Im vorletzten Spiel der Abstiegsrelegation musste sich die U16 des USC Heidelberg bei der BBA Hagen deutlich mit 75:99 geschlagen geben. Nach einer in der Offensive ordentlichen ersten Halbzeit konnte das Team dem offensivstarken Gastgeber vor allem defensiv nicht konstant genug Paroli bieten.
Hagen startete mit viel Tempo und hoher Effizienz in die Partie. Bereits im ersten Viertel wurde deutlich, dass die Hausherren ihren Rhythmus gefunden hatten. Mit 26:19 ging das erste Viertel an BBA, im zweiten Abschnitt blieb Heidelberg offensiv zwar im Spiel, defensiv bekam man jedoch das starke Passspiel der Hagener kaum in den Griff. Immer wieder wurde der Ball schnell bewegt, offene Würfe gut herausgespielt und auch schwierige Würfe – teilweise weit hinter der Dreierlinie – hochprozentig getroffen. Zur Pause lag der USC mit 38:56 zurück.
Statistisch spiegelte sich die Überlegenheit Hagens klar wider. Die Gastgeber trafen starke 51 Prozent aus dem Feld, 50 Prozent ihrer Dreier und über 70 Prozent von der Freiwurflinie. Besonders beeindruckend waren die 24 Assists, die das mannschaftliche und geduldige Offensivspiel unterstreichen. Auch von der Bank kam deutlich mehr Produktion als auf Heidelberger Seite. Heidelberg kam insgesamt auf 40 Prozent Feldwurfquote, traf nur 25 Prozent von außen und ließ mit 46 Prozent von der Freiwurflinie zusätzlich wichtige Punkte liegen.
Im dritten Viertel wuchs der Rückstand weiter an, weil Hagen weiterhin konstant scorte und Heidelberg in der Verteidigung keinen Zugriff fand. Vor dem Schlussabschnitt lag der USC mit 49:82 zurück. Positiv war jedoch die Reaktion im letzten Viertel. Der USC erhöhte das Tempo, spielte aggressiver nach vorne und gewann das Viertel mit 26:17. In dieser Phase wurde deutlich, dass man mit mehr Geschwindigkeit und Entschlossenheit durchaus Akzente setzen kann.
Erfreulich war zudem das JBBL-Debüt von Luke Fischer, der in seinem ersten Einsatz fünf Punkte erzielte und sich gut in die Mannschaft einfügte. Beste Heidelberger Punktesammler waren Ben Fischer und Peace Osazee mit jeweils 15 Punkten, zudem punkteten mehrere Spieler zweistellig, was die grundsätzlich vorhandene offensive Qualität unterstreicht. Insgesamt sammelte der USC 45 Rebounds, hatte jedoch 21 Ballverluste und konnte die 18 Steals der Hagener nicht kompensieren.
In der Tabelle festigt Hagen mit nun acht Siegen aus 13 Spielen den dritten Platz hinter Team Frankfurt und ART Giants Düsseldorf. Heidelberg steht nach ebenfalls 13 absolvierten Spielen mit vier Siegen weiterhin im unteren Tabellenbereich. Young Lions Wuppertal und Young Gladiators Trier liegen punktgleich in Schlagdistanz, sodass der kommende Spieltag im Kampf um eine bessere Platzierung entscheidend wird.
USC: B. Fischer 15/2, Osazee 15/1, Herzenstiel 12/1, Starke 11/1, Janik 6, L. Fischer 5/1, Moukagny 5, Agena 4, Kohn 2.
Michael Rappe
Beitragsbild: Peace Osazee markierte in Hagen 15 Punkte. Foto: Lukas Adler (@ladler_photography)