Die Siegchancen erscheinen eher gering, wenn der USC Heidelberg in der Relegationsrunde der U16-Junioren-Bundesliga (JBBL) am Sonntag zum letzten Spieltag antritt. Um 15 Uhr beginnt die Partie bei Tabellenführer Team Frankfurt. Trotz der klaren Rollenverteilung gilt es für die USC-Jungs, die bestmögliche Platzierung in der Endtabelle herauszuholen. Sie würde das Heimrecht in der dann folgenden Playdown-Runde gegen die Vertreter der Relegationsgruppe vier bedeuten. Gespielt wird dann im Modus „Best of Three“.
Frankfurt führt die Tabelle nach 13 Spielen mit einer Bilanz von zwölf Siegen und nur einer Niederlage souverän an. Der Spitzenreiter ist zudem die offensivstärkste Mannschaft der Gruppe und kommt im Schnitt auf über 91 Punkte pro Spiel. Gleichzeitig kassiert Frankfurt rund 70 Zähler pro Partie und überzeugt damit auch defensiv.
Der USC Heidelberg reist als Tabellensiebter nach Frankfurt und steht bei vier Siegen und neun Niederlagen. Viele Spiele waren eng, am Ende haben oft Kleinigkeiten entschieden. Trotz der aktuellen Platzierung ist die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag spannend: Die Plätze fünf bis sieben liegen eng beieinander. Die Young Lions Wuppertal, die Young Gladiators Trier und der USC Heidelberg weisen allesamt vier Siege auf. Mit einem Erfolg in Frankfurt könnte sich Heidelberg also noch verbessern.
Gerade deshalb ist die Partie trotz des starken Gegners enorm wichtig. Die Platzierung entscheidet über das Heimrecht in der anschließenden Best-of-Three-Serie. Ein besserer Tabellenplatz würde bedeuten, im entscheidenden dritten Spiel vor heimischem Publikum antreten zu können – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Für den USC wird es darauf ankommen, defensiv diszipliniert zu agieren und das hohe Tempo der Frankfurter zu kontrollieren. Gegen die beste Offensive der Liga sind Konzentration im Eins-gegen-eins, konsequentes Ausboxen und eine reduzierte Anzahl an Ballverlusten entscheidend. Offensiv braucht es Geduld, gute Wurfauswahl und mannschaftliches Zusammenspiel, um die Frankfurter Defense zu fordern.
Auch wenn Frankfurt als Spitzenreiter in die Partie geht, hat der USC nichts zu verlieren. Mit einer geschlossenen Teamleistung, hoher Intensität und dem klaren Ziel vor Augen, sich eine bestmögliche Ausgangsposition für die Playdown-Serie zu sichern, will Heidelberg zum Abschluss der Relegationsrunde noch einmal ein Ausrufezeichen setzen.
Michael Rappe
Beitragsbild: Cheftrainerin Camilla Grönberg stellt ihr Team auf die letzte Aufgabe in der Relegation ein. Foto: Lukas Adler