JBBL: Sieg und Niederlage

18 Feb. 2026

Gleich zwei Spiele musste die U16 des USC Heidelberg in der Relegationsrunde 3 der U16-Junioren-Bundesliga (JBBL) bestreiten. Vorher hätten die meisten wahrscheinlich auf eine Niederlage gegen Düsseldorf und einen Sieg gegen Wuppertal getippt, doch es kam genau anders herum.

Im Nachholspiel des 10. Spieltags landete der USC Heidelberg am Samstagmittag einen verdienten 74:68-Heimsieg gegen die ART Giants Düsseldorf, welche in der Tabelle Rang zwei belegen. Nach der knappen 50:55-Niederlage in der Vorwoche in Düsseldorf stand die Partie ganz im Zeichen der Revanche – und diese gelang eindrucksvoll.

Von Beginn an präsentierte sich der USC hochkonzentriert und defensiv äußerst stabil. Über die gesamten 40 Minuten zeigte das Team eine geschlossene Mannschaftsleistung, verteidigte mit viel Intensität und ließ Düsseldorf nur selten zu einfachen Punkten kommen. Nach einem 20:18 im ersten Viertel baute Heidelberg die Führung bis zur Halbzeit auf 34:31 aus. Im dritten Abschnitt behauptete der USC die Kontrolle und ging mit 55:47 in das Schlussviertel. Auch als die Gäste noch einmal Druck machten, blieb Heidelberg ruhig und brachte den Sieg souverän ins Ziel.

Im Vergleich zur Vorwoche war vor allem die offensive Effizienz deutlich verbessert. Der USC traf 44 Prozent aus dem Feld (24/55) und war auch besser an der Freiwurflinie mit 69 Prozent (24/35) als die ART Giants. Mit 16 Assists zeigte das Team zudem ein gutes Zusammenspiel, auch wenn 19 Ballverluste noch Verbesserungspotenzial bieten. Entscheidend war die konstante defensive Arbeit über die gesamte Spielzeit.

Überragender Akteur war Ben Fischer mit 25 Punkten. Er traf acht von 15 Zweiern, verwandelte einen Dreier und blieb mit neun von zehn Freiwürfen nahezu perfekt an der Freiwurflinie. Jacques Herzenstiel steuerte 16 Punkte bei, Kephren Moukagny kam auf zehn Zähler. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hoher Intensität gelang dem USC die erhoffte Revanche gegen den Tabellenzweiten.

USC: Fischer 25/1, Osazee 18/1, Herzenstiel 16, Moukagny 10, Agena 5, Havasi, Gojak, Stieber, Grau Rodriguez, Kohn, Janik, Ernst.

Jubel über den Sieg gegen Düsseldorf. Foto: Lukas Adler

Am Sonntag folgte das vielleicht noch wichtigere Spiel des Wochenendes. Gegen die Young Lions Wuppertal, einen direkten Tabellennachbarn, ging es um wertvolle Punkte im Kampf um die Platzierungen in der Relegationsrunde. Am Ende musste sich der USC Heidelberg jedoch mit 71:81 geschlagen geben.

Dabei begann die Partie optimal. Heidelberg spielte im ersten Viertel mit hoher Energie, verteidigte aggressiv und nutzte seine Chancen konsequent. Man konnte an die starke Leistung des Vortages anknüpfen. Das Resultat war eine verdiente 30:22-Führung nach zehn Minuten. Doch anschließend folgte ein unerklärlicher Bruch im Spiel. Im zweiten und dritten Viertel fehlten Konzentration, Intensität und Hustle komplett. Offensiv wurde zu überhastet agiert, defensiv ließ man die nötige Konsequenz vermissen. Wuppertal nutzte diese Phase eiskalt aus und drehte das Spiel bis zur Halbzeit auf 41:36.

Insgesamt leistete sich der USC 30 Ballverluste, ein entscheidender Faktor in diesem wichtigen Duell. Es fehlte über weite Strecken die defensive Stabilität. Wuppertal dominierte die Bretter mit 61 Rebounds und kam immer wieder zu zweiten Chancen. Auch wenn sich Heidelberg in den Schlussminuten noch einmal aufbäumte und den Rückstand verkürzte, kam diese Reaktion zu spät.

Kephren Moukagny punktete in beiden Partien zweistellig. Foto: Lukas Adler

Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung dieser Niederlage. Nach zwölf Spieltagen führt Team Frankfurt mit 22 Punkten (11:1-Siege) vor den ART Giants Düsseldorf mit 20 Punkten (10:2). Dahinter folgen BBA Hagen und die Roth Energie BBA Giessen 46ers mit jeweils 14 Punkten. Auf Rang fünf stehen die Young Gladiators Trier mit acht Punkten. Der USC Heidelberg belegt mit vier Siegen und acht Niederlagen sowie acht Punkten Rang sechs (814:830 Körbe). Direkt dahinter liegen die Young Lions Wuppertal mit sechs Punkten (3:9, 871:1064), während Team BonnRhöndorf mit vier Punkten das Tabellenende bildet.

Gerade deshalb wäre ein Sieg am Sonntag enorm wichtig gewesen, um sich weiter von Wuppertal abzusetzen und den Anschluss nach oben zu halten. Trotz der Belastung von zwei Spielen in 48 Stunden muss der Anspruch sein, über 40 Minuten mit der nötigen Intensität aufzutreten. Die deutlichen Schwächephasen machten an diesem Wochenende im zweiten Spiel den entscheidenden Unterschied.

USC: Osazee 23/1, Fischer 12, Moukagny 11, Starke 6, Stieber 4, Grau Rodriguez 4, Zimmermann 4, Kohn 3, Havasi 2, Agena 2, Gojak, Janik.

Michael Rappe

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Beitragsbild: Ben Fischer überzeugte gegen Düsseldorf mit 25 Punkten. Foto: Lukas Adler (@ladler_photography)