USC BasCats: Hart umkämpfter Derbysieg

7 Apr. 2026

Lange Zeit war es ein hartes Stück Arbeit, doch dann setzte sich der Favorit doch noch durch. Mit 68:48 gewannen die USC BasCats Heidelberg das Derby der 2. Damen-Basketball-Bundesliga bei der KuSG Leimen. Vor 250 Zuschauern hielt der Tabellenvorletzte gegen den Zweiten aufgrund einer kämpferischen Glanzleistung lange mit.

Dank der starken Ukrainerin Nataliia Babii -sie schaffte mit je zwölf Punkten und Rebounds ein Double-Double – und Mallory Brodnik (13 Punkte, 14 Rebounds) startete Leimen gut und ging mit 11:7 in Führung. Bei Heidelberg war es vor allem die wurfstarke Julia Wroblewski, die ihr Team mit drei Distanztreffern in den ersten fünf Minuten im Spiel hielt. In einer Partie auf niedrigem Niveau zeigten beide Teams große Schwächen in der Offensive. Die einfachsten Würfe fielen nicht in Korb.

Das wurde im zweiten Viertel noch schlechter. Heidelberg lag stets mit drei bis fünf Punkten vorne, doch die überzeugende Johanna Mölls und Janina Dzubba mit zwei Freiwürfen verkürzten bis zur Halbzeit auf einen Punkt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Leimen erneut mehrfach knapp in Führung, weil die Verteidigung der BasCats zu nachlässig war. Nach dem Distanztreffer von Greta Gomann zum 37:36 gaben die Heidelbergerinnen die Führung jedoch nicht mehr ab. Die Gäste steigerten sich vor allem durch die zweikampfstarke und physisch agierende Lotta Simon in der Defensive, vorne traf nun die US-Amerikanerin Kelly Moten deutlich besser. Mit elf Punkten Vorsprung war Heidelberg zur letzten Viertelpause auf der Siegerstraße.

Und diese verließen sie auch nicht mehr. Bei der KuSG, die vorzüglich kämpfte, ließen die Kräfte nach. Als Brodnik Mitte des vierten Viertels mit dem fünften Foul ausschied, war Heidelberg nicht mehr zu stoppen. Beste Werferin der BasCats war Kelly Moten (17 P unkte, zehn Rebounds, vier Vorlagen, zwei Ballgewinne) vor Julia Wroblewski (13 Punkte).

Termin: Am Samstag, 11. April, findet der letzten Hauptrundenspieltag der 2. Bundesliga statt. Die USC BasCats treffen um 18 Uhr (ISSW) auf das Schlusslicht BBU 01 Ulm. Mit einem Sieg würden sie Tabellenzweiter bleiben und in den folgenden Aufstiegsspielen am Wochenende 18./19. April auswärts beim Tabellendritten der 2. Liga Nord (derzeit BBC Osnabrück) spielen. Das Rückspiel fände am 25./26. April in Heidelberg statt.

Michael Rappe

Stenogramm: 5:7, 11:7, 11:15, 16:16 (10.), 20:25 (17.), 28:29 (Halbzeit), 36:34 (23.), 36:48 (29.) 39:50 (30.), 48:59 (37.), 48:68 (Endstand).

KuSG: Brodnik 13, Babii 12/1, Mölls 7, Aruna 6/1, Schmidt 6, Dzubba 2, Hildebrandt 2, Caglar, Steinort.

BasCats: Moten 17/1, Wroblewski 13/3, Hoyt 9, Wuckel 9, Gomann 7/1, Zipser 7, Simon 4, Fairley 2, Schüle.

Rebounds (Leimen/BasCats): 50:56 (Brodnik 14, Babii 12, Team 7 – Moten 10, Zipser 8, Fairley 7)

Dreier: 14:22% (2/14:5/23)

Freiwurfquote: 59:52%

Assists: 11:15 (Schmidt 3, Brodnik 3 – Moten 4)

Steals: 6:18 (Aruna 3 – Simon 6)

Michael Rappe

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer René Spandauw: „In der zweiten Halbzeit haben wir besser verteidigt, da war Lotta Simon die entscheidende Spielerin, mit Julia Wroblewski und Greta Gomann. Ich hatte der Mannschaft gesagt, wenn wir so wie gegen Bamberg spielen, können wir die Playoffs gewinnen. Wenn wir so spielen wie heute, dann scheiden wir in der ersten Runde aus. Es war in der ersten Halbzeit so ein Gewürge, es war überhaupt kein Spielfluss da. Die Wurfquote war katastrophal, auch weil die Schlüsselspielerinnen heute nicht gut waren. Ich wollte den Jungen wie Greta Metz, Serafina Reder und Leni Schramm-Bünning früh Spielzeit geben, aber das Spiel war 30 Minuten eng. Es tut mir Leid für sie, aber sie haben es verstanden. Auf Jayla habe ich vorsichtshalber verzichtet, in einem Playoff-Spiel hätte sie gespielt.“

Lotta Simon: „Es war ein umkämpftes Derby, in der ersten Halbzeit haben wir sehr schlecht gerebounded und zu viele einfache Punkte zugelassen. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns durch mehr Druck in der Defense absetzen und haben dann letztendlich auch verdient gewonnen.“

Greta Gomann: „Sieg ist Sieg. Es war nicht der Auftritt, den wir uns gewünscht haben. Wir können viel aus diesem Spiel lernen und der Blick ist auf Ulm und die anstehenden Playoffs gerichtet.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Lotta Simon zeigte eine tolle Verteidigungsleistung. Rechts Leimens Nataliia Babii. Foto: Andreas Gieser