NBBL: Dramatischer Sieg in Dresden

18 Feb. 2026

Wieder machten es die NBBL-Jungs des USC Heidelberg spannend, aber diesmal mit dem besseren Ende für sie. Sie gewann nach einer dramatischen Partie mit 78:75 (18:20, 36:30, 52:58) bei den Dresden Titans. Es war ein Thriller mit sieben Führungswechseln und vier Gleichständen.

Die Partie begann ausgeglichen, doch bereits im ersten Viertel zeigte der USC eine hohe Spielkontrolle und ging mit einer knappen 20:18-Führung in die erste Pause. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando. Vor allem Damian Deglovic prägte das Offensivspiel mit großer Abgeklärtheit. Mit seiner hohen Treffsicherheit – er traf sieben seiner zwölf Feldwürfe – hielt er den USC konstant auf Kurs und war ein zentraler Faktor für die 36:30-Halbzeitführung der Heidelberger.

Nach der Pause geriet der USC jedoch unter Druck. Die Dresden Titans kamen mit viel Energie aus der Kabine, setzten die Gäste defensiv stark unter Stress und drehten das Spiel mit einem eindrucksvollen Lauf. Auch im dritten Viertel und zu Beginn des Schlussabschnitts musste Heidelberg schwierige Phasen überstehen. Doch selbst als das Spiel zu kippen drohte, verlor das Team nie den Glauben an den eigenen Matchplan und an die gemeinsame Stärke. Gerade in dieser Phase zahlte sich die mannschaftliche Geschlossenheit aus.

Unter den Körben stemmte sich Chorbinian Nerlinger mit enormem Einsatz gegen die Dresdner Offensive. In nur 18 Minuten Spielzeit sicherte er sich herausragende 16 Rebounds und gab dem Team immer wieder zweite Chancen sowie defensive Stabilität. Auch Marlon Lippe zeigte seinen enormen Wert für die Mannschaft, selbst wenn sich dies nicht immer direkt im Scoring widerspiegelte. Mit unermüdlichem Einsatz, aggressiver Verteidigung und starken Händen in den Passwegen setzte er wichtige defensive Impulse und hielt die Intensität hoch. Hier zeigt sich, dass die jüngeren Jahrgänge gelernt haben, über den Verlauf der Saison mehr Verantwortung zu tragen.

Reboundkönig: In 18 Minuten erzielte Chorbinian Nerlinger 16 Rebounds! Foto: Lukas Adler

In der entscheidenden Phase des Spiels waren es dann jene Spieler, die zuvor nur wenig Wurfglück hatten, die Verantwortung übernahmen. Oliver Rouimyate und Max Daleiden-Guillen ließen sich von vergebenen Würfen nicht beirren und bewiesen in der Crunchtime Nerven aus Stahl. Rouimyate traf einen enorm wichtigen Dreier zum Ausgleich, bevor Daleiden mit einem weiteren Distanzwurf die Führung für den USC besorgte. Gerade diese Momente spiegelten den Charakter der Mannschaft wider: Vertrauen, Mut und absolute Überzeugung – unabhängig vom bisherigen Spielverlauf.

Angeführt von einem starken Max Daleiden, der insbesondere im Schlussviertel Verantwortung übernahm, setzte der USC zu einem entscheidenden Lauf an und entschied die Partie letztlich für sich. Die Heidelberger trafen insgesamt elf Dreipunktewürfe und behielten in den entscheidenden Momenten die nötige Ruhe, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber hochverdienter 78:75-Auswärtssieg, der nicht nur aufgrund des Ergebnisses, sondern vor allem wegen der gezeigten Mentalität von großer Bedeutung ist. Auch im Abstiegskampf ist es ein enorm wichtiger Sieg, da die Heidelberger Jungs es in den letzten vier Spielen (allesamt daheim) wieder selbst in der Hand haben, den Klassenerhalt perfekt zu machen.

USC: Daleiden-Guillen 22/4, Deglovic 18/4, Rouimyate 11/1, Lippe 10, Nerlinger 9, Holt 3/1, Grau Rodriguez 3/1, Ogigai 2, Pindur, Flöthmann.

Michael Rappe

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Beitragsbild: Max Daleiden-Guillen traf 18 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier. Foto: Lukas Adler