Es war ein eindrucksvoller Auftritt, den die USC BasCats Heidelberg am letzten Spieltag der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd hinlegten. Mit 106:35 (20:14, 51:25, 83:27) gegen den Tabellenletzten BBU 01 Ulm schafften sie den ersten dreistelligen Sieg der Saison. Damit verteidigten die Heidelbergerinnen Platz zwei und haben in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga das Heimrecht im zweiten Spiel.
Gegen Ulm zeigten die BasCats 40 Minuten lang höchstes Tempo und übten enormen Druck aus. In der Anfangsphase agierten sie noch etwas überhastet und vergaben gute Wurfchancen. So war die Partie bei der ersten Viertelpause noch knapp. Doch dann waren die Heidelbergerinnen vor 200 Zuschauern nicht mehr zu stoppen. Ulm, das ohne seine beste Schützin Anneke Schlüter antrat, war diesem Tempo einfach nicht gewachsen. Es war das ideale Spiel für Lotta Simon. In nur 21 Minuten Spielzeit erzielte sie 18 Punkte, gab vier Vorlagen und hatte sieben Ballgewinne. Melanie Hoyt markierte 17 Punkte in nur 14 Minuten, Greta Gomann und Jayla Oden jeweils zwölf. Kelly Moten schaffte in gut 16 Minuten 11 Punkte, sieben Vorlagen, sechs Rebounds und drei Ballgewinne.
Sie läuft und läuft und läuft: Lotta Simon führte die BasCats mit ihrem Tempo zum Sieg. Foto: Andreas Gieser
Neben Lotta Simon spielte sich ein junges Talent in den Vordergrund. Die 18-jährige Centerin Greta Metz bekam diesmal gut 16 Minuten Spielzeit und nutzte ihre Chance. 14 Rebounds und vier Punkte hatte sie in der Statistik. Ein Rebound pro Minute sind laut Spandauw „sensationell“. Metz freute sich sehr über ihre Leistung. „Besonders unsere Defense war sehr effektiv; durch viele Steals, insgesamt fast 30, konnten wir immer wieder einfache Punkte generieren.“
Anne Zipser, war es vorbehalten, den 100. Punkt in dieser Partie zu erzielen. Das kostet sie eine Runde Kuchen fürs Team.
Termine: Nun beginnt für die USC BasCats Heidelberg die Aufstiegsrunde zur 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Im Playoff-Viertelfinale treffen die Heidelbergerinnen auf den Dritten der 2. Liga, BBC Osnabrück. Das erste Spiel findet am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr in Osnabrück statt. Das Rückspiel ist für Samstag, 25. April, um 17 Uhr in Heidelberg (alte Halle ISSW) terminiert. Der Gesamtsieger zieht ins Final Four am zweiten Mai-Wochenende ein. Der Ausrichter richtet sich nach den Qualifikanten fürs Halbfinale. Die beiden Finalteilnehmer erwerben die sportliche Berechtigung für den Bundesliga-Aufstieg. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, mit einer Wild Card aufzusteigen. Diese kostet 15.000 Euro.
Michael Rappe
Rebounds (BasCats/Ulm ): 56:29 (Metz 14, Moten 6 – Fellenberg 6, Team 6)
Dreier: 14:22% (8/25:2/13)
Freiwurfquote: 69:69%
Assists: 26:9 (Moten7, Oden 5 – Löffler, Sergi 2)
Steals: 29:7 (Simon 7 – Schulte 2)
Michael Rappe
Stimmen zum Spiel:
Cheftrainer René Spandauw: „Wir haben 40 Minuten mit hohem Tempo und viel Druck gespielt. Das hatten wir auch die ganze Woche trainiert. Anfangs waren wir noch überhastet und haben ein paar einfache Würfe vergeben. Aber dann konnte Ulm gegen den Druck nichts mehr machen. Das war Lottas Spiel. Bei ihr sieht man kaum, wie sie beim Laufen den Boden berührt. Greta Metz war klasse, 14 Rebounds in 16 Minuten, fast einer pro Minute, sind sensationell. Kelly Moten hat mit ihre beste Verteidigungsleistung in dieser Saison gezeigt.“
Greta Metz: „Anfangs sind wir etwas holprig ins Spiel hinein gestartet, aber schon nach kurzer Zeit haben wir wieder ins Spiel gefunden und als Team deutlich strukturierter gespielt. Unser Spiel war schnell, aber nicht hektisch, und wir konnten durch gute Entscheidungen und schöne Fastbreaks einige Punkte erzielen. Besonders unsere Defense war sehr effektiv – durch viele Steals, insgesamt fast 30, konnten wir immer wieder einfache Punkte generieren. Auch persönlich habe ich viel Energie ins Spiel gebracht, vor allem beim Rebound, was mir sehr geholfen hat, ins Spiel zu kommen. Insgesamt war es ein intensives, aber sehr tolles Spiel, in dem man gemerkt hat, dass wir als Team gut funktioniert haben und die Spielfreude deutlich zu sehen war.“
Leni Schramm-Bünning: „Das Spiel war nochmal ein richtig gelungener Abschluss der Hauptrunde und ein guter Einstieg in die bevorstehenden Playoffs. Wir haben als Team super zusammengespielt und konnten Vieles aus dem Training umsetzen. Greta (Metz) und ich hatten viel Einsatzzeit und konnten beide etwas zum Spiel beitragen, vor allem Greta hat unter dem Korb mit starken 14 Rebounds überzeugt. Außerdem hat jede Spielerin gepunktet, was unsere Teamleistung nochmal unterstreicht. Ich freue mich sehr, Teil dieses Teams zu sein.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Die BasCats bejubeln den dreistelligen Sieg gegen Ulm. Foto: Andreas Gieser