BasCats: Defensiv bestes Team der Liga

Das halbe Dutzend ist voll. Mit 60:47 gewannen die BasCats USC Heidelberg in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd bei den Dillingen Diamonds das sechste Spiel in Folge und untermauerten den dritten Tabellenplatz.

Erneut zeigten die Heidelbergerinnen defensiv eine gute Leistung, was zum Sieg reichte. Offensiv gelang dagegen über weite Strecken wenig. Beide Mannschaften überboten sich mit Fehlwürfen. Nach der ersten Halbzeit gab es bei 23 Versuchen beider Teams nur einen einzigen Dreipunktetreffer durch Sanata-Lea Ouedraogo. Das erklärt auch das kuriose Halbzeitergebnis von 16:21.

Bei den BasCats war Michala Palenickova wieder dabei und gab dem Team die gewohnte Energie. Miriam Diala war stark unter den Körben, mit einem sehenswerten Block kurz vor der Halbzeit verschaffte sie sich Eindruck. Sie verpasste ein Double-Double nur knapp. In der zweiten Halbzeit war es Helena Linder, der ein toller Block gelang.

Zu Beginn des dritten Viertels bauten die BasCats die Führung auf elf Punkte aus, lagen aber nach einem 6:0-Lauf der Dillingerinnen nur noch um fünf Zähler vorne. Beim Aufsteiger war Carroll mit zehn Punkten und 14 Rebounds die herausragende Spielerin, Myriam Platte legte in der zweiten Halbzeit mit zwölf ihrer 14 Punkte auch mächtig zu. Doch die Gäste rissen sich zusammen, legten defensiv wieder eine Schippe drauf und trafen auch ihre Würfe. Binnen vier Minuten gelang der entscheidende 14:0-Lauf. Eleah Steins erzielte per Freiwurf den letzten Punkt.

Am kommenden Samstag kommt es zum Jahresabschluss gegen München Basket. Zu diesem Heimspiel sind die weiblichen Basketball-Jugendteams der Region eingeladen. Interessenten melden sich bei per Mail bei Manager Francesco Limonciello. E-Mail: francesco.limonciello@heidelberg-basketball.de

Statistik (Dillingen/BasCats)

Dreierquote: 20:17% (3/15:5/30)

Zweierquote: 46:37%

Freiwurfquote: 67:65%

Rebounds: 36:34 (Carroll 14, Lui 5 – Diala 9, Nägele 5, Linder 4, Ouedraogo 4)

Assists 14:11 (Hämäläinen 5 – Nägele 4)

Turnover 33:25

Stenogramm: 8:5 (4.), 12:11 (10.), 14:16 (16.), 16:21 (Halbzeit), 18:21 (21.), 18:29 (22.), 26:38 (30.), 32:43 (33.), 38:43 (34.), 38:57 (38.), 47:60 (Endstand).

Dillingen: Platte 14/2, Carroll 10, Simon 8, Zimmermann 4, Barra 4, Hämäläinen 3/1, Holzmann 2.

BasCats: Diala 10, Wroblewski 9/3, Bieg Salazar 9, Ouedraogo 8/1, Palenickova 6/1, Nägele 4, Linder 4, Karavassilis 4, Simon 2, Irthum 2, Steins 2, Heß.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Sebastian Nörber: „Defensiv war das von Anfang an gut, offensiv haben wir die einfachsten Abschlüsse liegen lassen. Entsprechend schlecht waren die Wurfquoten. Zudem hatten wir zu viele Ballverluste. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass der Sieg in Gefahr geraten könnte, auch nicht beim 38:43. Wir haben dann schnell einen Lauf hingelegt. Im vierten Viertel war es dann ein offener Schlagabtausch. Dillingen wird die Klasse auf jeden Fall halten.“

Julia Wroblewski: „Wie erwartet hat Saarlouis als Aufsteiger dieses Jahr ein starkes Team. Defensiv können wir sehr stolz auf uns sein. Zur Halbzeit haben wir Dillingen bei nur 16 Punkten gehalten. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir bewiesen, dass wir als Team eine starke Defense haben, wir haben dreimal in Folge acht Sekunden forciert und über das gesamte Spiel 20 Steals gehabt. Aber dafür auch 25 Turnover, das ist deutlich zu viel, daran müssen wir als Team arbeiten, in unseren Aktionen abgestimmter werden und smartere Entscheidungen treffen. Obwohl Dillingen nochmal das Tempo anzog und den Abstand verkürzte, haben wir Stärke gezeigt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Angst, dass wir das Spiel verlieren. Bei den Abschlüssen war durch die Bank weg der Wurm drin.  Aber trotzdem waren es freie und schön herausgespielte Abschlüsse. Das sollten wir alle im Hinterkopf haben und mit ins nächste Spiel gegen München nehmen.

Sanata-Lea Ouedraogo: „Das Spiel war von Anfang an, wie erwartet, sehr intensiv und physisch. Trotzdem konnten wir durch unsere Defensivleistung überzeugen, auch, wenn wir durch etwas Wurfpech keine frühe Führung aufbauen konnten. Im vierten Viertel kämpften sich die Gegnerinnen durch Dreipunktwürfe nochmal ran, aber anders als noch am Anfang der Saison haben wir uns davon nicht verunsichern lassen und konzentriert zu Ende gespielt.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Julia Wroblewski gelangen in Dillingen drei Distanztreffer. Foto: Andreas Gieser