Mit 73:62 im Derby bei der SG Mannheim gelang dem USC Heidelberg II in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der vierte Sieg in Folge. Zwar ist der Klassenerhalt noch nicht ganz sicher, aber der Sprung auf Platz sechs ist erst einmal beruhigend.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte sich der USC II Schritt für Schritt absetzen, vor allem durch defensive Stabilität und disziplinierte Positionierung. Zur Halbzeit führten die Heidelberger mit 35:24 und konnten ihren Vorsprung im dritten Viertel weiter ausbauen. Mit guter defensiver Organisation konnten sie Mannheim auch in Phasen mit schwächerer offensiver Produktion auf Abstand halten.
Dennoch fehlte dem Spiel insgesamt die Intensität und Schärfe, die laut Trainer Stephan Gagic notwendig ist, um sich weiter zu entwickeln. Spiele, in denen die Mannschaft als klarer Favorit antritt, erfordern dieselbe Konzentration und Ernsthaftigkeit wie jede andere Partie. Der Ansatz in solchen Situationen muss besser werden, denn kleine Konzentrationsfehler können den Verlauf eines Spiels schnell verändern.
USC II: Gentischer 21/3, Vengert 17/1, Golly 12/2, Chatzidamianidis 8, Edmundson 6, Scheck 4, Daleiden-Guillen 3, Jones 2, Agoussi, Kant, Thomas.
Trainer Stefan Gagic: „Auch wenn das Endergebnis einen kontrollierten Sieg widerspiegelt, war das Niveau und die Intensität des Spiels insgesamt nicht auf dem Level, das wir von uns erwarten. Über weite Strecken der Partie hatten wir Schwierigkeiten, einen konstanten offensiven Rhythmus zu finden. Unser Spiel im Halbfeld hatte zu wenig Fluss, und wir konnten das Tempo, das normalerweise unser Spiel prägt, nicht wirklich etablieren. Trotzdem ist es uns gelungen, den Spielstand über den Großteil der Begegnung zu kontrollieren und in allen vier Vierteln eine stabile Führung zu halten. Der vierte Sieg in Folge ist ein wichtiger Schritt für die Mannschaft.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Josiah Gentischer glänzte beim Derby-Sieg in Mannheim mit 21 Punkten. Foto: Stephan Weindl