USC BasCats: Arbeitssieg gegen Freiburg  

2 Feb. 2026

Die USC BasCats Heidelberg kehrten am 14. Spieltag der 2. DBBL Süd in die Erfolgsspur zurück. Im Duell zweier Playoff-Kandidaten siegten die BasCats verdient mit 69:54 gegen die Eisvögel Freiburg II. Sie rückten damit wieder auf den zweiten Platz vor, da Jena gegen Würzburg nach Verlängerung gewann. Zudem verlor Spitzenreiter Bad Homburg überraschend in Bamberg.

Es war alles andere als eine gute Partie, dafür fehlten auf beiden Seiten zu viele Spielerinnen. Sowohl die BasCats als auch Freiburg traten lediglich zu acht an. Bei den Gastgeberinnen fehlten Melanie Hoyt, Laurie Irthum, Lotta Simon, Antonia Laabs, Carla Koch, Greta Metz, Greta Gomann und Melina Karavassilis. Antonia Schüle musste erneut als Centerin einspringen. Anna-Lisa Wuckel feierte ihr Comeback, nachdem sie sich in Jena den Zeh gebrochen hatte.

Anna-Lisa Wuckel feierte ein gutes Comeback. Foto: Andreas Gieser

Zu Beginn konnte Freiburg, das ohne die Ex-Heidelbergerin Sanata-Lea Ouedraogo spielte, gut mithalten. Vor allem dank Stephanie Wagner, die viele Freiwürfe verwandelte. Nach acht Minuten lagen die Eisvögel letztmals vorne und nach dem 18:18-Gleichstand zogen die BasCats zu Beginn des zweiten Viertels durch einen 10:0-Lauf davon und gaben diese Führung auch nicht mehr ab. Sie steigerten sich defensiv, mit 22:8 war das zweite Viertel eine klare Sache. Freiburg hatte zwar Größenvorteile, nutzte diese aber nicht immer aus.

Im dritten Viertel trumpfte vor allem Jayla Oden auf, Anna-Lisa Wuckel beendete diesen Spielabschnitt mit einem „Buzzerbeater“, ein sehenswerter Dreier ohne Ringberührung.

Im letzten Viertel ließen die BasCats deutlich nach und Freiburg konnte vor allem durch Karla Busch Ergebniskosmetik betreiben. Wuckel erzielte mit ihrem zweiten Dreier die letzten Heidelberger Punkte. Beide Teams warfen nicht gut, von 153 Würfen aus dem Feld waren nur 46 drin. Auch die Freiwurfquoten waren schwach.

Leni Schramm-Bünning ist diese Woche beim U16-U18-Lehrgang des DBB in Kienbaum. Foto: Andreas Gieser

Für die BasCats geht es am kommenden Samstag zum MTV Stuttgart, wo sie noch eine Rechnung offen haben. Gegen den MTV kassierten sie die einzige Heimniederlage. Für Leni Schramm-Bünning und Co-Trainerin Helena Eckerle ging es am Sonntagmorgen zu einem U16-U18-Lehrgang der Nationalmannschaft in Kienbaum. Eckerle ist seit kurzem Assistenztrainerin beim DBB-Nachwuchs. Carla Koch musste diesen Lehrgang wegen Verletzung absagen. Von den Basket Girls Rhein-Neckar ist Leonie Pfanzelt dabei.

Michael Rappe

Stenogramm: 5:7 (3.), 15:16 (8.), 18:18 (10.), 28:18 (14.), 40:26 (Halbzeit), 46:35 (25.), 60:39 (30.), 64:47 (35.), 69:54 (Endstand).

USC BasCats: Moten 17/1, Oden 16/2, Fairley 10, Schüle 7, Wuckel 6/2, Zipser 6, Wroblewski 4, Schramm-Bünning 3.

Eisvögel Freiburg II: Wagner 12, Leiner 10/1, Askamp 10, Busch 10,, Gierlich 5/1, Eich 4, K. Paradzik 3, Mbah.        

Rebounds (BasCats/Freiburg): 46:45 (Moten 9, Team 8, Schüle 6 – Gierlich 12, Busch 11, Askamp 7)

Dreier: 21:13% (6/28:2/15)

Freiwurfquote: 50:72%

Assists: 11:9 (Moten 4, Wroblewski 4 – Wagner 3)

Steals: 14:5 (Fairley 4 – Askamp 2)

Michael Rappe

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer René Spandauw: „Es war kein gutes Spiel, aber ein verdienter Kampfsieg aufgrund der größeren individuellen Qualitäten. Man merkt einfach, dass wir seit Dezember kein einziges Training Fünf gegen Fünf hatten. Aber unsere Wurfauswahl ist auch zu schlecht.“

Leni Schramm-Bünning: „Es war unser  Ziel, über die Defense ins Spiel zu kommen. Wir haben leider zu viele Dreier geworfen. So viele Verletzte in einer Saison habe ich echt noch nie erlebt. Ich freue mich, dass ich hier bin, es ist voll cool hier. Wir haben viel Spaß im Training, René ist einer der besten Trainer, die ich hatte. Ich habe schon sehr viel gelernt von ihm. Die 1. Bundesliga ist auf jeden Fall ein Ziel von mir.“

Anna-Lisa Wuckel: „Wir wollten viele Würfe machen, aber unsere Wurfauswahl war nicht gut. Ich war froh, nach meinem Zehbruch wieder spielen zu können. Die medizinische und physiotherapeutische Behandlung war super. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hätte so gerne gegen Alba Berlin gespielt, um mich mal gegen Erstligaspielerinnen zu messen. Ich hoffe, dass sich nicht noch mehr verletzen. Wir machen zwar das Beste daraus, aber wann können wir endlich mal wieder Fünf gegen Fünf trainieren? In den nächsten Spielen in Stuttgart und gegen Würzburg müssen wir alles zeigen. Ich traue uns den Aufstieg zu, denn wir haben tolle Fans und ein starkes Umfeld. Von Kelly Moten kann ich ganz viel lernen, sie spricht viel, das ist richtig cool.“

Michael Rappe

Ergebnisse

Tabelle

Beitragsbild: Kelly Moten – hier überspringt sie Frederike Askamp – war gegen Freiburg die beste Werferin. Foto: Andreas Gieser