Mit einer Niederlage begann für den USC Heidelberg II die neue Saison in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer. Beim Titelfavoriten KKK Haiterbach gab es eine 84:90 (23:21, 40:39, 66:67)-Niederlage.
Die Partie in der Kuckuckshalle entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Insgesamt gab es 16 Gleichstände und 17 Führungswechsel – ein Zeichen dafür, wie eng beide Mannschaften über weite Strecken beieinanderlagen. Auch offensiv zeigten beide Teams ihre Qualitäten: Haiterbach traf neun Dreipunktewürfe, Heidelberg zehn.
Für den USC war die Ausgangslage bereits vor Spielbeginn nicht einfach. Er musste in Haiterbach ohne einen einzigen der drei etatmäßigen Center (Luis Scheck, Stephan Jones, John Kropp) antreten. Umso wichtiger war es, dass die Mannschaft von Beginn an mit Energie, Motivation und Konzentration auftrat.
Im ersten Viertel erwischte Heidelberg den besseren Start und ging mit 23:21 in Führung. Raphail Chatzidamianidis sorgte dabei mit seinen Würfen für wichtige Impulse. Haiterbach antwortete jedoch umgehend, angeführt von Herdie Brandon Lawrence, der allein im ersten Viertel neun Punkte erzielte. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel eng. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, sodass Heidelberg mit einer knappen 40:39-Führung in die Halbzeit ging.
Nach der Pause erhöhte sich die Intensität nochmals. Haiterbach fand über Justin Milicevic, der im dritten Viertel elf Punkte erzielte, wichtige offensive Lösungen und ging mit einer 67:66-Führung in den Schlussabschnitt.
Auch im vierten Viertel wechselte die Führung zunächst mehrfach. Der USC II blieb bis weit in die Schlussphase hinein konzentriert und konkurrenzfähig. Nach rund 35 Minuten waren die Gäste weiterhin voll im Spiel. In den letzten fünf Minuten unterliefen ihnen jedoch einige vermeidbare Fehler und sie nahmen teilweise zu überhastete Würfe. Haiterbach nutzte diese Situationen konsequent aus und konnte sich letztlich mit 90:84 durchsetzen.
USC II: Dosan 20/2, Thomas 17, Chatzidamianidis 16/3, Pflüger 8/2, Schönit 8/2, Pindur 6, Edmundson 5/1, Lippe 2, Osazee 2, Deglovic.
Trainer Stefan Gagic: „Gerade diese Schlussphase zeigt sehr deutlich, wo wir uns als junge Mannschaft noch weiterentwickeln müssen. Die Fehler sind aus meiner Sicht teilweise der Jugend und der fehlenden Erfahrung geschuldet. Gleichzeitig sind genau solche Situationen Teil des Entwicklungsprozesses, den wir mit unseren jungen Spielern bewusst eingehen. Wir wissen, dass uns diese Fehler in dieser Saison möglicherweise Spiele kosten werden. Entscheidend ist, dass unsere Spieler aus diesen Situationen lernen, Verantwortung übernehmen und dadurch die Erfahrung und das Selbstvertrauen für ihre weitere Entwicklung sammeln. Wir nehmen aus Haiterbach deshalb nicht nur eine Niederlage, sondern vor allem eine wichtige Lektion und zusätzliche Erfahrung mit. Entscheidend wird sein, dass wir die Fehler analysieren, daraus lernen und sie in Zukunft nicht wiederholen.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Raphail Chatzidamianidis gehörte zu den besten Werfern des USC II. Foto: Andreas Gieser