USC BasCats: Glanzloser Pflichtsieg

2 März 2026

Pflicht erfüllt! Mit 72:50 gewannen die USC BasCats Heidelberg in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd bei den Dillingen Diamonds und festigten damit ihren zweiten Tabellenplatz.

Cheftrainer René Spandauw überließ die Rolle des Headcoaches für diese Partie aus persönlichen Gründen seiner Co-Trainerin Helena Eckerle, saß aber mit auf der Bank. Die angeschlagenen Jayla Oden und Greta Gomann wurden geschont, Carla Koch fiel aus, Greta Metz spielte im Regionalliga-Team. Lotta Simon feierte ihr Comeback. Mit zehn Punkten zeigte die schnelle Aufbau- und Flügelspielerin, wie wichtig sie ist.

Dillingen hatte zuvor 13 Spiele in Folge verloren und ging als klarer Außenseiter in die Partie. Die Saarländerinnen spielten teilweise mit fünf Aufbauspielerinnen, was Heidelbergs Deutsch-Amerikanerin Charisse Fairley häufig auf die Positionen vier und fünf zwang. Mit 14 Punkten und 14 Rebounds machte sie das aber sehr gut, das Double-Double war der verdiente Lohn.

Defensiv lief es bei den Heidelbergerinnen gleich zu Beginn gut, sie ließen im ersten Viertel nur acht Punkte zu. Offensiv war jedoch die ganze erste  Halbzeit mit lediglich 29 Punkten keine Offenbarung. Immer wieder wurden leichte Korbleger vergeben, die Distanzwürfe kamen auch nicht gut. Melanie Hoyt, die die Partie mit den ersten vier Punkten eröffnet hatte, bekam frühzeitig zwei Foulpfiffe und musste erst einmal auf die Bank.

Ab der zweiten Halbzeit lief es bei den USC BasCats deutlich besser, ohne dass sie rundum überzeugen konnten. Der Sieg war nie gefährdet, hätte aber angesichts der vielen Wurfchancen höher ausfallen müssen.

Am 8. März sind die USC BasCats Heidelberg ausnahmsweise am Sonntag aktiv. Um 17 Uhr empfangen sie in der alten Halle des ISSW den Tabellendritten VIMODROM Bender Baskets aus Jena zum Spitzenspiel. Mit der lettischen Centerin Marta Miscenko haben die Thüringerinnen mit 1,96 Meter die längste Spielerin der Liga in ihrem Kader. Am Tag der Frau haben alle Frauen freien Eintritt.

Michael Rappe

Stenogramm: 8:12 (10.), 21:29 (Halbzeit), 36:51 (30.), 50:72 (Endstand).

Dillingen Diamonds: Perea 13/1, Hayes 12/2, Platte-Behnke 12/2, Zimmermann 7/1, Suveyzdis 3, Vebiu 3, Holzmann, Schlechter, Liebig.

USC BasCats Heidelberg: Moten 16/1, Hoyt 15, Fairley 14/1, Simon 10, Wroblewski 6, Schüle 5/1, Laabs 2, Wuckel 2, Zipser 2, Irthum, Schramm-Bünning.

Rebounds (Dillingen/BasCats): 30:52 (Platte-Behnke 9, Perea 8, Vebiu 5 – Fairley 14, Moten 8, Hoyt 7, Wuckel 7)

Dreier: 27:21% (6/22:3/14)

Freiwurfquote: 46:70%

Assists: 12:16 (Hayes 3, Vebiu 3 – Moten 6, Fairley 5)

Steals: 3:3 (Platte-Behnke 2 – Laabs 2)

Michael Rappe

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer René Spandauw: „Wir insgesamt nicht so gut gespielt, irgendwie haben wir uns dem Gegner angepasst. Wenn wir nur 50  Prozent unserer Würfe in der ersten Halbzeit getroffen hätten, dann wären wir zur Pause mit 20 Punkten vorne gewesen. Insofern war das weit unter unserem Niveau, daher kann ich mit diesem Spiel nicht glücklich und froh sein. Ich würde mir wünschen, dass wir auch mal so einen hohen Sieg schaffen wie Würzburg gegen Leimen. Charisse Fairley und Lotta Simon waren heute die Besten. Wir haben jetzt zum dritten Mal nach einem freien Wochenende nicht gut gespielt, am nächsten freien Wochenende (14./15. März) werden wir ein Spiel gegen Marburg machen.“

Charisse Fairley: „Wir haben als Team hohe Ansprüche, die wir in jedem Spiel erfüllen wollen. Das heutige Spiel war in dieser Hinsicht eine echte Herausforderung. Es gab einige Anpassungen im Coaching und in der Aufstellung. Bisher sind wir als Team aber Woche für Woche mit Widrigkeiten umgegangen. Es war toll, Lotta nach ihrer Verletzungspause wieder dabei zu haben. Und vielen Dank an unsere Spieler auf der Bank für ihre unermüdliche Unterstützung. Manchmal wollten die Würfe einfach nicht rein, aber am Ende hat uns unsere Verteidigung wieder ins Spiel gebracht. Respekt an Dillingen für ihren Kampfgeist.“

Lotta Simon: „Es hat viel Spaß gemacht, endlich wieder auf dem Feld zu stehen, und nicht nur von außen dem Team zu helfen. In der Defensive haben wir richtig Gas gegeben. Offensiv haben wir viele Würfe daneben geworfen, deshalb gab es auch viele Rebounds.“

Michael Rappe

Ergebnisse

Tabelle

Beitragsbild: Charisse Fairley (hier im Hinspiel) schaffte in Dillingen ein Double-Double. Foto: Nicole Gieser