USC II Männer: Daheim wieder offensivschwach

13 Okt. 2026

Für den USC Heidelberg II gab es auch im zweiten Heimspiel der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer eine Niederlage. Nach erneut schwacher Offensivleistung verloren die Heidelberger gegen die BG Tamm/Bietigheim 53:65 (10:13, 18:32, 43:45). Nur 18 Punkte in der ersten Halbzeit sprachen Bände. Tamm/Bietigheim ist ungeschlagen Tabellenzweiter hinter der ebenfalls noch ungeschlagenen TSG Heilbronn. Der USC II ist Zweiter.

Von Beginn an lagen die Gäste in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr ab. Nach einem ersten Viertel, das der USC II mit 10:13 abgab, folgte ein noch schwächerer zweiter Abschnitt. BG Tamm/Bietigheim gewann das Viertel mit 19:8 und ging mit einer 32:18-Führung in die Halbzeitpause. Besonders der offensive Einbruch im zweiten Viertel kam Heidelberg teuer zu stehen. Die Gäste nutzten einen 17:5-Lauf, um sich entscheidend abzusetzen. Dem USC II gelang es durchaus, offene Würfe und günstige Mismatch-Situationen herauszuspielen. Allerdings konnten diese Vorteile nicht konsequent in Punkte umgewandelt werden.

Das dritte Viertel zeigte, dass der USC II offensiv durchaus auf einem anderen Niveau spielen kann. Mit 25 erzielten Punkten gegenüber 13 Punkten der Gäste präsentierte er sich deutlich näher an der Spielweise, die er verfolgen will. Durch mehr Aggressivität und bessere offensive Lösungen arbeiteten wir uns Schritt für Schritt zurück in die Partie. Ein 12:2-Lauf brachte uns schließlich auf einen Punkt heran – beim Stand von 42:43 war das Spiel wieder völlig offen.

Leider gelang es den Gastgebern nicht, die Energie und offensive Effizienz aus dem dritten Viertel in die Schlussphase mitzunehmen. BG Tamm/Bietigheim übernahm erneut die Kontrolle, gewann den letzten Abschnitt mit 20:10 und sicherte sich damit den 65:53-Auswärtssieg.

USC II: Lippe 10, Schönit 9/3, Chatzidamianidis 9, Scheck 9, Edmundson 7/1, Dosan 4/1, Pflüger 3/1, Pindur 2, Deglovic, Friese.

Trainer Stefan Gagic: „Das Hauptproblem aus unserer Sicht war die mangelnde offensive Produktion über weite Strecken der Partie. In drei von vier Vierteln erzielten wir lediglich zehn oder weniger Punkte: zehn im ersten, acht im zweiten und zehn im vierten Viertel. Nur im dritten Abschnitt konnten wir offensiv überzeugen und zeigen, dass wir in der Lage sind, unseren Rhythmus zu finden, aggressiver zu spielen und die gegnerische Verteidigung effektiver anzugreifen.

53 erzielte Punkte entsprechen nicht der Art von Basketball, die wir spielen wollen. Unser Anspruch ist es, durch aggressive Verteidigung, hohes Tempo und gute Ballbewegung zu qualitativ hochwertigen Abschlüssen zu kommen. In dieser Partie konnten wir uns einige dieser Möglichkeiten erarbeiten, waren jedoch nicht effizient genug in der Verwertung. Offene Würfe und günstige Mismatch-Situationen allein reichen nicht aus, wenn daraus keine Punkte entstehen.

Das Spiel verdeutlicht erneut, wie wichtig es für uns ist, Konstanz zu entwickeln und nicht nur in einzelnen Phasen unser gewünschtes Niveau zu erreichen. Das dritte Viertel sollte uns als Orientierung dienen. Die dort gezeigte Energie, Konzentration und offensive Effizienz müssen wir künftig über die gesamten 40 Minuten aufrechterhalten.

Jetzt gilt es, die Fehler zu analysieren, konsequent weiterzuarbeiten und möglichst schnell mehr Stabilität in unser Angriffsspiel zu bringen. Die Saison ist noch lang. Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir konstanter auftreten und die guten Situationen, die wir uns erarbeiten, konsequenter in Punkte umwandeln.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Michael Schönit verwandelte drei Distanzwürfe, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Foto: Stefan Weindl