USC II Männer: 14 Treffer aus der Distanz

6 Okt. 2026

Der erste Sieg ist da. Am dritten Spieltag der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg gewann der USC Heidelberg II sein Auswärtsspiel in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer bei der BG Viernheim/Weinheim mit 84:67 (23:19, 45:34, 64:52). Der USC II zeigte nach den beiden Niederlagen von Beginn an die gewünschte Reaktion. Vor allem Konzentration, Energie und defensive Intensität waren über weite Strecken auf dem geforderten Niveau.

Die Partie begann ausgeglichen. Im ersten Viertel wechselte die Führung mehrfach, wobei die BG Viernheim/Weinheim zwischenzeitlich mit drei Punkten vorne lag. Das USC-Team blieb jedoch ruhig und hielt konsequent an der vorgegebenen Spielidee fest. Besonders zufrieden konnte Trainer Stefan Gagic mit der Intensität in der Defensive sein. „Insgesamt begingen wir 22 Fouls, entscheidend war jedoch die Qualität und Verteilung dieser Fouls“, sagte Gagic. „Wir haben keine unnötigen Fouls produziert und dem Gegner nur sehr wenige einfache 2+1-Situationen ermöglicht. Die defensive Aggressivität war von Beginn an auf dem geforderten Niveau und bildete die Grundlage für unsere spätere Kontrolle des Spiels.“

Im zweiten Viertel gelang dem USC der entscheidende Schritt. Mit einem 12:2-Lauf drehte er die Partie und ging mit 26:19 in Führung. Auch danach hielt er den Druck aufrecht und übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Zur Pause stand es 45:34 für den USC II.

Nach der Halbzeit setzte sich dieser Trend fort. Lukas Pflüger übernahm im dritten Viertel offensiv Verantwortung und erzielte elf Punkte, darunter drei erfolgreiche Dreipunktewürfe. Insgesamt zeigte die USC-Offensive deutlich mehr Stabilität als noch im vergangenen Spiel.

Ein wichtiger Faktor war dabei die Trefferquote von der Dreipunktelinie. Nach dem ungewöhnlich schwachen Wurfabend gegen die Merlins Crailsheim II, als Heidelberg lediglich vier Dreier traf, zeigte die Mannschaft diesmal eine starke Reaktion und versenkte insgesamt 14 Dreipunktewürfe. „Das war ein wichtiger Schritt zurück zu unserem offensiven Rhythmus und auch ein Zeichen dafür, dass wir trotz der vergangenen Niederlage unser Selbstvertrauen behalten haben“, meinte Gagic.

Auch an der Freiwurflinie zeigte der USC II die notwendige Konzentration. Er traf 20 von 27 Freiwürfen, entsprechend 74 Prozent. Gerade in engen Spielen können Freiwürfe ein entscheidender Faktor sein. Deshalb ist es wichtig, auch in Drucksituationen konzentriert zu bleiben und diese Chancen konsequent zu nutzen.

Im Schlussviertel entschied der USC II die Partie endgültig für sich. Mit einem 8:0-Lauf in der Schlussphase baute er seine Führung auf 82:63 aus und beseitigte damit die letzten Zweifel am Ausgang der Partie. Goran Dosan erzielte im vierten Viertel allein elf Punkte und übernahm in der entscheidenden Phase Verantwortung. Dosan war mit insgesamt 24 Punkten auch erfolgreichster Scorer. Lukas Pflüger erzielte 17 Punkte, Raphail Chatzidamianidis und Marlon Lippe jeweils 12.

USC II: Dosan 24/5, Pflüger 17/5, Chatzidamianidis 12/1, Lippe 12, Pindur 10/2, Agoussi 7/1, Deglovic 2, Osazee, Thomas, Friese.

Trainer Stefan Gagic: „Für uns war vor allem die Reaktion auf die beiden Niederlagen zum Saisonauftakt wichtig. Wir wollten keine Ausreden suchen, sondern mit Energie, Konzentration und Aggressivität antworten. Genau das hat die Mannschaft von der ersten Minute an gezeigt. Der Sieg ist ein wichtiger Schritt, um unseren Rhythmus zu finden. Gleichzeitig wissen wir, dass damit nur der erste Schritt gemacht ist. Jetzt geht es darum, weiter konsequent zu arbeiten, die Konstanz zu verbessern und das Niveau an Intensität und Konzentration aus Weinheim auch in den kommenden Spielen aufrechtzuerhalten.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Goran Dosan verwandelte fünf Dreier und war mit 24 Punkten bester Schütze. Foto: Stefan Weindl