USC BasCats: Playoffs erreicht

30 März 2026

Was für ein Offensivfestival! Mit 92:65 (24:18, 48:36, 68:52) gegen die Bamberg Baskets haben die USC BasCats Heidelberg am drittletzten Spieltag der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs zum Aufstieg in die 1. Bundesliga erreicht. Da Jena aber in Wasserburg gewann, müssen die Heidelbergerinnen auch die letzten beiden Saisonspiele in Leimen und daheim gegen Ulm gewinnen, um Zweiter zu bleiben und in den Playoffs zuerst Heimrecht zu haben.

Dass gleich drei Spielerinnen mehr als 20 Punkte erzielen, ist eine Seltenheit. Die Deutsch-Amerikanerin Charisse Fairley zeigte die beste Saisonleistung, traf sechsmal von jenseits der Dreipunktelinie und wurde mit 22 Punkten Topscorerin; gemeinsam mit Melanie Hoyt, die immer stärker wird und auch als Passgeberin gefiel. Zudem erzielte Kelly Moten 21 Punkte. Ihre Statistiken waren einfach herausragend. Sie pflückte 13 Rebounds und schaffte damit ein Double-Double. Und mit neun Vorlagen und acht Ballgewinnen war sie auch hier ganz dicht an zweistelligen Zahlen.

Nur zu Beginn taten sich die Heidelbergerinnen etwas schwer und gerieten mit 5:11 in Rückstand. Doch dann kam Kelly Moten aufs Spielfeld und sorgte für die Wende. Ein „Buzzerbeater“ jenseits der Dreipunktelinie von Lotta Simon sorgte für das 24:18 nach dem ersten Viertel. Jayla Oden musste frühzeitig im ersten Viertel verletzt ausscheiden und blieb dadurch als einzige Spielerin der BasCats ohne Punkte. Ohne ihren Ausfall wäre es wohl ein dreistelliger Sieg geworden.

Bamberg zeigte jedoch, dass es sich seit der Vorrunde stark verbessert hat. Mit Hayley van Roekel (19 Punkte), Faith Alston (10) und Elise Tweedie haben sie ebenfalls drei starke Importspielerinnen, zudem spielte Emma Rettinger stark. Die Gäste waren aus der Distanz stets gefährlich und waren auch zur Halbzeit noch in Reichweite.

Die BasCats steigerten sich in der zweiten Halbzeit deutlich, weil sie im Rebound viel stärker waren als in der ersten Halbzeit (18:26). Nicht zuletzt durch Kelly Moten entschieden sie den Rebound noch mit 40:36 für sich.

Cheftrainer René Spandauw brachte in der Schlussphase die Youngster Carla Koch – die 16-Jährige wurde ins U18-Nationalteam für das Albert-Schweitzer-Turnier vom 4. bis 11. April in Mannheim und Viernheim berufen – Greta Metz und Serafina Reder. Reder machte unter dem Jubel ihrer Mitspielerinnen ihre ersten beiden Punkte in der 2. Bundesliga. In der Schlussphase standen neben Charisse Fairley (26 Jahre) zwei 18-Jährige (Greta Metz und Anna-Lisa Wuckel) und zwei 16-Jährige (Carla Koch, Serafina Reder) auf dem Spielfeld. Die 18-jährige Aufbauspielerin Greta Gomann fehlte wegen Krankheit.

Zum ersten Mal in dieser Saison übertrafen die USC BasCas die 90-Punkte-Marke und können in dieser Form optimistisch in die letzten beiden Hauptrundenspiele und dann in die Playoffs gehen.

Termin: Am Ostersamstag, 4. April, 18 Uhr, müssen die USC BasCats Heidelberg das Derby bei der KuSG Leimen bestreiten, ehe am 11. April daheim (18 Uhr) gegen BBU 01 Ulm das letzte Heimspiel der Hauptrunde beginnt. Sollten die Heidelbergerinnen Zweiter bleiben, findet das erste Playoff-Heimspiel am Wochenende 18./19. April gegen den Tabellendritten der 2. Liga Nord (derzeit Bochum) statt. Als Dritter würden die BasCats zunächst auswärts spielen.

Stenogramm: 5:2 (1.), 5:11 (4), 14:11 (7.), 24:18 (10.), 32:23 (14.), 41:30 (16.), 48:36 (Halbzeit), 55:46 (25.), 64:46 (27.) 68:52 (30.), 77:58 (34.), 85:58 (36.), 92:65 (Endstand).

USC BasCats: Fairley 22/6, Hoyt 22, Moten 21/2, Simon 7/1, Schüle 6, Wuckel 3/1, Reder 3, Wroblewski 2, Metz 2, Koch 2, Zipser 2, Oden.

Bamberg: van Roekel 19/3, Rettinger 12/2, Alston 10/1, Spiegel 9/1, Sachnovski 7, Tweedie 4, Zeis 4, Kurzendorfer, Mendl.

Michael Rappe

Rebounds (BasCats/Bamberg): 40:36 (Moten 13, Hoyt 5, Schüle 5 – Zeiss 7, van Roekel 5, Alston 5, Team 5)

Dreier: 43:35% (10/23:7/20)

Freiwurfquote: 69:63%

Assists: 25:10 (Moten 9 – Sachnovski 6)

Steals: 14:6 (Moten 8 – Sachnovski 3)

Michael Rappe

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer René Spandauw: „Ich bin enorm froh über die Leistung von Charisse heute. Heute haben alle gepunktet, das ist erfreulich. Jayla hat sich früh einen Hexenschuss zugezogen, deshalb musste sie draußen bleiben. Bamberg hat sich gut entwickelt. Sie haben sehr gut und auch unter Druck getroffen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit im Rebound deutlich gesteigert und nur einen Offensivrebound zugelassen. Das ist sehr gut. Auch gut war, dass wir gegen die guten Einwurfsysteme von Bamberg keinen Punkt zugelassen haben.“

Charisse Fairley: „Ich spreche ein großes Lob an die Coaches und das Team aus, dass sie an mich geglaubt und mich ermutigt haben. Mein größter Kampf war schon immer der gegen mich selbst. Bei verschiedenen Herangehensweisen war der wichtigste Faktor dabei stets die Geduld aller Beteiligten – der Coaches, der Mitspieler und von mir selbst. Es ging darum, noch einmal ganz von vorn anzufangen und auf dem aufzubauen, was als grundlegend und einfach gilt. Es stand nie im Vordergrund, was ich nicht konnte, sondern vielmehr die Frage: Wie können wir meine Fähigkeiten abrufen? Ich danke meinen Coaches dafür, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben sowie meinen Mitspielern und den Verantwortlichen innerhalb der Organisation für die Unterstützung, die mich zum Weitermachen motiviert hat! Ich freue mich allerdings nicht nur über meine individuelle Leistung, sondern auch über unsere Entwicklung als Team. Unser Sieg ist eine Bestätigung für die harte Arbeit, die wir hinter den Kulissen geleistet haben – indem wir uns Woche für Woche gesteigert und uns gegenseitig angetrieben haben. Dieses Spiel hat unsere Identität noch deutlicher zum Ausdruck gebracht: eine Defensive, die sich in Offensive verwandelt – und in die jeder eingebunden ist! Zudem hat uns dieser Erfolg in die Lage versetzt, einigen unserer jüngeren Spielerinnen mehr Spielzeit zu gewähren.“

Michael Rappe

Ergebnisse

Tabelle

Beitragsbild: Charisse Fairley machte gegen Bamberg ihr bestes Spiel im BasCats-Trikot. Foto: Andreas Gieser