Die Favoritenrolle ist klar verteilt, wenn am Ostersamstag um 18 Uhr die KuSG Leimen und die USC BasCats Heidelberg in der Leimener Sportparkhalle zum ewig jungen Derby aufeinandertreffen. Auch wenn Leimen theoretisch noch die Chance hat, mit einen überraschenden Sieg auf Platz zehn vorzurücken und möglicherweise eine Playdown-Runde zu vermeiden, ist der größere Druck bei Heidelberg
Der Tabellenzweite möchte seinen zweiten Platz verteidigen, um in der Aufstiegsrunde zur 1. DBBL das Heimrecht im zweiten und entscheidenden Spiel der ersten Runde zu haben. Dazu sind mit sehr großer Wahrscheinlich zwei Siege in Leimen und dann gegen Ulm nötig, denn die Baskets Jena dürften ihre letzten beiden Aufgaben gegen die Eisvögel Freiburg II und in Dillingen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gewinnen. Heidelberg hat mit einem einzigen Punkt den direkten Vergleich (64:60, 63:66) gewonnen.
Als Zweiter hätten die BasCats in den Aufstiegsspielen gegen den Tabellendritten aus der 2. Liga Nord – derzeit ist das der VfL Bochum punktgleich vor BBC Osnabrück – das Heimrecht im zweiten und entscheidenden Spiel. Die Playoffs werden nicht im Modus „Best of Three“, sondern in Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. Die Differenz beider Spiele zählt, bei Gleichheit würde zur 1. Bundesliga das Heimrecht im zweiten Spiel.
Center-Duell zwischen Anne Zipser und Nataliia Babii. Foto: Andreas Gieser
BasCats-Trainer René Spandauw hält nichts von dem Modus. „Das ist ein Fußball-Modus, wir haben als Besserplatzierter dabei keinerlei Vorteil“, so Spandauw. Sollte sein Team die erste Playoff-Runde überstehen, hätte es das Final Four am zweiten Mai-Wochenende erreicht. Dem Vernehmen nach wird dies in Leverkusen oder Göttingen stattfinden. Für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass die beiden Topteams aus dem Norden beide ausscheiden, könnte Heidelberg zum Austragungsort werden.
Doch nun gilt es erstmal Platz zwei zu verteidigen. Die gute Leistung gegen Bamberg lässt erwarten, dass die BasCats ihre Form Richtung Playoffs langsam steigern. Auch die Verletztenliste wird kürzer. Laurie Irthum fällt wegen den Folgen einer Gehirnerschütterung weiterhin aus, bei Melina Karavassilis sieht es nicht danach aus, dass sie in dieser Saison noch einmal eingreifen kann. Leni Schramm-Bünning und Jayla Oden konnten am Dienstag wieder trainieren. Carla Koch wird wegen ihrer Nominierung für das Albert Schweitzer-Turnier am Samstag nicht spielen. Die 16-Jährige bleibt im Kreise des U18-Nationalteams.
Leimen erlebt eine enorm schwierige Saison mit viel Unruhe im Kader. Immer wieder fehlten und fehlen Spielerinnen aus den unterschiedlichsten Gründen. Mit einigermaßen vollem Kader beendete die KuSG am letzten Sonntag die lange Niederlagenserie seit November durch einen klaren 81:56-Erfolg gegen Mainz. Im Hinspiel (63:41 für Heidelberg) zeigte Nataliia Babii eine tolle Leistung und war mit 23 Punkten Topscorerin.
Michael Rappe
So lief das Hinspiel am 8. November 2025 gegen Leimen:
Stenogramm: 14:2 (5.), 22:9 (10.), 34:9 (15.), 41:17 (Halbzeit), 56:21 (26.), 59:28 (30.), 61:36 (37.), 63:40 (Endstand)
USC BasCats: Hoyt 14, Moten 13/1, Wroblewski 10, Koch 8/2, Zipser 6, Laabs 5/1, Wuckel 5/1, Schüle 2, Fairley, Metz, Skrijelj.
KuSG: Babii 23/1, Imena 4, Matz 4, Brodnik 3, Mölls 2, Dzubba 2, Hildebrandt 2, Medo, Pepic, Caglar
Beitragsbild: Heidelberger Derbyjubel. Auch am Samstag wieder? Foto: Andreas Gieser