Die U16 des USC Heidelberg hat das erste Spiel der zweiten Playdown-Runde gegen die Orange Academy aus Ulm mit 67:51 gewonnen und ist in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung gegangen. Mit einem Sieg im zweiten Duell am Freitag, 17. April, in Ulm kann der Klassenerhalt in der JBBL perfekt gemacht werden. Bei einer Niederlage gäbe es ein drittes Spiel am Sonntag um 11 Uhr in Heidelberg (ISSW alt).
Der Start in die Partie verlief vielversprechend: Heidelberg eröffnete das Spiel direkt mit zwei erfolgreichen Dreiern und ging schnell mit 6:0 in Führung. Auch in der Folge blieb die Trefferquote von außen hoch. Nach sieben Minuten stand es 15:9, vor allem dank sicherer Würfe jenseits der Dreierlinie. Das erste Viertel endete dennoch knapp mit 16:17.
Ein überragender Ben Fischer prägte die Anfangsphase: Bereits im ersten Viertel erzielte er neun Punkte bei perfekten 3/3 von der Dreierlinie. Insgesamt traf Heidelberg im ersten Abschnitt starke fünf von neun Dreiern. Es konnten allerdings keine Punkte unter dem Korb erzielt werden.
Im zweiten Viertel blieb das Spiel ausgeglichen. Wie erwartet, konnte die hohe Trefferquote nicht über die gesamte Partie gehalten werden, doch der USC fand nun vermehrt Wege zum Korb und punktete erstmals konsequent in der Zone. Besonders auffällig: die Dominanz bei den zweiten Chancen. Mit 12:2 Second-Chance-Points in der ersten Halbzeit erarbeitete sich Heidelberg wichtige Vorteile. Doch Orange Academy kam zu oft mit guten Passspiel zu einfachen Punkten. Zur Pause stand es knapp 34:33.
Spielszene aus der ersten Partie gegen Ulm. Foto: USC
Trotz des engen Spielstands hatte man das Gefühl, dass beim USC noch mehr möglich war – vor allem in Sachen Intensität und Verteidigung. Genau hier legte das Team in der zweiten Halbzeit deutlich zu. Nach der Pause präsentierte sich Heidelberg defensiv deutlich stabiler und mit mehr Energie. Das dritte Viertel ging mit 15:9 an den USC, im Schlussabschnitt ließ das Team dann nichts mehr anbrennen (18:9). Am Ende stand ein verdienter 67:51-Erfolg.
Die Schlüssel zum Sieg war auf jeden Fall die Leistungssteigerung und starke zweite Halbzeit mit deutlich verbesserter Defense. Auch die Dominanz am offensiven Brett war ein wichtiger Faktor (24 Offensivrebounds).
Top-Performer des Spiels war Ben Fischer mit 27 Punkten (10/19 Feldwürfe). Mit dem Heimsieg hat sich der USC Heidelberg eine hervorragende Ausgangsposition erspielt. Dennoch ist klar: Die Serie ist noch nicht entschieden. Zudem fehlte bei Ulm einer der Leistungsträger krankheitsbedingt.
Bereits am Freitag (17.04.) geht es auswärts in Ulm weiter. Spielbeginn ist um 19 Uhr. Mit einem weiteren Sieg kann die JBBL aus Heidelberg den Klassenerhalt perfekt machen – dafür wird jedoch erneut eine Leistungssteigerung notwendig sein.
Michael Rappe
USC: Fischer 27/3, Osazee 9/1, Gojak 8/2, Herzenstiel 8, Starke 6/1, Agena 3/1, Havasi 2, Moukagny 2, Kohn 2, Grau Rodriguez, Janik, Zimmermann.
Ergebnisse Playdowns
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Beitragsbild: Ben Fischer zeigte gegen Ulm eine tolle Vorstellung und steuerte 27 Punkte bei. Foto: Lukas Adler