NBBL: Niederlage per „Buzzerbeater“

28 Jan. 2026

Was für ein Pech für die U19 des USC Heidelberg im ersten Abstiegsrundenspiel der NBBL B. In der Südgruppe verlor das Team von  Headcoach Lennart Stechmann durch einen „Buzzerbeater“ bei der Niners Chemnitz Academy mit 85:86 (18:16, 38:40, 62:56).

Die NBBL-Mannschaft des USC Heidelberg ist mit einer insgesamt sehr starken Vorstellung in die Abstiegsrunde Süd gestartet, musste sich jedoch am Ende denkbar unglücklich bei den Niners Chemnitz Academy mit 85:86 geschlagen geben. In einem intensiven, hochklassigen und bis zur letzten Sekunde offenen Spiel fehlten den Jungs vom Neckar am Ende wenige Details zum verdienten Auswärtssieg.

Von Beginn an setzte das Team die taktischen Vorgaben von Headcoach Lennart Stechmann sehr konsequent um. Heidelberg attackierte die Chemnitzer Verteidigung immer wieder gezielt, bewegte den Ball gut und fand offensiv viele gute Abschlüsse. Gleichzeitig zeigte der USC über weite Strecken eine hohe defensive Intensität und ließ die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen.

Besonders hervorzuheben ist Kapitän Oliver Rouimyate, der ein überragendes Spiel ablieferte. Offensiv überzeugte er mit einem grandiosen Auftritt, traf hochprozentig und teilweise spektakulär aus der Distanz und übernahm immer wieder Verantwortung in wichtigen Phasen. Gleichzeitig zeigte er – wie man es von ihm kennt – enormen Einsatz in der Defense und ging mit gutem Beispiel voran.

Ebenfalls stark präsentierte sich Miquel Grau Rodriguez, der den Gameplan sehr diszipliniert umsetzte. Er traf seine Würfe von außen zuverlässig, setzte immer wieder gute Drives zum Korb und gab dem Heidelberger Spiel viel Struktur und Tempo. Ein entscheidender Faktor aus Heidelberger Sicht war zudem der gewonnene Rebound-Kampf – und das trotz zahlreicher Ausfälle und klarer körperlicher Nachteile am Brett. Mit großem Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit hielt der USC dagegen. Besonders Mike Pindur zeigte unermüdlichen Kampfgeist unter den Körben, während in der zweiten Halbzeit auch Marlon Lippe mit vollem Einsatz wichtige Rebounds sicherte und physisch dagegenhielt.

Marlon Lippe holte wichtige Rebounds. Foto: Lukas Adler

Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Basketballkrimi. Nach wechselnden Führungen gelang es dem USC Heidelberg im letzten Viertel, knapp 40 Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe von Miquel Grau Rodriguez eine Fünf-Punkte-Führung (84:79) zu erspielen. In dieser entscheidenden Phase fehlte jedoch die letzte Konsequenz: Ballverluste und überhastete Abschlüsse verhinderten, dass offensiv der Sack zugemacht wurde, während defensiv die Tür nicht endgültig geschlossen werden konnte.

So kam es, wie es im Basketball manchmal kommt: Mit einem Buzzerbeater von der Dreierlinie sicherte Alfons Milatz (30 Punkte, drei Dreier) in letzter Sekunde den Sieg für Chemnitz und sorgte für ein extrem bitteres Ende aus Heidelberger Sicht.

USC: Rouimyate 29/5, Grau Rodriguez 18/3, Lippe 18/1, Daleiden-Guillen 10/2, Pindur 6, Fall 4, Ogigai, Holt, Flöthmann.

Trainer Lennart Stechmann: „Trotz der Niederlage kann der USC Heidelberg viele positive Aspekte aus diesem Auftaktspiel mitnehmen. Die Leistung, der Einsatz und die Umsetzung des Gameplans machen Mut für die kommenden Aufgaben in der Abstiegsrunde – auch wenn diese Niederlage schmerzt und noch lange nachwirken wird.“

Michael Rappe

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Beitragsbild: Oliver Rouimyate (hier beim Spiel gegen Würzburg) zeigte in Chemnitz ein tolles Spiel und erzielte bei fünf Distanztreffern 29 Punkte. Foto: Lukas Adler