USC BasCats: Der Meister kommt

30 Okt. 2026

Die 2. DBBL Süd bietet nach vier Spieltagen ein äußerst ausgeglichenes Feld. Von Spitzenreiter Bamberg über den Tabellenzweiten Falcons Bad Homburg bis zu den USC BasCats auf Rang sechs weisen alle Teams sechs Punkte auf.

Am Samstag um 17 Uhr kommt es im ISSW zum ewigen Duell zwischen den BasCats und dem letztjährigen Süd-Meister Falcons Bad Homburg. In den zumeist erbittert geführten Auseinandersetzungen der letzten Jahre ging es in der Regel um die bestmögliche Platzierung für die Playoffs. In dieser Saison lässt sich eine Prognose nur sehr schwer stellen. Die Liga ist ausgeglichener, aber definitiv auch schwächer geworden, was vor allem an der neuen Regel liegt, dass nur noch zwei Nicht-EU-Ausländerinnen spielen dürfen.

Wie die BasCats auch hat Bad Homburg einige Leistungsträgerinnen verloren, so zum Beispiel Elza Bierina (Jena) und Claire Signatowich (unbekannt). Der neue US-amerikanische Power Forward Marissa McDonald spielt noch nicht die ganz dominante Rolle, beste Schützin und Rebounderin ist bisher Meghan Kenefick. Kopf der Mannschaft ist Aufbauspielerin Isabel Gregor, die zahlreiche Erstliga-Angebote ausgeschlagen hat, bisher aber augenscheinlich auch noch nicht in alter Verfassung ist. Bad Homburg kassierte seine einzige Niederlage in Würzburg, die BasCats verloren nur den Auftakt gegen Jahn München. Auffällig ist, dass die Falcons die wenigsten Punkte aller Topteams erzielen.

„In dieser Liga kann jeder Jeden schlagen“, findet BasCats-Cheftrainer Niko Kuusi. Er sieht die Partie als guten Gradmesser dafür, wie weit die BasCats in ihrer Entwicklung bereits sind. Dass das Spiel zu sehr auf Marissa Pangalos zugeschnitten ist, weist Kuusi zurück.  „Natürlich ist sie eine sehr gute Spielerin mit hervorragendem Ballhandling“, so der Finne. Ohne das Team könnte sie die Leistungen jedoch nicht bringen. Mit der Entwicklung von Center Greta Metz ist er „mehr als happy“ und prophezeit der U18-Nationalspielerin eine große Zukunft. Auch Leni Schramm-Bünning mache deutliche Schritte nach vorne. „Sie ist in ihrer Entwicklung noch lange nicht fertig, denn sie ist sehr jung, aber das Potenzial ist zu erkennen“, so Kuusi.

Erneut werden die USC BasCats in pinkfarbenen Trikots spielen, die Spendensammlung zugunsten der Brustkrebsvorsorge geht sowohl vor Ort in der Halle als auch online noch bis 31. Oktober weiter: https://www.betterplace.org/de/projects/187027

Michael Rappe

Beitragsbild: Antonia Schüle entdeckt in dieser Saison ihr Faible für Dreipunktewürfe. Foto: Nicole Gieser

So lief das Spiel gegen Bad Homburg in der letzten Saison:

11.01.2026: USC BasCats Heidelberg – Falcons Bad Homburg 68:63

Stenogramm: 6:2 (2.), 8:9 (4.), 13:13 (6.), 20:13 (9.), 22.14 (10.), 27:18 (12.), 27:29 (15.), 40:34 (Halbzeit), 44:42 (25.), 57:50 (30.), 63:63 (37.), 68:63 (Endstand).

USC BasCats: Moten 28/2, Oden 14, Fairley 10/2, Schüle 6, Steins 4, Schramm-Bünning 3/1, Laabs 3, Irthum, Wroblewski.

Bad Homburg: Gregor 21/3, Bierina 14/2, T. Steinhoff 12, Signatowich 8, Kenefick 5, Seegräber 3/1, J. Steinhoff.

Rebounds (BasCats/Bad Homburg): 42:42 (Moten 9, Schüle 8, Steins 6 – Signatowich 17, Gregor 8, Kenefick 6)

Dreier: 24:26% (5/21:6/23)

Freiwurfquote: 52:58%

Assists: 12:13 (Moten 3, Oden 3 – Signatowich 4)

Steals: 13:5 (Oden 5 – Gregor 2)

Beitragsbild: Antonia Schüle entdeckt in dieser Saison ihr Faible für Dreipunktewürfe. Foto: Nicole Gieser