Für eine große Überraschung sorgte der USC Heidelberg II am letzten Spieltag der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer mit dem 88:81 beim Meister und Aufsteiger PKF Titans Stuttgart. Dieser hatte zuvor 20 Spiele lang nicht verloren. Mit diesem Erfolg beendete Heidelberg die Saison mit 15 Siegen und elf Niederlagen als Vierter.
Von Beginn an war das Spiel umkämpft, mit mehreren Führungswechseln im ersten Viertel, das Heidelberg knapp mit 17:16 für sich entscheiden konnte. Stuttgart kam vor allem über Einzelaktionen gut ins Spiel, doch der USC II hielt strukturiert dagegen.
Der entscheidende Abschnitt war das zweite Viertel. In dieser Phase setzten die Heidelberger sowohl defensiv als auch offensiv genau das um, was sie sich vor dem Spiel vorgenommen hatten. Mit hoher Intensität, guter Entscheidungsfindung und klarer Struktur konnten sie sich deutlich absetzen und gingen mit einer 44:23-Führung in die Halbzeit.
Im dritten Viertel fand Stuttgart besser in den Rhythmus und verkürzte den Rückstand. Auch im Schlussviertel bauten sie mit einer aggressiven Spielweise und guter Trefferquote von außen Druck auf. Trotzdem blieben die Gäste in den entscheidenden Momenten ruhig, trafen bessere Entscheidungen getroffen und spielten es kontrolliert zu Ende.
USC II: Vengert 24/2, Kant 17/2, Chatzidamianidis 14/1, Pflüger 9/3, Kropp 9, Golly 7/1, Gentischer 6, Thomas 2.
Trainer Stefan Gagic: „Insgesamt war es ein verdienter Sieg, bei dem wir unseren Gameplan umgesetzt und über weite Strecken mit hoher Intensität und Konzentration gespielt haben. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel klar kontrolliert. Ein wichtiger Faktor war unsere zwischenzeitliche Führung von 23 Punkten, die uns die nötige Stabilität gegeben hat, um auch die Schlussphase zu kontrollieren. Dominic Vengert war mit 24 Punkten einer der entscheidenden Spieler in der Offensive. Zusätzlich ist hervorzuheben, dass dies die erste Niederlage für Stuttgart nach 20 Siegen in Folge war.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Aufbauspieler Raphail Chatzidamianidis steuerte 14 Punkte zum Erfolg bei. Foto: Stephan Weindl