Am letzten Spieltag der U16-Junioren-Bundesliga (JBBL, Relegationsgruppe 3) musste sich der USC Heidelberg beim Tabellenführer Team Frankfurt mit 72:86 (23:28, 35:47, 53:70) geschlagen geben. In der Basketball City Mainhattan hielt das Team phasenweise gut mit, konnte die starke Starting Five der Gastgeber jedoch über weite Strecken nicht kontrollieren.
Die Ausgangslage vor Spielbeginn war klar: Kurz zuvor hatte Trier gegen Gießen verloren, sodass sich für den USC mit einem Auswärtssieg noch die Möglichkeit ergeben hätte, in der Tabelle auf Platz sechs vorzurücken. Entsprechend motiviert startete Heidelberg in die Partie und zeigte besonders im ersten Viertel die nötige Intensität, um gegen den Spitzenreiter dagegenzuhalten. Nach zehn Minuten lag man mit 23:28 in Schlagdistanz.
Frankfurt nutzte jedoch seine individuelle Qualität und vor allem sein starkes Ballmovement, um sich Schritt für Schritt abzusetzen. Immer wieder fand der Tabellenführer den freien Mann und traf hochprozentig von außen. Insgesamt verwandelten die Gastgeber elf Dreipunktewürfe bei 37 Prozent Trefferquote. Zur Halbzeit lag Heidelberg 35:47 zurück.
Auch im dritten Viertel zeigte sich ein ähnliches Bild. Der USC stemmte sich mit Einsatz und Phasen guter Verteidigung gegen die drohende Vorentscheidung, doch gegen die physische und eingespielte Starting Five der Frankfurter fehlte die letzte Kontrolle über das Spiel. Hinzu kam die Verletzung von Peace Osazee, der in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt werden konnte. Der Ausfall schwächte die Rotation zusätzlich und nahm dem Team weitere Durchschlagskraft unter dem Korb.
Trotzdem gab sich Heidelberg nicht auf. In einzelnen Sequenzen konnte man das Tempo mitgehen und offensiv Akzente setzen. Insgesamt fehlte jedoch über die gesamte Spielzeit hinweg die letzte Konsequenz im Abschluss und die nötige Stabilität, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Am Ende stand eine 72:86-Niederlage gegen den verdienten Tabellenführer.
Mit einer Bilanz von vier Siegen und zehn Niederlagen beendet der USC Heidelberg die Relegationsgruppe drei auf Platz sieben. Nun richtet sich der Fokus auf die anstehende Best-of-Three-Serie in der Playdown-Runde Süd gegen die Bamberg Baskets. Dort will das Team erneut angreifen und die Serie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung für sich entscheiden. Bei einer Niederlage gäbe es eine weitere Runde, bei einem Gesamtverlust dort müsste sich der USC im Sommer neu für die JBBL qualifizieren.
USC: Moukagny 12/2, B. Fischer 12/1, Osazee 10/2, Gojak 7/1, Herzenstiel 7/1, Agena 5, Zimmermann 4, Starke 4, Grau Rodriguez 4, Havasi 3, Janik 2, Ernst 2.
Michael Rappe
Beitragsbild: Kephren Moukagny verwandelte in Frankfurt zwei Distanzwürfe und war mit zwölf Punkten gemeinsam mit Ben Fischer bester USC-Werfer. Foto: Lukas Adler (@ladler_photography)