USC BasCats: Topspiel gegen Jena – Freier Eintritt für Frauen

6 März 2026

Für die USC BasCats Heidelberg geht es im Topspiel der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd gegen die VIMODROM Baskets Jena um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Bei einem Sieg dürfte Rang zwei angesichts des Restprogrammes ziemlich sicher sein. Bei einer Niederlage kommt es auf den direkten Vergleich an. Das Hinspiel in Jena endete 64:60 für die USC BasCats. Die Partie gegen den Tabellendritten aus Thüringen beginnt diesmal zu ungewohnter Stunde am Sonntag um 17 Uhr in der alten Halle des ISSW. Wegen des „Weltfrauentages“ haben Frauen zu dieser Partie freien Eintritt.

Im Vergleich zum Hinspiel ist Jena mittlerweile ein ganz anderes Team. Und das wegen nur einer Spielerin. Die wurfgewaltige US-Amerikanerin Taylor Robertson kam im Januar vom Erstligisten Halle zum ambitionierten Neuling Jena und seitdem hat das Team in allen Spielen über 80 Punkte erzielt, sogar bei der 82:85-Niederlage bei Spitzenreiter Bad Homburg. „Wenn sie das auch bei uns tun, glaube ich kaum, dass wir gewinnen werden“, sagte BasCats-Cheftrainer René Spandauw vor dieser ganz schweren Aufgabe. Robertson hat bisher im Schnitt 23 Punkte, fünf Rebounds und vier Assists in Statistik stehen. Bei ihren vier Einsätzen hat sie 55 Distanzwürfe versucht und davon 24 getroffen (43,6 Prozent). „Sie ist die beste Werferin der ganzen 2. Liga“, findet Spandauw.

Unter dem Korb wartet die ganz „große“ Herausforderung. Die Lettin Marta Miscenko ist 1,96 Meter groß und macht 17 Punkte und zwölf Rebounds im Schnitt. Mit Aufbauspielerin Leila Walker und Power Forward Cianna Gloster stehen zwei weitere Importspielerinnen im Kader von Trainerin Sandra Rosanke. Zu beachten ist auch Annika Schwarz, die im Hinspiel vier Dreier versenkte.

Jena liegt mit zwölf Siegen und fünf Niederlagen zwei Punkte hinter Heidelberg auf Rang drei. Bei einer Niederlage sollten die BasCats zumindest den direkten Vergleich holen, um Zweiter zu bleiben. In diesem Zusammenhang könnte der kassierte 0:7-Lauf gegen Ende des Hinspiels noch wehtun.

Heidelberg hat im Gegensatz zum Hinspiel nun Melanie Hoyt, Greta Gomann, Julia Wroblewski und Lotta Simon dabei, auch Center Anne Zipser konnte damals nicht spielen. Simon war allerdings diese Woche krank, so dass hinter ihr ein Fragezeichen steht. Definitiv ausfallen wird Leni Schramm-Bünning, ebenso wie Carla Koch und Melina Karavassilis.

Anna-Lisa Wuckel (hier im Spiel gegen Freiburg) erz ielte in Jena 21 Punkte – Saisonbestwert. Foto: Andreas Gieser

„Es wird interessant“, verspricht René Spandauw, „wir haben uns taktisch etwas überlegt.“ Die Konstellation sollte die Fans eigentlich in Scharen anlocken. Zu Gast sind auch wieder einige Spielerinnen des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim und erstmals die Volleyballerinnen des Heidelberger TV (3. Bundesliga), die von den BasCats am Samstag bei ihrem Spiel gegen Konstanz besucht werden.

Anlässlich des Welt-Frauentages gibt es eine Spendenaktion für den gemeinnützigen Verein „Frauen helfen Frauen e.V. Heidelberg“. Zwei Vertreterinnen des Vereins werden vor Ort sein. Der Verein wurde 1978 gegründet und bietet seitdem Frauen und Kindern, die Gewalt erfahren, Hilfe, Beratung und Schutz. Gewalt ist alltäglich und kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor – unabhängig von Einkommen, Bildungsstand, Bevölkerungsgruppe, Nationalität und Alter. Informationen gibt es hier: https://www.fhf-heidelberg.de/

Die USC BasCats zu Besuch beim Verein Frauen helfen Frauen e.V.; von links: Charisse Fairley,Frida Schanudt, Antonia Laabs, Marlen Stadtfelder, Anna-Lisa Wuckel und Britta Schlichtling“. Foto: USC BasCats

Die Spendensammlung findet vor Ort in der Halle statt, es kann auch überwiesen werden. Konto:

Spendenkonto Frauen helfen Frauen e.V. Heidelberg
Sparkasse Heidelberg
DE89672500200000007137
BIC SOLADES1HDB
Verwendungszweck: BasCats2026

Michael Rappe

So lief das Hinspiel in Jena am 20.12.2025:

Stenogramm: 2:9 (3.), 9:15 (10.), 17:15 (15.), 29:24 (Halbzeit), 44:44 (30.), 50:54 (34.), 50:61 (37.), 53:64 (38.), 60:64 (Endstand).

Baskets Jena: Gloster 19, Schwarz 15/4, Walker 12/2, Miscenko 9, Heck 3, Kajan 2, A. Rosanke, J. Rosanke, Thiele.

USC BasCats: Moten 22/2, Wuckel 21/3, Oden 10/1, Fairley 9/1, Koch 2, Irthum, Laabs, Metz, Schramm-Bünning, Schüle.

Rebounds (Jena/BasCats): 40:39 (Gloster 7, Heck 7, Miscenko 6 – Moten 8, Wuckel 7, Fairley 5, Oden 5)

Dreier: 29:23% (6/21:7/30)

Freiwurfquote: 64:53%

Assists: 12:7 (Miscenko 6 – Moten 5)

Steals: 7:13 (Walker 3, Kajan 3 – Oden 6)

Beitragsbild: Am Tag der Frau haben Frauen beim Topspiel gegen Jena freien Eintritt. Foto: USC BasCats