Der erste Sieg ist da! Überraschend deutlich gewannen die USC BasCats am zweiten Spieltag der 2. DBBL Süd mit 86:49 bei den Baskets Jena. Es war eine deutliche Steigerung gegenüber der Auftaktniederlage in München. Allerdings präsentierte sich Jena auch überaus schwach und hat mit diesem Kader, trotz einer Jada Smith, wohl keine Chance oben mitzuspielen.
Die BasCats mussten weiterhin auf Michala Würzner verzichten, sonst standen außer den Langzeitverletzten alle Spielerinnen zur Verfügung. Der Start war optimal, denn nach zwölf Minuten führten die Heidelbergerinnen sage und schreibe mit 12:0. Kyara Letlow war gleich „on fire“, Marissa Pangalos traf einen Dreier – es lief richtig rund. Jena zeigte unter dem Korb gewaltige Schwächen, doch sie hatten Jada Smith. Die Amerikanerin hatten ihren ersten Einsatz und traf nach Belieben. Zum einen, weil sie einfach eine herausragende Werferin ist, zum anderen weil die BasCats ihr zu viel Platz ließen. So hatte sie zur Halbzeit bereits 20 Punkte auf dem Konto, bei Letlow waren es 17 Punkte.
Kyara Letlow glänzte mit 30 Punkten. Foto: Andreas Gieser
Das dritte Viertel war eine Demonstration der BasCats. Wenn Letlow nicht auf dem Feld war, sprang Greta Metz in die Bresche und überzeugte voll. Die U18-Nationalspielerin erzielte 13 Punkte und acht Rebounds. Immer wieder schafften es die BasCats, Letlow oder Metz unter dem Korb freizuspielen. Dabei glänzte vor allem Marissa Pangalos mit zwölf Assists. Sie wurde immer wieder hart angegangen, biss sich aber durch. Mit drei Distanztreffern in kurzer Zeit schraubten die Gäste die Führung zur letzten Viertelpause auf 30 Punkte. Dabei ließen sie Smith keinen einzigen Punkt.
Im vierten Viertel erzielte Kyara Letlow acht Punkte in Folge, und nachdem sie gegen München noch von der Freiwurflinie leicht geschwächelt hatte, war ihre Bilanz dort diesmal optimal (8/8). Den Schlusspunkt setzte Leni Schramm-Bünning. Ein überzeugender Sieg der BasCats, der nicht überbewertet werden darf, aber auf jeden Fall Mut macht.
Am kommenden Samstag (17 Uhr) geht es in der zweiten Runde des DBBL-Pokals zum ASC Theresianum Mainz. Am 17. Oktober kommen die zweimal siegreichen Eisvögel Freiburg II nach Heidelberg.
Stenogramm: 0:12 (4.), 13:21 (10.), 20:24 (12.), 20:32 (16.), 31:41 (Halbzeit), 33:50 (24.), 35:62 (27), 41:71 (30.), 47:71 (34.), 47:79 (36.), 49:86 (Endstand).
Jena: Smith 25/4, Heck 8, Bierina 7, Zimmermann 5, Hoppe 4/1, Rosanke, Biwersi, Nwaobi, Thiele, Schwarz.
BasCats: Letlow 30, Metz 13, Pangalos 11/2, Blasen 8/2, Schüle 6, Wuckel 6, Schramm-Bünning 5/1, Skrjelj 4, Maitra 3/1, Wroblewski.
Rebounds: 35:52 (Heck 11, Bierina 7, Biwersi 6, Team 6 – Letlow 10, Team 9, Metz 8.
Dreier: 23:24% (5/22:6/25)
Freiwurfquote: 36:56%
Assists: 7:27 (Smith 3 – Pangalos 12)
Steals: 12:7 (Heck 5 – Schüle 3)
Turnover: 19:21
Stimmen zum Spiel:
Cheftrainer Niko Kuusi: „Unsere Energie war heute viel besser als gegen München. Wir haben vor allem defensiv einen guten Job gemacht und nur 49 Punkte kassiert. In der ersten Halbzeit konnte Jada Smith ein paar Punkte viel zu einfach kassieren, das war in der zweiten Halbzeit viel besser, denn da hat sie nur noch fünf Punkte gemacht. Das dritte Viertel war sehr gut, nach einigen Anpassungen haben wir schöne Angriffe gespielt und gut getroffen. Wir hatten, anders als im ersten Spiel, eine gute Rotation diesmal.“
Greta Metz: „Heute war ich wirklich zufrieden mit meiner Präsenz unterm Korb, dadurch konnte ich offensiv ein paar Punkte erziehen und hatte sogar noch ein paar Chancen an der Freiwurflinie. Leider habe ich viele Punkte bei den Freiwürfen verschenkt, denn drei von acht sind definitiv nicht auf dem Niveau, das ich von mir erwarte. Diese vielen Korbchancen haben auch nur so gut funktioniert, weil ich durch unser gutes Zusammenspiel viele gute Pässe nach innen bekommen habe und das Team insgesamt viele tolle Inside-Situationen kreieren konnte. Von Kiyara kann ich auf jeden Fall noch viel lernen, vor allem ihre Physis unterm Korb beeindruckt mich, aber auch ihre Post moves und wie sie ihren Körper für Rebounds einsetzt. Sie weiß, wann sie selbst abschließen sollte und wann ein Wurf von außen angebracht ist. Das sind Dinge, die ich mir definitiv anschauen möchte, um mein eigenes Spiel weiterzuentwickeln.“
Emma Blasen: „Meine acht Punkte heute waren vor allem das Ergebnis unseres guten Zusammenspiels. Meine Mitspieler haben mich in den richtigen Momenten gefunden, wir hatten ein gutes Ballmovement und heute sind die Würfe einfach gefallen. Meine Rolle im Team sehe ich darin, von der Bank viel Energie ins Spiel zu bringen, defensiv hart zu arbeiten und meine Würfe zu nehmen, wenn ich frei bin.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Greta Metz (hier im Spiel gegen München) zeigte mit 13 Punkten und acht Rebounds ein starkes Spiel. Foto: Andreas Gieser