olaf Schindler und Kaderspieler Arne Kaiser (beide Sprunggelenksverletzungen) hatte der USC herbe Ausfälle zu beklagen. Noch 1,3 Sekunden vor Schluss führte der Gastgeber mit 79:77 und konnte den Dreier von Jan Bokemeyer doch nicht verhindern. Neben Markus Jochum (25) wussten auch Dirk Sodomann (11) und Jochen Dörr (9) zu gefallen (Deschryver 16, Holm-Hadulla 4, Grams 1).

Auch bei den Speyer Towers gab es ein knappes Ergebnis, doch immerhin einen 98:96-Erfolg der „Akademiker“. David Jones, engagiert verteidigt von Dirk Sodomann (11), konnte nicht die aus USC-Zeiten gewohnten Akzente setzen, zumal er auch weitgehend den Spielaufbau übernehmen musste. Darren Deschryver (39) spielte im Angriff gegen den allerdings ohne Center antretenden Gegner stark, vernachlässigte aber die Defense. Für Markus Jochum (27) gab es kaum Entlastung (Steckbauer 12, Holm-Hadulla 6, Grams 2, Schindler 1).

Beim krisengeschüttelten VfR Limburg dominierte der USC deutlich und nahm mit einem 91:65-Sieg die Punkte mit an den Neckar. So bekamen auch sonst wenig eingesetzte Spieler ihre Chance (Deschryver 22, Schindler 21, Grams 13, Steckbauer 10, Holm-Hadulla, Jochum je 8, Sodomann 7, Dörr 2).

Mit einem überragenden Markus Jochum (38) siegte der USC auch in Tübingen verdient mit 87:76. Der neu aus Freiburg gekommene 23-jährige und 1,99 m große Flügel Olaf Hollenkamp (7) zeigte gute Ansätze (Sodomann 12, Steckbauer 10, Schindler 9, Deschryver 8, Holm-Hadulla 2, Grams 1).

Gegen die ausgebufften Spieler der SpVgg Pfister Rattelsdorf gab es dann im ISSW eine ernüchternde 63:71-Niederlage. Der gerade in den letzten Spielen so wertvolle Kapitän Dirk Sodomann (6) musste bereits nach 8 ½ Minuten in Folge einer schmutzigen Attacke des bekannten Raubeins Garry van Waaden verletzt ausscheiden. Der amerikanische Center Darren Deschryver (3) spielte erschreckend schwach. So zeigte sich dann selbst Markus Jochum (25) zusehends überfordert (Schindler, Steckbauer, Holm-Hadulla je 7, Hollenkamp 6, Dörr 2).

Beim TSV Tröster Breitengüßbach konnte der USC mit einem 80:62-Sieg punkten. Wieder einmal führte Markus Jochum (27) glänzend Regie, während das gesamte Team überzeugte (Sodomann 14, Schindler 13,  Deschryver 10, Steckbauer 8, Holm-Hadulla 6, Hollenkamp 2).

Im Basketball-Klassiker gegen die BG Ludwigsburg agierte der USC wie aufgedreht (Joachim Klaehn, RNZ) und distanzierte den Tabellenführer mit 89:70. Gegen die Barockstädter packten die Akademiker beim Rebound kräftig zu, brachten den Ball schnell nach vorne, passten intelligent, warfen – und trafen. Einmal mehr Markus Jochum (31), Olaf Schindler (21), Darren Deschryver (12) und Kapitän Dirk Sodomann (11) setzten die Akzente (Steckbauer 7, Holm-Hadulla 5, Hollenkamp 2).

Lange offen blieb das Spiel in Nürnberg, bevor sich in der Schlussphase der USC gegen den Gastgeber DJK Falke mit 83:69 doch noch klar durchsetzen konnte. Der USC zeigte auch ohne den verletzten Olaf Schindler eine beein- druckende kämpferische Leistung und wusste sich kontinuierlich zu steigern. In einem guten Team zeichneten sich Markus Jochum (31), Andreas Steckbauer (18) und Darren Deschryver (13) besonders aus (Sodomann 11, Hollenkamp 7, Holm-Hadulla 2, Kaiser 1).

Einen Dämpfer gab es dann aber im ersten Spiel des Neuen Jahres beim alten Rivalen TV Langen, wo der USC mit 85:97 unterlag. Sehr aggressiv und mit großem Siegeswillen erarbeiteten sich die Hausherren zahlreiche Fastbre- aks ließen die Gäste nicht ins Spiel kommen (Jochum 27, Sodomann, Hollenkamp je 13, Deschryver, Steckbauer, Schindler je 10, Holm-Hadulla 2).

Mit einem glücklichen 71:69-Sieg gegen die BG Karlsruhe konnte sich der USC frühzeitig einen Platz in der Auf- stiegsrunde sichern. In einem kampfbetonten Spiel konnte gegen die Gäste aus der Fächerstadt der Sieg erst 0,8 Sekunden vor Schluss durch einen mutigen Schuss des Jugendspielers Fedi Holm-Hadulla gesichert werden (Jochum 18, Sodomann 16, Schindler 13, Deschryver 9, Holm-Hadulla 6, Hollenkamp 5, Steckbauer 3, Dörr 2).

Ohne den erkrankten Olaf Hollenkamp gab es beim TV Lich eine klare 67:82-Niederlage. Im Herzen der Natur verschlief der USC den Beginn und wurde phasenweise vorgeführt. Markus Jochum (12) „erfreute“ sich einer sehr effektiven Bewachung und kam nicht wie sonst zum Zug (Deschryver 20, Sodomann 14, Steckbauer 8, Schindler 7, Holm-Hadulla 7).

Im letzten Spiel der Hauptrunde hatte der USC gegen den kurpfälzischen Nachbarn TSV Speyer wenig Mühe und siegte mit 105:87. Gegen ihre deutlich kleineren Gegenspieler konnten die Langen der Akademiker beliebig auf- spielen. Der ehemalige USC-Publikumsliebling David Jones (35), an alter Wirkungsstätte freundlich begrüßt, setzte neben Ljubic (29) die Akzente für die Domstädter (Deschryver 23, Jochum 18, Steckbauer 15, Sodomann 12, Holm-Hadulla 11, Schindler, Dörr je 8, Hollenkamp, Grams je 5).

Damit hatte der USC in der Abschlusstabelle der 2. BL Süd den dritten Tabellenplatz erreicht und sich klar für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

Abschlusstabelle der 2. BL Süd in der Saison 98/99

Völlig von der Rolle zeigte sich der USC im 1. Spiel der Aufstiegsrunde mit einer 62:89-Niederlage in Nürnberg. Zahlreiche individuelle Fehler und Ballverluste sowie eine eklatante Reboundschwäche erklärten die Pleite plau- sibel. Auch das Fehlen von Andreas Steckbauer und Federic Holm-Hadulla konnte nicht als Entschuldigung herhalten (Schindler 22, Jochum 15, Deschryver 8, Sodomann 7, Dörr 6, Kaiser, Grams je 2).

Auch in Rattelsdorf unterlag der recht zerfahren und kopflos agierende USC mit 88:100 (Deschryver 22, Jochum 19, Sodomann 15, Steckbauer 10, Schindler 9, Holm-Hadulla 7, Dörr 6).

Sodann erwies sich die BG Ludwigsburg im heimischen ISSW dieses Mal als zu stark, so dass der USC mit 74:86 unterlag. Trotz eines furiosen 19:2-Starts des USC bekamen die Gäste das Spiel immer mehr in den Griff, so dass in der 2. HZ die Trefferquote des USC rapide sank (Hollenkamp 18, Sodomann 17, Jochum 16, Deschryver 13, Schindler 8, Holm-Hadulla, Dörr je 1).

Die 4. Niederlage im 4. Spiel der Aufstiegsrunde gab es mit 76:91 beim TV Lich. Die nur mit sieben Akteuren an- getretenen Kurpfälzer (Sodomann und Steckbauer fehlten wg. Jura-Examens bzw. Verletzung) waren bis Mitte der 2. HZ (60:61) gleichwertig. Ein Ausraster von Darren Deschryver bescherte den Gastgebern vier Freiwürfe; in der Schlussphase fehlten dann beim USC die Kräfte (Jochum 28, Schindler 20, Deschryver 19, Hollenkamp 7, Holm-Hadulla 2).

Gegen den Tübinger SV gab es dann im ISSW mit 77:72 den ersten Sieg. Beim USC war Markus Jochum (27) neuerlich Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Darren Deschryver (13) und Olaf Schindler (10) ackerten unter dem Korb, Jochen Dörr (11) erzielte wichtige Punkte (Holm-Hadulla 7, Hollenkamp 5, Grams 4).

Auch gegen die DJK Falke Nürnberg gab es einen Heimsieg, der mit 102:81 klar ausfiel. Unverständlich blieb ange- sichts der Überlegenheit des USC dessen sogar noch höhere Niederlage im Hinspiel. Markus Jochum (39 Punkte, 11 Dreier) und der Youngster Federic Holm-Hadulla (11) zogen gegen die überforderten Gäste von der Noris ge- schickt die Fäden. Darren Deschryver (27), der zuvor allzu oft enttäuscht hatte, hatte sein bislang bestes Spiel im Dress der Akademiker abgeliefert (Sodomann 11, Schindler 10, Dörr, Weber je 2).

Überdies blieb der USC im folgenden Heimspiel gegen Rattelsdorf mit 96:70 siegreich. Die gesamte Mannschaft spielte wie aus einem Guss (Deschryver 20, Jochum 19, Hollenkamp 13, Schindler 12, Steckbauer 10, Sodomann 9, Holm-Hadulla 4, Dörr, Grams je 2).

Bei der 74:83-Niederlage in Ludwigsburg verkaufte der USC sich teuer, wirkte aber ausgepowert. Insbesondere am Brett waren die Akademiker den Schwaben deutlich unterlegen (Jochum 22, Sodomann 19, Schindler, Deschryver je 11, Hollenkamp 6, Steckbauer 3, Dörr 2).

Nach einer 66:76-Niederlage endete das letzte Heimspiel der Saison gegen den TV Lich mit einem Eklat. Die Par- tie blieb bis zuletzt offen, obwohl der USC eine schwache Trefferquote im Feld und von der Linie gezeigt hatte. In der 25. Minute kassierte Darren Deschryver ein unsportliches Foul und rastete dann 44,3 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 64:67 völlig aus. Wegen des absichtlichen Fouls erhielten die Gäste vier Freiwürfe in Folge, die dann spielentscheidend waren. Nach dem Schlusspfiff schlug überdies Deschryver auf den Gästespieler Boke- meyer ein. Die Schiedsrichter, die den USC-Center zuvor unverständlicherweise nicht disqualifiziert hatten, kün- digten nun einen Bericht an, der vermutlich eine Sperre Deschryvers bewirken würde. Für Achim Waßong aber stand fest, dass der Center für Heidelberg nicht mehr spielen würde (Sodomann 19, Jochum 17, Steckbauer 10, Deschryver, Hollenkamp je 7, Holm-Hadulla 3, Dörr 2, Schindler 1).

Mit einer 67:84-Niederlage beim SV Tübingen verabschiedete sich der USC zum Ende der langen Saison. Auch ohne Deschryver zeigte der USC über weite Strecken ein beherztes Spiel und führte in der 25. Minute verdient mit 48:39. In den folgenden sechs Minuten aber tauchte er völlig unter und kassierte in dieser Phase 0:19 Punkte. Trotz allen Bemühens (35. Minute: Nur noch 64:61-Führung der Gastgeber) konnten die Akademiker das Ruder nicht mehr herumreißen (Jochum 20, Steckbauer 13, Sodomann 12, Schindler 8, Holm-Hadulla 7, Hollenkamp 5, Dörr 2).

Abschlusstabelle der Aufstiegsrunde der 2. BL Süd in der Saison 98/99

Insgesamt konnte man mit dem abschließenden 3. Platz zufrieden sein. Trotz des großen Abstands zu den vor- deren Teams wäre eine bessere Platzierung möglich gewesen. Die frühe Verletzung des Leistungsträgers Björn Bernard machte aber neben einigen anderen Ausfällen einen Strich durch die Rechnung. Doch auch die Undis- zipliniertheiten und die häufige Unlust des amerikanischen Centers Darren Deschryver hatten wohl einige Siege gekostet. So galt es für die neue Saison zumindest einen guten Center zu verpflichten.

Nach 12 Jahren in der 1. Mannschaft des USC verabschiedete sich Jochen Dörr vom Leistungssport. Er war in der Saison 1987/1988 zum USC gestoßen, mit dem er gleich den bitteren Weg von der 2. BL in die Regionalliga gehen musste. Der unermüdliche Kämpfer hielt seinem Verein über die gesamte Regionalligazeit die Treue und war dort mit seinem Korbdrang und mit seiner zähen Verteidigungsarbeit einer der wichtigsten Leistungsträger. Mit dem Wiederaufstieg in die 2. BL am 30.4.1994 konnte Jochen die Früchte ernten. Auch in den folgenden Jahren in der 2. BL Süd bestach er durch seinen Einsatz und seine Verlässlichkeit. Jochen wollte seine Karriere bei seinem Stammverein TV Sinsheim ausklingen lassen.

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Nachzutragen ist, dass die von Markus Jochum betreute regionale A-Jugendauswahl, unter den USC-Farben ange- treten, in Leverkusen die Vizemeisterschaft sichern konnte. Im Halbfinale setzte sich der USC klar mit 100:82 gegen die BG Göttingen durch, während Bayer Leverkusen die DJK München mit 70:68 ausschaltete.
Die mit sieben Zwei-Meter-Riesen angetretenen Leverkusener führten im Endspiel über weite Strecken. Obwohl Center Arne Kaiser bereits nach 30 Minuten foulbelastet ausscheiden musste, konnte der USC 33 Sekunden vor der dem Ende den Ausgleich erzielen. Nach zwei umstrittenen Freiwürfen für Bayer wurde Stefan Ingerfurth kurz vor der Schlusssirene von zwei Leverkusenern in die Zange genommen – hier blieb der Pfiff der Unparteiischen jedoch aus (Holm-Hadulla 46 Punkte, Ingerfurth 39, Kaiser 27, Tralau 21, C. Stoll 20, Weber 10, Nagy 4, T. Stoll 3).

Die von Gerhard Heindel und Markus Tiemeyer betreute regionale C-Auswahl, die als HTV firmierte, konnte in Berlin ebenfalls die Vizemeisterschaft erringen. Sie setzte sich im Halbfinale gegen Herten mit 70:64 durch und musste sich erst im Endspiel dem Favoriten TuS Lichterfelde mit 50:66 geschlagen geben (Levedag 41, Arnold 25, Friedewald 18, Thomson 18, Heindel 9, Hasslacher 4, Beutel 2, Feist 2, Hess 1).

Das Kooperationsteam des HTV 46 und der KuSG Leimen musste seine Titelhoffnungen bereits nach der unglück- lichen 63:65-Niederlage im Halbfinale gegen den Nordersten TuS Lichterfelde begraben. Im Spiel um Platz drei war dann für die weibliche C-Jugend mit 46:70 die Luft heraus (Ingerfurth 22, Jessica Kucerovsky 28, Jennifer Kucerovsky 27, Weber 27, Mocikat 21, Wieland 2, Mohammed 2).

 

2. Konsolidierung (1999/2000 – 2006/2007)

 

Finanziell tat sich nach Anfangsproblemen im Jubiläumsjahr 1999 (100 Jahre USC Heidelberg/ASC Straßburg 1899) ein gewaltiger Lichtblick auf. Waren zunächst Radio Regenbogen und die SRH-Gruppe als potente Spon- soren eingestiegen, so war es nun Manfred Lautenschläger, der den heimischen Versicherungskonzern MLP als Hauptsponsor mit ins Boot brachte  – für den USC von wahrhaft historischer Bedeutung. Gerade das die Region einbeziehende Nachwuchskonzept des USC hatte den Vorstandsvorsitzenden von MLP überzeugt. Nun endlich war das alljährlich Bangen um ein einigermaßen konkurrenzfähiges Budget beendet, was mit deutlich mehr Planungs- sicherheit verbunden war.
In der Nachwuchsförderung beschritt der USC neue Wege, indem er Kooperationsbeziehungen zur KuSG Leimen und zum LSV Ladenburg aufbaute.

 
Saison 1999/2000

 1. Platz der Abstiegsrunde der 2. BL Süd

Aufgebot 1999/2000:
Aufbau: Markus Jochum (35, 1,84), Federic Holm-Hadulla (18, 1,87), Björn Bernard (27, 1,83, TV Lich)
Flügel: Dirk Sodomann (27, 1,91), Jay Thomas (19, 1,93, TG Sandhausen), Ashkan Tralau (18, 1,86), Stefan Ingerfurth (19, 1,90, KuSG Leimen), Stefan Fahrad (19, 1,94, TSV Speyer), Lars Seeberg (21, 2,00, Oldenburg)
Center: Olaf Schindler (30, 2,04), Andreas Steckbauer (27, 2,02), Terrell McKelvy (24, 2,04, Marshall University),
Demba M’Bengue (24, 2,04, MTV Wolfenbüttel – ab 4. Spieltag), Christoph Schropp (19, 1,98, TSG Maxdorf)

Abgänge: Darren Deschryver (Ziel unbekannt), Thilo Grams (TG Sandhausen), Jochen Dörr (TV Sinsheim), Olaf Hollenkamp (Ziel unbekannt), Jonathan Weber (BG Karlsruhe)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Ansbach, TSV Breitengüßbach, Eintracht Frankfurt, USC Freiburg, USC Heidelberg, BG Karlsruhe, TV Langen, ASC Mainz, FC Bayern München, DJK Falke Nürnberg, SV Oberelchingen, SpVgg Rattelsdorf, SV Tübingen

Frühzeitig stand fest, dass Achim Waßong den USC auch in der neuen Saison trainieren würde.
Als wichtigste Neuverpflichtung präsentierte der USC für die verwaiste Centerstelle Terrell McKelvy. Er galt im Ge- gensatz zu seinem Vorgänger als Spieler, der sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellte. Doch war der US- Amerikaner bereits in der Erprobungsphase verletzt, so dass hinter ihm gleich ein Fragezeichen zu setzen war. Überraschend bat er dann nach dem 2. Spieltag um Vertragsauflösung, da er Heimweh nach seiner Freundin und dem gemeinsamen Töchterchen hatte. Für McKelvy spielte ab dem 4. Spieltag der senegalesische Nationalspieler Demba M’Bengue. Mit ihm gewann der USC einen eleganten, einsatzfreudigen, reboundstarken und korbgefährli- chen Spieler, dessen Verhalten zudem untadelig war.

 

Kader des USC für die Zweitligasaison 1999/2000

Am ersten Spieltag der neuen Saison zeigte sich der USC beim 80:56-Sieg dem Tübinger SV hoch überlegen. Mit einer aggressiven Verteidigung und einem sauberen Passspiel kauften die Akademiker dem Gast den Schneid ab. Wieder einmal zog Markus Jochum (25 Punkte, 4 Dreier) geschickt die Fäden. Doch auch die übrigen USC-Akteu- re  gingen zur Freude der Zuschauer engagiert zu Werke (Schindler, Sodomann je 12, McKelvy 9, Steckbauer, Thomas je 8, Bernard 4, Kaiser 2).

Eine 65:88-Lehrstunde musste der USC in Rattelsdorf erfahren. Ohne den erkrankten Federic Holm-Hadulla fehlten Markus Jochum (13) die so dringend benötigten Verschnaufpausen. In seinem Abschiedsspiel zeigte sich Terrell McKelvy (4) nicht mehr sonderlich engagiert, musste dann gar nach 30 Minuten wegen erneuter Verletzung aufge- ben. Die Trefferquoten der USC-Leistungsträger waren sehr schwach, während sich die einheimischen Spieler in einen wahren Rausch steigerten (Schindler 13, Bernard 9, Steckbauer 8, Sodomann 7, Ingerfurth 6, Thomas 5).

Auch im badischen Derby hatte der USC bei der BG Karlsruhe keine Chance und unterlag dort mit 53:70. Die USC- Center zeigten sich überfordert, zudem war das Spiel zu sehr auf Markus Jochum (22) zugeschnitten (Sodomann 12, Schindler 7, Thomas 4, Holm-Hadulla 2, Steckbauer 1).

Erstmals mit Center Demba M’Bengue fand der USC mit einem 78:64-Sieg gegen seinen Gast aus Mainz wieder in die Erfolgsspur zurück. Der Senegalese (14) zeigte gute Ansätze, während das USC-Spiel insgesamt gegen die schwachen Rheinhessen nicht sehr überzeugte (Jochum 26, Sodomann 14, Schindler 8, Steckbauer 6, Bernard 4, Holm-Hadulla, Thomas je 3).

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des ASC 1899 Straßburg/USC Heidelberg gab es zunächst ein Einlagespiel der USC-Oldies (u. a. mit Didi Keller, Hans Riefling, Harry Rupp, Rainer Frontzek, Wolfgang Lachenauer, Hans Niklas) gegen Alt-Internationale (u. a. mit Joe Loibl, Norbert Thimm, Hillar Gese, Volkmar Gaber, Klaus Urmitzer, Norbert Thimm).
Im anschließenden Punktspiel der 2. BL Süd unterlag der USC dem Starensemble der Frankfurter Eintracht un- glücklich n. V. mit 88:90. Gegen die hochgradig besetzten Gäste vom Main konnte M’Bengue (15) in der Verlän- gerung nicht mehr eingreifen, da er Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit fünf Fouls ausgeschieden war (Jochum 24, Schindler 20, Bernard 10, Sodomann 8, Thomas 7, Steckbauer 3, Holm-Hadulla 1).

Beim Namenskollegen und Erstliga-Absteiger aus Freiburg musste der USC eine 87:97-Niederlage einstecken. Oh- ne Andreas Steckbauer und Olaf Schindler (erkrankt bzw. verletzt) hatten die Kurpfälzer trotz glänzend disponier- ter Markus Jochum (28) und Demba M’Bengue (25) keine Chance (Sodomann 9, Kaiser 7, Thomas, Schropp je 6, Bernard, Holm-Hadulla je 3).

Ein Überraschungscoup (Jürgen Berger, RNZ) gelang dem ersatzgeschwächten USC mit einem 65:47-Sieg gegen den hocheingeschätzten Gast aus Breitengüßbach. Demba M’Bengue lieferte eine Galavorstellung ab, indem er 19 Punkte scorte, 22 Rebounds griff und seine fränkischen Gegenspieler mit Blocks und Dunkings narrte. Doch ver- diente sich die gesamte USC-Mannschaft ein Lob. Ein Wermutstropfen fiel in den USC-Becher: Nun fiel auch noch Björn Bernard während des Spiels mit einem Muskelfaserriss aus (Jochum 17, Holm-Hadulla 10, Bernard 8, Sodomann 3, Kaiser, Fahrad, Schropp, Thomas je 2).

Das „unschöne Auswärtsgesicht“ (Claus Ebert) zeigte der USC wieder beim Aufsteiger TSV Ansbach, dem er sich mit 62:73 beugen musste. Ohne richtige Einstellung, ohne Motivation und mit schwachen Abwehrleistungen, in wichtigen Phasen allerdings auch ohne Glück, hatte der USC auch bei diesem Gegner keine Chance. Wiederum eine überzeugende Leistung bot Demba M’Bengue (M’Bengue 25, Jochum 15, Holm-Hadulla 6, Steckbauer, Schindler, Thomas je 4, Sodomann 3).

Gegen den SV Tally Oberelchingen kassierte der USC eine bittere 59:61-Heimniederlage. Der Gästetrainer hatte seinem Team gegen den USC eine sehr harte Gangart verordnet und wollte besonders Markus Jochum aus dem Rhythmus bringen lassen. Dafür fand er mit dem 31-jährigen Deutschrussen Victor Heck, der gegen Jochum in Einzelkämpfer-Manier agierte, ein geeignetes Werkzeug (Schindler 19, Jochum 17, M’Bengue 14, Thomas 4, Holm-Hadulla 3, Ingerfurth 2).

In Nürnberg ging der USC mit 61:91 unter. Der Tabellenzweite von der Noris, immerhin mit einem Etat von rund einer Million Mark ausgestattet, erwies sich für die ohne Selbstvertrauen angetretenen Kurpfälzer als eine Nummer zu groß (Jochum 17, M’Bengue 12, Thomas 10, Ingerfurth 6, Sodomann 5, Schindler 4, Holm-Hadulla 3, Kaiser, Bernard je 2).

Gegen die Münchner Bayern gab es mit 80:57 endlich wieder einmal einen Sieg zu vermelden. USC-Kapitän Dirk Sodomann (19), endlich ohne Rückenbeschwerden, riss sein Team mit seiner energischen Anfangsphase mit. So fuhr der USC mit einer starken Kollektivleistung den verdienten Sieg ein (Sodomann, Jochum je 19, Schindler 12, M’Bengue 11, Thomas 9, Kaiser 6, Bernard 4).

Beim alten Rivalen TV Langen zeigte der USC ein gutes Spiel, unterlag jedoch einmal mehr mit 71:72. Der USC hatte immer wieder die Chance, sich abzusetzen, die er aber nicht nutzen konnte. Den Langener Siegestreffer erzielte Granold zwei Sekunden vor Schluss der Begegnung. Markus Jochum (32) ragte aus einem guten USC- Team noch heraus (M’Bengue 15, Sodomann 9, Schindler 7, Thomas, Bernard je 4).

Nach Abschluss der Vorrunde stand der USC Heidelberg mit 8:16 Punkten gleichauf mit dem ASC Mainz auf dem 10. Tabellenplatz. Tabellenführer war die BG Karlsruhe mit 20:4 Punkten vor der DJK Nürnberg mit 18:6 Punkten. Die beiden letzten Plätze (12 und 13) nahmen Tübingen und Rattelsdorf mit je 6:18 Punkten ein.
Für diese Vorrunde liegt eine Statistik vor, wonach Demba MBengue bei den Rebounds (Q 12,75[!]) und bei den Assists(!) (Q 6,88) führte, bei letzteren vor Markus Jochum (Q 5,45).

Sorgt für die Lufthoheit und für Pässe: Demba M’Bengue, senegalesischer Nationalspieler in den Reihen des USC

Eine 58:80-Schlappe musste der USC zum Auftakt der Rückrunde beim SV Tübingen hinnehmen. Dabei zeigte sich das gesamte Gästeteam mit Ausnahme des rundum überzeugenden Jay Thomas indisponiert. Für den Gast- geber wirkten Uwe Sauer als Trainer und David Jones als Spieler, beide beim USC wohlbekannt. DJ erwies sich als gut aufgelegt und schenkte dem USC kräftig ein. (Die Punkteverteilung liegt nicht vor.)

Im Kellerduell gegen Rattelsdorf gab es „wenig Glanz“ (Jürgen Berger, RNZ), dafür aber immerhin einen sicheren 69:51-Sieg für den USC. Markus Jochum (22) zog das Spiel auf, Demba M’Bengue (19) kontrollierte seinen 2,12 m großen senegalesischen Landsmann Boniface Ndong (8) nach Belieben, während Jay Thomas (10) beherzt in der Abwehr rackerte und mit seinen spektakulären Aktionen, obligatorischen Dunks inklusive, immer wieder für Begeis- terungsstürme auf den Rängen sorgte. Auch Kapitän Dirk Sodomann (8) legte sich leidenschaftlich ins Zeug und gab für sein Team alles (Schindler 6, Holm-Hadulla, Kaiser je 2).

Beim ASC Theresianum Mainz konnte der USC nicht punkten und unterlag n. V. mit 81:84. Dabei hatte der Gast die Domstädter bis zur Halbzeit mit 44:26 noch klar dominiert. In der Pause sorgten Samba-Rhythmen und spärlich bekleidete brasilianische Tänzerinnen für Stimmung, die anscheinend besonders die Spieler des ASC Mainz heiß machte. Der ASC-Center Pujo (27) traf nun aus allen Lagen und trug dazu bei, dass M’Bengue (14) und Schindler (2) frühzeitig mit 5 Fouls ausscheiden mussten. Zudem warfen die Heidelberger nun von der Freiwurflinie sehr schwach. So halfen am Ende auch die 42 Punkte Markus Jochums nichts (Bernard 14, Thomas 4, Holm-Hadulla 3).

Gegen die BG Karlsruhe hatte der USC mit 67:78 das Nachsehen. Während der USC nervös agierte, zeigte sich der Gast aus der Fächerstadt als in der Verteidigung und im Angriff geschlossene Einheit. Der Tabellenzweite führte in der 33. Minute bereits mit 70:45, bevor er dem Gastgeber noch eine Ergebnisverbesserung gestattete (M’Bengue 16, Jochum, Sodomann, Thomas je 11, Schindler 7, Bernard 5, Kaiser 4 – Makarow 20, Heck 18).

Nach der Niederlage gegen Karlsruhe nahm der USC mit 10:22 Punkten den 11. und damit drittletzten Tabellenplatz ein, punktgleich mit dem 12. (Rattelsdorf) und 13. (Ansbach). Damit befand er sich in akuter Abstiegsgefahr, was vor der Saison niemand erwartet hatte.
Am 19.1.2000 zogen die USC-Verantwortlichen dann die Notbremse, indem sie Achim Waßong von seiner Aufgabe entbanden. Harry Rupp übernahm als Interimstrainer bis zum Ende der laufenden Saison die sportliche Gesamt- verantwortung. Der 47-jährige Rechtsanwalt, 80-fache ehemalige Nationalspieler und Meisterspieler des USC hatte bereits seit zwei Jahren als Teammanager gewirkt. Ihn wünschten sich auch die Spieler, um mit ihm die prekäre Situation zu bewältigen und den Abstieg abzuwenden.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz gab es das Novum, dass alter und neuer Trainer sich zur Lage äußerten. Die USC-Verantwortlichen bescheinigten Achim Waßong hohe Sachkompetenz und überragende menschliche Qualitäten. Der scheidende Trainer zeigte sich geradezu erleichtert, die Verantwortung abgeben zu können. Es wurde festgestellt, dass es dem Team an sportlichen Primärtugenden fehlte und es nun Farbe bekennen müsse. Auch das mangelnde Zusammenspiel der unterschiedlichen Mannschaftsteile wurde angesprochen. Harry Rupp kündigte an, dem Team wesentlich mehr mannschaftliche Disziplin und Eigenverantwortung als sein Vorgänger abverlangen zu wollen.

Mit einer 80:82-Niederlage startete der USC unter der Ägide des neuen Trainers bei der Frankfurter Eintracht. Doch hatte Harry Rupp ein beherztes Spiel seiner Mannschaft gegen die routinierten und größeren Gastgeber gesehen. Wieder einmal beeindruckte Markus Jochum (25) durch seine Übersicht und seine Treffsicherheit. Pech, dass in der Schlusssekunde sein Dreierversuch zweimal auf der Reuse tanzte und dann doch nicht zum Sieg in den Korb fiel. Auch die jungen Spieler Stefan Ingerfurth (12) und Jay Thomas (16) spielten selbstbewusst auf. Zu bemängeln waren die Freiwurfquote (21/38) und deutliche Konzentrations- und Konditionsprobleme einiger Spieler (M’Bengue 15, Schindler, Bernard je 6).

Beim verdienten 93:81-Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger USC Freiburg hatte RNZ-Chronist Joachim Klaehn „den einen und den anderen USC Heidelberg“ gesehen. Bis zur Halbzeit (35:41) spielte der „eine“ USC, der sich verunsichert und glücklos präsentierte, eklatante Ballverluste und Fehlpässe zeigte, sich im Angriff nur auf Markus Jochum verließ. So entsprach die stetige Führung der Gäste aus dem Breisgau dem Spielverlauf. Nach der Halb- zeitpause übernahm dann aber der „andere“ USC energisch das Heft in die Hand. Demba M’Bengue (25) legte nun los und erzielte plötzlich Punkt um Punkt. Stefan Ingerfurth blieb ohne Punkt, schaltete aber mit einer taktischen Meisterleistung den gegnerischen Amerikaner Warmsley, der im Hinspiel die Akademiker schwindelig gespielt hatte, fast völlig aus. Jay Thomas (13) wusste mit Ballgewinnen und einem spektakulären Dunking zum 66:59 zu gefallen. Markus Jochum (38) hielt den „einen“ USC im Spiel und sicherte schließlich dem „anderen“ USC den Sieg (Schindler 9, Holm-Hadulla, Kaiser je 4).

Rustikal zieht USC-Center Olaf Schindler zum Korb. Die Freiburger Stefanovic und Johnson landen unsanft auf dem Boden.

Mit einer 55:67-Niederlage kehrte der USC vom Tabellendritten Breitengüßbach an den Neckar zurück. Die nun bereits in sieben Spielen unbesiegten Franken zeigten sich sehr selbstbewusst, konnten aber auch acht Spieler beliebig durchwechseln. Der USC hatte zu viele Ballverluste (21) und eine zu niedrige Trefferquote (32 %), um den Gastgeber ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Beim USC überzeugten Stefan Ingerfurth (12) und Olaf Schindler (11). Es punkteten weiter für den USC: Jochum 13, M’Bengue 11, Thomas 5, Kaiser 2, Holm-Hadulla 1.

Mit einem überragenden Center-Duo (M’Bengue 24, Schindler 21) ließ der USC dem TSV Ansbach im Kellerduell mit 86:68 keine Chance. Olaf Schindler leistete sich nur zwei Fehlwürfe, holte zahlreiche Rebounds und warf von der Linie 5/5. Demba M’Bengue lieferte sich zur Begeisterung der Fans mit Jay Thomas (6) einen Dunking-Contest (Jochum 14, Sodomann 8, Ingerfurth 7, Kaiser 4, Holm-Hadulla 2).

Im „Elchtest“ gelang dem USC beim SV Oberelchingen mit 91:83 endlich der erste Auswärtssieg der Saison. Mit einer ungeheuren Selbstdisziplin bestrafte Markus Jochum (38 – 22/22 Freiwürfe) die wie beim Vorspiel im ISSW brutale Spielweise der „Elche“. Trotz Verletzung verschliss Markus drei Gegenspieler und verwandelte die fälligen Freiwürfe traumhaft. Mit ihm ragten Demba M’Bengue (19 – 7/8 Feldwürfe, 16 Rebounds) und Jay Thomas (17 – 7/9 Feldwürfe, vier Ballgewinne, 5 Dunkings) aus einer guten Mannschaft heraus, die ohne die verletzten Olaf Schindler, Björn Bernard und Stefan Ingerfurth auskommen musste (Kaiser 6, Sodomann, Holm-Hadulla je 4, Fahrad 3).

Gegen den Spitzenreiter ConSors Nürnberg unterlag der USC unglücklich mit 68:70. „USC rüttelte am Thron des Topteams“, berichtete Joachim Klaehn in der RNZ. Bis zuletzt war in diesem heiß umkämpften Spiel ein Sieg des USC möglich. Wieder waren Markus Jochum (18), Jay Thomas (16) und Demba M’Bengue (15) die Aktivposten des USC (Ingerfurth 8, Kaiser 6, Schindler 3, Holm-Hadulla 2).

Ohne den verletzten Demba M’Bengue konnte der USC den gastgebenden FC Bayern München nicht besiegen und unterlag mit 85:95. Auch eine erneut vorzügliche Leistung des Flügelspielers Jay Thomas (27 – 3 Dreier, 7 Ballge- winne, 9/13 Feldwürfe) reichte gegen die selbstbewusst agierenden und hochprozentig treffenden Bajuwaren nicht zum Sieg. Beim USC wirkte erstmals nach seiner Verletzung Björn Bernard (6) wieder mit und zeigte gute Ansätze (Jochum 23, Holm-Hadulla 8, Schindler 7, Kaiser, Schropp je 6, Ingerfurth 2).

Auch im letzten Spiel der Hauptrunde reichte es gegen den Erzrivalen TV Langen nicht zum Sieg. Doch lieferte die USC-Resttruppe (Demba M’Bengue, Dirk Sodomann, Björn Bernard und Andreas Steckbauer verletzt) dem starken Tabellendritten beim 73:78 einen heißen Tanz und brachte ihn an den Rand einer Niederlage. Gegen den Gast aus Südhessen hielten die „jungen Wilden“ Jay Thomas (18), Arne Kaiser (12) und Federic Holm-Hadulla (8) neben Olaf Schindler (21) besonders dagegen (Jochum 9, Ingerfurth 3, Fahrad 2).

Längst stand fest, dass der USC in der risikoreichen Platzierungsrunde antreten musste. In einer Doppelrunde war unter den auf den Tabellenplätzen 8 – 13 eingereihten Teams der einzige Absteiger in die Regionalliga zu ermitteln.

Letzter Spieltag und Tabelle der 2. BL Süd nach Abschluss der Hauptrunde (Saison 99/00)

Im ersten Spiel der Platzierungsrunde hatte der USC in Rattelsdorf gegen „die Streiche des Herrn Busch“ (Claus Ebert) keine Chance und unterlag mit 86:98. Schiedsrichter Busch verhängte fünf technische Fouls gegen den USC und disqualifizierte obendrein Markus Jochum und Björn Bernard. Markus Jochum hatte den Ball nach einer ekla- tant falschen Foulentscheidung nicht ordnungsgemäß übergeben, sondern fallen gelassen. Nach einer Nachfrage von Björn Bernard musste auch dieser vom Feld, ebenso erhielt Harry Rupp ein „Technisches“ wegen Verlassens der Coachingzone. Es folgten unmittelbar acht gegnerische Freiwürfe, die alle verwandelt wurden. Auch der über- ragend spielende Demba M’Bengue (30), und der enorm kampfstarke Kapitän Dirk Sodomann (13) konnten gegen diesen „Unparteiischen“ nichts ausrichten (Jochum 18, Thomas 11, Holm-Hadulla 7, Schindler, Ingerfurth je 3, Kaiser 1).

Mit einem hohen 83:40-Sieg gegen den allerdings stark ersatzgeschwächt antretenden Gast aus Oberelchingen konnte der USC wertvollen Boden gutmachen. Der USC gab von Anfang an kräftig Gas und kaufte den hilflosen Schwaben mit einer aggressiven Deckung den Schneid ab. Fedi Holm-Hadulla (10) zeichnete sich mit einem um- sichtigen Aufbauspiel besonders aus. Unter den Körben zeigten Demba M’Bengue (17) und Olaf Schindler (14) zudem keine Schwächen. So konnte Markus Jochum (11) längere Erholungspausen einlegen (Sodomann, Bernard je 12, Jochum 11, Kaiser 4, Thomas 3).

Durch den folgenden 89:71-Sieg gegen Schlusslicht TSV Ansbach kam der USC dem rettenden Ufer schon sehr nahe. Markus Jochum zeigte sich sehr gut aufgelegt (33 Punkte bei > 60 % Trefferquote, 7 Dreier). Beiderseits ging man nicht zimperlich zu Werke. Gerade den USC-Spielern konnte ein hoher Einsatzwille attestiert werden. Neben Markus Jochum gefielen besonders Demba M’Bengue (22), Dirk Sodomann (10) und Björn Bernard (10). Ansonsten punkteten für den USC: Thomas 6, Schindler 5, Holm-Hadulla 3).

Mit einem überlegenen 92:78-Sieg bei den „Gymnasiasten“ des ASC Mainz blieb der USC in der Erfolgsspur. „Das hat mit gut gefallen, Männer.“, lobte Harry Rupp anschließend sein Team. Einmal mehr glänzte Markus Jochum mit Dreiern und blitzschnellen Pässen, waren Demba M’Bengue und Olaf Schindler unter dem Korb nicht zu halten, überzeugten Dirk Sodomann, Federic Holm-Hadulla, Jay Thomas und Stefan Ingerfurth durch eine knallharte Defen- se (M’Bengue 25, Jochum 24, Schindler 13, Sodomann 11, Holm-Hadulla 7, Ingerfurth, Thomas je 6).

Auch gegen den FC Bayern München konnte der USC mit einem 71:61-Sieg seine Erfolgsserie fortsetzen. Indes leistete der Gast bis Mitte der 2. HZ energischen Widerstand (44:45), bevor der bereits mit vier Fouls belastete Demba M’Bengue (26) geradezu explodierte und mit zwei spektakulären Dunkings und einem Treffer aus der Mit- teldistanz eine kleine Führung herausspielte. Nun war es an Markus Jochum (27), den angeschlagenen Gegner mit sicheren Dreierwürfen (in der 2. HZ 5/7!) endgültig zu demoralisieren (Kaiser 6, Schindler 4, Bernard 3, Ingerfurth, Thomas je 2, Sodomann 1).

Mit einem glücklichen 87:85-Sieg gegen die SpVgg Pfister Rattelsdorf konnte der USC das Abstiegsgespenst end- gültig bannen. Im ISSW stand nun die Frage im Vordergrund, ob der Leader Markus Jochum auch in der kommen- den Saison auf dem Feld wirbeln oder am Spielfeldrand sein Zepter schwingen würde. Im Spiel gegen den Tabel- lenführer der Qualifizierungsrunde war Markus Jochum (16) mit seinen Treffern und seinen Pässen auf Demba M’Bengue (20) wieder eine Bank. Björn Bernard (16) agierte clever und routiniert. Auch Jay Thomas (14) und Olaf Schindler (11) trugen maßgeblich zum Sieg bei (Holm-Hadulla, Ingerfurth je 5).

Ohne den erkrankten Markus Jochum, dafür wie gewohnt mit harten Bandagen wurde das Spiel beim noch nicht ganz gesicherten SV Oberelchingen geführt. Obwohl Fedi Holm-Hadulla (14) den ausgefallenen Leader gut vertrat und Demba M’Bengue (18) erneut stark aufspielte, unterlag der USC dem Gastgeber, der am Rande der Brutalität agierte, mit 70:73 (Schindler, Bernard, Thomas je 10, Sodomann 3, Kaiser, Fahrad je 2, Ingerfurth 1).

Beim TSV Ansbach siegte der USC dagegen ungefährdet mit 91:63. Gegen den zukünftigen Absteiger spielte Fedi Holm-Hadulla (21 – 5/8 Dreier) erneut groß auf. Markus Jochum (20) saß zunächst auf der Bank, brachte später noch mehr Struktur und Sicherheit in das Spiel. Demba M’Bengue (17) und Jay Thomas (15)  sorgten mit ihren spektakulären Dunkings wieder einmal für Glanzlichter (Bernard 10, Ingerfurth 4, Schindler, Sodomann je 2).

Mit 100:75 besiegte der USC auch den ASC Mainz. Es war das Abschiedsspiel Markus Jochums (11 – 3 Dreier) vor eigenem Publikum, da er sich zusammen mit den USC-Verantwortlichen für den Wechsel ins Trainerfach ent- schieden hatte. Dass zusammen mit Demba M’Bengue (23) gerade die jungen Spieler Jay Thomas (18/1), Arne Kaiser (16) und Stefan Ingerfurth (9/3) besonders überzeugten, stimmte für den nun anstehenden Generationen- wechsel optimistisch, zumal mit dem fiebrig erkrankten Fedi Holm-Hadulla ein weiterer Trumpf in der Hinterhand wartete. Markus Jochum zauberte bei seinen Kurzeinsätzen noch einmal, schlug Haken, dribbelte seine Gegner schwindlig und gab traumhafte Pässe (Sodomann 9/1, Bernard 8, Schindler 6).

Mit einem 102:101-Sieg n. V. bei Bayern München konnte sich der USC doch noch den ersehnten 1. Platz der Platzierungsrunde und damit den 8. Platz in der 2. BL Süd sichern. Dafür hatte Manfred Lautenschläger eigens eine Prämie ausgelobt. Dabei waren die Bayern ein durchaus sehr unbequemer Gegner, der dem USC die Punkte nicht überlassen wollte, ihm im Gegenteil kräftig zusetzte. Demba M’Bengue (33) zeigte gegen seinen direkten Gegenspieler Byrne eine Glanzleistung, Markus Jochum (24 – 6 Dreier) demonstrierte zum Karriereende noch einmal seine Klasse. Auch die Youngster Jay Thomas (14) und Fedi Holm-Hadulla (13) empfahlen sich dem zu- künftigen USC-Trainer mit guten Leistungen (Schindler 9, Kaiser 4, Bernard 3, Sodomann 2 – Byrne 17).

Tabellenbild am Ende der Platzierungsrunde der 2. BL Süd in der Saison 99/00

In der Statistik der Platzierungsrunde lagen bei den erzielten Punkten Demba M’Bengue (231, Q 23,1) auf dem 2., Markus Jochum (185/20,6) auf dem 3. Rang.
Bei den Rebounds rangierte Demba M’Bengue (96, 9,6) ebenfalls an 2. Stelle. Bei den Zweiererfolgen führte er klar (93 erzielt – 9,3/Spiel – Trefferquote 56,7 %).
Unangefochten den 1. Rang nahm Markus Jochum bei den Dreiererfolgen und der dabei erzielten Trefferquote (42 – 4,7/Spiel – 59,15 %) ein. Federic Holm-Hadulla konnte sich hier mit einer Trefferquote von 47,4 % auf dem 3. Rang sehr achtbar platzieren.
Auch bei den Assists führte Markus Jochum das Feld deutlich an (48/5,3).

Nach dem unbefriedigenden Verlauf der Hauptrunde gab es mit acht Siegen und zwei Niederlagen in der Platzie- rungsrunde doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Sichtlich war das Team nach dem Trainerwechsel zusam- mengerückt und hatte das zuvor mangelhafte Zusammenspiel zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen deutlich verbessert. Davon konnte nicht zuletzt Demba M’Bengue profitieren, der unter dem Korb nun wesentlich häufiger angespielt wurde. Er hatte sich als enorme Verstärkung erwiesen; ihn galt es zu halten. Die Nachwuchsspieler hatten große Fortschritte gemacht und die etablierten Kräfte ausgezeichnet unterstützt. Jay Thomas und Fedi Holm-Hadulla standen bereits häufig in der Startformation und auf dem Sprung, das Erbe zu übernehmen.

Wie würde das Team in der Saison 2000/2001 ohne den Spieler Markus Jochum aussehen, wie sich präsentieren?

 

Saison 2000/2001

 

8. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2000/2001:
Aufbau: Federic Holm-Hadulla (19, 1,87), Stefan Ingerfurth (20, 1,91), Ashkan Tralau (19, 1,86)
Flügel: Dirk Sodomann (28, 1,91), Jay Thomas (20, 1,93), Stefan Fahrad (20, 1,94), Larry Bratcher (24, 1,97, Bremerhaven), Alexandar Sveljo (25, 2,01, Vojvodina Novi Sad)
Center: Pedrag Pramenko (25, 2,04, Vojvodina Novi Sad), Arne Kaiser (19, 2,04), Christoph Schropp (20, 1,98), Armin Leber (20, 2,00, TSK Bamberg/TSV Breitengüßbach), Igor Kovacevic (28, 2,07, Vojvodina Novi Sad – ab 13. Spieltag)

Abgänge: Markus Jochum (Trainer), Demba M‘Bengue (St. Etienne), Olaf Schindler (1. FC Kaiserslautern), Björn Bernard (Karriereende), Andreas Steckbauer (Ziel unbekannt)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Ansbach, BBC Bayreuth, TSV Breitengüßbach, Eintracht Frankfurt, USC Freiburg, TSV Grünberg, USC Heidelberg, Post/Südstern Karlsruhe, TV Langen, Avitos Lich, BG Ludwigsburg, ASC Mainz, ConSors Nürnberg, SV Oberelchingen, SpVgg Rattelsdorf, WiredMinds Tübingen


Kader des USC für die Spielzeit 2000/2001 in der 2. BL Süd

Markus Jochum wurde nun vom ältesten Spieler zum jüngsten Trainer der 2. BL Süd. Mit seiner enormen Erfahrung als National- und Erstligaspieler und mit der Betreuung sehr erfolgreicher Jugendmannschaften war ihm eine Trai- nerlaufbahn auf hohem Niveau durchaus zuzutrauen. Ihm zur Seite stand als Co-Trainer Andreas Bommer.
In Markus Jochums Fußstapfen als Dirigent auf dem Feld trat nun der erst 19-jährige Federic Holm-Hadulla. Er hatte sein großes Talent in Jugend- und Auswahlmannschaften sowie auch bereits im Bundesligakader des USC längst bewiesen. Doch waren die Fußstapfen sehr groß, stand doch überdies sein als mitunter kritisch und elitär geltender Vorgänger nun am Spielfeldrand.
Leider wurde Demba M’Bengue, der exzellente Center der Vorsaison, nicht gehalten. Für ihn verpflichtete der USC mit Pedrag Pramenko einen Spieler, der sich eigentlich auf der Position des Power Forwards wohlfühlte. Für den ebenfalls abgewanderten Olaf Schindler kam wiederum Alexandar Sveljo, dessen Stammposition die des kleinen Flügels war. Beide sollten also sozusagen eine Position höher spielen. Ob das gut gehen würde?
Das Experiment scheiterte, so dass nach dem 12. Spieltag noch der 2,07 m große Brettcenter Igor Kovacevic nachverpflichtet wurde. Damit konnte der USC nun als Filiale von Vojvodina Novi Sad gelten, hatte er doch gleich drei Spieler des serbischen Zweitligisten in seinen Reihen.
Vom Nord-Zweitligisten Bremerhaven kam auf die Ausländerstelle der Allrounder Larry Bratcher. Er vermittelte den Eindruck eines Spielers mit einem sehr ordentlichen Potenzial, allerdings starken Leistungsschwankungen und mitunter unbesonnenen Aktionen.
Dem schnellen, athletischen und sprungstarken U-20-Nationalspieler Armin Leber, der sämtliche Nachwuchsmann- schaften durchlaufen hatte, war eine gute Rolle im Team zuzutrauen.

Mit einem Altersdurchschnitt von 21,5 Jahren war die notwendige Verjüngung des Teams eindrucksvoll realisiert.

Im Vorfeld der neuen Saison hatte der USC im Pokal beim TV Langen anzutreten. Zu diesem Zeitpunkt waren erst sechs USC-Akteure spielberechtigt. Lange lag der USC deutlich zurück. Dirk Sodomann gelang es schließlich, den gefährlichen Dreierschützen Winbosh zu kontrollieren. Die Ballgewinne Jay Thomas‘ und die glänzend vorgetrage- nen Angriffe Fedi Holm-Hadullas machten aus einem 41:52-Rückstand eine 61:56-Führung, die der USC eisern bis zum 82:71-Sieg verteidigte (Bratcher 17, Holm-Hadulla, Sveljo je 16, Thomas 14, Pramenko 12, Sodomann 7).

Mit einer 65:78-Niederlage bei WiredMinds Tübingen musste der USC am 1. Spieltag der neuen Saison Lehrgeld zahlen. „Den haben wir nie unter Kontrolle gekriegt.“, meinte Markus Jochum zu DeJuan Collins, dem neuen Spielmacher der Gastgeber, der den Unterschied ausmachte. Freilich hatte der USC den Ausfall von Fedi Holm- Hadulla zu verkraften, der früh einen Schlag auf den Oberschenkel erhalten hatte und in der 31. Minute dann auf- geben musste. Er sowie Kapitän Dirk Sodomann und Pedrag Pramenko zählten zu den Aktivposten des USC, während Larry Bratcher durch seine sehr schwache Trefferquote (3/15) auffiel (Pramenko 19, Sodomann, Bratcher je 11, Thomas 7, Sveljo 6, Ingerfurth 5, Holm-Hadulla 3, Kaiser 2, Leber 1).

Zum Heimauftakt gab es einen ungefährdeten 98:69-Sieg gegen den allerdings recht schwachen Aufsteiger TSV Grünberg. Der USC überzeugte insbesondere als Team und übte in der Abwehr einen enormen Druck aus. Larry Bratcher und Armin Leber verdienten sich Bestnoten (Bratcher 23/3 Dreier, Sveljo 15, Holm-Hadulla 13/3, Thomas 11/1, Pramenko 11, Leber 10, Ingerfurth 10/2, Sodomann 3/1, Kaiser 2).

Beim 75:66-Arbeitssieg gegen den TSV Ansbach traten „Die guten und die bösen Geister des USC“ (Joachim Klaehn, RNZ) zu Tage. An Larry Bratcher, der sich immer irgendwo zwischen „Genie und Wahnsinn“ bewegte, ließ sich das Spiel personifizieren. Immerhin hatte Fedi Holm-Hadulla im 3. Viertel eine ganz starke Phase, opferten sich Jay Thomas und Dirk Sodomann in der Defensive gegen Muskelmann Kenneth Austin auf (Sveljo 23, Pramenko 17, Bratcher 10, Holm-Hadulla 8, Thomas 6, Leber 5, Sodomann 4, Ingerfurth 2).

Seine „Schokoladenseite“ (USC-Berichterstatter Claus Ebert) zeigte der USC beim 77:69-Sieg bei der SpVgg Rattelsdorf. Grundlage dieses Erfolgs waren laut Markus Jochum die mannschaftliche Geschlossenheit und die hervorragende Defense. Ihre stärksten Kräfte hatten die ohne den verletzten Alexandar Sveljo angetretenen „Akademiker“ in Fedi Holm-Hadulla, Armin Leber und Kapitän Dirk Sodomann (Holm-Hadulla, Leber je 17, Sodomann 15, Pramenko, Bratcher je 10, Thomas 6, Ingerfurth 2).

Bei der 59:69-Niederlage gegen Avitos Lich zeigte sich der Gast aus dem Herzen der Natur einfach ausgebuffter. Der ohne die verletzten Sveljo und Sodomann angetretene USC ließ gegen den BBL-Absteiger, der mit harten Ban- dagen spielte, am gegnerischen Korb Durchschlagskraft vermissen und zeigte beim Rebound Schwächen. Demba M’Bengue wurde schmerzlich vermisst. Larry Bratcher gab kaum Impulse als Führungsspieler. Armin Leber und Jay Thomas agierten einsatzfreudig und reboundstark, Fedi Holm-Hadulla war gefährlichster Angreifer (Holm-Hadulla 15/4, Pramenko, Bratcher je 13, Thomas 10, Leber 6, Ingerfurth 2).

Der USC-Sieg in der Karnevalshochburg Mainz fiel mit 83:74 knapper aus, als es dem Spielverlauf entsprach, da der Gast angesichts des sicheren Erfolg gegen Ende nicht mehr so konsequent verteidigte und angriff. Bis dahin aber hatte der Gastgeber nichts zu lachen und sah sich durch einen gut aufgelegten Larry Bratcher, Alexandar Sveljo und Fedi Holm-Hadulla gehörig durcheinander gewirbelt. Ebenfalls überzeugten bei den „Akademikern“ Armin Leber und Jay Thomas (Bratcher 24, Sveljo 14, Holm-Hadulla, Pramenko je 12, Leber 9, Thomas 8, Ingerfurth, Sodomann je 2).

Gegen den Mitteldeutschen BC schied der USC in der 3. Pokalrunde mit einer 53:89-Niederlage aus dem Wettbe- werb aus. Ohne seine Kooperationsspieler, die wegen einer unverständlichen Klausel im Pokal nicht spielberechtigt waren, hatte der USC gegen den Erstligisten keine Chance. Erschwerend kam hinzu, dass sich im Spiel gleich drei der sechs Stammspieler verletzten. Dirk Sodomann knickte um und bei Alex Sveljo brach vermutlich eine alte Mus- kelverletzung wieder auf. Larry Bratcher aber schlug beim Versuch, den Ball zu erhechten, unglücklich mit dem Kopf auf, war mehrere Minuten bewusstlos, musste notärztlich versorgt und anschließend in eine Klinik  gebracht werden (Bratcher, Pramenko je 13, Holm-Hadulla 11, Thomas 7, Sveljo 6, Leber 9, Sodomann, Winkler je 2).

Im Liga-Alltag wartete der USC gegen Eintracht Frankfurt mit einer starken Kollektivleistung auf und punktete mit 84:73. Larry Bratcher war wieder einsatzfähig, wurde jedoch bei seinem Kurzauftritt nach einer Tätlichkeit gegen den Frankfurter Spielmacher Taron Trahan disqualifiziert und bestätigte damit einmal mehr seinen Ruf der Unbe- sonnenheit. Bemerkenswert erschien dem RNZ-Chronisten Joachim Klaehn, was Sveljo, Ingerfurth, Holm-Hadulla, Leber, Sodomann, Thomas und Pramenko leisteten. Markus Jochum sah den Schlüssel in der Verteidigung (Sveljo 21, Ingerfurth 16, Holm-Hadulla 14, Leber 10, Thomas, Sodomann je 8, Pramenko 7).

Beim Tabellennachbarn TSV Breitengüßbach unterlag der USC mit 63:76. Larry Bratcher war gesperrt, Alex Sveljo musste nach vier Minuten verletzungsbedingt passen. So fehlten dem USC personelle Alternativen und Entlastung, was sich gegen die zu Hause noch ungeschlagenen Gastgeber verhängnisvoll auswirkte (Pramenko 13, Holm-Hadulla, Leber je 11, Ingerfurth 7, Thomas, Kaiser, Fahrad je 6, Schropp 3).

Auch dem SV Tally Oberelchingen musste sich der USC mit 80:90 beugen. Dabei legte der USC noch immer ohne Larry Bratcher und praktisch auch ohne Alex Sveljo, dessen 8-minütiger Kurzeinsatz erfolglos blieb, wie die Feuer- wehr los und führten in den 7. Minute mit 17:6. Mit z. T. auch unfairen taktischen Mätzchen konnte Trainerfuchs Usamedin diesen Spielfluss nachhaltig irritieren. Zudem war der überragende Gästespieler Marko Radulovic (33 Punkte, Trefferquote 60 %, 5/10 Dreier) nicht mehr zu bremsen, während US-Boy Luckett (27) offenbar Narren- freiheit genoss. Lobenswert war trotz der Niederlage die Leistung der fast durchspielenden Leber,  Pramenko, Holm-Hadulla und Thomas, die beiden letzten gar ohne Ballverlust (Leber 23, Pramenko 22, Holm- Hadulla 18, Thomas 12, Ingerfurth 4, Sodomann 1).

Wieder mit Larry Bratcher und Alex Sveljo, aber mit großen Problemen am Brett präsentierte sich der USC bei der 80:97-Niederlage gegen die BG Ludwigsburg. Harmonie und Selbstsicherheit fehlten sichtlich gegen die überaus erfahrenen Barockstädter, deren Dominanz am Brett zudem eklatant war. Bester USC-Spieler war an diesem Tag Alex Sveljo, während Larry Bratcher einmal mehr enttäuschte (Sveljo 24, Ingerfurth 14, Pramenko 10, Bratcher 9, Leber 7, Tralau 6, Sodomann 5, Thomas 3, Holm-Hadulla 2).

Neuerlich musste sich der USC dem alten Rivalen TV Langen beugen und erlitt bei den Südhessen eine 66:80-Niederlage. Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich in der 33. Minute der bis dahin wieder blasse US-Boy Larry Bratcher am Knie und musste ausscheiden. Bei der anschließenden Pressekonferenz legte Jochen Kühl, TV-Ab- teilungsleiter, durch seine süffisante Frage an Markus Jochum, ob der USC keine Center habe, den Finger in die Wunde. Fedi Holm-Hadulla überzeugte insgesamt, Dirk Sodomann und Jay Thomas zeigten starke Defensivleis- tungen (Holm-Hadulla 22, Sodomann 9, Sveljo, Pramenko, Leber je 8, Bratcher 5, Ingerfurth 4, Thomas 2).

Endlich ein „echter“ Center für den USC: Igor Kovacevic

„Balsam für die USC-Seele“ (Joachim Klaehn, RNZ) gab es zum Neuen Jahr mit einem 62:56-Sieg gegen die BG Karlsruhe. Im „gnadenlosen Fight“ gegen die Fächerstädter gab zudem der endlich verpflichtete Brettcenter Igor Kovacevic seinen Einstand. Seine Leistungen waren ebenso wie die seiner Teamkollegen allerdings recht durch- wachsen. Sichtlich bereitete den Heidelbergern die durch den Neuankömmling ausgelöste teaminterne Verschie- bung noch Umstellungsprobleme. Immerhin gelang dem USC der Kraftakt, im letzten Viertel einen 35:45-Rück- stand noch in einen Sechs-Punkte-Sieg umzumünzen (Pramenko 16, Kovacevic 11, Ingerfurth, Thomas je 8, Bratcher 7, Holm-Hadulla, Sveljo, Sodomann je 4).

Einen klaren 81:57-Sieg konnte der USC im oberfränkischen Bayreuth verbuchen. Dabei glänzte Fedi Holm-Hadulla nicht nur durch eine saubere Aufbauarbeit, sondern stellte zudem das hochgelobte weißrussische Talent Charikov völlig kalt. Stark spielten auch Larry Bratcher, Igor Kovacevic, Dirk Sodomann und Jay Thomas. Der Einsatz des neuen Centers bot seinen Mitspielern Freiräume, die diese nun auch zu nutzen verstanden (Kovacevic, Holm- Hadulla je 15, Thomas 12, Bratcher 11, Sodomann 10, Ingerfurth 7, Pramenko 6, Sveljo 3, Kaiser 2).

Im letzten Spiel der Vorrunde zeigte der USC beim 91:67-Sieg gegen den Namensvetter aus Freiburg glänzende Leistungen. Bestnoten verdienten sich bei den Kurpfälzern die „Jungen Wilden“ Fedi Holm-Hadulla, Jay Thomas und Armin Leber, die ein wahres Basketball-Feuerwerk abbrannten. Auch Stefan Ingerfurth trumpfte im letzten Viertel gewaltig auf, so dass die „Akademiker“ in dieser Phase nochmals 28 Punkte gegen die nun völlig konster- nierten Breisgauer scoren konnten (Thomas 23, Holm-Hadulla 16/4 Dreier, Leber 11/1, Ingerfurth 10/2, Kovacevic 9, Pramenko 8, Sveljo 8/2, Bratcher 6).

Brannte gegen den USC Freiburg ein Angriffsfeuerwerk ab: Fedi Holm-Hadulla, der junge Spielmacher des USC Heidelberg.

Zum Abschluss der Vorrunde nahm der USC Heidelberg in der 2. Bundesliga Süd unter den 16 Teilnehmern mit 16:14 Punkten den 9. Tabellenplatz ein. Dazu verhalfen ihm die Siege in den letzten drei Spielen, die sicher ganz wesentlich durch den nunmehrigen Einsatz eines echten Centers bedingt waren.
Es ist aber zudem anzumerken, dass in diesem Team, das auch mit Igor Kovacevic noch immer den niedrigsten Altersdurchschnitt der Liga aufwies, es gerade die jungen Spieler Fedi Holm-Hadulla, Jay Thomas, Armin Leber und Stefan Ingerfurth waren, die immer wieder durch gute Leistungen aufhorchen ließen. Man musste kein Prophet sein, um dem USC-Team in dieser Zusammensetzung eine große Zukunft zu prognostizieren.

In der internen Korbjägertabelle führte mittlerweile Fedi Holm-Hadulla (195 Punkte, Q 13,6) knapp vor Predag Pramenko (188/12,5). Es folgten Larry Bratcher (129/10,75), Alex Sveljo (126/12,6), Armin Leber (125/8,3) und Jay Thomas (123/8,2).

Tabellenbild der 2. BL Süd in der Saison 2000/2001 nach Abschluss der Vorrunde. Es zeigt u. a., dass der USC mit der stärksten Verteidigung aufwartete.

Gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter WiredMinds Tübingen musste der USC sich beim Rückrundenstart mit 70:82 geschlagen geben. Immerhin aber hatte der USC den Schwaben bis zum dritten Viertel (63:62) Paroli gebo- ten, ehe dann der Einbruch kam. DeJuan Collins war wie im Vorspiel in Tübingen nicht zu bändigen. Doch hatte der USC nach sechs Minuten immerhin den Ausfall von Jay Thomas zu verkraften, der sich eine äußerst schmerzhafte Schulterprellung zugezogen hatte. Überwältigend gut agierte an diesem Tag der USC-Legionär Larry Bratcher und überraschte damit wohl alle im Sportinstitut, wo man ihn so häufig ganz anders gesehen hatte (Bratcher 27 – Zweier 9/10 – Dreier 2/5 – Freiwürfe 3/4, Kovacevic 15, Holm-Hadulla 11, Pramenko 9, Sveljo 7, Sodomann 1).

 

Zeigte im Spiel gegen WiredMinds Tübingen eine sehr gute Partie: Larry Bratcher (USC) im Duell mit DeJuan Collins, Tübingen

Beim TSV Grünberg behielt der USC nach einer tollen zweiten Halbzeit noch klar mit 95:74 die Oberhand. In der ersten Halbzeit tat er sich gegen den unbequemen Aufsteiger noch sehr schwer, so dass es zur Pause 43:43 stand. Indes verlor der USC kurz nach Wiederbeginn nun auch noch den bis dahin vorbildlich kämpfenden Kapitän Dirk Sodomann, der mit Verdacht auf Bänderriss ausschied. Weiterhin fehlten Jay Thomas und wegen einer Sperre zudem auch der Kooperationsspieler Stefan Fahrad. Doch sorgten nach der Pause gleichwohl Fedi Holm-Hadulla, Igor Kovacevic und Predag Pramenko für den schließlich deutlichen Sieg (Holm-Hadulla, Kovacevic je 22, Pramenko 16, Sodomann, Bratcher je 8, Sveljo, Ingerfurth je 7, Leber 3, Schropp 2).

Auch in Ansbach ließ sich der USC nicht überraschen und siegte mit 81:70. Held des Tages war Interims-Kapitän Fedi Holm-Hadulla mit 6/8 Dreiern. Rechtzeitig zur Faschingskampagne kamen die mitgereisten USC-Fans bei der Heimfahrt in närrische Stimmung und sangen zur Melodie „Die Vögel wollten Hochzeit machen“ den Text „Der Fedi haut die Dreier rein, da fällt dem Gegner nichts mehr ein, Fedi-ralala, Fedi-ralala, Fedi-rala-lalala.”. Auch Igor Kovacevic hatte eine sehr solide Leistung geboten (Holm-Hadulla 25, Kovacevic 20, Bratcher 13, Pramenko 10, Leber 7, Thomas 4, Ingerfurth 2).

Gegen die SpVgg Rattelsdorf „verlor der USC (jedoch) den Faden“ (Joachim Klaehn, RNZ) und unterlag knapp mit 69:72. Dabei hatte es zur Pause für die „Akademiker“ mit 39:31 noch recht passabel ausgesehen. Obwohl der USC mit den beiden Aktivposten Armin Leber und Jay Thomas nie aufgab, konnte er den Faden nicht mehr aufnehmen (Bratcher 13, Thomas 12, Kovacevic, Leber je 11, Pramenko, Holm-Hadulla je 8, Sveljo 4, Ingerfurth 2).

Nicht ganz zum Sieg reichte es mit 93:97 auch bei Avitos Lich. In einer abwechslungsreichen und dynamischen Partie zog sich der USC gut aus der Affäre, leistete sich allerdings Schwächen an der Linie und Phasen, in denen wenig zusammenlief. Die besten Noten verdienten sich Igor Kovacevic, Jay Thomas und Fedi Holm-Hadulla, wäh- rend Predag Pramenko sehr blass blieb (Kovacevic 20, Holm-Hadulla 17, Sveljo 14, Thomas 13, Bratcher 12, Ingerfurth 10, Pramenko 4, Leber 3).

Indes fuhr der USC gegen die „Gymnasiasten“ des ASC Theresianum Mainz einen ungefährdeten 78:60-Sieg ein und beseitigte damit letzte Zweifel am Klassenerhalt. Ausschlaggebend für den Sieg der „Akademiker“ war die kompromisslose Defense, aus der Jay Thomas noch herausragte (Markus Jochum: „Einer der besten Verteidiger der Liga.“). Stefan Ingerfurth zeigte eine seiner besten Saisonleistungen (Kovacevic 17, Ingerfurth 15, Bratcher 12, Leber 10, Thomas 9, Holm-Hadulla 6, Sveljo 4, Pramenko, Kaiser je 2, Schropp 1).

 


Sprungwunder Jay Thomas genießt Höhenluft, Center Kovacevic kann nur staunen

In Frankfurt sah sich der USC von den Schiedsrichtern benachteiligt und unterlag mit 74:83. Der USC, der weiterhin Dirk Sodomann und nun auch Jay Thomas zu ersetzen hatte, führte mit 52:47, als eine krasse Fehlentscheidung gegen ihn das Spiel noch kippen ließ. Die starken Gastgeber hatten in ihrem neuen Center Melvin Simon (30 Punk- te) ihren größten Aktivposten, während der USC als Mannschaft imponierte (Pramenko, Ingerfurth je 14, Bratcher 11, Holm-Hadulla, Kovacevic je 10, Sveljo 7, Leber 5, Tralau 3).

Im Spiel zwischen der besten (USC) und der zweitbesten (Breitengüßbach) Abwehr behielt der USC mit 53:48 die Oberhand. Beide Teams schenkten sich nichts, kämpften in der Defense dermaßen leidenschaftlich, dass für den Angriff auf beiden Seiten kaum Raum blieb. Jay Thomas ackerte hinten und verbuchte einen Ballgewinn nach dem anderen, Fedi Holm-Hadulla wurde immer stärker, Armin Leber dunkte spektakulär zum 34:32. Auch mit dem ge- samten „USC Novi Sad“ war Markus Jochum sehr zufrieden. Larry Bratcher hingegen zeigte wieder einmal seine Schattenseite (Holm-Hadulla 13, Pramenko 12, Sveljo 10, Kovacevic 8, Leber 4, Thomas 3, Ingerfurth 2, Bratcher 1).

Früh in Rückstand geriet der USC in Oberelchingen und musste sich dem Gastgeber mit 64:76 beugen. Die Kur- pfälzer fanden nach verschlafenem Beginn keine Möglichkeit mehr, den Rückstand noch aufzuholen, obwohl Fedi Holm-Hadulla (66 % Trefferquote, 5/9 Dreier) zur Höchstform auflief und auch Igor Kovacevic sich im Angriff gut aufgelegt zeigte. Dagegen fand Larry Bratcher nicht ins Spiel (Holm-Hadulla 23, Kovacevic 20, Thomas 7, Leber 6, Sveljo 5, Pramenko 2, Ingerfurth 1).

Beim 73:57-Sieg gegen ConSors Nürnberg „bot der USC die Highlights“ (Claus Ebert, USC-Pressewart). Jay Thomas glänzte mit Ballgewinnen und Rebounds, Larry Bratcher zeigte ansteigende Form und Armin Leber, dem ein Monsterdunk gelang, fügte sich mit guten Leistungen ein. Alle USC-Spieler konnten punkten (Leber 14, Bratcher 13, Kovacevic 11, Pramenko 10, Sveljo 8, Thomas 6, Ingerfurth 5, Holm-Hadulla, Kaiser, Schropp je 2).

Die BG Ludwigsburg setzte sich gegen den USC mit 78:57 durch. Die Abteilung aus Novi Sad, namentlich Center Igor Kovacevic, konnte in der Barockstadt keine Akzente setzen. Früh schied Kovacevic überdies foulbedingt aus. Gute Leistungen zeigten Armin Leber, Stefan Ingerfurth und Larry Bratcher (vorliegende Informationen über erzielte Punkte sind fehlerhaft).

Über eine „Explosion im Sportinstitut“ berichtete RNZ-Chronist Hasso Waldschmidt. Beim 72:63 gegen den alten Rivalen aus Langen fand der USC allerdings erst in der zweiten Halbzeit zu seinem Spiel, führten doch die „Giraf- fen“ zur Pause mit 38:31. Es war der Tag des so häufig zu Recht geschmähten Larry Bratcher, der nicht nur durch seine Punkte begeisterte, sondern auch durch sein spektakuläres Spiel, zahlreiche Steals, Rebounds und einen Monsterblock (Bratcher 23, Leber 15, Ingerfurth 11, Kovacevic 10, Sveljo 4, Holm-Hadulla, Thomas , Pramenko je 3).

Beim Tabellendritten BG Karlsruhe konnte der USC eine Verlängerung erzwingen, unterlag dann aber doch mit 81:87. Neben Larry Bratcher, der erneut solide spielte, waren es wieder die jungen Spieler Fedi Holm-Hadulla, Armin Leber und Stefan Ingerfurth, die das Spiel des USC trugen. Jay Thomas war wegen einer Knieverletzung nicht voll belastbar, Kovacevic und Leber schieden zu Beginn der Verlängerung mit 5 Fouls aus. So fehlten die Alternativen auf den langen Positionen, zumal Pramenko einen sehr schwachen Eindruck hinterließ (Bratcher 21, Leber 18, Ingerfurth 15, Holm-Hadulla 10, Kovacevic 8, Sveljo 6, Kaiser 3).

Im letzten Heimspiel der Saison unterlag der USC dem routinierteren Tabellennachbarn BBC Bayreuth mit 78:80. Die jungen Himmelsstürmer des USC geizten dabei nicht mit waghalsigen Pässen, die jedoch allzu oft bei ihren Mitspielern nicht ankamen. Das Spiel konnte als Fingerzeig auf die Teamzusammensetzung der kommenden Saison interpretiert werden, wurden doch die Legionäre Larry Bratcher und Aleksandar Sveljo kaum, Predag Pramenko nicht mehr eingesetzt. Der sehr zuverlässig spielende Igor Kovacevic, Armin Leber und Fedi Holm- Hadulla waren beim USC die Leistungsträger (Leber 26, Kovacevic 19, Holm-Hadulla 13, Ingerfurth 8, Kaiser 6, Thomas 5, Bratcher 1).

Beim südbadischen Namensvetter Freiburg konnten sich die Kurpfälzer mit 81:80 durchsetzen und so den 8. Tabel- lenplatz sichern. Wieder waren es die „Jungen Wilden“ Armin Leber, Fedi Holm-Hadulla und Stefan Ingerfurth, die sich im Breisgau in hervorragender Verfassung präsentierten. Ihnen stand Larry Bratcher, der damit wohl seinen Ab- schiedgruß hinterließ, nicht nach (Bratcher 21, Leber 17, Holm-Hadulla 14, Pramenko 10, Kovacevic, Ingerfurth je 9, Thomas 1).

Es bleibt festzustellen, dass das ungewollte Experiment mit vier Legionären nicht funktioniert hatte. Es war unge- wollt, weil es einer personellen Fehlkalkulation entsprang, die zum nochmaligen Nachrüsten führte. Auch unter den Legionären fehlte dem Team sichtlich ein Leader, der es führen und stabilisieren konnte. Immerhin war es Markus Jochum gerade angesichts seines Trainerdebuts hoch anzurechnen, dass er trotz der vier Legionäre den jungen Spielern viel Spielzeit einräumte. Dieses Experiment war eindeutig gelungen, hatten sich doch die „Jungen Wilden“ stetig weiterentwickelt, waren z. T. zu echten Leistungsträgern geworden.
Immerhin konnte insoweit die Erlangung des 8. Tabellenplatzes durchaus als Erfolg verbucht werden.

In der internen Korbjägerliste führte Fedi Holm-Hadulla mit 381 Punkten (Q 12,7). Es folgten Larry Bratcher (319/11,8), Predag Pramenko (292/9,7), Armin Leber (282/9,4), Igor Kovacevic (239/13,3), Stefan Ingerfurth (218/7,3), Alex Sveljo (202/8,1), Jay Thomas (190/6,8) und Dirk Sodomann (84/4,9).



Abschlusstabelle der 2. BL Süd nach der Saison 2000/2001

Nach vier Jahren beim USC nahm Kapitän Dirk Sodomann Abschied vom Leistungssport. Der angehende Jurist stand vor dem 2. Staatsexamen, fiel zudem in seiner letzten Saison häufig verletzungsbedingt aus. Sein wohl bestes Spiel im USC-Dress konnte der unermüdliche Kämpfer in der Saison 1997/1998 feiern, als er mit seiner Mannschaft im Hexenkessel in Würzburg beim späteren Aufsteiger sensationell 110:107 siegte. 26 Punkte bei der idealen Trefferquote von 100 % trug Dirk seinerzeit zum Erfolg bei (ein gewisser Dirk Nowitzki musste sich dagegen mit 21 Punkten begnügen). Mit seiner Kampfkraft, seiner Erfahrung, seiner Zuverlässigkeit und nicht zuletzt in sei- ner Rolle als Kapitän hinterließ Dirk Sodomann eine nicht einfach zu schließende Lücke.


Saison 2001/2002


11. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2001/2002:
Nummer 4: Federic Holm-Hadulla (20/1,87), 5: Nikolai Makarow (23/1,88), 6: Stefan Fahrad (21/1,94), 7: Saipele Tuialii (26/2,01), 8: Igor Kovacevic (29/2,07), 9: Vladimir „Kali“ Vladisavljevic (26/1,91), 10: Tobias Stoll (18/1,80), 11: Christian Ast (30/2,02), 12: Yassin Knocke (18/1,81), 13: Stefan Ingerfurth (21/1,91), 14: Christoph Schropp (21/1,98), 15: Armin Leber (20/2,00), Christian Stoll (21/1,85), Jonathan Weber (21/1,84), Rüdiger Tüttenberg (19/2,08)

Abgänge: Dirk Sodomann (Karriereende), Jay Thomas (USA), Arne Kaiser (Studium), Alexandar Sveljo, Pedrag Pramenko, Larry Bratcher (Ziel jeweils unbekannt),

Zugänge: Nikolai Makarow (BG Karlsruhe), Christian Ast (SSV Ulm), Vladimir „Kali“ Vladisavljevic (Zastava/2. jugosl. Liga), Saipele Tuialii (1. mexik. Liga)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Ansbach, BBC Bayreuth, TSV Breitengüßbach, TSV Crailsheim, Eintracht Frankfurt, USC Freiburg, USC Heidelberg, TuS Jena, BG Karlsruhe, TV Langen, Avitos Lich, BG NWS Ludwigsburg, rce Falke Nürnberg, SV Oberelchingen, SpVgg Rattelsdorf, ratiopharm Ulm

Die Spielstätte des USC war nun wieder die größere und modernere Halle des Olympiastützpunkts (OSP) unweit der alten ISSW-Halle. Das Trainergespann des Vorjahres blieb dem USC erhalten. Nicht unerwartet wurden die Kontrakte mit Alexandar Sveljo, Pedrag Pramenko und Larry Bratcher nicht verlängert. Überraschend meldete sich aber Jay Thomas zur University of Central Washington ab, wo er studieren und sich basketballerisch weiterent- wickeln wollte. Auch mit Arne Kaiser, der sich jedoch nun auf sein Studium konzentrieren wollte, hatte der USC weiter gerechnet.
Die Neuzugänge waren hoch einzuschätzen: Nikolai Makarow galt als gefährlicher Distanzschütze. Christian Ast brachte viel Erstliga- und Auslandserfahrung mit, kam zudem aus der Region, hatte bei der KuSG Leimen das

USC-Aufgebot für die Saison 2001/2002 in der 2. BL Süd

Basketballspiel erlernt. Vladimir „Kali“ Vladisavljevic war ein schneller und sicherer Schütze. Saipele Tuialii, der US- Boy mit dem finnisch klingenden Namen, war sprung- und reboundstark.
So schien das Team gut gerüstet in die neue Saison zu gehen. Markus Jochum erwartete von ihm einen Platz un- ter den ersten fünf Mannschaften, während Manfred Lautenschläger es gar auf einem Medaillenrang sah.
Nachfolger Dirk Sodomanns als Kapitän wurde Federic Holm-Hadulla, der „dienstälteste“ USC-Spieler. Keine leichte Aufgabe für das erst 20-jährige Talent auf der Aufbauposition.

Eine ehrenvolle Berufung in die A 2-Nationalmannschaft erhielt unterdessen Stefan Ingerfurth. Mit ihr sollte er die deutschen Farben bei der Universiade in Peking vertreten. Zuvor hatte der ehemalige Leimener bereits bis zur U 20 alle Auswahlmannschaften durchlaufen.

Hohe Auszeichnung für Stefan Ingerfurth – im Vordergrund sein Mannschaftskollege „Sai“ Tuialii

In der „Pre-Saison“ konnte der USC durch klare Siege beim Leimener Basketball-Turnier überzeugen. Auch die Kür Pokalspiel bewältigte der USC mit einem 94:68-Erfolg beim Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt sehr deutlich. Vor allem die Neuzugänge zeigten in diesem Spiel, was der USC an ihnen hatte. Mit gutem Teamplay und hohem Tem- po ließen die „Akademiker“ dem Gastgeber keine Chance (Tuialii 19, Vladisavljevic, Ast je 18, Kovacevic 10, Holm- Hadulla, Ingerfurth je 8, Leber 6, Makarow 5, Weber 2).

Beim Topfavoriten BG Ludwigsburg unterlag der USC im ersten Pflichtspiel nicht ganz unerwartet mit 78:90. Die Kurpfälzer hielten das Spiel in einer hochklassigen Begegnung bis zur 35. Minute offen und mussten sich erst dann dem enormen Druck der Barockstädter beugen. Fedi Holm-Hadulla, Christian Ast, „Kali“ Vladisavljevic und Nikolai Makarow ragten aus einem guten USC-Team noch heraus (Makarow 15, Ast 14, Holm-Hadulla, Tuialii je 11, Vladisavljevic 9, Kovacevic, Leber je 6, Ingerfurth 4, Fahrad 2).

Die Heimpremiere in der frisch renovierten Halle des OSP gelang mit 80:59 gegen den TSV Ansbach problemlos. In der 1971 eröffneten Sportstätte tat sich der USC gegen die Zone der Franken zunächst schwer. Im zweiten Viertel fanden die Hausherren über eine 2-3-Zone ins Spiel, gingen deutlich aggressiver zu Werke und fanden so auch im Angriff zu mehr Sicherheit. Auffälligster USC-Akteur war Flügel „Kali“ Vladisavljevic, „Sai“ Tuialii hatte mit 13 Re- bounds die Lufthoheit inne, Stefan Ingerfurth, neues Mitglied des A 2-Nationalteams, setzte wichtige Impulse, Fedi Holm-Hadulla kontrollierte Spiel und Tempo, Nikolai Makarow erzielte wichtige Dreier (Vladisavljevic 19, Ingerfurth 15, Tuialii 13, Makarow 12, Holm-Hadulla 10, Ast 5, Kovacevic 4, Leber 2).

 

Hatte gegen den TSV Ansbach die Lufthoheit inne: „Sai“ Tuialii

Ernüchternd war die 74:82-Heimniederlage gegen den Namensvetter aus Freiburg. In einem zerfahrenen Spiel mit auf beiden Seiten wilden Aktionen behielten am Ende die Gäste aus dem Breisgau verdient die Oberhand. Zu leichtfertig hatten die Kurpfälzer in mehreren Spielphasen agiert und den Gegner förmlich aufgebaut. Igor Kovacevic lieferte für die Hausherren ein solides Spiel. Im erweiterten Freiburger Aufgebot stand ein für die Positionen 4 und 5 ein gewisser Björn Schoo, der sich Jahre später in Heidelberg noch bekannt machen sollte, in diesem Spiel aber nicht eingesetzt wurde (Kovacevic 20, Ast 13, Vladisavljevic, Tuialii je 13, Holm-Hadulla 12, Makarow 2,  Ingerfurth 1).

Ein deutlicher 91:75-Pokalerfolg gelang dem USC beim Liga-Neuling TuS Jena. Aus einem homogenen Team rag- ten beim USC Christian Ast, „Kali“ Vladisavljevic und Igor Kovacevic noch heraus (Vladisavljevic 19, Ast 18, Tuialii 17, Kovacevic 15, Makarow 10, Leber 9, Ingerfurth 3).

Im Liga-Alltag unterlag der USC bei der Frankfurter Eintracht dagegen mit 64:66. Trotz des Pokalerfolgs in Jena trat der USC am Main ohne Selbstvertrauen an, vergab selbst leichte Korbleger und erzielte mit 10/19 zudem eine mi- serable Freiwurfquote. Es siegte endlich die glücklichere Mannschaft. Niko Makarow und vor allem Christian Ast hatten beim USC noch die beste Leistung geboten (Ast 18, Vladisavljevic 17, Tuialii 9, Makarow 8,  Kovacevic 7, Holm-Hadulla 3, Ingerfurth 2).

Auch gegen rce Falke Nürnberg musste der USC eine 61:67-Niederlage hinnehmen. Zusätzlich schockierte Gäste- coach Stefan Harlander den Gastgeber in der anschließenden Pressekonferenz mit der Bemerkung, für sein Team sei der Klassenerhalt nahezu unmöglich zu schaffen. Den „Akademikern“ stellte er damit indirekt ein vernichtendes Zeugnis aus. Denn wie sollte der Klassenerhalt dann erst für den unterlegenen USC erreichbar sein, der in eigener Halle ohne Schneid, Kampfgeist und Linie aufgetreten war? Ausschlaggebend und zugleich symptomatisch war die Verteilung der Rebounds: USC 21 (offensiv 2), Nürnberg 38 (19!). Beim USC fühlte sich für die Abpraller offenbar einzig Sai Tuialii zuständig (Vladisavljevic 25, Tuialii 14, Kovacevic 9, Holm-Hadulla, Makarow je 4,  Ast, Ingerfurth je 2, Leber 1).

Beim Liga-Neuling TuS Jena ließ der USC mit 83:90 die Punkte. Hatte er noch drei Wochen zuvor an gleicher Stel- le im Pokal deutlich dominiert, musste er sich nun dem inzwischen verstärkten Gastgeber beugen. Doch gab es beim USC gegenüber den vorherigen Spielen deutliche Fortschritte zu verzeichnen. In einer hochklassigen Begeg- nung zeigte Sai Tuialii endlich, weshalb er in der letzten Saison zu den Topscorern der 1. mexikanischen Liga ge- hört hatte. Auch Igor Kovacevic, „Kali“ Vladisavljevic und Christian Ast gefielen. Schwachpunkt beim USC war der „Back-Court“, der mit 5:53 eklatant unterlag (Tuialii 26, Kovacevic, Ast je 16, Vladisavljevic 15, Leber 5, Holm- Hadulla 3, Makarow 2).

„Kali“ Vladisavljevic in Aktion, beobachtet von Stefan Ingerfurth

Erleichterung zeigte sich beim 108:94-Sieg gegen ratiopharm Ulm. „Kali“ Vladisavljevic, Sai Tuialii und Christian Ast waren auffälligste USC-Spieler.  Auch Fedi Holm-Hadulla, Armin Leber und Stefan Fahrad wussten wichtige Akzen- te zu setzen. In der nach klarer Führung (3. Viertel 80:68) doch noch engen Schlussphase (34. Minute 82:79) be- hielt das USC-Team um den Ex-Ulmer Christian Ast kühlen Kopf. Der alles überragende Werfer der Gäste, Ryan Jones, fand bei seinen Mitspielern zu wenig Unterstützung (Vladisavljevic 31, Tuialii 19, Ast 18, Kovacevic, Leber je 11, Holm-Hadulla, Fahrad je 9 – Jones 40, Maaßmann 19).

In Rattelsdorf spielte der USC befreit auf und konnte einen 106:55-Kantersieg feiern. Freilich präsentierten sich die verletzungsgeschwächten Gastgeber in katastrophal schwacher Verfassung und sollten einen schweren Stand im Kampf um den Klassenerhalt haben. Aus dem homogenen USC-Team ragten Tuialii, Vladisavljevic, Holm-Hadulla und Kovacevic noch heraus. Die „Akademiker“ legten in der Abtenberghalle keine Kunstpausen ein, sondern mach- ten über 40 Minuten gehörig Dampf und räumten allen Akteuren reichlich Spielzeit ein (Tuialii 22, Kovacevic 16, Ast, Holm-Hadulla, Leber je 12, Vladisavljevic, Ingerfurth je 10, Makarow 8, Schropp 4).

„Ohne Denker und Lenker“ (Joachim Klaehn, RNZ) unterlag der USC dem Aufsteiger Crailsheimer „Merlins“ mit 85:89. Zu viele Freiräume hatten die USC-Akteure den „Zauberern“ in der eigenen Zone eingeräumt. Zudem war die Freiwurfausbeute mit einer Quote von 62 % durchaus steigerungsfähig. Aktivposten waren beim USC Sai Tuialii, „Kali“ Vladisavljevic und Niko Makarow, während Center Igor Kovacevic erschreckend schwach war (Tuialii 22, Vladisavljevic 17, Makarow 15, Ast 10, Holm-Hadulla 9, Ingerfurth 4, Kovacevic, Leber je 3, Fahrad 2).

Beim Tabellenzweiten BBC Bayreuth kam der USC im dritten Viertel unter die Räder und unterlag mit 78:96. Dabei hatte der USC bis zur Halbzeit (44:43 für den Gastgeber) noch gut mitgehalten. In der Festspielstadt zeigten sich „Kali“ Vladisavljevic und insbesondere im zweiten Viertel Stefan Fahrad, Armin Leber und Niko Makarow in anspre- chender Form, während der Back-Court einmal mehr zu unerfahren wirkte. Eklatant war mit 27:42 erneut die Re- bound-Unterlegenheit (Vladisavljevic 21, Tuialii 12, Makarow 10, Leber, Fahrad je 9, Ast 7, Holm-Hadulla 6, Kovacevic 4).

In einer bis zum Schluss spannenden Begegnung konnte sich der USC gegen die favorisierten Gäste aus dem fränkischen Breitengüßbach mit 87:81 durchsetzen. Nach einer 40:35-Halbzeitführung geriet der USC bis zur 26. Minute mit 43:48 ins Hintertreffen, bevor er mit guten Nerven und viel Kampfgeist das Spiel wieder drehte. Bestno- ten verdienten sich beim USC Sai Tuialii, Fedi Holm-Hadulla, Christian Ast und Armin Leber (Tuialii 23, Ast, Holm- Hadulla je 16, Leber 14, Kovacevic 11, Vladisavljevic 3, Makarow, Fahrad je 2).

In Langen holte sich der USC die übliche Niederlage ab. Beim 84:87 wirkte der USC über weite Strecken als die reifere und talentiertere Mannschaft, verspielte jedoch durch leichtfertige Ballverluste und Kontertreffer der erfolgs- hungrigen Hessen den Vorsprung, anstatt ihn auszubauen. Das Spiel kippte im dritten Viertel, als der Gastgeber einen 41:49-Rückstand (23. Minute) in eine 60:55-Führung (30. Minute) ummünzen konnte. Armin Leber zeigte einen starken Aufwärtstrend. Auch Sai Tuialii bot gute Leistungen, wurde aber im Schlussviertel mehrfach gut postiert von seinen Mitspielern übersehen (Leber 20, Tuialii 14, Ast 12, Holm-Hadulla, Kovacevic je 9, Vladisavljevic 8, Makarow 7, Ingerfurth 5).

Aus dem Pokalwettbewerb schied der USC mit einer 66:74-Niederlage bei den Ulmer Spatzen aus und konnte sich nun voll dem Ligageschehen widmen. Den Beginn beider Halbzeiten verschliefen die „Akademiker“, leisteten sich zudem einen Blackout, der die eigene 42:40-Führung (28. Minute) in einen 46:57-Rückstand (35.) verwandelte (Tuialii 17, Makarow 15, Vladisavljevic 13, Kovacevic 10, Holm-Hadulla 7, Leber, Ast je 2).

Gegen Avitos Lich gab es mit 82:72 dagegen wieder einmal ein Erfolgserlebnis für die USC-Mannen. Nach gutem Beginn entwickelte sich bis zur Halbzeitpause (33:36) ein zerfahrenes Spiel der Kurpfälzer. Doch dann „gab Federic Holm-Hadulla auf USC-Seiten die Initialzündung, der wie Phönix aus der Asche emporstieg und urplötzlich mit Dampf durch die Licher Reihen spazierte“ (Joachim Klaehn, RNZ). Auch Niko Makarow setzte starke Impulse, während die drei Legionäre immer mehr abtauchten (Holm-Hadulla, Tuialii je 17, Ast 13, Makarow 12, Vladisavljevic 10, Leber 7, Kovacevic 6).

In Karlsruhe setzte der USC die Trendwende fort und siegte mit 89:78. Mit einer fast fehlerfreien Leistung war Auf- bauspieler Fedi Holm-Hadulla in der Europahalle der Matchwinner. Neben ihm übernahmen allerdings mit Sai Tuialii, Christian Ast und Igor Kovacevic auch weitere Spieler Verantwortung, was den Kurpfälzern zu einem kompakten Mannschaftsspiel verhalf. Selbst als die Fächerstädter kurz nach der Halbzeit  erstmals in Führung gingen, spielten die USC-Akteure mit kühlem Kopf weiter. 1200 Zuschauer sahen einen selbstbewussten USC, der auch an der Freiwurflinie mit 23/23 keine Schwächen zeigte. Rechtzeitig zu Weihnachten machten damit die USC-Cracks ihrem Coach und nicht zuletzt sich selbst ein schönes Geschenk (Holm-Hadulla 27, Ast 19, Tuialii 18, Kovacevic 15, Makarow, Vladisavljevic je 4, Leber 2).

Gegen den Tabellenletzten SV Oberelchingen kam der USC nur langsam in Fahrt, siegte dann aber klar mit 86:52. Immerhin zeigten die „Akademiker“ über den gesamten Spielverlauf eine gute Defensive, so dass der Gast nur mit Mühe über 50 Punkte hinauskam. Sai Tuialii beherrschte beide Körbe, Fedi Holm-Hadulla und Stefan Ingerfurth glänzten durch präzise Pässe, „Kali“ Vladisavljevic vollstreckte sicher. Auch ohne Christian Ast (Grippe) und Niko Makarow (Bänderdehnung) und den zur Halbzeit verletzungsbedingt ausgeschiedenen Armin Leber agierte der USC hoch überlegen, versäumte allerdings ein noch deutlicheres Endergebnis (Tuialii 22, Vladisavljevic 15, Holm-Hadulla 13, Fahrad 12, Kovacevic 10, Schropp 6, Leber 5, Ingerfurth 3).

Zum Ende der Vorrunde belegte der USC unter 16 Teams den 10. Tabellenplatz, der nicht ganz den vorherigen Er- wartungen entsprach. Immerhin konnte er zuletzt mit erstmals drei Siegen in Folge seine Situation deutlich ver- bessern. Zu berücksichtigen war, dass einige Vereine erst 14 (Nürnberg gar erst 13) Spiele absolviert hatten.

Tabellensituation nach Abschluss der Vorrunde in der Saison 2001/2002

Gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter BG Ludwigsburg kassierte der USC zum Auftakt der Rückrunde eine deutliche 85:102-Niederlage. Gegen die mit einer Klassemannschaft antretenden Barockstädter reichten auch Armin Lebers großes Spiel, die blitzgescheiten Pässe Fedi Holm-Hadullas, das couragierte Spiel Sai Tuialiis und der energische Auftritt Igor Kovacevics unter dem Korb nicht aus, obwohl die Kurpfälzer insgesamt großen Einsatz und Reboundstärke zeigten (Leber 28, Tuialii 20, Kovacevic 10, Vladisavljevic 9, Holm-Hadulla, Fahrad je 8, Ast 2).

Im mittelfränkischen Amtsstädtchen Ansbach ging der USC trotz einer hervorragenden Leistung Armin Lebers mit 89:102 unter. Mehrfach hatte der USC mit 11 Punkten geführt, zuletzt in der 24. Minute, diesen Vorsprung in drei Minuten eingebüßt, war dann in der Schlussphase gegen die hochkarätig besetzten Franken völlig eingebrochen. Sai Tuialii scorte zwar sicher, hatte aber zu viele Ballverluste (Leber 35, Tuialii 22, Vladisavljevic 11, Holm-Hadulla 10,  Kovacevic 6, Ingerfurth 3, Ast 2).

Die dritte Niederlage in Folge musste der USC mit 75:96 in Freiburg hinnehmen. Außer Fedi Holm-Hadulla, mit Abstrichen Armin Leber und Igor Kovacevic fehlte dem Kurpfälzer USC beim Breisgauer Namensvetter der Biss. Letztere konnten mit einer Trefferquote von 56 % (50 % Dreier) gegenüber 39 % (21 %) beim Gast aufwarten, was den klaren Sieg hinreichend erklärt (Holm-Hadulla 15,  Leber 14, Tuialii, Vladisavljevic je 11, Kovacevic 10, Ast 7, Makarow 5, Schropp 2).

„Mit 111:64 demütigten Heidelbergs launische Zweitliga-Korbjäger Frankfurter Zocker-Truppe“, berichtete Joachim Klaehn, RNZ, über den 19. Spieltag. Beim USC wirkte erstmals der vom bosnischen A-Ligisten KK Brcko gewech- selte Aufbauspieler Vedran Vukotic als Testspieler mit. Seine Verpflichtung bis zum Saisonende sollte zur Stabi- lisierung im Hinblick auf den Klassenerhalt überlegt werden. Der Linkshänder bewies ein gutes Auge, überzeugte hinsichtlich seiner technischen Fähigkeiten und integrierte sich ordentlich. Seinen neuen Mitspielern aber schien er Beine zu machen, da sie den gewiss nicht schlecht besetzten Gast vom Main förmlich an die Wand spielten. Auf- fälligste USC-Protagonisten waren Fedi Holm-Hadulla, Armin Leber, „Kali“ Vladisavljevic und mit Abstrichen Sai Tuialii (Leber 22, Vladisavljevic 19, Holm-Hadulla 17, Tuialii 14, Kovacevic, Ast, Vukotic je 8, Makarow 6, Ingerfurth 5, Fahrad 4).

Etwas Luft verschaffte sich der USC mit einem 62:56-Erfolg in Nürnberg. Gegenüber dem verlorenen Heimspiel zeigte der USC an der Noris einen beachtlichen Kampfgeist. Fedi Holm-Hadulla verteidigte über die gesamte Spielzeit gegen einen der besten Aufbauspieler der Liga, Marcel Tenter (Quote: 7/28!). Igor Kovacevic, Sai Tuialii und Christian Ast hielten sich gegen die starken Nürnberger Center beachtlich. Armin Leber spielte in der 1. Halb- zeit überragend. Mit 22 Ballverlusten gegenüber 10 der Gastgeber machte es sich der USC in diesem kampfbe- tonten Spiel allerdings unnötig schwer (Leber 14, Tuialii 13, Vladisavljevic 12, Kovacevic, Vukotic je 8, Holm-Hadulla 4, Ast 3).

In Ulm war die Hürde mit 73:87 zu hoch. Ausschlaggebend für den letztlich ungefährdeten Sieg der „Spatzen“ war die mit 54 % wesentlich bessere Trefferquote gegenüber den 42 % der Gäste. Beim USC fehlten Harmonie und Zusammenhang (Tuialii 17, Leber 14, Holm-Hadulla, Vukotic je 8, Kovacevic 7, Vladisavljevic 6, Ast, Makarow je 4, Fahrad 3, Ingerfurth 2).

Den Pflichtsieg über den abstiegsbedrohten Gast aus Rattelsdorf erledigte der USC mit 96:58 standesgemäß. Der Gastgeber zeigte auch ohne den verletzten Armin Leber keine Schwächen und dominierte die Oberfranken nach Belieben (Vladisavljevic 23, Vukotic 14, Tuialii 11, Kovacevic, Ast je 10, Makarow, Fahrad je 9, Holm-Hadulla 6, Ingerfurth 4).

Beim Aufsteiger Crailsheim blamierte sich der USC nach der Heimniederlage in der Vorrunde erneut mit 74:85. Gegen die Merlins überzeugten lediglich Fedi Holm-Hadulla mit einer untadeligen Leistung und mit gewissen Ab- strichen „Kali“ Vladisavljevic. Die Neckarstädter mussten das Spiel ohne den knieverletzten Stefan Fahrad und mit den angeschlagenen Armin Leber und Vedran Vukotic antreten (Holm-Hadulla 22, Vladisavljevic 20, Tuialii 18, Leber 8, Ast, Makarow je 2, Kovacevic, Ingerfurth je 1).

Im OSP hatte der USC den Tabellenzweiten BBC Bayreuth mit 78:82 am Rand einer Niederlage. Dem Gastgeber fehlte in einer kampfbetonten und abwechslungsreichen Partie zum Erfolg letztlich etwas Fortune (Tuialii 20, Ingerfurth 12, Holm-Hadulla, Kovacevic, Leber je 11, Ast 5, Vladisavljevic 4, Schropp, Tüttenberg je 2).

Auch in Breitengüßbach gab es für den USC eine 61:69-Niederlage. Leistungsträger der Kurpfälzer, die ohne die verletzten Sai Tuialii und Vedran Vukotic auskommen mussten, waren die Youngsters Fedi Holm-Hadulla, Stefan Ingerfurth und Christoph Schropp. Sie fanden in ihren Mitspielern zu geringe Unterstützung (Holm-Hadulla 19, Schropp 14, Ingerfurth 13, Leber 6, Makarow 4, Kovacevic 3, Vladisavljevic 2).

„Der USC „verzockt“ alles in zwei Minuten“, vermeldete Joachim Klaehn nach der 76:79-Niederlage gegen den ewi- gen Rivalen TV Langen in der heimischen Gazette RNZ. Dabei zeigten sich die Gäste durchaus nicht als Über- mannschaft. Freilich musste der USC mit dem verletzten Sai Tuialii auf seinen besten Scorer und Rebounder verzichten. Beim Gastgeber waren in der sehr engagiert geführten Partie Armin Leber, Fedi Holm-Hadulla und Igor Kovacevic die stärksten Akteure (Leber 19, Holm-Hadulla 17, Kovacevic 15, Vladisavljevic 10, Makarow 7, Ingerfurth, Schropp je 4).

Das Abstiegsgespenst verjagen konnte der USC mit dem 89:65 gegen TuS Jena. Der Schlüssel zum Erfolg gegen die Gäste von der Saale war die gute Verteidigung und der Druck auf den gegnerischen Aufbau. Beide Seiten hatten verletzte Spieler zu ersetzen, was dem USC sichtlich besser gelang. Kapitän Fedi Holm-Hadulla sorgte für Ruhe und Sicherheit, „Kali“ Vladisavljevic zeigte sich endlich wieder als Vollstrecker wie zum Rundenbeginn, Vedran Vukotic setzte viele konstruktive Elemente (Vladisavljevic 25, Holm-Hadulla 13, Vukotic 12, Leber 11, Kovacevic, Ingerfurth je 8, Ast 7, Schropp 5).

Indessen jährte sich zum 25. Mal die Erringung der neunten deutschen Meisterschaft des USC. Am 26. März 1977 besiegte der USC in einem leidenschaftlich geführten „Quasi-Endspiel“ den SSV Hagen mit 90:77 (39:36) und konn- te damit den Vorsprung vor seinem Rivalen TuS 04 Leverkusen sichern. „In dieser Neunten steckt Musik“ titelte sei- nerzeit RNZ-Berichterstatter Winfried Eller metaphorisch in seiner Postille. Protagonisten dieses letzten großen USC-Erfolgs tragen noch heute bekannte Namen wie „Didi“ Keller, Hans Riefling, Harry Rupp, Wolfgang Fengler, Rainer Frontzek, Hans Niklas, Hershel Lewis.

Im Liga-Alltag konnte der USC die Punkte aus dem Herzen der Natur in Lich mit 64:63 entführen. Das Spiel war während der gesamten Dauer heftig umkämpft, so dass sich keine Mannschaft nennenswert absetzen konnte. Die Gäste aus der Kurpfalz boten eine grundsolide Defense-Arbeit, die den hessischen Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung ließ. Fedi Holm-Hadulla erzwang die Entscheidung, indem er kurz vor Schluss beim Stand von 63:62 für Lich entschlossen zum Korb zog und den Ball 1,6 Sekunden vor dem Ende der Partie zum 64:63-Sieg des USC in die Reuse legte. Fedi Holm-Hadulla war auch neben Igor Kovacevic auffälligster Akteur der „Akademiker“ (Holm-Hadulla 15, Kovacevic 13, Leber, Ast je 9, Vukotic 8, Ingerfurth 6, Vladisavljevic 4).

Im letzten Saison-Heimspiel unterlagen die launischen „Akademiker“ gegen die BG Karlsruhe mit 73:84. Dabei hatte der USC den Gast aus der Fächerstadt in drei Vierteln klar beherrscht. In das letzte Viertel ging er mit einer 6-Punkte-Führung, musste aber dann ein 12:29-Debakel hinnehmen, so dass die BG mit dem Endergebnis ihre höchste Führung verzeichnete. Die Abwehr hatte über 30 Minuten hervorragend funktioniert, im Schlussviertel aber dann völlig versagt (Kovacevic 12, Leber, Ingerfurth, Vukotic je 11, Ast 10, Holm-Hadulla 9, Vladisavljevic 6, Fahrad 3).

Im letzten Saisonspiel verabschiedete sich der USC mit einem standesgemäßen 114:68-Erfolg beim Absteiger SV Oberelchingen und sicherte sich damit noch den 11. Tabellenplatz. Trainer Markus Jochum konnte in der sehr ein- seitig verlaufenden Partie nach Belieben durchwechseln. Bände sprach die Gesamttrefferquote von 72 % (Dreier 45 %) auf Seiten der Kurpfälzer. Niko Makarow, während der Saison häufig abgetaucht, hatte seinen großen Tag und erzielte allein sieben Dreier (Quote 7/11). Auch Stefan Fahrad konnte sich nachdrücklich für die neue Saison empfehlen (Makarow 31, Fahrad 20, Holm-Hadulla, Leber, Kovacevic, Schropp je 10, Vladisavljevic 8, Ingerfurth 7, Ast 6,Vukotic 2).

Abschluss-Spieltag und -Tabelle der Saison 2001/2002 in der 2. BL Süd

In der internen Korbjägertabelle sicherte sich Sai Tuialii mit 401 Punkten den 1. Rang (Quote bereinigt 16,7). Es folgten „Kali“ Vladisavljevic (390/13,0), Fedi Holm-Hadulla (345/11,9), Armin Leber (309/10,7), Igor Kovacevic (278/9,3), Christian Ast (250/8,9), Nikolaus Makarow (167/6,7) und Stefan Ingerfurth (122/4,1).

Es war nicht zu leugnen, dass der USC das zuvor formulierte Saisonziel jeglicher Lesart (Markus Jochum: „Unter den ersten Fünf“, Manfred Lautenschläger: „Medaillenrang“) deutlich verfehlt hatte. Allerdings mussten die „Akade- miker“ in den letzten sechs Saisonspielen ohne ihren besten Scorer und Rebounder Saipele Tuialii auskommen, was wohl einige Siege gekostet haben dürfte. Unverkennbar war auch, dass „Kali“ Vladisavljevic nach starkem Saisonbeginn später deutlich nachgelassen hatte, Igor Kovacevic gegenüber der Vorsaison ebenfalls schwächer geworden war. Die Verpflichtung gleichwertiger „Legionäre“ hatte sich für den USC wiederum nicht ausgezahlt. Wie in der Vorsaison wurde ein Teamleader, der selbst der grundsolide Sai Tuialii nicht war, schmerzlich vermisst. Auch Fedi Holm-Hadulla konnte diese Leaderrolle (noch) nicht übernehmen, obwohl er sein großes Talent erneut bewie- sen und sich in nahezu allen Bereichen (Trefferquote, Assists, Ballverluste) gegenüber der Vorsaison verbessert hatte. Gerade ihn verglich man aber gerne mit Aufbauspielern wie Markus Jochum oder Harry Rupp in der Blüte ihrer Basketball-Jahre, was ihm nicht gerecht wurde. Der „größte Heidelberger Pädagoge“ (Joachim Klaehn, RNZ) Didi Keller stellte bereits vor Jahresfrist fest, dass weniger gute Legionäre den eigenen Nachwuchsspielern mehr Spielzeit und damit günstigere Entwicklungsmöglichkeiten ließen. Diese konnten insbesondere Armin Leber und Stefan Fahrrad, die sich stark in den Vordergrund geschoben hatten, gut nutzen; mit ihnen war künftig noch mehr zu rechnen. Auch Stefan Ingerfurth hatte seine Ligatauglichkeit bewiesen. Gerade er war aber unverkennbar der Hauptleidtragende der fragwürdigen Nachverpflichtung Vedran Vukotics, die ihn Spielzeit kostete.


Saison 2002/2003


7. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2002/2003:
Nummer 4: Erik Dordal (22/1,89), 5: Nikolai Makarow (24/1,88), 6: Janis Heindel (18/1,98), 7: Travarus „Tee“ Bennett (22/2,02), 8: Stefan Fahrad (22/1,94), 9: Michael Held (23/1,93), 10: Jonathan Weber (22/1,86), 11: Sandro Levedag (17/1,91), 12: Rico Pires (17/1,80), 13: Jürgen Maaßmann (26/2,04 – Kapitän), 14: Christian Birkenfeld (24/2,04), 15: Armin Leber (21/2,00)

Das USC-Aufgebot für die Saison 2002/2003 in der 2. BL Süd

Abgänge: Federic Holm-Hadulla (California State Fullerton College), Stefan Ingerfurth, Christian Stoll (beide KuSG Leimen), Christian Ast (1. FC Kaiserslautern), Saipele Tuialii, Igor Kovacevic, Vladimir „Kali“ Vladisavljevic, Vedran Vukotic, Rüdiger Tüttenberg (Ziel jeweils unbekannt)

Zugänge: Erik Dordal (Pacific Lutheran University), Travarus „Tee“ Bennett (University of Minnesota), Jürgen Maaßmann (ratiopharm Ulm), Christian Birkenfeld (BG Göttingen), Michael Held (KuSG Leimen), Janis Heindel, Rico Pires, Sandro Levedag (alle eigene Jugend)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Ansbach, BBC Bayreuth, TSV Tröster Breitengüßbach, BV TU Chemnitz, TSV Crailsheim, Eintracht Frank- furt, USC Freiburg, USC Heidelberg, TuS Jena, 1. FC Kaiserslautern, BG Karlsruhe, TV Langen, KuSG Leimen, Avitos Lich, rce Falke Nürnberg, SV 03 Tübingen, ratiopharm Ulm

Erwartungsgemäß machte Markus Jochum als Trainer weiter. Auf die Dienste seines bisherigen Co-Trainers muss- te er aber verzichten. Andreas Bommer war mit seinem Stammverein KuSG Leimen etwas unerwartet von der Re- gionalliga in die 2. BL Süd aufgestiegen. Unerwartet kam der Aufstieg u. a. deswegen, weil es eine Kooperation zwischen dem USC und der KuSG auf der Grundlage deren RL-Zugehörigkeit gab. Zudem hatte die KuSG als RL- Meister den Lizenzantrag für die 2. BL Süd nicht rechtzeitig gestellt, sich aber die Zugehörigkeit später auf juris- tischem Weg erstritten. Nun waren also der USC und die KuSG (wieder einmal) Liga-Rivalen.

Federic Holm-Hadulla verließ den USC, um an einem kalifornischen College zu studieren und Basketball zu spie- len. Zumindest mitentscheidend dafür war sein Eindruck, der USC wolle ihm einen amerikanischen Spielmacher vor die Nase setzen, was mit Erik Dordal faktisch auch geplant war. Erik Dordal war in den USA aufgewachsen, hatte aber auch einen norwegischen Pass, so dass er nicht auf die Ausländerstelle angerechnet wurde. Saipele Tuialii war erwartungsgemäß nicht zu halten. Seine Position wurde mit dem US-Amerikaner Travarus „Tee“ Bennett be- setzt. Der Allrounder, der die Positionen 3 – 5 ausfüllen konnte, war seinem soliden Vorgänger wenigstens eben- bürtig. Stefan Ingerfurth und Christian Stoll wechselten zur KuSG Leimen. Die Kontrakte mit Christian Ast, Igor Kovacevic, Vladimir „Kali“ Vladisavljevic, Rüdiger Tüttenberg und Vedran Vukotic wurden nicht verlängert. Für die Centerposition kamen mit dem neuen Kapitän Jürgen Maaßmann und Christian Birkenfeld bereits erfahrene deut- sche Spieler, von denen man mehr Kontinuität als zuvor erhoffte. Auch Michael Held war ein Routinier, der auf den Positionen 2 und 3 gut einsetzbar war. Stefan Fahrad, bisher mit einer Doppellizenz für die KuSG und den USC ausgestattet, wechselte nun, wie schon länger geplant, ganz zum USC.

Nominell erschien der USC damit gerüstet, um in der 2. BL Süd nicht wieder in Abstiegsnot zu geraten, sondern eine deutlich bessere Rolle als in den Vorjahren zu spielen. Mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren gehörte das Team noch immer zu den jüngsten Mannschaften der Liga. Eine zu befürchtende Unbeständigkeit war das darin liegende Risiko, eine enorme Entwicklungsfähigkeit aber die große Chance.

Die Pokalaufgabe gegen den Liga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt konnte der USC mit 80:67 problemlos lösen. Stärkste Kräfte waren beim USC Erik Dordal mit sicherem Aufbau und als treffsicherer Dreierschütze und Jürgen Maaßmann mit guter Reboundarbeit und Punktausbeute. „Tee“ Bennett aber begeisterte das Publikum mit Traum- pässen und spektakulären Rebounds (Maaßmann 20, Bennett, Leber je 15, Dordal 12, Birkenfeld 10, Held 5, Fahrad 3).

Im ersten Liga-Spiel bei rce Nürnberg erwiesen sich die USC-Basketballer als zu unerfahren und unterlagen dem routinierten Gastgeber mit 69:80. Dabei war das Spiel lange ausgeglichen (14. Minute 21:25, Halbzeit 34:32, 3. Viertel 54:55, 35. Minute 61:59 jeweils aus Sicht der Gastgeber), ehe sich die größere Erfahrung der Franken durchsetzen konnte (Bennett 18, Maaßmann 17, Dordal 9 (2 Dreier), Birkenfeld 8, Leber 6/1, Weber 6/ 1, Fahrad 5/1).

„Dank Fahrad und „Tee“ kommt der USC in Tritt“, titelte RNZ-Berichterstatter Joachim Klaehn über das Spiel gegen den Titelfavoriten BG Karlsruhe, den der USC verdient mit 81:72 besiegte. Die gesamte USC-Mannschaft legte sich namentlich in der Defense mächtig ins Zeug, worüber auch das Reboundverhältnis von 40:23 zu Gunsten der „Aka- demiker“ ein beredtes Zeugnis abgibt. Die Haupt-Protagonisten des USC aber waren die in der Schlagzeile genann- ten Spieler. Der ausgewiesene Basketball-Experte Didi Keller meinte, es sei das beste USC-Spiel seit über einem Jahr gewesen (Fahrad 26/1Dreier, Bennett 25/3, Maaßmann 9, Leber, Birkenfeld je 8, Weber 5/1).

Gegen TuS Jena gab es am dritten Spieltag mit 76:86 ein böses Erwachen. Das Topteam aus Thüringen zeigte sich im Gegensatz zu den Kurpfälzern von der ersten Sekunde an hellwach. Gleich im ersten Viertel lag der USC mit 16:30 zurück, in der 15. Minute gar mit 24:43. Beim Stande von 57:59 (29.) schien das Spiel noch zu kippen. Doch anstatt das Momentum zu nutzen, unterliefen den Hausherren nun leichte Patzer, so dass die Gäste sich zum 57:63 (3. Viertel) wieder etwas absetzen konnten. Ein katastrophales 0:16 im 4. Viertel (57:79/34. Minute) zerstörte jegliche Siegeshoffnung (Fahrad 19, Bennett 18, Leber 13, Dordal 7/1 Dreier, Maaßmann 7, Held 6/1, Weber 5/1, Birkenfeld 1).

Bei der Frankfurter Eintracht konnte der USC mit 88:70 einen deutlichen Sieg feiern. Nach klarer Führung (16. Mi- nute: 43:22 für den USC) ließen die „Akademiker“ gegen die einheimische „Zockertruppe“ die Zügel schleifen und sie auf vier Punkte nach dem 3. Viertel herankommen. Mitverantwortlich dafür war die Foulbelastung der USC- Spieler Jürgen Maaßmann und Stefan Fahrad, die ihnen längere Aufenthalte auf der Bank bescherte. Die sehr ausgeglichen besetzten Kurpfälzer konnten im letzten Viertel wieder kontrollieren und noch klar für sich entschei- den (Fahrad 17/2 Dreier, Weber 16/4, Leber 16, Dordal 14/4, Maaßmann 13, Bennett, Birkenfeld je 6).

In der zweiten Pokalrunde konnte der USC den Liga-Konkurrenten Avitos Lich mit 87:61 abfertigen. Von Anfang an machten die „Akademiker“ deutlich, wer Herr im Haus ist. Gegen das junge Gästeteam aus dem Herzen der Natur konnten sich alle USC-Spieler Meriten verdienen (Leber 13/2 Dreier, Dordal 12/3, Maaßmann 12, Fahrad 11/2, Birkenfeld 11, Bennett 10/2, Held 8/1, Weber 5, Levedag 3, Pires 2).

Nach einem guten Spiel konnte der USC den sächsischen Gast BV TU Chemnitz mit 84:68 auf die Heimreise schicken. „Der dritte Saisonsieg der „Akademiker“ war hoch verdient“, zog Joachim Klaehn, RNZ, anschließend Bilanz. „Tee“ Bennett hatte seinen Landsmann Courtis McFall klar beherrscht, Stefan Fahrad den gefährlichen Distanzwerfer Puljic kontrolliert, Jürgen Maaßmann die Reboundarbeit verrichtet. Auch Armin Leber und Erik Dordal zeigten sich in guter Form (Bennett 16/1 Dreier, Leber 15/1, Fahrad 14, Dordal 10/2, Maaßmann 10, Birkenfeld 6, Held 4, Weber 4/1, Pires 3/1, Levedag 2).

„Standing Ovations“ gab es für die USC-Cracks beim 93:85-Sieg über den hochambitionierten schwäbischen Gast ratiopharm Ulm. Vor 1200 (!) begeisterten Zuschauern zeigten die Hausherren keine Schwächen. „Tee“ Bennett, Jürgen Maaßmann gegen sein altes Team, Armin Leber und Jonathan Weber zeichneten sich gegen die „Spatzen“ besonders aus. Die Reboundbilanz lautete 30:16 für die Hauherren. Für den kritischen Markus Jochum war es das beste USC-Spiel seit drei Jahren (Bennett 25/3 Dreier – 9 Rebounds, Maaßmann 17, Leber 16/2, Weber 13/3, Fahrad 9/1, Dordal 7/1 – 8 Assists, Held 6).

In Ansbach zeigte der USC dann sein unbeständiges Gesicht und unterlag dem Gastgeber TSV mit 80:85. Die fränkische Söldnertruppe war fast über die gesamte Spielzeit in Führung gelegen und zog nach dem zwischen- zeitigen Anschlusstreffer zum 63:62 für die Hausherren (35. Minute) innerhalb von zwei Minuten fast uneinholbar davon (75:64/37. Minute). Zu spät kam dann die Schlussoffensive des USC, der dennoch Moral und Kampfkraft zeigte. Beste USC-Protagonisten waren „Tee“ Bennett, Jürgen Maaßmann und Armin Leber (Bennett 22/2 Dreier – 13 Rebounds, Leber 18/1, Maaßmann 17, Fahrad 11 – 8 Rebounds, Weber 5/1, Dordal 4, Held 3/1).

„Gute Zeiten – schlechte Zeiten“, lautete Joachim Klaehn Schlagzeile in der RNZ nach der 72:78-Heimniederlage gegen den TSV Crailsheim. Zahlreiche Ballverluste und eine mangelhafte Verteidigungsleistung prägten das Spiel der „Akademiker“ gegen den Gast aus Hohenlohe. In diesem mit Abstand schwächsten Saisonspiel wurde ein „Leithammel“ schmerzlich vermisst (sic!). Auch der zuletzt so starke Stefan Fahrad stand neben der Spur und praktizierte „Streetball“ (Harry Rupp). Für die Punkte zeichneten: Bennett 20/3 Dreier, Maaßmann 17, Dordal 13, Leber 8/1, Fahrad 7/1, Weber 5/1, Held 2.

Bessere Zeiten sah der USC dann bereits in Lich, wo er mit 82:68 die Punkte entführen konnte. Bis zur 24. Minute (46:46) sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, bevor die Kurpfälzer zum 60:46 (28. Minute) davonzogen. Den bis dahin überragenden Amerikaner Willie Young legte Stefan Fahrad nun an die Kette. Jetzt beherrschte der USC um seine Asse Jürgen Maaßmann, „Tee“ Bennett, Stefan Fahrad und Armin Leber die Licher „Bärenhöhle“ deutlich (Maaßmann 22, Bennett 21/3 Dreier – 9 Rebounds – 6 Ballgewinne, Fahrad 18/2, Leber 14/2, Birkenfeld 4, Weber 3).

In der dritten Pokalrunde kam für den USC mit 75:86 bei BBC Bayreuth das Aus. Dabei hatten die Kurpfälzer bei den Franken in einem auf hohem Niveau stehenden Spiel gut mitgehalten. Der Bruch kam dann bei der 69:65-Führung des USC (35. Minute) mit einem brutalen Foul des BBC-Centers Buss an Stefan Fahrad, den er mit einem Ellbogencheck mitten ins Gesicht niederstreckte. Die tiefe Platzwunde des blutüberströmten jungen Flügelspielers musste an Ort und Stelle genäht werden. Alle mit Ausnahme der Schiedsrichter hatten die Situation gesehen. Auch auf dem Videomitschnitt war die Tätlichkeit klar zu erkennen. Die konsternierten USC-Spieler konnten zwar noch auf 72:65 erhöhen, verloren aber dann den Faden (Bennett 21/2 Dreier, Dordal 21 (4), Fahrad 10/1, Leber 9, Maaßmann 8, Weber 4/1, Birkenfeld 2).

Zeigte beim Pokalspiel in Bayreuth eine gute Leistung: Erik Dordal, neuer Aufbauspieler des USC

„238 Punkte beim total verrückten USC-Zock“ (Joachim Klaehn, RNZ) sahen die 700 Zuschauer beim 122:116-Sieg der „Akademiker“ gegen den 1. FC Kaiserslautern. Zwei Verlängerungen waren notwendig, bis der Sieger feststand. Sie waren eigentlich doch nicht notwendig, da der USC seinen 90:74- (35. Minute) und 92:88-Vorsprung (39.) je- weils leichtfertig verspielte. Die „Roten Teufel“ schienen dann in der 1. Verlängerung das Momentum nutzen zu kön- nen und führten ihrerseits rasch mit 101:96 bzw. 107:102, ehe der USC zum 109.109 (1. Verlängerung) egalisieren konnte. Umgekehrt musste der USC nach einer 116:111-Führung 54 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung das 116:116 hinnehmen, ehe Armin Leber mit einer symptomatisch wilden Aktion die Vorentscheidung zum 118:116 erzwang. Eine einwandfreie Leistung erbrachte Kapitän Jürgen Maaßmann. Sein bisher bestes Spiel im USC-Dress lieferte „Tee“ Bennett ab. Erik Dordal übernahm viel Verantwortung, Michael Held erzielte zwei wichtige Dreier (Bennett 31/2 Dreier – 12 Rebounds- 3 Assists – 5 Ballgewinne, Maaßmann 29 – 14 Rebounds, Leber 17/ 1 – 7 Rebounds, Dordal 14/1 – 7 Rebounds – 4 Assists, Held 12/2, Fahrad 10 – 8 Rebounds, Weber 5, Birkenfeld 4; 1. FCK: Robisch 30/4, Menck 18/2, Ast 16/2 ).

Im Lokalderby war der USC der gastgebenden KuSG Leimen hoch überlegen und nahm einen 90:65-Sieg mit nach Hause. „Die Bommer-Eleven erhielten eine Lehrstunde der Akademiker“, urteilte Joachim Klaehn, RNZ. Wolfgang Fengler, ehemaliger Meisterspieler des USC, sah seinen Club physisch und spielerisch klar vorne. Seinem „Nach- folger“ Jürgen Maaßmann bescheinigte er eine abgeklärte Partie. Ebenso sah Willi Pupp, Basketball-Nestor der KuSG, seine Mannschaft klar unterlegen (Bennett 25/2 Dreier – 10 Rebounds – 4 Ballgewinne, Maaßmann 19, Leber 14 – 7 Rebounds, Fahrad 10/1 – 4 Assists – 4 Ballgewinne, Birkenfeld 10 – 9 Rebounds, Dordal 6/2 – 7 Rebounds – 4 Assists, Held 3 – 4 Assists, Weber 3/1; Leimen: Searcy 19/3, Marschall, Ljubic je 8, Schropp 6, T. Stoll, C. Stoll  je 5/1, Ingerfurth 4/1, Glasauer, Anselmann je 4, Wessel 2).

In einem schwachen Spiel ließ der USC dem Gast aus Tübingen mit 72:88 die Punkte. Mit lediglich dem erneut sehr gut aufgelegten „Tee“ Bennett als Aktivposten konnten die Kurpfälzer gegen die Schwaben nur wenig aus- richten. Erik Dordal und Stefan Fahrad enttäuschten auf der ganzen Linie (Bennett 30/2 Dreier – 8 Rebounds – 4 Assists, Maaßmann 12, Leber 11/1 – 5 Rebounds, Birkenfeld 8 – 8 Rebounds, Held 4 – 4 Assists, Fahrad 3/1, Dordal 2 – 4 Assists, Weber 2).

Seinen Freiburger Namensvetter fertigte der USC in einem einseitigen Spiel mit 78:62 ab und verpasste dabei einen Kantersieg. Gegen die Breisgauer konnte nach langer Verletzungspause Nikolaus Makarow erstmals in dieser Sai- son auf der Spielerbank Platz nehmen, um behutsam eingebaut werden. Erik Dordal lieferte beim USC ein großes Spiel (Dordal 28/7 Dreier – 4 Assists, Fahrad 13/1, Birkenfeld 9, Maaßmann 8, Bennett 7 – 6 Ballgewinne, Weber 6/1, Held 5, Leber 2 – 6 Rebounds).

Beim Erzrivalen TV Langen gab es dagegen mit 68:75 die übliche Niederlage. Der USC-Chronist Claus Ebert sah einen verkrampften USC, der zahlreiche Ballverluste und Schrittfehler produzierte. Zudem sicherten sich die Gast- geber eine 38:26-Überlegenheit bei den Rebounds. Auch eine 53:42-Führung (23. Minute) brachte keine Sicherheit ins Spiel der „Akademiker“, so dass die aufopferungsvoll kämpfenden Südhessen am Ende noch einen von ihnen nicht mehr erwarteten Sieg feiern konnten (Bennett 16/1 Dreier, Maaßmann 13, Fahrad 12/2, Leber 9, Birkenfeld 7, Dordal 6/2, Held 3/1).

Den Gast aus der Festspielstadt Bayreuth kämpfte der USC mit 83:81 nach Verlängerung nieder. Nach gutem Be- ginn (1. Viertel 25:13) kamen die Franken im zweiten Viertel heran, als „Tee“ Bennett wegen seines 3. Fouls auf die Bank beordert wurde (HZ 41:35). Als Bennett bereits nach 100 Sekunden des dritten Viertel gar sein 4. Foul erhielt, verlor der USC den Faden und kassierte innerhalb von vier Minuten 0:17 Punkte (29. Minute: 55:62). Armin Leber war es, der mit seinem Dreier aus acht Metern mit der Schluss-Sirene des dritten Viertels den Anschluss zum 61:65 schaffte. Michael Held sagte dem USC indes Lebewohl, da er sein Medizinstudium in Alicante/Spanien fortsetzen wollte (Leber 21/ 2 Dreier, Bennett 15, Maaßmann 14 – 8 Rebounds, Fahrad 13 – 6 Rebounds – 4 Ballgewinne, Dordal 12/3 – 5 Assists, Held 6 – 4 Ballgewinne, Birkenfeld 2).

Völlig von der Rolle präsentierte sich der USC am letzten Spieltag der Vorrunde und kassierte in Breitengüßbach eine 71:82-Niederlage. Die „Akademiker“ boten laut USC-Berichterstatter Claus Ebert eines ihrer schwächsten Saisonspiele und konnten der Partie trotz ihres Aufbäumens im vierten Viertel keine Wende mehr geben. Von außen gab es zahlreiche Fehlwürfe, zudem gelang auch an der Freiwurflinie (18/35) nur wenig (Maaßmann 16 – 9 Rebounds, Bennett 15/1 Dreier – 8 Assists – 3 Ballgewinne, Fahrad 12/1, Leber 12, Birkenfeld 8, Weber 5/1, Dordal 3 – 5 Assists).

Nach dem 16. und letzten Vorrundenspieltag nahm der USC mit 18:14 Punkten und 1309:1259 Körben den 7. Ta- bellenplatz ein.

Zum Rückrundenauftakt besiegte der USC den fränkischen Gast rce Falke Nürnberg mit 79:71. „Der Matchwinner war die Verteidigung“, urteilte Markus Jochum nach dem Spiel. Bei den „Gelben“ kam erstmals in dieser Saison Niko Makarow zum Einsatz. Lange verletzt, auch eben im Vorspiel in Nürnberg nicht dabei, erzielte er sehr wichtige Punkte und verteidigte auch energisch; ihn hatten die Franken wohl nicht auf der Rechnung. Während auch Jürgen Maaßmann, Armin Leber und Christian Birkenfeld ansprechende Leistungen zeigten, hatte „Tee“ Bennett zu seiner Vorrundenform noch nicht gefunden (Leber 16, Maaßmann 15 – 9 Rebounds, Makarow 14/4 Dreier – 4/6 Dreier, Bennett 11/3 – 9 Rebounds – 4 Assists – 3 Ballgewinne, Birkenfeld 8 – 5 Rebounds, Fahrad 6, Dordal 5/1, Weber 4 – 3 Assists).

Im badischen Derby unterlag der USC beim Primus BG Karlsruhe mit 74:79. In einem guten und spannenden Spiel blieb es bis zum Schluss sehr eng (40. Minute 74:72). Kapitän Jürgen Maaßmann und „Tee“ Bennett hielten die Kurpfälzer lange im Spiel. Hinter ihnen klaffte eine Lücke, da Armin Leber und Stefan Fahrad ihrer Form hinterher- liefen. Christian Birkenfeld wurde indes zu wenig angespielt. Bei den Fächerstädtern boten die die Slowaken Anton Gavel und Stefan Svitek famose Leistungen (Bennett 22/3 Dreier – 7 Rebounds – 3 Assists, Maaßmann 21 – 9 Re- bounds, Makarow 9/3 – 3/4 Dreier – 7 Ballverluste, Dordal 7/1 – 4 Ballverluste, Leber 6/1, Fahrad 5, Birkenfeld 2 – 5 Rebounds, Weber 2; BG: Gavel 24, Svitek 19).

Beim Meisterschaftsanwärter TuS Jena musste der USC eine schmerzliche 84:104-Niederlage hinnehmen. Die überaus aggressiv agierenden Thüringer konnten insbesondere „Tee“ Bennett durch erlaubte und unerlaubte Mittel aus dem Spiel nehmen. Das Reboundverhältnis von 39:23 zu Gunsten der Gastgeber war bezeichnend. Gute Leis- tungen boten bei den „Akademikern“ Stefan Fahrad und Christian Birkenfeld (Fahrad 24/1 Dreier – 5 Assists – 3 Ballgewinne, Birkenfeld 12, Dordal 12/4 – 4/8 Dreier, Maaßmann 9 – 5 Ballverluste, Makarow 8/2, Bennett 7, Leber 7 – 6 Rebounds, Weber 5/1).

Als einfach unerklärlich bezeichnete Joachim Klaehn, RNZ, den USC nach dem 72:66 gegen die Frankfurter Ein- tracht. Er verzeichnete zunächst ein Desaster, dann einen Parforceritt des USC. Bis zur Halbzeitpause hatten die Mainstädter die Gastgeber in Grund und Boden gespielt (19:46). Kurz zuvor war mit 17:46 (19.) der traurige Tief- punkt für die Kurpfälzer erreicht. Der USC ließ dabei von 17:27 (13.) bis 17:46 einen 19-Punkte-Lauf der Hessen zu. Nach der Pause spielten dann „Tee“ Bennett, Erik Dordal, Stefan Fahrad, Jürgen Maaßmann und Christian Birkenfeld die Gäste an die Wand. Selbst der Abgang Bennetts nach fünf Fouls (34.) konnte den USC nicht mehr beirren. So konnte er im 3. Viertel zum 46:56 aufschließen, um über 50:58 (32.) zum 59:58 erstmals in Führung zu gehen und diese nicht mehr abzugeben (Bennett 20/4 Dreier, Maaßmann 15, Fahrad 12, Dordal 12/2, Birkenfeld 10, Makarow 3/1).

Um die Verlängerung betrogen sahen sich die USC-Spieler bei der 71:73-Niederlage in Chemnitz. 0,7 Sekunden Spielzeit zeigte die Uhr an, als Gastgeber BV TU beim Stand von 71:71 an der Mittellinie Einwurf hatte. Die Sach- sen schafften es in dieser extrem kurzen Zeitspanne, den Ball trotz Berührung durch Armin Leber zu ihrem Spieler Dainius Pleta zu bringen, der an der Freiwurflinie postiert war und durch einen Sprungwurf den Sieg sicherte. Bei der Berührung des Balles durch Armin Leber waren die 0,7 Sekunden zu starten. Damit erschien es ausgeschlos- sen, dass der Ball erst zu Pleta kommen und vor Ablauf der Zeit dessen Hand verlassen konnte. Die Schiedsrichter sahen es anders! Kapitän Jürgen Maaßmann, Niko Makarow und „Tee“ Bennett waren die Besten des USC, Stefan Fahrad angeschlagen (Maaßmann 19 – 7 Rebounds – 5 Ballverluste, Makarow 16/2 Dreier, Bennett 16/2 – 7 Re- bounds – 4 Ballgewinne, Weber 6/2, Birkenfeld 6 – 7 Rebounds, Leber 6/1 – 6 Rebounds, Fahrad 2).

Beim Topfavoriten ratiopharm Ulm verkaufte sich der USC laut USC-Pressewart Claus Ebert teuer, unterlag jedoch mit 86:94. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Der von den Spatzen neu verpflichtete Amerikaner Fred Williams hatte noch nichts gerissen, noch keinen Punkt erzielt, als er im Schlussviertel mit drei Dreiern und 15 Punkten zum Matchwinner avancierte. Beim Stand von 66:62 für die Schwaben scheiterte der USC zuerst mit einem Fastbreak, musste im Gegenzug Williams ersten Zweier hinnehmen, verfehlte dann ein Dreier Bennetts knapp das Ziel. „Tee“ Bennett, Erik Dordal und Stefan Fahrad stachen aus einem guten USC-Team noch heraus (Dordal 20/6 Dreier – 6/8 Dreier, Bennett 18/3 – 6 Rebounds – 5 Ballgewinne, Fahrad 18/1 – 5 Assists, Maaßmann 14 – 6 Rebounds, Leber 8/1, Makarow 6/2, Birkenfeld 2).

Gegen den TSV Ansbach blieb der USC mit 78:73 siegreich. Nach exakt 10.33 Minuten mussten die „Gelben“ auf ihren mit durchschnittlich 18,3 Punkten besten Scorer „Tee“ Bennett verzichten, der nach einer Korbaktion um- knickte und nicht mehr spielen konnte. Es sollte sich dann herausstellen, dass er wegen eines doppelten Außen- bandanrisses und eines knöchernen Innenbandausrisses in der laufenden Saison nicht mehr eingesetzt werden konnte. Da die Wechselfrist wenige Tage zuvor abgelaufen war, konnte der USC darauf nicht mehr reagieren. Gegen die Franken gab der USC eine 30:24-Führung (17. Minute) bis zur Halbzeit (36:37) noch ab, um im dritten Viertel mit 24:9 zu triumphieren (60:46). In der Schlussphase mussten die Zuschauer mit ihrem USC noch zittern (73:72/ 39. Minute), ehe Erik Dordal mit einem Dreier und Stefan Fahrad doch noch den Sack zumachen konnten. Armin Leber, Jürgen Maaßmann, Stefan Fahrad, Niko Makarow und Christian Birkenfeld glänzten beim USC (Leber 23/1 Dreier, Maaßmann17, Fahrad 12, Makarow 9/1, Dordal 6/2, Bennett 6, Weber 3, Birkenfeld 2 – 11 Rebounds).

Fast sensationell konnte der USC beim Angstgegner TSV Crailsheim (zuvor 3/3 Niederlagen) mit 83:78 die Punkte entführen. Auch ohne „Tee“ Bennett entzauberten die „Akademiker“ die „Merlins“ frühzeitig und zogen nach einem furiosen Auftakt auf 15:5 davon. Bis zur Halbzeit (40:34 für den USC) konnten die Hohenloher zwar etwas Boden gutmachen, doch ließen sich die Kurpfälzer nicht beirren, behielten einen klaren Kopf und die Führung. Um die überragenden Armin Leber und Niko Makarow bot der USC eine sehr gute Teamleistung (Leber 21/1 Dreier – 6 Rebounds – 3 Assists, Fahrad 19 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Makarow 14/2, Birkenfeld 11, Maaßmann 9, Dordal 9/1 – 7 Rebounds – 3 Assists).

Bei der 63:72-Niederlage gegen Avitos Lich fehlte laut Achim Wittich, RNZ, „Tee“ Bennett an allen Ecken und En- den. Dabei hatte der USC noch bis zur 24. Minute mit 48:44 geführt, ehe deren Igor Starcevic die Hessen mit vier Dreiern auf die Siegesstraße brachte. Der dritte Spielabschnitt ging mit 14:28 verloren, was die „Gelben“ nicht mehr kompensieren konnten. Beim USC zeichneten sich Armin Leber und Niko Makarow besonders aus (Leber 17 – 7 Rebounds – 5 Ballverluste, Makarow 16/2 Dreier, Maaßmann 11 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Dordal 10/2 – 5 Rebounds, Fahrad 7 – 4 Ballverluste, Birkenfeld 2 – 6 Rebounds).

Entwickelte sich beim USC zum Leistungsträger: Armin Leber; im Hintergrund Niko Makarow

In Kaiserslautern ließ sich der USC von den „Roten Teufeln“ nicht einschüchtern und nahm mit 87:75 die Punkte mit an den Neckar. Dabei wurde bei den „Akademikern“ nun das Personal knapp, da jetzt auch noch Stefan Fahrad verletzungsbedingt pausieren musste. Doch mit einem furiosen dritten Viertel (33:21) konnten die herausragenden Niko Makarow, Armin Leber, Jürgen Maaßmann und Erik Dordal den knappen 33:37-Halbzeitrückstand in eine 66:58-Führung verwandeln. Im Schlussviertel ließ sich dann der USC die Butter nicht mehr vom Brot nehmen (Makarow 24/4 Dreier – 6 Rebounds, Maaßmann 20 – 11 Rebounds, Leber 18 – 7 Rebounds, Dordal 13/4 – 7 Rebounds, Weber 6/2, Birkenfeld 6 – 5 Rebounds).

„DJ legt Musik auf, doch die KuSG steigt wohl ab“ zog Joachim Klaehn, RNZ, nach dem Lokalderby das Fazit. Gegen Leimen siegte der USC mit 82:75. Er war, weiterhin ohne Bennett und Fahrad, mit 22:11 (8. Minute) und 35:24 (16.) davongezogen, hatte dann zur Halbzeit (38:36) den Vorsprung weitgehend eingebüßt. Nach dem 44:46 (25.) drohte das Spiel zugunsten der südlichen Nachbarn zu kippen, als DJ wilde Dreier traf. Doch setzten sich dann doch vor 1200 Zuschauern die „Akademiker“ dank ihrer überlegenen Centergarde, des erneut sehr guten Niko Makarow und ihrer weitaus besseren Freiwurfquote (81 % gegenüber 51 %) durch. Harry Rupp, sportlicher Leiter des USC, analysierte anschließend: „Leimen hat am oberen Limit gespielt, die Spieler haben sehr hart gekämpft. Wenn wir aber die leichten Punkte gemacht hätten, wäre das Spiel nicht mehr so auf der Kippe gestanden.“ „Wir haben von der Freiwurflinie nichts getroffen, da kann man nicht gewinnen.“ meinte dagegen Horst Marschall, KuSG- Kapitän. Der USC-Trainer Markus Jochum sah es so: „Wir haben im ersten Viertel alles gemacht, was wir uns vor- genommen hatten, aber die wilden Dreier von Jones haben es noch einmal spannend gemacht.“ (Makarow 19/4 Dreier – 4/5 Dreier, Maaßmann 18 – 8 Rebounds – 10/11 Freiwürfe, Leber 18 – 7 Rebounds, Birkenfeld 14 – 9 Rebounds, Dordal 11/2 – 7 Rebounds – 6 Ballverluste, Pires 2; KuSG: Jones 31/6, Marschall 12, Anselmann 11, Sodomann 8/2, Stoll 7, Schropp 4, Glasauer 2).

Weiterhin ersatzgeschwächt hatte der USC in Tübingen keine Chance und unterlag mit 77:99. Der mit seiner un- tersetzten Figur erstaunlich wendige Radi Tomasevic hatte den USC in der 1. Halbzeit mit 26 Punkten, davon sechs Dreiern, fast im Alleingang abgefertigt. Mit „Tee“ Bennett und Stefan Fahrad hätte der Halbzeitstand (55:40 für Tübingen) wohl anders ausgesehen. Gegen die Schwaben behaupteten sich Armin Leber und Christian Birkenfeld seitens der Kurpfälzer noch am besten (Leber 22/2 Dreier – 7 Rebounds, Birkenfeld 16 – 12 Rebounds, Makarow 13/3 – 5 Ballverluste, Dordal 10 – 10 Assists, Maaßmann 9 – 7 Rebounds – 6 Ballverluste, Levedag 4, Arnold 3/1).

Wieder einmal das Nachsehen hatte der USC mit 86:89 gegen den Erzrivalen TV Langen. Dabei führten die Kur- pfälzer noch in der 35. Spielminute mit 80:72, bevor ihnen gegen die eher mittelmäßig agierenden Hessen die Luft ausging. Stinksauer war daher Markus Jochum auf seine Korbjäger. Doch fehlten weiterhin zwei sehr wichtige Spieler, was die Niederlage immerhin zum Teil erklärt (Maaßmann 35 – Quote 75 % – 12 Rebounds, Dordal 20/4 Dreier – 6 Assists, Leber 17/3 – 5 Rebounds, Birkenfeld 9 – 7 Rebounds, Makarow 5/1).

Beim südbadischen Namensvetter in Freiburg unterlagen die „Akademiker“ mit 61:81. Mit ihrer schwachen Quote von außen hatten die Kurpfälzer bei den Breisgauern trotz guter kämpferischer Leistung besonders von Armin Leber und Christian Birkenfeld keine Gewinnchance (Leber 21/1 Dreier – 5 Rebounds/7 Ballverluste, Maaßmann 13 – 9 Rebounds/4 Ballverluste, Dordal 8/1 – 6 Assists, Birkenfeld 8, Weber 7/2, Makarow 4).

Auch in Bayreuth schwanden laut USC-Berichterstatter Claus Ebert dem USC die Kräfte, so dass er mit 49:78 unterging. Danach hielten die Kurpfälzer den Franken in einer intensiv geführten Begegnung bis zur 26. Minute (49:42 für Bayreuth) noch stand, hätten gar bei besserer Quote von außen in Führung liegen können. Dann machte sich der enorme Kräfteverschleiß der „Akademiker“, die nur noch über sechs zweitligaerfahrene Spieler verfügten, zusehends bemerkbar (Leber 14/1 Dreier – 7 Rebounds, Birkenfeld 9 – 6 Rebounds, Maaßmann 9 – 7 Rebounds, Dordal 9/1, Makarow 5/1 – 6 Rebounds, Weber 3/1).

Zum Saisonabschluss gab es gegen den Gast aus Breitengüßbach einen versöhnlichen 78:74-Sieg. Die Akzente setzten beim USC einmal mehr Jürgen Maaßmann, Armin Leber und Erik Dordal. In einer nicht hochklassigen, aber kämpferisch guten Partie konnten sich die „Akademiker“ so den 7. Tabellenplatz sichern. Das Spiel war bis zuletzt offen, nachdem der Gast eine frühe 12-Punkte-Führung des USC (34:22/14. Minute, 39:27/15. – 39:36/17.) rasch aufholen konnte. Der aufopferungsvolle Kampf der großen USC-Spieler am Korb zahlte sich endlich aus (Maaßmann 26 – 9/11 Zweier – 15 Rebounds!, Dordal 18/5 Dreier – 5/8 Dreier, Leber 17/1 – 7 Rebounds, Birkenfeld 6 – 11 Rebounds, Weber 6/2, Pires 3/1, Makarow 2).

Ergebnisse des letzten Spieltages und Abschlusstabelle der Saison 2002/2003

Die interne Korbjägertabelle führte Jürgen Maaßmann mit 502 Punkten (15,7/Spiel) an. Es folgten Armin Leber (432/14,4), „Tee“ Bennett (409/17,8), Erik Dordal (305/9,5), Stefan Fahrad (304/11,7), Christian Birkenfeld (207/6,5), Niko Makarow (167/5,6) und Jonathan Weber (126/4,3).
Für die Rebounds zeichneten beim USC hauptverantwortlich: Maaßmann 214 (136 defensiv/78 offensiv), Birkenfeld 163 (97/66), Leber 158 (111/47), Bennett 151 (111/40), Dordal 98 (81/17) und Fahrad 95 (61/34)

Der abschließende 7. Tabellenplatz konnte durchaus als Erfolg bewertet werden, bedenkt man die Ausfälle so wichtiger Spieler wie „Tee“ Bennett (8 Spiele) und Stefan Fahrad (7 Spiele), die gegen Saisonende sichtlich zur Überlastung der restlichen Spieler und damit zu einigen Einbrüchen geführt hatten. Kritisch ist allerdings festzu- halten, dass die vor Saisonbeginn als entscheidend bezeichnete Besetzung der Position 1 unzureichend gelöst wurde. Mit Erik Dordal hatte der USC einen Spieler verpflichtet, der sich auf der Position 2 zu Hause fühlte. Dieses Missverständnis wäre bei sorgfältiger Nachfrage wohl vermeidbar gewesen. Dagegen hatte sich die Besetzung der Centerpositionen mit Jürgen Maaßmann und Christian Birkenfeld gut bewährt. Auch „Tee“ Bennett konnte auf der Ausländerstelle überzeugen; seine Verletzung warf den USC dann unverschuldet zurück. Armin Leber und Stefan Fahrrad hatten sehr große Fortschritte gemacht und sich als Leistungsträger etabliert. Niko Makarow hatte wegen seiner langen Verletzungspause einen späten und schwierigen Saisonstart. Er zeigte einige sehr gute Spiele, tauchte in anderen völlig ab. Die restlichen Spieler konnten in der 2. BL noch keine wesentlichen Akzente setzen.

Es stand bereits fest, dass Markus Jochum seine Trainertätigkeit beim USC fortsetzen würde. Den Kern der Mann- schaft wollte er gerne halten. Erik Dordal sollte künftig auf seiner Stammposition 2 eingesetzt werden. Auch an „Tee“ Bennett war der USC weiterhin interessiert. Allerdings gab es daneben Überlegungen, die Position 1 mit einem starken Amerikaner zu besetzen, falls andere Lösungen scheitern sollten. Diese Lösung schlösse eine Weiterverpflichtung „Tee“ Bennetts aus, da bekanntlich lediglich ein Ausländer zugelassen war.

 

Saison 2003/2004


3. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2003/2004:
Nummer 4: Erik Dordal (23/1,89), 5: Rico Pires (18/1,80), 6: Sandro Levedag (20/1,91), 7: Oliver Komarek (17/2,07), 8: Stefan Fahrad (23/1,94), 9: Michael Held (24/1,93), 10: Florian Erdinger (20/1,94), 11: Stefan Selle (23/2,00), 12: Kevin Burleson (24/1,90), 13: Jürgen Maaßmann (27/2,04 – Kapitän), 14: Christian Birkenfeld (25/2,04), 15: Armin Leber (22/2,00)
Den Kader ergänzten Robin Eichelsheimer (17/1,98), Janis Heindel (19/1,99) und Alexander Schönhals (17/1,84).

 



Das USC-Aufgebot für die Saison 2003/2004 in der 2. BL Süd

Abgänge: Jonathan Weber (KuSG Leimen), Nikolai Makarow, Travarus Bennett (Ziel jeweils unbekannt)

Zugänge: Stefan Selle (TSV Mannheim), Kevin Burleson (University of Minnesota), Oliver Komarek, Robin Eichelzheimer, Florian Erdinger (alle Kooperationsspieler der SG DJK/PSG Mannheim)

Die Vereine der 2. BL Süd:
TSV Ansbach, BBC Bayreuth, TSV Tröster Breitengüßbach, BV TU Chemnitz, TSV Crailsheim, TSG Ehingen, USC Freiburg, USC Heidelberg, TuS Jena, 1. FC Kaiserslautern, TV Langen, TV Lich, TSV Nördlingen, rce Falke Nürnberg, SV 03 Tübingen, ratiopharm Ulm

Bereits seit Ende der letzten Saison stand fest, dass Markus Jochum weiterhin Trainer sein würde. Kaum noch Perspektiven beim USC sahen dagegen Nikolai Makarow und Jonathan Weber, die daher beide abwanderten. „Tee“ Bennett wurde nun doch nicht weiterverpflichtet, da die Ausländerposition mit einem Aufbauspieler besetzt werden sollte. Vom sportlichen Standpunkt her konnte dieser Schritt riskiert werden, standen doch mit dem Kapitän Jürgen Maaßmann, Christian Birkenfeld und dem enorm verbesserten Armin Leber drei starke Spieler für die Positionen 4 und 5 zur Verfügung. Ansonsten blieben die Leistungsträger der vergangenen Saison erhalten, was bzgl. der Konti- nuität immerhin einen großen Fortschritt bedeutete.

Die Ausländerposition hatte nun Kevin Burleson inne. Markus Jochum erhoffte von dem ballgewandten und schnel- len US-Amerikaner mehr Ordnung im Spiel, gute Pässe auf seine Mitspieler, ein rascheres Umschalten von der Ab- wehr zum Angriff und auch eigene Punkte. Sorgen bereitete bei ihm eine noch nicht ausgeheilte Kapselverletzung an der rechten Schulter.

Mit Stefan Selle kam formal ein Oberligaspieler zum USC. Er war aber sehr gut ausgebildet, hatte er doch 1997 mit dem SV Halle (in Heidelberg) die B-Jugend-Meisterschaft errungen, in der U 18- und U 20-Nationalmannschaft ge- spielt und zum erweiterten Kader des BBL-Vereins Mitteldeutscher BC gezählt. Zwischenzeitig reduzierte der BWL- Student studienbedingt sein Pensum, indem er beim TSV Mannheim in der OL spielte. Er erregte sehr viel Aufse- hen in den Medien, als er im Sommer in „Dirk Nowitzki‘s Search for The One“, einer Mammutveranstaltung mit mehr als 400 Teilnehmern, den Sieg erringen und sich mit dem Titel „The One“ schmücken konnte. Trotz seines Gardemaßes von 2 Metern war Stefan Selle auf den Positionen 1 – 3 einsetzbar.

Michael Held kam nach einem Studienaufenthalt in Spanien wieder zum USC zurück. Der Medizinstudent erwies sich bereits in der vergangenen Saison als wertvoller Teamspieler, wie ihn jede Mannschaft gerne in ihren Reihen hat.

Mit diesem Kader hoffte sich der USC nun in der 2. BL Süd vorsichtig nach oben orientieren zu können. Diese Er- wartung erschien nicht unbescheiden, konnte man doch von einer klareren Teamhierarchie als in den vergangenen Spielzeiten ausgehen. Voraussetzung war aber auch, dass das Verletzungspech den USC weniger heftig als in den letzten beiden Saisons treffen würde.

In der Vorsaison leistete sich der USC einen peinlichen Pokalauftritt beim Regionalligisten ASC Theresianum Mainz. Die „Akademiker“ wurden von den „Gymnasiasten“ mit 81:85 aus dem Pokalwettbewerb geworfen. Jürgen Maaßmann (21 Punkte) war wie gewohnt zuverlässig, ansonsten gab es laut Markus Jochum zahlreiche Ausfälle. Kevin Burleson (18) wurde wegen seiner Schulterverletzung erst in der zweiten Halbzeit eingesetzt, konnte aber das Spiel nicht mehr drehen. War das ein schlechtes Omen für die beginnende Zweitligasaison?

Einen gelungenen Saisonauftakt sah Joachim Klaehn, RNZ, beim 87:64-Sieg gegen den alten Rivalen TV Langen. Mit einer deutlichen Überlegenheit an den Körben (Rebounds 39:25!), bei der Trefferquote (47:37 %) und bei den Freiwürfen (83:73 %) war der Erfolg der „Akademiker“ hochverdient. Nach dem 27:27 (15. Minute) waren die Süd- hessen der USC-Power nicht mehr gewachsen (Halbzeit 48:34). Armin Leber steigerte sich in einen wahren Rausch hinein. Kevin Burleson (KB) spielte die gegnerischen Verteidiger auf engstem Raum schwindelig und zauberte manchen Pass zu seinen Teamkollegen (Leber 26/3 Dreier – 7/7 Freiwürfe), Burleson 16/2 – 7 Assists, Maaßmann 10 – 8 Rebounds, Fahrad 9 – 7 Rebounds, Dordal 9/3, Selle 7/1 – 8 Rebounds, Held 4, Birkenfeld 4, Pires 2).

Als kongeniales Paar stellten KB und Dordal sich laut USC-Pressewart Claus Ebert in Chemnitz vor und siegten mit ihrem USC 83:69. Der gestrenge USC-Trainer Markus Jochum war hochzufrieden und meinte, sein Team habe das Spiel von außen entschieden. Auch erfreute ihn, dass immer wieder andere Spieler für den USC Akzente ge- gen die kampfstarken Sachsen setzten konnten. So waren auch Armin Leber, Jürgen Maaßmann und Michael Held Aktivposten der Kurpfälzer (Burleson 32/2 Dreier – 6 Assists, Dordal 18/4 – 4/7 Dreier, Fahrad 9/1, Leber 7 – 7 Rebounds), Held 5/1, Maaßmann 5 – 6 Rebounds, Selle 4 – 6 Rebounds, Birkenfeld 3).

Auch gegen den TSV Ansbach hatten die Kurpfälzer mit 76:55 leichtes Spiel. Armin Leber und Erik Dordal, der auf „seiner“ Position 2 sichtlich aufblühte, verdienten sich beim USC Meriten, während KB manchmal etwas überdrehte (Leber 21 – 4 Blocks), Dordal 18/4 Dreier – 4/6 Dreier, Maaßmann 13 – 10 Rebounds, Burleson 12/1, Birkenfeld 7, Selle 3/1 – 6 Rebounds, Held 2).

Auch die „Roten Teufel“ mit David Jones konnten den USC nicht stoppen. Die „Akademiker“ mussten sich den 76: 71-Erfolg allerdings hart erkämpfen. Nach dem ersten Viertel lagen sie noch mit 11 Punkten (11:22), zur Halbzeit mit 33:36 zurück, konnten das Spiel aber in einem famosen dritten Viertel gegen die nun müde gewordenen Lau- terer noch drehen (62:47 für den USC). DJ wurde hart verteidigt und konnte nur wenig Schaden anrichten. Bei den „Gelben“ war KB nicht zu stoppen. Der USC testete in diesem Spiel Amir Bar-Netzer, einen Amerikaner mit israe- lischer Abstammung., der aber noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte (Burleson 26/4 Dreier, Birkenfeld 10, Dordal 10/2 – 4 Assists, Leber 8, Bar-Netzer 7, Maaßmann 5, Selle 5, Fahrad 3/1, Held 2).

Im akademischen Gipfeltreffen behielt der Kurpfälzer USC mit 85:60 gegen den Breisgauer Namensvetter die Ober- hand. In einem einseitigen Spiel verdienten sich bei den Hausherren Armin Leber und Stefan Selle die Bestnoten. Stefan Fahrad zeigte ansteigende Form. Von der Verpflichtung des Power Forwards Amir Bar-Netzer sah der USC schon vor dem Spiel ab (Leber 22/2 Dreier – 10/10 Freiwürfe – 8 Rebounds, Selle 14 – 7/8 Zweier – 5 Ballgewinne, Burleson 13/4 – 4/7 Dreier – 4 Assists, Maaßmann 12 – 6 Rebounds, Fahrad 10/2 – 4 Ballgewinne, Birkenfeld 6, Dordal 6/1 – 4 Assists, Held 2).

„Das war eine sehr gute Leistung.“, urteilte Markus Jochum nach dem 105:92-Erfolg beim TSV Breitengüßbach. Dabei hielten die kampfstarken Oberfranken um Europameister Kai Nürnberger, Ivan Pavic (29 Punkte), Center George Stanka (24) und Hendrik Gese (dessen Vater Hilar im USC-Meisterteam von 1973 Starter gewesen war) kräftig dagegen. Nach leichter USC-Führung hatten die Hausherren in der 24. Minute (54:51 für den TSV) erstmals die Nase vorne, um zum Drittelende den USC wieder passieren lassen zu müssen (68:72). Gewohnt abgezockt und ballsicher agierte in der Schlussphase Kevin Burleson. Mit ihm waren Armin Leber und vor allem Erik Dordal die Siegesgaranten. Armin Leber sorgte für eine halbstündige Spielpause, da er bei einem sagenhaften Tipdunk das Brett des gegnerischen Korbs zertrümmerte (Burleson 25/3 Dreier – 11 Assists, Dordal 21/5 – 5/6 Dreier – 6 Rebounds, Leber 20/3 Dreier – 4 Assists – 5 Ballgewinne, Maaßmann 16 – 8/8 Freiwürfe, Fahrad 14/2 – 5/6 Feldwürfe – 5 Ballgewinne, Birkenfeld 6, Selle 3/1).

Gut aufgelegt bezwangen die „Akademiker“ den überforderten Gast aus Lich mit 101:70. In David-Jones-Manier versenkte Kevin Burleson neun Dreier, glänzte überdies als Passgeber. Mit Nigel Moore hatten die Hessen einen Protagonisten, der die „Akademiker“ vornehmlich in der ersten Halbzeit sehr ärgerte 26/4 Dreier). Er sorgte mit einem Dreier aus 8 ½ Metern auch für die einzige Führung der Gäste (11. Minute: 24:25). Bereits zur Halbzeitpause (52:34) waren jedoch die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Das gesamte USC-Team verdiente sich ein Lob (Burleson 29/9 Dreier – 9/14 Dreier, Maaßmann 16 – 6/8 Feldwürfe – 4/4 Freiwürfe – 8 Rebounds – 6 Assists, Leber 16  – 7/10 Feldwürfe – 6 Rebounds, Fahrad 11 – 5/6 Feldwürfe, Selle 9/1 – 5 Rebounds – 6 Assists, Dordal 7/1 – 5 Assists, Birkenfeld 5, Held 5/1, Pires 3/1).

In diesen Tagen wurde bekannt, dass Federic Holm-Hadulla, das große USC-Talent auf der Aufbauposition, seine Basketball-Karriere mit erst 22 Jahren beenden musste. Er litt an einem Knorpelschaden im Knie, der keinen Leistungssport mehr gestattete. Fedi war bekanntlich im Vorjahr in die USA gewechselt, um dort sein VWL-Stu- dium fortzusetzen und College-Basketball zu spielen. Nachdem auch eine dreimonatige Rehabilitation nichts verändert hatte, schrieb er sich im Oktober 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein.

Ausgerechnet beim Neuling TSV Nördlingen musste der USC mit 83:89 die erste Niederlage hinnehmen. Dabei hatten es die „Akademiker“ versäumt, ihren zeitweise 11-Punkte-Vorsprung (41:52/23. Minute, 49:60/27.) noch auszubauen. Anstatt ruhig weiterzuspielen, wurde nun viel zu früh der Abschluss mit einem Dreier gesucht. So wurde der Gastgeber aufgebaut, der einen 57:64-Rückstand nach dem dritten Viertel über 70:70 (35.) und einen 11-Punkte-Lauf in eine eigene klare Führung (81:70/37.) verwandeln konnte. Kapitän Jürgen Maaßmann hielt gegen die Rieser am besten dagegen (Maaßmann 19 – 9/12 Feldwürfe – 7 Rebounds, Burleson 17/2 Dreier – 9 Rebounds – 6 Assists, Fahrad 13 – 6 Rebounds, Dordal 11 – 5 Assists, Leber 9/1  – 7/10 Feldwürfe – 6 Rebounds, Birkenfeld 9, Selle 5/1).

Gut erholt entzauberten die „Akademiker“ die „Merlins“, ihren Angstgegner aus Crailsheim, mit 98:80. Vor 1200 begeisterten Zuschauern zermürbten die „Gelben“ ihren Gast mit einer knallharten Verteidigung und konnten in einem „Finale furioso“ (Joachim Klaehn, RNZ) die verdiente Ernte einfahren. Dabei beeindruckte der USC gegen die mit starken Individualisten angetretenen Hohenloher mit einem sehr ausgeglichen besetzten Kollektiv, welches die Intensität im vierten Viertel noch steigern konnte, während die Gäste sich zunehmend überfordert zeigten (Burleson 20/6 Dreier – 6/10 Dreier – 6 Assists, Dordal 17/5 – 5/8 Dreier – 5 Assists, Fahrad 14/1, Maaßmann 13, Leber 13/1  – 7 Rebounds, Selle 12 – 6/9 Feldwürfe – 6 Rebounds, Held 5/1, Birkenfeld 4).

„Der USC-Traum wurde wahr“ (Claus Ebert, USC) mit dem 80:75-Sieg beim Tabellenfünften TuS Jena. Nach einem Kampf auf Biegen und Brechen zog der begeisterte Markus Jochum das Fazit: „Eine hervorragende Teamleistung! Wir haben trotz der harten Defense von Jena nie unseren Rhythmus verloren.“ Nach leichter Führung der Thüringer (24:21/11. Minute) konnten die Kurpfälzer sich über 24:26 (14.) zum 29:39-Stand zur Halbzeit absetzen. 1.20 Minu- ten vor Schluss kamen die Hausherren unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Zuschauer auf 71:74 heran. Im Ge- genzug Einwurf links außen an der Grundlinie – KB zu Jürgen Maaßmann, der wieder an KB übergibt. KB nimmt vom äußersten linken Eck Maß und verwandelt eiskalt zum 77:71 aus Sicht der Gäste. In einem wiederum sehr homogen auftretenden Team verdienten sich KB, Armin Leber, Erik Dordal und Stefan Selle die Bestnoten (Burle- son 18/4 Dreier – 4/8 Dreier – 9 Assists, Maaßmann 17, Leber 16/1  – 7/10 Feldwürfe – 7 Rebounds, Fahrad 10 – 7 Rebounds, Selle 10 – 11 Rebounds, Dordal 5/1 – 5 Assists, Held 2, Birkenfeld 2).

In einen Rausch spielte sich der USC vor 1800 Zuschauern und ließ dem sehr ambitionierten Tabellennachbarn ratiopharm Ulm mit 93:63 (21:19 – 47:37 – 67:47) keine Chance. Dabei begannen die Schwaben gewohnt stark und führten zunächst mit 5:0 und 13:8, bevor die Kurpfälzer loslegten. Nach einer Schwächephase zu Beginn des drit- ten Viertels lag der USC plötzlich nur noch drei Punkte vorne (47:44/22. Minute). Dann aber zogen die „Gelben“ ein Spiel auf, wie es die Zuschauer in Heidelberg lange nicht mehr gesehen hatten. Stefan Selle wuchs über sich hin- aus, KB führte souverän Regie und wartete mit Kabinettstückchen auf, Stefan Fahrad kämpfte und reboundete wie ein Berserker. Wieder war eine hervorragende Teamleistung für den Sieg verantwortlich (Selle 26/5 Dreier – 5/6 Dreier – 4 Ballgewinne, Burleson 21/3 Dreier – 3/6 Dreier – 7 Rebounds – 10 Assists, Fahrad 17/1  – 8/9 Feldwürfe – 6 Rebounds, Dordal 9/1 – 5 Rebounds – 4 Assists, Maaßmann 9, Leber 7/1 – 4 Blocks, Birkenfeld 4). Bezeich- nend für den auch in dieser Höhe verdienten Sieg der Gastgeber waren die jeweilige Trefferquote (USC 58 %/Dreier 50 %, Ulm 43 %/14 %) und die Reboundbilanz (USC 29, Ulm 20).

Bei der nächsten Spitzenbegegnung in Tübingen unterlag der USC ehrenvoll mit 62:69 (27:13 – 36:29 – 53:46). Mit bewundernswerter Moral kämpften sich die Kurpfälzer nach verschlafenem Beginn beider Halbzeiten (27:11/9. Mi- nute bzw. 46:29/24. jeweils für Tübingen) wieder heran (57:55/35.). Dann fehlte das Glück, die auf beiden Seiten ungeheuer intensiv geführte Begegnung noch zu kippen. Freilich waren die Schwaben am Brett deutlich überlegen (49:31 Rebounds), während beide Teams aus der Dreierdistanz schwach trafen (Tübingen 17 %, USC 9 %). Beim USC zeichneten sich Stefan Fahrad, Armin Leber und KB aus (Fahrad 18 – 8/10 Zweier – 6 Rebounds, Leber 15/1 Dreier – 6 Rebounds, Burleson 14  – 4 Assists, Dordal 5/1, Maaßmann 4, Selle 2, Held 2, Birkenfeld 2).


Wichtiger Teamplayer des USC: Stefan Selle

Gegen den BBC Bayreuth blieb der USC mit einem 88:78-Arbeitssieg (15:15 – 42:37 – 58:58) erfolgreich. Zwar führten die Kurpfälzer gegen die Wagnerstädter nach ausgeglichenem ersten Viertel mit 29:21 (12. Minute) und 38:30 (17.), lagen auch zur Halbzeit noch mit fünf Punkten vorne. Doch kämpften sich die Franken zum Ende des dritten Viertels heran und gingen im Schlussviertel gar in Führung (60:61/32.). Dann übernahmen Stefan Fahrad und Armin Leber Verantwortung und drehten die Partie erneut. Hervorzuheben galt es neben einer erneut guten Team- leistung Stefan Fahrad und Erik Dordal. Matchwinner aber war Armin Leber, der in drei Vierteln sehr wenig gezeigt hatte und sich im Schlussviertel eine sehr persönliche Ansprache seines Coaches anhören musste. Innerhalb von 20 Sekunden tankte er sich mit einer Energieleistung zum Korb und markierte das 70:68, verhinderte beim Gegenzug der Franken mit einem Monsterblock den Ausgleich und erzielte gleich darauf einen Dreier zur Vorentscheidung (Fahrad 22/3 Dreier – 3/4 Dreier – 5 Ballgewinne, Dordal 17/3 – 6/6 Freiwürfe, Burleson 15/2  – 4 Assists, Leber 13/1 – 6/6 Freiwürfe, Selle 8, Maaßmann 7, Birkenfeld 6).

In Nürnberg sah sich der USC fast im Alleingang durch Julius Jenkins (41 Punkte/8 Dreier) gestoppt und musste die Heimreise mit einer 70:73-Niederlage (18:19 – 35:34 – 50:54 – 73:70) antreten. Zwar wehrten sich die kampf- starken „Akademiker“ heftig gegen diesen Misserfolg, zeigten aber in entscheidenden Situationen zu wenig Cle- verness. So führten sie in der 34. Spielminute mit 59:53, suchten dann aber mehrfach viel zu früh den Abschluss. In der Schlussphase mussten sie zudem einige sehr fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Ungunsten hinnehmen. KB war durch eine Kapselverletzung im Zeh angeschlagen (Burleson 22/2 Dreier – 7 Rebounds – 8 Ballverluste – 4 Assists, Leber 16 – 6/6 Freiwürfe, Selle 14/1 – 9 Rebounds – 5 Ballverluste, Maaßmann 10 – 5 Rebounds, Dordal 7/1 – 6/6 Freiwürfe, Fahrad 1 – 5 Rebounds).

Gegen den Aufsteiger TSG Humana Ehingen gab es zum Abschluss der Vorrunde einen lockeren 89:74-Sieg (24: 20 – 55:34 – 75:58). Die Kurpfälzer spielten nach der deutlichen Halbzeitführung zu viel für die Galerie, so dass die Schwaben sich noch etwas verbessern konnte. KB, in der Vorwoche verletzungsbedingt ohne Training, war Denker und Lenker seines Teams. Mit einem genau getimten Pass über die gesamte Gäste-Abwehr spielte er den Ball zu Stefan Fahrad, der unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer mit einem Alley-Hoop-Dunking vollstreckte (16. Mi- nute). Daneben wussten Armin Leber und Erik Dordal zu gefallen (Leber 22/3 Dreier – 3/6 Dreier, Dordal 14/4 – 4/4 Dreier – 5/6 Feldwürfe – 5 Assists, Fahrad 12 – 6 Rebounds, Burleson 10/1  – 15 Assists – 4 Ballgewinne – 5 Blocks, Selle 9/1, Maaßmann 9 – 5 Rebounds, Birkenfeld 8 – 6 Rebounds, Pires 3/1, Heindel 2).

Nach dem letzten Vorrundenspieltag nahm der USC hinter dem hohen Favoriten SV Tübingen (28:2 Punkte) und ratiopharm Ulm (26:4) mit 24:6 Punkten den 3. Tabellenplatz vor rce Falke Nürnberg (22:8) ein. Damit hatten die „Akademiker“ bislang das anvisierte Saisonziel übertroffen. Noch wichtiger: Der USC spielte vor vollen Rängen, konnte das kritische Heidelberger Publikum überzeugen, war wieder „in“.

Letzter Vorrundenspieltag und Tabellensituation in der Saison 2003/2004

Als Wermutstropfen war zu vermelden, dass Stefan Fahrad wegen eines im Spiel gegen Ehingen erlittenen Kap- selrisses am linken Handgelenk voraussichtlich drei Wochen fehlen würde.

Im berüchtigten „Eisschrank“ Georg-Sehring-Halle in Langen liefen die „Akademiker“ nicht heiß und unterlagen den Giraffen einmal mehr mit 86:88 (26:22 – 46:44 – 65:66 – 88:86). Wie gewohnt lebte das Spiel der Hessen von guten Teamleistungen und hoher Intensität, denen die Kurpfälzer einen trotz Verletzung überragenden KB und einen guten Stefan Selle entgegenstellten. Leider konnten die übrigen „Gelben“ nicht anknüpfen, auch wurde der “Dynamo“ Stefan Fahrad schmerzlich vermisst. Am Ende entschied ein umstrittenes Offensivfoul Kevin Burlesons (Burleson 44/9 Dreier  – 9/14 Dreier – 7 Rebounds – 3 Assists – 3 Ballgewinne, Leber 15  – 5 Rebounds, Selle 13/3 – 5 Rebounds – 4 Ballgewinne, Maaßmann 7 – 6 Rebounds, Held 3, Dordal 2, Birkenfeld 2).

Nach der 75:86-Niederlage (31:30 – 46:47 – 56:57) gegen BV TU Chemnitz im heimischen OSP konnte man schon von einer kleinen Krise der „Akademiker“ sprechen. Sichtlich war die jugendliche Unbefangenheit der ersten Spiele gewichen. In der Defense wurde nicht konsequent genug gearbeitet. So konnten die Sachsen immer wieder mittels ausgefeilter Blocks punkten, während beim USC nichts mehr zusammenlief. Freilich fehlte Stefan Fahrad vorne und hinten. Der kurpfälzische KB lieferte sich ein Privatduell mit dem sächsischen KB (Kendrik Brooks), welches letz- terer mit 31 (6 Dreier) zu 30 (6) knapp für sich entscheiden konnte (Burleson 30/6 Dreier – 5 Rebounds, Dordal 16/4 – 4/5 Dreier – 5 Rebounds, Maaßmann 9, Birkenfeld 7 – 6 Rebounds, Leber 6  – 4 Ballverluste, Selle 4 – 5 Rebounds – 4 Ballgewinne, Held 2, Heindel 1).

 


Hohe Intensität zeigen im Spiel gegen Chemnitz Michael Held (9) und Christian Birkenfeld (14). Kapitän Jürgen Maaßmann (13) und KB (12) stehen zum Eingreifen bereit. Im Vordergrund mit der Nr. 15 Kendrik Brooks.

Balsam für die Seele war dann der 90:55-Sieg (14:22 – 35:47 – 46:69 – 55:90) beim überforderten fränkischen Tabellenletzten TSV Ansbach. Dabei praktizierten die „Akademiker“ knallharte Verteidigung und besannen sich zudem auf ihre Stärke als Team. Mit Christian Birkenfeld und Michael Held konnten zwei Rollenspieler besonders überzeugen. Auch Stefan Selle, Erik Dordal, Kevin Burleson und Jürgen Maaßmann fügten sich sehr gut in das Mannschaftsspiel ein (Dordal 17/3 Dreier – 4 Ballgewinne, Birkenfeld 17 – 12 Rebounds, Held 15/2 – 4 Assists, Maaßmann 12 – 9 Rebounds, Selle 11/2 – 12 Rebounds, Burleson 11/2 – 5 Rebounds – 7 Assists – 5 Ballgewinne, Leber 4  – 3 Blocks, Heindel 3).

Im OSP packten die „Akademiker“ die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern an den Hörnern und gaben ihnen mit 101:52 (24:13 – 47:24 – 67:40) eine Lehrstunde. Der USC ackerte in der Defense und ließ auch dem quirligen Amerikaner Michael Lake keinen Raum. Stefan Fahrad war wieder dabei und zeigte, wie sehr er gerade in Langen und gegen Chemnitz gefehlt hatte. Doch wieder überzeugte der USC insbesondere durch eine sehr gute Teamleis- tung (Birkenfeld 17 – 6 Rebounds, Fahrad 17/1 Dreier – 6/6 Zweier – 3 Ballgewinne, Burleson 17/5 – 5/9 Dreier – 4 Ballgewinne, Leber 13/1  – 6 Rebounds, Held 12/2 – 2/3 Dreier, Maaßmann 9, Dordal 7/1 – 3 Ballgewinne, Heindel 5 – 4 Assists, Selle 4).

Wieder ihr anderes Gesicht zeigten die Kurpfälzer beim Freiburger USC und unterlagen mit 78:86 (26:20 – 37:43 – 63:58 – 86:78). Drei Minuten reichten den Breisgauern, um aus einem 42:51 (23. Minute) mit einem 19:4-Lauf ein 61:55 (26.) zu machen. Der sehr angefressene Markus Jochum konnte keinen eigenen Spieler positiv hervorheben (Maaßmann 16 – 8/8 Freiwürfe, Burleson 13/2 Dreier – 10 Assists, Leber 13, Birkenfeld 11 – 6 Rebounds, Fahrad 9 – 7 Rebounds, Dordal 6/2, Held 5/1, Selle 3/1).

Gut erholt präsentierten sich die „Akademiker“ gegen den Gast aus Breitengüßbach und besiegten ihn mit 78:56 (25:17 – 41:35 – 52:51). Im ersten und vierten Viertel beherrschten die Kurpfälzer die Franken deutlich, in den mitt- leren Vierteln spielte jedoch Bruder Leichtfuß bei den Hausherren mit. Als es aber darauf ankam, gestattete der USC dem Gast im Schlussviertel durch eine exzellente Verteidigungsleistung 6.20 Minuten keinen Korberfolg. Ins- besondere KB wusste zu überzeugen (Burleson 25/5 Dreier – 5 Rebounds, Selle 14/3 – 3/6 Dreier, Maaßmann 12 – 2/9 Freiwürfe, Fahrad 9/1, Dordal 6/2 – 2/4 Dreier, Birkenfeld 7, Leber 4 – 6 Rebounds, Held 1).

Der 82:80-Sieg (24:19 – 46:39 – 67:66 – 80:82) der „Akademiker“ beim TV Lich war kein Spiel für schwache Ner- ven. Bis zum 62:51 (26. Minute) sahen die Gastgeber im Herzen der Natur wie der sichere Sieger aus. Arg hatten bis dahin insbesondere Nigel Moore (25 Punkte/5 Dreier) und der junge Power Forward Lucian Kieser (18/1) den Kurpfälzern zugesetzt. Doch dann folgte die beste Phase des USC: Freiwurf KB, Drei-Punkte-Spiel Jürgen Maaß- manns, Ballgewinn durch die gut funktionierende Zonenpresse, zwei Dreier von KB – es stand nur noch 62:61 für die Hessen. 21 Sekunden vor dem Ende des Spieles warf Nigel Moore aus acht Metern und traf zum 80:79. Der USC spielte clever die Zeit hinunter, bevor Stefan Selle in seinem bislang besten Saisonspiel 2,3 Sekunden vor Schluss die Gastgeber mit einem ebenso eiskalten Dreier ausknockte. Armin Leber, KB, Christian Birkenfeld und Jürgen Maaßmann spielten sehr solide (Burleson 21/5 Dreier – 4 Assists – 4 Ballgewinne, Selle 19/5 – 5/7 Dreier – 8 Rebounds, Maaßmann 15 – 6 Rebounds, Leber 10 – 8 Rebounds, Birkenfeld 6, Dordal 4, Held 4, Fahrad 3).

Sorglos agierten die „Gelben“ gegen den TSV Nördlingen, behielten dann aber doch noch mit 88:75 (25:13 – 55:38 – 73:61) die Oberhand. Zu klar hatten die „Akademiker“ den biederen Gast vom Ries beherrscht, um ihn noch ernst zu nehmen. Dies sollte sich rächen, da die Schwaben in der 36. Minute zum 73:73 egalisieren konnten. Nun spiel- te aber nur noch der USC und rückte mit einem 15:2-Lauf die Verhältnisse zurecht. Beim USC feierte der 2,03 große Schwede Titi Spasojevic einen gelungenen Einstand. Er sollte auf den Positionen 4 und 5 eingesetzt werden. Die beste Leistung erbrachte bei diesem Spiel Stefan Fahrad (Fahrad 20/1 Dreier – 6/7 Feldwürfe – 9 Rebounds, Maaßmann 18 – 6 Rebounds, Burleson 16/4 Dreier – 7 Assists, Dordal 14/4, Spasojevic 9 – 5 Rebounds, Leber 4 – 5 Assists – 5 Ballgewinne, Held 4, Birkenfeld 2, Selle 1 – 5 Assists – 5 Ballgewinne).

Bei den Crailsheimer Merlins hatte der USC den längerem Atem und siegte mit 101:85 (20:18 – 46:46 – 64:71 – 85:101). KB führte wieder großartig Regie und gab millimetergenaue Pässe. Davon profitierte u. a. Titi Spasojevic, der bereits bei seinem zweiten Spiel für die „Akademiker“ überragend agierte. Auch Erik Dordal, Armin Leber und Christian Birkenfeld zeichneten sich aus. Die Vorentscheidung fiel gegen Ende des dritten Viertels, als die nerven- starken Kurpfälzer einen 7-Punkte-Vorsprung gewannen (Spasojevic 28 – 12/15 Feldwürfe – 13 Rebounds, Dordal 20/5 Dreier – 7/9 Feldwürfe – 5/6 Dreier, Burleson 17/2 – 9 Rebounds – 7 Assists, Leber 17/1, Birkenfeld 8 – 5 Rebounds, Fahrad 8  – 4 Assists, Maaßmann 3).

Sehr robust trat der Gast aus Jena im OSP auf, ohne indes den 89:77-Sieg (26:25 – 52:34 – 67:57) der „Gelben“ verhindern zu können. Von der harten Gangart der Thüringer, die von den Schiedsrichtern nicht unterbunden wurde, ließen sich die Kurpfälzer nur in den ersten Minuten beeindrucken. Dann schwang KB gekonnt den Taktstock und trug auch durch eigene Punkte gehörig zum Erfolg bei. Armin Leber fightete hart und spielte sehr besonnen. Auch Titi Spasojevic fügte sich wieder eindrucksvoll ein (Burleson 25/5 Dreier – 5/6 Dreier – 9/12 Feldwürfe – 4 Assists, Leber 19/3 – 8 Rebounds – 4 Assists, Spasojevic 14/1 – 8 Rebounds, Dordal 10/2, Fahrad 9, Maaßmann 8, Selle 4 – 4 Ballgewinne).

In Ulm fand der USC laut Claus Ebert, USC-Pressewart, keinen Rhythmus und unterlag mit 49:70 (22:14 – 33:31 – 43:42 – 70:49). Nach anfänglicher Ulmer Führung verlief das Spiel lange ausgeglichen. Die „Akademiker“ hatten ein leichtes Übergewicht, verlegten aber reihenweise leichte Körbe und versäumten so eine klare Führung. Die Quittung war eine Trefferquote von sehr mageren 31 % (21/67). Unübersehbar war das diesmal mangelnde Mannschaftsspiel. Nach dem 51:46 (33. Minute) zogen die „Spatzen“ dann auf und davon (Spasojevic 9 – 4/4 Feldwürfe – 6 Rebounds, Fahrad 8 – 9 Rebounds – 6 Ballverluste, Maaßmann 7 – 3/12 Feldwürfe, Selle 6/2 Dreier – 2/9 Feldwürfe – 4 As- sists, Leber 5 – 2/7 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Dordal 4/1 – 1/9 Feldwürfe,  Burleson 4 – 2/11 Feldwürfe – 4 Ball- verluste, Birkenfeld 4, Heindel 2).

Wieder hellwach fertigte der USC im heimischen OSP den Spitzenreiter und voraussichtlichen Aufsteiger SV Tü- bingen souverän mit 92:72 (26:21 – 48:41 – 61:56) ab. Die über 2000 begeistert mitgehenden Zuschauer sahen mannschaftlich geschlossen und mit viel Biss in der Defensive agierende Kurpfälzer, die nie die Übersicht verloren und die Schwaben in der Endphase zu unkontrollierten Würfen zwangen. Aus dem guten Team ragte Erik Dordal heraus (Dordal 21/7 Dreier – 7/10 Dreier – 4 Assists, Burleson 19/3 – 8 Assists, Fahrad 19/3 – 8 Rebounds, Birkenfeld 8 – 4/5 Feldwürfe, Leber 7/1, Heindel 6/1, Spasojevic 6 – 5 Rebounds, Maaßmann 6).

In Bayreuth trat der USC personell geschwächt an (Stefan Selle und Michael Held weilten studienbedingt im Aus- land, Erik Dordal pausierte wegen eines Bänderrisses) und siegte mit einem überragenden Kevin Burleson mit 82:77 (27:18 – 39:33 – 61:53 – 77:82). Obwohl die Gastgeber lange das Geschehen diktierten, gaben die „Aka- demiker“ nie auf. KB steigerte sich indes vor den Augen seiner aus den USA zu Besuch weilenden Eltern zu einer Glanzleistung. Vier Minuten vor Schluss brachte er den USC erstmals durch seinen Dreier zum 75:72 in Führung (Burleson 42/6 Dreier – 5 Rebounds – 4 Assists, Fahrad 10/1 – 7 Rebounds, Leber 10 – 6 Rebounds, Birkenfeld 9 – 4/4 Feldwürfe, Maaßmann 6, Spasojevic 4 – 6 Rebounds, Pires 1).

Im letzten Heimspiel sicherte sich der USC mit einem 86:73-Sieg (21:22 – 36:42 – 63:59) gegen den rce Falke Nürnberg den dritten Tabellenplatz im Endklassement. Nach gutem Beginn schlichen sich in das Spiel der Ne- ckarstädter leichte Fehler und auch eklatante Ballverluste ein. So konnten die Gäste nicht zuletzt durch einige Dreier eine Sechs-Punkte-Führung in die Halbzeitpause nehmen, zumal die Hausherren mit 0/4 von der Freiwurflinie erfolglos geblieben waren. Nach einer recht lauten Pausenansprache traten die Kurpfälzer in der zweiten Hälfte gegen die Franken mit deutlich gesteigerter Intensität auf. Stefan Fahrad legte jetzt Julius Jenkins, der den USC im Hinspiel mit 41 Punkten fast allein abgeschossen hatte, endgültig an die Kette, Titi Spasojevic setzte sich nun am Korb immer besser durch, und KB zauberte noch einmal (Burleson 28/7 Dreier – 7/12 Dreier – 10 Assists, Fahrad 22/2 – 7 Rebounds, Spasojevic 17 – 8/10 Feldwürfe – 1/5 Freiwürfe – 12 Rebounds, Maaßmann 10 – 7 Rebounds, Leber 4 – 1/8 Feldwürfe – 5 Rebounds – 5 Assists, Heindel 4 – 4 Assists, Birkenfeld 1; Nürnberg: Jenkins 24).

Führt den USC mit Riesenschritten zum Sieg gegen Nürnberg: Kevin Burleson. Titi Spasojevic (7) stellt einen Block, Kapitän Jürgen Maaßmann (13) ist zum Eingreifen bereit.

Mit einem lockeren 97:73-Sieg (19:26 – 39:51 – 57:79 – 73:97) in Ehingen konnten die „Akademiker“ die Saison siegreich beenden. Da nun auch Janis Heindel wegen eines im Spiel gegen Nürnberg erlittenen Nasenbeinbruchs ausfiel, musste Rico Pires in die Startformation und löste diese Aufgabe vorzüglich. Wieder spielte KB bestechend auf, zeigten aber auch Stefan Fahrad und Jürgen Maaßmann gute Form. Ebenso fiel die gute Teamleistung auf (Burleson 22/6 Dreier – 6/11 Dreier – 11 Rebounds – 9 Assists, Fahrad 19/4 – 5/5 Freiwürfe – 5 Ballverluste – 6 Assists, Maaßmann 19 – 8/9 Feldwürfe, Pires 17/3 – 7/9 Feldwürfe, Spasojevic 6, Leber 6, Erdinger 5, Birkenfeld 3 – 6 Rebounds).

Letzter Spieltag und Abschlusstabelle der Saison 2003/2004

In der internen Korbjägerliste konnte sich KB mit 624 Punkten (0,59 Punkte pro Einsatzminute) unangefochten den Platz 1 sichern. Es folgten auf den Plätzen Armin Leber (368/0,45), Jürgen Maaßmann (324/0,41), Stefan Fahrad (316/0,45), Erik Dordal (301/0,39), Stefan Selle (210/0,30) und Christian Birkenfeld (178/0,32).
In der Reboundstatistik ergab sich folgende Reihenfolge: Fahrad 141, Leber 134, Maaßmann 131, KB 128, Selle 126, Birkenfeld 98, Dordal 73, Spasojevic 58. Damit trennten den besten und den 5. Rebounder gerade 15 Abpral- ler: Rebounding als Teamleistung!
KB gab insgesamt 177 Assists (5,9/Spiel). Hier seien nur noch die Plätze 2 (Dordal/50) und 3 (Selle/44) erwähnt.

Im Liga-Ranking konnten sich mehrere USC-Spieler in unterschiedlichen Kategorien unter den ersten Zehn plat- zieren.
Trefferquote Zweier: Stefan Fahrad (10./60,42 %)
Trefferquote Dreier: Erik Dordal (1./47,65 %), KB (2./40,43 %)
Genommene Dreier/Dreiererfolge: KB (1. 277/112), Erik Dordal (8. 149/71)
Punkte insgesamt/pro Spiel: KB (2. 624/7. 20,80)
Einsatzzeit in Min.: KB (1049/5.)

Am Saisonende konnte der USC den dritten Tabellenplatz verbuchen und sich erneut als bestes Defensivteam auszeichnen. Die Zuschauer dankten es den „Akademikern“ und strömten wieder wie in alten Zeiten in das OSP, wo ein Schnitt von 1200 Besuchern registriert werden konnte. Dies machte Mut für einen Blick nach oben.
Das gesamte Team hatte im Vergleich zur vorangegangenen Saison an Qualität und an Homogenität deutlich zugelegt. Die Neuzugänge hatten dazu erheblich beigetragen. KB erwies sich als Glücksgriff und zählte ganz sicher zu den besten drei Spielern der Liga. Spielübersicht, Schnelligkeit, Ballgefühl und Scorerqualitäten zeich- neten ihn gleichermaßen aus. Seine offene, freundliche und immer wieder enthusiastische Wesensart wurde vom Team und den Fans sehr positiv aufgenommen. Auch Stefan Selle hatte überaus gut eingeschlagen. Der Allroun- der gehörte in den Statistiken zu den eher unauffälligen Spielern, was seinen Wert als Teamplayer etwas verdeckte. Wie KB hatte er ebenfalls durch seinen Charakter sehr zum Teamspirit beigetragen. Michael Held war kein echter Neuzugang. Von ihm war bereits bekannt, wie rasch er als Einwechselspieler einspringen und sich auf unterschied- liche Situationen einstellen konnte, wie wertvoll er damit für das Team war.
Diese Neuankömmlinge gesellten sich zu den bereits vorhandenen Spielern. Stefan Fahrad und Armin Leber hatten sich erwartungsgemäß gut weiterentwickelt. Stefan Fahrad war wohl der stärkste sechste Mann der Liga. Armin Leber spielte zumeist in der Startformation. Seine Leistungswerte sanken in der zweiten Saisonhälfte gegenüber der ersten, was auch mit der Verpflichtung Spasojevics zu tun hatte. Erik Dordal hatte von KB gleich in doppelter Hinsicht profitiert. Nun durfte er auf seiner Stammposition 2 spielen, außerdem versorgte KB ihn mit den notwen- digen Pässen. Auch für Jürgen Maaßmann und für Christian Birkenfeld gilt, dass sie weniger durch spektakuläre Aktionen auffielen, sondern eher unauffällig agierende Teamspieler waren. Die immer häufiger eingesetzten Talente Janis Heindel und Rico Pires hatten gezeigt, dass sie zu guten Spielern reifen konnten.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass dieses Team 2003/2004 sehr gut harmonierte und sich selbst zu regulieren verstand, wenn dies angebracht war. Es war eben nicht nur die Summe der Einzelspieler, die den Wert und den Erfolg dieser Mannschaft ausmachte. Hinzu kam dieser Teamspirit, der auch z. B., wenngleich in ganz anderem Kontext, das Team 2008/2009 auszeichnete.

Markus Jochum hieß der Trainer auch für die Saison 2004/2005. An allen Spielern hatte der USC auch für die neue Saison Interesse. KB würde wohl nur schwer zu halten sein, da er bereits höherklassige Angebote hatte und sich zudem für die NBA empfehlen wollte. Auch Titi Spasojevic als schwedischer Nationalspieler würde bei einer Wei- terverpflichtung viel Geld kosten.


Saison 2004/2005

 

6. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2004/2005:
Nummer 4: Erik Dordal (24/1,89), 5: Ronnie Taylor (22/1,83), 6: Oliver Komarek (18/2,07), 7: Janis Heindel (20/ 1,99), 8: Brett Buscher (22/2,03), 9: Kestutis Rimas (20/2,02), 10: Rico Pires (19/1,80), 11: Stefan Selle (24/2,00), 12: Simon Casel (22/2,00), 13: Jürgen Maaßmann (28/2,04 – Kapitän), 14: Christian Birkenfeld (26/2,04), 15: Armin Leber (23/2,00)
Den Kader ergänzten Mario Dugandzic (19/1,93) und Alexander Schönhals (18/1,80).

 

Das USC-Aufgebot für die Saison 2004/2005 in der 2. BL Süd
Stehend von links: Sportl. Leiter Harry Rupp, Mannschaftsarzt Dr. Stephan Maibaum, Christian Birkenfeld, Stefan Selle, Simon Casel, Brett Buscher, Oliver Komarek, Kapitän Jürgen Maaßmann, Armin Leber, Organis.-Leiter Thomas Riedel, Trainer Markus Jochum
Sitzend von links: Mario Dugandzic,
Kestutis Rimas, Erik Dordal, Rico Pires, Ronald Taylor, Janis Heindel, Alexander Schönhals, Physiotherapeut Jeremy Grubi

Abgänge: Kevin Burleson (SV Tübingen), Stefan Fahrad (BG Karlsruhe)

Zugänge: Ronald Taylor (University of North Carolina Greensboro), Brett Buscher (Purdue University of Indiana), Simon Casel (TBB Trier), Kestutis Rimas, Mario Dugandzic (beide 2. Mannschaft)

Die Vereine der 2. BL Süd:
BBC Bayreuth, TSV Tröster Breitengüßbach, BV TU Chemnitz, TSV Crailsheim, TSG Ehingen, USC Freiburg, USC Heidelberg, erdgas basket Jena, 1. FC Kaiserslautern, MTV Kronberg, TV Langen, TV Lich, FC Bayern München, TSV Nördlingen, rce Falke Nürnberg, ratiopharm Ulm

Mit Markus Jochum als Trainer ging es auch in die Saison 2004/2005. Erwartungsgemäß konnte Kevin Burleson nicht gehalten werden. Er wechselte zum ehemaligen Liga-Rivalen SV Tübingen, der in die BBL aufgestiegen war. Immerhin kannte man KB dort bereits, hatte er doch mit dem USC zwei Spiele gegen Tübingen bestritten. KB sollte auch in Tübingen Leistungsträger sein und später gar sein Ziel NBA verwirklichen können. Er ist damit der erste (und bislang einzige) ehemalige USC-Spieler, dem der Sprung in die NBA gelang.
Auch Stefan Fahrad zog es in die BBL. Er wechselte zur BG Iceline Karlsruhe. Den unermüdlichen Kämpfer sollte seine erfolgreiche Karriere später zum BBL-Nachbarn Ludwigsburg führen, um sie schließlich erneut bei der BG Karlsruhe, mittlerweile wie der USC in der Pro A, ausklingen zu lassen. Die immer wieder kolportierte Rückkehr zum USC bestätigte sich damit nicht.

Neuerdings erlaubten es die Statuten, in der 2. BL zwei Ausländer einzusetzen, die nicht als „Euro-Ausländer“ galten. Der USC nutzte diese Änderung, um zwei Amerikaner zu verpflichten.
Für Kevin Burleson kam Ronald Taylor. Markus Jochum sah ihn als schnellen und sehr vielseitigen Spieler, der dem USC noch viel Freude machen würde. Brett Buscher war die zweite Neuverpflichtung aus dem Mutterland des Bas- ketballs. Der weiße Modellathlet sollte auf der Position 4, gelegentlich auch 5, für mehr Präsenz am Korb sorgen und die Reboundschwäche des USC beseitigen helfen. Vom Allrounder Simon Casel schließlich erhoffte man sich qualifizierten Ersatz für Stefan Fahrad. Simon hatte immerhin zum Kader des BBL-Clubs TBB Trier gehört und zu- vor auch USA-Erfahrungen gesammelt.

So hatten Team-Management und Trainer vor der Saison ihre Hausaufgaben gemacht. Relativ (zur Liga) stärker war der USC freilich kaum einzuschätzen, da auch die Konkurrenten entsprechend aufgerüstet hatten.

Im ersten Saisonspiel traf der USC im heimischen OSP auf den TSV Tröster Breitengüßbach. Beim 80:71-Sieg (22:15 – 35:33 – 67:52) überzeugten die nun in weißem Dress angetretenen „Akademiker“ vornehmlich als Team. Der pfeilschnelle Ronnie Taylor trug daran großen Anteil, indem er den Ball souverän führte, 28 Punkte scorte und die meisten Pässe gab. Auch Erik Dordal zeigte sich in guter Form. Er erzielte wichtige Körbe und initiierte mit seinen Steals Fastbreaks, die immer wieder spektakulär abgeschlossen wurden, so mit seinem Pass auf Brett Buscher, der direkt per Dunking vollendete. Brett Buscher leistete vorbildliche Defensivarbeit, wurde aber häufig in aussichtsreichen Positionen nicht angespielt (Taylor 28/3 Dreier – 6 Assists, Buscher 14 – 7 Rebounds, 4 Assists, Dordal 13/3 – 5 Steals, Casel 12/1 5 Rebounds, Leber 9/2 – 5 Rebounds, Maaßmann 4 – 5 Rebounds).

Eine Pflichtaufgabe erfüllte der USC mit dem 82:66-Sieg (15:20 – 31:49 – 46:63 – 66:82) beim letztjährigen Auf- steiger TSG Ehingen. Eine über weite Strecken des Spieles sehr gute Defense legte die Grundlage für den ver- dienten Erfolg der Kurpfälzer, für die aber Ehingen kein wirklicher Maßstab sein konnte. Brett Buscher errang beim USC die Bestnote (Buscher 22, Taylor 18/2, Dordal 12/2, Maaßmann 12 – 6 Rebounds, Leber 9, Casel 4, Heindel 3/1, Selle 2).

Im Pokal schaltete der USC den Liga-Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern mit 99:68 (24:22 – 52:31 – 77:49) aus. Der sehr engagierte Armin Leber konnte sich gegen die schwachen Gäste besonders auszeichnen. Daneben wusste der junge Litauer Kestutis Rimas zu gefallen (Leber 20/1 -  5/7 Feldwürfe – 10/11 Freiwürfe – 5 Rebounds, Rimas 17/2 – 8/9 Freiwürfe – 7 Rebounds, Taylor 16/2 – 6 Assists, Dordal 14/2, Buscher 14, Maaßmann 9, Selle 5/1, Casel 2, Komarek 2).

Auch im Liga-Alltag gegen den TV Lich gab sich der USC sehr konzentriert und siegte mit 79:66 (31:19 – 41:34 – 63:57). RNZ-Chronist Joachim Klaehn prophezeite, dieser USC würde tabellarisch in der 2. Bundesliga stets recht weit oben zu finden sein. Ronnie Taylor demonstrierte sein enormes Potenzial. Er diktierte den Rhythmus und scor- te auch selbst, wenn das Team seine Punkte benötigte. Brett Buscher „rackerte wie ein Berserker“ (Klaehn) und nahm Lichs Ryan DeMichael, der vor Wochenfrist gegen Ulm 40 Punkte erzielt hatte, fast völlig aus dem Spiel (Taylor 30/4 – 6 Assists, Buscher 22 – 7 Rebounds, Casel 10/1, Dordal 9/1 – 6 Rebounds, Maaßmann 5 – 8 Rebounds, Leber 3/1).

In der 2. Pokalrunde gab es einen 93:85-Arbeitssieg (25:22 – 42:41 – 62:68) gegen den alten südhessischen Riva- len TV Langen, in dem sich der USC lt. Joachim Klaehn, RNZ, nicht mit Ruhm bekleckerte. Ohne Rhythmus und Konzentration, ohne durchdachtes Passverhalten und Druck gerieten die Kurpfälzer gegen die Hessen immer mehr ins Hintertreffen. Den Schalter umlegen konnten in den letzten fünf Minuten Ronnie Taylor mit seiner individuellen Klasse, Erik Dordal mit vorzüglichem Teamspiel und der diesmal sehr präsente Armin Leber (Taylor 27/2 – 9/10 Zweier – 9 Assists, Leber 22/3 – 3/5 Dreier – 7/8 Freiwürfe, Dordal 12/4 – 4/6 Dreier – 7 Assists, Buscher 11, Casel 11 – 5/6 Feldwürfe – 8 Rebounds, Maaßmann 8, Rimas 2).

Im Liga-Spiel bei den „Roten Teufeln“ in Kaiserslautern traten die „Akademiker“ souverän auf und entführten mit 103: 75 (14:28 – 36:53 – 52:78 – 75:103) die Punkte. Wieder war eine kompromisslose Defense der Schlüssel zum Er- folg. Ronnie Taylor war von den Hausherren nie zu stoppen und scorte allein in der ersten Hälfte 26 Punkte, wäh- rend Brett Buscher und Jürgen Maaßmann als starkes Gespann für geballte Präsenz unter den Körben sorgten. Dabei musste der USC ohne Stefan Selle (Patellasehnen-Probleme) und Christian Birkenfeld (Zehenverletzung) antreten (Taylor 32/2 – 9/10 Zweier – 7 Rebounds, Maaßmann 17 – 8/8 Feldwürfe – 6 Rebounds, Buscher 17 – 10 Rebounds – 5 Assists, Leber 16/1 – 5/5 Freiwürfe, Dordal 8/2 – 6 Rebounds, Casel 7/1, Rimas 4, Komarek 2).

Gegen Aufsteiger MTV Kronberg konnte der überheblich und unkonzentriert wirkende USC so eben mit 80:73 (19:17 – 39:33 – 58:57) den Sieg retten. Insbesondere dem gut aufgelegten Simon Casel verdankten die Neckar- städter den Erfolg. Auch Jürgen Maaßmann und Brett Buscher überzeugten (Casel 19/5 – 5/7 Dreier, Buscher 15 – 7 Rebounds, Dordal 14/3 – 3/4 Dreier – 5 Rebounds, Taylor 14/1 – 6 Rebounds – 5 Assists, Maaßmann 14 – 6/6 Freiwürfe – 10 Rebounds, Leber 2, Rimas 2).

Im Pokal schlug sich der USC gegen den Erstligisten TBB Trier beachtlich, konnte aber die 67:81-Niederlage (17: 21 – 37:43 – 52:65) nicht verhindern. Armin Leber zeigte gegen die Moselstädter eine feine Leistung (Leber 18/3 -7/8 Feldwürfe, Taylor 14/1 – 7 Assists, Buscher 13 – 7 Rebounds, Dordal 12/4 – 4/7 Dreier – 4 Assists, Maaßmann 8, Selle 2).

Beim Meisterschaftsfavoriten ratiopharm Ulm „verpasste es der USC, den „Big Point“ zu machen“ (Joachim Klaehn, RNZ). Erst im Schlussviertel konnten die „Spatzen“ gegen die „Akademiker“ mit 81:75 (12:20 – 38:41 – 60:61) den Sieg sichern. Der USC hatte das Tempo geschickt variiert und die Ulmer Angriffsmaschinerie, die bislang für einen Durchschnitt von knapp 100 Punkten gesorgt hatte, lahmgelegt. Ronnie Taylor und Erik Dordal zogen gekonnt die Fäden von außen. In der Schlussphase waren beide ausgepowert, da sie zuvor mangels Alternativen kaum pausie- ren konnten (Taylor 21/2 – 7 Rebounds, Dordal 14/4 – 4/5 Dreier – 5 Rebounds, Maaßmann 12 – 6 Rebounds, Buscher 12, Leber 11 – 9/10 Freiwürfe, Casel 5; Ulm: Shtein 22, Heizer 18, Erege 14, Price 14).

Eine schwache Vorstellung boten die „Akademiker“ beim mühevollen 77:69-Sieg (16:15 – 42:35 – 54:52) gegen die Bayern aus München. Die noch sieglosen Bajuwaren traten bissig und hoch motiviert im OSP an, konnten aber spielerische Mängel nicht verhehlen. Der USC wirkte dagegen verunsichert und unaufmerksam. Dazu trug bei, dass Brett Buscher an Heimweh litt. Stärkster USC-Protagonist war eindeutig Armin Leber (Leber 19/2 – 8/11 Feldwürfe, Taylor 15/2, Casel 15/2 -  2/2 Dreier – 5 Rebounds, Maaßmann 14 – 6/9 Feldwürfe – 5 Rebounds, Buscher 7 – 5 Rebounds, Dordal 7/2).

Bester USC-Spieler gegen Bayern München: Armin Leber

In einem auf gutem Zweitliganiveau stehenden Spiel unterlag der USC im heimischen OSP dem Spitzenreiter rce Falke Nürnberg mit 80:83 (25:16 – 48:44 – 63:66). Die sehr engagiert spielenden Hausherren schienen die Nürnber- ger zunächst in Grund und Boden zu spielen. In der zweiten Halbzeit verstrickte sich der USC zunehmend in Ein- zelaktionen und ließ einfache Nürnberger Körbe zu. Jürgen Maaßmann war durch eine Schulterverletzung sehr ge- handicapt, während Stefan Selle nach seiner Patellasehnenreizung noch nicht an die Form der Vorsaison anknüp- fen konnte. Christian Birkenfeld musste weiterhin verletzungsbedingt pausieren. So fehlten auch personelle Alter- nativen und Verschnaufpausen. Gute Leistungen bot das USC-Quartett Ronnie Taylor (40 Min.), Armin Leber (32 Min.), Brett Buscher (37 Min.) und Erik Dordal (40 Min.), dem es aber an Unterstützung mangelte (Taylor 23/2 – 10 Assists, Leber 20/2 – 7/10 Feldwürfe, Buscher 19 – 6 Rebounds, Dordal 15/4 – 4/7 Dreier – 5 Rebounds, Casel 3/1; Nürnberg: Cory Jenkins 26/1, Julius Jenkins 21/2).

 

Eine 45:70-Klatsche (19:11 – 33:22 – 52:32 – 70:45) holten sich die „Akademiker“ beim BBC Bayreuth. Markus Jochum ließ selbst die Verletzungsmisere (nun fehlte auch noch Kapitän Jürgen Maaßmann) nicht als Entschul- digung gelten: „Wenn wir 21 Prozent aus dem Feld treffen, liegt das nicht an Verletzungen.“ Einziger Lichtblick in einem völlig indisponierten Team war Youngster Janis Heindel (Taylor 12 – 3/17 Feldwürfe – 0/9 Dreier – 5 Ball- verluste – 4 Steals, Leber 9 – 2/8 Feldwürfe – 7 Rebounds, Heindel 8/1, Casel 7/2 – 2/8 Feldwürfe – 5 Rebounds, Buscher 6 – 2/12 Feldwürfe – 8 Rebounds, Dordal 3/1 – 1/6 Feldwürfe).

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Jena gab es für den personell ohnehin schon gebeutelten USC weitere Hiobsbotschaften. Stefan Selle musste sich einem kleinen Eingriff an der Patellasehne unterziehen und konnte, wenn überhaupt, frühestens in der Rückrunde wieder eingreifen. Nun hatte sich zudem Simon Casel einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Damit verfügte Markus Jochum nur noch über vier Mann der Stammbeset- zung, die in der 1. Fünf durch Janis Heindel ergänzt wurde. Es erschien demnach fast als Wunder, dass der USC gegen die Thüringer mit 93:80 (31:16 – 48:41 – 69:59) siegte. In einem leidenschaftlich geführten Spiel ließen sich die Kurpfälzer nicht unterkriegen. Überragend spielten Ronnie Taylor und Armin Leber, die wirkungsvoll von Brett Buscher, Erik Dordal und Janis Heindel unterstützt wurden (Taylor 33/4 – 4/5 Dreier – 5 Rebounds, Leber 26/5 – 5/5 Dreier – 10/12 Feldwürfe – 7 Rebounds, Buscher 12 – 7 Rebounds – 4 Assists, Dordal 10/2 –6 Assists, Heindel 10 – 4/5 Feldwürfe, Rimas 2).

Nach wie vor personell dezimiert, siegten die „Akademiker“ dennoch mit 97:85 (20:26 – 41:53 – 66:78 – 85:97) bei ihrem Namensvetter in Freiburg. Hauptverantwortlich für diesen neuerlichen Coup war laut USC-Chronist Claus Ebert ein „fulminantes Trio-Infernale“. Die Protagonisten dieses unwiderstehlichen Trios waren Brett Buscher, Ronnie Taylor und Armin Leber, die ihre Freiburger Gegenspieler zu Statisten verdammten. Da sich auch Erik Dordal und Janis Heindel glänzend ins Spiel einfanden, gab es beim USC keinen Einbruch (Buscher 34 – 14/19 Feldwürfe – 6/6 Freiwürfe – 7 Rebounds, Taylor 25/3 – 6 Rebounds, Leber 17/1 – 10/11 Freiwürfe – 8 Rebounds, Dordal 7/1 – 5 Assists, Rimas 7/1, Heindel 7 – 5/6 Freiwürfe).

Gegen BV TU Chemnitz musste der USC eine 91:102-Niederlage (16:24 – 38:51 – 56:67) einstecken. Da nun auch noch Janis Heindel nach nur fünf mühsam gespielten Minuten verletzungsbedingt ausscheiden musste, ging dem verbliebenen Stammpersonal gegen die gut und tief besetzten Sachsen die Luft aus. Auch der gut aufgelegte Erik Dordal konnte allein nur wenig ausrichten (Dordal 28/5 –5/10 Dreier, Taylor 23 – 5 Rebounds – 5 Assists, Buscher 14 – 6 Rebounds, Leber 12, Rimas 6/2 – 6 Rebounds, Pires 4, Komarek 2, Heindel 2).

Zu Beginn des neuen Jahres errangen die sechs verbliebenen USC-Akteure einen überraschenden 98:80-Sieg (18:29 – 42:53 – 66:75 – 80:98) in Nördlingen. Von den zuvor verletzten Spielern war Simon Casel wieder dabei, dafür fehlte nun neben Janis Heindel auch noch Oliver Komarek, der sich im Training den Fuß vertreten hatte. Ronnie Taylor präsentierte sich erneut überragend, auch Brett Buscher und Erik Dordal konnten sich auszeichnen (Taylor 30/2 – 10/14 Feldwürfe – 8/8 Freiwürfe – 8 Rebounds – 7 Assists – 4 Steals – Effektivität 45!, Buscher 27 – 6 Rebounds – 4 Steals, Dordal 21/5 –5/8 Dreier – 4 Assists, Leber 8 – 5 Rebounds, Casel 6, Rimas 6 – 5 Re- bounds).

Gegen die Crailsheim Merlins konnte der USC mit 102:91 (28:23 – 57:48 – 83:66) die Punkte behalten. Neben dem wieder exzellent agierenden Ronnie Taylor wussten auch Brett Buscher und Armin Leber zu gefallen. Bei den „Aka- demikern“ wirkte erstmals der 2,04 große dänische Nationalspieler Nicolai Iversen mit, der angesichts der Verlet- zungsmisere des USC nachverpflichtet worden war, freilich noch in das Team finden musste (Taylor 31/2 – 10/14 Feldwürfe – 6 Rebounds – 7 Assists, Buscher 26 – 11/15 Feldwürfe – 5 Rebounds, Leber 17 – 7/9 Feldwürfe – 9 Rebounds, Dordal 15/3 –5/7 Feldwürfe, Casel 7, Iversen 6).

Auch beim Angstgegner TV Langen punktete der USC mit 89:76 (23:23 – 40:40 – 55:63 – 76:89). Bester Spieler war laut USC-Pressewart Claus Ebert der neuverpflichtete dänische Nationalspieler Nicolai Iversen, der erst sein zweites Spiel für die Heidelberger bestritt. Er wurde wirksam unterstützt durch Brett Buscher, während dessen amerikanischer Landsmann Ronnie Taylor an diesem Tag weniger dominant als sonst auftrat. Die Partie hatte unmittelbar vor und nach der Halbzeitpause ihre entscheidende Phase, als der USC aus einem 34:40-Rückstand eine 46:40-Führung machte. Sebastian Adeberg auf Seiten der „Giraffen“ bereitete dem USC einiges Kopfzerbre- chen (Buscher 23/1, Iversen 18/3 – 3/5 Dreier – 7/8 Freiwürfe, Taylor 14 – 6 Assists, Leber 12/1 – 6 Rebounds, Dordal 10/2 – 4 Assists , Casel 6 – 3/3 Feldwürfe, Komarek 4, Rimas 2; Langen: Adeberg 26 – 9/14 Feldwürfe – 6 Rebounds, Stoll 8 – 8 Rebounds – 5 Assists).

Gleich im zweiten Spiel bester „Akademiker“: Neuzugang Nicolai Iversen, dänischer Nationalspieler

Etwas überraschend unterlag der USC beim abstiegsbedrohten TSV Breitengüßbach mit 79:85 (26:21 – 47:42 – 59:57 – 85:79). Nach dem Urteil Markus Jochums hatten die „Akademiker“ schlecht und zu langsam gespielt. Schwaches Abwehrverhalten gegen die Dreierversuche der Hausherren, eigene Mängel im Abschluss und zu viele leichte Fehler waren die Ursachen des Misserfolgs. Brett Buscher und Nicolai Iversen wussten beim USC zu überzeugen (Buscher 25 – 6 Rebounds, Iversen 15/3 – 12 Rebounds – 6 Steals, Taylor 14 – 8 Ballverluste – 5 Assists, Leber 14 – 7 Rebounds, Dordal 5/1 – 5 Rebounds, Casel 3/1, Rimas 3).

Von Ulm-Bezwinger TSG Ehingen ließen sich die „Akademiker“ im heimischen OSP nicht überraschen und siegten mit 90:78 (24:16 – 52:37 – 68:60). Dabei zeigten sich die beiden US-Amerikaner Ronnie Taylor und Brett Buscher in guter Verfassung. Die Grundlage für den letztlich ungefährdeten Erfolg legten die Hausherren in der überragenden ersten Hälfte, als sie mit einer Trefferquote von 69 % (gegenüber 41 % der Gäste) auftrumpften (Taylor 27/1 – 10/17 Feldwürfe – 6/7 Freiwürfe – 5 Assists, Buscher 22 – 9/13 Feldwürfe, Leber 14/3 – 5/6 Feldwürfe, Dordal 10/2, Rimas 9/3 – 3/3 Feldwürfe, Iversen 8/2 – 7 Rebounds – 4 Assists).

Vor dem Spiel „im Herzen der Natur“ beim TV Lich gab es für Markus Jochum eine weitere Hiobsbotschaft: Erik Dordal hatte im Training einen Innenbandanriss im linken Sprunggelenk erlitten und würde möglicherweise vier Wo- chen pausieren müssen. Die Kurpfälzer aber steckten auch diese neuerliche Schreckensmeldung weg und sieg- ten mit ihrem letzten Aufgebot souverän mit 109:82 (18:24 – 32:53 – 51:81 – 82:109). Markus Jochum sah den Schlüssel zum Sieg im enormen Verteidigungswillen der USC-Protagonisten gegen die körperlich überlegenen Hessen. Nicolai Iversen zeigte erneut, welchen Gewinn er für den USC bedeutet. Ronnie Taylor aber war Chef im Ring und hängte seinen überforderten Gegenspielern reihenweise Fouls an (Taylor 38/2 – 10/13 Feldwürfe – 16/19 Freiwürfe – 7 Rebounds – 5 Steals – Effektivität 43!, Iversen 23/3 – 9/14 Feldwürfe – 9 Rebounds, Leber 19/1 – 7/11 Feldwürfe – 6 Steals,  Buscher 12 – 6/6 Freiwürfe – 8 Rebounds, Casel 7, Heindel 4, Rimas 3/1, Schönhals 2, Pires 1).

Im kurpfälzischen Derby mussten die „Akademiker“ nachsitzen, um die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern mit 96:87 n. V. (19:24 – 37:39 – 54:57 – 78:78) zu besiegen. Erik Dordal war trotz seiner noch nicht auskurierten Bänderver- letzung dabei und neben Ronnie Taylor sowie dem unermüdlichen Fighter Brett Buscher einer der Aktivposten. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie erreichten die sehr selbstbewusst agierenden Pfälzer mit einem Glückswurf Timothy Johnsons in der Schluss-Sekunde aus gut acht Metern Entfernung doch noch den Ausgleich zum 78:78. In der Verlängerung ging dann den „Teufeln“ gegen die unbändig kämpfenden Hausherren die Luft aus (Taylor 22/1 – 5 Rebounds – 5 Assists, Buscher 20 – 12 Rebounds – 4 Assists, Dordal 19/3 – 3/5 Dreier – 6/6 Freiwürfe – 4 Assists, Casel 14/2 – 6/9 Feldwürfe, Iversen 13/1 – 7 Rebounds – 5 Assists, Leber 5,  Rimas 3/1).

Beim Schlusslicht MTV Kronberg sicherte sich der USC mit 87:77 (19:14 – 38:38 – 51:60 – 77:87) die Punkte, musste aber gegen die erbittert kämpfenden Gastgeber harten Widerstand brechen. Bestnoten verdienten sich bei den Heidelbergern Nicolai Iversen und Ronnie Taylor (Iversen 24/4 – 7 Rebounds, Taylor 21 – 6 Rebounds – 5 Assists, Buscher 12 – 9 Rebounds – 3 Steals, Leber 10,  Dordal 8 – 0/6 Dreier, Casel 6, Heindel 6).

Einen schwachen Tag erwischten die akademischen Korbjäger gegen den Tabellenzweiten ratiopharm Ulm und unterlagen mit 62:76 (17:17 – 38:31 – 52:51). Vor 1600 Zuschauern genügte den „Spatzen“ ein starkes Schluss- viertel, in dem sie die Hausherren mit einer Pressdeckung in Verlegenheit brachten. Zudem hatten die Kurpfälzer Christian Grosse offenbar nicht auf der Rechnung: Er drehte auf und markierte insgesamt 15 Treffer (Buscher 18 – 6/8 Nahdistanz – 0/7 Mitteldistanz, Leber 13 – 5/7 Zweier – 5/6 Freiwürfe,  Iversen 13/2, Taylor 11 – 6 Rebounds, Casel 5/1, Dordal 2).

Auch bei den Münchener Bayern präsentierten sich die „Akademiker“ recht hilflos und erhielten mit einer 77:98-Schlappe (28:16 – 54:39 – 86:52 – 98:77) die Quittung. Der USC fand gegen die kampfstarken Bayern nie in das Spiel und produzierte zahlreiche Ballverluste. In einem ausgesprochen schwachen USC-Team war der erstmals nach seiner Verletzung wieder eingesetzte Kapitän Jürgen Maaßmann zusammen mit  Youngster Janis Heindel einziger Lichtblick (Maaßmann 19 – 5/5 Feldwürfe – 9/10 Freiwürfe – 7 Rebounds, Taylor 14/2 – 6 Ballverluste, Heindel 12/2 – 5/6 Feldwürfe – 5 Rebounds, Iversen 12/1 – 5 Rebounds, Buscher 10, Dordal 5/1,  Casel 5).

Eine Lehrstunde erhielt der verunsicherte USC laut USC-Pressewart Claus Ebert bei der 75:95-Niederlage (26:12 – 50:32 – 75:49 – 95:75) in Nürnberg. Nur Ronnie Taylor und Brett Buscher konnten bei den Kurpfälzer dem Tabel- lenführer einigermaßen Paroli bieten (Taylor 25/3 – 8 Rebounds, Buscher 19/1, Iversen 10/2 – 5 Rebounds, Casel 6/2, Dordal 5/1, Leber 4, Maaßmann 4 – 4 Assists, Heindel 2 – 5 Rebounds).

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis hatte der USC mit dem 88:74-Sieg (15:12 – 35:32 – 62:52) gegen seinen frän- kischen Tabellennachbarn aus Bayreuth. Für den USC handelte es sich um einen Kraftakt, da auf beiden Seiten verbissen um jeden Ball gerungen wurde. Entscheidend war, dass sich bei den „Akademikern“ im Vergleich zu den letzten Spielen die Verteidigungsleistung deutlich verbessert hatte. Aus einem guten Team ragte Armin Leber heraus (Leber 21/1 – 5/7 Feldwürfe – 10/12 Freiwürfe – 6 Rebounds, Taylor 20/2, Buscher 18/1 – 7 Rebounds, Iversen 11/3 – 9 Rebounds, Dordal 10/1, Maaßmann 5, Casel 2, Heindel 1).

Eine blamable Vorstellung des USC sah Pressesprecher Claus Ebert bei der 58:89-Niederlage (23:12 – 40:26 – 69:44 – 89:58) in Jena. Dabei enttäuschte bei den „Akademikern“ die komplette erste Fünf, schickte sich ohne Gegenwehr in die Niederlage. Im Angriff wurde viel zu langsam und zu spät gepasst, in der Abwehr ließ man die Schützen der Saalestädter unbehelligt (Taylor 22/3 – 7/8 Freiwürfe – 5 Rebounds – 6 Ballverluste – 6 Assists – 3 Steals, Komarek 11 – 5/6 Freiwürfe, Heindel 7/1, Maaßmann 5, Iversen 5, Leber 4 – 4/5 Freiwürfe, Buscher 4 – 2/9 Feldwürfe).

Die nächste Enttäuschung folgte mit der 80:82-Heimniederlage (25:17 – 39:45 – 60:65) gegen den Breisgauer Na- mensvetter aus Freiburg. Dabei sahen die Kurpfälzer noch neunzig Sekunden vor Schluss mit einer 80:73-Führung und Ballbesitz wie der sichere Sieger aus. Anstatt aber die Zeit auszuspielen, agierten die Gastgeber nun überhas- tet  – und erhielten die Quittung. Doch auch zuvor waren sie häufig recht nachlässig aufgetreten, hatten z. B. nach einer 25:17-Führung den nicht gerade übereifrigen Südbadenern einen 12:0-Lauf gestattet. Armin Leber und Nicolai Iversen boten bei den Gastgebern gute Leistungen (Taylor 20/3 – 5 Assists, Iversen 18/2 – 9 Rebounds, Leber 16/1 – 4/5 Feldwürfe – 7/9 Freiwürfe – 11 Rebounds, Dordal 11/3, Maaßmann 6 – 5 Rebounds, Casel 5/1, Heindel 2, Buscher 2 – 1/5 Feldwürfe).

Wie verwandelt trat laut USC-Chronist Claus Ebert der USC in Chemnitz auf und siegte dort nach großem Kampf mit 111:110 n. V. (31:35 – 48:52 – 75:70 – 100:100 – 110:111). Die „Akademiker“ spielten gegen die Sachsen, de- nen sie in der Vorrunde zu Hause mit 91:102 unterlegen waren, einen beeindruckenden Team-Basketball. Aus der guten USC-Mannschaft ragten Ronnie Taylor und Erik Dordal noch heraus (Taylor 31/6 – 6/12 Dreier – 7/7 Freiwürfe – 6 Rebounds – 6 Assists, Dordal 23/5 – 5/11 Dreier – 5 Rebounds – 3 Assists, Iversen 16/3 – 3/6 Dreier, Maaß- mann 12 – 4/4 Freiwürfe – 7 Rebounds, Leber 9/1 – 7 Rebounds, Casel 8, Buscher 6 –5 Rebounds, Komarek 6).

Eine herbe Enttäuschung folgte im OSP mit der 79:81-Niederlage (16:19 – 30:34 – 50:52) gegen den TSV Nördlin- gen. Gegen die Schwaben fehlte den Kurpfälzern von Anfang an die rechte Einstellung, so dass sie rasch mit 0:8 zurücklagen. Ronnie Taylor zeigte eine überdurchschnittliche Leistung, bezog aber seine Mitspieler zu wenig ein (Taylor 28/2 – 8/8 Freiwürfe, Iversen 16/3 – 6 Rebounds, Leber 12, Dordal 9/3 – 4 Steals, Buscher 7/1, Maaßmann 4, Casel 3 – 1/8 Feldwürfe).

Armin Leber im Duell mit Michael Buse (Nördlingen) – hinter ihm blockt Brett Buscher (8).

Beim 94:82-Sieg (19:22 – 50:46 – 62:69 – 82:94) der „Akademiker“ bei den Crailsheim Merlins zauberte der sensa- tionell aufspielende Ronny Taylor den Gastgebern etwas vor. Dass er trotz seiner 41 Punkte nicht als Alleinunter- halter auftrat, zeigen u. a. seine neun Assists, von denen insbesondere Armin Leber und Erik Dordal profitierten (Taylor 41/4 – 15/23 Feldwürfe – 9 Assists – 6 Steals – Effektivität 44!, Leber 13/1 – 8 Rebounds, Dordal 13/3 – 3/6 Dreier, Casel 10/2 – 4/4 Freiwürfe, Maaßmann 8, Buscher 6, Komarek 2, Iversen 1 – 0/5 Feldwürfe).

Im letzten Saisonspiel kreuzten die Heidelberger im OSP mit dem alten Rivalen TV Langen die Klingen und sieg- ten mit 89:86 (13:19 – 39:39 – 61:56). Das Derby war wie so oft vom Kampf geprägt und damit nicht gerade ein Leckerbissen für Basketball-Ästhetiker. Der Sieg konnte erst in den letzten Sekunden gesichert werden (Taylor 22/1 – 11/12 Freiwürfe, Iversen 20/2 – 10 Rebounds, Dordal 15/3 – 3/5 Dreier – 5 Rebounds, Casel 11/2, Leber 9/1, Maaßmann 7 – 5 Rebounds, Buscher 5/1).

 

Letzter Spieltag und Abschlusstabelle der 2. BL Süd in der Spielzeit 2004/2005

In der internen Korbjägerliste lag Ronnie Taylor mit 702 Punkten vorne. Er erzielte damit 23,4 Punkte pro Spiel bei einer Trefferquote von 50 % (Dreier 33 %). Es folgten Brett Buscher (458 – 15,3/Spiel – 53 %/26 %), Armin Leber (353 – 11,8 – 51%/38 %), Erik Dordal (316 – 10,9 – 45 %/41 %), Nicolai Iversen (227 – 12,9 – 42 %/33 %), Simon Casel (165 – 6,1 – 40 %/35 %) und Jürgen Maaßmann (149 – 8,8 – 59 %/-).
In der Reboundstatistik war die Reihenfolge: Buscher 145, Taylor 137, Leber 134, Iversen 106, Dordal 96, Maaß- mann 87, Casel 67. Es fehlte dem Team somit ein dominanter Rebounder.
Bei den Assists führte Ronnie Taylor mit 125 (4,2/Spiel). Es folgten Erik Dordal (56 – 1,9) und Brett Buscher (40 – 1,33).
Bei den Steals führte ebenfalls Ronnie Taylor (60 – 2,0/Spiel). Hier folgten Armin Leber (37 – 1,2), Erik Dordal (30 – 1,03) und Brett Buscher (29 – 0,97).
Weitere statistische Daten über die Saison 2004/2005 liegen dem Verfasser leider nicht vor.

Der sechste Tabellenplatz entsprach nicht den Erwartungen der USC-Verantwortlichen und des Umfelds. Der so glorios errungene dritte Platz der Vorsaison hatte Begehrlichkeiten geweckt, die nun herb enttäuscht wurden. Die- ser dritte Platz des Vorjahres war aber unbeachtet der starken Persönlichkeiten das Ergebnis eines gut funktio- nierenden und sich selbst korrigierenden Teams. In der Saison 2004/2005 standen wichtige Bausteine dieses Teams jedoch nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Kevin Burleson und Stefan Fahrad hatten ihrer Karriere zuliebe in die BBL gewechselt, Michael Held seine Laufbahn aus beruflichen Gründen beendet. Stefan Selle und Christian Birkenfeld aber waren dauerverletzt. Auch Kapitän Jürgen Maaßmann musste in zahlreichen Spielen verletzungsbedingt pausieren. Bereits wegen dieser Personalien war die Teambildung sehr erschwert.
Hinzu kam, dass in der Vorsaison mit KB ein seltener Glücksgriff gelungen war. Ronnie Taylor konnte dessen Platz jedoch nur bedingt einnehmen. Zweifellos war auch er ein begnadeter Basketballer. Vielleicht war er hinsichtlich Willenskraft und Schnelligkeit KB gar überlegen. KB hatte dagegen die größere Übersicht und war eindeutig der bessere Mannschaftsspieler. Vor allem hatte er eine unglaublich positive Ausstrahlung auf das Team und die Zu- schauer, die dem introvertierten Ronnie Taylor völlig abging. Mit Brett Buscher hatte der USC zunächst für die Po- sition 4 den Spielertyp, den er wollte: hart, kampfstark und durchsetzungsfähig. Seine Leistungen fielen jedoch in der zweiten Saisonhälfte deutlich ab, da er an Heimweh und Liebeskummer litt.
Simon Casel war ein völlig anderer Spielertyp als sein Vorgänger Stefan Fahrad. Eine tragende Rolle konnte er im Spiel des USC nur selten übernehmen. Er wie auch Erik Dordal waren auf Pässe angewiesen, die sie von Ronnie Taylor zu selten erhielten. Erik Dordal aber hatte sich in all diesen personellen Problemen als ein stabilisierender Faktor erwiesen. Der nachverpflichtete Nicolay Iversen erwies sich als die erhoffte Verstärkung. Armin Leber schließlich hatte die Leistung erbracht, die man von ihm erwarten konnte.

So musste das Saisonergebnis angesichts der ungewöhnlichen Anhäufung personeller Probleme durchaus nicht als Misserfolg bewertet werden.

 

Saison 2005/2006

7. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2005/2006:
Nummer 4: Tobias Stoll (22/1,82), 5: Maurice Linton (26/2,02), 6: Thomas McCheseney (25/1,88), 7: Reinhard Lanegger (24/1,95), 9: Emanuel Dildy (24/1,85), 10: Rico Pires (20/1,80), 11: Oliver Lange (22/1,88), 12: Kestutis Rimas (21/2,02), 13: Jürgen Maaßmann (29/2,04 – Kapitän), 14: Oliver Komarek (19/2,08), 15: Armin Leber (24/2,00)
Den Kader ergänzten Alexander Schönhals (19/1,80) und Albert Kuppe (16/1,98).

Abgänge: Ronnie Taylor (TuS Jena), Brett Buscher (USA), Stefan Selle (Sportinvalide), Janis Heindel (SG Kirchheim), Simon Casel, Nicolai Iversen (beide unbekannt)

Zugänge: Maurice Linton (Mexiko), Emanuel Dildy (Eastern Illinois University), Thomas McCheseney (BG Karlsruhe), Reinhard Lanegger (UBSC Graz), Tobias Stoll (TV Langen), Oliver Lange (TSV Nördlingen)

Die Vereine der 2. BL Süd:
BBC Bayreuth, TSV Breitengüßbach, BV TU Chemnitz, Crailsheim Merlins, Erdgas Ehingen, USC Freiburg, USC Heidelberg, erdgas basket Jena, 1. FC Kaiserslautern, TV Langen, TV Lich, TSV Nördlingen, MTV Stuttgart, ra- tiopharm Ulm, COOCOON B. Weiden, USC Mainfranken Baskets Würzburg

Markus Jochum hieß auch der Trainer der Saison 2005/2006.
Ronnie Taylor zog es zum Liga-Rivalen TuS Jena. Der USC war ohnehin an seiner Weiterverpflichtung nicht sehr interessiert, da er einen extravertierten, teamorientierten Führungsspieler suchte, den er mit Emanuel Dildy ge- funden zu haben glaubte. Brett Buscher, der in die USA zurückkehrte, wurde durch Maurice Linton ersetzt, der zuletzt erfolgreich in der 1. mexikanischen Liga gespielt hatte.

Erik Dordal verließ den USC nach drei Jahren notgedrungen, da er im Zusammenhang mit einem früheren Stipen- dium nun in den USA arbeiten musste. Für ihn kam von der BG Karlsruhe mit Tom McCheseney ein Kanadier, der auch einen britischen Pass besaß und damit nicht unter die Ausländerregelung fiel. Über ihn sagte Markus Jo- chum, er sei in jeder Beziehung eine Klasse besser als Erik Dordal. Diese Bemerkung war nicht nur ungewöhnlich taktlos im Hinblick auf den untadeligen Sportsmann Erik Dordal, der stets vorbildlichen Einsatz gezeigt und viel für den Teamspirit getan hatte. Sie offenbarte auch einen Fokus, der ausschließlich auf die zu erwartende Leistung des neuen Spielers ausgerichtet war und der das Teamgefüge völlig ausblendete. Es sollte sich noch zeigen, in- wieweit seine Einschätzung zutraf.

Mit Stefan Selle verließ ein weiterer wichtiger Spieler des Teams 03/04 den USC. Stefan hatte sich bekanntlich in der Vorsaison verletzt, war seither beim Spiel beeinträchtigt und konnte daher an seine frühere Leistung nicht mehr anknüpfen. Er wollte nun sein Studium abschließen und eine berufliche Karriere starten. Das war für den USC aus- gesprochen bedauerlich, nach Lage der Dinge aber unumgänglich. Bei dem ebenfalls verletzten Christian Birkenfeld war zu Saisonbeginn noch nicht abzusehen, ob und wann er wieder in das Geschehen eingreifen konnte.

Nicolai Iversen wanderte ab, da seine Gehaltsvorstellungen nicht zum Budget des USC passten. Simon Casel hatte sich entschlossen, sein Studium zu forcieren und dem Leistungssport zu entsagen. Janis Heindel wollte dagegen beim Regionalligisten SG Kirchheim Stammspieler werden.

Aus Langen kam der frühere Jugendspieler Tobias Stoll zurück zum USC. Reinhard Lanegger und Oliver Lange sollten das Team vertiefen.

Mit ratiopharm Ulm gab es einen heißen Titelanwärter. Nach dem sportlichen Leiter Harry Rupp gehörte der USC zum weiteren Favoritenkreis und durfte ggf. auch Meister werden.

 

Im ersten Saisonspiel trat der USC beim TSV Nördlingen an und siegte recht souverän mit 88:73 (17:25 – 37:46 – 54:60 – 73:88). Die „Akademiker“ boten im Ries eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Emanuel Dildy und Armin Leber herausragten (Dildy 29/3 Dreier – 12/12 Freiwürfe – 5 Ballverluste – 5 Steals, Leber 20 – 8/11 Feldwürfe – 6 Rebounds, McCheseney 17/1 – 7/9 Feldwürfe – 6 Ballverluste, Linton 13 – 6 Rebounds, Maaßmann 8, Lanegger 1, Stoll, Lange, Rimas, Komarek).

Gegen den Aufsteiger MTV Stuttgart tat sich der USC im ersten Heimspiel sehr schwer und konnte sich mit 64:63 (18:24 – 36:42 – 56:52) nur knapp behaupten. In der ersten bis zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Kur- pfälzer gegen die routinierten Gäste aus der Landeshauptstadt sehr schwach. Die Verteidigung klappte nicht, die Angriffe wurden überhastet vorgetragen, Ballverluste häuften sich. Nach einem 7:0-Lauf führten die Schwaben in der 23. Minute mit 49:36. Als die 1100 enttäuschten Zuschauer bereits mit einer Niederlage rechneten, setzte der USC seinerseits einen 20:3-Lauf zum 56:52 und blieb am Ende dann doch siegreich (Linton 20/1, Dildy 18/3 – 5 Steals, Lanegger 9/1, McCheseney 8 – 2/8 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Leber 5/1– 2/9 Feldwürfe – 7 Rebounds – 5 Ballverluste, Maaßmann 4, Stoll, Lange, Rimas, Komarek).

Heidelbergs Maurice Linton im Luftkampf mit Peter Huber-Saffer (15)

Beim Erzrivalen TV Langen trumpften die „Akademiker“ mit einer geschlossenen Leistung auf und siegten verdient mit 89:78 (24:23 – 33:47 – 52:68 – 78:89). Nur im ersten Viertel konnten die Südhessen den USC in Verlegenheit bringen, bevor sich dessen überlegenes Spiel durchsetzte. Auch das 3. Foul Dildys bereits im 2. Viertel konnte die Kurpfälzer nicht irritieren, da Tobias Stoll sich bestens einfügte. Aus dem guten USC-Team ragten Linton, Dildy, Maaßmann und McCheseney noch heraus (Linton 19/1 – 6 Rebounds, Dildy 19/1 – 6/6 Freiwürfe, McCheseney 16/1 – 5 Rebounds – 4 Steals, Maaßmann 11 – 4/5 Feldwürfe – 13 Rebounds, Leber 9/1, Lanegger 8/1, Stoll 5/1, Komarek 2, Lange; Langen: S. Barth 22/3, Harrelson 17/2, Adeberg 13).

Tom McCheseney vollstreckt in Langen; mit der Nr. 11 lauert Oliver Lange

Gegen die noch sieglosen und überforderten USC Mainfranken Baskets aus Würzburg siegten die Neckarstädter ohne Mühe mit 78:43 (21:9 – 37:20 – 60:32). Das von Holger Geschwindner zusammengestellte Juniorenteam konnte für die USC-Truppe kein echter Maßstab sein. So stellte sich bei den Kurpfälzern bald Überheblichkeit ein, die gegen routiniertere Teams fatal gewesen wäre (McCheseney 17/1 – 4 Assists, Dildy 15/3, Linton 11/1 – 9 Rebounds, Leber 9, Rimas 7/1, Maaßmann 6 – 1/6 Feldwürfe, Komarek 6, Lanegger 5/1 – 8 Rebounds, Lange 2, Stoll).

Einen Dämpfer musste der USC beim Aufsteiger COOCOON Baskets Weiden mit 72:83 (18:11 – 31:33 – 55:55 – 83:72) hinnehmen. Nach der Anfangsführung der Oberpfälzer schien der USC das Spiel mit der 39:33-Führung (24. Minute) in den Griff bekommen zu haben. Nun leisteten sich die Kurpfälzer aber zahlreiche Ballverluste und eine leichtsinnige Chancenverwertung, so dass die Gastgeber wieder ins Spiel kamen. Im letzten Viertel ging dem USC die Luft aus, zumal auch Tom McCheseney mit einer Kinnwunde hatte ausscheiden müssen. Einzig Youngster Oliver Komarek bot eine gute Leistung (Leber 18/1, Komarek 12 – 6/6 Feldwürfe, Dildy 10/2, Maaßmann 9, Linton 7/1, McCheseney 6, Lanegger 5/1 – 5 Rebounds, Rimas 3/1, Stoll 2, Lange; Weiden: Bynum 19, Mickens 18/1).

Höhen und Tiefen erlebte die USC-Truppe gegen die „Steeples“ aus Ehingen, konnte sich aber am Ende mit 72:67 (25:16 – 45:32 – 58:55) durchsetzen. Wie die Feuerwehr legte der USC los und überrannte den Gast bis zum 40:22 (17. Minute) förmlich. Doch dann ließen die Hausherren die Zügel schleifen, bis die Schwaben gar selbst mit 53:52 (28. Minute) in Führung gehen konnten. Danach legten die Kurpfälzer an Intensität in Abwehr und Angriff wieder deutlich zu und drehten das Spiel erneut. Maurice Linton, Armin Leber und Emanuel Dildy hießen die Leistungsträ- ger des USC (Dildy 21/5, Linton 19/1 – 7 Rebounds, Leber 13 – 7 Rebounds, Maaßmann 7 – 6 Rebounds, McChe- seney 5, Lanegger 4/1, Komarek 3, Rimas, Stoll, Lange).

„Kampfstarker USC hält ´Merlins´ auf Distanz“, vermeldete USC-Chronist Claus Ebert aus Crailsheim, von wo der USC mit 87:80 (15:27 – 39:46 – 59:69 – 80:87) die Punkte entführen konnte. Bis auf einen Durchhänger kurz vor der Halbzeitpause zeigten die „Akademiker“ im Hohenlohischen keine Schwächen. Wieder waren Armin Leber, Tom McCheseney und Oliver Komarek die auffallendsten Akteure des USC (Leber 21/2 – 8/11 Feldwürfe, Dildy 21/4, McCheseney 17/2 – 4 Assists, Komarek 10, Linton 8 – 4/15 Feldwürfe, Lange 5, Lanegger 5/1 – 6 Rebounds, Maaßmann, Rimas, Stoll).

Eine peinliche Vorstellung lieferte der USC im Pokal gegen den TV Langen und unterlag mit 75:95 (18:19 – 34:45 – 50:69). Lustlos und unkonzentriert spielten die Neckarstädter gegen einen Kontrahenten, dem man noch am 3. Hauptrundenspieltag in Langen mit einer starken Defense den Schneid abgekauft hatte (Maaßmann 20, Dildy 13/3, Komarek 11, McCheseney 8/1, Leber 7/1, Lange 5, Linton 4, Rimas 3/1).

Ein anderer USC zeigte sich im Spiel gegen den TSV Tröster Breitengüßbach und ließ ihm mit 99:70 (28:18 – 59:39 – 76:58) nie eine Chance. Freilich waren die noch sieglosen Franken mit nur sieben Spielern angereist, so dass sie nur geringe Wechselmöglichkeiten hatten. McCheseney, Maaßmann und Leber zeichneten sich bei den Kurpfälzern besonders aus (Dildy 20/6 – 6/9 Dreier, Leber 20/1 – 9/9 Freiwürfe, McCheseney 17/4 – 5 Rebounds – 6 Assists, Linton 17, Maaßmann 12 – 5/5 Feldwürfe – 5 Rebounds, Lanegger 4/1, Komarek 4, Rimas 3, Lange 2, Stoll).

Armin Leber steigt gegen Breitengüßbach hoch – der Gegner liegt am Boden.

In Bayreuth zeigte der USC ein schwaches Mannschaftsspiel und unterlag dem BBC mit 82:91 (19:20 – 48:44 – 66:62 – 91:82). Die „Akademiker“ agierten fehlerhaft und übersahen häufig den besser postierten Mitspieler. In einigen Phasen der Begegnung deuteten die Kurpfälzer ihre potenzielle Klasse an, ohne sie aber durchgängig abrufen zu können. Christian Birkenfeld spielte nach langer Verletzungspause erstmals wieder, ohne indes bereits Akzente setzen zu können (Dildy 20/3 – 5 Rebounds – 6 Assists, Linton 16 – 6 Rebounds – 5 Assists, McChese- ney 16/2, Leber 14/1, Maaßmann 12 – 6 Rebounds, Lanegger 4, Birkenfeld, Rimas, Lange, Stoll).

Dem ungeschlagenen Aufstiegsfavoriten ratiopharm Ulm unterlag der USC mit 64:73 (16:17 – 30:30 – 46:50). Gegen den Spitzenreiter konnten die Hausherren den Ausfall des verletzten Emanuel Dildy nicht kompensieren, obwohl Armin Leber in Angriff und Abwehr ein großes Spiel lieferte (Leber 24/1 – 11 Rebounds, Linton 13/1, Lanegger 9/1, Maaßmann 7, Lange 5/1, Komarek 4, McCheseney 2, Stoll).

Im akademischen Gipfeltreffen in Freiburg unterlag der USC dem Breisgauer Namensvetter knapp mit 80:82 (25:26 – 44:46 – 67:65 – 82:80). Die stets spannend verlaufende Partie sah am Ende einen glücklichen, aber nicht unver- dienten Sieger. Maurice Linton hatte auf Seiten der Kurpfälzer überzeugt (Dildy 21/3, Linton 20/2 – 7 Rebounds, Maaßmann 13, Komarek 9 – 6 Rebounds, Leber 9/1, Rimas 5/1, Lanegger 2, McCheseney 1, Stoll, Lange).

Gut spielte der USC gegen das Spitzenteam aus Jena, musste aber doch eine 75:76-Niederlage (16:23 – 41:39 – 57:62) hinnehmen. Gegen die furios beginnenden Gäste fanden die „Akademiker“ im zweiten Viertel in das Spiel und führten zur Halbzeit knapp, konnten dann im letzten Spielabschnitt den 57:62-Rückstand durch einen 12:0-Lauf in eine 69:62-Führung verwandeln (34. Minute). Doch dann waren der Ex-USCler Ronnie Taylor und Gregory Burks nicht mehr zu halten (Linton 15/1 – 10 Rebounds, Maaßmann 14 – 7/9 Feldwürfe – 4 Assists, Lanegger 11/3, McCheseney 10/2 – 4 Assists, Dildy 10/2, Komarek 9, Leber 6, Rimas, Stoll, Lange; Jena: Taylor 21/1 – 10/15 Feldwürfe – 6 Rebounds – 6 Assists, Braun 17, Burks 15).

Auch im kurpfälzischen Derby musste der USC sich dem gastgebenden 1. FC Kaiserslautern mit 73:76 (24:20 – 40:43 – 66:59 – 76:73) beugen. In dem guten Zweitligaspiel versäumten es die Heidelberger erneut, eine späte Führung (71:64/35. Minute) über die Zeit zu bringen. Wieder hatte ein Lauf (12:0 zum 69:62/34.) den USC in eine aussichtsreiche Position gebracht. Doch der nicht zu haltende „Rote Teufel“ Tamien Trent zerstörte alle Hoffnungen (Linton 16 – 14 Rebounds – 4 Assists, Lanegger 11/1 – 6 Rebounds, Dildy 10/2 – 4/19 Feldwürfe – 5 Rebounds – 4 Assists, Maaßmann 10 – 5 Rebounds, Komarek 10/1 – 4/5 Feldwürfe – 7 Rebounds, Leber 10/2, McCheseney 6/2, Rimas, Lange; Kaiserslautern: Trent 30/4, Robbins 16).

Den BV TU Chemnitz konnte der USC mit 93:92 n. V. (21:21 – 31:41 – 49:58 – 80:80) niederringen. Noch zur Halb- zeit und nach dem dritten Viertel sahen die Sachsen wie die sicheren Sieger aus, bevor Emanuel Dildy die Haus- herren im Alleingang wieder heranbrachte. Durch einen Kraftakt konnten die Kurpfälzer, bei denen Jürgen Maaß- mann und Emanuel Dildy herausragten, die packende Schlussphase für sich entscheiden (Linton 27/4 – 4/5 Dreier – 7 Rebounds – 6 Ballverluste, Dildy 24/3 – 3/6 Dreier, Maaßmann 21 – 8/9 Feldwürfe – 7 Rebounds, Leber 15 – 7 Rebounds, Lanegger 2, McCheseney 2 – 4 Assists, Stoll 2, Komarek, Birkenfeld, Lange).

Moral und Nervenstärke zeigte der USC laut Claus Ebert im Herzen der Natur beim TV Lich, wo er sich mit 85:80 (17:22 – 37:38 – 57:65 – 80:85) die Punkte sicherte. Maurice Linton hatte seine bisher beste Leistung im USC- Dress geboten, auch Armin Leber und Emanuel Dildy stark aufgetrumpft. Doch letztlich sorgten eine gute Team- leistung und die Kontrolle der Körbe (48:33 Rebounds) für den Erfolg (Linton 21 – 18 Rebounds, Dildy 21/4 – 5 Rebounds, Leber 21 – 10/15 Feldwürfe – 5 Rebounds, McCheseney 10/2 – 6 Rebounds – 4 Assists, Maaßmann 10 – 5/7 Feldwürfe – 5 Rebounds, Komarek 2 – 5 Rebounds, Lanegger – 6 Steals, Stoll, Birkenfeld, Lange, Rimas).

Zum Abschluss der Vorrunde nahm der USC mit 18:12 Punkten (1201:1127) den 5. Tabellenplatz ein. Auf dem 1. Platz befand sich nicht unerwartet das noch ungeschlagene ratiopharm Ulm, es folgten Erdgas baskets Jena, BV TU Chemnitz (je 24:6) und 1. FC Kaiserslautern (22:8). Schlusslicht war der noch sieglose USC Main-Franken hinter TSV Breitengüßbach, MTV Stuttgart und Erdgas Ehingen (alle 10:20).

Nach einer sehr schwachen Leistung unterlag der USC dem TSV Nördlingen mit 65:75 (12:15 – 33:37 – 49:58). Ohne den verletzten Armin Leber gelang den Hausherren gegen die Gäste aus dem Ries nur wenig. Nördlingens Flügel Anthony McCrory (25/4) durfte trotz vorheriger Warnung Markus Jochums nach Belieben schalten und walten (Dildy 20/4, Linton 12 – 7 Rebounds – 5 Ballverluste – 4 Assists, McCheseney 9, Maaßmann 8 – 15 Rebounds – 5 Ballverluste, Lanegger 4, Stoll 4, Komarek 4 – 5 Rebounds, Lange 2, Rimas 2, Birkenfeld).

Ohne den noch immer verletzten Armin Leber und dazu nun ohne den zuletzt immer wichtiger gewordenen Oliver Komarek unterlag der USC auch beim MTV Stuttgart mit 64:77 (24:19 – 37:32 – 58:51 – 77:64). Bei den „Akade- mikern“ war durchgängig die Wurfauswahl das Problem. Mit nur 38,5 % Trefferquote (Freiwürfe 50 %) lässt sich auf diesem Niveau kein Spiel gewinnen. Zudem war gegen „Radi“ Tomasevic (26/2) kein Kraut gewachsen. Beim USC erbrachten lediglich Jürgen Maaßmann und Maurice Linton ansprechende Leistungen (Linton 19/1 – 5 Rebounds – 5 Ballverluste – 4 Assists, Maaßmann 15 – 10 Rebounds, Dildy 14/1, Lange 5/1, Lanegger 4 – 1/7 Feldwürfe, McCheseney 3/1, Stoll 2 – 1/6 Feldwürfe, Rimas 2, Birkenfeld).

Weiterhin ohne Armin Leber und Oliver Komarek unterlag der USC auch dem Erzrivalen Langen mit 75:80 n. V. (18:24 – 33:40 – 52:52). Mit Einzelaktionen und zu statischem Spiel konnten die Kurpfälzer den wacker agie- renden Südhessen nicht beikommen „Die Mannschaft liegt am Boden“, meinte Coach Markus Jochum anschlie- ßend düster. Nur Maurice Linton hatte überzeugt. Immer mehr in die Kritik geriet Tom McCheseney, der erneut kaum Akzente gesetzt hatte (Dildy 21/2 – 5 Rebounds, Linton 20/2 – 15 Rebounds –4 Assists – 4 Steals, Maaß- mann 12 – 5/6 Feldwürfe – 6 Rebounds, Rimas 6/1, Lange 5, McCheseney 4, Stoll 3/1 – 1/7 Feldwürfe – 5 Ballverluste, Lanegger 2 – 1/5 Feldwürfe, Birkenfeld 2).

Einen leichten 87:59-Sieg (6:16 – 23:46 – 36:63 – 59:87) errang der USC beim Tabellenletzten USC Main-Franken Würzburg und konnte so den zunehmend rau gewordenen Liga-Alltag etwas vergessen. Gegen die überforderten Gastgeber konnte Markus Jochum munter durchwechseln und neue Formationen erproben, ohne den Sieg zu ge- fährden (Dildy 19/4 – 5 Rebounds, Maaßmann 18 – 8 Rebounds, Lanegger 13/3, Lange 11/2, Rimas 10, Linton 9/1 – 6 Rebounds, McCheseney 5/1 – 5 Assists, Komarek 2, Stoll – 6 Rebounds – 4 Assists, Birkenfeld).

Auch die Heimaufgabe gegen COOCOON Baskets Weiden löste der USC mit 86:63 (20:13 – 43:29 – 61:49) sou- verän. Freilich war der Aufsteiger gegenüber dem siegreichen Vorrundenspiel mit einem völlig veränderten und deutlich schwächeren Team an den Neckar gereist. So war keine Glanzleistung der „Akademiker“ von Nöten, die Oberpfälzer in Schach zu halten. Jürgen Maaßmann war trotz seiner Magen- und Darmgrippe Spieler des Tages (Maaßmann 23 – 10/13 Feldwürfe – 10 Rebounds, Komarek 18 – 9/13 Feldwürfe, Dildy 11/2 – 4/12 Feldwürfe, Linton 11 – 9 Rebounds, Rimas 8/2, Lanegger 7/1, McCheseney 5/1, Stoll 3/1 – 11 Assists, Lange)

Bester Spieler gegen COOCOON Weiden: Kapitän Jürgen Maaßmann

In Ehingen trat der USC stark ersatzgeschwächt an und musste eine 77:79-Niederlage (21:16 – 35:42 – 51:57 – 79:77) hinnehmen. Nun fehlte studienbedingt auch noch Reinhard Lanegger, so dass die USC-Mannen bei den „Steeples“ mit sieben Mann antreten mussten. Dabei lagen die Kurpfälzer noch in der 25. Minute scheinbar un- einholbar mit 51:37 in Führung, bevor insbesondere Adam Weleskowski und Lucca Staiger ihnen immer mehr zu- setzten (Dildy 23/4, Linton 15/1 – 7 Rebounds – 4 Assists – 4 Steals, Maaßmann 12, McCheseney 11/3, Rimas 10/2, Stoll 4, Komarek 2; Ehingen: Waleskowski 27 – 19 Rebounds, Staiger 18 – 4/6 Dreier).

Indes reagierte das USC-Management auf die personellen Probleme und gab eine Neuverpflichtung bekannt. Der 26-jährige und 1,94 m große Däne Bilal Clarance, der in den USA studiert und zuletzt an der Missouri State Uni- versity (NCAA 2) gespielt hatte, sollte das Team auf den Positionen 2 und 3 verstärken. Dieser Schritt stand im Zusammenhang damit, dass Kestutis Rimas den USC Anfang April ganz verlassen würde, um sein Studium in seiner Heimat Litauen fortzusetzen, während Reinhard Lanegger in den nächsten Wochen studienbedingt pausieren würde.

Bilal Clarance überzeugte gleich in seinem ersten Spiel durch starken Einsatz und verhalf dem USC zu einem 79: 69-Sieg (24:14 – 35:29 – 50:44) gegen die Crailsheim Merlins. Auch die anderen „Akademiker“ verteidigten hart und zeigten ein gutes Mannschaftsspiel. Überragend agierten Emanuel Dildy und Maurice Linton (Dildy 29/5 – 5/10 Dreier, Linton 15 – 11 Rebounds, Clarance 11/1 – 4/5 Feldwürfe, Komarek 10, Maaßmann 7 – 5 Rebounds, McChe- seney 4, Stoll 3/1 – 1/7 Feldwürfe – 6 Assists – 4 Steals, Birkenfeld, Rimas).

Bilal Clarance packte in seinem ersten Spiel für die „Akademiker“ gleich tüchtig zu. Bei ihm Greg Miller (Crailsheim Merlins).

Für seine schwache Defensivleistung und zahlreichen Ballverluste erhielt der USC mit der 78:90-Niederlage (20:23 – 39:42 – 61:57 – 90:78) in Breitengüßbach die Quittung. Mit einem 10:0-Lauf gingen die Gastgeber in die zweite Halbzeit und legten so die Basis für den Erfolg. Bezeichnend für das Spiel deren 46:29-Rebound-Überlegenheit. Als unverschämt bezeichnete Markus Jochum die Leistung seines Legionärs Maurice Linton. Der erstmals wieder mit- wirkende Armin Leber konnte noch keine Akzente setzen, Bilal Clarance fügte sich in die Leistung seiner Mitspieler ein (Dildy 19/5 – 5/9 Dreier, Maaßmann 13, Leber 10 – 1/6 Feldwürfe – 8/8 Freiwürfe, Rimas 9/3, Komarek 8 – 6 Rebounds, McCheseney 7/1 – 5 Rebounds, Clarance 6/2 – 2/11 Feldwürfe – 4 Assists, Linton 6 – 5 Rebounds – 5 Ballverluste, Stoll – 5 Assists).

Gut aufgelegt präsentierten sich die „Akademiker“ gegen den zuletzt sehr erfolgreichen BBC Bayreuth, dem sie mit 84:62 (14:19 – 40:37 – 66:49) keine Chance ließen. Ohne seinen am Rücken verletzten Topscorer Emanuel Dildy hatte der USC in der sehr körperbetont geführten Partie zunächst Anlaufschwierigkeiten, kämpfte aber im zweiten und dritten Viertel die Franken nieder. Kestutis Rimas gab seine Abschiedsvorstellung vor heimischem Publikum und zeigte noch einmal sein Potenzial. Zum Erfolg hatten alle acht eingesetzten Spieler gleichmäßig beigetragen (Clarance 18 – 7/9 Feldwürfe, Linton 14/1 – 10 Rebounds, Rimas 13/3, Leber 13/1 – 6 Rebounds, McCheseney 10 – 1/6 Feldwürfe – 8/8 Freiwürfe – 5 Assists, Maaßmann 6 – 5 Rebounds, Stoll 5/1 – 5 Assists, Birkenfeld 5).

Wieder dabei und gegen Bayreuths Brandon Griffin mit deutlicher Körpersprache: Armin Leber

Beim Spitzenreiter ratiopharm Ulm hielt der USC laut Chronist Claus Ebert kräftig dagegen und unterlag nach hartem Kampf ehrenvoll mit 78:89 (20:15 – 42:43 – 63:54 – 89:78). Das verletzungsbedingte Ausscheiden von Bilal Clarance zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte von den Kurpfälzern indes nicht kompensiert werden, obwohl der noch angeschlagene Emanuel Dildy und Maurice Linton in guter Verfassung auftraten. Der nur 1,89 m große Power-Forward der Ulmer, Jeff Gibbs, rechtfertigte eindrucksvoll seinen Ruf als Rebound-Monster (Dildy 26/6 – 6/7 Dreier – 9/14 Feldwürfe – 6 Rebounds, Linton 20/2 – 6 Rebounds – 4 Steals, Maaßmann 11 – 4/5 Feldwürfe – 6 Rebounds, Leber 9/1, Clarance 7/1 – 4 Assists, Stoll 5/1 – 5 Assists, McCheseney – 0/5 Feldwürfe, Birkenfeld, Rimas; Ulm: Gibbs 28 – 14 Rebounds – 5 Blocks – 44 Effektivitätspunkte).

Mit einer desolaten Leistung unterlag der USC seinem Freiburger Namensvetter 71:84 (27:18 – 42:40 – 57:67). Dabei begannen die Heidelberger durchaus zielstrebig und führten nach dem ersten Viertel verdient mit 27:18. Dann schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Maurice Linton konnte die Kreise des besten Freiburgers, Power Forward John Thomas, der im Hinspiel bereits 26 Punkte erzielt hatte, erneut nicht einengen. So nahm das Verhängnis seinen Lauf (Dildy 21/4, Maaßmann 16 – 7/10 Feldwürfe, Leber 13/1, Linton 7 – 3/11 Feldwürfe – 6 Rebounds – 5 Ballverluste, Stoll 6 – 3/3 Feldwürfe – 6 Assists, Lange 4, Birkenfeld 2, Komarek 2, McCheseney; Freiburg: Thomas 32 – 4/5 Dreier – 9 Rebounds – 35 Effektivitätspunkte).

In Jena verlor der USC mit 75:92 (20:20 – 42:40 – 67:66 – 92:75). Der Spielverlauf war kurios, führte doch der Gast aus der Kurpfalz noch in der 28. Minute mit 63:55. Emanuel Dildy hatte überragend gespielt, so dass auch das er- neute Fehlen des verletzten Bilal Clarance überspielt werden konnte. Dann aber gab es einen Bruch im Spiel des USC, eingeleitet von drei Ballverlusten. Innerhalb einer Minute konnte Alexander Seggelke zwei Dreier und einen Fastbreak-Korbleger im USC-Korb versenken – das Spiel kippte und der USC ging unter (Dildy 28/5 – 5/7 Dreier, Linton 16 – 5 Rebounds, Maaßmann 10 –10 Rebounds, Leber 7/1 – 2/9 Feldwürfe, Stoll 6/2 – 4 Assists, McCheseney 4, Lanegger 2, Komarek 2, Lange; Jena: Seggelke 26, Taylor 18).

Viel Spannung war im kurpfälzischen Treffen mit den „Roten Teufeln“ angesagt, bevor die „Akademiker“ mit 76:71 n. V. (12:22 – 26:40 – 45:52) den Lohn der leidenschaftlichen Aufholjagd einstreichen konnten. Bei Halbzeit schien der Sieg der sehr starken Gäste nur eine Frage der Höhe zu sein, zumal Jürgen Maaßmann auf Seiten des USC bereits vier Fouls kassiert hatte. Unbändiger Kampfgeist und eine kompromisslose Verteidigung bewirkten den Umschwung, an dem Jürgen Maaßmann und Tobias Stoll kräftigen Anteil hatten (Dildy 24/3, Maaßmann 14 –12 Rebounds, Linton 11 – 6 Rebounds, Clarance 10 – 4/13 Feldwürfe – 4 Steals, Stoll 5/1 – 6 Assists, Leber 4 – 2/9 Feldwürfe, Lanegger 4, Komarek 4, McCheseney; Kaiserslautern: Skender 20, Robbins 20).

„Von Beginn an ohne Chance“ (Claus Ebert) ging der USC in Chemnitz mit 80:103 (30:16 – 58:44 – 83:57 – 103:80) unter. Nach Belieben dominierten die Sachsen ihren Gast aus der Kurpfalz, bei denen allerdings der zuletzt sehr solide Tobias Stoll ganz fehlte und Armin Leber angeschlagen antrat. Bei Chemnitz zeichnete sich der wohl beste Liga-Spieler, Jaivon Harris, erneut besonders aus (Dildy 25/4, Maaßmann 16 –6/7 Feldwürfe – 6 Rebounds, Linton 13 – 3/10 Feldwürfe – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Clarance 12/3, Lanegger 7/1, Komarek 3, Lange 2, McChese- ney 2, Leber; Chemnitz: Harris 30).

Einen versöhnlichen Saisonabschluss gab es mit dem 86:68-Sieg (22:17 – 40:32 – 62:51) gegen den TV Lich. Auf- fälligste Spieler waren bei den Kurpfälzern Tom McCheseney und Bilal Clarance (Dildy 20/2, Clarance 20/4 – 8/11 Feldwürfe – 5 Rebounds, McCheseney 19/3 – 8/12 Feldwürfe – 4 Assists, Maaßmann 11 –4/6 Feldwürfe – 7 Re- bounds, Linton 10, Lanegger 3, Komarek 2, Lange 1, Stoll, Birkenfeld; Lich: Golson 25, Dörr 14/2).

Letzter Spieltag und Abschlusstabelle der Saison 2005/2006

In der internen Korbjägerliste nahm Emanuel Dildy mit 561 Punkten (20,0/Spiel bei einer Trefferquote von 42,9 % – 48,6 % Zweier/38,6 % Dreier) den 1. Rang ein. Es folgten Maurice Linton (439 – 14,6 – 45,8 % – 49,5 %/28,6 %), Jürgen Maaßmann (336 – 11,2 – 60,9 % – 60,9 %/-), Armin Leber (267 – 12,1 – 46,8 % – 54,4 %/25,9 %), Tom McCheseney (235 – 7,8 – 42,5 % – 51,4 %/31,4 %), Oliver Komarek (128 – 5,1 – 58,4 % – 58,6 %/50 %), Rein- hard Lanegger (126 – 5,3 – 38,3 % – 40,6 %/34,8 %) und Bilal Clarance (84 – 12,0 – 50,8 % – 55,9 %/44,8 %).
Die Freiwurfstatistik ergab: Emanuel Dildy (93/119 – 78,2 %), Jürgen Maaßmann (74/116 – 63,8 %), Armin Leber (63/85 – 74,1 %), Maurice Linton (55/86 – 64,0 %), Tom McCheseney (44/56 – 78,6 %), Reinhard Lanegger (22/42 – 52,4 %) und Oliver Komarek (23/33 – 69,7 %).
Die Reihenfolge in der Reboundstatistik: Maurice Linton (216 – 56 offensiv/160 defensiv – 7,2/Spiel), Jürgen Maaß- mann (177 – 55/122 – 5,9), Armin Leber (92 – 35/57 – 4,2), Emanuel Dildy (80 – 14/66 – 2,9), Tom McCheseney (74 – 24/50 – 2,5), Reinhard Lanegger (71 – 17/54 – 3,0) und Oliver Komarek (63 – 21/42 – 2,5).
Die Assistwertung zeigte: Maurice Linton (68 Assists – 2,3/Spiel), Tobias Stoll (72 – 2,7), Tom McCheseney (64 – 2,5), Emanuel Dildy (56 – 2,0), Jürgen Maaßmann (32 – 1,1).
Bei den Steals platzierten sich: Maurice Linton (46 – 1,5/Spiel), Emanuel Dildy (39 – 1,4), Tom McCheseney (38 – 1,3), Tobias Stoll (30 – 1,1).
Ballverluste produzierten: Maurice Linton (87 – 2,9/Spiel), Jürgen Maaßmann (53 – 1,8), Emanuel Dildy (52 – 1,9), Tobias Stoll (41/1,5), Tom McCheseney (39 – 1,3).
In der Effektivität ergibt sich folgende Rangfolge (Durchschnitt pro Spiel): Maurice Linton 15,5, Emanuel Dildy 14,7, Jürgen Maaßmann 12,9, Bilal Clarance 11,7, Armin Leber 11,3, Tom McCheseney 8,5, Oliver Komarek 5,9, Rein- hard Lanegger 5,5, Tobias Stoll 4,1.

Auch die abgelaufene Saison 2005/2006 war enttäuschend verlaufen. Während jedoch für die Vorsaison massives Verletzungspech angeführt werden konnte, waren hier andere Gründe zu suchen. Dabei stellte sich die Frage nach der Qualität der Neuzugänge. Sie waren per Saldo als Fehlgriffe zu bewerten.

Für die Position 1 hatte man einen extravertierten Führungsspieler gesucht, der seine Mitspieler gut einsetzen und auch selbst scoren konnte. Mit Emanuel Dildy hatte der USC durchaus einen extravertierten Spieler verpflichtet. Bei allen anderen Parametern aber blieb er deutlich hinter seinem Vorgänger Ronnie Taylor zurück. Besonders er- nüchternd war seine Assistbilanz, in der er nicht nur gegenüber Ronnie Taylor (56/125 – 2,0/4,2) eklatant schwä- cher war, sondern im Team gar nur den 4. Platz einnahm in einem Wert, der im Pflichtenheft eines „Einsers“ ganz oben angesiedelt ist. Damit war er eben viel weniger Führungsspieler seines Teams als sein viel gescholtener Vor- gänger.
Maurice Linton aber spielte recht unbeständig und war insofern gegenüber dem im Vorjahr insgesamt enttäuschen- den Brett Buscher kaum eine Verstärkung.
Der vor der Saison von Markus Jochum hochgelobte Tom McCheseney schließlich fiel gegenüber seinem Vorgän- ger Erik Dordal ebenfalls ab. Dessen Rolle im Team, von Markus Jochum offenbar sträflich unterschätzt, konnte er, ganz im Gegensatz zu diesem ausgesprochen introvertiert, keinesfalls übernehmen. Doch erbrachte Tom McChe- seney im ersten Saisondrittel durchaus akzeptable Leistungen. Es scheint, als hätte Markus Jochum ihm nach einigen schwächeren Spielen das Vertrauen entzogen.

Beim USC hatte man die als Konsequenz aus der Auswertung der Saison gefassten Vorhaben nicht nur nicht aus- führen können. Vielmehr waren Qualität und Zusammensetzung des Teams 2005/2006 deutlich ungünstiger als zu- vor. Damit stand für die kommende Saison 2006/2007 wiederum ein radikaler personeller Schnitt an.


Saison 2006/2007

6. Platz der 2. BL Süd

Aufgebot 2006/2007:
Nummer 4: Tobias Stoll (23/1,82), 5: Oliver Lange (23/1,88), 6: Kyle Feuerbach (23/1,83) – verließ USC vor Rundenbeginn, 7: Sebastian Adeberg (22/1,96), 8: Dennis Anthony Trammell (24/1,91), 10: Peer Wente (28/2,04), 11: Peter Huber-Saffer (25/2,08), 12: Lamar Jackson-Grimes (23/1,82), 13: Jürgen Maaßmann (30/2,04 – Kapitän), 14: Oliver Komarek (20/2,08), 15: Armin Leber (25/2,00)

Abgänge: Christian Birkenfeld (TV Langen), Emanuel Dildy, Maurice Linton, Tom McCheseney, Bilal Clarance, Reinhard Lanegger (alle unbekannt),

Zugänge: Peter Huber-Saffer (MTV Stuttgart), Peer Wente (BG Göttingen), Sebastian Adeberg (TV Langen), Kyle Feuerbach (Northern Arizona University), Dennis Anthony Trammell (Canterbury Rams/Neuseeland)

Die Vereine der 2. BL Süd:
BBC Bayreuth, TSV Breitengüßbach, BV TU Chemnitz, Crailsheim Merlins, Erdgas Ehingen, USC Freiburg, USC Heidelberg, POM baskets Jena, 1. FC Kaiserslautern, VfL Kirchheim/Teck, TV Langen, TV Lich, ASC Theresianum Mainz, KICKS München, TSV Nördlingen, Union Shops Rastatt

Markus Jochum schickte sich nun an, das USC-Team auch im „verflixten“ siebenten Jahr als Trainer und Coach zu betreuen.
Die immer wieder auftauchende Frage nach einer Rückkehr Stefan Fahrads vom Erstligisten BG Karlsruhe zum USC wurde früh (wie zuvor) negativ beantwortet. Erwartungsgemäß wurden Emanuel Dildy, Maurice Linton und Tom McCheseney nicht weiterverpflichtet. Christian Birkenfeld wollte sein Studium in Darmstadt beenden und schloss sich daher dem TV Langen an.

Dagegen gelangten mit Peter Huber-Saffer und Peer Wente zwei vielversprechende Neuverpflichtungen zum USC. Der 2,08 m große Peter Huber-Saffer war ein echter Brettcenter, hatte bereits beim Erstligisten Telekom Bonn, zu- letzt beim Liga-Konkurrenten MTV Stuttgart gespielt. Peer Wente, 2,04 m groß, kam aus privaten Gründen vom Nordligisten BG Göttingen zum USC. Der ausgewiesene Dreierschütze (63/129 = 48,8 %) sollte hauptsächlich auf der Position 3 spielen, konnte aber fallweise auch die Positionen 4 und 5 übernehmen. Mit Sebastian Adeberg wechselte ein athletischer und talentierter Flügelspieler vom TV Langen an den Neckar.

Die amerikanischen Neuzugänge waren Kyle Feuerbach und Dennis Anthony Trammell. Kyle Feuerbach sollte der Leader auf der Position 1 sein. In seinem letzten Collegejahr erzielte er im Schnitt 11,5 Punkte bei einer Dreier- quote von 42 % und gab 4,7 Assists. Damit war er drittbester Passgeber seiner Liga und wurde in das Allstar-Team berufen. Dennis Trammell sollte auf der Position 2 agieren. Er kam mit der Reputation des besten Korbjägers der ersten neuseeländischen Liga mit 25 Punkten im Schnitt und einer Dreierquote von 48 %.

Die Erwartungen eines besseren Abschneidens als in der vergangenen Saison erschienen angesichts des neuen Kaders nicht unberechtigt.

Noch vor Rundenbeginn brachte indes Markus Jochum Bewegung in die Kaderplanung. Er sah bei Kyle Feuerbach Defensivschwächen und wünschte einen Austausch des Spielmachers. Obwohl dieser Eindruck im Umfeld nicht überall geteilt wurde, gab man dem nach. Für Feuerbach kam dann Lamar Jackson-Grimes, ein 23-jähriger und 1,82 m großer Amerikaner.

Im ersten Saisonspiel hatten die „Akademiker“ den TSV Breitengüßbach zu Gast und taten sich beim 71:67 (18:16 – 35:34 – 53:50) recht schwer. Dennis Trammell und Peter Huber-Saffer beeindruckten gegen die Franken am stärksten (Huber-Saffer 19 – 11 Rebounds, Trammell 18 – 12/12 Freiwürfe – 7 Rebounds, Jackson-Grimes 12/1 Dreier, Leber 6/1, Wente 5, Maaßmann 4 – 5 Rebounds, Komarek 4, Stoll 3/1).

Lamar Jackson-Grimes gegen Breitengüßbach in Aktion

Vom VfL Kirchheim Knights ließen sich die „Akademiker“ nicht in die Schranken weisen und siegten mit 92:77 (12:25 – 32:51 – 57:71 – 77:92). Unterhalb der Teck, der Stammburg der Herzöge von Württemberg, liefen die Kur- pfälzer zu großer Form auf und hatten mit dem Trio Peer Wente, Lamar Jackson-Grimes und Peter Huber-Saffer ihre stärksten Kräfte (Wente 24 – 8/9 Zweier, Jackson-Grimes 20/3 – 8 Assists – 4 Steals, Trammell 13/1 – 6 Ball- verluste, Huber-Saffer 13 – 17 Rebounds, Maaßmann 9 – 7 Rebounds, Komarek 8 – 8 Rebounds, Leber 5 – 1/6 Feldwürfe, Stoll).

Den Aufsteiger KICKZ Baskets München fertigte der USC mit 95:62 (18:12 – 51:28 – 71:45) glatt ab. Auch ohne den verletzten Peer Wente hatten die Hausherren die Bayern jederzeit im Griff. Erstmals wirkte bei den „Akademi- kern“ Neuzugang Sebastian Adeberg mit, der, praktisch noch ohne Training, gleich einige Punkte beisteuern konnte (Jackson-Grimes 23/4 – 4/6 Dreier – 6 Ballverluste – 4 Assists, Huber-Saffer 17 – 10 Rebounds, Trammell 14/4 – 6 Rebounds, Adeberg 12 – 2/9 Freiwürfe – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Maaßmann 11 – 8 Rebounds, Komarek 10 – 5 Rebounds, Leber 6 – 1/7 Feldwürfe – 7 Rebounds, Stoll 2).

Ohne die richtige Einstellung zum Spiel unterlag der favorisierte USC in Ehingen mit 78:87 (21:19 – 44:36 – 62:55 – 87:78). Die „Akademiker“ agierten laut USC-Pressewart Claus Ebert gegen das bekannte Fast-Break-Spiel der „Steeples“ viel zu schwerfällig und kamen häufig zu spät in die eigene Zone zurück (Jackson-Grimes 21/2 – 4 Ballverluste – 4 Assists, Trammell 20/3 – 7 Rebounds, Adeberg 9 – 6 Rebounds, Leber 7 – 1/9 Feldwürfe – 5 Rebounds, Maaßmann 6, Huber-Saffer 6 – 10 Rebounds, Komarek 4, Stoll 3, Wente 2).

Mit einem überragenden Lamar Jackson-Grimes entzauberte der USC die Crailsheim Merlins mit 87:83 (18:22 – 36:39 – 59:61). Allerdings hielten die Gäste in der spannenden Begegnung von Anfang an dagegen, so dass die Hausherren alle Register ziehen mussten. Auffälligster „Merlin“ war Greg Miller (Jackson-Grimes 34/4 – 4/7 Dreier – 10/11 Freiwürfe – 4 Assists, Trammell 19/5 – 5/6 Dreier, Huber-Saffer 10 – 9 Rebounds, Adeberg 9 – 1/6 Freiwürfe, Leber 6, Wente 5/1 – 2/7 Feldwürfe, Maaßmann 2 – 2/6 Freiwürfe, Komarek 2 – 1/6 Feldwürfe, Stoll; Crailsheim: Miller 28 – 9/14 Feldwürfe – 6/6 Freiwürfe – 9 Rebounds).


Nicht zu stoppen: Neuzugang Sebastian Adeberg fliegt zum Korb; der Crailsheimer Stan Bufford resigniert

Im Duell der badischen Universitätssportclubs behielten die nordbadischen Gäste aus Heidelberg mit 98:83 (28:27 – 46:52 – 68:75 – 83:98) in Freiburg die Oberhand. Die Begegnung verlief spannender, als es das klare Endergebnis vermuten lässt. Noch bis zur 35. Minute hielten die Gastgeber um den glänzend aufgelegten Sean Hampton ener- gisch dagegen (78:85), ehe die Kurpfälzer davonzogen (Jackson-Grimes 23/3 – 3/4 Dreier – 4 Ballverluste, Tram- mell 21/2 – 5/6 Dreier, Maaßmann 13 – 5/7Feldwürfe, Wente 11/1 – 6/6 Freiwürfe, Huber-Saffer 9 – 7 Rebounds, Adeberg 9 – 1/6 Freiwürfe, Leber 6, Komarek 6, Stoll; Freiburg: Hampton 29/2 – 10/15 Feldwürfe – 6 Rebounds).

Deutlich überlegen besiegte der USC den TSV Nördlingen mit 85:44 (26:15 – 42:27 – 72:38). Auch ohne den grip- pekranken Armin Leber dominierten die Hausherren die Gäste vom Ries jederzeit und kauften ihnen mit einer durchgängig kompromisslosen Verteidigung den Schneid ab. Erstmals nach seiner Verletzung dabei war Oliver Lange. Bester „Akademiker“ war Dennis Trammell (Trammell 22/3 – 7/8 Freiwürfe, Adeberg 16 – 7 Rebounds, Komarek 14 – 8 Rebounds, Wente 9/1 – 6 Rebounds, Jackson-Grimes 7/2 – 7 Assists – 5 Ballgewinne, Huber-Saffer 7 – 12 Rebounds, Maaßmann 6, Stoll 2 – 4 Assists – 3 Steals, Lange 2 – 1/6 Feldwürfe).

Bei der Begegnung zwischen Theresianum Mainz und dem USC erwiesen sich standesgemäß die „Akademiker“ den „Gymnasiasten“ überlegen und siegten mit 84:67 (21:19 – 43:42 – 53:65 – 67:84). Dabei agierten die Gäste lange pomadig und wollten das Spiel anscheinend im Vorbeigehen gewinnen. Mit deutlich intensiverer Defense kamen sie indes aus der Kabine. Obwohl in der 23. Minute Lamar Jackson-Grimes umknickte und ausscheiden musste, dominierte der USC die Mainzer nun klar und hatte in Dennis Trammell und Peer Wente seine stärksten Akteure (Wente 19/2 – 6 Rebounds, Trammell 15/2 – 5 Rebounds – 4 Assists, Leber 14 – 6/8 Zweier, Maaßmann 10 – 5 Rebounds, Huber-Saffer 9 – 6 Rebounds, Jackson-Grimes 7/1, Komarek 4, Lange 4, Stoll 2).

Ein jähes Erwachen und eine 69:81-Niederlage (9:21 – 28:36 – 45:59) gab es gegen den Tabellenzweiten POM Baskets Jena. Ein in blendender Form agierender Dennis Trammell mit lediglich dem in Normalform spielenden  Lamar Jackson-Grimes reichte gegen die erfahrenen und gut besetzten Thüringer nicht aus. Enttäuschend war insbesondere das Innenspiel der Gastgeber. Bezeichnend war, dass drei Aufbauspieler ebenso viele Rebounds holten wie die fünf großen Spieler. Sebastian Adeberg fehlte verletzungsbedingt (Trammell 30/6 – 6/9 Dreier -11/16 Feldwürfe – 6 Rebounds, Jackson-Grimes 15/2 – 5 Rebounds – 4 Ballverluste – 3 Assists, Leber 11/1, Maaßmann 6 – 6 Rebounds, Huber-Saffer 2 – 1/5 Feldwürfe, Komarek 2, Stoll 2 – 5 Rebounds – 4 Assists, Lange 1,Wente – 0/5 Feldwürfe; Jena: Seggelke 26).

In Chemnitz zeigte sich der USC in der Defensive deutlich verbessert, unterlag aber dennoch mit 72:77 (15:11 – 38:26 – 52:47 – 77:72). Trotz einer zeitweiligen 17-Punkte-Führung der Sachsen (24. Minute: 48:31) hatten die Kurpfälzer knapp 1 ½ Minuten vor Schluss beim Stand von 69:65 mit zwei Freiwürfen eine reelle Siegeschance. Lamar Jackson-Grimes aber konnte beide Freiwürfe nicht verwerten, umgekehrt versenkten nach taktischen Fouls des USC die Chemnitzer Mbassa und Doubley anschließend sechs Freiwürfe (Jackson-Grimes 19 – 5 Rebounds – 4 Assists – 3 Steals, Trammell 17/3 – 6 Rebounds – 3 Assists, Huber-Saffer 15 – 5/7 Feldwürfe – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Wente 9 –5 Rebounds, Leber 4, Maaßmann 2 – 5 Rebounds, Adeberg 2, Komarek 2, Stoll 2; Chem- nitz: Braun 19, Harris 19, Kazarnovski 19).

Eine bittere 68:84-Niederlage (28:13 – 40:38 – 54:53) musste der USC im kurpfälzischen Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern einstecken. Dabei begannen die „Akademiker“ furios und schienen nach dem ersten Viertel einem Kantersieg entgegenzugehen. Doch offenbarten sich bald starke Abwehrschwächen, die den Gästen eine Dreier- ausbeute von 13/23 (USC 6/23) ermöglichten. Im letzten Spielabschnitt brachen mit 14:31 dann alle Dämme. Auf Seiten der „Akademiker“ machten sich Peter Huber-Saffer und Tobias Stoll verdient, während der Gast mit Whit Holcomb-Faye den auffälligsten Spieler des Abends in seinen Reihen hatte. Peer Wente fehlte verletzungsbedingt (Trammell 14/2, Huber-Saffer 14 – 12 Rebounds, Jackson-Grimes 12/2 – 5 Rebounds – 3 Assists, Stoll 9/1 – 8 Assists – 3 Steals, Adeberg 8/1, Leber 5, Komarek 4, Lange 2, Maaßmann; Kaiserslautern: Holcomb-Faye 26/6).

Indessen offenbarte sich beim USC eine Palastrevolte. Aus dem Spielerkreis wurde Kritik an der mangelnden Kommunikation zwischen Markus Jochum und der sportlichen Leitung einerseits sowie den Spielern andererseits laut. Es gab zunächst eine Aussprache zwischen den Beteiligten, die zu einem vorläufigen Burgfrieden führte.

Das Pokalspiel gegen den Erstligisten Skyliners Frankfurt sah einen glänzend aufgelegten USC, der mit 74:77 (20:15 – 40:32 – 54:56) stets auf Augenhöhe agierte. Scheinbar aller Sorgen des Liga-Alltags ledig, brachten die „Akademiker“ die Skyliners an den Rand einer Niederlage. Zusammen mit dem blendend Regie führenden Lamar Jackson-Grimes war Dennis Trammell bester Spieler der Hausherren. Verletzungsbedingt fehlten beim USC Peer Wente und bei den Skyliners Pascal Roller (Trammell 24/2 – 7 Rebounds, Jackson-Grimes 21/3 – 7/10 Feldwürfe – 3/5 Dreier – 5 Assists, Huber-Saffer 6 – 7 Rebounds, Komarek 6 – 5 Rebounds, Stoll 5/1 – 5 Assists – 5 Steals, Leber 4, Lange 4, Adeberg 4, Maaßmann).

Im Pflichtprogramm zeigte der USC gegen den alten Rivalen TV Langen wieder sein anderes Gesicht und unterlag mit 76:78 (16:16 – 28:39 – 45:55). Nur die beiden Amerikaner und Peer Wente boten ansprechende Leistungen, während alle übrigen USC-Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben. Bei den Gästen überragte Ty Shaw, daneben agierte Christian Birkenfeld sehr beherzt (Jackson-Grimes 29/5 – 5/9 Dreier, Trammell 23/2 – 7 Rebounds – 4 Assists, Wente 13/1 – 8/9 Freiwürfe – 9 Rebounds, Komarek 4 – 1/5 Feldwürfe – 8 Rebounds, Adeberg 3 – 1/6 Feldwürfe, Leber 3 – 1/4 Feldwürfe, Huber-Saffer 1, Stoll – 0/6 Feldwürfe – 5 Ballverluste – 3 Assists, Lange, Maaßmann; Langen: Shaw 28, Russell 15, Birkenfeld 11).

Allgemeine Konfusion im Spiel USC gegen den TV Langen. Dennis Trammell (8) wirft sich auf den Ball, im Hinter- grund Tobias Stoll (4) und Lamar Jackson-Grimes. Beteiligt sind die Langener Spieler Christian Birkenfeld (14), LyRyan Russell (4), Sebastian Barth und Ty Shaw (11).

In einem Spiel auf hohem Niveau unterlag der USC beim BBC Bayreuth mit 87:102 (23:19 – 48:44 – 77:67 – 102: 87). Es war eine beiderseits sehr offensiv geführte Begegnung mit hohen Trefferquoten (Bayreuth 59,3 %/40,0 % Dreier, USC 64,8 %/42,9 %). Der Sieg der Gastgeber war angesichts der zahlreichen Ballverluste des USC (21:12) verdient. Den Unterschied machte auch Ty Harrelson aus, der bei den Wagnerstädtern eine überragende Partie bot. Beim USC verdiente sich Dennis Trammell die Bestnote (Trammell 26/1 – 11/14 Feldwürfe – 5 Assists, Adeberg 17 – 7/10 Feldwürfe, Jackson-Grimes 17/3 – 5/7 Feldwürfe – 3/5 Dreier – 4 Ballverluste, Wente 8/1, Huber-Saffer 8 – 4/5 Feldwürfe – 7 Rebounds, Leber 7 – 4 Ballverluste, Komarek 2 – 1/5 Feldwürfe, Stoll 2 – 4 Ballverluste – 6 As- sists, Lange; Bayreuth: Harrelson 25 – 11/12 Freiwürfe – 10 Assists – 5 Steals).

Der seit Wochen schwelende Konflikt zwischen Mannschaft und Trainer führte im Zusammenhang mit der unbefrie- digenden sportlichen Entwicklung des Teams am 22.12.2006 zur vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit zwi- schen dem USC Heidelberg und Trainer Markus Jochum. Damit verließ Markus Jochum den USC nach nahezu 6 1/2 Jahren Trainertätigkeit, der einige Jahre als Spieler vorangegangen waren.
Es wäre verfehlt, hier eine Schuldzuweisung zu versuchen. Markus Jochum hatte sich in dieser ungewöhnlich lan- gen Trainertätigkeit für den USC persönlich sehr stark engagiert. Nicht zuletzt fühlte er sich dem Verein auch in- nerlich sehr verbunden. Doch hatte sich die Beziehung zwischen dem Team und dem Trainer mit der Zeit offenbar verbraucht. Vielleicht hatte Markus Jochum auch gruppendynamische Prozesse seines Teams zu wenig beachtet.
Der Nachfolger für das Amt als Trainer und Coach war Torsten Daume. Er hatte Sportwissenschaft studiert und einst die Baskets Schwelm als Trainer von der Regionalliga in die 1. BL geführt. Der 35-jährige trat seine Stelle als erster hauptberuflicher Trainer des USC an und sollte daneben auch Marketingaufgaben übernehmen.

Mit einer geschlossenen Teamleistung besiegte der USC den TV Lich mit 89:82 (16:20 – 45:36 – 65:54). Im ersten Spiel unter der Ägide Torsten Daumes mussten die „Akademiker“ mit lediglich sieben Akteuren auskommen, da Jürgen Maaßmann, Oliver Komarek und Oliver Lange verletzt waren. Als Lamar Jackson-Grimes auch noch nach 35 Minuten das Parkett mit fünf Fouls verlassen musste, drohte das Spiel zu Gunsten der Gäste aus dem Herzen der Natur zu kippen, zumal Dennis Trammell weniger gut disponiert war. Doch Peer Wente, zusammen mit Lamar Jackson-Grimes und Peter Huber-Saffer sehr gut aufgelegt, erlöste den USC mit einem Dreier und einem Erhö- hungsfreiwurf. Gut in das USC-Spiel integriert zeigten sich auch Tobias Stoll, Sebastian Adeberg und Armin Leber; beim Gast ließ Johannes Lischka aufhorchen (Jackson-Grimes 21/1 – 7 Assists, Wente 20/3 – 6/9 Feldwürfe – 3/4 Dreier – 5/5 Freiwürfe – 5 Rebounds, Huber-Saffer 13– 6/10 Feldwürfe – 10 Rebounds – 5 Steals, Trammell 12/1 – 4/14 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Adeberg 11/1 – 4 Steals, Leber 8 – 5 Rebounds, Stoll 4/1 – 1/5 Feldwürfe – 8 Rebounds – 6 Assists; Lich: Reed 21, Lischka 18 – 11 Rebounds).

Das letzte Vorrundenspiel führte den USC in die alte badische Festungsstadt Rastatt, wo er einen 85:72-Sieg (23: 18 – 33:32 – 46:57 – 72:85) erringen konnte. Dabei begannen die „Akademiker“, die wie die Gastgeber nur mit sie- ben Spielern antraten, sehr verhalten. Erst Mitte des dritten Viertels begannen sich die Gäste etwas abzusetzen. Endlich wurden die Distanzschützen des Aufsteigers, Kustos und Clarke, wirksam abgeschirmt, schöpfte der USC auch sein offensives Potenzial aus. Dagegen hielt beim Gastgeber weiterhin der wackere Center Schille, der aber allein das Steuer gegen die geschlossen auftretenden Gäste nicht herumreißen konnte (Huber-Saffer 19 – 9 Re- bounds, Leber 18/3 – 3/5 Dreier, Trammell 16/1, Wente 12 – 7 Rebounds, Adeberg 11, Stoll 5 – 1/6 Feldwürfe – 5 Assists – 4 Steals, Jackson-Grimes 4 – 4 Steals; Rastatt: Schille 22/1, Kustos 20/4, Clarke 15/2).

Zum Ende der Vorrunde nahm der USC mit 18:12 Punkten (1239:1146) den 6. Tabellenplatz ein. Vor ihm rangierten POM baskets Jena, BV TU Chemnitz und der 1. FC Kaiserslautern mit jeweils 24:6 Punkten, gefolgt vom BBC Bayreuth (22:8) und dem TV Langen (20:10). Den 13. und 14. Platz nahmen mit jeweils 8:22 Punkten der VfL Kirchheim und der USC Freiburg ein. Den 15. Platz belegte Union Shop Rastatt (6:24), den letzten Platz ASC Theresianum Mainz (4:26).

Seine erste Niederlage unter Daume kassierte der USC in Breitengüßbach mit 72:75 (20:14 – 40:36 – 51:52 – 75: 72). Wie in Rastatt hatten die wiederum mit einer Siebener-Rotation angetretenen „Akademiker“ zu spät in die Par- tie gefunden. Die zweite Halbzeit verlief nicht hochklassig, doch sehr spannend. Langsam schienen die Gäste aus der Kurpfalz das Spiel in den Griff zu bekommen. Doch zerstörten der Amerikaner Jesse Deister und das große Nachwuchstalent Sajmen Hauer mit zwei Dreiern bzw. einen Dreipunktspiel jäh diese Hoffnung (Trammell 18/3 – 5 Rebounds, Huber-Saffer 16 – 6/8 Feldwürfe – 8 Rebounds – 4 Ballverluste, Jackson-Grimes 10 – 6/6 Freiwürfe – 6 Assists – 4 Steals, Leber 10/1, Wente 9, Adeberg 6/1, Stoll 3 – 1/4 Feldwürfe –3 Assists – 3 Steals; Breitengüß- bach: Hauer 21, Deister 14/3).

Gegen die Kirchheim Knights siegten die „Akademiker“ mit 66:65 (18:13 – 43:26 – 51:49). Endlich gingen die noch immer mit sieben Spielern angetretenen Kurpfälzer hellwach in die Partie und schienen den Gast in Grund und Bo- den zu spielen. Im dritten Viertel brachten die Schwaben den USC jedoch mit einer Zonendeckung völlig aus dem Konzept. Nun häuften sich beim Gastgeber auf alle erdenklichen Arten die Ballverluste, nichts lief mehr zusammen. Plötzlich führte Kirchheim vier Minuten vor Schluss mit 62:57, als Sebastian Adeberg bereits ausgefoult, Peer Wente mit vier Fouls belastet war. Der USC rettete sich zu einem 65:65, als Jackson-Grimes zwei Sekunden vor Schluss gefoult wurde. Er verwarf nach erfolgreichem ersten den zweiten Freiwurf dann absichtlich, um dem Gegner keine Gelegenheit mehr zu einem gezielten Schuss zu geben (Huber-Saffer 17 – 14 Rebounds, Jackson-Grimes 14/2, Adeberg 10 – 5/7 Feldwürfe, Wente 8, Trammell 8 – 4/15 Feldwürfe – 9 Rebounds, Leber 7, Stoll 2 – 4 Assists; Kirchheim: Burnette 18, Kranz 15).

Einen sicheren 69:48-Sieg (12:18 – 23:34 – 36:49 – 48:69) errang der USC bei Kickz München. Bei den Bayern traten die „Akademiker“ mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und mit einer starken Defensive an. Die lange verletzten Jürgen Maaßmann und Oliver Lange waren wieder dabei und brachten neue Energie auf das Feld (Huber-Saffer 14 – 8 Rebounds, Jackson-Grimes 14, Trammell 14/2, Stoll 8/2, Wente 7, Adeberg 6, Leber 2, Maaßmann 2 – 5 Rebounds, Lange 2; München: Rogers 18).

Auch ohne den kurzfristig verletzten Amerikaner Dennis Trammell feierte der USC gegen die „Steeples“ aus Ehin- gen einen 91:66-Kantersieg (18:12 – 44:26 – 71:52). Trotz ihrer amerikanischen Scharfschützen Jacobson und Abrams hatten die Schwaben nie eine Gewinnchance. Die „Akademiker“ konnten auf ihren bärenstarken Center Peter Huber-Saffer bauen, der insbesondere von Sebastian Adeberg und Lamar Jackson-Grimes glänzend unter- stützt wurde (Jackson-Grimes 20/3 – 6 Assists – 3 Steals, Huber-Saffer 15 – 18 Rebounds – 3 Assists – 4 Steals, Adeberg 15 – 6/9 Feldwürfe – 8 Rebounds – 4 Ballverluste, Leber 14/2 – 6/9 Feldkörbe – 5 Rebounds, Wente 12 – 6 Rebounds, Lange 5 – 1/5 Feldwürfe – 4 Assists, Maaßmann 4, Stoll 3 – 1/5 Feldwürfe – 4 Assists – 3 Steals, Komarek 3/1 – 1/5 Feldwürfe; Ehingen: Jacobson 28/2, Abrams 20).

Bei den Crailsheim Merlins sah sich der USC durch einen Zauberspruch gebannt und unterlag mit 69:82 (15:25 – 37:34 – 58:53 – 82:69). Dabei hatten die „Akademiker“ das erste Viertel im Hexenkessel der Sportarena mit 25:15 dominiert. Im zweiten Viertel erlebten die Gäste einen Bruch, den die Gastgeber, angeführt von Willie Young und Lucian Kieser, konsequent zur eigenen Führung nutzen konnten. Der USC war wieder ohne Dennis Trammell und mit den grippegeschwächten Sebastian Adeberg und Peter Huber-Saffer angetreten. So fehlte dann gegen Ende die Kraft (Jackson-Grimes 21/1 – 6 Rebounds – 5 Assists, Adeberg 14 – 5 Rebounds, Wente 14/2 – 4 Ballverluste, Huber-Saffer 12 – 5 Rebounds – 4 Ballverluste, Leber 3/1 – 1/4 Feldkörbe, Lange 3 – 1/4 Feldwürfe, Maaßmann 2, Stoll – 0/4 Feldwürfe – 4 Ballverluste – 3 Assists, Komarek; Crailsheim: Young 28/5, Kieser 19/3).

Einen überzeugenden 88:70-Sieg (17:24 – 39:39 – 60:51) feierten die Kurpfälzer im akademischen Gipfeltreffen ge- gen den zuletzt sehr erfolgreichen Gast aus Freiburg. Wieder dabei war Dennis Trammell, nun fehlte aber Armin Leber. Die Neckarstädter benötigten eine recht lange Anlaufzeit, so dass das Spiel bis zur Halbzeit ausgeglichen verlief. Überdies waren bis dahin Peer Wente, Lamar Jackson-Grimes und Peter Huber-Saffer bereits jeweils mit drei Fouls belastet. Es folgte jedoch eine zweite Halbzeit, wie man sie seitens der Kurpfälzer lange nicht mehr im OSP erlebt hatte. Mit einem Feuerwerk aus Alley-Hoops und krachenden Dunkings entnervten sie den Gast aus dem Breisgau, der nun zusehends mit sich und den Unparteiischen haderte (Trammell 20/2, Wente 17/1 – 6 Re- bounds – 6 Ballverluste, Adeberg 14 – 6/8 Feldwürfe – 6 Rebounds – 5 Assists, Huber-Saffer 12 – 6/9 Feldwürfe – 13 Rebounds, Jackson-Grimes 12 – 4/12 Feldwürfe – 9 Assists, Komarek 11/1 – 10 Rebounds, Stoll 2; Freiburg: Hampton 21).

Mit einer 104:107-Niederlage n. V. (24:19 – 54:37 – 68:73 – 93:93 – 107:104) kehrte der USC aus Nördlingen zu- rück. Dabei setzten die Kurpfälzer ihre Anhänger einem Wechselbad der Gefühle aus, da starken Phasen immer wieder schwache folgten – und umgekehrt. In einem furiosen dritten Viertel, in dem der beste Spieler des Abends, Lamar Jackson-Grimes, allein 14 Punkte markierte, konnte der USC mit 36:14 die Führung erringen. Ein offener Schlagabtausch führte zum Unentschieden nach regulärer Spielzeit, ehe den Riesern in der Verlängerung der glückliche Sieg gelang (Jackson-Grimes 37/3–12/22 Feldwürfe – 10/11 Freiwürfe – 9 Assists, Wente 22/3 – 3/3 Dreier – 8/13 Feldwürfe – 5 Rebounds – 5 Ballverluste, Huber-Saffer 14 – 7/7 Feldwürfe – 8 Rebounds, Adeberg 12 – 4/5 Feldwürfe – 4 Assists, Trammell 11/1 – 7 Rebounds – 4 Ballverluste, Komarek 6, Lange 2, Leber; Nördlingen: McCrory 35/3, Hanson 25, Brooks 21/1).

Den Tabellenletzten Theresianum Mainz schlug der USC mit 80:74 (31:16 – 45:43 – 64:54). Indes taten sich die „Akademiker“ gegen die unterschätzten „Gymnasiasten“ schwer und gaben immer wieder klare Führungen ab. Hellwach war Sebastian Adeberg, der das Duell mit seinem jüngeren Bruder Niklas klar für sich entschied. Auch Peter Huber-Saffer war sehr präsent (Adeberg 24 – 10/15 Feldwürfe, Huber-Saffer 18 – 13 Rebounds, Leber 15/3, Trammell 9/1 – 5 Rebounds, Jackson-Grimes 9 –2/13 Feldwürfe – 5/5 Freiwürfe – 4 Assists – 3 Steals, Wente 3/1, Lange 2, Komarek; Mainz: Knighton 19, Constantiello 19).

Auf dem Bild auch die „Akademiker“ Peter Huber-Saffer (11) und Peer Wente (10); hinter Sebastian Adeberg mit der Nummer 3 sein für Mainz spielender jüngerer Bruder Niklas.

Beim Tabellenzweiten POM Baskets Jena musste der USC nach gutem Spiel eine knappe 76:82-Niederlage (23:21 – 40:34 – 57:49 – 82:76) hinnehmen. Insbesondere die beiden Amerikaner Dennis Trammell und Lamar Jackson-Grimes hielten die „Akademiker“ im Spiel, waren aber zu sehr auf sich gestellt, da sie allein 65 % des Scores zu übernehmen hatten (Jackson-Grimes 29/1 –12/18 Feldwürfe – 5 Ballverluste – 7 Assists, Trammell 21/1 – 8/8 Freiwürfe – 9 Rebounds, Huber-Saffer 10 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Adeberg 9 –5 Rebounds, Wente 7 – 0/8 Feldwürfe – 7/7 Freiwürfe – 4 Ballverluste, Leber – 0/4 Feldwürfe – 5 Rebounds, Stoll, Komarek – Lange; Jena: Elliot 23/4, Seggelke 19/1).

Mit einer sensationellen Leistung besiegte der USC den BV TU Chemnitz mit 101:88 (25:19 – 43:35 – 71:62). Da- bei brannten die „Akademiker“ ein Offensivfeuerwerk ab, dem die Sachsen kaum etwas entgegensetzen konnten. Besonders treffsicher zeigte sich Peer Wente, dem Lamar Jackson-Grimes nur wenig nachstand. Aus einem guten Team ragten zudem Dennis Trammell und Peter Huber-Saffer heraus (Wente 26/5 – 9/11 Feldwürfe – 5/7 Dreier – 3 Blocks, Jackson-Grimes 20/1 –7/8 Freiwürfe – 10 Assists, Huber-Saffer 14 – 11 Rebounds, Trammell 12/1 – 5 Assists – 4 Steals, Leber 9/1, Adeberg 8, Lange 7/1, Komarek 5; Chemnitz: Doubley 27/3).

Bei den „Roten Teufeln“ des 1. FC Kaiserslautern unterlag der USC mit 79:90 (25:16 – 35:32 – 57:50 – 90:79). Das „Ehemaligen-Treffen“ (USC-Pressewart Claus Ebert – FCK-Trainer Uwe Sauer spielte in den frühen 1980er Jahren drei Jahre beim USC, auch die FCK-Spieler Ronnie Taylor und Bilal Clarance hatten das Trikot der „Akademiker“ getragen) wurde durch einen glänzend Regie führenden Ronnie Taylor und durch einen nicht zu kontrollierenden Center Stuart Robbins auf Seiten der Gastgeber geprägt (Wente 18/3 – 7 Rebounds, Trammell 15/3, Adeberg 15 – 3 Assists, Jackson-Grimes 13/3 –4 Ballverluste – 6 Assists, Huber-Saffer 9 – 9 Rebounds – 4 Ballverluste, Leber 6 – 1/6 Feldwürfe – 6 Rebounds, Komarek 3/1; 1. FCK: Robbins 23 – 11/14 Feldwürfe – 9 Rebounds, Taylor 20 – 7 Assists).

Mit einer demütigenden 83:109-Niederlage (28:21 – 47:37 – 83:53 – 109:83) kehrte der USC vom Duell mit dem alten Rivalen TV Langen an den Neckar zurück. Mit der überragenden Trefferquote der Gastgeber (38/60 = 63,3 %) konnten die „Akademiker“ trotz ordentlicher Ausbeute von 51,5 % (35/68) nicht mithalten. Den Unterschied mach- ten insbesondere die Dreierquoten aus (13/23 = 56,5 % gegenüber 2/16 = 12,5 %). So nützte es wenig, dass sich die Kurpfälzer insgesamt mehr Wurfchancen als die Südhessen erarbeiteten. Zudem verzettelte sich der USC in Einzelaktionen, während der TV als Team imponierte (Trammell 21/1 – 5 Rebounds, Adeberg 20 – 7/9 Feldwürfe – 6/6 Freiwürfe, Jackson-Grimes 13/1 –4 Ballverluste, Wente 8, Huber-Saffer 7 – 6 Rebounds, Komarek 6, Lange 4, Leber 2, Stoll 2; Langen: Benzing 23, Weber 20, S. Barth 17, Shaw 15).

Gut erholt besiegte der USC den Tabellendritten BBC Bayreuth mit 83:72 (19:19 – 39:34 – 66:50). Der taktische Schachzug Daumes, für Peter Huber-Saffer Armin Leber in die Anfangsformation zu bringen, zahlte sich gleich in doppelter Hinsicht aus. Armin Leber zog durch seine Dreipunktwürfe Lars Grübler, den starken Center der Wagner- städter, aus der Zone heraus, wodurch andere „Akademiker“ Freiräume gewannen. Peter Huber-Saffer aber, in der 1. Halbzeit ohne einen einzigen Punkt, explodierte in der 2. Halbzeit wie nach einer lehrbuchreifen paradoxen In- tervention und erbrachte insgesamt eine seiner besten Leistungen im USC-Trikot. Neben ihm zeichnete sich in einem guten Team auch Dennis Trammell besonders aus (Trammell 18 – 6/9 Feldwürfe – 6 Rebounds – 5 Ball- verluste – 6 Assists, Huber-Saffer 18 – 8/11 Feldwürfe – 11 Rebounds – 4 Ballverluste, Adeberg 14 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste – 5 Assists, Jackson-Grimes 14/2 –5 Rebounds – 4 Assists – 3 Steals, Leber 8/2, Wente 7/1 – 9 Rebounds, Komarek 2 – 1/5 Feldwürfe, Stoll 2, Lange; Bayreuth: Moore 20/1, Grübler 18).

Beim Tabellennachbarn TV Lich konnte sich der USC mit 105:91 (18:26 – 43:50 – 69:80 – 91:105) die Punkte und damit den sechsten Tabellenplatz sichern. Das Spiel verlief dramatischer, als es die Grunddaten zunächst nahele- gen, konnten doch die Gastgeber nach klaren Rückständen mit jeweiligen Läufen den 40:40- (16. Minute) und den 83:83-Gleichstand (35.) erzwingen, so dass die Partie zu kippen drohte. Doch Sebastian Adeberg sorgte mit zwei Dreiern in letzter Sekunde für den Pausenvorsprung, während Peer Wende mit zwei Dreiern in der Schlussphase der Begegnung Ruhe in das Spiel der Kurpfälzer brachte. Bei den „Akademikern“ verdienten sich Peter Huber-Saffer, Sebastian Adeberg, Armin Leber und Dennis Trammell Bestnoten, während der Gastgeber in Mark Reed und Marcus Sloan seine stärksten Kräfte hatte (Adeberg 22/2– 10/12 Feldwürfe – 3 Steals, Wente 19/5, Huber-Saffer 19 – 6/9 Feldwürfe – 12 Rebounds, Trammell 18/1, Leber 14/1 – 5/5 Freiwürfe – 5 Rebounds, Jackson-Grimes 10/2 –4 Ballverluste – 8 Assists, Maaßmann 3, Komarek, Stoll, Lange, Breuer; Lich: Reed 29/4, Sloan 24).

Zum Saisonabschluss spielte der USC gegen den zukünftigen Regionalligisten Union Shops Rastatt locker auf und siegte mit 101:80 (28:19 – 47:37 – 72:49). In dem munteren Spiel, in dem auch die Bankspieler reichlich Einsatz- zeit erhielten, ragten aus einem guten Team Peer Wente und Lamar Jackson-Grimes heraus (Wente 20/3 – 7/10 Feldwürfe – 3/3 Dreier, Adeberg 18/1– 6/8 Feldwürfe, Trammell 15/3 – 6 Rebounds, Jackson-Grimes 13/1 –11 Assists, Lange 8/2, Leber 8 – 6 Rebounds, Huber-Saffer 8 – 7 Rebounds, Maaßmann 7 – 6 Rebounds, Stoll 2 – 5 Assists, Hug 2, Breuer; Rastatt: Clarke 27/2, Rüeck 20/3).

In der Abschlusstabelle der Saison 2006/2007 rangierte der USC auf dem 6. Platz. Damit hatte er sich für einen Platz in der einteiligen Pro A, die ihren Spielbetrieb in der Saison 2007/2008 aufnehmen sollte, qualifiziert.

Die interne Korbjägerliste führte Lamar Jackson-Grimes mit 513 Punkten (17,1/Spiel bei einer Trefferquote von 47 % – 55,5 % Zweier/34,2 % Dreier) an. Nach ihm war die Reihenfolge: Dennis Trammell (483 – 17,3 – 47,3 % – 52 %/40 %), Peter Huber-Saffer (365 – 12,2 – 58,6 % – 59,1 %/-), Peer Wente (296 – 11,9 – 44,4 % – 52,0 %/33,9 %) , Sebastian Adeberg (282 – 12,1 – 63,7 % – 65,3 %/42,9 %), Armin Leber (191 – 7,3 – 40,2 % – 45,9 %/29,1 %), Tobias Stoll (122 – 2,3 – 30,0 % – 51,5 % /14,9 %) und Jürgen Maaßmann (105 – 4,8 – 52,5 % – 53,3/-).
Die Freiwurfstatistik zeigte folgendes Bild: Lamar Jackson-Grimes (103/140 – 73,6 %), Peter Huber-Saffer (87/127 – 68,5 %), Dennis Trammell (75/101 – 74,3 %), Peer Wente (67/76 – 88,2 %), Sebastian Adeberg (66/142 – 46,5 %) und Armin Leber (56/74 – 75,7 %).
Bester Rebounder war Peter Huber-Saffer (281 – 77 offensiv/204 defensiv – 9,4/Spiel). Ihm folgten Dennis Trammell (134 – 56/78 – 4,8), Peer Wente (117 – 30/87 – 4,2), Sebastian Adeberg (105 – 47/58 – 4,0), Armin Leber (95 – 37/58 – 3,4), Lamar Jackson-Grimes (92 – 21/71 – 3,1), Jürgen Maaßmann (67 – 32/35 – 3,7), Oliver Komarek (67 – 21/46 – 2,8) und Tobias Stoll (50 – 13/37 – 1,9).
In der Assiststatistik führte Lamar Jackson-Grimes (143 – 4,8/Spiel) vor Tobias Stoll (88 – 3,4), Dennis Trammell (61 – 2,2) und Sebastian Adeberg (39 – 1,5).
Für Steals waren verantwortlich: Lamar Jackson-Grimes (66 – 2,2/Spiel), Tobias Stoll (38 – 1,5), Peter Huber-Saffer (34 – 1,1), Sebastian Adeberg (24 – 0,9) und Armin Leber (24 – 0,9).
Ballverluste unterliefen: Lamar Jackson-Grimes (82 – 2,7/Spiel), Peter Huber-Saffer (72 – 2,4), Sebastian Adeberg (56 – 2,2), Dennis Trammell (52 – 1,9), Tobias Stoll (48 – 1,8), Armin Leber (41 – 1,5) und Peer Wente (37 – 1,3).
Die Rangfolge der Effektivität: Peter Huber-Saffer (17,5/Spiel), Lamar Jackson-Grimes (16,6), Dennis Trammell (15,8), Sebastian Adeberg (10,9), Peer Wente (10,6), Armin Leber (6,8), Jürgen Maaßmann (5,8) und Tobias Stoll (4,7).

Die Saison 2006/2007 hatte für den USC mit der Niederlagenserie zum Ende 2006, der parallelen Krise zwischen Mannschaft und Trainer und dem schließlichen Trainerwechsel am 22.12.2006 einen turbulenten Verlauf genom- men. Die Krise resultierte auch aus der Befürchtung heraus, das Saisonziel zu verfehlen. Dieses lautete, sich für die Teilnahme an der im Herbst 2007 beginnenden neuen Liga Pro A zu qualifizieren. Es wurde indes am Ende doch noch sicher erreicht.

Die beiden Amerikaner hatten sich als solide, wenngleich nicht als Überflieger erwiesen. Menschlich hatten sie sich gut integriert und keine Allüren gezeigt. Während bei Lamar Jackson-Grimes jedoch die Zeichen eher auf Abschied standen, hatte man an Dennis Trammell auch weiterhin ein gewisses Interesse. Doch konnte es auch, wie in den Vorjahren, durchaus auch auf zwei (oder mehr!) neue Kräfte aus Übersee hinauslaufen.

Die neu verpflichteten deutschen Spieler Peter Huber-Saffer, Peer Wente und Sebastian Adeberg hatten sich al- lesamt für eine weitere Zusammenarbeit empfohlen. Sie versprachen auch in der neuen Liga zu wichtigen Fakto- ren zu werden. Einzig Peter Huber-Saffer hatte noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr beim USC. Sebastian Adeberg hatte bereits signalisiert, gerne beim USC bleiben zu wollen. Peer Wente war noch unschlüssig, da er auch damit liebäugelte, zu seinem Stammverein BG Göttingen zurückzukehren, da dieser nun der BBL angehörte.

Die etablierten Spieler Armin Leber, Tobias Stoll und Oliver Komarek wollte man auch in der folgenden Saison gerne im Team haben. Bzgl. Jürgen Maaßmann war zu überlegen, welche Rolle er in der Mannschaft künftig spielen könnte.

Die Ära 2. Bundesliga Süd war für den USC damit vorbei. Es zeichnete sich ab (und war schließlich beabsichtigt), dass die Pro A sich gegenüber der alten Liga deutlich professionalisieren würde. Diese Entwicklung musste der USC mitgehen, um nicht Schiffbruch zu erleiden. Dafür galt es die Strukturen um die 1. Mannschaft deutlich zu verändern. Der erste Schritt wurde mit der Einführung des hauptamtlichen Trainers noch eher notgedrungen voll- zogen. Weitere Schritte mussten nun dringend folgen.

3. In der Pro A (ab Saison 07/08)

 

Zusammen mit 15 anderen Vereinen ging der USC das Wagnis Pro A ein. Als die Pläne für diese neue Liga reiften, hatte das Management des USC von Anfang an erklärt, dabei sein zu wollen. Dem gingen eine interne Abstimmung unter Einbeziehung der Geldgeber und eine konservative Mittelkalkulation voraus. Nach alten USC-Gepflogenheiten würde man sich auch weiterhin auf keine finanziellen Abenteuer einlassen. Dies bedeutete u. U., personell weniger gut gerüstet als andere Clubs in den Wettbewerb zu gehen. Andererseits gab es bereits in der 2. BL genügend Bei- spiele von Teams, die aus finanziellen Gründen noch während des laufenden Wettbewerbs aufgeben mussten, was vom USC sicher nicht zu befürchten war. Auch unpünktliche oder unterbliebene Zahlungen an Spieler oder Trainer waren beim USC im Gegensatz zu manchen Liga-Konkurrenten nie ein Thema.

Einig war man sich aber auch darin, die Strukturen schrittweise verbessern zu müssen. Angesprochen waren hier insbesondere die Handlungsfelder Geschäftsstelle (hauptamtliche Geschäftsführung) und Sponsoring. Denn das mittelfristige Ziel BBL war durch die Einführung der Pro A längst nicht vom Tisch.


Saison 2007/2008

13. Platz der Pro A

Aufgebot 2007/2008:

Nummer 2: Alexander Schönhals (21/1,81), 3: Jermaine Hirscher (22/1,86), 4: Sascha Breuer (22/1,83), 5: Alexander Starr (23/1,95), 8: Fabian Kirchhoff (24/1,93 – stieß Anfang Oktober 2007 zum Team), 9: Bryant Nash (25/2,00 – stieß Anfang Oktober 2007 zum Team), 11: Peter Huber-Saffer (26/2,08), 12: Jan Wieland (19/1,88), 13: Marius Neuschl (20/2,08), 14: Maximilian Hug (21/1,96), 15: Peer Wente (29/2,04), 20: John Redder Bynum (29, 1,91) – ab 18.1.2008 Jamie Ajala McNeilly (24/1,91), 21: Sebastian Adeberg (23/1,98), 25: Michael Jones (25/2,06), 33: Tobias Stoll (24/1,82),
Trainer: Torsten Daume, Co-Trainer: Peter Eberhardt

Abgänge: Jürgen Maaßmann (SV Oberelchingen), Armin Leber (SG TV Dürkheim/Speyer), Oliver Komarek (1. FC Kaiserslautern), Dennis Trammell, Lamar Jackson-Grimes, Oliver Lange (alle mit unbekanntem Verbleib)

Zugänge: John Bynum (Eisbären Bremerhaven), Alexander Starr (Centenary College), Michael Jones (Bellingham Slams/ABA), Marius Neuschl (BS Energie Braunschweig), Jan Wieland (Vantaan Pussihukat/Finnland), Alexander Schönhals, Jermaine Hirscher, Sascha Breuer, Maximilian Hug (alle 2. Mannschaft)

Die Vereine der Pro A:
BBC Bayreuth, Bremen Roosters, BV TU Chemnitz, Cuxhaven BasCats, Düsseldorf Magics, Phoenix Hagen, USC Heidelberg, Kaiserslautern Braves, BG Karlsruhe, TV Langen, TV Lich, Mitteldeutscher BC, VPV Giants Nördlin- gen, Falke Nürnberg, SOBA Dragons Rhöndorf, FC Schalke 04

Das Aufgebot des USC für die 1. Saison in der Pro A (2007/2008)

Der Vertrag mit Trainer Torsten Daume wurde verlängert. Ihn unterstützte als Co-Trainer Peter Eberhardt, der zuvor die SG Mannheim betreut hatte.

Von den etablierten Kräften verblieben Peter Huber-Saffer (Vertrag bis 2008), Sebastian Adeberg, Peer Wente und Tobias Stoll (unterzeichneten neue Verträge). Oliver Lange sah dagegen beim USC keine Perspektive und verließ den Verein.
Jürgen Maaßmann wechselte als Spielertrainer zum Regionalligisten SV Oberelchingen und beendete damit seine erfolgreiche Laufbahn als Bundesligaspieler. Der Center hatte immerhin fünf Jahre beim USC gespielt und war mit seinem stets vorbildlichen Einsatz eine wichtige Konstante. Er blieb dem Verein durch sein weiteres Engagement für das Basketball-Camp verbunden.
Überraschend kehrten Armin Leber und Oliver Komarek dem USC den Rücken, da Torsten Daume mit beiden ge- rechnet hatte. Armin Leber wechselte in die Pro B nach Speyer/Bad Dürkheim, was er besser mit seiner beginnen- den beruflichen Karriere als Architekt vereinbaren konnte. Oliver Komarek nahm ein Angebot des kurpfälzischen Ri- valen 1. FC Kaiserslautern an, zumal er beim USC auf seiner Position sehr starke Konkurrenz sah.
Dennis Trammell, den der USC gerne weiterverpflichtet hätte, musste wegen einer hartnäckigen Verletzung absa- gen. Für ihn kam Alexander Starr, der für die Position 2 vorgesehen war, doch auch auf den Positionen 1 und 3 spielen konnte. Für die Position des Point Guards konnte der USC den erfahrenen John Redder Bynum verpflich- ten. Er hatte vor Jahren für COOCOON Weiden gegen den USC gespielt und stand zuletzt beim Erstligisten Eis- bären Bremerhaven unter Vertrag. Als Ersatz für Armin Leber präsentierte Torsten Daume kurzfristig Michael Jones, der auf den Positionen 4 und 5 eingesetzt werden sollte, sich selbst aber als Super-Allrounder sah, der auch die Positionen 1-3 ausfüllen konnte.

Torsten Daume sah in seinem Kader mit Peter Huber-Saffer, Peer Wente, Sebastian Adeberg, Tobias Stoll und den drei Amerikanern lediglich sieben Spieler, die auf dem Niveau der Pro A mithalten konnten. Marius Neuschl traute er zu, Peter Huber-Saffer für einige Minuten zu entlasten. Die restlichen jungen Spieler füllten den Kader in seinen Augen nur auf und hatten (noch) nicht die für die Liga erforderliche Qualität. Nicht ohne Bedenken ging er mit dieser Siebener-Rotation in die Saison.

Die prekäre personelle Situation sollte sich noch vor Rundenbeginn weiter verschärfen, da Peer Wente in einem Freundschaftsspiel in Kirchheim/Teck von einem Gegenspieler sehr unfair angegangen und dabei ernsthaft verletzt wurde, so dass eine Operation notwendig war. Dies bedeutete einen längeren Ausfall, der unter den geschilderten Umständen ohne Ersatz kaum zu verkraften war.

Im Pokalspiel konnte der USC den TV Lich trotz der angespannten personellen Situation mit 89:82 (25:21 – 48:46 – 77:60) besiegen. Der Auftakt verlief allerdings zunächst sehr schleppend (4:10/3. Minute, 8:18/6.). Immer wieder ließen die „Akademiker“ die Hessen zum Korb ziehen. Bereits nach gut fünf Minuten kassierte Michael Jones sein 3. Foul; John Bynum zog im 2. Viertel bald nach. Doch nun stand die Verteidigung besser, die Angriffe verliefen präziser. Im 3. Viertel konnte das USC-Team die Intensität noch verstärken und davonziehen. Aus einer starken ersten Fünf ragte Alexander Starr noch heraus, während beim Gast Johannes Lischka, Richard Poiger und Brandon Jenkins besonders auffielen (Starr 20/1 Dreier – 7/10 Feldwürfe – 5/5 Freiwürfe, Jones 19/5 – 5/11 Dreier – 7 Re- bounds, Huber-Saffer 19 – 9/15 Feldwürfe – 6 Rebounds, Adeberg 16 – 6/11 Feldwürfe – 5 Rebounds – 4 Assists, Bynum 14 – 5/8 Feldwürfe – 7 Assists, Neuschl 1, Stoll – Breuer, Hirscher, Hug; Lich: Poiger 22, Lischka 20, Jenkins 19).

Im ersten Pflichtspiel der Pro A unterlag der USC im heimischen OSP dem FC Schalke 04 mit 81:86 (24:21 – 34: 30 – 52:58). Mit entscheidend war dabei die unterschiedliche Ausbeute aus der Dreierposition. Während bei den „Akademikern“ die diesbezügliche Bilanz 3:16 lautete, sah es bei den „Fußballern“ mit 10:22 deutlich besser aus. Eine Rolle spielte aber auch, dass die erste Fünf der Heimmannschaft von der Bank kaum Entlastung erfuhr und am Ende ausgelaugt war. Indes wurde eine personelle Nachrüstung angekündigt. John Bynum lieferte ein großes Spiel  (Huber-Saffer 20 – 9/15 Feldwürfe, Bynum 18 – 6/9 Feldwürfe – 9 Assists – 4 Steals, Adeberg 16/1 – 6/9 Feldwürfe – 3 Steals, Starr 12, Jones 11/2 – 2/10 Dreier – 7 Rebounds, Neuschl 2, Stoll 2; Schalke 04: Pryor 27/4, Pittman 22).

Bei den Cuxhaven BasCats war der USC chancenlos und unterlag mit 62:91 (19:13 – 45:24 – 69:43 – 91:62). Kaum ein „Akademiker“ zeigte Normalform, so dass die Gastgeber fast nach Belieben agieren konnten (Bynum 15/1, Jones 15/3, Starr 11, Adeberg 11, Huber-Saffer 6, Hug 4, Neuschl, Stoll, Breuer).

Rechtzeitig zum Heimspiel gegen die Bremen Roosters präsentierte der USC zwei Neuverpflichtungen. Mit Bryant Nash wechselte ein athletischer Allrounder von den Haarlem Globetrotters an den Neckar. Der Small Forward Fabian Kirchhoff kam vom Regionalligisten TuS Fürstenfeldbruck.

Gegen die Bremen Roosters feierte der USC mit 69:66 (17:11 – 31:38 – 53:51) den ersten Sieg in der Pro A. Die Zuschauer sahen sich einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt, bis die Gastgeber den Arbeitssieg sichern konnten. John Bynum zeigte so hohen Einsatz, dass er nach dem Spiel einen Kreislaufkollaps erlitt und in die Medizinische Klinik eingeliefert werden musste – es ging ihm dann rasch besser (Bynum 20/1, Huber-Saffer 15, Starr 14/2, Jones 10, Adeberg 10/2, Stoll, Nash – Kirchhoff, Neuschl, Breuer).

Verschaukelt fühlte sich der USC bei seiner 89:96-Niederlage n. V. (14:18 – 32:42 – 54:56 – 75:75 – 96:89) in Nürnberg. USC-Pressewart Claus Ebert berichtete von zahlreichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die das überlegene Team der „Akademiker“ grob benachteiligten und so den unverdienten Sieg der recht ruppig agierenden Gastgeber erst ermöglichten. Allerdings versäumten es die Kurpfälzer im 3. Viertel, die mögliche Vorentscheidung zu erzwingen, da sie in dieser Phase zahlreiche Chancen leichtfertig vergaben und auch einige Ballverluste hatten. Doch führte der USC in der 38. Minute wieder mit 75:67. Bryant Nash zeigte sich in das Spiel bereits gut integriert (Jones 25/3 , Bynum 20/1, Huber-Saffer 15, Starr 14/2, Adeberg 10/2, Stoll, Nash – Kirchhoff, Neuschl, Breuer).

„Eine spektakuläre Show der USC-Korbjäger“ (Andreas Wagner, RNZ) sahen die Zuschauer beim 84:70-Triumph (18:19 – 37:34 – 59:49) im Pokalspiel gegen den Erstliga-Absteiger BG Karlsruhe. Neben Alexander Starr, dem Star des Abends, wussten auch John Bynum und Michael Jones durch gute Leistungen zu überzeugen (Starr 25/1, Jones 19/1 , Bynum 19, Huber-Saffer 6, Adeberg 6, Nash 5/1, Neuschl 2, Stoll 2 – Hug, Kirchhoff, Breuer).

Ein Debakel erlebte der USC mit 61:94 (22:26 – 38:49 – 50:67) im Liga-Spiel gegen das ambitionierte Team von Phoenix Hagen. Der Zonenverteidigung der Gäste zeigte sich der Angriff der „Akademiker“ nicht gewachsen, zumal die Dreierquote (4/21 = 19 %) sehr schwach ausfiel. Ganz anders die Gäste, die 12/17 (70,6 %) Dreier trafen. Der alles andere als athletisch wirkende, vom USC (daher?) sträflich vernachlässigte Matthias Grothe tat sich mit 5/6 Treffern diesbezüglich besonders hervor (Adeberg 17, Jones 13/3 , Bynum 12/1, Huber-Saffer 11, Starr 7, Stoll 1, Nash, Neuschl, Kirchhoff).

Gegen Phoenix Hagen noch bester USC-Spieler: Sebastian Adeberg im Duell mit Matthias Grothe.

Mit einer guten Teamleistung konnte der USC einen 77:66-Sieg (15:28 – 38:40 – 54:57 – 66:77) im Herzen der Natur beim TV Lich erringen. Die „Akademiker“ legten einen furiosen Start hin, erlaubten sich aber im zweiten Spielabschnitt so manche Nachlässigkeit. Am Ende setzte sich in der sehr kämpferisch geführten Partie jedoch das konditionell überlegene Team aus der Kurpfalz durch (Jones 18/3 , Adeberg 17, Starr 13/1, Huber-Saffer 13, Bynum 9/1, Nash 4, Stoll 3/1).

Als Drachentöter erwies sich der USC, indem er den Tabellenzweiten Dragons Rhöndorf mit 71:70 (20:21 – 40:37 – 52:55) niederkämpfte. Dabei mussten die Kurpfälzer nun gar mit einer Sechserrotation auskommen, da Sebastian Adeberg sich im Training den rechten Daumen gebrochen hatte. Der überragend spielende Peter Huber-Saffer blieb daher volle 40 Minuten auf dem Parkett. Gute Leistungen erbrachten auch Alexander Starr, John Bynum und Bryant Nash, der in der ersten Fünf agierte (Starr 19/3, Huber-Saffer 16 – 14 Rebounds, Nash 15/3, Bynum 11, Jones 10/1 , Stoll).

Nicht verzaubern ließ sich der USC von den gastgebenden Düsseldorf Magics und entführten mit 79:66 (17:16 – 27:41 – 46:59 – 66:79) die Punkte. Nur in der Anfangsphase konnten die Rheinländer die Kurpfälzer ausspielen und mit sechs Punkten in Führung gehen. Mitte des dritten Viertels folgte noch eine etwas kritische Phase, als auch die „akademischen“ Bankspieler agieren durften und die Magics auf 44:52 (26. Minute) herankamen. Die richtige Antwort gab der eiligst wieder eingewechselte und alle überragende Alexander Starr (Starr 26/2 – 12/17 Feldwürfe – 10 Rebounds, Huber-Saffer 20, Bynum 15, Jones 14/1 , Nash 4, Stoll, Neuschl, Kirchhoff, Hug, Breuer).

In einem Spiel auf hohem Niveau unterlag der USC VPV Giants Nördlingen (dem späteren Aufsteiger in die BBL) mit 97:107 (12:21 – 39:50 – 74:75). Als die „Akademiker“ nach dem 11-Punkte-Rückstand zur Halbzeit in der 31. Minute mit 78:75 führten, schien das Spiel gekippt zu sein. Doch konterten die „Rieser“ eiskalt und zogen uner- bittlich davon – den USC hatte die furiose Aufholjagd zu viel Kraft gekostet. Beim Gastgeber spielte das Quartett John Bynum, Sebastian Adeberg, Peter Huber-Saffer und Michael Jones sehr stark auf, während bei Nördlingen Osvaldo Jeanty, Carl Mbassa, Ty Shaw und Lashon Sheffield überzeugten (Jones 30/4 , Bynum 23/1, Adeberg 19/1 – 8/10 Feldwürfe, Huber-Saffer 11 – 13 Rebounds, Starr 5, Nash 5, Stoll 4, Kirchhoff; Nördlingen: Sheffield 27/2, Jeanty 25/5, Mbassa 15, Kazarnovski 15).

Im Pokal entzauberten die „Akademiker“ die gastgebenden Crailsheim Merlins mit 77:65 (17:26 – 41:41 – 55:67 – 65:77). Gleich in der Anfangsphase legte der überzeugend agierende USC die Grundlagen für den Sieg. Als der Gast im zweiten Viertel durchwechselte, konnten die Hausherren gleichziehen. Doch packten die Heidelberger nach der Pause in der Defensive wieder kräftiger zu und konnten sich gleich wieder absetzen. Der Rest war dann Formsache (Starr 18/2, Huber-Saffer 14, Bynum 11, Nash 10/2, Jones 9/2 , Adeberg 8, Kirchhoff 5, Stoll 2).

In einem spannenden Spiel unterlag der USC beim 1. FC Kaiserslautern knapp mit 86:87 (30:21 – 52:37 – 67:63 – 87:86). Mit einer großartigen Aufholjagd machten die Neckarstädter  den 15-Punkte-Pausenrückstand kurz vor Ende des dritten Viertels wett und schienen nun das Momentum auf ihrer Seite zu haben. Doch wie vor Wochen- frist gegen Nördlingen riss der Faden wieder. Gleichwohl gab es kurz vor Schluss zwei weitere Chancen, die aber nicht genutzt werden konnten. Aus einem guten Team ragte John Bynum heraus (Adeberg 19/1, Bynum 19, Huber-Saffer 19, Starr 16/3, Jones 13/2 , Nash, Stoll – Kirchhoff, Neuschl, Hug, Wieland).

Nichts zu gewinnen gab es für den USC im Heimspiel gegen die BG Karlsruhe. Beim 79:95 (19:22 – 37:35 – 55:63) zeigten die Gäste in der zweiten Halbzeit ihre Klasse und kontrollierten das Spiel. Überragend spielte bei den Gast- gebern Peter Huber-Saffer (Huber-Saffer 23 – 14 Rebounds, Bynum 16, Nash 10/2, Starr 8, Adeberg 8, Jones 6 , Neuschl 4, Stoll 4/1; Karlsruhe: Taletovic 26/4, Crawford 23/2, Gary 17/1, Tarver 16).

Alexander Starr (5) streckt sich gegen zwei Karlsruher zum Korberfolg; links John Bynum (20), in der Mitte der nachverpflichtete Bryant Nash (9).

Auf Augenhöhe agierten die „Akademiker“ beim BBC Bayreuth, unterlagen aber am Ende doch mit 77:87 (22:27 – 39:44 – 62:63 – 87:77). Dabei leistete sich der USC im letzten Spielabschnitt zu viele Ballverluste und hatte zudem Schusspech, so dass die Franken das Spiel noch drehen konnten (Starr 17/2, Jones 16/3 , Bynum 14, Huber-Saffer 13, Adeberg 9, Nash 5/1, Stoll 2, Wieland 1, Neuschl – Hug).
Nach dem Spiel wurde bekannt, dass John Bynum wegen einer Meinungsverschiedenheit mit dem Trainer zwei Ta- ge vom Training suspendiert war und daher in Bayreuth zunächst auf der Bank saß.

Fast eine Pokalsensation gab es gegen den Erstligisten Science City Jena, dem der USC mit 71:74 (17:17 – 42:30 – 56:61) nur knapp unterlag. Dabei blieb in einer entscheidenden Aktion Sekunden vor Schluss beim Stand von 71: 72 der Pfiff der Schiedsrichter aus, als Alexander Starr zum Korb der Thüringer gezogen war und sehr hart ange- gangen wurde. Im folgenden Fast-Break gelang den Gästen dann das 74:71 (Starr 20/1, Huber-Saffer 15, Adeberg 13, Jones 8/2 , Kirchhoff 6, Bynum 6, Wieland 3, Nash, Stoll, Neuschl).

Gegen den Tabellendritten Mitteldeutscher BC spielte der USC spektakulär auf und siegte mit 85:80 (23:19 – 51:38 – 67:61). Für den noch immer aus der Anfangsformation verbannten John Bynum spielte Tobias Stoll und zeigte eine hervorragende Leistung. Ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheiten trat er in diesem Spiel auch als Scorer auf. Ebenfalls einen Sahnetag erwischt hatten seine Kollegen Alexander Starr und Michael Jones (Jones 19/2, Starr 19, Stoll 14/2, Huber-Saffer 9, Bynum 9, Nash 7/1, Adeberg 6, Neuschl 2,  Wieland – Hug, Kirchhoff).

Überzeugte gegen den Mitteldeutschen BC: Tobias Stoll

Kein Weihnachtsgeschenk erhielt der USC in Chemnitz und unterlag mit 90:92 (29:17 – 44:44 – 67:70 – 92:90). Dabei hatte John Bynum die „Akademiker“ fünf Sekunden vor dem Ende mit zwei verwandelten Freiwürfen mit 90:89 in Führung gebracht. Doch fand der finale Dreier des Chemnitzers LyRyan Russel unter dem Jubel der Zuschauer den Weg in die Reuse. In einem guten USC-Team konnte sich Michael Jones besonders auszeichnen (Jones 23/3 , Nash 14/3, Adeberg 14, Starr 13/2, Bynum 11,  Huber-Saffer 10, Stoll 5/1, Neuschl,  Kirchhoff, Hug).

Ohne den an der Schulter verletzten John Bynum, doch mit den geschwächten Bryant Nash (Fingerverletzung), Peter Huber-Saffer (Bänderzerrung) und Sebastian Adeberg (Grippe) siegte der USC gegen seinen alten Rivalen TV Langen mit 101:87 (17:15 – 45:45 – 66:67). Nachdem beim USC bereits Peter Huber-Saffer, Bryant Nash, Sebas- tian Adeberg und Marius Neuschl foulbedingt ausgeschieden waren, rissen Alexander Starr und Michael Jones das Spiel an sich und erarbeiteten den entscheidenden Vorsprung (Starr 29/1, Jones 25/3 , Adeberg 18/1, Huber-Saffer 10, Nash 8/1, Stoll 8/1, Wieland 3, Neuschl, Hug).

Am Ende der Vorrunde belegte der USC den 10. Tabellenplatz (12:18 – 1204:1269).

Letzter Vorrundenspieltag und Tabellenbild der Pro A in ihrer 1. Saison 2007/2008 am Ende der Vorrunde.

„Auf Schalke“ unterlag der USC mit 67:82 (19:18 – 35:30 – 53:50 – 82:67) und konnte dabei keinen einzigen Dreier verwandeln (0/21). Ohne John Bynum, dessen Vertrag angesichts seiner hartnäckigen Schulterverletzung einver- nehmlich gelöst wurde, auch ohne den fingerverletzten Bryant Nash, hielten die „Akademiker“ bis zur Schlussphase gut mit. Dann aber setzten sich trotz herausragender Leistung Peter Huber-Saffers die physisch starken Schalker durch, zumal einige rüde Abwehraktionen gegen die Gäste ungeahndet blieben (Huber-Saffer 23 – 11 Rebounds, Jones 21 , Adeberg 12, Starr 11, Stoll, Neuschl,  Wieland, Hug).

Trotz harter Gegenwehr unterlag der USC dem Tabellenführer Cuxhaven BasCats mit 73:86 (19:26 – 36:51 – 56:66). Die in der ersten Fünf durchgehend mit Übersee-Importen agierenden Gäste von der Waterkant erwiesen sich für die noch immer personell gebeutelten „Akademiker“ als eine Klasse besser. Erstmals wirkte beim USC der kanadi- sche Aufbauspieler Jamie McNeilly mit, der freilich ganz im Gegensatz zu Peter Huber-Saffer, Alexander Starr und Bryant Nash noch keine Akzente setzen konnte (Starr 26/5 – 5/8 Dreier, Huber-Saffer 20 – 13 Rebounds, Nash 12/2, Jones 5, Adeberg 4, Stoll 4, Neuschl 2, Wieland, McNeilly).

„Debakel und neue Hiobsbotschaft für USC“ meldete Claus Ebert nach der 58:78-Niederlage (14:20 – 27:29 – 58:37 – 78:58) bei den Bremen Roosters. Als die „Hähne“ Mitte des zweiten Viertels auf eine aggressive Zonenverteidi- gung umstellten, hatten die „Akademiker“ zusehends Probleme und mussten im 3. Viertel ein 8:31 hinnehmen. Nur Bryant Nash zeigte bei den Gästen Normalform. Zu Beginn des Schlussviertels verletzte sich Tobias Stoll ohne gegnerische Einwirkung und schied mit Verdacht auf einen Bänderriss aus (Jones 15/1 , Nash 14/2, Starr 8, McNeilly 8/2, Adeberg 6, Huber-Saffer 4, Stoll 3/1, Neuschl, Wieland, Hirschberg).

Herz und Moral zeigte der USC nach Claus Ebert in Hagen, wo er an historischer Stätte (in den 1970er Jahren fochten Didi Keller, Hans Riefling und Co. in der Ischelandhalle gegen den seinerzeitigen SSV manchen Strauß aus) 91:75 (24:24 – 32:39 – 49:62 – 75:91) siegte. Gegen die ohne Tobias Stoll angetretenen Gäste führte Phoenix nach sieben Minuten bereits mit 22:11 – man musste für die Kurpfälzer nach der bitteren Vorspielniederlage (61:94) schimmste Befürchtungen hegen. Doch schafften Alexander Starr, Bryant Nash und der verbesserte Neuzugang Jamie McNeilly mit klugen Angriffen und sicherer Verteidigung die Wende. Im 3. Viertel war Peter Huber-Saffer der Turm in der Schlacht (Starr 25/3, Huber-Saffer 20 – 13 Rebounds, McNeilly 19/2, Jones 11/1, Nash 6 – 9 Rebounds – 5 Blocks, Adeberg 6, Hirschberg 4, Neuschl, Wieland).

Keine Siegeschance räumte der USC dem TV Lich ein und besiegte ihn mit 79:66 (16:12 – 39:28 – 63:50. Dabei zeigte sich das starke Quartett Huber-Saffer, Adeberg, McNeilly und Nash seinem hessischen Gast jederzeit ge- wachsen (Huber-Saffer 22 – 9 Rebounds, Adeberg 18/1 – 5 Assists – 5 Steals, McNeilly 16/2, Nash 9/1 – 7 Re- bounds, Jones 8, Starr 6, Hirschberg).

Auch der Einsatz ihrer „Geheimwaffe“ Rick Stafford, der 2005 mit GHP Bamberg deutscher Meister geworden war, konnte Schlusslicht DIMPLEX Falke Nürnberg nicht vor einer 71:78-Niederlage (26:11 – 45:35 – 59:61) im OSP bewahren. Vor der Halbzeitpause hatten insbesondere Peter Huber-Saffer und Michael Jones seitens der Gastgeber dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt. Im 3. Viertel sorgte Veteran Michael Lake mit seinen Dreiern, die von den müden „Akademikern“ nur halbherzig verteidigt wurden, für die überraschende Führung der jungen Gästemann- schaft. Doch machten PHS und Sebastian Adeberg schließlich den verdienten Sieg der wieder nur mit sieben Spielern angetretenen Kurpfälzer klar (Huber-Saffer 21 – 8/12 Feldwürfe – 7 Rebounds, Adeberg 20/1 – 7/10 Feldwürfe, Jones 17/4 – 4/5 Dreier, Starr 11/1 – 5 Rebounds – 5 Assists, Hirschberg 5, McNeilly 4 – 1/10 Feldwürfe – 5 Assists, Nash – 0/4 Feldwürfe – 8 Rebounds – 5 Ballverluste).
Bei den Dragons Rhöndorf bot der USC wiederum nur sieben Spieler auf und unterlag nach gutem Spiel mit 82:87 (24:17 – 40:42 – 63:61 – 87:82). Nach zahlreichen Fehlern in der Anfangsphase steigerten sich die Heidelberger im 2. Viertel enorm und konnten mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause gehen. Danach blieb es bis kurz vor Spielende spannend, als Starr sieben Sekunden vor Schluss einen Korbleger, hart bedrängt, nicht verwandeln konn- te, im Gegenzug die „Drachen“ mit zwei Freiwürfen den Sieg sicherstellten (Adeberg 16, Starr 14/1 – 5 Rebounds – 5 Steals, Jones 14/3 – 5/17 Feldwürfe – 7 Rebounds – 5 Ballverluste, Huber-Saffer 12 – 6/17 Feldwürfe – 5 Rebounds, McNeilly 12/2 –5 Assists – 4 Steals, Nash 8 – 5 Rebounds, Stoll 6 – Neuschl, Hug, Wieland).

Kurz vor Ende der Wechselfrist wurden die „Akademiker“ nochmals auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichteten mit dem 23-jährigen Ben Sullivan einen weiteren Amerikaner. Der 2,08 große weiße Center sollte dazu beitragen, den USC endgültig aus den Abstiegsnöten zu retten. Gerade für den möglichen Ausfall des nominellen Centers Peter Huber-Saffer wollte man unbedingt gewappnet sein, da ein adäquater Backup zuvor nicht vorhanden war.

Auch mit dem Neuzugang Ben Sullivan unterlag der USC den Düsseldorf Magics n. V. mit 82:85 (15:28 – 33:44 – 53:56 – 74:74). Die Kurpfälzer waren ganz schwach in die Partie gestartet, hatten eine sehr schwache Defense gezeigt und dem Gast zu viele Dreier erlaubt. Nach der Halbzeit änderte sich das Bild, und der USC bekam das Spiel zusehends besser in den Griff. Doch gegen Ende der regulären Spielzeit trafen die Gastgeber falsche Ent- scheidungen und mussten Ballverluste hinnehmen. Elf Sekunden vor Ende der Verlängerung führten die Rheinländer mit 83:82 und der USC hatte Ballbesitz. McNeilly traf nun die folgenschwere Fehlentscheidung, einen Dreierwurf zu nehmen, anstatt zum Korb zu ziehen oder zum gut postierten Peter Huber-Saffer zu passen. Er verfehlte den Korb, die „Zauberer“ holten den Rebound und konnten zum 82:85-Endstand nachlegen. McNeilly erklärte später, nicht auf die Spieluhr geachtet zu haben und fest davon überzeugt gewesen zu sein, der USC liege drei Punkte zurück. Bes- te „Akademiker“ waren Peter Huber-Saffer, Michael Jones und Sebastian Adeberg. Anzumerken ist noch, dass zeitweise 10 Amerikaner gleichzeitig auf dem Parkett agierten (Huber-Saffer 19 – 8/12 Feldwürfe – 9 Rebounds, Adeberg 16/1 – 6 Rebounds – 5 Assists, Jones 12 – 5/7 Feldwürfe – 3/3 Dreier – 9 Rebounds, Starr 14/1 –5 Ballverluste, McNeilly 11/2 –5 Rebounds – 8 Assists, Nash 8, Sullivan 2, Stoll)

Nichts zu holen gab es für die „Akademiker“ im Nördlinger Ries, wo sie eine 72:86-Niederlage (17:13 – 34:37 – 56:56 – 86:72) bezogen. Dabei hatten die Kurpfälzer bis zur 29. Minute (56:51-Führung) zumindest auf Augenhöhe agiert. In ominösen fünf Minuten (Torsten Daume) konnten die Gastgeber bis zur Viertelpause zunächst ausglei- chen, um danach mit einem 11:0-Run auf 67:56 davonzuziehen – das war es dann für den USC. Bryant Nash war bester USC-Spieler (Jones 14/2, Nash 13/4 – 4/4 Dreier – 4/5 Feldwürfe, Huber-Saffer 11 – 5/7 Feldwürfe – 5 Re- bounds, McNeilly 10, Starr 9/1, Adeberg 7, Sullivan 5 – 5 Rebounds, Stoll 3 – Neuschl, Hirscher, Hug).

Im kurpfälzischen Derby unterlag der USC den „Roten Teufeln“ aus Kaiserslautern mit 83:86 (24:23 – 49:44 – 68: 66). Die Niederlage war unglücklich und glich insofern dem Vorrundenspiel in Kaiserslautern, als wiederum ein nicht gegebener Schiedsrichterpfiff für Aufregung sorgte. Beim Stand von 83:84 war Alexander Starr vier Sekunden vor dem Spielende zum gegnerischen Korb gezogen und von den Gästen recht hart gestoppt worden, ohne dass die Unparteiischen eingriffen. In der anschließenden unübersichtlichen Situation unter dem Korb der Gäste erfolgte dann ein Pfiff gegen den USC, der dem FCK zwei Freiwürfe zum 83:86 einbrachte. Der abschließende Dreierver- such Sullivans verfehlte dann das Ziel. Gegen die „Teufel“ Stuart Robbins und Chris Oliver fanden die „Akademiker“ kein Mittel (Starr 16/1, Huber-Saffer 16 – 7/10 Feldwürfe – 8 Rebounds, McNeilly 10/1 – 4 Assists, Adeberg 9, Jones 9/1 – 5 Rebounds, Hirschberg 8/1 – 3/3 Feldwürfe, Nash 6/2 – 5 Rebounds, Sullivan 5 – 6 Rebounds, Stoll 4; FCK: Robbins 27 – 9/9 Freiwürfe – 7 Rebounds, Oliver 18 – 8 Rebounds).

Auch beim badischen Nachbarn BG Karlsruhe unterlag der USC mit 71:79 (17:19 – 34:38 – 56:59 – 79:71). Dabei verspielten die Kurpfälzer in der Fächerstadt einen 10-Punkte-Vorsprung (34:44/22. Minute), anstatt diesen auszu- bauen. Sie hatten sich einlullen lassen, ihren Rhythmus verloren. Die Gästecenter wussten den Umstand, dass die BG gerade auf den langen Positionen personell sehr geschwächt war und ihnen eigentlich nichts entgegensetzen konnte, nicht zu nutzen. Am Ende vergaben die „Akademiker“ auch einfache Korbleger (Jones 15 – 6 Rebounds, McNeilly 13/1 – 6/8 Feldwürfe, Starr 13/3 – 6 Rebounds, Adeberg 9/1, Huber-Saffer 8 – 10 Rebounds, Nash 6 – 10 Rebounds, Hirschberg 4, Sullivan 3/1 – Stoll, Neuschl, Hug ; BG: Taletovic 26/3, Gary 15/1, Crawford 13).

„Wieder gesenkte Häupter“ (Andreas Wagner, RNZ) gab es nach der 80:104-Niederlage (26:21 – 37:54 – 61:78) des USC gegen BBC Bayreuth. In der Anfangsphase dominierten die „Akademiker“ das Spiel allerdings deutlich, so dass Siegeshoffnung aufkeimte. Sebastian Adeberg und Peter Huber-Saffer hatten den fränkischen Gast von einer Verlegenheit in die andere gebracht. Dieses Momentum wurde von Trainer Daume gebrochen, der erst eine Auszeit und dann Adeberg und Huber-Saffer aus dem Spiel nahm. Es folgte ein 15:0-Lauf der Gäste, deren Zonenverteidi- gung nun kaum noch zu überwinden war, zumal dem USC treffsichere Schützen fehlten. Ganz im Gegenteil dazu der Gast, der aus der Dreierdistanz eine Quote von stolzen 66,7 % (12/18, USC 26,3 % – 5/19) erreichte (Adeberg 20/1, Huber-Saffer 17 – 7/11 Feldwürfe, Starr 15 – 6 Rebounds – 6 Ballverluste – 4 Steals, McNeilly 10/1, Nash 5/1 – 2/8 Feldwürfe, Sullivan 4, Jones 3/1 – 1/6 Feldwürfe, Hirschberg 3/1, Neuschl 3 – Stoll, Jurkewitz, Hug).

Mit 73:76 (29:13 – 48:37 – 66:53 – 76:73) unterlag der USC auch beim Mitteldeutschen BC, steckte damit die sie- bente Niederlage in Folge ein und geriet nun in ernste Abstiegsgefahr. Nach total verpatzter Startphase, in der Cen- ter Thompson immer wieder einfache Punkte machen konnte, auch die Zonenverteidigung der „Akademiker“ gegen die Distanzwerfer der Gastgeber nahezu wirkungslos blieb, kämpfte sich der USC durch bravourösen Einsatz suk- zessive heran und konnte auf 73:74 (40. Minute) herankommen. Doch dann fehlte den leidgeprüften Kurpfälzern wieder einmal das Glück. Die Gäste traten ohne den verletzten Ben Sullivan an und hatten in Alexander Starr ihren besten Akteur (Starr 23 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Huber-Saffer 20 – 10 Rebounds, Adeberg 11 – 6 Rebounds, Hirschberg 5, Neuschl 4, McNeilly 4, Nash 4 – 2/10 Feldwürfe – 5 Assists, Jones 2 – 1/5 Feldwürfe – Stoll, Hug).

Im letzten Heimspiel der Saison schlug der USC den BV Chemnitz 99 mit 88:76 (20:20 – 37:41 – 53:60) und ent- ledigte sich damit aller Abstiegssorgen. Lange hatte es nicht nach einem Sieg der „Akademiker“ ausgesehen. Nach der schnellen 18:11-Führung der Hausherren schlossen die Sachsen auf und lagen bald ihrerseits vorne. Die USC-Mannen taten sich mit der Zonenverteidigung der Gäste sehr schwer. Nur der glänzend aufspielende Sebas- tian Adeberg hielt die Gastgeber über lange Phasen der Partie noch einigermaßen im Spiel. Für die Wende sorgten dann zu Beginn des vierten Spielabschnitts Michael Jones mit zwei Dreiern und Alexander Starr (64:63/32. Minute). Jetzt war auch die Zeit Peter Huber-Saffers gekommen, der nach Umstellung der Gäste auf Manndeckung in dieser Phase allein 12 Punkte scorte. Während sich nun die Kurpfälzer in einen Rausch spielten, brachen bei den Sach- sen alle Dämme (Adeberg 27/1 – 9/12 Feldwürfe – 4 Assists – 3 Steals, Huber-Saffer 20 – 9/11 Feldwürfe, Starr 14/1 – 11 Rebounds, Jones 14/2 –5 Rebounds, McNeilly 8 – 5 Assists – 3 Steals, Nash 5/1 – 5 Rebounds, Hirschberg, Sullivan, Stoll).

„Beim alten Rivalen nichts zu holen“, titelte Claus Ebert über das letzte Saisonspiel beim TV Langen, dem der USC mit 77:87 (19:20 – 38:22 – 56:49 – 87:77) unterlag. Die Luft war bei den „Akademikern“ heraus, die gleichwohl im 1. Viertel mit wechselnden Verteidigungsvarianten kontrolliert aufspielten und in der 9. Minute verdient mit 20:16 führ- ten. Das Spiel kippte, als die Kurpfälzer im 2. Viertel nun zunehmend ihre Bankspieler brachten und die Intensität in der Verteidigung nachließ (McNeilly 27/5, Jones 19/4, Huber-Saffer 9 – 7 Rebounds, Adeberg 7 – 5 Steals, Nash 7 – 9 Rebounds – 3 Blocks, Starr 6/1 – 1/6 Feldwürfe, Sullivan 2, Hirschberg, Stoll – Neuschl, Hug).

Letzter Spieltag und Tabellenbild nach Abschluss der 1. Saison der Pro A (2007/2008)

In der internen Korbjägerliste führte Peter Huber-Saffer mit 450 Punkten (15,0/Spiel bei einer Trefferquote von 53,9 % – 53,9 % Zweier/- % Dreier) knapp vor Alexander Starr (438 – 14,6 – 47,5 % – 54,8 %/30,8 %) und Michael Jones (429 – 14,3 – 39,7 % – 46,3 %/32,4 %). Es folgten Sebastian Adeberg (368 – 13,1 – 54,8 % – 58,3 %/34,3 %), John Bynum (202 – 14,4 – 50,0 % – 54,0 %/27,3 %), Bryant Nash (181 – 6,7  – 44,1 % – 53,1 % /33,8 %) und Jamie McNeilly (152 – 10,9 – 43,5 % – 50,0/35,3  %).
In der Freiwurfstatistik platzierten sich: Peter Huber-Saffer (92/137 – 67,2 %), Sebastian Adeberg (92/147 – 62,6 %), Michael Jones (90/107 – 84,1 %), Alexander Starr (78/107 – 72,9 %), John Bynum (48/82 – 58,5 %) und Jamie McNeilly (34/51 – 66,7 %).
Die meisten Rebounds holten: Peter Huber-Saffer (246 – 93 offensiv/153 defensiv – 8,2/Spiel), Alexander Starr (!) (150 – 55/95 – 5,0), Michael Jones (136 – 21/115 – 4,5), Bryant Nash (134 – 54/80 – 5,0), Sebastian Adeberg (92 – 27/65 – 3,3) und John Bynum (62 – 20/42 – 4,4).
Die Assiststatistik führte John Bynum (65 – 4,6/Spiel) an vor Tobias Stoll (65 – 2,5), Alexander Starr (60 – 2,0), Jamie McNeilly (50 – 3,6) und Sebastian Adeberg (46 – 1,6).
Steals errangen: Alexander Starr (56 – 1,9/Spiel), Sebastian Adeberg (49 – 1,7), Bryant Nash (38 – 1,4), John Bynum (32 – 2,3), Tobias Stoll (27 – 1,0), Peter Huber-Saffer (27 – 0,9) und Jamie McNeilly (24 – 1,7).
Ballverluste hatten: Peter Huber-Saffer (88 – 2,9/Spiel), Alexander Starr (81 – 2,7), Michael Jones (73 – 2,4), Sebastian Adeberg (50 – 1,8), Bryant Nash (46 – 1,7), John Bynum (35 – 2,5) und Tobias Stoll (32 – 1,2).

Die Effektivitätsrangfolge: Peter Huber-Saffer (16,1/Spiel – 0,46/Einsatzminute), John Bynum (15,9/0,49), Alexander Starr (14,5/0,43), Sebastian Adeberg (12,4/0,42), Jamie McNeilly (11,4/0,36), Michael Jones (10,1/0,34) und Bryant Nash (9,7/0,44).

In der Premierensaison der Pro A hatte der USC den 13. Tabellenplatz erreicht, damit den drohenden Abstieg ver- mieden und war noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Zufrieden konnte man indes nicht sein. Er- klärungsansätze für den unbefriedigenden Saisonverlauf gab es mit dem Ausfall des erfahrenen Peer Wente und den Turbulenzen um John Bynum, die dann zur Vertragsauflösung führten. Dabei hatte Torsten Daume gerade auf John Bynum als Schlüsselspieler gesetzt und ihn daher zum Teamkapitän gemacht. Die Ursachen des Bruchs zwischen Trainer und Kapitän sind von außen kaum zu beurteilen. Dass ein John Bynum aber die Rolle des Bank- spielers nicht dauerhaft akzeptieren würde, lag auf der Hand. Welchen Wert er für ein Team haben konnte, zeigt seine Saison 2009/2010 in Crailsheim, in der er sich als bester Spieler der Liga auszeichnete. Jamie McNeilly war beileibe kein schlechter Spieler, doch auch keine Führungspersönlichkeit, schon gar keine vom Format eines John Bynum.
Michael Jones konnte auch nur sehr bedingt als Ersatz für Peer Wente herhalten. Zweifellos talentiert und sehr selbstbewusst, konnte er sich kaum auf ein taktisches Konzept einlassen, war damit sicher nicht einfach zu füh- ren. Er hatte das Selbstbild eines Super-Allrounders, der jede Postion abdecken konnte, ließ sich selten auf die ihm zugedachte Rolle festlegen und war damit von Gegenspielern nur schwer auszurechnen, leider aber auch von Mitspielern und Trainer.
Alexander Starr hatte sich als unkompliziert und zuverlässig erwiesen, wenngleich nicht als Überflieger. Doch nach seinem direkten Wechsel aus dem College war ihm eine weitere Steigerung zuzutrauen, so dass er für eine Wei- terverpflichtung durchaus in Betracht kam.
Peter Huber-Saffer hatte auch in der neuen Liga seine Klasse bestätigt und sich für eine Weiterverpflichtung emp- fohlen.
Deutlich gesteigert hatte sich trotz höherer Qualität der neuen Liga Sebastian Adeberg. Mit seiner Kampfkraft und seiner Intensität war er aus dem Team kaum noch wegzudenken. Er hatte nachdrücklich gezeigt, dass er künftig eine noch wichtigere Rolle übernehmen konnte.
Der im Oktober nachverpflichtete Bryant Nash konnte das Team stabilisieren. Er zeichnete sich als harter Verteidi- ger aus, konnte aber auch im Angriff Akzente setzen. Beachtlich seine Effektivität pro Minute. Als zuverlässiger Rollenspieler war auch er für die neue Saison interessant.
Als Back Up auf der Position 1 bot sich weiterhin Tobias Stoll an. Jens Hirschberg hatte in seinem ersten Jahr als
Kooperationsspieler gezeigt, dass er ein guter Rollenspieler werden konnte.

 

Saison 2008/2009

 

11. Platz der Pro A

Aufgebot 2008/2009:
Nummer 1: Jibril Hodges (24/1,88), 4: Jens Hirschberg (20/2,00), 5: Sebastian Dietz (19/1,89), 8: Danny Rodriguez (18/1,82), 10: Japhet McNeil (23/1,80), 11: Danilo Barthel (16/2,05), 12: Julian Debus (18/1,99), 13: Joshua Mäntele (18/2,08), 14: Maximilian Hug (22/2,00), 21: Sebastian Adeberg (24/1,98) – Kapitän, 33: Oliver Komarek (22/2,09), 41: Frederick Jahnke (17/1,83), 50: Ben Beran (23/2,03
Trainer: Torsten Daume, Co-Trainer: Peter Eberhardt

Abgänge: Peter Huber-Saffer (Rist Wedel), Peer Wente (BG Göttingen), Tobias Stoll (Crailsheim Merlins), Marius Neuschl (Leipzig), Bryant Nash, Jamie McNeilly, Alexander Starr, Ben Sullivan, Jan Wieland (alle Ziel unbekannt)

Zugänge: Oliver Komarek (1. FC Kaiserslautern), Japhet McNeil (University of Bridgeport/NCAA II), Ben Beran (South Dakota State University/NCAA II), Jibril Hodges (Butte Daredevils/CBA), Sebastian Dietz (KuSG Leimen), Mario Göhring (Nürnberg), Danilo Barthel, Freddy Jahnke, Julian Debus, Joshua Mäntele, Danny Rodriguez (alle Basket College Rhein-Neckar)

Die Vereine der Pro A:
BBC Bayreuth, Bremen Roosters, BV Chemnitz 99, Cuxhaven BasCats, ETB Baskets Essen, Phoenix Hagen, USC Heidelberg, Science City Jena, Kaiserslautern Braves, BG Karlsruhe, VfL Kirchheim/Teck, TV Langen, TV Lich, Mitteldeutscher BC, FC Bayern München, FC Schalke 04

Das USC-Aufgebot für die Pro A der Saison 2008/2009; es fehlt noch der etwas später verpflichtete Jibril Hodges

Frühzeitig wurde entschieden, dass der Trainer weiterhin Torsten Daume sein würde. Rasch wurde auch klar, dass Peter Huber-Saffer, Peer Wente und Tobias Stoll nicht mehr im Kader stehen würden. Dagegen stand mit Sebas- tian Adeberg ein ungemein wichtiger Spieler auch weiterhin zur Verfügung. Der im Saisonverlauf 2007/2008 zum USC gestoßene Kooperationsspieler Jens Hirschberg gehörte ebenfalls auch zum neuen Aufgebot.

Wieder zurück vom 1. FC Kaiserslautern kam Oliver Komarek, der dort eine recht unglückliche, von Verletzungen geprägte Saison erlebt hatte. Aus den USA kamen mit Japhet McNeil ein schneller und trickreicher Aufbauspieler, mit Ben Beran eine „Wundertüte“ für die langen Positionen. Etwas verspätet gesellte sich für die Position 2 Jibril Hodges hinzu, Sohn von Greg Hodges, der weiland mit Michael Jordan, Scottie Pippen und Co. bei den Chicago Bulls gespielt hatte und seinerzeit als bester Dreierschütze der NBA galt.

Die übrigen Spieler kamen fast alle vom Basketball College, und es war sehr fraglich, ob sie auch nur im Training mithalten konnten, geschweige denn als Back Up in Betracht kamen.

Es gab viele Zweifel, ob Oliver Komarek bereits aussichtsreich in der Starting Five agieren konnte. Wer aber sonst? Unterdrückte man diese Bedenken und stellte sich die Starting Five gedanklich mit Japhet McNeil, Jibril Hodges (ab dem 3. Spieltag), Sebastian Adeberg, Ben Beran und Oliver Komarek vor, kam gleich die Frage nach der Bank auf. Klar war, dass dieses USC-Team von Anfang an gegen den Abstieg würde kämpfen müssen. Viele (fast alle – auch der Verfasser!) meinten, es würde vermutlich keinen einzigen Sieg erringen können. Es hatte auch den An- schein, als rechne das Teamumfeld mit dem Abstieg in die Pro B und nehme diesen (billigend?) in Kauf. Mit viel Enthusiasmus war der USC in die erste Pro A-Saison gegangen. Der finanzielle Rahmen wurde arg strapaziert, entsprechend hoch waren die Erwartungen. Umso größer war dann die Ernüchterung. Lohnte sich dieser Aufwand eigentlich? Hatten nicht auch andere Vereine die Reißleine gezogen, zuletzt etwa die Dragons Rhöndorf? Konnte man diese Probleme nicht mit einem Abstieg elegant „lösen“? Es war wohl eine Situation, in der alle Beteiligten innehielten und sich fragten, ob es so noch weitergehen konnte/sollte.
Ein Verantwortlicher aber glaubte unerschütterlich an dieses Team und dessen Chance: Torsten Daume.

Das erste Saison-Pflichtspiel führte den USC zum Pokaltreffen beim badischen Nachbarn BG Karlsruhe, dem die „Akademiker“ erwartungsgemäß mit 63:83 (23:23 – 50:34 – 69:47 – 83:63) unterlagen. Ohne den erkrankten Mann- schaftskapitän Sebastian Adeberg und auch noch ohne Jibril Hodges war die Personaldecke der Gäste viel zu kurz. Der unermüdliche Kämpfer Ben Beran und Japhet McNeil zeigten sich als enorme Verstärkungen (Beran 23/2 Dreier, McNeil 18/2, Hug 7, Göhring 5/1, Komarek 5/1, Hirschberg 5, Dietz, Rodriguez, Debus).

Zum Saisonauftakt unterlag das junge USC-Team bei BBC Bayreuth mit 72:96 (23:16 – 53:31 – 72:55 – 96:72). Vor 2000 Zuschauern konnten die Gastgeber mit einer Dreierquote von 50 % (8/16) aufwarten, während es die Gäste lediglich auf 2/15 brachten. Ben Beran, Oliver Komarek und Sebastian Adeberg wussten zu überzeugen, dagegen hatte Japhet McNeil einen schwächeren Tag. Dahinter aber klaffte eine große Lücke (Komarek 20/1 – 7 Rebounds, Adeberg 19 – 7/11 Feldwürfe – 6 Rebounds – 7 Ballverluste, Beran 17 – 7 Rebounds, McNeil 13/1 – 4/17 Feldwürfe – 5 Ballverluste – 3 Assists – 4 Steals, Dietz 2, Hirschberg 1, Hug, Göhring, Rodriguez, Debus).

Beim Vizemeister Cuxhaven BasCats unterlag der USC achtbar mit 77:86 (20:20 – 41:36 – 65:58 – 86:77). Die erstmals mit dem amerikanischen Shooting Guard Jibril Hodges, der einen vielversprechenden Einstand gab, ange- tretenen „Akademiker“ zeigten sich sehr diszipliniert und agierten jederzeit auf Augenhöhe. Deutlich unterlegen waren sie in der Reboundausbeute (32:48). Klar bester „Akademiker“ war der erneut sehr stark aufspielende Ben Beran (Beran 25/1 – 9 Rebounds, Hodges 15/1 – 1/8 Dreier, Adeberg 15 –6 Rebounds, McNeil 9/1 – 5 Ballverluste – 3 Assists – 4 Steals, Komarek 9 – 5 Rebounds, Hirschberg 4 – 5 Ballverluste, Dietz, Hug, Göhring, Rodriguez, Debus).

Im ersten Heimspiel unterlag die USC-Truppe den Bremen Roosters mit 76:80 (17:25 – 35:36 – 46:58). Auch dabei zeigte sich die Unerfahrenheit der Kurpfälzer, da sie in entscheidenden Situationen patzten, sonst aber durchaus mithalten konnten. Beste „Akademiker“ waren wieder Ben Beran und vor allem Sebastian Adeberg, auch Oliver Ko- marek und Jibril Hodges wussten zu gefallen. Dagegen enttäuschte Japhet McNeil, während von der Bank kaum Entlastung kam (Adeberg 22/1 –9/13 Feldwürfe – 12 Rebounds – 5 Ballverluste, Beran 17/3 – 8 Rebounds, Hodges 12/2 – 5 Ballverluste – 4 Steals, Komarek 11/1 – 6 Rebounds, McNeil 8 – 2/12 Feldwürfe – 5 Ballverluste – 5 As- sists – 5 Steals, Hirschberg 4, Hug 2, Dietz, Göhring, Rodriguez, Debus).

Klar seine Grenzen aufgezeigt wurden dem USC bei der 77:97-Heimniederlage (23:36 – 41:58 – 53:78) gegen die Kirchheim Knights. Ungehindert durften die „Ritter“ aus der Dreierdistanz werfen, was sich bei ihnen zu einer be- achtlichen Quote von 45 % (9/20) summierte. Besonders Gordon Scott bedankte sich mit 5/10, während den „Aka- demikern“ nur 1/16 gelang. Beim Gastgeber wussten Sebastian Adeberg, Japhet McNeil und Oliver Komarek zu gefallen, während bei den Schwaben Center Baumann und Gordon Scott überragend agiert hatten (Adeberg 18 –6/7 Feld- würfe – 3 Assists – 4 Steals, Komarek 17/1 – 8/12 Feldwürfe, Beran 13 –0/5 Dreier – 8 Rebounds, McNeil 12 – 6/9 Feldwürfe – 5 Ballverluste – 11 Assists, Hodges 10 – 0/5 Dreier, Hug 2, Dietz 2, Göhring 2, Hirschberg 1, Rodriguez; Kirchheim: Scott 28/5, Baumann 27/2).

Bester Spieler gegen Bremen und nun gegen die Kirchheim Knights: Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg

„USC wurde einfach überrannt“, meldete USC-Berichterstatter Claus Ebert von der 82:113-Niederlage (24:19 – 57:35 – 91:59 – 113:82) bei Phoenix Hagen. Dabei sah er als entscheidenden Unterschied das jeweilige Abwehrverhalten. Viel zu offen war die Defensive der „Akademiker“, gestattete den Gastgebern viel zu viele Distanzwürfe. Bei den Kurpfälzern war dagegen einmal mehr die Dreierausbeute mit 1/12 erschreckend (Phoenix 11/28). Dennoch wehr- ten sich beim USC Ben Beran, Oliver Komarek, Japhet McNeil und Sebastian Adeberg nach Kräften (Beran 20 – 10 Rebounds, Komarek 18 – 9/13 Feldwürfe, McNeil 15 – 4 Assists – 4 Steals, Hodges 11 – 0/4 Dreier – 4 Assists, Adeberg 7/1 –2/9 Feldwürfe – 10 Rebounds, Dietz 6, Hug 2, Debus 2, Hirschberg 1, Göhring).

Auch gegen den BV Chemnitz gab es für den USC mit 98:114 (26:34 – 55:61 – 77:89) eine Abfuhr. Zwar konnten die „Akademiker“ endlich auch der Dreierdistanz ordentlich punkten (9/21 – 42,9 %), wurden aber auch diesbezüg- lich von den Sachsen übertroffen (12/21 – 57,1 %). Jibril Hodges zeigte sein bislang bestes Spiel im Trikot der Gastgeber, wurde aber in einigen Situationen noch zu wenig eingebunden. Auf der Gegenseite war A 2-National- spieler Nikita Khartchenkov nicht zu halten (Hodges 21/5 – 8/11 Feldwürfe – 5/8 Dreier, Beran 18/1 – 8 Rebounds, Komarek 16/1 – 7/11 Feldwürfe – 4 Assists, Adeberg 16 –7/9 Feldwürfe,  McNeil 15/3 – 4 Assists, Hug 6, Dietz 2, Hirschberg 2, Göhring 2, Debus; Chemnitz: Khartchenkov27/5, Worenz 20/5, Pfeifer 19/1, Gerwig 19, Baker 16).

Bei den teckpro Braves, jüngst von Kaiserslautern nach Homburg/Saar umgezogen, bezog der USC mit 67:85 (24:25 – 55:41 – 78:53 – 85:67) eine weitere bittere Niederlage. Immerhin konnten die „Akademiker“ bis zur 15. Minute (35:35) noch gut mithalten, erlagen aber dann dem Ansturm der Gastgeber. Wieder war die Quote von jenseits der Dreierlinie mit 3/20 (Braves 7/20) sehr schwach ausgefallen. Überhastete Würfe zogen immer wieder Tempogegenstöße der Braves nach sich (Adeberg 19/1 – 6 Rebounds, McNeil 15 – 4 Assists, Hodges 11/2, Komarek 10 – 6 Rebounds,  Beran 4 – 2/11 Feldwürfe – 5 Rebounds – 5 Assists, Göhring 4, Hug 4, Dietz, Hirschberg , Debus).

Die Negativserie setzte sich mit der 97:102-Pleite (31:34 – 59:59 – 76:77) gegen Bayern München fort. Torsten Daume setzte in diesem Spiel ganz auf seine starke erste Fünf, was letztlich knapp scheiterte. Mit 91:86 führten die Daume-Schützlinge noch in der 36. Minute, ehe ein 10:0-Lauf der Gäste dieses Ergebnis drehte. Noch einmal gelang Jibril Hodges mit einem Dreier der Anschluss (94:96/47 Sek. vor Schluss), dann hatte Japhet McNeil mit zwei Freiwürfen die Chance zum Ausgleich – und vergab beide. Die USC-Recken waren ausgelaugt, am Ende ihrer Kräfte angelangt. Ein großes Spiel zeigte Oliver Komarek, auch Ben Beran, Sebastian Adeberg und Japhet McNeil boten ansprechende Leistungen (Komarek 27/1 – 12/18 Feldwürfe – 8 Rebounds,  Adeberg 18 – 9/11 Feldwürfe – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Beran 17/3 – 13 Rebounds – 5 Ballverluste, McNeil 17 – 8 Assists, Hodges 16/3 – 4 Ballverluste, Hug 2, Göhring, Hirschberg).

Erleichtertes Aufatmen gab es nach dem 86:84-Sieg (22:19 – 36:40 – 62:66) gegen ETB Wohnbau Essen. Nach acht Niederlagen war endlich der erste Erfolg gelungen. Freilich handelte es sich beim Spiel gegen die Essener um ein Zitterspiel. Zwar führten die „Akademiker“ früh mit 13:2 (4. Minute), mit 20:11 (7.) und 36:28 (17.), mussten aber dann einen 12:0-Lauf des Aufsteigers hinnehmen, was sich nach dem 52:49 (26.) wiederholte. Doch zeigten die Hausherren Moral, und auch die Glücksgöttin Fortuna zeigte sich ihnen gewogen. Jibril Hodges, mit einem Kon- trakt bis Weihnachten ausgestattet, hatte vor dem Spiel eine Vertragsverlängerung bis zum Saisonende erhalten; er bedankte sich mit einer sensationellen Leistung (Hodges 32/5 – 5/9 Dreier, Komarek 14 – 5 Rebounds – 4 Ballver- luste, McNeil 13 – 7 Rebounds – 4 Ballverluste – 10 Assists, Adeberg 12 – 5/7 Feldwürfe  – 6 Rebounds – 5 Ball- verluste, Beran 9 – 8 Rebounds, Hirschberg 4, Dietz 2, Hug, Göhring).

Jibril Hodges trug mit seiner Glanzleistung gegen Wohnbau Essen zum ersten Saisonsieg der „Akademiker“ bei.

„MBC-Wölfe zu stark für USC“, berichtete Claus Ebert vom 75:108 (24:21 – 57:37 – 82:63 – 10875) beim sehr am- bitionierten Mitteldeutschen BC. Hatten die Kurpfälzer im ersten Viertel noch gut mitgehalten, so wurden sie im zweiten Viertel von der Angriffsmaschinerie der Mitteldeutschen geradezu überrollt. Dennoch stimmte der kämpferi- sche Einsatz (Komarek 23/3, McNeil 21, Beran 17/2, Adeberg 8 – 5 Rebounds, Hodges 2 – 0/5 Dreier – 1/8 Feld- würfe, Hirschberg 2, Göhring 2, Dietz, Hug).

Japhet McNeil und Oliver Komarek führten den USC zum 112:104-Sieg n. V. (11:17 – 36:42 – 65:69 – 92:92) gegen Science City Jena. Beinahe hätten die „Jungen Wilden“ das Spiel noch verzockt, führten sie doch in der 39. Minute mit 91:82, ehe die Thüringer mit einem energischen 10:1-Lauf den Ausgleich erzwangen. Da saß Ben Beran bereits mit seinem 5. Foul auf der Bank, Jibril Hodges folgte gleich zu Beginn der Verlängerung, später auch noch Sebas- tian Adeberg. Doch trug der Teamgeist des USC Früchte und führte zum zweiten Saisonsieg (Komarek 34/4 – 4/7 Dreier – 11/17 Feldwürfe, McNeil 28/1 – 6 Rebounds – 5 Ballverluste – 11 Assists – 3 Steals, Hodges 24/3, Ade- berg 13 – 8 Rebounds, Beran 10/1 – 10 Rebounds, Dietz 2, Hirschberg 1, Göhring, Hug, Barthel).

„Mit großer Moral zum ersten Auswärtssieg“ kam der USC laut Claus Ebert  mit 94:88 (25:21 – 47:44 – 70:62 – 88:94) bei Schalke 04. Der 10:2-Blitzstart der Kurpfälzer wurde allerdings rasch durch die auf Seiten der Hausher- ren überragenden Melvin Hall und vor allem Cory Abercrombie gekontert. Doch überzeugte auf USC-Seite die ge- samte erste Fünf, allen voran Japhet McNeil und Jibril Hodges. „Vor allem nach dem 76:67 der Schalker (33. Mi- nute) übernahm McNeil das Kommando und trieb sein Team mit einer imponierenden Energieleistung zur Schluss- offensive“ (Claus Ebert). Mit Assists, Steals, eigenen Korberfolgen und verwandelten Freiwürfen war er die Schalt- station seines Teams. Der für den ausgefoulten Ben Beran ins Spiel gekommene Max Hug zeigte ein beherztes Spiel (Hodges 23/5 – 5/10 Dreier – 4 Steals, Beran 22/1 – 9/14 Feldwürfe – 6 Rebounds, Komarek 17/2– 2/4 Dreier – 7/10 Feldwürfe – 5 Rebounds, McNeil 16 – 10 Assists – 7 Steals, Adeberg 12 – 6/9 Feldwürfe – 5 Rebounds, Hug 4, Dietz, Hirschberg, Göhring, Barthel).

Von einer katastrophalen Schiri-Leistung beim 93:98 (23:19 – 38:42 – 60:68) des USC gegen Lich berichtete RNZ- Redakteur Joachim Klaehn, fürwahr nicht als unkritischer Hofberichterstatter des USC und schon gar nicht für wohlfeile Schiedsrichterschelte bekannt. Es gab sehr seltsame Entscheidungen der Unparteiischen, allesamt ge- gen die Hausherren gerichtet. Freilich legte Joachim Klaehn auch den Finger in die Wunde der „Akademiker“, in- dem er die Freiwurfschwäche (13/27 – 26/31 bei Lich), die dürftige Dreierausbeute (6/23 – 6/11) und die Rebound- bilanz (24 – 34) als Hauptgründe für die Niederlage nannte. Auffälligste Spieler waren beim USC Japhet McNeil und Ben Beran, während sich beim TV Lich der Einsatz der beiden Kooperationsspieler aus Gießen, Johannes Lischka und Jannik Freese, sichtlich auszahlte (Beran 23/5 – 5/9 Dreier – 6 Rebounds, McNeil 22 – 6/14 Freiwürfe – 13 Assists – 6 Steals, Hodges 17/1 – 1/9 Dreier – 4 Assists – 3 Steals, Adeberg 15 – 7/9 Feldwürfe – 8 Rebounds, Komarek 12 – 4/8 Freiwürfe, Hug 2, Hirschberg 2, Dietz, Göhring, Barthel, Rodriguez).

„USC Heidelberg ganz nah am Sieg“, vermeldete RNZ-Berichterstatter Andreas Wagner von der 67:70-Niederlage (17:22 – 37:38 – 54:59 – 70:67) beim nordbadischen Nachbarn BG Karlsruhe. In der Tat agierte die junge USC- Truppe im gesamten Spiel auf Augenhöhe, lag gar stets einige Punkte vorne. Nach der 59:54- Führung der Gäste lagen die Fächerstädter mit zwei Punkten vorne, die Jens Hirschberg in der 40. Minute ausgleichen konnte. Rouven Roessler brachte dann neun Sekunden vor Schluss mit einem Glückstreffer aus sieben Metern den Fangschuss an. Oliver Komarek, Ben Beran und Japhet McNeil verfolgten diese Szene von der Bank, bereits ausgefoult. Die hohe Foulbelastung war eine Erklärung für die Niederlage. Jibril Hodges und Sebastian Adeberg zeigten starke Leistungen (Hodges 24/2, Adeberg 16 – 7 Rebounds, McNeil 11 – 5/18 Feldwürfe – 7 Ballverluste – 6 Assists – 5 Steals, Komarek 8/1 – 4/8 Freiwürfe, Beran 4 – 5 Rebounds, Hirschberg 4 – 5 Rebounds, Hug, Dietz, Göhring, Barthel, Rodriguez).

Zeigte auch gegen die BG Karlsruhe vorbildlichen Einsatz: Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg.

In einem mit großer Leidenschaft geführten Spiel kämpfte der USC den alten Rivalen TV Langen mit 95:86 (21:23 – 42:44 – 67:66) nieder und gab die Rote Laterne an den TV Lich ab. Die Partie war bis zur 34. Minute sehr eng, ehe sich die Kurpfälzer auf 79:70 absetzen konnten. Torsten Daume ging ein hohes Risiko ein, als er im Schlussviertel die mit jeweils vier Fouls belasteten „Akademiker“ Japhet McNeil, Sebastian Adeberg und Oliver Komarek auf dem Parkett beließ – und hatte Erfolg. Ben Beran lieferte ein großes Spiel, während auf der Gegenseite Center Kyle Jeffers kräftig dagegenhielt (Beran 32/3 – 3/5 Dreier – 12/17 Feldwürfe – 8 Rebounds – 6 Ballverluste, Hodges 16 – 0/4 Dreier – 4 Assists, Komarek 15/1 – 7 Rebounds, Adeberg 14 – 7 Rebounds, McNeil 13/1 – 7 Ballverluste – 13 Assists – 3 Steals, Hirschberg 5 – 5 Rebounds, Dietz, Göhring; Langen: Jeffers 22, Chappell 18/4, K. Barth 15/1, Benzing 13/1).

Ergebnisse des letzten Vorrundenspieltags und Vorrundentabelle der Saison 2008/2009

Angesichts der zahlreichen Expertenmeinungen, die dem jungen USC-Team den sicheren Abstieg und kaum einen Sieg prophezeit hatten, fällt die Vorrundenbilanz mit vier Siegen, dem vorletzten Platz und einem Nichtabstiegsplatz in Reichweite überraschend positiv aus. Die erste Fünf hatte sich als überaus stark erwiesen und war insofern allen anderen Teams ebenbürtig. Es war indes ein Tanz auf dem Vulkan, denn den Ausfall eines dieser Starter konnten sich die „Akademiker“ nicht leisten, da einigermaßen gleichwertiger Ersatz von der Bank (noch!) nicht kam. Gegen Karlsruhe hatte das foulbedingte Ausscheiden gleich dreier Starter für die Niederlage gesorgt, gegen Langen reichte es dann zum Sieg, da ebenfalls drei mit jeweils vier Fouls belastete Spieler bis zum Ende durchhielten.

Gegen den Titelanwärter BBC Bayreuth unterlag der USC trotz tapferer Gegenwehr mit 80:103 (24:21 – 42:55 – 55: 75). Doch legten die „Akademiker“ eindrucksvoll los, erarbeiteten sich einen schnellen Acht-Punkte-Vorsprung (17: 9/7. Minute) und waren den Franken gleichwertig. Mitte des zweiten Viertels stellte der Gast jedoch auf Zonenver- teidigung um, die den Hausherren ungemein zusetzte. Vor allem Whit Holcomb-Faye, aus seiner Zeit in Kaisers- lautern am Neckar noch bestens in Erinnerung, versenkte nun seine Dreier. Doch hatten sich die Kurpfälzer immer- hin erbittert gewehrt, allen voran Ben Beran, Japhet McNeil und Jibril Hodges (Hodges 21/2 – 4 Assists, Beran 16/2 – 10 Rebounds, McNeil 16/2 – 8 Ballverluste – 8 Assists – 5 Steals, Komarek 14  – 5 Rebounds, Adeberg 10, Hirschberg 3, Dietz, Göhring, Hug, Barthel, Rodriguez; Bayreuth: Holcomb-Faye 31/5).

Dem US-Legionärsteam der Cuxhaven BasCats unterlagen die „Jungen Wilden“ mit 90:104 (23:31 – 47:54 – 67:73). Claus Ebert berichtete von einem frühen 11:0-Lauf der Gäste von der Nordsee, die den USC zeitig in Not brachte. Zwar konnte sich der nie resignierende Gastgeber immer wieder auf Schlagdistanz herankämpfen, musste aber schließlich doch der athletischen Überlegenheit der Cuxhavener, die mit sechs Amerikanern angetreten waren, Tribut zollen. Aufbauspieler Brandon Watkins war klar bester Spieler des Abends. Beim Gastgeber zeichnete sich neben der kompletten ersten Fünf Jens Hirschfeld aus, der eine beherzte Partie bot (Komarek 29/3, Hodges 14/2 – 4 Assists, Adeberg 13 – 12 Rebounds, McNeil 12/1  – 13 Assists, Beran 11/1 – 6 Rebounds – 4 Steals, Hirschberg 7 – 6 Rebounds, Dietz 4, Göhring, Hug, Barthel, Rodriguez; Cuxhaven: Watkins 32/3).

Mit 85:98 (30:19 – 47:44 – 70:61 – 98:85) unterlag der USC beim VfL Kirchheim. Die Kurpfälzer mussten unter der Teck ohne den verletzten Ben Beran spielen, der stattdessen für den verhinderten Torsten Daume auf der Trainer- bank Platz nahm. Spieler und „Headcoach“ machten ihre Sache nicht schlecht, blieben den Schwaben lange auf den Fersen. Doch boten die Hausherren zu starke Einzelspieler auf, um sich vom jungen Gästeteam noch die But- ter vom Brot nehmen zu lassen. So trat der erwartete Spielverlauf ab Ende des dritten Viertels ein. Immerhin hat- ten sich die Gäste kräftig gewehrt und Ben Beran auch auf der Bank überzeugt (Hodges 24/2, Komarek 19 – 9 Re- bounds, Adeberg 17 – 7/11 Feldwürfe – 9 Rebounds, McNeil 14/1  – 5 Rebounds – 4 Assists – 5 Steals, Hirsch- berg 4 – 6 Rebounds, Dietz 3, Rodriguez 3/1, Barthel 1, Hug).

Lange gleichwertig war der USC bei der 91:104-Niederlage (24:27 – 48:49 – 77:73) gegen das Spitzenteam Phoenix Hagen. Dabei mussten die jungen „Akademiker“ gegen die „Feuervögel“ nach Ben Beran nun auch noch den eben- falls verletzten Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg ersetzen. Der erst 17-jährige Danilo Barthel spielte sensa- tionell auf, musste allerdings gegen die erfahrenen Westfalen früh sein 5. Foul einstecken und registrieren, dass er eben bei den Unparteiischen noch keinen Kredit genoss. Auch Sebastian Dietz und Jens Hirschfeld hatten eine be- herzte Partie gezeigt. Denker und Lenker des Spiels war einmal mehr Japhet McNeil (Hodges 20/3 – 6 Rebounds, Komarek 19/1 – 5 Rebounds, McNeil 17 – 12 Assists – 3 Steals, Barthel 15/3 – 3/3 Dreier – 6/8 Feld- würfe, Dietz 9/1, Hirschberg 6 – 6 Rebounds, Hug 5, Rodriguez).

Einen deutlichen Einbruch erlebte die USC-Crew mit der 73:105-Niederlage (31:14 – 53:44 – 77:56 – 105:73) beim BV Chemnitz. Nach sehr schwachem Start kämpften sich die Kurpfälzer etwas heran, waren aber auf Dauer dem „Dreierfestival“ des Chemnitzer A 2-Nationalspielers Khartchenkov (36 Punkte/9 Dreier) nicht gewachsen. Dennoch konnten die „Akademiker“ bis zur Halbzeitpause etwas Boden gutmachen. Gegen die wieder konzentrierter zu Werke gehenden Hausherren stand der USC dann aber erneut auf verlorenem Posten. Beim USC konnten Jibril Hodges und Oliver Komarek dagegenhalten. Auch der junge Danilo Barthel hatte erneut überzeugt, während Japhet McNeil sehr blass blieb (Komarek 22/2 – 6 Rebounds, Hodges 19/1 – 4 Assists, Barthel 11/1, Adeberg 10 – 5 Rebounds, McNeil 6 – 5 Assists – 3 Steals, Hirschberg 3 – 5 Rebounds, Jahnke 2).

Die Saarpfalz Braves kämpfte der USC im heimischen OSP  in einem aufopferungsvollen Spiel überraschend mit 91:88 (26:24 – 44:48 – 72:70) nieder. Weiterhin musste der für das Team so eminent wichtige Ben Beran ersetzt werden, für den Jens Hirschberg einsprang. Der 20-jährige Kooperationsspieler ignorierte partout Reputation und Erfahrung seiner Gegenspieler und lieferte ein sensationelles Spiel ab. Dazu zeigten sich Japhet McNeil und Jibril Hodges sehr gut aufgelegt. Auch die übrigen „Akademiker“ kämpften leidenschaftlich und entschlossen um jeden Ball. Sebastian Adeberg behauptete sich verbissen auf der ihm ungewohnten Position 4, wo er körperlich deutlich überlegenen Gegenspielern ausgesetzt war. Der USC aber befand sich mit dem 14. Tabellenplatz erstmals nicht mehr auf einem Abstiegsrang (McNeil 26/3 – 9/13 Feldwürfe – 3/5 Dreier – 6 Assists – 5 Steals, Hodges 22/3, Hirschberg 15/1  – 6/7 Feldwürfe – 7 Rebounds, Adeberg 11 – 6 Rebounds, Komarek 9/1 – 6 Rebounds – 6 Assists, Barthel 4, Dietz 4/1; Braves: Paeley 30/4, Wiley 23/2).

Mit einer 85:88-Niederlage (24:22 – 50:38 – 64:61 – 88:85) kehrte der USC vom FC Bayern München zurück. Die Kurpfälzer hatten die erste Halbzeit komplett verschlafen, waren dann im 3. Viertel binnen weniger Minuten auf Schlagdistanz herangekommen, um im Schlussviertel sogar in Führung zu gehen (69:66/33. Minute für den USC). Bei mehreren Schnellangriffen boten sich gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen – sie blieben indes unge- nutzt. So fanden die Bajuwaren wieder in das Spiel und konnten es schließlich knapp für sich entscheiden. Ben Beran feierte nach seiner Verletzung einen vielversprechenden Einstand (Komarek 19/1 – 8 Rebounds – 3 Steals, Hodges 19/1 – 3 Steals, Adeberg 15 – 5 Rebounds, Beran 13/1, McNeil 13/1 – 5 Rebounds – 10 Assists, Hirsch- berg 4  – 3 Steals, Dietz 2, Barthel).

Beim ETB Baskets Essen konnten die „Akademiker“ dagegen mit 84:75 (24:19 – 40:44 – 62:63 – 75:84) die Punk- te sichern und den 14. Tabellenplatz verteidigen. Vor 2400 Zuschauern erspielten sich die Gastgeber im ersten Viertel ein leichtes Übergewicht. Doch hielten die Kurpfälzer bereits in dieser Phase dagegen und bekamen die Partie im zweiten Viertel zusehends in den Griff. Sie stemmten sich vehement der enormen Physis der Essener entgegen und hielten stand. Es waren auf Seiten der Ruhrstädter insbesondere die sehr athletischen und robusten Schröter, Pitman und Shawn, gegen die sich die Kurpfälzer zu wehren hatten. Sie taten dies, allen voran der beste Akteur des Abends, Ben Beran, der von Sebastian Adeberg, Jibril Hodges, Japhet McNeil und Oliver Komarek kräftig unterstützt wurde. Die Entscheidung fiel nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf (73:73/35.) in der Schlussphase, als die Kurpfälzer den Gastgebern in den letzten vier Minuten gerade noch zwei Punkte gestatteten, selbst aber durch Jibril Hodges entscheidende Treffer erzielen konnten (Beran 23/1 – 10/15 Feldwürfe – 8 Re- bounds, Hodges 19/3, Adeberg 15/1 – 7 Rebounds – 4 Steals, Komarek 14 – 9 Rebounds, McNeil 10 – 5 Re- bounds – 7 Assists – 3 Steals, Barthel 2, Hirschberg 1, Rodriguez).

In einem denkwürdigen Spiel schickte der USC den Tabellenprimus Mitteldeutscher BC mit einer 95:76-Packung (22:21 – 43:45 – 69:63) nach Hause. Dabei hatte der hohe Favorit planmäßig eine rasche 19:9-Führung (7. Minute) errungen, die aber eine aufopferungsvoll kämpfende USC-Fünf bis zur ersten Viertelpause durch einen 11:0-Lauf in eine eigene leichte Führung verwandeln konnte. Wieder stotterte anfänglich der USC-Motor (26:34/12.), lief aber dann rund und legte binnen zwei Minuten gar einen 12:0-Lauf hin, der einen 34:26-Vorsprung (14.) bescherte. Der MBC erhöhte nun die Intensität und schien der Wende nahe zu sein, zumal Ben Beran gleich zu Beginn des 3. Viertels sein 4. Foul hinnehmen musste. Doch jetzt steigerte sich Oliver Komarek in einen wahren Spielrausch und traf nach Belieben. Da auch die übrigen USC-Protagonisten mithielten, blieben alle Anstrengungen der Mitteldeut- schen, das Ruder noch herumzureißen, vergebens. Im Schlussviertel brachen gegen die wie entfesselt agierenden „Akademiker“ alle Dämme (Komarek 32/4 – 4/8 Dreier – 12/18 Feldwürfe – 9 Rebounds, McNeil 19 – 7/11 Feldwürfe – 8 Rebounds – 9 Ballverluste – 7 Assists – 6 Steals, Hodges 18/2 – 4 Assists, Adeberg 11 – 5/7  Feldwürfe – 6 Rebounds – 4 Steals, Beran 8 – 12 Rebounds, Barthel 6, Dietz 1, Hirschberg).

Didi Keller freut sich mit seinem “Nachfolger” Oliver Komarek.

„USC mit riesigem Selbstvertrauen“, berichtete Claus Ebert vom verdienten 86:78-Sieg (20:21 – 33:37 – 54:61 – 78: 86) bei Science City Jena. Dort setzte das junge kurpfälzische Team mit einer eindrucksvollen spielerischen und kämpferischen Leistung seine imponierende Erfolgsserie in der Pro A fort. In einer attraktiven Begegnung blieben die beiden Gegner auf Augenhöhe, ehe sich die „Akademiker“ bis zur 26. Minute (40:52) auf 12 Punkte absetzen konnten. Doch konnten die Thüringer bis zur 31. Minute auf 57:61 herankommen und unter dem frenetischen Beifall der Zuschauer viereinhalb Minuten vor Schluss gar auf 71:72 verkürzen. Erstaunlich gelassen konterten die Kurpfäl- zer: Ein eiskalter Dreier Jibril Hodges‘, erfolgreiche Freiwürfe Japhet McNeils (1) und Sebastian Adebergs (2) sowie ein klug herausgespielter Korbleger Ben Berans sorgten für klare Verhältnisse (71:80/38.). Aus einem guten USC- Team ragten Japhet McNeil und Jibril Hodges heraus (Hodges 26/6 – 7 Rebounds, McNeil 24/3 – 7 Assists – 4 Steals, Adeberg 14 – 6/7  Feldwürfe, Komarek 12/2, Beran 10 – 5 Rebounds, Barthel, Dietz, Hirschberg).

Seiner Abstiegssorgen entledigte sich der USC mit einem hart erkämpften 101:89-Sieg (22:25 – 44:45 – 69:63) gegen den FC Schalke 04. Doch mussten die Zuschauer lange bangen, da die „Knappen“ den Hausherren nichts schenkten, sich ihrerseits gegen den immer heftiger drohenden Abstieg aufbäumten. Zudem waren zur Halbzeit mit Jibril Hodges, Ben Beran und Sebastian Adeberg gleich drei „Akademiker“ mit jeweils drei Fouls belastet. Doch nun trumpfte das Quartett McNeil, Beran, Hodges und Adeberg auf und steigerte sich im Schlussviertel zu traumwand- lerischer Sicherheit. Diesem Ansturm war Schalke nicht mehr gewachsen. Höhepunkt des Spiels und wohl der gesamten Saison war ein Alley-Hoop-Dunking Jibril Hodges‘ nach Zuspiel durch Japhet McNeil. McNeil hatte den Ball geraume Zeit gehalten und ihn fast gelangweilt, mit Blickkontakt zur Tribüne, fern vom Korb an der linken Seitenlinie gedribbelt. Urplötzlich spielte er einen langen und hohen No-Look-Pass zum Korb. Der scheinbar aus dem Nichts heranfliegende Jibril Hodges nahm den Ball in der Luft auf und stopfte ihn, umgeben von zwei wie versteinert zuschauenden Schalker Centerspielern, spektakulär in die Reuse. Ausschnitte des Spiels mit dieser denkwürdigen Szene sind im Internet unter YouTube – USC Heidelberg – FC Schalke 04 zu finden. Es war der vierte Sieg der Kurpfälzer in Folge (Hodges 25/1 – 5/10 Dreier – 10 Assists, Adeberg 22 – 9/13  Feldwürfe – 10 Rebounds – 3 Steals, Beran 18/2 – 8/12 Feldwürfe – 8 Rebounds, Komarek 16/4, McNeil 15/1 – 6 Ballverluste – 15(!) Assists – 6 Steals, Barthel 2, Hirschberg 2, Dietz 1, Rodriguez, Hug).

Bei LTi Lich setzte es nach vier Erfolgen mit 80:91 (22:19 – 46:41 – 59:55 – 91:80) eine verdiente Niederlage. Die „Akademiker“ hatten im Herzen der Natur das Einzelspiel übertrieben, nie zu ihrem zuletzt so erfolgreichen Team- play gefunden. Insbesondere Japhet McNeil spielte trotz seiner sechs Assists den Alleinunterhalter und lief dabei häufig gegen die Wand. So verpufften die guten Leistungen von Mannschaftskapitän Sebastian Adeberg und vor allem von Ben Beran, die sich mächtig ins Zeug legten (Beran 22/2 – 9/14 Feldwürfe – 9 Rebounds – 4 Steals, McNeil 19 – 3/10 Feldwürfe – 6 Assists, Hodges 16/1 – 1/9 Dreier – 4/14 Feldwürfe – 3 Steals, Adeberg 13 – 6/9  Feldwürfe – 8 Rebounds, Komarek 10/1 – 1/6 Dreier – 4/15 Feldwürfe – 5 Rebounds, Hirschberg, Dietz, Hug).

„Ende gut, alles gut“, vermeldete Claus Ebert nach dem 82:78-Erfolg (17:20 – 37:32 – 60:64 – 78:82) bei den Bremen Roosters, waren doch nun auch die letzten theoretischen Abstiegsmöglichkeiten obsolet. Es war eine Achterbahnfahrt, legten doch die „Akademiker“ wie die Feuerwehr los und führten klar (8:19/6. Minute). Doch verloren sie dann ihren Rhythmus und produzierten zahlreiche Fehlpässe (insgesamt 24), so dass die „Hähnchen“ bis zur Halbzeitpause ihrerseits in Führung gehen konnten. Im 3. Viertel drehte dann Jibril Hodges mächtig auf, erzielte in dieser Phase 15 seiner 20 Punkte und wendete das Ergebnis wieder. Beim Stande von 69:78 (37.) sahen die Kurpfälzer wie die sicheren Sieger aus. Doch als Ben Beran 1:51 Minuten foulbedingt ausgeschieden war, er- zielte „Rooster“ Scott Freymond fünf Punkte in Folge zum 78:78. Nun war es der zuletzt wegen seiner Ego-Zocker- ei gescholtene McNeil, der mit einem Verzweiflungswurf und zwei verwandelten Freiwürfen alles klar machte. Ben Beran und Jibril Hodges verdienten sich beim USC die Bestnoten (Hodges 20/3 – 6 Assists – 5 Steals, Beran 17/3 – 3/4 Dreier – 6 Rebounds – 3 Steals, Komarek 17/3 – 8 Rebounds, Adeberg 14 – 6/7  Feldwürfe – 7 Rebounds, McNeil 12/1 – 8 Ballverluste – 9 Assists, Hirschberg 2, Dietz, Barthel).

Standing Ovations für den USC gab es beim und nach dem 92:84-Sieg (20:33 – 43:52 – 68:63) gegen den badi- schen Nachbarn und Tabellenvierten BG Karlsruhe. Dabei sah es für die „Akademiker“ im letzten Heimspiel der Saison vor 1200 leidenschaftlich mitgehenden Zuschauern zunächst nicht nach einem Erfolg aus. Dem 8:2 (3. Minute) setzten die Fächerstädter nach früher Rotation der Hausherren ihre ganze Routine entgegen und führten zur Viertelpause mit 13 Punkten. Nach einem zwischenzeitigen 20:38 (12.) konnte der USC bis zur Halbzeitpause wieder etwas Boden gutmachen. Im 3. Viertel war es dann ausgerechnet Youngster Danilo Barthel, der die Kurpfäl- zer mit sieben Punkten in Folge in Schwung brachte. Fortan dominierten sie ihren Gast und setzten sich entschei- dend ab. Auffälligste Spieler waren beim USC Jibril Hodges und Ben Beran. In seinen 15 1/2 Minuten Spielzeit bot Danilo Barthel ein nahezu fehlerfreies Spiel. Auch Jens Hirschberg und Sebastian Dietz hatten sich gut eingefügt. Bei der BG wussten Janis Heindel und Anton Kazarnovski zu gefallen (Hodges 23/4 – 4/7 Dreier – 5 Assists – 3 Steals, Beran 18/2 – 2/3 Dreier – 7/11 Feldwürfe – 8 Rebounds – 3 Steals, Adeberg 14 – 6 Rebounds, Komarek 11/1 – 7 Rebounds, Barthel 11 – 7/7 Freiwürfe, McNeil 7 – 10 Assists, Hirschberg 5/1, Dietz 3, Hug; BG: Kazarnovski 17/1, Roessler 16/2, Simin 14/4, Heindel 13/1).


Vor den gut gefüllten Zuschauerrängen des OSP zieht Oliver Komarek energisch zum Karlsruher Korb.

Mit 94:73 (14:24 – 32:46 – 47:74 – 73:94) siegte der USC im letzten Saisonspiel auch beim alten Rivalen TV Lan- gen und erreichte am Ende noch einen nie erwarteten 11. Tabellenplatz. Gegen die allerdings stark ersatzge- schwächten Hessen (Center Kyle Jeffers und Jungstar Robert Benzing fehlten verletzungsbedingt) gaben sich die „Jungen Wilden“ aus der Kurpfalz von Beginn an als die Platzherren. In einem offenen Schlagabtausch wurde auf beiden Seiten munter gewechselt, so dass sich, oh Wunder, zeitweise gar 10 deutsche Spieler auf dem Feld tummeln durften. Beim USC setzten insbesondere Ben Beran, Jibril Hodges und Kapitän Sebastian Adeberg die Akzente (Hodges 24/4, Beran 20/2 – 8/13 Feldwürfe – 6 Rebounds, Adeberg 16 – 8/12 Feldwürfe – 9 Rebounds, Komarek 11/2 – 6 Rebounds, Hirschberg 8/1, Barthel 5, McNeil 5/1 – 9 Assists – 5 Steals, Dietz 3/1, Hug 2, Rodriguez, Jahnke).


Ben Beran packt zu (Foto: Krämer).


Ausgelassene „Akademiker“ feiern den Klassenerhalt.

Ergebnisse des letzten Spieltags und Tabellenbild der Pro A nach Abschluss der Saison 2008/2009

Die interne Korbjägerliste führte Jibril Hodges mit 544 Punkten (18,8/Spiel bei einer Trefferquote von 46,8 % – 60,9 % Zweier/32,3 % Dreier) an. Es folgten Oliver Komarek (505 – 16,8 – 50,0 % – 57,2 %/32,8 %), Japhet McNeil (443 – 15,8 – 40,4 % – 45,4 %/24,1 %), Ben Beran (424 – 16,3 – 53,6 % – 60,1 %/38,3 %), Sebastian Adeberg (416 – 14,3– 59,2 % – 64,1 % (Ligarekord)/17,2 %), Jens Hirschberg (98 – 3,0 – 45,2 % – 49,2 %/28,6 %), Danilo Barthel (70 – 3,6  – 52,9 % – 56,0 % /44,4 %) und Sebastian Dietz (46 – 1,6 – 40,0% – 41,9 %/33,3 %). Bemerkenswert ist die Ausgeglichenheit der Starter.
Die Freiwurfstatistik offenbarte: Japhet McNeil (124/196 – 63,3 %), Sebastian Adeberg (83/144 – 57,6 %), Oliver Komarek (53/87 – 60,9 %), Jibril Hodges (60/70 – 85,7 %), Ben Beran (48/69 – 69,6 %), Jens Hirschberg (21/42 – 50,0 %) und Danilo Barthel (17/21 – 81,0 %).
Rebounds griffen: Ben Beran (195 – 64 offensiv/131 defensiv – 7,5/Spiel), Sebastian Adeberg (193 – 69/124 – 6,7), Oliver Komarek (164 – 50/114 – 5,5), Japhet McNeil (94 – 25/69 – 3,1), Jibril Hodges (75 – 19/56 – 2,6) und Jens Hirschberg (67 – 26/41 – 2,2).
Assists gaben: Japhet McNeil (236 – 7,9/Spiel: einsamer Ligarekord!), Jibril Hodges (83 – 2,9), Sebastian Adeberg (46 – 1,6), Ben Beran (38 – 1,5) und Oliver Komarek (33 – 1,1).
Für Steals waren zuständig: Japhet McNeil (105 – 3,5/Spiel: Ligarekord!), Jibril Hodges (48 – 1,7), Sebastian Adeberg (44 – 1,5), Ben Beran (29 – 1,1) und Oliver Komarek (21 – 0,7).
Ballverluste produzierten: Japhet McNeil (116 – 3,9/Spiel: zweitschlechtestes Ligaergebnis!), Sebastian Adeberg (83 – 2,9), Oliver Komarek (65 – 2,2), Ben Beran (63 – 2,4) und Jibril Hodges (54 – 1,9).
Die Rangfolge der Effektivität: Ben Beran (17,7/Spiel – 0,54/Einsatzminute), Japhet McNeil (15,8 – 0,45), Jibril Hodges (15,7 – 0,46), Sebastian Adeberg (15,4 – 0,46) und Oliver Komarek (14,2 – 0,42).

Das Team 2008/2009 hatte in einer glorios bestrittenen Saison sensationell den Klassenerhalt geschafft. Dieser Erfolg war nur möglich, weil alle Zahnräder ineinander griffen.

Torsten Daume ist hoch anzurechnen, dass er an dieses Team und dessen Chance unerschütterlich glaubte und mit ihm zäh auf das Ziel Klassenerhalt hinarbeitete. Wohl nur wenige Trainer hätten diese Herausforderung ange- nommen und so grandios bewältigt. Es gelang ihm, ein sehr gut funktionierendes und harmonisierendes Team zu bilden, ihm das notwendige Selbstvertrauen einzugeben und den Funken der Leidenschaft zu entzünden. Gerade diesbezüglich war der Unterschied zur Mannschaft des Vorjahres besonders augenfällig. Die Mannschaft 08/09 ist in ihrem Teamspirit am besten mit jener fünf Jahre zuvor (u. a. mit Kevin Burleson) zu vergleichen, wenngleich unter völlig anderen Vorzeichen. Rückblickend ist dieser Erfolg als Torsten Daumes größte Leistung in seiner gut vier Jahre währenden Trainertätigkeit beim USC zu bewerten.

Die Athletiktrainer Manuel Ruep und Markus Zidek sorgten mit ihrer Arbeit dafür, dass die Spieler topfit in die Spiele gingen und häufig gegen Ende noch einmal zusetzen konnten. Dies war um so wichtiger, als die Starter weniger als bei anderen Teams Verschnaufpausen erwarten konnten.

Die amerikanischen Neuzugänge erwiesen sich allesamt als überaus gut ausgewählt. Sie fügten sich mental aus- gezeichnet ein, zeigten stets viel Einsatz, brachten gute Leistungen und vermittelten keineswegs den Eindruck von Legionären (wie etwa im Vorjahr), sondern es war offensichtlich ihr USC, für den sie ihr Bestes gaben.
Ben Beran war ein Kämpfer vor dem Herrn! Er übernahm sehr viel Verantwortung und prägte den Teamgeist maß- geblich. Seinen Gegnern machte er es durch seine kompromisslose Abwehr schwer, im Angriff stellte er sie immer wieder vor Rätsel, da er einen starken Zug zum Korb hatte, aber auch aus der Distanz gefährlich war. Er war der beste Rebounder und der effektivste USC-Spieler.
Japhet McNeil schwang gekonnt den Taktstock. Er überzeugte mit seinen Ligarekorden bei den Assists und bei den Steals, gegenzurechnen waren allerdings seine häufigen Ballverluste. Doch auch er war ein wichtiger Baustein des Teams.
Jibril Hodges hatte sich in seinem ersten Profijahr sehr gut entwickelt. Er war der Schützenkönig des Teams und konnte ordentliche Quoten vorweisen. Persönlich war er bescheiden, stets freundlich und unkompliziert. Auch er stellte sich als enorme Bereicherung der Mannschaft heraus.

Der (wieder) hinzugekommene Oliver Komarek hatte eindrucksvoll bewiesen, dass er nicht nur Starterqualität be- saß, sondern zu den besten deutschen Spielern der Liga zählte. Dies war nach seinen Rookie-Jahren beim USC und dem unglücklichen Intermezzo bei den Braves so nicht zu erwarten.
Sebastian Adeberg war der einzige verbliebene Spieler der Stammformation des Vorjahres. Er konnte seine Leis- tungsbilanz gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern und sich unter den besten deutschen Pro A-Spielern etab- lieren. Besonders beachtlich war seine Zweierquote, die Ligarekord bedeutete, verbesserungsfähig allerdings seine Dreierquote. Die Reboundausbeute hatte er gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der unermüdliche Kämpfer füllte seine Rolle als Kapitän sehr überzeugend aus und war seinen Mitspielern ein Vorbild.

Die Bank, zunächst kaum wahrnehmbar, entwickelte sich parallel mit dem Team. Immer häufiger konnte Torsten Daume seinen Startern die so wichtigen Verschnaufpausen geben, ohne dass Leistungseinbrüche zu befürchten waren. Jens Hirschberg, Danilo Barthel und Sebastian Dietz nahmen ihre Rolle an und gaben in den Minuten ihres Einsatzes richtig Gas. Einige Male mussten sie gar für verletzte Stammspieler starten – und erfüllten ihre Aufgabe bravourös. Unvergessen die Auftritte Jens Hirschbergs gegen die Braves oder Danilo Barthels  gegen Phoenix Hagen. Die Siegesserie in der zweiten Saisonhälfte hing nicht zuletzt mit der gestiegenen Qualität dieses Trios zusammen. Gerade vom frischgebackenen U 18-Nationalspieler Danilo Barthel konnte der USC noch einiges er- warten, galt er doch als größtes Talent der Region.

Das Management hatte sich bereits zuvor, als ein möglicher Nichtabstieg sich abzuzeichnen begann, für eine weitere Ligazugehörigkeit erklärt. Dieses Versprechen löste es nun ein. Eine andere Entscheidung hätte die begeistert mitgehende und im Saisonverlauf immer zahlreichere Anhängerschaft auch kaum verstanden.
Man wollte möglichst alle Spieler halten, dazu einige unumgängliche Ergänzungen verpflichten. Alle wollten auch gerne beim USC weiterspielen. Einzig Ben Beran signalisierte recht früh, seinen Vertrag wohl nicht zu verlängern, da es ihn nach Australien zog.

Hinzuzufügen bleibt, dass die 1. Damenmannschaft des USC sich nach einem hinreißenden Durchmarsch in der Regionalliga den Aufstieg in die 2. Bundesliga erkämpft hatte. Dennis Czygan hatte dieses Team von unten her aufgebaut und nun mit ihm einen Platz in der zweithöchsten Spielklasse der Damen erreicht, wo es in der neuen Saison u. a. zu Lokalderbys mit der KuSG Leimen, der TG Sandhausen, den Towers Speyer-Schifferstadt und dem TSV Viernheim kommen würde.

Saison 2009/2010


11. Platz der Pro A

Aufgebot 2009/2010:
Nummer 1: Jibril Hodges (* 16.2.1984/1,89 Meter), 2: Lyndale Burleson (20.9.1985/1,90), 3: Frederik Jahnke (28.1.1991/1,91), 4: Jens Hirschberg (18.4.1988/1,98), 5: Sebastian Dietz (22.4.1989/1,89), 8: Danny Rodriguez (9.8.1990/1,80), 11: Danilo Barthel (14.10.1991/2,04), 12: Julian Debus (14.8.1991/2,00), 13: Joshua Mäntele (1.7.1990/2,06), 14: Maximilian Hug (17.5.1986/2,00), 15: Alexander Laschewski (13.12.1988/1,86), 21: Sebastian Adeberg (4.6.1984/1,97), 24: Alexander Kuhn (11.5.1992/1,97), 33: Oliver Komarek (3.6.1986/2,10), 44: Eric Vierneisel (8.5.1985/2,01, 54: Darrin Williams (21.11.1986/2,04)
Trainer: Torsten Daume

Abgänge: Ben Beran, Japhet McNeil (beide mit unbekanntem Ziel)

Zugänge: Lyndale Burleson (University of Nevada), Eric Vierneisel (Devon Dynamos Taraniki/Neuseeland), Darrin Williams (Loyola University Chicago)

Die Vereine der Pro A:
BBC Bayreuth, BV Chemnitz 99, Crailsheim Merlins, Cuxhaven BasCats, ETB Baskets Essen, USC Freiburg, UBC Hannover, USC Heidelberg, Science City Jena, BG Karlsruhe, VfL Kirchheim/Teck, TV Langen, FC Bayern München, Giants Nördlingen, Ballers Osnabrück, Saar-Pfalz Braves

Leider konnten die Starter der Saison 2008/2009 nicht alle gehalten werden. Ben Beran zog es, wie zuvor bereits angekündigt, nach Australien, und Japhet McNeil wartete auf lukrativere Angebote. In beiden Fällen konnte man dem Management des USC kein Versagen ankreiden.

Nachfolger Japhet McNeils auf der Position 1 wurde Lyndale Burleson, der jüngere Bruder des in Heidelberg unver- gessenen Kevin B., wohl wichtigster Baustein des Teams 2003/2004, welches die Zuschauer seinerzeit so begeis- tert hatte. Für Lyndale war dieser Umstand vermutlich nicht ganz einfach, waren doch mit dem Namen Burleson hohe Erwartungen verknüpft.

Für Ben Beran kam Eric Vierneisel, ein weißer Amerikaner mit deutschen Vorfahren (der Name ist auch hier in der Region verwurzelt und z. B. gerade beim USC mit Leichtathletik eng verknüpft). Eric übernahm die nicht einfache Aufgabe, den in der Vorsaison effektivsten USC-Spieler zu ersetzen. Bekanntlich war Ben Beran bester Rebounder des Teams, am Korb sehr präsent, doch auch aus der Dreierdistanz gefährlich.

Mitte November 2009 verpflichtete der USC dann einen weiteren amerikanischen Spieler. Mit Darrin Williams kam ein 2,04 großer Centerspieler, da sich herausgestellt hatte, dass Eric Vierneisel dem Anforderungsprofil der Posi- tion 4 nicht gerecht werden konnte (sic!). Der 23-jährige sollte den Kader auf den Positionen 4 und 5 ergänzen.

Unterstellt man, dass sich die beiden Neuverpflichtungen für die Positionen 1 und 4 etwa auf dem Niveau ihrer je- weiligen Vorgänger bewegten (was schwer genug war), war damit das Team nominell zumindest nicht stärker als jenes des Vorjahres einzuschätzen. Daran änderte auch die spätere Nachverpflichtung Darrin Williams‘ nichts.

Im ersten Saisonspiel unterlag der USC im heimischen OSP dem späteren Vizemeister Cuxhaven BasCats mit 84:85 (23:27 – 43:48 – 63:69). In einem packenden Spiel führten die Gäste von der Waterkante zumeist knapp. Sekunden vor Schluss zog Kapitän Sebastian Adeberg beim Stand von 84:85 zum gegnerischen Korb und wurde hart angegangen. Er verlegte, der Schiedsrichterpfiff blieb ihm versagt. Akzente hatten bei den Kurpfälzern haupt- sächlich Jibril Hodges und Oliver Komarek gesetzt (Komarek 28 Punkte/2 Dreier – 9 Rebounds, Hodges 26/6 – 6/11 Dreier – 6 Rebounds, Adeberg 13 – 10 Rebounds, Vierneisel 8/2, Burleson 7/1 – 7 Assists, Barthel 2, Hirschberg, Dietz).

„USC-Triumph dank fulminantem Finale“, kabelte USC-Sprecher Claus Ebert nach dem 103:98-Sieg n. V. (24:21 – 53:44 – 80:62 – 92:92 – 98:103) bei den GiroLive-Ballers Osnabrück. Dabei waren die „Akademiker“ zu Beginn des 4. Viertels noch mit 62:83 zurückgelegen. Zu sehr hatten sie gegen den starken Aufsteiger ihr Glück aus der Drei- erdistanz versucht. Doch dann schwang sich das USC-Team unter der überzeugenden Regie Lyndale Burlesons zu einer Energieleistung auf und holte Punkt um Punkt auf. Jibril Hodges lief nun heiß und traf sicher, Sebastian Ade- berg spielte clever auf, Danilo Barthel agierte wie ein Routinier. Oliver Komarek ackerte unter dem Korb und ver- buchte 10 Rebounds. Sekunden vor dem Ende der Partie führten die Gäste nach einem Dreier Eric Vierneisels gar mit 92:89, mussten aber ihrerseits noch einen Dreier durch den gegnerischen Spielmacher Dustin Pfeifer hinneh- men, der zur Verlängerung führte. Bei der Zugabe nutzten dann die Heidelberger das Momentum (Burleson 24/2 – 7 Assists, Hodges 23/5 – 5/11 Dreier, Vierneisel 17/1, Adeberg 15 – 6 Rebounds, Komarek 13/1 – 10 Rebounds, Barthel 11 – 5 Rebounds, Hirschberg, Dietz, Rodriguez, Hug, Debus).


Center Oliver Komarek lässt sich von der Osnabrücker Abwehr nicht stoppen.

Eklatante Abwehrschwächen offenbarten sich bei der 100:122-Niederlage (21:33 – 42:69 – 68:90) gegen den künftigen Meister und Aufsteiger BBC Bayreuth. Zwar konnten die Heidelberger eine ordentliche Trefferquote von 53,3 % erzielen, gestatteten aber den Wagnerstädtern stolze 70,5 %. Mit zudem lediglich 15 gegenüber 34 Re- bounds zeigten sie deutliche Mängel unter dem Korb. Dem nachlassenden Abwehrwillen der Gäste war es zu verdanken, dass der USC noch 100 Punkte scoren konnte (Hodges 28/5 – 5/11 Dreier, Komarek 25 – 4/8 Dreier, Adeberg 17, Burleson 16, Vierneisel 6/2, Dietz 4, Barthel 2, Hug 2, Hirschberg, Rodriguez).

Beim FC Bayern München feierte der USC in der Sporthalle an der Säbener Straße mit 95:82 (19:21 – 32:47 – 65: 72 – 82:95) einen verdienten Auswärtssieg. Das starke Trio Jibril Hodges, Lyndale Burleson und Sebastian Adeberg sorgte nach anfänglichem 0:9-Rückstand (3. Minute), der ein erneutes Debakel befürchten ließ, für den am Ende klaren Erfolg. Zunächst aber war es die Umstellung auf Zonenverteidigung, die den Anfangselan der Bajuwaren stoppte. Sogar der gegnerische Coach, Georg Kämpf, erkannte die höhere Qualität des kurpfälzischen Teams an (Hodges 20/3 – 3/6 Dreier – 6 Rebounds – 7 Assists, Burleson 18/1 – 8 Assists – 6 Steals, Komarek 17/1 – 1/8 Dreier, Adeberg 16 – 6/8 Feldwürfe, Vierneisel 11/3 – 3/4 Dreier, Barthel 9 – 6 Rebounds, Dietz 2, Rodriguez 2, Hirschberg).

Auch den BV Chemnitz konnte der USC im OSP nicht besiegen und unterlag mit 89:98 (21:19 – 49:43 – 73:74). Nach aussichtsreichem Halbzeitstand und Fast-Gleichstand nach dem 3. Viertel (73:74) war den „Akademikern“ im letzten Spielabschnitt gegen die immer forscher agierenden Sachsen die Luft ausgegangen. Einmal mehr zeigte sich, dass der „Hurra-Stil“ des vergangenen Jahres nicht mehr zog. Unverkennbar deutlich wurde erneut auch die Reboundschwäche (28:41), zumal die Gäste mehr Offensivrebounds (20) sicherten als der Gastgeber Defensivre- bounds (17) (Hodges 27/2, Burleson 15/1, Adeberg 15 – 6 Ballverluste – 4 Assists, Komarek 13/1 – 11 Rebounds – 5 Assists, Vierneisel 12/1 – 5/7 Feldwürfe, Dietz 6/1, Barthel 1, Hirschberg, Debus).

Jibril Hodges dunkt gegen die BasCats aus Cuxhaven, kann aber die Heimniederlage nicht verhindern.

„Eine ganz bittere Pille für chancenlosen USC“, vermeldete Claus Ebert nach dem 82:114-Debakel (30:25 – 59:43 – 87:64 – 114:82) aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Nur im ersten Viertel konnten die Kurpfäl- zer mithalten, um dann von den „Tigers“ gefressen zu werden. Es fehlte offensichtlich ein zwingendes Teamplay. Besonders deutlich war die Dominanz der Gastgeber unter den Körben, wofür auch ein gewisser Björn Schoo ver- antwortlich zeichnete (Komarek 22/1 – 7 Rebounds, Adeberg 19 – 6/9 Feldwürfe – 4 Assists, Burleson 14/1 – 5 Assists, Vierneisel 13/3 – 5/15 Feldwürfe, Hodges 12/2 – 5/14 Feldwürfe – 5 Rebounds, Barthel 2, Dietz, Hirsch- berg, Debus, Hug, Rodriguez).

Die vierte Heimniederlage in Folge erlitt der USC mit 86:97 (22:21 – 38:49 – 66:70) gegen die Saar-Pfalz Braves. Mit 32:44 waren die „Akademiker“ neuerlich in der Reboundbilanz deutlich unterlegen. Auch von der Linie zeigten sich die Hausherren nicht gut disponiert (16/34 = 47,1 % gegenüber 19/26 = 73,1 %). Da überdies die Feldwurfqu- ote mit 41,4 % gegen 55,4 % abfiel, war der Misserfolg besiegelt, zumal nach zwischenzeitiger Aufholjagd auch konditionelle Mängel sichtbar wurden. Lyndale Burleson war stärkster Heidelberger, während bei den Gästen Mar- cus Smallwood glänzte (Burleson 26/1 – 10/17 Feldwürfe – 6 Assists – 5 Steals, Hodges 17/2 – 4/18 Feldwürfe – 5 Rebounds – 5 Assists – 3 Steals, Vierneisel 16/2, Barthel 12/3 – 3/3 Dreier – 5 Rebounds, Komarek 10/2 – 5 Re- bounds, Adeberg 4 – 2/8 Freiwürfe – 7 Rebounds, Dietz 1, Hirschberg, Debus, Hug, Rodriguez).

Seine Pokalaufgabe löste der USC beim Pro B-Ligisten TV Lich knapp mit 94:91 (16:24 – 34:44 – 65:65- 91:94). Mit einem Blitzstart übernahmen die Kurpfälzer die Kontrolle, um die klassentieferen Hessen mit überheblichem Spiel wieder aufzubauen. Der ehemalige Heidelberger Spieler Peer Wente hatte mit 24 Punkten dem USC sehr zuge- setzt, der aber nach einem 80:87-Rückstand (39. Minute) in einem furiosen Endspurt noch das Ruder herumreißen konnte (Burleson 19, Hodges 19/2, Adeberg 14, Komarek 14/1, Vierneisel 13/1, Barthel 11/1, Dietz 2, Hirschberg 2).

Unerwartet errang der USC bei den Kirchheim Knights einen 105:98-Sieg (23:22 – 45:40 – 65:67 – 98:105). Die „Akademiker“ waren in der offensivbetonten Begegnung unter der Teck stets auf Tuchfühlung geblieben und hatten sich dann im dritten Viertel auf 10 Punkte abgesetzt. Jibril Hodges steigerte sich in eine Glanzleistung, Oliver Komarek bot sein bislang stärkstes Saisonspiel (Hodges 37/5 – 9/14 Feldwürfe – 5/10 Dreier – 14/14 Freiwürfe, Komarek 28/3 – 12/16 Feldwürfe – 3/7 Dreier – 6 Rebounds, Burleson 20/1 – 4 Assists, Adeberg 6 – 7 Rebounds, Barthel 6, Vierneisel 4, Hirschberg 4, Dietz, Hug, Rodriguez).

Endlich den ersten Heimsieg feierte der USC mit dem 96:83 (25:16 – 50:35 – 75:59) gegen den Rückkehrer aus der BBL, Giants Nördlingen. Gigantisch waren die Rieser beileibe nicht, zumal ihnen der Heidelberger Janis Heindel, der verletzt pausieren musste, an allen Ecken und Enden fehlte. Feine Leistungen lieferten bei den Kurpfälzern Jibril Hodges, Lyndale Burleson und Oliver Komarek ab. Das Reboundduell ging indessen mit 33:25 an die Gäste. Abhilfe sollte der neu verpflichtete und erstmals eingesetzte Centerspieler Darrin Williams schaffen, der freilich noch keine Akzente setzten konnte (Burleson 25/2 – 7/10 Feldwürfe – 2/3 Dreier, Hodges 24/2 – 6 Assists, Ko- marek 17/1 – 7/10 Feldwürfe – 9 Rebounds, Adeberg 11, Vierneisel 9/1, Barthel 7, Williams 2 – 5 Rebounds, Dietz 1, Hirschberg).

Mit 98:90 (20:23 – 38:42 – 58:72 – 90:98) punkteten die Kurpfälzer Korbjäger auch bei Science City Jena. Laut Claus Ebert entwickelte sich in der Saalestadt von Anfang an eine schnelle und äußerst kampfbetonte Partie, in der sich die beiden Gegner in nichts nachstanden. Den Grundstein für den Sieg legte der USC mit einem starken dritten Viertel, das er mit 30:20 für sich entschied. Jibril Hodges spielte wiederum überragend; aus einem homoge- nen Team ragten ansonsten Oliver Komarek und Sebastian Adeberg heraus (Hodges 37/3 – 16/17 Freiwürfe – 11 Rebounds – 4 Assists, Komarek 17/1 – 8 Rebounds – 4 Assists, Adeberg 14 – 7 Rebounds, Vierneisel 12/2, Bur- leson 12 – 3/12 Feldwürfe, Barthel 6 – 5 Rebounds, Williams, Dietz, Hirschberg, Hug).

Dem starken badischen Nachbarn BG Karlsruhe unterlag der USC mit 89:101 (18:17 – 42:39 – 63:70). Wieder war die Reboundbilanz mit 29:42 bezeichnend. Jibril Hodges, zuvor zum Pro A-Spieler des Monats gekürt, knickte be- reits nach drei Minuten um und war fortan deutlich beeinträchtigt. Da nützte es auch wenig, dass Eric Vierneisel sein bisher stärkstes Spiel im USC-Dress ablieferte, bestens unterstützt von Sebastian Adeberg. Beim Gast waren es Jeremy Black, Rouven Roessler, Greg Baker und Dewayne Richardson, die sich auszeichnen konnten (Viern- eisel 26/4 – 9/12 Feldwürfe – 4/6 Dreier – 4/4 Freiwürfe – 5 Rebounds, Burleson 19/3 – 5 Assists, Adeberg 17/1 – 7 Rebounds, Hodges 11/3, Komarek 8 – 3/12 Feldwürfe – 6 Rebounds, Barthel 5/1, Dietz 3, Williams, Hirschberg, Hug; BG: Black 24, Roessler 22, Baker 19, Richardson 16).

USC-Korbjäger Eric Vierneisel mit Bestleistung gegen die BG Karlsruhe, die indes nicht zum Sieg reichte.

Ohne die verletzungsbedingt fehlenden Jibril Hodges, Danilo Barthel und Jens Hirschberg schied der USC in der 3. Runde des Pokals beim B-Ligisten Eintracht Stahnsdorf mit 79:89 aus. Da auch Erik Vierneisel durch Rücken- schmerzen stark gehandicapt war, konnten die Kurpfälzer am Ende nicht mehr zulegen.

Bei den Crailsheim Merlins mussten die USC-Mannen eine 89:102-Niederlage n. V. (24:24 – 42:42 – 61:53 – 83:83 – 102:89) hinnehmen. Für den verletzungsbedingt fehlenden Eric Vierneisel sprang Darrin Williams ein und machte seine Sache ordentlich. Nach völlig ausgeglichenem Spielverlauf erkämpften sich die Hohenloher im dritten Spielab- schnitt einen 8-Punkte-Vorsprung, den die Kurpfälzer im letzten Viertel mit einer 3-Punkte-Führung acht Sekunden vor Schluss beantworteten. Der Ex-Heidelberger John Bynum brachte den Ball zwei Sekunden vor dem Ende von der Mitte zum links sträflich freistehenden McAndrew, der unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer mit einem Dreier egalisierte. In der Verlängerung brachen die Gäste ein (Komarek 23/4 – 4/9 Dreier – 5 Rebounds, Adeberg 22/1 – 8/12 Feldwürfe – 7 Rebounds – 5 Assists, Burleson 18/1 – 6 Rebounds – 5 Assists, Hodges 10/1 – 4 As- sists, Williams 8 – 11 Rebounds, Dietz 4, Barthel 2, Hirschberg 2; Crailsheim: Bynum 24, McAndrew 22).

Das akademische Gipfeltreffen gegen den USC Freiburg endete mit 108:94 n. V. (24:23 – 37:45 – 68:69 – 90:90) für den Gastgeber. Die Begegnung glich jener in Crailsheim, da die Hausherren erst in letzter Sekunde den Ausgleich schafften, um dann in der Verlängerung zu dominieren. Für die Kurpfälzer sah es nicht gut aus, als der Gast aus dem Breisgau noch 27 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit fünf Punkten führte. Doch schaffte Jibril Hodges mit einem Dreier den Anschluss. Der anschließende Einwurf der Gäste verlief unkorrekt, so dass die Hei- delberger wieder in Ballbesitz kamen. Es war dem besten Spieler des Abends, Lyndale Burleson, vorbehalten, mit einem Korbleger den Ausgleich zu erzielen und mit allein 11 Punkten in den fünf Minuten der Verlängerung das Schicksal der Südbadener zu besiegeln. Auch Jibril Hodges erwies sich erneut als wichtiger Leistungsträger (Bur- leson 34/2 – 14/20 Feldwürfe – 5 Assists – 4 Steals, Hodges 31/5 – 5/7 Dreier, Vierneisel 13/1 – 5/7 Feldwürfe, Adeberg 12 – 5 Rebounds, Barthel 8 – 5 Rebounds, Williams 2, Komarek 6 – 9 Rebounds, Hirschberg 2, Dietz).

Beim ETB Wohnbau Baskets Essen holten die „Akademiker“ mit 95:94 (31:32 – 55:52 – 70:71 – 94:95) die Punkte. Es handelte sich um ein sehr enges Spiel, in dem die Ruhrstädter noch 80 Sekunden vor Schluss mit 94:90 führ- ten. Darrin Williams verkürzte, Oliver Komarek brachte nach einem Fehlwurf der Gastgeber die Kurpfälzer durch einen Dreier mit 95:94 in Front, die Hausherren vergaben anschließend gleich zwei Freiwürfe und nach einem Offen- sivrebound den letzten Wurf. Darrin Williams zeigte sein bislang bestes Spiel beim USC. Neben ihm gefielen der grippegeschwächte Oliver Komarek, danach von der Liga zum Spieler des Tages gekürt, Jibril Hodges und Lyndale Burleson. Bei Essen fielen Tyler Kepkay, Kendall Chones und Sebastian Schröter besonders auf (Komarek 21/4 – 5 Rebounds, Burleson 20/1 – 10 Assists, Adeberg 16, Williams 15 – 7/9 Feldwürfe – 7 Rebounds, Hodges 11/3 – 7 Rebounds – 8 Assists, Vierneisel 10/2, Barthel 2 – 5 Rebounds, Hirschberg; Essen: Howell 22/1, Schröter 22/5, Kepkay 20/3, Chones 12).

Eine vermeidbare 82:83-Niederlage (24:22 – 45:42 – 63:60) kassierte der USC im letzten Vorrundenspiel gegen den alten südhessischen Rivalen TV Langen. Lange konnte sich keiner der Kontrahenten absetzen. Als die Kurpfälzer in der 37. Minute mit 79:71 führten, wähnten sie sich auf der Siegesstraße. Anstatt nun jedoch ruhig weiterzuspie- len und den Ball ans Brett zu bringen, nahmen die Hausherren überhastete Distanzwürfe. Die „Giraffen“ bedankten sich und behielten schließlich das bessere Ende (Burleson 23/3, Hodges 16/2 – 7 Rebounds – 5 Assists – 3 Steals, Komarek 11/2 – 9 Rebounds, Vierneisel 9/1, Adeberg 7 – 7 Rebounds – 5 Assists – 4 Steals, Williams 6, Barthel 6/1, Hirschberg 2, Dietz 2).

Nach Abschluss der Vorrunde belegte der USC mit Rang 9 einen Platz im Mittelfeld.

Ergebnisse des letzten Vorrundenspieltages und Tabellenbild nach Abschluss der Vorrunde

In Cuxhaven ging das USC-Schiff bei stürmischer See mit 81:108 (20:23 – 60:41 – 86:63 – 108:81) unter. Nach ei- nem guten ersten Viertel vernachlässigten die Kurpfälzer einmal mehr sträflich die Defensive. Die Gastgeber hatten nun Narrenfreiheit, die sie zu einer 75-prozentigen Trefferquote sowie zu 9:0- und gar 15:0-Läufen nutzten. Der spä- tere Einsatz der Bankspieler auf beiden Seiten änderte nichts an den Kräfteverhältnissen (Komarek 29/1 – 10/11 Frei- würfe, Adeberg 15/1 – 6/8 Feldwürfe, Vierneisel 11/3 – 3/4 Dreier, Williams 9 – 7 Rebounds, Barthel 6 – 5 Re- bounds, Burleson 5 – 5 Assists – 3 Steals, Hodges 4 – 2/12 Feldwürfe – 0/7 Dreier – 5 Assists – 4 Steals, Dietz 2, Hirschberg, Rodriguez, Hug).

Wieder ein Erfolgserlebnis hatten die „Akademiker“ mit dem 84:82 (13:22 – 41:39 – 57:61) gegen die GiroLive Bal- lers Osnabrück. In einem kampfbetonten Spiel verschafften sich zunächst die Niedersachsen Vorteile, bevor es zu einem offenen Schlagabtausch kam. Die Hausherren konnten schließlich ihren 5-Punkte-Vorsprung (78:73 2 1/2 Minuten vor Schluss) soeben ins Ziel retten (Hodges 23 – 0/6 Dreier – 4 Assists, Komarek 20/4 – 4/9 Dreier, Viern- eisel 16/1 – 6/9 Feldwürfe – 8 Rebounds, Burleson 11/1 – 6 Assists, Adeberg 9 – 7 Rebounds, Dietz 3, Hirschberg 2, Williams, Barthel, Rodriguez, Hug).

Nach dem 71:85 (22:17 – 50:31 – 63:49 – 85:71) beim Tabellenführer Bayreuth bescheinigte Claus Ebert dem USC immerhin eine gute Moral beim Primus. Das erste Viertel konnten die „Akademiker“ mit einem rundum überzeugen- den Lyndale Burleson und einem danach leider im Angriff völlig abtauchenden Jibril Hodges noch ausgeglichen gestalten. Danach konnten sich die Oberfranken mit einem 7:0- und einem 9:0-Lauf entscheidend absetzen. Die zweite Hälfte begann für die Kurpfälzer mit einem 10:0-Lauf sehr vielversprechend. Indes konnten sie das Ruder nicht mehr herumreißen, wenigstens jedoch ein Debakel verhindern (Burleson 24/2 – 2/3 Dreier – 9/14 Feldwürfe – 3 Steals, Komarek 22/4 – 4/8 Dreier, Hodges 11 – 7 Rebounds – 7 Assists, Vierneisel 10 – 8 Rebounds, Adeberg 2 – 6 Rebounds, Barthel 2, Dietz, Hirschberg, Williams, Hug).

Eine bittere Heimniederlage mussten der USC mit 62:85 (18:26 – 37:44 – 51:67) gegen den FC Bayern München hinnehmen. Dominierten die Kurpfälzer im Vorrundenspiel in der bayerischen Landeshauptstadt die Bajuwaren noch eindeutig, so agierten sie im heimischen OSP pomadig und unkonzentriert. Jibril Hodges lief sichtlich seiner Form hinterher (Adeberg 14 – 6/9 Feldwürfe, Burleson 13/2 – 2/4 Dreier – 5 Rebounds – 4 Assists, Komarek 12/2 – 2/3 Dreier – 2/9 Feldwürfe – 5 Rebounds, Williams 12 – 6/6 Feldwürfe, Vierneisel 5– 1/4 Feldwürfe, Hodges 3/1 – 1/4 Dreier – 1/6 Feldwürfe, Hirschberg 3, Dietz, Hug, Debus).

Wie befreit spielten die „Akademiker“ beim BV Chemnitz auf, wo sie mit 96:91 (29:19 – 43:42 – 64:65 – 91:96) siegreich blieben. Dabei agierten die Kurpfälzer im ersten Viertel wie bei der vernichtenden Heimniederlage gegen Bayern München, so dass die Sachsen einen 10-Punkte-Vorsprung erkämpften. Doch mit dem Quartett Jibril Hodges, Sebastian Adeberg, Lyndale Burleson und Oliver Komarek kam der USC im zweiten Viertel auf Schlag- distanz heran, um fortan auf Tuchfühlung zu bleiben. Bis zum 84:85 zwei Minuten vor Schluss stand die ungeheuer spannende Begegnung auf Messers Schneide. Es hatte sich ein Wettschießen zwischen den Scharfschützen Gary Johnson und Jibril Hodges, die beide auf 6/10 Dreier kamen, entwickelt. Letzterem aber war es vorbehalten, die Begegnung mit einem Dreier zum 84:88 und (nach zwei Rebounds mit anschließendem Foul) vier verwandelten Freiwürfen zu entscheiden (Hodges 31/6 – 6/10 Dreier – 5 Rebounds, Burleson 24/3 – 3/5 Dreier – 8/13 Feldwürfe – 6 Assists – 3 Steals, Adeberg 17 – 7/9 Feldwürfe, Komarek 14 – 8/9 Freiwürfe – 9 Rebounds, Williams 6 – 5 Rebounds, Vierneisel 2– 0/5 Feldwürfe, Hirschberg 2, Dietz, Hug; Chemnitz: Johnson 31/6, Bufford 26/1).

Im bislang besten Heimauftritt der Saison erkämpfte sich der USC gegen UBC Hannover einen 105:97-Sieg (24:21 – 46:44 – 73:70). Das Duell des zweitbesten (Emmanuel Holloway) mit dem drittbesten (Jibril Hodges) Korbjäger der Liga entschied der Kurpfälzer klar für sich. Die Ladehemmung der letzten Wochen war für Jibril nach seinen beiden letzten Auftritten in Chemnitz und gegen Hannover ad acta gelegt. Besonders Lyndale Burleson, doch auch Sebastian Adeberg, Oliver Komarek und Eric Vierneisel unterstützten ihn gehörig (Hodges 32/5 – 5/12 Dreier – 5 Rebounds, Burleson 19/1 – 3/5 Dreier – 7 Assists – 3 Steals, Komarek 18 – 0/5 Dreier – 13 Rebounds, Adeberg 15 – 8 Rebounds – 6 Assists, Vierneisel 11/3– 7 Rebounds, Williams 5 – 5 Re- bounds, Hirschberg 3, Dietz 2, Hug; Hannover: Willis 31/1, Moten 23/1, Holloway 20/2).


Kapitän Sebstian Adeberg lässt es krachen – Hannovers Center Willis (44) kann nicht mehr eingreifen (Foto: vaf).

Nur eine Halbzeit hielt der USC bei den Saar-Pfalz Braves mit und unterlag mit 67:94 (22:21 – 40:43 – 67:55 – 94: 67). War in der ersten Spielhälfte noch alles offen, so gaben die „Akademiker“ die beiden folgenden Viertel mit je- weils 12:27 an die Braves ab. Sie hatten völlig die Linie verloren und sich vorzeitig aufgegeben (Burleson 21 – 0/6 Dreier, Hodges 16/2  – 4 Steals, Adeberg 9/1, Vierneisel 9/1 – 7 Rebounds, Williams 8 – 7 Rebounds, Komarek 4 – 0/3 Dreier – 2/10 Feldwürfe – 5 Rebounds, Hirschberg, Dietz, Hug, Laschewski, Debus; Braves: Smallwood 18, Baxley 18/2, Holcomb-Faye 17).

Auch der Heimauftritt gegen die „Ritter“ aus Kirchheim endete mit 95:97 n. V. (22:23 – 53:48 – 66:67 – 82:82) un- günstig für den USC. Immerhin hatten die „Akademiker“ Oliver Komarek, der verletzungsbedingt pausierte, zu er- setzen. Doch sprangen Darrin Williams, Danilo Barthel, Jens Hirschfeld und Sebastian Dietz beherzt in die Bre- sche. Auch die Stammspieler boten gute Leistungen, allen voran Kapitän Sebastian Adeberg. In dem munteren Spiel hatten die Gastgeber kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Chance, den verdienten Sieg zu erzwingen. In dieser Phase rannten leider die „Jungen Wilden“ der Kurpfälzer zu ungestüm gegen das überaus routinierte Team der Schwaben an (Hodges 24/4, Adeberg 22/1 – 7/10 Feldwürfe – 6 Rebounds, Burleson 12 – 7 Assists, Hirsch- berg 11/1 – 3/4 Feldwürfe – 4/4 Freiwürfe – 6 Rebounds, Williams 9 – 10 Rebounds, Vierneisel 7/1, Barthel 5/1 – 5 Rebounds, Dietz 5 – 6 Assists, Hug, Laschewski, Debus; Kirchheim: Scott 27/5, Brooks 24/4).


Lyndale Burleson, Point Guard des USC, in einer spektakulären Aktion gegen die Kirchheim Knights.

Mit einem verdienten 95:88-Sieg (27:21 – 43:41 – 59:61 – 88:95) endete die Auswärtstour der „Akademiker“ bei den Giants Nördlingen. Dabei machten es die voll im Abstiegskampf stehenden Rieser ihrem Gast beileibe nicht leicht. Besonders Center Marc Dawson setzte den Kurpfälzern mit seinen 13/13 aus dem Feld (allerdings 1/6 von der Li- nie) und nicht weniger als 18 Rebounds sehr zu. Doch hielt insbesondere der überragende Lyndale Burleson den USC bis zur Halbzeitpause im Spiel. Nach dem 71:70 (37. Minute) sorgten Jibril Hodges mit einem Dreier, Eric Vierneisel und zweimal Lyndale Burleson für die Vorentscheidung zum 71:79. Im gut disponierten USC-Team konnte sich auch Jibril Hodges hervortun (Burleson 42/2 – 15/23 Feldwürfe, Hodges 22/3 – 4 Assists – 4 Steals, Adeberg 11/1, Komarek 9/1 – 3/12 Feldwürfe – 7 Rebounds, Vierneisel 9/1 – 6 Rebounds, Williams 2, Barthel, Dietz, Hirschberg, Hug, Laschewski, Debus; Nördlingen: Dawson 27, Morris 19/1).

Eine böse 75:94-Klatsche (18:27 – 40:50 – 60:74) des USC erlebten die fassungslosen Zuschauer gegen Science City Jena. Hatten die „Akademiker“ in der Vorrunde noch in Jena triumphiert, so boten sie im Heimspiel eine unter- irdische Leistung und bestätigten damit erneut ihre Unbeständigkeit. In keiner Phase des Spiels konnte der Gast- geber die richtige Einstellung finden. Erschreckend war mit 48:32 die Dominanz der Thüringer beim Rebound – allein 19 offensive Boards konnten sie erringen. So strebten die Gäste trotz ihrer schwachen Freiwurfquote (10/21 = 47,6 % gegenüber auch eher mäßigen 21/38 = 55,3 % beim USC) einem sicheren Sieg entgegen (Komarek 21/4 – 5 Rebounds, Burleson 15 – 6/9 Feldwürfe – 4/10 Freiwürfe, Vierneisel 10/2 – 5 Rebounds, Hodges 8/2 – 6 Ballver- luste, Adeberg 6 – 5 Ballverluste, Dietz 6, Hirschberg 5, Williams 3, Barthel 1, Hug, Laschewski, Debus).

Beim badischen Nachbarn BG Karlsruhe unterlag der USC mit 84:91 (28:19 – 44:37 – 63:58 – 91:84). Nur Kapitän Sebastian Adeberg hielt in der Fächerstadt stark dagegen, während seine Teamkollegen eher durchwachsene Leis- tungen boten. Dennoch hätte für die „Akademiker“ mehr herausspringen können, wenn dem nicht wieder einmal eine unterirdische Reboundbilanz (52:34 für den Gastgeber!) entgegengestanden hätte (Adeberg 25 – 12/17 Feld- würfe – 6 Rebounds, Burleson 16/1 – 1/9 Dreier – 5 Assists, Komarek 15/2, Hodges 12/2, Vierneisel 10, Barthel 4, Williams 2, Dietz, Hirschberg, Hug, Laschewski, Debus; BG: Grimaldi 27/3, Baker 20/2, Richardson 18/2).

Seine 10. Heimniederlage erlitt der USC mit 90:105 (24:32 – 46:58 – 73:78) gegen die Crailsheim Merlins mit einem überragenden John Bynum. In dem intensiven Spiel lagen die Gäste aus Hohenlohe stets vorne, wozu ihnen auch ihre gute Reboundbilanz (49:28!) verhalf (Adeberg 14/1 – 5/7 Feldwürfe – 5 Rebounds, Vierneisel 14/2, Komarek 14/1, Hodges 14/2, Burleson 12/1 – 1/6 Dreier – 4 Assists, Williams 11 – 8 Rebounds, Dietz 6, Hirschberg 4, Barthel 1, Hug, Laschewski, Debus; Crailsheim: Bynum 28, McAndrew 17/2).

Auch beim Freiburger Namensvetter steckte der USC mit 72:93 (25:20 – 48:29 – 72:51 – 93:72) eine bittere Nie- derlage ein. Konnten die Kurpfälzer endlich einmal beim Rebound mithalten (41:41), so fehlte ihnen in diesem Spiel das Zielwasser (Feldwurfquote 42 % gegen 56,1 %). Lyndale Burleson zeigte ein schwaches Spiel und erzielte kei- nen einzigen Punkt. Oliver Komarek, Jibril Hodges und Eric Vierneisel gefielen bei den Heidelbergern noch am bes- ten (Hodges 22/5 – 6 Ballverluste – 8 Assists – 5 Steals, Vierneisel 19/3 – 7/10 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Koma- rek 18/2 – 8/14 Feldwürfe – 8 Rebounds, Hirschberg 5/1, Barthel 4, Adeberg 4 – 5 Rebounds, Burleson – 0/4 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Williams – 8 Rebounds, Dietz, Hug, Laschewski).

In einem auf beiden Seiten mit großer Leidenschaft geführten Spiel besiegte der USC den ETB Baskets Essen mit 87:78 (15:25 – 31:41 – 55:63). Im letzten Heimspiel der Saison sah es indes sehr lange nach einem Erfolg der Gäste aus, die früh eine deutliche Führung herausspielten (23. Minute: 31:49) und noch in der 37. Minute mit 75:73 vorne lagen. Am Ende fehlte ihnen jedoch die Kraft, da sie mit ihrer kleinen Siebener-Rotation zu wenige Wechsel- möglichkeiten hatten. So konnten am Ende Oliver Komarek und Sebastian Adeberg auftrumpfen und den 550 treu- en Anhängern einen wenigstens halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss bescheren (Komarek 24/3 – 8/12 Feld- würfe – 3/4 Dreier – 5/5 Freiwürfe – 6 Rebounds, Burleson 19 – 4 Assists, Hodges 15/3 – 3/6 Dreier – 4 Assists, Vierneisel 12/2 – 5/7 Feldwürfe – 6 Rebounds, Adeberg 9/1 – 3/4 Feldwürfe, Barthel 6 – 3/3 Feldwürfe, Hirschberg 2, Williams – 8 Rebounds, Dietz, Hug, Laschewski).

Im letzten Saisonspiel konnte sich der USC mit einem 85:79-Erfolg (21:24 – 39:41 – 63:65 – 79:85) beim TV Lan- gen nach der peinlichen Vorrunden-Heimniederlage schadlos halten. Wie zumeist in diesen Begegnungen ging es über den ganzen Spielverlauf hinweg sehr eng zu. Knappe Führungen wechselten ständig, kein Team konnte sich absetzen. Oliver Komarek war es, der den „Akademikern“ nach der 76:75-Führung der Hessen (38. Minute) mit sieben Punkten in Folge den entscheidenden Vorsprung verschaffte. Wie häufig zuvor galt auch hier, dass die glücklichere Mannschaft nicht unverdient gewonnen hatte. Beim USC hatte das Trio Komarek/Adeberg/Hodges dem Spiel den Stempel aufgedrückt, während bei Langen Kai Barth und Alonzo Hird überzeugten. Es war das vorläufig letzte Treffen mit dem alten (und sehr geschätzten) Rivalen TV Langen, der als Absteiger in die Pro B feststand (Komarek 20/1 – 7 Rebounds, Hodges 17/3 – 5 Assists, Adeberg 14 – 9 Rebounds, Vierneisel 11/3 – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Williams 8, Burleson 6 – 2/8 Feldwürfe – 1/6 Dreier, Dietz 6 – 3/4 Feldwürfe, Barthel 2, Hirschberg 1, Hug, Laschewski, Debus; Langen: K. Barth 20/2, Chappell 18/4, Völler 13, Hird 12).

Ergebnisse des letzten Saisonspieltages und Abschlusstabelle der Saison 2009/2010 in der Pro A

Die Saison 2009/2010 verlief für den USC kurios und glich einer Fahrt mit der Achterbahn. Mit nur fünf Siegen bei zehn Niederlagen war der USC das schwächste Heimteam. Dem standen immerhin acht Auswärtserfolge und sie- ben Niederlagen gegenüber. Wäre  das Verhältnis zwischen Heim- und Auswärtsergebnissen „normal“ gewesen, hätte der USC je nach Ansatz einen Spitzen- oder einen Abstiegsrang belegt.
Fünf Mannschaften (Bayreuth, Cuxhaven, Karlsruhe, Saar-Pfalz und Crailsheim) konnten jeweils beide Spiele ge- gen die „Akademiker“ gewinnen. Umgekehrt blieben die Kurpfälzer gegen drei Teams (Osnabrück, Essen und Nördlingen) ungeschlagen.
Heimsiege bei Auswärtsniederlagen gab es lediglich gegen Hannover und Freiburg: Sehr ungewöhnlich! Dagegen folgten (z. T. überraschenden) Auswärtssiegen gegen nicht weniger als fünf Vereine (Chemnitz, Jena, Kirchheim, München und Langen) z. T. klare Heimpleiten.

In der internen Korbjägerliste führte Jibril Hodges mit 580 Punkten (19,3/Spiel bei einer Trefferquote von 47,2 % – 62,1 % Zweier/35,7 % Dreier) vor Lyndale Burleson (532 – 17,7 – 46,4 % – 54,8 %/27,4 %) und Oliver Komarek (500 – 17,2 – 44,4 % – 50,0 %/34,9 %). Es folgten Sebastian Adeberg (385 – 12,8 – 57,0 % – 60,0 %/30,8 %), Eric Vierneisel (326 – 11,2 – 51,3 % – 59,3 %/43,0 %), Danilo Barthel (112 – 4,3  – 50,6 % – 56,5 % /31,6 %) und Darrin Williams (108 – 4,9 – 48,0 % – 48,5/-  %).
In der Freiwurfstatistik platzierten sich: Lyndale Burleson (122/188 – 64,9 %), Sebastian Adeberg (85/154 – 55,2 %), Jibril Hodges (83/98 – 84,7 %), Oliver Komarek (81/108 – 75,0 %), Eric Vierneisel (39/51 – 76,5 %) und Danilo Barthel (24/45 – 53,3 %).
Die meisten Rebounds holten: Oliver Komarek (185 – 40 offensiv/145 defensiv – 6,4/Spiel), Sebastian Adeberg (150 – 45/105 – 5,0), Jibril Hodges (111 – 27/84 – 3,7), Darrin Williams (108 – 38/70 – 4,9), Eric Vierneisel (104 – 22/82 – 3,6), Danilo Barthel (91 – 21/70 – 3,5 und Lyndale Burleson (76 – 21/55 – 2,5).
Die Assiststatistik führte Lyndale Burleson (132 – 4,4/Spiel) an vor Jibril Hodges (116 – 3,9), Sebastian Adeberg (59 – 2,0), Oliver Komarek (38 – 1,3) und Sebastian Dietz (31 – 1,2).
Steals errangen: Lyndale Burleson (56 – 1,9/Spiel), Jibril Hodges (55 – 1,8), Sebastian Adeberg (25 – 0,8) und Eric Vierneisel (22 – 0,8).
Ballverluste hatten: Sebastian Adeberg (68 – 2,3/Spiel), Jibril Hodges (62 – 2,1), Eric Vierneisel (56 – 1,9), Lyndale Burleson (54 – 1,8), Oliver Komarek (52 – 1,8) und Danilo Barthel (27 – 1,0).
Die Effektivitätsrangfolge: Jibril Hodges (18,8/Spiel – 0,52/Einsatzminute), Lyndale Burleson (15,4/0,43), Oliver Ko- marek (15,0/0,47), Sebastian Adeberg (12,5/0,44), Eric Vierneisel (10,5/0,41), Darrin Williams (6,5/0,34) und Danilo Barthel (5,9/0,33). Zu berücksichtigen ist stets, dass in diese Effektivitätswerte Abwehrleistungen kaum einfließen.

Das Abschneiden des USC war mit der Erringung des 11. Tabellenplatzes insgesamt recht ernüchternd. Lässt man die Unabwägbarkeiten des Sports außer Acht, so lassen sich gute Gründe dafür finden, dass es nicht zu einer bes- seren Platzierung reichte.

Jibril Hodges war in seinem zweiten Jahr beim USC zu einem der gefährlichsten Korbjäger der Liga gereift. Seinen Punkteschnitt hatte er von guten 18,8 auf 19,3 weiter gesteigert, in der Effektivität hatte er sich von 15,7 auf nun- mehr 18,8 deutlich verbessert. Er war eine überaus positive Erscheinung im Team und auf dem Spielfeld.
Kapitän Sebastian Adeberg war nach wie vor durch seine Einstellung und seine Kampfkraft ein wichtiger Faktor im Team, fiel aber gegenüber dem Vorjahr in seiner Effektivität etwas zurück. Dafür war zumindest z. T. seine um ca. 4 ½ Minuten verringerte durchschnittliche Spielzeit verantwortlich, die wiederum eine Auswirkung der mit Eric Viern- eisel entstandenen Rollenproblematik (Eric zog es bekanntlich eher auf die Position 3 als auf die für ihn eigentlich vorgesehene 4) war.
Oliver Komarek konnte seine guten Leistungen des Vorjahres insgesamt bestätigen. Beim Rebound hatte er sich mit einem Durchschnitt von nunmehr 6,4 gegenüber 5,5 gesteigert. Seine Trefferquote war indes von 50,0 % auf nunmehr 44,4 % deutlich gesunken. Dieser Umstand hing damit zusammen, dass er seine (zufällig) jeweils 412 Würfe anders verteilte: alt 166/290 Zweier/57,2 %, 40/122 Dreier/32,8 %; neu 130/260 Zweier/50 %, 53/152 Dreier/ 34,9 %. Seine Freiwurfquote hatte er von 60,9 % auf immerhin nun 75,0 % deutlich gesteigert.

Ben Beran und Japhet McNeil hatten sich in der Vorsaison mit Jibril Hodges, Sebastian Adeberg und Oliver Koma- rek zu einem überaus guten Kollektiv zusammengefunden. Insofern war schon die Neubesetzung der beiden va- kanten Positionen keine einfache Aufgabe.
Lyndale Burleson war ein völlig anderer Typ von Spieler und Mensch als sein unmittelbarer Vorgänger McNeil (und auch als sein in Heidelberg unvergessener älterer Bruder Kevin). Er war eher introvertiert, pflegte auch kaum die Interaktion mit den Zuschauern, gab weniger Assists (132 – 236) und errang weniger Steals (56 – 105) als McNeil. Dafür erzielte er im Durchschnitt mehr Punkte (17,7 – 14,8) bei deutlich besseren Quoten (insgesamt 46,6 %/Zwei- er 60,0%/Dreier 27,4 % – 40,4 %/45,4 %/24,1 %) und erzeugte wesentlich weniger Ballverluste (54 – 116). In der durchschnittlichen Effektivität gab es nur einen geringen Unterschied (15,4 – 15,8). Vermutlich konnte Lyndale Bur- leson dem Team mental weniger als sein Vorgänger geben. Insgesamt wirkte er ihm gegenüber auch als mensch- lich weniger gefestigt, aber durchaus entwicklungsfähig. Es gab Anzeichen, dass er in der zweiten Saisonhälfte das Einzelspiel mehr pflegte als zuvor. Gerade ihm fehlte vielleicht eine straffere Führung, um seine zweifellos vor- handenen Fähigkeiten mehr in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Aus der Sicht des Verfassers konnte damit Lyndale Burleson durchaus auch für die neue Saison in Betracht gezogen werden.
Auch Eric Vierneisel unterschied sich von seinem Vorgänger beträchtlich. Er war als Ersatz für Ben Beran auf der Position 4, um das vorwegzunehmen, eine vermeidbare Fehlbesetzung. Mit Ben Beran hatte der USC seinen bes- ten Rebounder eingebüßt. Von Eric Vierneisel, der insgesamt als Shooter charakterisiert werden kann, waren dies- bezügliche Qualitäten aber von vornherein nicht zu erwarten. Seine Reboundquote blieb somit auch deutlich zurück (3,6 – 7,5), und in seinem Team war er nur fünftbester Rebounder. Seine Stärke war der Schuss aus der Dreierdis- tanz, von der er fast ebenso häufig wie aus der Zweierdistanz warf (114 – 118). Hier wie da war seine jeweilige Quo- te durchaus ordentlich bis beeindruckend (insgesamt 51,3 %/Zweier 59,3 %/Dreier 43 %). Seine Gesamtausbeute blieb indes hinter jener seines Vorgängers deutlich zurück (insgesamt 326/ppg 11,2 – 424/16,3). Im Zusammenspiel mit dem nominellen Center Oliver Komarek, der sich bekanntlich ebenfalls eher außen tummelt, ergab sich damit ein deutliches Defizit unter den Körben.
Durch die spätere Verpflichtung eines richtigen Brettcenters, Darrin Williams, versuchte man das Manko nachträg- lich zu korrigieren. Er war ein Center alter Schule, reboundstark, etwas hüftsteif und auf Pässe angewiesen. Vom Rest des Teams wurde er leider nie richtig akzeptiert und eingebunden, so dass seine Wirkung begrenzt blieb. Im- merhin aber holte er in 417 Minuten 108 Rebounds – Eric Vierneisel in 749 Minuten gerade 104.

Insgesamt war das Team damit gegenüber dem Vorjahr nicht nur nicht stärker, sondern sogar eher schwächer. Zu- dem war der Teamspirit verlorengegangen, entsprechend sprang auch kein Funke auf die Tribüne über. Es war un- übersehbar, dass der USC zwar den stärksten Angriff der Liga stellte, jedoch auch mit großem Abstand die anfäl- ligste Abwehr aufwies. Im Durchschnitt erzielten gegnerische Teams 10 Punkte mehr gegen den USC als gegen andere Mannschaften. Besonders deutlich war diese Abwehrschwäche bei der Dreierdistanz, von wo häufig unge- hindert auf den USC-Korb geworfen werden konnte. Die Erklärung Torsten Daumes, dass ansonsten die Zweierpo- sitionen offen sein würden, überzeugte nicht. Von Gegnern war der USC nun besser auszurechnen, das „Run and Gun“ der Saison 2008/2009 verfing damit nicht mehr. Nun waren kontrollierte Spielzüge angesagt, woran es aber deutlich mangelte. Entsprechend blieben den Zuschauern große Spiele wie in der Vorsaison etwa gegen Schalke 04 oder gegen den Mitteldeutschen BC versagt. Die  Begeisterung der Tribüne wurde damit ausgebremst und wich sichtbar der Ernüchterung.

*

Anzumerken ist noch, dass die 1. Damenmannschaft des USC, die MLP BasCats, unter den Fittichen des Erfolgs- trainers Dennis Czygan ihre erste Saison in der 2. Damen-Bundesliga gut bewältigt und den Klassenerhalt frühzei- tig gesichert hatte. Von diesem jungen, begeisterungsfähigen Team war noch einiges zu erwarten; das „Frauenwun- der“ des USC sollte seine Fortsetzung erfahren.

Die erfolgreiche 1. Damenmannschaft des USC

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Die Alten Herren über 60 Jahre des USC konnten bei den deutschen Meisterschaften in Hagen-Ennepetal den zwei- ten Platz hinter dem TB Oldenburg erringen. Die von Ex-Nationalcenter Dietrich Keller gecoachten Heidelberger ge- wannen ihre vier Vorrundenspiele sicher (32:17 gegen die SG Hofheim, 35:15 gegen den TSV Schwabing München, 30:16 gegen die SG Hagen und 27:17 gegen den MTV Wolfenbüttel). Im Spiel gegen den MTV Wolfenbüttel, dem die Kurpfälzer lediglich zwei Feldkörbe gestatteten, verletzte sich „Didi“ Keller schwer am Bein und fiel für die weite- ren Begegnungen aus. Trotzdem konnte der USC im Halbfinale die BG Hagen mit 23:14 ausschalten. Im Endspiel gegen den TB Oldenburg war das Fehlen des längsten USC-Spielers nicht mehr zu kompensieren, so dass die Nie- dersachsen mit 24:17 siegten. Dennoch ein großartiger Erfolg der USC-Oldies.


Der Ü 60-Vizemeister USC: (von links) Wolfgang Ferrari, Eckhard Husemann, Rainer Tobien, Eckehard Wetzel, John Ecker, Dietrich Hartmann, Dietrich Keller, Bernd Niepert und Dr. Wolfgang Hagemann (Foto: privat)

Saison 2010/2011

8. Platz der Pro A

Aufgebot 2010/2011:
Nummer 1: Leonard Mendez (6.8.1987/1,95), 3: James Wright (26.6.1981/1,86), 4: Martin Rittinger (31.8.1991/ 1,85), 5: Kai Barth (28.2.1989/1,85), 7: Nathan Montgomery (29.5.1987/2,04), 9: Paul Zipser (18.2.1994/1,95), 10: Jan-Peter Prasuhn (1.1.1982/1,95), 11: Danilo Barthel (24.10.1991/2,09), 12: Jason Bohannon (30.12.1987/1,89), 14: Max Bohrmann (4.9.1991/2,08), 21: Sebastian Dietz (22.4.1989/1,89), 23: Jason Straight (4.1.1983/1,80), 32: Greg Baker (5.8.1984/1,95), 33: Oliver Komarek (3.7.1986/2,09), 44: Björn Schoo (30.6.1981/2,13)
Trainer: Torsten Daume, Co-Trainer: Ron Merriwether

Auf dem Mannschaftsfoto der Saison 2010/2011 fehlen die später nachverpflichteten Jan-Peter Prasuhn, Jason Straight und Jason Bohannon.

Abgänge: Sebastian Adeberg (Kirchheim Knights), Jibril Hodges, Eric Vierneisel (beide Giants Düsseldorf), Jens Hirschberg (SG Kirchheim), Maximilian Hug (2. Mannschaft USC), Lyndale Burleson, Darrin Williams, Julian Debus, Frederik Jahnke, Alexander Kuhn, Alexander Laschewski, Joshua Mäntele, Peja Stojcic (alle Ziel un- bekannt)’

Die Vereine der Pro A:
BV Chemnitz 99, Crailsheim Merlins, Cuxhaven BasCats, ETB Baskets Essen, USC Freiburg, UBC Hannover, USC Heidelberg, Science City Jena, BG Karlsruhe, VfL Kirchheim/Teck, FC Bayern München, Ballers Osnabrück*, Paderborn Baskets, Dragons Rhöndorf, Saar-Pfalz Braves, Würzburg Baskets
* Lizenz wurde vor Saisonende unter Annullierung der bis dahin erzielten Ergebnisse aberkannt.

Zugänge: Greg Baker (BG Karlsruhe), Björn Schoo (UBC Hannover), Leonard Mendez (Georgia State University), James Wright (Los Angeles Defenders/D-League), Nathan Montgomery (Whitworth University/NCAA III), Kai Barth (TV Langen), Jan-Peter Prasuhn (UBC Hannover), Jason Bohannon (Iowa Energy/D-League), Jason Straight (Fort Wayne Mad Ants), Martin Rittinger (Kooperationsspieler SG Kirchheim/1. RL), Paul Zipser (eigene Jugend), Max Bohrmann (SG Mannheim/Basket College) – der Nachwuchscenter verletzte sich bereits in der Vorbereitungsphase und konnte in der gesamten Saison 2010/2011 nicht eingesetzt werden.

Dass sich die Verantwortlichen des USC bereits Ende der Vorsaison mit Torsten Daume über eine weitere Zusam- menarbeit einigten, überraschte nach dem recht mäßigen Erfolg etwas. Zu Daume gesellte sich als Co-Trainer Ronald Merriwether, ein 33-jähriger dunkelhäutiger Amerikaner, der erste Erfahrungen auf der Trainerbank sammeln wollte.

Wieder gab es im Kader des USC ein großes Stühlerücken. Zum großen Bedauern der Anhängerschaft wurde der Kontrakt mit Kapitän Sebastian Adeberg nach vier Jahren Zusammenarbeit nicht verlängert. Begründet wurde diese Trennung seitens des USC mit der Unvereinbarkeit der Studien-/Berufspläne des Mediziners mit den professionel- len Anforderungen der Pro A. Sebastian Adeberg ging dann zum Liga-Konkurrenten Kirchheim Knights.
Jibril Hodges und Eric Vierneisel wechselten in die BBL nach Düsseldorf. Zumindest mit Eric Vierneisel hatte der USC auch weiterhin gerechnet, zumal er ihm bei der Einbürgerung behilflich war. Auch Lyndale Burleson und Darrin Williams verließen den USC. Nach Beendigung der Kooperation entschied Jens Hirschberg sich für einen Verbleib bei der SG Kirchheim (1. RL).

Wichtigster Neuzugang war zweifellos der Centerspieler Björn Schoo, von dem man sich mehr Präsenz unter dem Korb versprach. Aus Langen kam Kai Barth, ein talentierter Aufbauspieler. Von der BG Karlsruhe wechselte der Amerikaner Greg Baker an den Neckar. Er hatte in Karlsruhe auf den Positionen 2 und 3 überzeugt. Aus der NCAA III verpflichtete der USC den athletischen Nathan Montgomery, der die Positionen 4 und 5 abdecken sollte. Für die Position 2 kam Leonard Mendez, der damit Jibril Hodges ersetzen sollte. Es folgte nach mehreren vergeblichen Verpflichtungsversuchen anderer Spieler für die Position 1 James Wright, immerhin ein sehr erfahrener Spieler, zu- letzt in der starken D-League erfolgreich.
Den Kader ergänzten Martin Rittinger in Kooperation mit der SG Kirchheim, Max Bohrmann und der erst 16-jährige, überaus talentierte Paul Zipser, Sohn des ehemaligen Regionalliga-Centers Dieter Zipser.
Erst später verpflichtet wurden i. Z. mit personellen Problemen Jan-Peter Prasuhn, Jason Bohannon und Jason Straight; letztgenannter gab nur ein kurzes Gastspiel. Auf sie wird im Saisongeschehen noch einzugehen sein.

Die Erwartungen an dieses Team und den Trainer waren von allen Seiten recht groß. Die Neuverpflichtungen schätzte man als stark ein und konnte auf eine lange Bank vertrauen. Auch schien das vorherige Grundproblem der schwachen Präsenz unter dem Korb nun endlich beseitigt. Das USC-Management gab daher die Richtschnur einer Platzierung unter den ersten fünf Tabellenplätzen aus.

Das erste Saisonspiel führte den USC zum FC Bayern München, wo er mit 69:97 (23:20 – 41:36 – 71:50 – 69:97) unterlag. 3000 Zuschauer verfolgten in der alten Olympia-Eissporthalle das Spiel. In München war das Basketball-Fieber ausgebrochen, nachdem Bayernpräsident Uli Hoeneß den Aufstieg in die BBL zur Chefsache erhoben und sehr viel Geld lockergemacht hatte. Entsprechend hochkarätig war der Kader, betreut von Nationaltrainer Dirk Bau- ermann. Dennoch konnten die Kurpfälzer in der ersten Hälfte noch gut mithalten. Im dritten Viertel aber gingen sie gegen die immer zwingender agierenden Bajuwaren mit fliegenden Fahnen unter. Dennoch konnten insbesondere Björn Schoo und James Wright überzeugen. Dem erst 16-jährigen Paul Zipser gelang bei seinem Kurzeinsatz gleich zwei Mal das Kunststück, den überaus erfahrenen und sehr kräftigen Centerveteranen Darius Hall zu dessen nicht geringer Verblüffung zu blocken (Wright 18 Punkte/2 Dreier, Schoo 18 – 6/9 Feldwürfe – 6/6 Freiwürfe – 8 Re- bounds, Komarek 12/3 – 3/11 Feldwürfe – 5 Rebounds, Mendez 7 – 2/7 Feldwürfe – 8 Rebounds, Barth 6, Baker 4, Montgomery 2, Zipser 2, Dietz; München: Wallace 23/4, Hall 17, Hamann 15/3, Wyrick 13/1, Nadjfeji 7, Kolodziej- ski 6/2, Greene 6, Doreth 5/1, Maras 3, Radosavljevic 2).

Der bullige Münchner Center Darius Hall gegen den Heidelberger Small Forward Greg Baker; dahinter Nathan Montgomery.

„Ernüchterung beim USC Heidelberg“ (Benjamin Miltner, RNZ) gab es allenthalben nach der 86:107-Pleite (25:24 – 48:57 – 62:87) gegen die GiroLive-Ballers Osnabrück. Sah es im ersten Viertel noch recht gut aus, so verloren die Hausherren gegen Ende des zweiten Viertels gegen die von Marko Simic betreuten Norddeutschen immer mehr an Boden und brachen nach der Halbzeitpause völlig ein. Mit einer Gesamttrefferquote von 37,9 % (25/66) und der er- schreckenden Quote von 9,1 % aus der Dreierdistanz (1/11) konnten die „Akademiker“ die Gäste nicht in Verlegen- heit bringen. Unübersehbar waren aber auch Abwehrschwächen, die in der ersten Hälfte bei den Außenpositionen auffielen, in der zweiten dann in der Zone. Beim USC wusste nur Leonard Mendez zu überzeugen, während Osna- brück im Kanadier Jevohn Shepherd seinen stärksten Spieler hatte (Mendez 20 – 10 Rebounds, Wright 19/1, Mont- gomery 9 – 6 Rebounds, Barth 9, Baker 8, Schoo 8 – 1/5 Feldwürfe – 7 Rebounds, Komarek 6 – 1/8 Feldwürfe, Rittinger 3, Zipser 2, Dietz 2; Osnabrück: Shepherd 28/1, Burnette 20/4, Simin 17/4).

Ohne den seit Saisonbeginn verletzten Danilo Barthel und nun auch ohne den wegen Rückenproblemen fehlenden James Wright musste sich der USC beim Vizemeister BasCats Cuxhaven mit 88:93 (23:17 – 44:30 – 66:56 – 93: 88) geschlagen geben. Dennoch zogen sich die Kurpfälzer an der Nordsee gut aus der Affäre, konnten im Schluss- viertel gar den Ausgleich erzwingen (82:82 1.15 Minuten vor Spielende), hatten dann allerdings Pech. Überragend spielte beim USC Leonard Mendez. Daneben wussten in einem guten Team auch Greg Baker, Nathan Montgomery, Björn Schoo und Kai Barth zu gefallen, während Oliver Komarek nach seiner Form sichtlich noch suchte (Mendez 20/2 – 9/13 Feldwürfe – 12 Rebounds, Baker 18/2 – 8/13 Feldwürfe – 5 Rebounds – 5 Ballverluste – 4 Assists, Montgomery 18 – 6 Rebounds, Barth 10 – 4 Assists, Schoo 10 – 4 Assists, Komarek 10/1 – 3/13 Feldwürfe – 1/5 Dreier – 5 Rebounds, Dietz 2).

„Der USC meldet sich zurück“ (Benjamin Miltner, RNZ) mit einem überzeugenden 100:77 (28:27 – 47:45 – 72:63) gegen den BBL-Absteiger Paderborn Baskets. Nach lange ausgeglichenem Verlauf konnten sich die Gastgeber erst im dritten Viertel etwas absetzen (60:54/25. Minute). Bis fünf Minuten vor Schluss war die Partie weiterhin offen, ehe die „Akademiker“ mit einem 17:0-Lauf einen unwiderstehlichen Schlussakkord setzten, in dem die Ost- westfalen zusammenbrachen. Mit dem USC meldete sich auch Oliver Komarek als Teil des sehr starken Trios Mendez/Komarek/Schoo eindrucksvoll zurück. Ebenso bot Kai Barth eine gute Leistung (Komarek 30/1 – 11/16 Feldwürfe – 7 Rebounds, Mendez 26/4 – 9/14 Feldwürfe – 4/7 Dreier – 10 Rebounds, Schoo 17 – 7/10 Feldwürfe – 13 Rebounds, Wright 8/1, Barth 8 – 14 Assists, Baker 7/1 – 3/11 Feldwürfe, Montgomery 2 – 4 Assists, Dietz 2, Rittinger).


Zwei Leistungsträger im Spiel gegen die Paderborn Baskets.

Auch bei den Breisgauer Namensvettern in Freiburg konnten die Kurpfälzer bestehen und siegten mit 94:78 (26:25 – 43:50 – 55:65 – 78:94). Vor der Halbzeitpause hatte indes der Freiburger Regisseur Paul Gause den Gästen sehr zugesetzt. Er traf in dieser Phase fünf von sechs Dreipunktwürfe und erzielte insgesamt 27 Punkte. Doch deutete sich bereits Ende der ersten Halbzeit an, dass sich schließlich die bessere Teamleistung der Gäste durchsetzen würde. In der zweiten Halbzeit wurde der sichtlich müde gewordene Paul Gause von den mit nur acht Spielern an- getretenen Nordbadenern kaltgestellt und konnte nicht mehr punkten. Aus einem guten Heidelberger Team ragten Björn Schoo, Kai Barth und Greg Baker heraus (Barth 17/3 – 6/9 Feldwürfe – 5 Assists, Baker 17/1 – 7/11 Feldwür- fe – 6 Rebounds, Komarek 16/1 – 7/11 Feldwürfe, Schoo 15 – 7/9 Feldwürfe – 10 Rebounds, Wright 13/1, Mendez 10/2, Montgomery 6, Dietz).

Der USC reagierte auf die Verletzungsmisere (Danilo Barthel und Max Bohrmann fielen längerfristig aus, James Wright war wegen seiner Rückenprobleme nur bedingt belastbar) und verpflichtete den 28-jährigen Jan-Peter Prasuhn. Der 1,95 m große Flügelspieler hatte lange beim TV Lich und zuletzt als Teamkollege Björn Schoos bei UBC Hannover gespielt. Er konnte flexibel auf den Positionen 2 – 4 eingesetzt werden.

Enttäuscht waren die Heidelberger Riesen nach der 69:82-Niederlage (17:35 – 33:47 – 58:62) gegen die Saar-Pfalz Braves. Die Partie war bereits nach dem ersten Viertel gelaufen, als die Gäste einen 35:17-Vorsprung herausspie- len konnten. Sie hatten hochprozentig getroffen, während die „Akademiker“ zahlreiche Fehlschüsse verzeichneten. Die durchaus eher solide als überragend auftretenden Braves ließen die Einheimischen zwischenzeitig auf vier Punkte herankommen, erhöhten aber dann wieder die Schlagzahl, um sich erneut abzusetzen. Auf der Tribüne gab es Diskussionen über einige Wechsel des USC, die dann zu Brüchen geführt hatten. Viele meinten, Björn Schoo (24:40 Minuten) hätte mehr Spielzeit bekommen müssen. Auch Neuzugang Jan-Peter Prasuhn hätte nach seinem sehr ansprechenden Kurzeinsatz durchaus wieder gebracht werden können. Klar bester Heidelberger Spieler war Greg Baker, während bei den Gästen Max Weber und Jason Jamerson besonders zu überzeugen wussten (Wright 16 – 7/9 Zweier – 0/6 Dreier, Baker 16/1 – 12 Rebounds, Schoo 12, Mendez 8 – 7 Rebounds – 4 Assists – 4 Steals, Barth 6/1 – 5 Assists, Prasuhn 4, Komarek 3/1 – 1/6 Feldwürfe – 6 Rebounds, Montgomery 3 – 1/6 Frei- würfe, Dietz 1; Braves: Weber 22, Jamerson 20/4, Cramer 14/2, Buse 10/2).

Björn Schoo hat einen schweren Stand gegen die Braves Theo Tarver (44) und Mirko Damjanovic (12). Die Szene beobachtet Max Weber (24).

Gut erholt zeigten sich die „Akademiker“ beim 83:76 (19:12 – 37:35 – 60:58) gegen Science City Jena. Aber eigent- lich sprach der Spielverlauf zu Beginn des Schlussviertels eher für einen Sieg der Thüringer, schien doch das Mo- mentum bei ihnen zu liegen. Denn nach einem sehr ordentlichen Anfangsviertel mussten die Kurpfälzer ihren Gast immer mehr aufschließen lassen und zu Beginn des letzten Abschnitts gar einen Rückstand (60:63/32. Minute) hinnehmen. Zu viele gute Chancen hatten die großzügigen Gastgeber vergeben, u. a. auch von der Freiwurflinie recht mäßig getroffen (20/32 – 62,5 %). Überdies war Greg Baker bereits mit fünf Fouls ausgeschieden. Oliver Komarek mit einem verwandelten Dreier und zwei erfolgreichen Freiwürfen sorgte für die Wende. Der überragende Björn Schoo wurde gebührend unterstützt von Nathan Montgomery, Leonard Mendez, Oliver Komarek und Kai Barth (Komarek 20/1 – 7 Rebounds, Schoo 14 – 5/6 Feldwürfe – 6 Rebounds – 4 Assists – 5 Blocks(!), Wright 12/2 – 4/ 12 Feldwürfe, Barth 11 – 6 Assists, Baker 11/1 – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Mendez 9/1 – 6 Assists – 3 Steals, Montgomery 6 – 8 Rebounds, Prasuhn, Dietz).

Einer der Sieggaranten im Spiel gegen Science City Jena: Center Nathan Montgomery.

Einen hochverdienten 103:91-Sieg (25:32 – 50:51 – 66:78 – 91:103) feierten die Kurpfälzer in Hannover. Von Anfang an ging der USC in der niedersächsischen Landeshauptstadt konzentriert zu Werke und zeigte eine sehr gute Teamleistung. Lediglich im zweiten Viertel ging der Rhythmus vorübergehend etwas verloren, so dass die „Tigers“ aufschließen konnten. Doch im dritten Viertel machten die „Akademiker“ ernst und erarbeiteten sich wieder deut- liche Vorteile, um im letzten Abschnitt nochmals zuzulegen. Bester Heidelberger war Leonard Mendez, dem Oliver Komarek, James Wright, Kai Barth, Björn Schoo und Jan-Peter Prasuhn nur wenig nachstanden. Gerade im ent- scheidenden dritten Abschnitt konnte Jan-Peter Prasuhn an alter Spielstätte wichtige Akzente setzen (Komarek 23/1 – 5 Rebounds, Wright 21/1 – 9/13 Feldwürfe, Prasuhn 15 – 6/9 Feldwürfe, Mendez 14/1 – 8 Rebounds – 6 Assists – 5 Steals, Schoo 13, Barth 11/1 – 7 Assists, Baker 5/1 – 2/8 Feldwürfe, Montgomery 1 – 8 Rebounds, Dietz, Barthel).

Mit 89:81 (19:24 – 47:46 – 67:63) erlegte der USC die Dragons aus Rhöndorf und errang damit den dritten Sieg in Folge. Nach einem schnellen 2:12-Rückstand bewahrten die Gastgeber kühlen Kopf und gingen mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause. Mit zäher Verteidigungs- und Reboundarbeit gelang ihnen zusehends die Kontrolle der Bretter, zumal der gute Gästecenter Jonas Wohlfahrt-Bottermann bereits mit vier Fouls belastet war. Nun war Björn Schoo der beherrschende Mann am Brett und wurde von seinen Mitspielern konsequent gesucht, anstatt das Glück mit Fernwürfen zu versuchen. Der neben Björn Schoo überragende Kai Barth tat sich besonders dabei hervor, seine „Big Men“ mit Assists zu füttern (Schoo 17 – 8/11 Feldwürfe – 9 Rebounds, Baker 15/1, Wright 15/1, Barth 12 – 8/9 Freiwürfe – 10 Assists, Komarek 11/2 – 7 Rebounds, Mendez 7/1, Montgomery 6, Barthel 4, Dietz 2, Prasuhn).

Wie ein Irrwisch fegt Aufbauspieler Kai Barth durch die Reihen der Rhöndorfer.

Jäh gestoppt sahen sich die „Akademiker“ mit 54:77 (18:14 – 39:22 – 63:42 – 77:54) vom BV Chemnitz. Die ohne den grippeerkrankten Oliver Komarek angetretenen Kurpfälzer hatten nach ordentlich verlaufenden 10 Minuten ab dem zweiten Viertel nicht den Hauch einer Gewinnchance. Außer Nathan Montgomery zeigte kein Spieler Normal- form. Sehr schwache Leistungen boten James Wright und Greg Baker. Die Chancenverwertung war mit 35,8 % aus dem Feld (19/53), 1/15 von der Dreierposition und 53,6 % von der Freiwurflinie (15/28) sehr schwach (Barth 12, Montgomery 11 – 4/6 Feldwürfe – 6 Rebounds, Schoo 10 – 4 Ballverluste, Mendez 8 – 5 Rebounds, Dietz 5, Baker 3 – 1/11 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Prasuhn 3/1 – 1/5 Feldwürfe, Barthel 2,Wright).

Auch den Baskets aus Würzburg musste sich der USC mit 62:67 (15:19 – 23:32 – 44:48) beugen. In einer von beiden Seiten intensiv geführten Begegnung liefen die „Akademiker“ bis in das Schlussviertel hinein einem Rück- stand hinterher, um in dessen Mitte eine Führung zu erkämpfen (57:54/35. Minute). Doch dann ließen sie drei Chancen ungenutzt, zudem kassierte Björn Schoo ein sehr umstrittenes Unsportliches Foul. So lagen die Gäste nur zwei Minuten später wieder vorne (57:63/37.) und konnten die Arena als Sieger verlassen. Leonard Mendez und Björn Schoo waren die spieltragenden Figuren der Einheimischen (Wright 15/3 – 2/9 Zweier – 3/4 Dreier, Schoo 12 – 8 Rebounds, Mendez 10 – 5 Rebounds – 4 Assists, Baker 9/1 – 2/9 Feldwürfe – 3 Steals, Barth 6 – 1/5 Feld- würfe – 6 Ballverluste, Montgomery 6, Komarek 2 – 1/6 Feldwürfe, Barthel 2, Dietz, Prasuhn).

Bei den ETB Wohnbau Baskets Essen konnten die Kurpfälzer mit 79:68 (19:15 – 36:35 – 56:53 – 68:79) endlich wieder punkten. Das klare Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg, in dem die Führung sechzehn Mal wech- selte. Die 64:62-Führung der Ruhrstädter (35. Minute) drehten Mendez und Wright mit zwei eiskalten Dreiern und Schoo mit zwei Freiwürfen zu einem 70:64-Vorsprung der Gäste. Der Heidelberger Center legte dann mit einem Dreipunktspiel nach eigenem Offensivrebound und einem weiteren Korb nach und machte den Sack zu. Der glän- zend aufspielende Leonard Mendez und der nahezu fehlerfrei agierende Danilo Barthel fielen beim USC besonders auf (Mendez 23/2, Wright 19/1, Barthel 11/1 – 5 Rebounds – 3 Steals, Schoo 8 – 6 Rebounds, Barth 7/1 –5 Assists, Baker 7 – 3/10 Feldwürfe, Montgomery 2, Komarek 2 – 1/7 Feldwürfe, Dietz, Prasuhn).

Gegen die Kirchheim Knights gab es mit 89:95 (28:18 – 40:47 – 62:67) eine weitere Heimniederlage. Dabei schie- nen die Kurpfälzer die Gäste überrennen zu wollen, da sie im ersten Viertel bereits mit zehn Punkte führten. Doch bereits in der 14. Minute erzwangen die „Ritter“ den Ausgleich (31:31) und führten zur Halbzeit mit sieben Punkten. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt geriet der USC mit 11 Punkten in Rückstand (62:73/32. Minute) und konnte dank Greg Baker, der seine 13 Punkte in dieser Phase scorte, doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende zum 82:83 aufschließen. Dann aber waren Kraft und Konzentration weg, so dass die routinierten Schwaben das Spiel nach Hause bringen konnten. Björn Schoo zeigte eine bestechende Form, bei den Gästen überragte Cedric Brooks (Schoo 19 – 8/10 Feldwürfe – 11 Rebounds – 4 Assists, Wright 18/2 – 5 Assists, Mendez 16/2 – 3 Steals, Baker 13/3, Komarek 9, Barthel 7, Barth 5 – 1/5 Feldwürfe – 7 Assists, Montgomery 2, Dietz, Prasuhn; Kirchheim: Brooks 32/1, De Michael 15).

Greg Baker lief im Schlussviertel gegen die Kirchheim Knights heiß, konnte das Spiel jedoch nicht mehr drehen.

Mit einer 70:89-Packung (17:12 – 29:32 – 52:51 – 89:70) kehrte der USC von seinem Gastspiel bei den Crailsheim Merlins zurück. Dabei legten die Kurpfälzer mit 11:0 einen Traumstart hin, mussten jedoch schon im ersten Viertel die Hohenloher passieren lassen. Der überragende Björn Schoo sorgte im zweiten Viertel für die erneute Führung der Neckarstädter, die dann an dessen Ende Kameron Gray mit zwei Freiwürfen zum 52:51 konterte. Im letzten Ab- schnitt konnten dann die Gäste nicht mehr zusetzen und verloren noch überdeutlich (Schoo 25 – 10 Rebounds – 4 Ballverluste – 4 Assists, Wright 18/2, Mendez 8/1 – 6 Rebounds – 6 Ballverluste, Komarek 8 – 9 Rebounds, Baker 6/1 – 2/11 Feldwürfe – 5 Ballverluste, Barth 3 – 1/6 Feldwürfe, Montgomery 2 – 5 Rebounds – 4 Ballverluste, Bar- thel, Dietz).

Das Duell der nordbadischen Nachbarn USC gegen die BG Karlsruhe endete im OSP mit 78:68 (19:16 – 41:36 – 60:52) zu Gunsten der Gastgeber. Greg Baker lief gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber zur Hochform auf und er- reichte in den Kategorien Punkte und Rebounds jeweils zweistellige Werte, was auch dem ebenfalls überragenden Björn Schoo gelang. Mit zudem sechs Blocks entnervte der Center die Fächerstädter noch zusätzlich. Bereits im ersten Spielabschnitt übernahmen die Kurpfälzer die Kontrolle über das Spiel und konnten die Intensität bis zum Schluss halten (Baker 24 – 11/15 Feldwürfe – 11 Rebounds – 5 Ballverluste, Wright 20/2, Schoo 10 – 13 Rebounds – 6 Blocks(!), Mendez 9 – 8 Rebounds – 3 Steals, Komarek 6 – 3/12 Feldwürfe, Montgomery 5 – 6 Rebounds, Barth 4; BG: Roessler 21, Williams 16, Rueck 13/3).


Tabellenbild nach Abschluss der Vorrunde in der Saison 2010/2011

Gegen die Übermannschaft Bayern München zog sich der USC vor 1500 Zuschauern achtbar aus der Affäre und unterlag mit 71:87 (9:19 – 29:35 – 51:56). Die Bajuwaren gingen zunächst klar in Führung, mussten aber die Kur- pfälzer bis zur Halbzeitpause auf Schlagdistanz herankommen lassen, was sich auch im dritten Abschnitt nicht änderte. Imponierend war bei den Hausherren die unerbittliche Arbeit am Brett, allen voran Björn Schoo. Leider war aber die Korbausbeute mit einer Feldquote von 39,7 % (23/58) zu gering, um den eher bieder auftretenden Spitzen- reiter gefährden zu können. So nahm der Spielverlauf nach dem zwischenzeitigen 53:56 (31. Minute) dann doch den erwarteten Lauf. Erneut bot Greg Baker eine gute Leistung. Bei den Bayern war Jonathan Wallace nicht zu halten (Wright 21/3 – 6/18 Feldwürfe, Baker 15/1 – 8 Rebounds, Komarek 11 – 4/13 Feldwürfe, Mendez 8/2 – 5 Rebounds, Schoo 8 – 9 Rebounds – 4 Ballverluste, Montgomery 4 – 6 Rebounds, Barth 4 – 4 Assists, Prasuhn, Dietz; Bayern: Wallace 25/5, Hamann 16/1, Hall 14).

Vor den vollbesetzten Rängen des OSP nimmt Oliver Komarek gegen den Spitzenreiter Bayern München Maß.

Bei den GiroLive Ballers Osnabrück unterlag der USC nach einer insgesamt schwachen Leistung mit 72:101 (29:24 – 54:34 – 72:54 – 101:72). Die von den Schiedsrichtern tolerierte harte Gangart der Niedersachsen behagte den Kurpfälzern wenig. Auch fehlte den Neckarstädtern sichtlich ein Führungsspieler. Da sie sich zudem erneut wurf- schwach zeigten (Feldquote 39,4 %/15,4 % aus der Dreierdistanz) und hilflos gegen die Fastbreaks und Dreier der Gastgeber (Feldquote 57,6 % /59,1 % aus der Dreierdistanz) waren, hatten sie keine Siegeschance (Komarek 19/ 1, Mendez 12 – 6/8 Feldwürfe – 5 Rebounds, Wright 11 – 4/13 Feldwürfe – 0/5 Dreier, Baker 10/1 – 4/11 Feldwür- fe, Schoo 8 – 2/10 Feldwürfe – 8 Rebounds, Barth 8, Montgomery 4 – 7 Rebounds, Prasuhn, Dietz).

Gegen die Cuxhaven BasCats konnte der USC mit 84:76 (22:19 – 42:42 – 67:63) die Punkte behalten. Mit dem amerikanischen Aufbauspieler Jason Straight lief bei den „Akademikern“ ein Neuzugang auf, den Torsten Daume als erstligareif bezeichnete. Die Akzente in diesem hart umkämpften Spiel gegen die Nordlichter setzte indes wieder einmal Björn Schoo, der auch spielerisch alle überragende Akteur. Mit ihm beherrschte der USC die Bretter (47:29 Rebounds), so dass sich auch die erneut schwache Dreierquote (23,1 % gegenüber 40 % bei den Gästen) kompensieren ließ (Schoo 25 – 20 Rebounds – 4 Ballverluste, Wright 15 – 4 Ballverluste, Baker 14 – 5 Rebounds, Komarek 10, Straight 8, Mendez 6 – 8 Rebounds, Barth 2 – 4 Assists, Montgomery 2 – 5 Rebounds, Barthel 2, Prasuhn, Dietz).

Standen gegen Cuxhaven im Mittelpunkt des Zuschauerinteresses: Jason Straight (23) als Neuzugang, Björn Schoo durch bestechende Leistungen.

Trotz des Sieges gegen Cuxhaven kam es beim USC Anfang Februar 2011 zu einem Wechsel auf der Kommando- brücke. Das Management traute Torsten Daume nicht mehr zu, das Team ausreichend zu motivieren. Vor allem sah es das ambitionierte Saisonziel massiv gefährdet. So wurde der 39-jährige nach gut vier Jahren als hauptamtlicher Trainer des USC von seinen Aufgaben entbunden. Nachfolger Torsten Daumes wurde der erst 23-jährige Schweizer Marko Simic, der Wochen zuvor von der GiroLive Ballers Osnabrück, wo er seit Saisonbeginn gewirkt hatte, freigestellt wurde.


Links Marko Simic, neuer Trainer des USC, rechts sein Vorgänger Torsten Daume.

Gegen den Freiburger Namensvetter blieb der USC mit 87:77 (16:26 – 37:50 – 72:62) erfolgreich. Im ersten Spiel unter der Ägide des neuen Trainers sah es indes für die Kurpfälzer noch in der Halbzeitpause nach einer klaren Niederlage aus. Es gab bei den Gastgebern bis dahin kein geordnetes Spiel, kaum etwas wollte gelingen. Insge- samt 19 Ballverluste sprachen für sich. Doch wie verwandelt kamen sie aus der Kabine, erzwangen in nur fünf Mi- nuten den Anschluss (55:56/25. Minute), um bis zum Ende des dritten Viertels mit zehn Punkten zu führen. Mit 31:8 konnten die Kurpfälzer in dieser Phase die Breisgauer dominieren. Oliver Komarek und vor allem wieder Björn Schoo boten gute Leistungen. Die Gäste hatten im Heidelberger Janis Heindel ihren stärksten Spieler (Schoo 20 – 1/5 Feldwürfe – 18/20 Freiwürfe – 8 Rebounds – 7 Blocks(!), Wright 18, Komarek 18 – 8/11 Feldwürfe – 9 Re- bounds, Mendez 11 – 7 Rebounds – 3 Steals, Straight 8 – 1/4 Feldwürfe, Prasuhn 6, Baker 5 – 1/5 Feldwürfe – 4 Ballverluste, Barthel 1, Barth, Montgomery, Dietz; Freiburg: Khartchenkov 16, Heindel 12, Jost 10).

Leonard Mendez (1) führt gegen Freiburg den Ball. In der Bildmitte Danilo Barthel (11).

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Am 13.2.2011 verstarb im 87. Lebensjahr Anton Kartak, Nestor des Heidelberger Basketballs. Der gebürtige Prager, den es in den Nachkriegswirren nach Heidelberg verschlagen hatte, gründete bereits 1947 die Basketball-Abteilung des Turnerbundes Heidelberg, mit dem er 1948 sowie 1951-1953 vier deutsche Meisterschaften erringen konnte. Anschließend wirkte er beim USC als Trainer, holte 1957, 1958, 1960 und 1961 weitere Meistertitel und stand ihm danach als Vorstandsmitglied zur Verfügung, war damit für weitere vier Meisterschaften mitverantwortlich.
Beim DBB wirkte Kartak lange Jahre als Nationaltrainer, als Sportwart und zuletzt 1973 – 1984 als Präsident. Er war ohne Zweifel Wegbereiter des Heidelberger sowie des bundesdeutschen Basketballs und damit eine der pro- filiertesten deutschen Basketball-Persönlichkeiten überhaupt. Mit den goldenen Jahren des Heidelberger Basket- balls, als die Neckarstadt unangefochtene deutsche Basketball-Hauptstadt war, ist der Name Anton Kartak un- trennbar verbunden.

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Es gab nach dem Spiel gegen Freiburg eine interne Diskussion um die Besetzung der Position 1. Torsten Daume hatte hier in Übereinstimmung mit dem Management ein deutliches Defizit gesehen, da James Wright seine Rolle insbesondere als Scorer sah. Daher kam es zur Nachverpflichtung Jason Straights. Marko Simic aber legte sich gleich nach seinem ersten Spiel mit dem USC auf James Wright als Spielmacher fest. Er sah vielmehr auf der Position 2 Handlungsbedarf, wo er sich einen starken Shooter mit Dreierqualitäten wünschte. Diese Rolle fand er durch Leonard Mendez zu wenig ausgefüllt. Er hatte auch bereits einen Spieler mit diesem Profil im Blick. Daher wurde Jason Straight nach nur zwei Spieltagen wieder entlassen. Für ihn kam der weiße US-Amerikaner Jason Bohannon, der im College und zuletzt in der D-League vielversprechende Leistungen geboten hatte. Er sollte be- reits im nächsten Spiel eingesetzt werden.

Bei den Saar-Pfalz Braves unterlag der USC mit 75:78 (14:21 – 34:39 – 55:59 – 78:75). Wohl selten in den letzten Jahren waren die „Akademiker“ einem Erfolg bei diesem Gegner so nah wie in diesem Spiel. Über weite Strecken wirkten die Gastgeber wie gebremst. Die 39:34-Halbzeitführung der Gäste hätte nach den Spielanteilen wesentlich deutlicher ausfallen können. Erst zwei Dreier in der Schlussminute brachte die Braves wieder heran. Vier von Jason Jamerson eiskalt verwandelte Freiwürfe bedeuteten dann die für die Hausherren sehr glückliche Entscheidung (Ko- marek 17 – 6 Rebounds, Wright 14 – 5 Assists, Baker 13, Schoo 10 – 10 Rebounds – 8 Ballverluste, Mendez 7 – 9 Rebounds – 4 Assists, Bohannon 7, Barth 3, Montgomery 2, Prasuhn 2, Barthel, Dietz; Braves: Cramer 19, Jamer- son 13, Lowery 11, Damjanovic 10).

Jason Bohannon (12) mit ordentlichem Einstand bei den Braves, wenngleich ohne Sieg.

Bei Science City Jena holte sich der USC eine herbe 76:91-Niederlage (14:19 – 38:38 – 59:55 – 91:76). Dabei hat- ten sich die Kurpfälzer bei den zuletzt in acht Spielen sieglosen Thüringern gute Gewinnchancen ausgerechnet. Bis zur 32. Minute blieb das Spiel mit 66:62 völlig offen. Dann aber konnten die Gastgeber, die das deutlich bessere Team stellten, Zug um Zug enteilen. Melvin Hall brachte Jena mit kurz hintereinander erzielten 12 Punkten uneinhol- bar mit 80:66 (38.) in Führung. Der überragende Heidelberger Akteur war James Wright, der nur in Jason Bohannon einigermaßen Unterstützung fand. Bei Jena gefielen neben Hall noch Kepkay und Hill besonders. Bei den Gästen fiel auf, wie sehr sie ihr Heil in Fernschüssen suchten. Von 59 Würfen (23/59 – 39 %) feuerten sie nicht weniger als 32 (11/32 – 34,4 %) aus der Dreierdistanz ab. Simic begründete diesen Umstand damit, Jena habe die Räume un- ter dem Korb von Anfang an zugemacht. Doch wurde Nate Montgomery nicht, Danilo Barthel lediglich 6:36 Minuten eingesetzt. So war der USC auch beim Rebound (29:39) deutlich unterlegen (Wright 38/8 – 8/13 Dreier – 10/15 Feldwürfe – 7 Rebounds, Bohannon 16/3 – 3/5 Dreier, Mendez 8 – 0/5 Dreier – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Ko- marek 6 – 2/12 Feldwürfe – 6 Rebounds, Baker 4 – 1/5 Feldwürfe, Schoo 4, Barth, Montgomery, Prasuhn, Barthel, Dietz; Jena: Hall 27, Kepkay 21, Hill 20).

Eine bittere 81:93-Heimniederlage (17:18 – 31:37 – 59:60) erlitt der USC gegen UBC Hannover. Auch die sehr gute Leistung Björn Schoos reichte gegen seinen ehemaligen Club nicht zum Sieg, da seine Mitspieler außer James Wright und Oliver Komarek weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Björn Schoo vermisste bei einigen seiner Team- kollegen den Siegeswillen (Schoo 22 – 9/10 Feldwürfe – 11 Rebounds, Komarek 18/3, Wright 16/1 – 7/8 Feldwürfe – 4 Assists, Bohannon 9/2 – 3/11 Feldwürfe, Mendez 6, Baker 4 – 2/9 Feldwürfe – 5 Rebounds – 4 Ballverluste – 5 Assists, Barth 2, Barthel 2, Zipser 2, Montgomery, Prasuhn, Dietz).


Center Björn Schoo vermisste gegen Hannover die Unterstützung seiner Teamkollegen.

Trotz deutlich verbesserter Leistung unterlagen die USC-Korbjäger auch bei den Webmöbel Baskets Paderborn mit 87:94 (23:15 – 46:41 – 71:70 – 94:87). Nach der Aussprache zum Spiel gegen Hannover traten die Kurpfälzer mit viel Leidenschaft bei den Ostwestfalen an und konnten die Begegnung lange offen halten. Jason Bohannon war heißgelaufen und zeigte seine beste Leistung im USC-Dress, gut unterstützt vor allem durch Leonard Mendez. Die Entscheidung fiel erst kurz vor dem Ende der Partie. Martin Leshawn Samarco  brachte die Gastgeber 40 Sekun- den vor Schluss mit einem Dreier zum 87:84 in Führung. Im Gegenzug verloren die Gäste den Ball und stoppten den Fastbreak mit einem unsportlichen Foul. Simic tobte, da in seinen Augen zuvor zwei Offensiv-Fouls am USC nicht gegeben worden waren (Bohannon 30 – 11/17 Feldwürfe – 5/7 Dreier, Schoo 14 – 8 Rebounds, Wright 12, Baker 8 – 5 Rebounds, Mendez 7 – 10 Rebounds, Montgomery 5, Prasuhn 5, Komarek 4, Barth 2, Barthel, Dietz).

Mit dem 75:86 (28:15 – 46:41 – 63:60 – 86:75) in Rhöndorf verlor der USC seine fünfte Partie in Folge und geriet damit in ernste Abstiegsgefahr. Wieder konnte die Teamleistung der Kurpfälzer wenig überzeugen. In der Anfangs- phase sahen sie sich von den Gastgebern überrollt. Nach dem höchsten Rückstand (17:32/12. Minute rissen sie sich zusammen und kamen, angeführt von Oliver Komarek und Björn Schoo, bis Ende des dritten Viertels auf drei Punkte heran. Doch konnten sich die Rhöndorfer im letzten Abschnitt wieder befreien und absetzen (Komarek 22/3 – 12 Rebounds, Schoo 17 – 8/11 Feldwürfe – 5 Rebounds, Baker 11 – 9 Rebounds – 5 Ballverluste, Wright 10/2 – 0/4 Freiwürfe, Barth 4, Montgomery 4, Bohannon 3 – 1/4 Feldwürfe/Dreier, Mendez 2 – 1/4 Feldwürfe, Prasuhn 2  – 1/4 Feldwürfe, Barthel, Dietz).

Endlich wieder einen Sieg gab es für den USC mit dem 78:72 (17:18 – 26:36 – 47:49) gegen den Tabellendritten BV Chemnitz. In der ersten Halbzeit sah es allerdings nach einer klaren Niederlage gegen die Sachsen aus, die das zweite Viertel mit 18:9 für sich entscheiden konnten. Doch konnten die „Akademiker“ mit der „Vierer-Bande“ Björn Schoo, Jason Bohannon, Greg Baker und Oliver Komarek den dritten Spielabschnitt mit 21:13 für sich entscheiden. Im letzten Viertel steuerte Oliver Komarek 13 Punkte zur USC-Führung bei. Die taktischen Fouls der Gäste beant- wortete Jason Bohannon mit 8/8 von der Linie (Komarek 18/4 – 4/7 Dreier, Bohannon 17/3 – 8/8 Freiwürfe, Schoo 15 – 15 Rebounds, Baker 15 – 5 Rebounds – 4 Ballverluste – 5 Assists – 4 Steals, Wright 7 – 4 Assists, Montgo- mery 4, Barth 2, Mendez, Prasuhn, Barthel, Dietz).

Beim Mitfavoriten s.Oliver Baskets Würzburg unterlag der USC mit 73:84 (17:17 – 42:29 – 62:50 – 84:73). Konnten die „Akademiker“ das erste Viertel noch ausgeglichen gestalten, so gerieten sie im zweiten Abschnitt deutlich ins Hintertreffen. Nach einem 15-Punkte-Rückstand (33:48/23. Minute) konnten sie etwas Boden gutmachen, bevor sie im letzten Viertel die Franken mit 20 Punkten (50:70/32.) ziehen lassen mussten. In der Schlussphase konnte So- list James Wright seine persönlich Bilanz verbessern, indem er noch 20 Punkte scorte. Mit dem Endergebnis war der USC dann noch gut bedient (Wright 27/4 – 11/16 Feldwürfe – 4/7 Dreier – 4 Ballverluste, Bohannon 15/3 – 5 Rebounds – 4 Steals, Komarek 11/2 – 6 Rebounds – 4 Ballverluste, Baker 7/1 – 5 Rebounds, Schoo 6 – 5 Re- bounds, Montgomery 3, Barth 3, Mendez 1, Prasuhn, Barthel, Dietz).

Würzburgs Timothy Burnette zieht energisch an Nate Montgomery vorbei; rechts Kai Barth.

Mit einer desolaten Leistung unterlag der USC dem Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, ETB Wohnbau Bas- kets Essen, mit 73:98 (15:29 – 32:56 – 51:77). Ausgerechnet der vor Saisonbeginn vom USC verschmähte Chris Alexander führte auf Essener Seite glänzend Regie und scorte zudem hochprozentig. Bei den Kurpfälzern durften hingegen James Wright und Greg Baker ungehindert ihr Solospiel pflegen. Fast provozierend erschien den Anhän- gern, wie unkonzentriert, schier lustlos, Wright seine Freiwürfe ausführte (4/10). Der einzige Lichtblick auf Kur- pfälzer Seite war Danilo Barthel, der ein gutes Spiel zeigte. Zahlreiche Betrachter fragten sich, weshalb nicht ge- rade in diesem Spiel Nathan Montgomery (3:39), Paul Zipser (2:53) längere bzw. Sebastian Dietz und Jan-Peter Prasuhn überhaupt Spielzeiten bekamen (Wright 16 – 6/16 Feldwürfe – 4/10 Freiwürfe, Baker 16  – 5 Rebounds – 4/8 Freiwürfe, Schoo 14 – 4/14 Feldwürfe, Barth 8/1, Barthel 8/1 – 11 Rebounds, Bohannon 5/1, Komarek 3/1 – 1/5 Feldwürfe, Mendez 2, Zipser 1, Montgomery, Prasuhn, Dietz; Essen: Alexander 33/1, Esterkamp 19/2, Buljevic 18/4).

Bei den Kirchheim Knights spielte der USC wie verwandelt und siegte mit 96:90 (19:25 – 43:47 – 60:65 – 90:96). Auch ohne die verletzungsbedingt fehlenden Oliver Komarek und Jan-Peter Prasuhn zeigten die „Akademiker“ unter der Teck eine sehr gute Mannschaftsleistung und lagen nach einem anfänglichen 0:5-Rückstand ab dem 16:14 durch Danilo Barthel (7. Minute) bis zum Spielende in Führung. Auch die „Ritter“ überzeugten mit einem guten Teamplay, sechs Spieler punkteten zweistellig. Am Ende siegte jedoch verdient das starke Kurpfälzer Kollektiv Mendez/Schoo/Barth/Wright/Barthel (Schoo 20 – 9 Rebounds, Mendez 19/1 – 9/14 Feldwürfe – 1/6 Dreier – 8 Rebounds, Barth 19/3 – 3/5 Dreier – 6/6 Freiwürfe, Wright 18/2 – 6/9 Feldwürfe – 8 Assists, Bohannon 9/1, Barthel 5 – 7 Rebounds – 7 Assists, Montgomery 4, Baker 2, Dietz, Zipser).

Leonard Mendez überzeugte im Spiel bei den Kirchheim Knights.

„Ein klein wenig Traumbasketball“ (Nikolas Beck, RNZ) bot der USC im letzten Heimspiel der Saison und besiegte die Crailsheim Merlins mit 78:68 (27:21 – 41:40 – 55:52). Dabei fehlte neben den weiterhin verletzten Oliver Koma- rek und Jan-Peter Prasuhn nun auch wegen einer fiebrigen Erkrankung Kai Barth. Doch waren die Kurpfälzer von der ersten Minute an hellwach und setzten die Hohenloher mit einer knallharten Verteidigung unter Druck. Wieder dominierte der starke Björn Schoo die Bretter, bestens unterstützt vom zuletzt ebenfalls sehr überzeugenden Da- nilo Barthel. Daneben zeigten sich auch Leonard Mendez und Jason Bohannon gut aufgelegt. Weshalb Sebastian Dietz nach seinem beeindruckenden Kurzauftritt (8:50 Minuten) keine längere Einsatzzeit bekam, konnten sich viele Zuschauer nicht erklären. Dagegen spielte James Wright 40 Minuten und erreichte am Ende eine Effektivität von minus 2(!) (Schoo 24 – 8/10 Feldwürfe – 8/9 Freiwürfe – 14 Rebounds – 6 Ballverluste, Bohannon 16/4 – 4/8 Dreier, Barthel 14 – 7/10 Feldwürfe – 7 Rebounds, Wright 9/1 – 1/4 Dreier – 4/13 Feldwürfe – 6 Ballverluste, Men- dez 8/1 – 7 Rebounds – 6 Assists, Baker 4, Dietz 3).

Mit einer überzeugenden Leistung setzte sich der USC auch beim badischen Nachbarn BG Karlsruhe durch und siegte verdient mit 81:73 (23:19 – 40:45 – 67:61 – 73:81). Dabei schienen die Fächerstädter ihre Gäste in Grund und Boden spielen zu wollen, legten sie doch einen Blitzstart mit 18:1 (6. Minute) hin. Die schlimmsten Befürch- tungen der zahlreich angereisten Heidelberger schienen sich damit zu erfüllen. Doch bereits zur Viertelpause konnten die Kurpfälzer aufschließen und bis zur Halbzeit sogar in Führung gehen. Das 56:51 der Gastgeber (27. Minute) konterten die „Akademiker“ zur eigenen 61:57-Führung Ende des dritten Viertels, die sie bis zum Ende der Partie noch etwas ausbauen konnten. Überragend spielte bei Heidelberg Danilo Barthel, der nach mehreren Verlet- zungspausen gegen Saisonende sein gutes Potenzial bestätigte. Auch Leonard Mendez, James Wright, Nate Montgomery, Sebastian Dietz und Jason Bohannon trugen mit guten Leistungen zum Erfolg bei. Gerade die zuletzt kaum zum Zuge gekommenen Nate Montgomery und Sebastian Dietz fügten sich ausgezeichnet ein (Wright 19/1 – 1/7 Dreier  – 4 Ballverluste – 7 Assists, Mendez 15/1 – 1/6 Dreier  – 8 Rebounds, Bohannon 12/2, Dietz 10 – 5/7 Feldwürfe, Barthel 9 – 12 Rebounds, Schoo 6 – 8 Rebounds – 4 Ballverluste, Baker 5, Montgomery 5 – 8 Re- bounds; BG: Roessler 23/3, Thorne 18/3, Black 15/3).

Jason Bohannon stürmt am Karlsruher Jacques Jones vorbei, rechts läuft Danilo Barthel mit, dahinter folgt Leonard Mendez.

Ergebnisse des letzten Spieltages und Abschlusstabelle der Pro A in der Saison 2010/2011.

Die interne Korbjägerliste führte James Wright mit 463 Punkten (16,0/Spiel bei einer Trefferquote von 48,6 % – 55,7 % Zweier/35,9 % Dreier) an. Es folgten Björn Schoo (421 – 14,0 – 57,0 % – 57,5 %/-), Oliver Komarek (315 – 12,1 – 40,6 % – 45,3 %/30,3%), Leonard Mendez (310 – 10,3 – 45,7 % – 56,7 %/26,5 %), Greg Baker (296 – 9,9– 41,4 % – 47,6 %/25,3 %), Kai Barth (181 – 6,5 – 46,6 % – 47,5 %/43,5 %), Jason Bohannon (139 – 12,6  – 45,5 % – 51,4 % /41,9 %), Nathan Montgomery (118 – 4,2 – 60,3 % – 60,3 %/-) und Danilo Barthel (67 – 4,2 – 49,1 % – 57,1 %/18,2 %).
Die Freiwurfstatistik offenbarte: Björn Schoo (121/164 – 73,8 %), Kai Barth (75/97 – 77,3 %), Oliver Komarek (60/86 – 69,8 %), James Wright (58/93 – 62,4 %), Greg Baker (40/58 – 69,0 %), Leonard Mendez (38/66 – 57,6 %), Na- than Montgomery (24/41 – 58,5 %) und Jason Bohannon (23/27 – 85,2 %).
Rebounds griffen: Björn Schoo (250 – 66 offensiv/184 defensiv – 8,3/Spiel), Leonard Mendez (184 – 47/137 – 6,1), Greg Baker (126 – 55/71 – 4,2), Oliver Komarek (121 – 42/79 – 4,7), Nathan Montgomery (103 – 39/64 – 3,7), Da- nilo Barthel (51 – 17/34 – 3,2), James Wright (49 – 7/42 – 1,7) und Kai Barth (42 – 9/33 – 1,5).
Assists gaben: Kai Barth (99 – 3,5/Spiel), James Wright (78 – 2,7), Leonard Mendez (58 – 1,9), Greg Baker (47 – 1,6), Oliver Komarek (40 – 1,5) und Björn Schoo (38 – 1,3).
Für Steals waren zuständig: Leonard Mendez (47 – 1,6/Spiel), Greg Baker (28 – 0,9), Kai Barth (17 – 0,6), Björn Schoo (16 – 0,5) und Jason Bohannon (14 – 1,3).
Ballverluste unterliefen: Björn Schoo (75 – 2,5/Spiel), Greg Baker (73 – 2,4), James Wright (61 – 2,1), Oliver Koma- rek (51 – 2,0), Leonard Mendez (45 – 1,5), Kai Barth (37 – 1,3) und Nathan Montgomery (24 – 0,9).
Die Rangfolge der Effektivität: Björn Schoo (18,0/Spiel – 0,63/Einsatzminute), Leonard Mendez (12,9 – 0,45), Jason Bohannon (11,4 – 0,45), James Wright (10,9 – 0,36), Oliver Komarek (9,2 – 0,31), Greg Baker (8,4 – 0,35), Kai Barth (8,1 – 0,37), Nathan Montgomery (6,4 – 0,43) und Danilo Barthel (6,1 – 0,40).

Der USC erreichte nach einer stürmisch verlaufenen Saison noch den achten Tabellenplatz. Diese Platzierung war die beste des USC in der Pro A, begünstigt allerdings durch den Lizenzentzug der GiroLive Ballers Osnabrück. Gleichwohl wurde das vor Saisonbeginn vorgegebene Ziel, sich unter den ersten Fünf der Tabelle zu etablieren, verfehlt.

Eine deutliche Zäsur bedeutete der Trainerwechsel Anfang Februar 2011. Inwieweit er zu diesem Zeitpunkt sinnvoll oder gar notwendig war, wird auch heute noch unterschiedlich beurteilt. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass diese Frage bereits vor Beginn der Saison plausibel hätte gestellt werden können. Seinerzeit hatte man sich bekanntlich erstaunlich früh wieder auf Torsten Daume festgelegt. Auch hätte man die Saison, da man sich im Vor- jahr nun mal so entschieden hatte, mit ihm zu Ende führen können.

Der Wechsel zum erst 23-jährigen Marko Simic war sehr mutig. Dabei stehen dessen fachliche Fähigkeiten außer Frage. Was ihm offenbar noch fehlte, waren aber menschliche Qualitäten wie Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und Verschwiegenheit, auch unter „Reife“ zu subsummieren. Einige Spieler fühlten sich von Simic bloßgestellt und beleidigt. Interessanterweise stützte er sich gerade auf den Spieler, der dem Team mental und spielerisch nur we- nig gab, auf James Wright, der in seiner unverblümten Spielerkritik stets außen vor blieb. Erst mit Simic geriet der USC in ernste Abstiegsgefahr. Seine Gesamtbilanz (5 Siege, 7 Niederlagen) ähnelt jener seines Vorgängers (8:10). Aus den geschilderten Gründen erscheint die Nichtverlängerung des Vertrags mit Simic nachvollziehbar.

Es ist aber auch eine ganz andere Deutung der Geschehnisse möglich. Der sehr autoritäre und ungewöhnlich di- rekte Simic kann als Gegenentwurf eines Trainers zum eher nachgiebigen und geschmeidigen Daume interpretiert werden. So konnte das Intermezzo Simic nach der Ära Daume von manchen Spielern durchaus als Botschaft ver- standen werden. Sollte auch das Management seine Lektion im Hinblick auf nun anstehende Personalentscheidun- gen gelernt haben, könnte sich der Wechsel im Nachhinein doch noch als fruchtbar erweisen.

Die Zusammensetzung des Kaders wurde häufig als unausgewogen bezeichnet. Diese Einschätzung trifft offen- sichtlich zu. Auch die „Nachbesserungen“ konnten daran nichts ändern.
Die Schlüsselspieler der Saison 2010/2011 waren zweifellos Björn Schoo und James Wright.
Björn Schoo war für den USC ein wahrer Glücksgriff und wohl der wichtigste Neuzugang. Mit ihm konnte man das Problem der fehlenden Durchschlagskraft am Korb überzeugend lösen. Er war sofort der Führungsspieler und er- wies sich als ruhender Pol des Teams. Der Center war klar bester Spieler der „Akademiker“ und konnte sich auch in der Ligakonkurrenz in den Kategorien Effektivität, Rebounds und Blocks jeweils vorne platzieren. Nicht zuletzt zeigte sich Björn Schoo als ausgesprochen zuverlässig und persönlich sehr angenehm.
James Wright hingegen wirkte unzugänglich und vermied soziale Kontakte möglichst. Seinen Beitrag im Team betrachtete er weniger als Ballverteiler denn als Scorer. Entsprechend führte er die Scorerliste des USC an. Mit seinem sehr schnellen Antritt konnte er häufig an seinen Gegenspielern vorbeiziehen. Vielfach trat er indes als Alleinunterhalter auf. Zahlreiche Spiele gingen verloren, auch bzw. gerade wenn er hoch punktete. Sein Effekti- vitätswert war mit im Schnitt 10,9 (0,36 pro Minute) bescheiden und blieb z. B. hinter dem seines wesentlich jüngeren und unerfahreneren Vorgängers Lyndale Burleson (15,4 bzw. 0,43) deutlich zurück. Dabei fließt in den Effektivitätswert die Verteidigungsleistung eines Spielers bekanntlich nicht ein, und hieran haperte es bei James Wright ganz offensichtlich.
Greg Baker wurde sehr frühzeitig von der BG Karlsruhe verpflichtet. Der elegante Flügelspieler erwies sich als ballsicher und sprungstark, zeigte aber recht schwankende Leistungen. Er konnte zuweilen einen unbändigen Kampfgeist an den Tag legen, hielt sich aber wenig an taktische Vorgaben. Auch in der Verteidigung war er häufig recht nachlässig. Insgesamt konnte er die Erwartungen nicht erfüllen.
Auch Nathan Montgomery wurde frühzeitig zum USC geholt. Der athletische Center galt in seinem früheren NCAA III-College als Kämpfernatur und bestätigte diesen Ruf auch in Heidelberg. Den großen Durchbruch konnte er indes nicht erreichen. Dazu fehlte es ihm allerdings auch an Spielzeit. Bzgl. der Effektivität pro Minute erreichte er mit 0,43 einen ordentlichen Wert, immerhin den viertbesten im Team.
Leonard Mendez schien in den ersten Spielen seinen Vorgänger Jibril Hodges fast vergessen zu machen. In dieser Zeit imponierte nicht nur seine für einen „Zweier“ ganz außergewöhnliche Reboundstärke, sondern auch seine Ge- fährlichkeit aus der Dreierdistanz. Seine Dreierquote entwickelte sich aber zu am Ende bescheidenen 26,5 %, lei- der zu wenig für seine Position. Mit im Schnitt 6,1 Rebounds war er zweitbester Rebounder des Teams und lag in der Effektivität zusammen mit Jason Bohannon ebenfalls an zweiter Stelle. Leonard Mendez war wohl sehr auf das Vertrauen seines Trainers angewiesen, welches er gerade zuletzt nicht immer hatte. Er bewies gleichwohl gute basketballerische Grundlagen und war menschlich sehr angenehm.
Auch Jason Bohannon konnte in seinen vglw. wenigen Spielen beim USC als gefährlicher Distanzschütze und guter Freiwerfer überzeugen. Eine Mischung aus ihm und aus Leonard Mendez wäre der perfekte Zweier, der dann aller- dings in einer anderen Klasse spielen würde. So stellt sich die Frage, ob sich nicht beide in einem Team gut ergän- zen könnte – beim USC.
Kai Barth war Mannschaftskapitän und übernahm im ersten Saisondrittel die Rolle des Starters auf der Position des Pointguards. Nach einer gewissen Anlaufzeit (des gesamten Teams!) konnte er durchaus überzeugen. Er inter- pretierte seine Aufgabe konsequent als Ballverteiler und Passgeber, der erst nach Ausschöpfung dieser Möglichkei- ten selbst scorte. Seine Starterposition ging dann aus übergeordneten teamtaktischen Gesichtspunkten an James Wright, was Kai Spielzeit kostete. Er hat sicher noch Entwicklungspotenzial.
Jan-Peter Prasuhn wurde Ende Oktober 2010 nachverpflichtet. Viel Spielzeit war ihm nicht vergönnt. Zudem hatte er Verletzungspech und fiel während und gegen Ende der Saison aus. Wie wertvoll er für ein Team sein kann, zeig- te er im Spiel in Hannover, wo er gegen sein vorheriges Team einer der Schlüsselspieler beim USC-Sieg war.

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Die MLP BasCats sorgten in ihrer zweiten Saison in der Zweiten Damenbundesliga für Furore, indem sie sich in einem unwiderstehlichen Schlussspurt noch den dritten Tabellenplatz in der Hauptrunde und damit die Playoff-Teilnahme erkämpften.

Das überaus erfolgreiche 1. Damenteam der Saison 2010/2011.
Vorne von links nach rechts: Sara Kranzhöfer, Johanna Glutsch, Serena Benavente, Kirsten Veith, Sandra Heller, Angela Oehler, Juliane Koch
Hinten von links nach rechts: Co-Trainer Oliver Muth, Caterina Maurer, Antonia Hofmann, Danielle Clark, Katrina Stage, Elena Hofmann, Luzie Neufang, Berit Adrion, Anna Meusel, Trainer Dennis Czygan, Athletik-Trainerin Adriana Scavone

Die Zuschauer durften mitreißende Spiele erleben, in denen sie sich immer auf die unbändige Kampfkraft und aus- gezeichnete Moral der BasCats verlassen konnten. Dies galt insbesondere, als die Leistungsträgerin Serena Bena- vente monatelang verletzungsbedingt ausgefallen war. Auffallend war, wie es den USC-Damen gelang, die Lektionen aus Vorspielniederlagen zu lernen. Einige Beispiele: Nach einer knappen Heimniederlage gegen die TG Sandhau- sen triumphierten sie mit einem 10-Punkte-Sieg im Rückspiel. Einer 75:88-Niederlage bei Speyer-Schifferstadt folgte ein 85:66 im ISSW. Die peinliche Neun-Punkte-Niederlage (im OSP) gegen Theresianum Mainz machten die BasCats mit einem 93:71 in der Höhle des Löwen wett. Dabei waren Speyer-Schifferstadt und Mainz zuletzt die unmittelbaren Rivalen der USC-Damen im Kampf um einen Playoff-Platz.

Verschworene Gemeinschaft! Die BasCats bei einer Auszeit.

Die BasCats waren das einzige Team, dem in der Hauptrunde zwei Siege gegen den späteren Südmeister DJK Bamberg gelangen. Freilich gingen beide Hauptrundenspiele gegen den Lokalrivalen KuSG Leimen klar verloren. Doch auch hier zeigen die Playoff-Ergebnisse, was die USC-Damen inzwischen hinzugelernt hatten. Zudem schalteten sie im Pokal jeweils auswärts zunächst die TG Sandhausen, dann die KuSG Leimen aus. Erst dem ranghöheren Herner TC mussten sie sich schließlich knapp beugen.
Im Playoff-Halbfinale scheiterten die BasCats hauchdünn an der KuSG Leimen. Konnten die Leimenerinnen das erste Spiel gegen einen hypernervösen USC noch mit 67:53 klar für sich entscheiden, so drehten die BasCats im ISSW den Spieß um und deklassierten Leimen ihrerseits mit 66:51. Im entscheidenden dritten Spiel gelang der gastgebenden KuSG in einem „Basketball-Krimi allererster Güte“ (Michael Rappe, RNZ) ein glücklicher 84:83-Sieg. Dabei hatte sich die routiniertere Mannschaft noch einmal gegen das unbekümmerte Team durchgesetzt, welchem gleichwohl die Zukunft gehören sollte. Michael Rappes treffliches Fazit: „Das … Spiel zwischen der KuSG Leimen und den MLP BasCats USC Heidelberg gehörte sicherlich zu den spannendsten und besten Spielen der letzten Jahre. Da trafen zwei gleichwertige Teams aufeinander, die sich nichts schenkten, um jeden Ball erbittert kämpften und selbst hohe Rückstände wegsteckten. Einen Verlierer hatte dieses Playoff-Duell nicht verdient, doch einer musste am Ende gewinnen, und das war nach einer dramatischen Schlussphase die KuSG Leimen …“ (USC: Clark 36/8, Adrion 15, Veith 12/1, Benavente 8, Stage 5, Meusel 4, Heller 2, Oehler 1, A. Hofmann; KuSG: Hertel 25/1, Klett 20/2, Schaefer 17/4, Kelley 9, Wagner 7, Opel 4, Bieser 2, Schindler).

Die BasCats spielten eine großartige Saison und können mit Dennis Czygan und seinem Trainerstab stolz auf diese Leistung sein, wie auch der Verein auf seine 1. Damen stolz ist. Nicht zuletzt zeigten die BasCats, wie attraktiv und dynamisch Damen-Basketball entgegen manchen Vorurteilen sein kann. Angesichts des niedrigen Altersschnitts des Teams und der hervorragenden Nachwuchsarbeit dürfen wir uns auf die weitere Entwicklung freuen.

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Das Frauenwunder des USC komplett machte die 2. Damenmannschaft. Die BasCats II blieben in der Oberliga ungeschlagen und marschierten so in die Regionalliga durch. Damit werden im weiblichen Bereich zukünftig noch bessere Möglichkeiten der Nachwuchsförderung bestehen.

Ungeschlagener Oberliga-Meister und Aufsteiger in die Regionalliga: Das Team MLP BasCats USC Heidelberg II.

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Abgerundet wurden die USC-Erfolgsmeldungen durch die sensationelle Meisterschaft der 2. Herrenmannschaft in der 2. Regionalliga Südwest/Süd. Als vorjähriger Aufsteiger aus der Oberliga hatte USC II keineswegs zum Favori- tenkreis gezählt. Doch wuchs mit der Zahl der Siege auch das Selbstvertrauen des Teams. Auffallend häufig fand es nach z. T. klarem Rückstand mit einem Lauf in das Spiel zurück und dominierte schließlich den Gegner, was für Nervenstärke, Routine, Kampfmoral und Ausdauer spricht. So war es auch bei den beiden Schlüsselspielen gegen den Favoriten SV Fellbach. Im gleichermaßen hochklassigen wie spannenden Vorrunden-Heimspiel sicherte sich der USC in den letzten Sekunden mit 90:88 den Sieg. Am 9.5.2011 kam es dann in Fellbach zum Showdown der beiden Konkurrenten, da Meisterschaft und Aufstieg an den Sieger gehen würden. Matthias Lautenschläger hatte einen Fanbus organisiert, so dass eine ungewohnt große und lautstarke Anhängerschar die „Zweite“ des USC bei den Schwaben unterstützte. Obwohl Fellbach noch im Schlussviertel mit acht Punkten führte, konnte es den wie gewohnt einsetzenden Lauf der Gäste nicht aufhalten, die schließlich mit 96:79 triumphierten. Der gerade 17-jähri- ge Paul Zipser lieferte ein ganz großes Spiel und steuerte nicht weniger als 35 Punkte zum Sieg bei. Mit nur einer Niederlage (gegen USC Freiburg II) wurde der USC Heidelberg II Meister der 2. RL Südwest/Süd und stieg damit in die 1. Regionalliga Südwest auf. Ähnlich wie bei den Damen werden sich damit neue Möglichkeiten der Nach- wuchsförderung auftun.


Der frischgebackene Meister der 2. RL Südwest/Süd freut sich in Fellbach über den Aufstieg.