Nur eine Woche nach dem Sieg nach Verlängerung musste die U19 des USC Heidelberg in der NBBL B, Gruppe Süd, zum Rückspiel gegen DJK SB München in die bayerische Landeshauptstadt. Aufgrund vieler Ausfälle war Heidelberg diesmal chancenlos und verlor klar mit 65:88.
Mit einem stark dezimierten Kader reiste die NBBL-Mannschaft des USC Heidelberg am 21. Dezember 2025 nach München. Ohne Kapitän Oliver Rouimyate, Noah Koch sowie weitere verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle wartete mit dem DJK Sportbund München eine schwierige Auswärtsaufgabe – am Ende mussten sich die Jungs vom Neckar mit 65:88 geschlagen geben.
Trotz der schwierigen Ausgangslage startete der USC engagiert in die Partie. Gegen die frühe Zonenverteidigung der Gastgeber erspielten sich die Heidelberger im ersten Viertel gute Wurfmöglichkeiten. Das Wurfglück war jedoch nicht auf Seiten der Gäste: offene Würfe blieben ungenutzt, während Ballverluste den Münchenern einfache Punkte ermöglichten. So setzte sich der DJK Sportbund bis zum Viertelende auf 25:16 ab.
Im zweiten Viertel verloren die Heidelberger zunehmend den Rhythmus. Ballverluste störten den Spielfluss erheblich und spielten den Gastgebern weiter in die Karten. München nutzte dies konsequent, traf nun auch schwierige Würfe und ließ sich von den lautstarken Fans in eigener Halle tragen. Ein folgenschwerer 15:0-Lauf sorgte für klare Verhältnisse, zur Halbzeit lag der USC bereits mit 27:47 zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel gaben sich die Jungs vom Neckar nicht auf. In der zweiten Halbzeit wurde weiter intensiv gekämpft, defensiv arbeitete das Team geschlossen. Offensiv blieben jedoch die Probleme bestehen: Die Würfe wollten weiterhin nicht fallen, zudem hemmten erneute Ballverluste den Spielfluss und verhinderten eine mögliche Aufholjagd.
Kurzzeitig brachte eine Umstellung der Münchener auf Mann-Mann-Verteidigung neue Impulse. Diese Phase nutzte der USC konsequent aus und kam zu erfolgreichen Abschlüssen. Nach einer Auszeit reagierten die Gastgeber jedoch sofort und kehrten zur Zonenverteidigung zurück – ein Mittel, mit dem Heidelberg an diesem Nachmittag nicht gut genug zurechtkam.
Der dritte Abschnitt verlief insgesamt ausgeglichener, ohne dass der Rückstand entscheidend verkürzt werden konnte. Im Schlussviertel setzte DJK München erneut Akzente, spielte seine körperlichen und personellen Vorteile aus und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Am Ende stand eine 65:88-Niederlage für den USC Heidelberg.
Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte das Team Moral und Kampfgeist unter schwierigen Voraussetzungen. Nun gilt es, die positiven Phasen mitzunehmen und mit hoffentlich breiterem Kader im neuen Jahr wieder anzugreifen.
USC: Lippe 12/1, Nerlinger 12, Sigmund 11/1, Daleiden-Guillen 10/1, Golly 7/1, Grau Rodriguez 5/1, Holt 4, Fall 4, Ogigai, Deglovic, Flöthmann.
Michael Rappe
Beitragsbild: Diesmal konnte Headcoach Lennart Stechmann sein Team nicht zum Sieg coachen. Foto: Lukas Adler